Joyce DiDonato singt Händel und Purcell in der Philharmonie Essen

Joyce DiDonato ist nicht nur regelmäßig an den großen Opernhäusern von New York bis London zu Gast, sondern setzt auch mit ihren Konzertprogrammen außergewöhnliche Akzente. Auf das aktuelle Projekt „In War and Peace – Harmony through Music“, das sie am Samstag, 27. Mai 2017, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen präsentiert, darf man besonders gespannt sein. In der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ singt die amerikanische Mezzosopranistin Arien von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell und Leonardo Leo. Begleitet wird sie vom erstklassigen Barockensemble Il Pomo d’Oro unter der Leitung von Maxim Emelyanychev, deren Interpretation von Händels „Partenope“ im vergangenen Jahr noch in bester Erinnerung ist. Die zentralen Begriffe des Programms – Krieg und Frieden – spiegeln sich in den beiden Konzerthälften wider. In den Mittelpunkt stellt Joyce DiDonato dabei die Frage: „Inmitten des Chaos, wo findet man Frieden?“ Weiterhin betont sie: „Seit Jahrhunderten haben die Schöpfer großer Kunst die Grausamkeiten ihrer Zeit neben göttlichen Momenten der Harmonie geschildert und uns mutig unsere eigene brutale Natur wie auch unsere hohe Menschlichkeit vor Augen geführt. Die Kunst vereint, überwindet Grenzen, verbindet, was getrennt ist, beseitigt Rangunterschiede, mildert Unruhen, bedroht die Macht und den Status quo und erhebt auf wunderbare Weise den Geist. Kunst ist ein beherzter Weg zum Frieden.“

Joyce DiDonato wurde in Kansas (USA) geboren. Ihre erfolgreiche Karriere führte sie bislang unter anderem an die Metropolitan Opera in New York, das Londoner Royal Opera House Covent Garden, die Mailänder Scala, die Staatsopern in München und Wien und das Liceu Barcelona, aber auch in renommierte Festspielorte wie Salzburg, Edinburgh und zu den BBC Proms. Zum Kernrepertoire Joyce DiDonatos gehören Rollen von Händel und Mozart sowie die Belcanto-Partien Rossinis. Darüber hinaus war sie unter anderem als Octavian („Der Rosenkavalier“), Komponist („Ariadne auf Naxos“) und in der Titelpartie von „Das schlaue Füchslein“ sowie in zeitgenössischen Bühnenwerken zu erleben.

 Karten (Preise: € 30,00 bis 75,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelbild: Joyce DiDonato (Foto: Simon Pauly).

„Cherry on the Cake“ – Musikalisches Entertainment im Grugapark

Sechs Damen zaubern am Sonntag, 21. Mai, mit Saxophon, Klarinette, Klavier, Akkordeon, Schlagzeug und Tuba einen einzigartigen Sound mit Groove-Garantie. Mit schwungvollen Arrangements und schillernden Kostümen macht die Damenband einen musikalischen Ausflug in die Zeit der 20er bis 60er Jahre. Vom Walzer über Tango und Foxtrott bis hin zu Charleston, Cha-Cha und Boogie-Woogie – Cherry on the Cake entführt das Publikum in die goldenen Zeiten unsterblicher Evergreens. Die sechs Musikerinnen gehen bei „Wochenend und Sonnenschein“ auf eine Reise mit „Chiantiwein“ zum „Meier am Himalaya“ und in die „Funkytown“.

Das Konzert beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14 Uhr. Der Eintritt beträgt inklusive Parkeintritt 10 Euro, Dauerkarteninhaber zahlen 5 Euro. Karten sind ab sofort an allen Kassen des Grugaparks erhältlich.

(ü. Pm.)

Konzert der Querflötenklasse Prof. (stv.) Felix Reimann im Kammermusiksaal

Der wohl bedeutendste Komponist des Barock Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Querflötenklasse von Prof. (stv.) Felix Reimann am 24. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal am Campus Essen-Werden.

Bachs Werke für Flöte sind vielseitig, vielschichtig und von großer musikalischer Tiefe. So beseelt und andächtig seine langsamen Sätze oder seine sakralen Musiken sind, so hinreißend, kraftvoll und drängend-virtuos sind die schnellen Sätze der Sonaten und Konzerte. So war Johann Sebastian Bach nicht nur zur Barockzeit eine Art Übervater der Musik. Seine Zeitgenossen, seine Söhne, aber auch viele nachfolgende Komponisten wurden stark von ihm geprägt. Dies wird auch im Programm „(B)ach rock(t)“ deutlich.

Eingerahmt wird das Programm von zwei wunderbaren Bearbeitungen für Flötenquartette. So spielen zu Beginn die Studierenden Bianca Menezes, Siyu Chen, Suje Kim und Pearl Huang den ersten Satz aus dem a-Moll Violinkonzert BWV 1041. Das „Italienische Konzert“ BWV 971 gespielt von Nadja Frey, Niklas Broghammer, Hannah Schütz und Felix Reimann schließt den Abend ab. Dazwischen bietet das Programm sehr viel Abwechslung. So erklingen Stücke für Flöte Solo wie die Fantasie Nr. 2 von Georg Phillip Telemann (Suje Kim) oder die Acht Stücke für Flöte Solo von Paul Hindemith (Niklas Broghammer). J. S. Bachs Sonate C-Dur BWV 1033 wird gespielt von Hannah Schütz (Flöte) und Dennis Freundel (Gitarre) und die Triosonate G-Dur BWV 1039 erklingt in zwei Teilen. Marco Girardin und Nerses Ohanyan spielen gemeinsam mit Felix Reimann und Mario Krause (Fagott) jeweils zwei Sätze. Einen stillen und zentralen Höhepunkt des Abends darf man beim Ausschnitt aus J. S. Bachs Matthäuspassion BWV 244 erwarten. Als G
ast aus der Klasse von Prof. Rachel Robins singt Franziska Fait die Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“. Begleitet wird sie von Siyu Chen (Flöte), Miriam Torres und Tamon Yashima (Englischhörner) Studierende aus der Oboenklasse von Prof. Michael Niesemann. Einer von Johann Sebastian Bachs Söhnen tat sich besonders schwer mit der „Strenge“ des Vaters. Carl Phillipp Emanuel Bach brach aus dem Regelwerk aus und kreierte seine ganz eigene, freie und von Affekten und Emotionen geprägte „galante“ Musik. Damit war er Wegbereiter einer neuen Epoche und vielleicht der erste „Rockmusiker“ seiner Zeit?

C. Ph. E. Bachs Hamburger Sonate wird gespielt von Nadja Frey und der Finalsatz des berühmten d-Moll Flötenkonzertes erklingt mit Xueqing Wang, Sung Mi Kim (Violine I), Valentin Delpy (Violine II), Ronja S. Brinkmann (Viola) und Robert Wheatley (Violoncello). Den Continuo Part am Cembalo übernimmt für den gesamten Abend unsere Cembalistin und Pianistin Vanda Albota, und wie man Bach mit Rock verbindet zeigt uns Nerses Ohanyan mit einer Beatboxbearbeitung der berühmten Chaconne.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich Karten (5,- Euro/ erm. 3,- Euro) vorzubestellen. Sie erreichen den Ticketverkauf telefonisch unter (0201) 4903_231 oder via E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

Titel- u. Beitragsfotos: Veronika Kurnosova

(ü. Pm.)

Gottfried Boehm über das Werk und Wirken der österreichischen Malerin Maria Lassnig

Der Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Gottfried Boehm spricht am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 18 Uhr im Museum Folkwang über das Werk von Maria Lassnig. Lassnig, deren Arbeiten aktuell im Museum Folkwang gezeigt werden, zählt zu den maßgebenden Künstlerinnen ihrer Generation. Gottfried Boehm setzt sich in seinem Vortrag mit Lassnigs Konzept des „Körpergefühls“ auseinander.

Maria Lassnig (1919-2014) ist längst als eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation anerkannt. Was sie auszeichnet ist ein eigenes und unverwechselbares Konzept, das sie während mehr als sechzig Arbeitsjahren reich entfaltet hat. Sie setzt ihre Körperempfindungen ins Bild um und sie entdeckte somit die physisch-psychische Befindlichkeit als den Motor künstlerischen Ausdrucks. Gottfried Boehm setzt sich mit seinem Vortrag „Der unbekannte Körper“ das Ziel, das eigentliche Konzept von Lassnig zu ermitteln, das Lassnig selbst Körperbewußtseinsmalerei genannt hat. Dahinter verbirgt sich die Einsicht, nicht von einem abstrakten Künstlersubjekt auszugehen, sondern von den intensiven Empfindungen, die im eigenen Leib aufgespürt werden.

Gottfried Boehm (*1942 Braunau/Böhmen) studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Köln, Wien und Heidelberg. Boehms Forschungs- und Lehrtätigkeit zählt unter anderem Stationen an der Ruhr-Universität Bochum (1975-1979), an der Justus-Liebig-Universität Giessen (1979-1986) sowie sein Amt als Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel (seit 1986), wo er 2012 emeritiert wurde.
Seit Juli 2006 gehört er als korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an, seit 2011 ebenso der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2011 lehrt er im Rahmen der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Universität Mainz.

Information
Do, 11. Mai, 18 Uhr
Gottfried Boehm: „Der unbekannte Körper. Über Maria Lassnig“
In Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang

Teilnahmebeitrag 5 € / 2,50 € / Mitglieder des Kunstring Folkwang frei.

(ü. Pm.)

Donizettis Oper „Der Liebestrank“ kehrt ins Aalto-Theater zurück

Als Gaetano Donizetti im Alter von 34 Jahren seinen „Liebestrank“ komponierte, war er bereits ein Routinier – 36 Opern hatte er bis dahin vollendet. „L’elisir d’amore“, so der Originaltitel, gehört bis heute zu seinen berühmtesten Werken. Am Samstag, 6. Mai 2017, um 19 Uhr feiert die Oper ihre Wiederaufnahme am Aalto-Theater.

Zwei weitere Vorstellungen folgen am 12. und 21. Mai. Unter der musikalischen Leitung von Francesco Lanzilotta sind in den beiden Hauptrollen mit Elbenita Kajtazi (Adina) und Dmitry Ivanchey (Nemorino) zwei junge Solisten zu erleben, die erst seit dieser Spielzeit zum Ensemble des Aalto-Musiktheaters gehören. Außerdem wirken Ivan Thirion (Belcore), Baurzhan Anderzhanov (Dulcamara) und Christina Clark (Gianetta) mit. Die Inszenierung stammt von Andreas Baesler. Schon die Uraufführung des „Liebestranks“ 1832 war ein riesiger Erfolg, die zeitgenössische Kritik war begeistert: „Alles ist herrlich, ganz herrlich, und alles erhielt viel Beifall. Es fällt schwer zu sagen, welches Stück am schönsten ist. Die Schattierungen von buffo bis serio lassen sich in überraschenden Abstufungen beobachten, und das Gefühlsmäßige wird mit der musikalischen Leidenschaft behandelt, für die der Komponist berühmt ist.“ Das gilt bis heute, nur dass die Nachwelt sich dann doch für die Tenor-Romanze „Una furtiva lagrima“ als „schönstes Stück“ entschieden hat.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Szenenfoto aus der gestrigen Probe mit Elbenita Kajtazi als Adina und Dmitry Ivanchey als Nemorino (Foto: Saad Hamza).

 

Das „Trio Rosenpalais“ lädt zur musikalischen Damenwahl im Grugapark

 Das „Trio Rosenpalais“ zündet am Sonntag, 7. Mai, ab 15 Uhr ein musikalisches Feuerwerk der guten Laune, das gekonnt zwischen Instrumental-Soli, mitreißenden Ohrwürmern und kessen Wortgefechten changiert. Mit den frechsten Ufa-Melodien, schönsten Tonfilmschlagern und keckesten Gassenhauern rund um das Thema Liebe machen die drei vielseitigen Künstlerinnen einen musikalischen Ausflug von der Konzertbühne auf die Bühnen der Kneipen und Varietés.

Dabei zelebrieren sie das ewige Katz- und Mausspiel zwischen Mann und Frau. Mondäne Lebedame, verruchter Vamp, freche Göre und Pantoffel schwingender Hausdrachen – ein Konzertnachmittag so facettenreich wie die Frauen selbst.

Sonntag, 7. Mai, um 15 Uhr im Grugapark. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

(ü. Pm.)

Drei Konzerte aus den Bereichen Alte Musik und Jazz im Schloß Borbeck

Den Auftakt macht das Folkwang Kammerorchester am Freitag, 28. April, um 19 Uhr. Unter Leitung des international renommierten Barockgeigers Gottfried von der Goltz ist das Essener Kammerorchester zu Gast im Schloss. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach und seinem ältesten Sohn Wilhelm Friedemann. Am Cembalo begleitet wird das Konzert von Christian Rieger, Professor für Cembalo sowie Ensembleleitung Alte Musik an der Folkwang Universität der Künste Essen.

Am Freitag, 5. Mai, um 19 Uhr gibt es einen Jazzabend im Schloß Borbeck ganz um Thelonious-Sphere Monk (1917-1982), der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Trompeter Flavio Zanuttini, Altist Felix Carlos Fritsche sowie Florian Walter an Bassklarinette und Baritonsaxofon erzeugen Bläsersätze, die wie ein hochenergetischer Block Intensität und Spannung zeugen. Simon Camatta setzt am Schlagzeug Akzente und treibt einen lässigen Swing in bestem Monkschen Sinne auf den Siedepunkt. Gewürzt wird der Abend mit Erzählungen aus dem Leben dieses Musikers.

Am Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr gastiert einer der weltweit besten Lautenisten im Schloß Borbeck: Hopkinson Smith. Er nähert sich dem Universum Laute mit einer Musikalität, die weit über die scheinbar begrenze Stimme seines Instrumentes hinausgeht. Unter dem Titel „Mad Dog: Die elisabethanische Laute“ widmet er den Abend drei Komponisten: John Dowland, John Johnson und Anthony Holborne.

Karten zu allen drei Konzerten gibt es ab sofort im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, Tel. (0201) 88 44 219.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beethovens Gesamtwerk für Cello und Klavier in zwei Konzerten

 Ludwig van Beethoven begründete mit seinen fünf Cellosonaten eine neue Kammermusik-Formation, die bis dahin beinahe ohne Vorbild war. Nie zuvor war das tiefe Streichinstrument als derart ebenbürtiger Partner des Klaviers in Erscheinung getreten. In der Philharmonie Essen werden nun der Cellist Gautier Capuçon und der Pianist Frank Braley in zwei Konzerten am Sonntag, 23. April 2017 Beethovens Gesamtwerk für Violoncello und Klavier präsentieren. Im ersten Konzert um 11 Uhr erklingen neben der jugendfrischen ersten (op. 5 Nr. 1) und der reifen dritten Sonate (op. 69) auch aus dem insgesamt reichen Variationsschaffen des Komponisten zwei Werke, die geistreich je ein Thema aus Händels „Judas Maccabäus“ und Mozarts „Zauberflöte“ (über „Ein Mädchen oder Weibchen“) fortschreiben. Im zweiten Konzert um 15 Uhr widmen sich die beiden Musiker den beiden späten und kompromisslosen Cellosonaten (op. 102, Nr. 1 und 2), in denen sich der Komponist mitunter fast experimentell mit den Möglichkeiten der beiden Instrumente auseinandersetzte. Sie bilden den gewichtigen Rahmen um die frühe zweite Sonate (op. 5 Nr. 2) und die siebenteiligen Variationen über das Duett von Pamina und Papageno („Bei Männern, welche Liebe fühlen“) aus Mozarts „Zauberflöte“.

Der Franzose Gautier Capuçon hat sich längst als einer der führenden Cellisten seiner Generation etabliert und sorgt kontinuierlich mit seinen Aufnahmen und Konzerten für große Aufmerksamkeit. Höhepunkte der aktuellen Saison sind Auftritte mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Russian National Orchestra, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem San Francisco Symphony.

Weltweit unterwegs ist auch der ebenfalls aus Frankreich stammende Pianist Frank Braley. Er konzertierte bislang etwa mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Orchestre National de France, dem Boston Symphony Orchestra und dem Tokyo Philharmonic. Er arbeitete dabei mit Dirigenten wie Christopher Hogwood, Marek Janowski, Kurt Masur, Sir Yehudi Menuhin und Antonio Pappano zusammen.

Einzeltickets (€ 28,00 pro Konzert) und Kombitickets (€ 40,00 für beide Konzerte) unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Renaud Capuçon und Frank Braley (Foto: Karl Lagerfeld).

Antonino Fogliani dirigiert „Lucia di Lammermoor“

Ab Freitag, 21. April, dirigiert der künftige Principal Guest Conductor der Deutschen Oper am Rhein Donizettis Meisterwerk im Theater Duisburg. Adela Zaharia ist als Lucia zu erleben.

 Mit Gaetano Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“ kehrt am Freitag, 21. April, um 19.30 Uhr ein heraus­ragendes Werk der Belcanto-Epoche auf die Bühne des Duisburger Theaters zurück. Unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani stehen bis zum 9. Juli stehen vier Vorstellungen auf dem Programm. Der italienische Dirigent ist als Spezialist für Belcanto-Opern in ganz Europa gefragt und der Deutschen Oper am Rhein ab kommender Spielzeit als Principal Guest Conductor verbunden. Donizettis Meisterwerk wird er 2017/18 auch an der Bayerischen Staatsoper in München dirigieren.

Gaetano Donizetti ging es in seiner Oper vor allem um die „zerstörerisch-heftige Liebe, ohne die jede Oper kalt bleiben muss“: Lucias Liebe zu Edgardo wird durch das politische Kalkül ihres Bruders Enrico zerstört. Die erzwungene Heirat mit einem anderen lässt sie verzweifeln. Berühmt und berührend ist die Wahnsinnsarie der Lucia als Höhepunkt der Oper. Die Titelpartie in der Inszenierung von Christof Loy singt die rumänische Sopranistin Adela Zaharia, die in der vergangenen Spielzeit ihr umjubeltes Rollendebüt als Lucia in Düsseldorf gab.  Ihr Liebhaber Edgardo ist der russische Tenor Georgy Vasiliev, Laimonas Pautienius gibt sein Debüt als Lucias Bruder Enrico. Bogdan Taloş alterniert mit Adrian Sâmpetrean in der Rolle des Raimondo.

„Lucia di Lammermoor“ im Theater Duisburg:

Fr 21.04. – 19.30 Uhr / Fr 28.04. – 19.30 Uhr / Fr 05.05. – 19.30 Uhr / So 09.07. – 15.00 Uhr

Karten sind an der Theaterkasse Duisburg, Tel. 0203.283 62 100 und im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211.89 25 211, sowie online über www.operamrhein.de erhältlich.

 

Titelfoto: Adela Zaharia (Lucia) und Bogdan Baciu (Enrico) – FOTO: Hans Jörg Michel.

www.operamrhein.de

www.ballettamrhein.de

Demnächst an der Deutschen Oper am Rhein:

 Fr 21.04. – „Lucia di Lammermoor“ – Wiederaufnahme im Theater Duisburg

Sa 29.04. – PREMIERE von „Don Pasquale“ in der Inszenierung von Rolando Villazón im Opernhaus Düsseldorf

So 30.04. – „Tosca“ – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf

Fr 12.05. – „Der fliegende Holländer“ – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf

Sa 13.05. – PREMIERE: b.31 im Theater Duisburg mit Choreographien von Martin Schläpfer, Hans van Manen sowie Sol León & Paul Lightfoot

So 14.05. – OPER AN RHEIN UND MOSKWA: Konzert zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft Düsseldorf – Moskau

(ü. Pm.)

 

Richard Straussʼ „Elektra“ kehrt für zwei Vorstellungen im Aalto zurück

Mit Richard Straussʼ einaktiger Tragödie „Elektra“ nimmt das Aalto-Musiktheater ein zentrales Werk des deutschen Opernrepertoires am Sonntag, 30. April 2017, um 18 Uhr wieder auf den Spielplan. Eine weitere Vorstellung folgt am 25. Mai (die für den 5. Juni geplante Vorstellung muss leider entfallen).

Regie führt David Bösch, der viele Jahre mit seinen Inszenierungen am Schauspiel Essen für Aufmerksamkeit sorgte, sich aber auch immer wieder der Oper gewidmet hat (etwa Donizettis „Liebestrank“ an der Bayerischen Staatsoper). Bösch rückt die post-traumatischen Störungen Elektras und ihrer Geschwister als Folge des fatalen Vatermords ins Zentrum. Die Optik dieser Produktion (Bühne: Patrick Bannwart, Maria Wolgast) verräumlicht das archaische Prinzip der Blutrache und zeigt drastisch konkret, was die alpträumende Mutter Klytämnestra zu verantworten hat. In der Titelpartie der Elektra ist Rebecca Teem zu erleben, die auch in den Premierenvorstellungen in der vergangenen Spielzeit glänzen konnte. Darüber hinaus konnte sich die Sopranistin am Aalto-Theater bereits als Brünnhilde in Wagners „Walküre“ und „Götterdämmerung“ sowie kürzlich auch in „Tristan und Isolde“ in Szene setzen. Die Sopranistin Anna Gabler, bislang mit Auftritten unter anderem bei den Salzburger Festspielen als Eva in Wagners „Meistersingern“, übernimmt die Partie der Chrysothemis. Ulrike Schneider, Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel, ist als Klytämnestra zu erleben. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Tomáš Netopil.

Die 1909 in Dresden uraufgeführte Oper „Elektra“ markiert die erste Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Das Werk verlangt mit 111 Musikern ein noch opulenteres Orchester als „Salome“. Die Klangfarben sind außerdem härter, dissonanter und expressiver.

Karten (€ 11,00 – 49,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de

Titelfoto: Matthias Jung

(ü. Pm.)