VENUSBRASS – Wild, Weiblich, Virtuos

Ein ganz besonderes Musikspektakel erwartet die Besucherinnen und Besucher des Grugaparks am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr, im Musikpavillon.

Venusbrass ist mehr als eine Damen-Marching-Band. Fünf strahlende Energiebündel brillieren mit ihrem rasanten Spiel auf Saxofon, Posaune, Tuba und Drums nicht nur auf der Bühne, sondern auch mitten im Publikum. Dabei verschmelzen explosive Damenpower und geballte Musikalität mit exakter Choreografie. Die Vollblutmusikerinnen präsentieren ein breitgefächertes Repertoire aus mitreißenden Hits und melodiösen Eigenkompositionen und zünden im Publikum ein musikalisches Feuerwerk.

Das Konzert ist bis auf den Parkeintritt kostenfrei.

Titelfoto: Simona Turk

Romantisches Picknick mit TOI ET MOI im Grugabad

Nach bereits zwei erfolgreichen Veranstaltungen wird die Reihe „kunstbaden“ im Grugabad am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr fortgesetzt.

Allen Besucherinnen und Besuchern des Grugabades wird die Möglichkeit gegeben, ein Picknick mit einem wunderschönen, romantischen Konzert zu verbinden. Das Kölner Duo TOI ET MOI wird für die entsprechende Unterhaltung sorgen. Die beiden „Singer & Songwriter“ Julia Klomfaß und Raphael Hansen sind mit selbst geschriebenen Texten und Eigenkompositionen im Stile des französischen Chanson im Essener Grugabad zu Gast.

Wer will bringt seinen gut gefüllten Picknickkorb mit. Und wer selbst nichts mitbringt, auf den warten kleine ausgewählte Köstlichkeiten vom Café Livres und Getränke passend zum Konzert.

Wem es zu heiß wird, der kann ja zwischendurch mal kurz ins kühle Nass springen.

Der Einlass beginnt um 13 Uhr und der Eintritt zum Grugabad mit kombiniertem Picknick auf der abgeteilten Konzertwiese kostet für Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder zwischen 4 und 12 Jahren zahlen 4 Euro und für jüngere Kinder unter 4 Jahren ist der Eintritt frei.

Flüchtlingskonferenz in Essen

Bürgermeister Rudolf Jelinek begrüßte gestern (20.6.) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Flüchtlingskonferenz in der VHS Essen. Der „Dialog in der Stadtgesellschaft: Strategiekonzept Integration von Flüchtlingen“ wurde von der AWO, dem Deutsch-Syrischen Verein, der Diakonie, der Caritas, der Neuen Richtervereinigung, der PLAN B Ruhr sowie von ProAsyl / Flüchtlingsrat Essen veranstaltet.

Anlässlich des gestrigen Weltflüchtlingstages wies der Bürgermeister darauf hin, dass sich derzeit mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht befinden.

Er bedankte sich bei den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kirchen, Verbänden, Vereinen und von der Stadtverwaltung, die sich bei der Unterbringung der nach Essen gekommenen Flüchtlinge eingesetzt haben: „Sie alle, besonders die vielen Ehrenamtlichen, haben mit einem außergewöhnlichen Engagement Großartiges für unsere Stadt geleistet.“

Die Arbeit mit und für die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger bleibe in den nächsten Jahren eine unserer vordringlichsten Aufgaben: „Aktuell steht die Frage im Vordergrund, wie uns die Integration derer gelingt, die zu uns gekommen sind.“ Jetzt komme es darauf an, gemeinsam die Handlungsansätze und Strategien zur Integration umzusetzen: „Dies gelingt aber nur im Bündnis mit den professionellen und mit den ehrenamtlichen Akteuren in unserer Stadt.“

An den Diskussionen und Workshops nahmen auch der Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Soziales, Peter Renzel, sowie Dr. Gaby Reinhard, Geschäftsführerin des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen, teil.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Achim Gerhard-Kemper, Beisitzer ProAsyl, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Dr. Gaby Reinhard, Geschäftsführerin des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen, Kathrin Richter, Vorsitzende von ProAsyl in Essen, Beigeordneter Peter Renzel und Blerian Kushta, Politikwissenschaftler, Foto: Peter Prengel

(ü. Pm.)

Spiel und Spaß beim großen Riehlparkfest

Am Mittwoch, 7. Juni, 14 bis 17 Uhr wird sich der Riehlpark für alle kleinen und großen Bürgerinnen und Bürger aus Essen-West in einen großen Spielplatz verwandeln. Dann heißt es für alle: Feiern und Spaßhaben. Eröffnet wird das Stadtteilfest um 14 Uhr von Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bezirksbürgermeister Klaus Persch.

Die Organisatoren – die sozialen Institutionen im Umfeld – haben auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Festprogramm auf die Beine gestellt, darunter Outdoor-Spiele, Tattoo-Stand, Zöpfe flechten und einen Schminkstand, an dem sich die kleinen Möchtegern-Tiger und –Schmetterlinge ihr Traumoutfit verpassen lassen können. Neben zahlreichen Spiel- und Bewegungsangeboten gibt es viele Infos rund um die sozialen Einrichtungen in Essen-West. Weitere Angebote: Schatzsuche, die Hüpfburg des Ferienspatzes und auch der Waffelstand des Familienzentrums Sankt Augustinus, vor dem sich im vergangenen Jahr lange Schlangen gebildet hatten, ist auch wieder mit von der Partie. Dazu gibt es wieder ein buntes Bühnenprogramm mit Gesangs- und Tanzvorführungen.

Schlau machen können sich Eltern an zahlreichen Info-Ständen beispielsweise zu den Ferienspatz-Angeboten in den Sommerferien, bei dennen Ferienpässe können erworben werden und den Unterstützungs- und Serviceleistungen des Jugendamtes.

(ü. Pm.)

68. Deutscher Anwaltstags vom 24. bis 26. Mai 2017 in Essen

Unter dem Motto: Innovationen und Legal Tech findet vom 24. bis 26. Mai 2017  im Congress Center Essen (Messe Essen West, Norbertstr. 2, 45131 Essen) der 68. Deutsche Anwaltstag statt. Er steht unter dem Motto „Innovationen und Legal Tech“.

1.1 Legal Tech – Entwicklung des Rechtsmarktes

Ein Thema ist die Digitalisierung des Rechtsmarktes mit all seinen Auswirkungen. So halten beispielsweise der Rechtsrat per Internet, die Software für Vertragsgestaltung oder Programme zur Lösung rechtlicher Fälle Einzug in den juristischen Alltag. Der Zugang zum Recht wird auf der einen Seite vereinfacht. Diese Entwicklungen stellen aber sowohl Verbraucher als auch die Anwaltschaft vor neue Herausforderungen. Dies möchten wir mit Ihnen besprechen.

1.2 Sogenannte Terrorbekämpfung

Die zunehmende Digitalisierung auf der anderen Seite führt natürlich zu der Frage nach dem Schutz digitaler Daten. Insbesondere der informationellen Selbstbestimmung. Die in jüngerer Vergangenheit beschlossenen Gesetze im Bereich der Inneren Sicherheit zeigen aber weg vom Datenschutz und dem Schutz der informationellen Selbstbestimmung.

Weiterhin sind elektronischer Personalausweis oder auch die Wohnungskriminalität Themen.

Bei der Eröffnung wird neben dem DAV-Präsidenten wird auch der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas ebenso sprechen wie der Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen Thomas Kutschaty.

Festvortrag:

„Wie die anwaltliche Beratung die digitale Transformation der Industrie unterstützen kann“,

Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Prof. Dieter Kempf ist erst seit diesem Jahr Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Zuvor war er Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) und ist daher prädestiniert, zu diesem Thema zu sprechen. Die digitale Transformation betrifft alle Bereiche.

  1. Schwerpunktthema: Let´s talk about Tech

Freitag, 26. Mai 2017, 9.30 bis 11.00 Uhr, Saal Europa (Messe West)

Bei dem Schwerpunktthema zeigen Experten in kurzen Präsentationen Projekte, Perspektiven und Visionen auf.

Namhafte Experten aus dem In- und Ausland beleuchten die Themen Big data, Künstliche Intelligenz, IT in juristischen Projekten, Legal Tech und Pro Bono-Arbeit. Dabei geht es beispielsweise um folgende Fragen: Wie kann Legal Tech dem Mandanten dienen? Wo kann es ressourcensparendes Arbeiten ermöglichen? Und wie weit ist die aktuelle Forschung auf dem Gebiet der Artificial Intelligence? Wie regulieren wir dieses neue hochtechnische Umfeld?

Swen Walentowski

Allgemeines

Daneben gibt es noch viel Rechtspolitisches in einzelnen Veranstaltungen. Ob zum gläsernen Flüchtling oder den Gefahren des internationalen Terrorismus für den Rechtsstaat.

Auf dem StartupCorner in der begleitenden Messe „AdvoTec“ präsentieren sich verschiedene Startups aus dem Bereich Legal Tech. Alle können sich unmittelbar ein Bild davon machen, was „fragrobin.de“, „jurato.de“ und Co bereits anbieten und woran sie noch arbeiten. Hier arbeiten wir in Zusammenarbeit mit dem gerade gegründeten Verband European Legal Technology Association (ELTA).

Übersicht über das Programm:

Alle Informationen unter www.anwaltstag.de.

Oder auch als App:

Laden im App Store

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Gruga Essen: Musikalische Saisoneröffnung – Tanz im Mai

Pünktlich zum 1. Mai startet die Konzertsaison im Grugapark. Bis Ende September finden an allen Sonn- und Feiertagen Konzerte und Sonderveranstaltungen im Musikpavillon statt.

In diesem Jahr startet das Konzertprogramm am Montag, 1. Mai, um 15 Uhr mit der Band „Top Spin“, die Hits und Ohrwürmer aus vielen Dekaden präsentiert. Mit viel Spielfreude und Virtuosität gestalten die Musikerinnen und Musiker ein geschmackvolles Programm, das an stilistischer Bandbreite seinesgleichen sucht. Wünsche werden auf Zuruf erfüllt, es gibt Hits für Kids und Oldies, da ist Tanzen erlaubt und Mitsingen nicht nur Angelegenheit der Musikerinnen und Musiker.

Titelfoto: Top Spin

(ü. Pm.)

„Mein Einkauf – Shoppen ohne Limit oder Nachhaltiger Konsum?“

Das Projektbüro Essen-Grüne Hauptstadt Europas 2017 lädt ein:

Diskussionsrunde zum Thema „Mein Einkauf – Shoppen ohne Limit oder Nachhaltiger Konsum?“ am 11. Mai 2017, ab 18:30 Uhr in der Kreuzeskirche in Essen. Dies ist die zweite Veranstaltung der Diskussionsreihe Kreuzeskirche im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

„Essen kontrovers: Das Ende der Einkaufsstadt?“- Die Zukunft der Essener City in der Diskussion

Der Slogan selbst ist fast 80 Jahre alt, seit 1950 leuchtet er vom Dach des Handelshofs: „Essen, die Einkaufsstadt“. Über Jahrzehnte galt das Motto als stolzes Markenzeichen, jetzt steht dahinter ein Fragezeichen. Wird Essen dem eigenen Anspruch überhaupt noch gerecht?

Hat sich der Werbespruch angesichts von Einkaufszentren im Umfeld und Leerständen in den Fußgängerzonen nicht längst schon überholt? Und wäre es nicht endlich Zeit, andere Seiten der Stadt stärker in den Vordergrund zu stellen? Kultur? Wirtschaft? Wissenschaft?

Um die Frage, mit welchen Ideen und Konzepten die Innenstadt künftig Aufmerksamkeit erregen soll, geht es in der nächsten Runde von „Essen Kontrovers“, dem gemeinsamen Diskussionsforum von NRZ-Redaktion und Volkshochschule.

Gäste auf dem Podium sind:

  • Marianne Menze, Geschäftsführerin der Essener Filmkunsttheater GmbH (unter anderem Lichtburg),
  • Thomas Kutschaty, NRW-Justizminster und Vorsitzender der SPD Essen,
  • Dieter Groppe, Geschäftsführer der Essen Marketing GmbH,
  • Marc A. Heistermann, Geschäftsführer des Handelsverbands Ruhr,
  • Ulrich Führmann, Moderator und freier Journalist.

Die Moderation hat der Journalist Ulrich Führmann Treffpunkt ist die VHS am Burgplatz, wie immer bei „Essen Kontrovers“ werden die Experten nicht nur miteinander, sondern auch mit dem Publikum diskutieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Donnerstag, 2. März, 19 Uhr, Volkshochschule Essen, Burgplatz 1. Der Eintritt ist frei.

Essen is im Pott – Karneval, drei Kilometer Wegstrecke

Das Essen immer noch im Pott ist, dürfte manchem Marketingstrategen mißfallen, aber dem Volke aufs Maul geschaut der Wahrheit nahekommen. Sicher nicht so überschwenglich wie in den Rheinischen Hochburgen des Karnevals und auch ohne Schminkzwang feiern viele Zuschauer eher verhalten mit. Kinder und Kamelle sind natürlich Tradition und wie als wollte man die Zuschauer aus dem Schlafe wecken, ertönt in Abschnitten eine Kanone.

Essen liegt eben in der Peripherie des karnevalistischen Treibens, wer „echten“ Karneval sucht, wird sicher über die S6 sein Törchen gefunden haben. Trotzdem nett so mancher Farbpunkt, und dann bleiben ja noch die Lokalitäten, die der Nachfeier genügend Raum bieten. Wer es denn mag. Ab Mittwoch sind wir dann nicht mehr jecke, sondern Grüne Hauptstadt. Die Beschaulichkeit haben wir ja wenigstens im Pott.

 

Veranstaltung zum Ruhr-Radschnellweg am 28. Februar um 19 Uhr

Am Dienstag, den 28. Februar, lädt die Ratsfraktion der Essener Grünen um 19.00 Uhr in die Geschäftsstelle der Grünen (Kopstadtplatz 13) zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Stand der Planungen zum Ruhr-Radschnellweg in Essen. Diskussionsteilnehmer sind Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung im Regionalverband Ruhr, und Mirko Sehnke, Vorstandsmitglied des ADFC Essen.

Schwerpunktmäßig wird es um eine Bewertung der sechs Planungsvarianten der Essener Stadtverwaltung zur Führung des Radschnellweges im Bereich des Eltingviertels gehen. Außerdem sollen Planungshindernisse beim Bau des RS1-Streckenabschnittes längs des Evonik-Geländes bis Stadtgrenze Bochum besprochen werden.
(ü. Pm.)

Karnevalsumzüge in Essen

In diesem Jahr finden neben den großen Rosenmontagsumzügen in Rüttenscheid/ Stadtmitte und Kupferdreh auch noch in Heisingen, Freisenbruch und Werden Karnevalsumzüge statt.

Haltverbote werden rechtzeitig mit „Zeithinweis“ aufgestellt und sollten zur Vermeidung von Abschleppmaßnahmen von allen Anwohnerinnen und Anwohnern und Besucherinnen und Besuchern beachtet werden.

Stadt und Polizei richten den Appell an die Besucherinnen und Besucher, zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsempfindens auf das Mitführen von großen Taschen und Rucksäcken sowie gefährlichen oder gar verbotenen Gegenständen aber auch „Spielzeugwaffen“ zu verzichten. Die eingesammelten „Kamelle“ können beispielsweise auch in kleineren Jutebeuteln transportiert werden.

Karnevalsumzüge 2017

  • Bollerwagenumzug in Werden
    Sonntag, 26. Februar, 11 bis circa 14 Uhr
    Strecke: Heckstraße – Joseph-Breuer-Straße – Hufergasse – Grafenstraße – Heckstraße – Rathausplatz
  • Umzug und Schiebekarrenrennen in Heisingen
    Sonntag, 26. Februar, 15 bis circa 18 Uhr
    Strecke Umzug: Heisinger Straße (Pfarrzentrum St. Georg) – Bahnhofstraße – Lelei – Zölestinstraße – Dorflinde – Hagmanngarten – Zölestinstraße
    Strecke Schiebekarrenrennen: Hagmanngarten
  • Karnevalsumzug in Freisenbruch
    Sonntag, 26. Februar, 15.30 bis circa 18 Uhr
    Strecke: Aufstellung Alleestraße – Bochumer Landstraße – Wende in Höhe der Freisenbruchstraße – Bochumer Landstraße – Auflösung Höhe Alleestraße
  • Essener Rosenmontagszug
    Montag, 27. Februar, ab 13.11 Uhr
    Strecke: Messeparkplatz 2 (Aufstellung) – Grugaplatz – Rüttenscheider Straße – Klarastraße – Friederikenstraße – Brunnenstraße – Hohenzollernstraße – Huyssenallee (Auflösung des Zuges)
  • Kupferdreher Rosenmontagszug
    Montag, 27. Februar, 16.11 bis circa 19 Uhr
    Aufstellung: Langenberger Straße (ab Ecke Hinsbecker Berg bis Haus Nr. 777a)
    Strecke: Kupferdreher Straße (Hinsbecker Berg bis Möllneyer Ufer)
    Auflösung: Kupferdreher Straße (zwischen Möllneyer Ufer und Nierenhofer Straße)

(ü. Pm.)

Aktionsreise gegen Urantransporte / Evakuierung im Ernstfall nicht realisierbar

(Bonn, Hamburg, Trier, 17.02.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass an diesem Wochenende (18. und
19. Februar) in mehreren Bundesländern Protestaktionen gegen
Urantransporte stattfinden. Anti-Atomkraft-Initiativen und der BBU
fordern das sofortige Verbot der häufig fahrenden Urantransporte und die
sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen (Niedersachsen) und
Gronau (Nordrhein-Westfalen).

Beide Uranfabriken unterliegen keinerlei Laufzeitbegrenzung und in ihnen wird Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produziert. Damit beide Anlagen betrieben werden können, finden zahlreiche Urantransporte mit LKW und Zügen, aber auch per Schiff, statt.

Die Aktion am Wochenende richtet sich konkret gegen sogenannte „Yellow
Cake“- Transporte über Kiel und Hamburg zur AREVA-Uranfabrik in Narbonne
(Frankreich) sowie gegen Uranhexafluorid-Transporte von der
französischen Konversionsanlage Pierrelatte (Rhône-Tal) zur einzigen
deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen werden am Wochenende
symbolisch „Yellow Cake“ (Uranerzkonzentrat) von Kiel nach Trier in
Personenzügen transportieren. Sie werden dabei die Bahnstrecke nutzen,
die regelmäßig für die zahlreichen Atomtransporte zwischen Hamburg und
Trier genutzt wird. Außerdem wird symbolisch Uranhexafluorid von
Frankreich nach Gronau transportiert.

Während der zweitägigen Fahrt sollen auf der Strecke Reisende über die
Gefahren der Urantransporteinformiert werden. Urantransporte erfolgen in
der Regel ohne Polizeischutz und auch betroffene Kommunen, die
durchfahren werden, werden vorab nicht informiert. Bei möglichen
Unfällen wären die zuständigen Hilfskräfte vor Ort nicht in der Lage
sofort angemessen reagieren zu können. Bei einem Unfall mit
Uranhexafluorid-Freisetzungen müsste innerhalb weniger Minuten ein
Bereich im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen freuen sich über engagierte Mitreisende.
Dafür gibt es Treffpunkte sowie Pressetermine an verschiedenen
Bahnhöfen. (Siehe:
http://urantransport.de/aktionstage/aktionsfahrt/aktionsfahrt-2017-fahrplan/
)
Am Ende der Aktionstour findet am Sonntag am Bahnhof in Gronau ab 17 Uhr
eine Mahnwache statt.

Weitere ausführliche Informationen unter http://urantransport.de/aktuelles.

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse
lautet www.facebook.com/BBU72.
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Titelfoto: Protest gegen einen ankommenden Urantransport an der Gronauer Urananreicheerungsanlage (Archivfoto, 2009)

(ü. Pm.)