Zukunft Grugabad: Ideensammlung startet gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern

Das im Sommer 1964 eröffnete Grugabad gehört mit zu den besonderen Sportstätten in Essen und der gesamten Metropolregion. In den Anfängen konnten rund 350.000 Besucher pro Jahr gezählt werden, über die Jahre hat sich das Bad zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung rund um die Schwimmkultur im „Revier“ entwickelt. Heute hat sich das Sport- und Freizeitverhalten geändert. Das Grugabad erreicht längst nicht mehr die Besucherzahlen aus den Hochzeiten des Schwimmbetriebes. „Mit einem festgestellten Sanierungsbedarf von rund 15 Millionen Euro und rückläufigen Besucherzahlen bleibt deshalb die Frage, wie wir uns die Zukunft des Grugabades vorstellen können“, so Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Ganz bewusst wollen wir deshalb jetzt ein breites Beteiligungsverfahren initiiert, welches bis zum Herbst 2017 durchgeführt und eine Ideensammlung von Experten und der Bürgerschaft hervorbringen wird.“

Los geht es nun mit ergebnisorientierten Workshops und öffentlichen Foren, bei denen gemeinsam mit Experten die Chancen, Perspektiven und Leitideen für die größte, zusammenhängende Freibadfläche in Essen herausgearbeitet werden. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen per E-Mail einreichen. Die Beteiligung beginnt mit dem ersten Workshop und dem Forum „Impulse“ am 29. Juni 2017.

Ziel ist es, eine ergebnisoffene und breite Diskussion auf Augenhöhe zu schaffen, wichtige Anregungen und Ideen aufzunehmen und mit den erarbeiteten und diskutierten Erkenntnissen die weiteren Schritte zu planen.

Zu den drei Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Hier wird jeweils in drei moderierten Teams konkret an den Ideen zum Grugabad gearbeitet. Anmeldungen zu der gesamten Workshopkette am 29. Juni 2017 und am 14. und 15. September 2017 (Anmeldeschluss 22.06.2017) können ab sofort unter der angegebenen Internetadresse www.essen.de/stadtplanung erfolgen. Die Kapazitäten sind begrenzt. Unter der Internetadresse sind auch alle Termine und Informationen zum Beteiligungsprozess abrufbar.

Die Teilnahme an den Foren 1 bis 3 ist öffentlich und ohne Anmeldung möglich. Diese dienen zur Vorstellung von Vorbildprojekten und Diskussion der konkreten Ideen für das Essener Grugabad mit einem ständigen Informationsaustausch zwischen den Experten und Moderatoren und der Öffentlichkeit.

Ideen können auch per E-Mail eingereicht werden: grugabad_essen@fsw-info.de

Termine im Überblick:

  • FORUM 1 – IMPULSE
    (ÖFFENTLICH)
    29.06.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 1 (nur mit Anmeldung)
    29.06.2017 | 14 bis 18 Uhr
  • FORUM 2 – IDEEN
    (ÖFFENTLICH)
    14.09.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 2 (nur mit Anmeldung)
    14.09.2017 | 10 bis 18 Uhr
  • FORUM 3 – PERSPEKTIVE
    (ÖFFENTLICH)
    19.10.2017 | 18 Uhr
    Forum 3: Foyer Erdgeschoss Congress Center West;
  • WORKSHOP 3 (nur mit Anmeldung)
    15.09.2017 | 10 bis 15 Uhr

Ferienspatz macht sich startklar für die Ferien

Spiel, Spaß, Abenteuer – und verbindliche Betreuungsangebote: Mit insgesamt rund 950 Angeboten startet der Essener Ferienspatz am 14. Juli in die Sommerferien. Der kostenlose Ferienspatz-Flugplan liegt an verschiedenen Ausgabestellen zum Abholen bereit oder kann unter www.essen.de/ferienspatz als PDF heruntergeladen werden. Unter dieser Web-Adresse können auch die Veranstaltungen des Ferienspatzbüros (alle Veranstaltungen mit Kennziffer) gebucht werden. Angebote der Ferienspatz-Partner werden immer direkt beim Veranstalter gebucht.

Verlässliche Kinderbetreuung
Für alle, die eine verlässliche Kinderbetreuung benötigen, gibt es Angebote, die wochenweise buchbar sind. Darunter die Angebote der Jugendhilfe Essen: Abenteuer mit Emil im Essener Süden, hier kostet die Woche mit Verpflegung 40 Euro, Ferienspaß im Bürgerpark im Essener Norden mit den Themen Dinos, Indianer, Sport und Tanz, Comic-Helden, Film und Theater, Kosten: 30 Euro je Woche inklusive Verpflegung. Weiter gibt es: das Ferienprogramm des Kinder- und Jugendtreffs Stoppenberg zum Schmunzelpreis von 45 Euro je Woche – immer von 9 bis 17 Uhr, Überraschungstag inklusive.

Spannende Kurse und Workshops
Ein Kinder-Kochworkshop mit dem Afrika Kultur-Verein, der Shabby-Chic-Handwerkerworkshop der Freien Schule Essen oder vielleicht doch lieber per Parkour die grüne Hauptstadt erkunden? Weitere Angebote: Näh- und Malworkshops, Upcycling-Workshop des NABU in der Vossgätters Mühle, Hockey-Schnuppertrainig des ETB, ein Fechtkurs beim ETUF, Handballsommercamp und vieles mehr.

Ausflüge und Fahrten
Tagesausflüge zu tollen Zielen: Badefahrten ans Meer, Familienfahrten, betreute Kinderfahrten oder Besichtigungstouren, die einen Blick hinter die Kulissen erlauben.

Geld sparen mit dem Ferienpass
Viele Veranstalter bieten bei Vorlage des Ferienpasses Ermäßigung auf Eintrittsgelder und Teilnahmegebühren. Aber auch diejenigen, die Essen und die Umgebung auf eigene Faust entdecken möchten, sparen mit dem Ferienpass. So kostet der Schwimmbadbesuch mit dem Ferienpass für Kinder nur 0,50 Euro und der Eintritt in den Grugapark ist gratis. Auch Erwachsene sparen mit dem Ferienpass bares Geld.

Der Ferienpass gilt während der gesamten Sommerferien und kostet 1 Euro für Kinder und 2 Euro für Erwachsene.

Alle Infos unter www.essen.de/ferienspatz.

Titelfoto: Peter Herzogenrath

Qualität der Badegewässer im Ruhrgebiet bleibt sehr gut

Grünes Licht für ungetrübten Wasserspaß: Die Badeseen im Ruhrgebiet haben fast durchgehend eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität. Nur das Bettenkamper Meer in Moers wird eine Stufe niedriger mit „gut“ bewertet. Grundlage für die Einstufung des Landes sind die Messungen der Gesundheitsämter, die NRW-weit die Badegewässer an 108 offiziellen Messstellen untersuchen. Für die Badestelle am Essener Baldeneysee liegt noch keine Bewertung vor. Diese wird erst vergeben, wenn in vier aufeinanderfolgenden Jahren eine gleichmäßige Wasserqualität nachgewiesen werden konnte. Alle Informationen zu den EU-Badegewässern in Nordrhein-Westfalen mit aktuellen Messdaten zur Wasserqualität und Wassertemperatur, sowie Informationen zur genauen Lage, stehen im Internet. Infos: www.badegewaesser.nrw.de

(ü. Pm., idr)

Ruhr als ehemaliger Industriefluss an einer Stelle zeitweilig zum Schwimmen freigegeben

Zwar kein uneingeschränktes Baden und Schwimmen, aber Hoffnung und das Eingebundensein in das Projekt „Grüne Hauptstadt“ wurden heute am Essener Baldeneysee feierlich inszeniert.

„Es ist sowohl für mich als auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen ein unbeschreibliches Gefühl, die Badestelle an der Ruhr eröffnen zu dürfen und die jahrelange Forschung und das Engagement von Ruhrverband, Stadt und Partnern damit honorieren zu können. Das Baden in der Ruhr ist ein einzigartiges Projekt, durch das unser blaues Wunder für jeden erlebbar gemacht wird“, sagte Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, der die Pilotbadestelle am Dienstag gemeinsam mit Simone Raskob (Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 und Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen), Gerhard Odenkirchen (Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Norbert Jardin (Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement des Ruhrverbands) und Christian Keller (ehemaliger deutscher Schwimmer) eröffnete.

Während sich einige Bürger in das 19 Grad warme Wasser wagten, verfolgten Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Beigeordnete Simone Raskob (4.  und 3. v. re.) das Geschehen mit einem Fußbad

Die Ruhr steht exemplarisch für die Entwicklung der Stadt Essen. Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch Investitionen in Millionenhöhe in die Abwasserbeseitigung seit den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Ruhr zu einem blauen und sauberen Gewässer entwickelt, in dem heute wieder die ersten Bürgerinnen und Bürger der Stadt baden können und dürfen. Unter dem Projektnamen „Sichere Ruhr“ wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein sicheres und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards für Badegewässer berücksichtigt. Dieses System sagt Schwankungen der Wasserqualität voraus. Nur nach Starkregenereignissen, in deren Folge eine Entlastung der Regenbecken erfolgen muss, wird eine Sperrung des Badebereiches notwendig.

Im Internet können Bürger die Meßergebnisse einsehen (anklicken!)

Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney erstreckt sich über eine Uferlänge von 50 Metern und reicht 15 Meter in den See hinein. Der Einstieg in das Fließgewässer ist über drei Stege möglich. Ein eigens entwickeltes Frühwarnsystem zeigt die Tage an, an denen das Baden in der Ruhr nicht möglich ist. Interessierte können sich hierzu auf der Website der Stadt Essen unter www.essen.de/badeninderruhr informieren. Hintergrundinformationen zu Badegewässern in NRW gibt es auf der Website des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) unter www.badegewaesser.nrw.de. Eine Badeaufsicht sowie eine entsprechende Infrastruktur mit Toiletten, Umkleiden und Verpflegung sind durch das Seaside Beach Baldeney gewährleistet. Die Nutzung der Badestelle ist im regulären Eintrittspreis von 3,50 Euro (ermäßigt, 3,- Euro) enthalten.

Ob und wann weitere Badestellen umgesetzt werden, wird vor allem davon abhängig sein, wie die Pilotbadestelle und das Frühwarnsystem am Seaside Beach Baldeney angenommen werden.

Foto: Jochen Tack

Beginn der Freibadsaison 2017 am 1. Mai im Grugabad

Am Montag, 1. Mai, beginnt die Freibadsaison im Grugabad: Durchgehend von 8 bis 20 Uhr steht das Grugabad am Maifeiertag allen Badegästen offen.

Ab Dienstag, 2. Mai, gelten für das Grugabad die üblichen Öffnungszeiten: Montags bis freitags von 6 Uhr bis 10 Uhr und von 14 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr.

Das Freibad Dellwig ist bereits ab Samstag, 29. April, geöffnet, das Freibad Steele plant den Start in die Saison traditionell für Muttertag, also für Sonntag, 14. Mai.

In den Kombibädern Oststadt und Kettwig dauert die Auswinterung noch an, über die Aufnahme des Freibadbetriebes informiert die Betriebsleitung rechtzeitig über die Medien sowie online auf der Homepage der Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) und auf www.essen.de.

(ü. Pm.)

Kommentar: Kalkuliertes Risiko für 13 Euro? – Essens Wunsch nach naturnahem Baden verlangt Mut

40 Jahre konnte Essens Fluss und Stausee, die Ruhr, nicht für den Badebetrieb freigeben werden. Die Grüne Hauptstadt liegt am Ende einer Kette von Gemeinwesen, die alle ihre Abwässer mehr oder weniger gut geklärt in die Ruhr einleiten. „Im Pippi anderer Städte schwimmen…“, dieser Spruch galt auch schon vor 40 Jahren, nur sind heute die Bedingungen verändert. Klärwasser ist aufbereitetes Wasser. Gleichwohl kämpft Essen im Fokus des Anspruches Grüne Hauptstadt nicht nur mit katastrophalen Luftwerten, eine generelle Unbedenklichkeit und Freigabe für das stadteigene Gewässer ist rechtlich nicht möglich.

Denn auch bei einer kontrollierten Freigabe, wie sie nun in der zweiten Maihälfte für einige Ufermeter am Baldeneysee erfolgen soll, besteht eine 3%ige Krankheitsgefährdung durch Keime, Parasiten und Viren. Die Stadtverwaltung ist bemüht darauf hinzuweisen, dass zwar ein „rechtslegitimiertes, EU-konformes“ Verhalten gewährt sei, sieht aber durchaus die rechtliche Notwendigkeit auf einen Gefahrenhinweis. Immerhin habe man mit einer Studie eine Verfahrensweise entwickelt, ein „Frühwarnsystem“, das aber bei näherem Hinschauen nichts anderes ist, als ein protokolliertes Überwachen der Gewässerqualität und Verkündung der Resultate. Je nach Wettergegebenheiten wird dann die Badesaison unterbrochen. Wetterbedingte Parameter, wie die Temperatureinflüsse, die ja das Wachstum der Schadzellen beeinflussen, sind nicht einmal berücksichtigt worden, sodass man mit der Bezeichnung Risikosteuerung das behördliche Tun gut umschrieben hat.

Das Badegebiet ist nur über ein privat geführtes Freizeitterrain erreichbar und eine Familie mit zwei Kindern darf für die Abkühlung im Baldeneysee dann locker 13 Euro bereitlegen. An allen übrigen Stellen des Sees bleibt Baden verboten, was sicherlich mit Blick auf die genehmigte Stelle von einzelnen Bürgern zu Missverständnissen führen dürfte. Ein Anstieg der Rate von Durchfallserkrankungen wäre sozialmedizinisch immerhin ein verlässlicher Indikator für die weitere Planung. Denn Vereine und Privatbetreiber an anderen Uferstellen dürften recht bald auf den Gleichbehandlungsgrundsatz bei der Gewässerbewirtschaftung pochen. Dies wissend, verweist die Stadtverwaltung auf den Erprobungscharakter der diesjährigen Genehmigung am Baldeneysee. Ca. 150000 Euro standen in diesem Zusammenhang aus den Mitteln der Grünen Hauptstadt bereit. „Die Bürger wollen das…“ betont ein Stadtmitarbeiter und es sei ja auch eine Steigerung des hygienischen Profils erkennbar. Das gegebene Profil ist aber immer noch eine potentielle Gefahr insbesondere für Kinder und Jugendliche, bei denen das Toben in Wasser mehr als die kopftrockene Abkühlung im Ruhrwasser bedeutet. Gefahren durch Schlingpflanzen und Wasserpest seien im genehmigten Uferteil nicht gegeben. Ob die Luftqualität beim möglichen Einsatz der Mähboote mit einer Dieselverbrennungsmenge von ca. 50000 Litern dann aber den Genuss und gesundheitliche Unbedenklichkeit bestätigt, wird abzuwarten sein.

Der „Bürger wills ja…“.

(stk.)

 

 

Essener Bäder erhöhen Eintrittspreise ab 1. Januar 2017

Die Tarife für die Nutzung der Essener Bäder werden zum 1. Januar 2017, der allgemeinen Preisentwicklung und dem Gutachtervorschlag des Gemeindeprüfungsamtes NRW folgend, angepasst.

Vor allem gestiegene Energie-, Personal- und Verbrauchskosten mussten berücksichtigt werden. Im Vergleich zu den Tarifen der Nachbarstädte bewegen sich die Essener Bäder nunmehr auf einem ähnlichen Niveau.

Auf Empfehlung des Ausschusses für die Sport- und Bäderbetriebe Essen hat der Rat der Stadt Essen in seiner Sitzung vom 23. November die neue Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung städtischer Bäder beschlossen, die am 1. Januar 2017 in Kraft tritt.

Grugabad

  • Einzelkarte: voller Preis: 4,50 Euro (bisher 4 Euro), ermäßigter Preis: 2,50 Euro (bisher 2,10 Euro)
  • Familienkarte: 10 Euro (bisher 11 Euro)

Alle übrigen Bäder

  • Einzelkarte: voller Preis: 4 Euro (bisher 3 Euro), ermäßigter Preis: 2,50 Euro (bisher 2 Euro)
  • Familienkarte: 8,50 Euro (bisher 8,50 Euro)

Rüttenscheid Wochenende

  • Einzelkarte: voller Preis: 4 Euro (bisher 3,50 Euro), ermäßigter Preis: 2,50 Euro (bisher 2,10 Euro)
  • Familienkarte: 10 Euro (bisher 10 Euro)

Stadtbad Borbeck öffnet nach Erneuerung der Heizung am Montag, 5. Dezember, wieder

Das Stadtbad Borbeck öffnet am Montag, 5. Dezember, nach der vorübergehenden Schließung aufgrund eines Defekts in der Heizungsanlage seine Tore wieder für alle Freizeitschwimmerinnen und -schwimmer, Schulen und Vereine.

Ein Defekt an der Heizungsanlage, der deren Totalausfall verursachte, hat die vorübergehende Schließung des Bades ab dem 25. November erforderlich gemacht. Da für die 29 Jahre alte Heizungsanlage keine Ersatzteile mehr lieferbar waren, musste der Brenner ausgetauscht werden. Dieser wurde zwischenzeitlich eingebaut und beheizt das Stadtbad Borbeck nun wieder einwandfrei.

(ü. Pm.)

Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Kindern in Essen

Nach dem Ende der Grundschulzeit sollten Kinder schwimmen können – so sehen es die Vorgaben für die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen vor. Die Realität sieht anders aus.

Die Schwimmfähigkeit von Kindern nach der Grundschulzeit wird zwar nicht zentral erhoben und ausgewertet, geschätzt können aber rund ein Drittel der Kinder nach der 4. Klasse nicht schwimmen. Eine Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS) des Robert Koch Instituts bestätigt dies. Das Problem wird aktuell noch durch den hohen Zustrom von Flüchtlingen mit ebenfalls geringer Schwimmkompetenz verstärkt.

„Schwimmen zu können ist nicht nur ein entscheidender Sicherheitsfaktor, der vor dem Ertrinken schützt. Schwimmen zu können bedeutet auch die Teilhabe an vielen beliebten Sportangeboten und damit am gesellschaftlichen Leben“, erklärt Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport. „Stadt, Universität und Essener Sportbund (ESPO) wollen deshalb ihre Kräfte bündeln, um unterstützend zum Schwimmunterricht Angebote zu schaffen und so die Schwimmfähigkeit der Kinder zu verbessern.“

Zielgruppen und konkreter Handlungsbedarf

Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien sowie Kinder mit einem Migrationshintergrund zählen häufiger zu den Nichtschwimmern. Das liegt zum einen an den Eintrittspreisen für Schwimmbäder oder Kosten für Schwimmkurse. Die Kosten für die Kursgebühren werden über das Bundesprogramm Bildungs- und Teilhabepaket erstattet, die Erstattung muss aber extra beantragt werden. Für viele Familien ist diese Hürde bereits abschreckend. Bei Familien mit Migrationshintergrund kommt noch hinzu, dass auch für Erwachsene Schwimmen keine Selbstverständlichkeit ist.

„Der Schwimmunterricht in den Schulen kann diese Entwicklung nicht mehr ausreichend auffangen. Schwimmen ist zwar ein integraler Bestandteil des Sportlehrplanes, der Aufwand für die Betreuung und den Unterricht von absoluten Nichtschwimmern ist allerdings zeitintensiv und erfordert gut geschultes Personal“, erläutert Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Soziales.

Neue Angebote

Das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen strebt daher ein Pilotprojekt an Grundschulstandorten im Essener Norden mit dem Fachbereich Schule, dem Fachbereich Interkulturelle Orientierung/ Kommunales Integrationszentrum Essen der Stadt Essen und dem ESPO an. Professor Ulf Gebken von der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen: „In den kommenden Monaten werden Studierende den Schwimmunterricht unterstützen. Wir wollen vor allem die Schwimmfähigkeit der neu zugewanderten Kinder konzentriert fördern. Das Projekt ist bereits an der Grundschule Nordviertel und an der Hövelschule gestartet. Nach den Herbstferien steigt die Großenbruchschule in das Projekt ein. Die Maria-Kunigunda-Schule, die Tuttmannschule, die Neuessener Schule, die Karlschule und die Schule an der Rahmstraße kommen ebenfalls für das Projekt in Frage.“

„Wir nutzen dabei auch das beispielhafte und bundesweit ausgezeichnete Konzept des Gymnasiums Essen Nord-Ost. Seit vielen Jahren gelingt es dieser Schule am Ende der Klasse 6 die Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund von 40 Prozent auf 98 Prozent zu erhöhen“, berichtet Gebken.

Auch der ESPO, Essen 06 und SG Essen stocken das Kurs-Angebot deutlich auf und führen sowohl wöchentliche Angebote bis Ende des Jahres als auch Intensivkurse in den Herbstferien durch, um den Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen.

„Die Berichte über geflüchtete Menschen, die in den Bädern ohne zu schwimmen in die Schwimmbecken gesprungen sind und vom Badpersonal gerettet werden mussten, hat der ESPO zusammen mit seinen Schwimmvereinen als Anlass genommen, insbesondere die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in den Fokus ihrer Projektbeteiligung zu stellen“, so Klaus Diekmann, Vorstandsmitglied des Essener Sportbundes.

Bei den derzeit laufenden Angeboten werden fünf Kurse speziell für geflüchtete Teenager durchgeführt, da diese im höheren Maße auch im Jugendalter noch nicht schwimmen können.

In Kooperation mit Essen 06 und der SG Essen verfolgt der Essener Sportbund e.V. das Ziel, die Kinder und Jugendlichen in die (Schwimm-)Vereine einmünden zu lassen und sie in das dortige Vereinsleben zu integrieren.

Finanzierung

Die Maßnahmen werden durch den Innovationshaushalt des Fachbereiches Interkulturelle Orientierung/kommunales Integrationszentrum der Stadt Essen zum Ausbau der Interkulturellen Orientierung in der Stadt Essen, IHH- Maßnahme „Sportlich für den Lebensalltag – Einstiegsangebote“ sowie die Laureus Stiftung gefördert. Im Innovationshaushalt werden für die Umsetzung der IHH-Maßnahme in den nächsten drei Jahren insgesamt 75.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Foto: Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichvorstand Kultur, Integration und Sport; Klaus Diekmann, Vorstand Essener Sportbund e.V.; Petra Fischer, ESPO; Peter Renzel, Geschäftsbereichvorstand Jugend, Bildung und Soziales, Christina Grütering, Nord-Ost-Bad und Professor Ulf Gebken, Fakultät für Bildungswissenschaften, Arbeitsbereich Sozialwissenschaften des Sports, Universität Duisburg- Essen (v.l.n.r.) Foto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

Öffnungszeiten der Essener Bäder in den Herbstferien (10. bis 23. Oktober)

In den Herbstferien bieten das Bad und Sport Oststadt und die Stadtbäder Borbeck, Werden und Kupferdreh ein erweitertes Angebot an:

Das Bad und Sport Oststadt öffnet zusätzlich zu den regulären Zeiten dienstags durchgehend, das Stadtbad Borbeck bietet zusätzlich einen durchgehenden Badebetrieb am Warmbadetag freitags an.

In Werden ist das Bad dienstags am Warmbadetag durchgehend geöffnet, donnerstags gibt es eine zusätzliche Badezeit am Nachmittag.

Im Stadtbad Kupferdreh beginnt die Badezeit donnerstagsnachmittags bereits um 15 Uhr – eine Stunde früher als gewohnt.

Die Badezeiten im Überblick:

Bad und Sport Oststadt

  • 10., 12., 17. und 19. Oktober: 6:30 bis 10 Uhr,
  • 11., 13., 18. und 20. Oktober: 6:30 bis 21 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 6:30 bis 19 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 6:30 bis 16 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: 8 bis 13 Uhr.

Stadtbad Borbeck

  • 10. und 17. Oktober: 7 bis 9:15 Uhr und 16 bis 18:30 Uhr,
  • 11., 13.,18. und 20. Oktober: 6:30 bis 9:15 Uhr,
  • 12. und 19. Oktober: 7 bis 9:15 Uhr und 16 bis 19:30 Uhr,
  • 14 und 21. Oktober: 7 bis 20 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 13 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: 8 bis 12 Uhr.

Stadtbad Werden

  • 10., 14., 17. und 21. Oktober: 7 bis 10 Uhr,
  • 11., und 18. Oktober: 7 bis 19:15 Uhr,
  • 12. und 19. Oktober: 7 bis 21 Uhr,
  • 13. und 20. Oktober: 7 bis 10 Uhr und 15 bis 18:15 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 13:15 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: geschlossen.

Stadtbad Kupferdreh

  • 10. bis 12. und 17. bis 19. Oktober: 7 bis 10 Uhr,
  • 13. und 15. Oktober: 7 bis 10 Uhr und 15 bis 21 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 7 bis 13 Uhr und 15 bis 21 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 14 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: geschlossen.

Die Schwimmzentren Rüttenscheid und Kettwig, das Sportbad Thurmfeld, das Nord-Ost-Bad sowie das Friedrichsbad öffnen zu den gewohnten Zeiten.

Schwimmzentrum Rüttenscheid

  • 10. und 17. Oktober: geschlossen,
  • 11., 12., 14.,18., 19. und 21. Oktober: 6:30 bis 21:45 Uhr,
  • 13. und 20. Oktober: 6:30 bis 19 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 6:30 bis 18 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: 8 bis 15 Uhr.

Schwimmzentrum Kettwig

  • 10.,12.,17. und 19. Oktober: 6 bis 10 Uhr,
  • 11. und 18. Oktober: 6 bis 10 Uhr und 16 bis 21 Uhr,
  • 13. und 20. Oktober: 6:30 bis 21 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 6:30 bis 18 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 6:30 bis 16 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: 8 bis 13 Uhr.

Sportbad Thurmfeld

  • 10. bis 14. und 17. bis 21. Oktober: 6:30 bis 10 Uhr,
  • 15., 16., 22. und 23. Oktober: geschlossen.

Nord-Ost-Bad

  • 10., 11., 13., 17., 18. und 20. Oktober: 7 bis 10 Uhr,
  • 12. und 19. Oktober: 7 bis 10 Uhr und 16 bis 21 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 7 bis 21 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 13 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: 8 bis 13 Uhr.

Friedrichsbad

  • 10. und 17. Oktober: 7 bis 8 Uhr,
  • 11., 12., 18. und 19. Oktober: 7 bis 9 Uhr,
  • 13. und 20. Oktober: 7 bis 9 Uhr und 15 bis 18 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 7 bis 9:30 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 10 Uhr,
  • 16. und 23. Oktober: geschlossen.

In der Alten Badeanstalt kann der Öffentlichkeit nur ein eingeschränktes Angebot zur Verfügung gestellt werden.

Alte Badeanstalt

  • 10. und 17. Oktober: 7 bis 10 Uhr und 15 bis 18 Uhr,
  • 11. bis 13. und 18. bis 20. Oktober: 7 bis 10 Uhr,
  • 14. und 21. Oktober: 15 bis 18 Uhr,
  • 15. und 22. Oktober: 7 bis 13 Uhr,
  • 11. und 18. Oktober: geschlossen.

(ü. Pm.)