Umweltbildung mit Ameise Anni

Umweltbildung fängt bei den Kleinsten an. In diesem Zusammenhang entwickelte die Essener Aktionskünstlerin Veronika Maruhn im Jahr der Grünen Hauptstadt ein Mitmach- Kindertheaterstück mit der Hauptfigur Ameise Anni. Nach dem großen Erfolg des Stückes in 49 städtischen Kitas brachte „Anni“ heute Vormittag bei einer Schnuppervorstellung in der Kindertagesstätte Ohmstraße das Thema Umweltschutz mehr als 100 begeisterten Essener Kindern näher. Das Besondere: Ab sofort besucht die Ameise auch die Kitas und Grundschulen, die nicht von der Stadt Essen betrieben werden.

Umweltschutz kann ganz spielerisch sein: Das zeigte Veronika Maruhn als Ameise Anni. Mit der interaktiven Theatervorstellung – einem Projekt der Grünen Hauptstadt Europas – erklärte die Ameise den aufmerksamen Kindern, weshalb der Umweltschutz für eine gesunde und grüne Zukunft wichtig ist. Über Zerstörung und Wiederaufbau eines Ameisenhaufens bildete sie beispielhaft das Leben in einer Stadt nach. Gemeinsam mit den Essener Kindern entwickelte Ameise Anni Ideen und Lösungen, wie der Neuaufbau der Ameisenstadt lebenswert und umweltfreundlich gestaltet werden kann.

Anni ist im letzten halben Jahr bereits in allen 49 städtischen Kitas gewesen. Nach diesem großen Erfolg ist die Ameise jetzt bereit, weitere Kitas und Grundschulen zu besuchen, damit möglichst viele Essener Kinder die Ameisenstadt in der Grünen Hauptstadt erleben können.

Informationen zu Terminen und Kosten für interessierte Kitas und Grundschulen unter theaterzebula@gmx.de.

Foto: Ameise Anni mit Kindern der Kita Ohmstraße.
Fotograf: Rupert Oberhäuser

Neue Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt in Freisenbruch

Der Rat der Stadt Essen hat heute (21.6.) der Errichtung einer neuen Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt zugestimmt. Nach dem Umbau von zwei Räumlichkeiten im Obergeschoss können demnächst insgesamt 25 unter Dreijährige die Gruppe des Diakonischen Werks besuchen.

Die neue Kita im Bürgerhaus Oststadt fungiert dann als Dependance der Kita Jasperweg. Auf insgesamt 170 Quadratmetern wird ein Gruppenraum, ein Flurbereich und entsprechende Nebenräume sowie eine Küche zur Verfügung stehen.

Vor dem Hintergrund des von der Verwaltung geplanten Kita-Ausbauprogramms ist die Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt eine zusätzlich geplante Einrichtung. Deshalb müssen rund 278.500 Euro außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

(ü. Pm.)

Kita-Ausbau: Stadt sucht Gespräch mit Eltern in den Stadtteilen

In Essen fehlen Kinderbetreuungsplätze. Das erleben nicht nur betroffene Eltern als Belastung für ihre Familie. Auch für Sozialdezernent Peter Renzel ist das unzureichende Betreuungsplatzangebot „nicht befriedigend“

„Nicht nur die Eltern benötigen ein verlässliches Platzangebot, sondern auch die Kinder brauchen für ihre gesunde Entwicklung Angebote zur frühkindlichen Bildung“, ist Renzel überzeugt. „Hierfür stehen wir in der Verantwortung“, betont der Dezernent. Deshalb hat das Jugendamt der Stadt Essen ein Ausbau-Programm aufgelegt, das schnelle Unterstützung bei der Platzsuche für die Betreuung von unter drei-jährigen Kindern bieten soll. Mit diesem werden bis zum Kita-Jahr 2020/2021 rund 3.800 neue Betreuungsplätze geschaffen. Was das Ausbau-Programm im Einzelnen beinhaltet, welche Betreuungsangebote im Rahmen von Kindertagespflege und in den Kitas übergangsweise ins Leben gerufen werden und wie die weiteren Planungen aussehen, darüber wollen Sozialdezernent Peter Renzel und Jugendamtsleiter Ulrich Engelen Essener Eltern persönlich informieren. Damit möglichst viele Eltern teilnehmen können und möglichst kurze Wege haben, werden insgesamt vier Informationsveranstaltungen dezentral auf das Essener Stadtgebiet verteilt.

Diese Veranstaltungen sind geplant am:

  • Dienstag, 16. Mai, 19:30 Uhr: Stadtbezirke I und VII
  • Dienstag, 23. Mai, 19:30 Uhr: Stadtbezirke II, VIII und IX
  • Montag, 29. Mai, 19:30 Uhr: Stadtbezirke III und IV
  • Dienstag, 6. Juni, 19:30 Uhr: Stadtbezirke V und VI

Die jeweiligen Veranstaltungsorte werden noch kurzfristig bekannt gegeben.

(ü. Pm.)

Linke: Eltern müssen Rechtsanspruch auf Kitaplatz geltend machen – Unterversorgung ist Folge einer fehlenden Bedarfsplanung

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat volles Verständnis für den Protest der Elterninitiative „Kein KiTa-Platz 2017“ wegen fehlender Kitaplätze und fordert von der Stadt mehr Anstrengungen beim Kitaausbau.

„Das allein im kommenden Kita-Jahr rund 1.700 Kitaplätze fehlen werden ist ein unhaltbarer Zustand und unter anderem das Resultat einer fehlenden Bedarfsplanung“, so Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss und Landtagskandidatin. „Gerade für eine Stadt wie Essen mit einer so hohen Armutsquote unter Kindern und Erwachsenen ist es wichtig, dass Eltern die Möglichkeit bekommen einer Arbeit nachzugehen und die Kinder frühkindliche Bildung erhalten. Dies würde auch gleichzeitig das Phänomen der ,vererbten‘ Armut eindämmen.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE sind die Betreuungsquoten für unter 3-Jährige mit gerade einmal 40% auch zu gering angesetzt. Dass selbst dieser geringe Wert noch nicht einmal gewährleistet werden kann ist ein Armutszeugnis. Rechnet man die wachsenden Plätze in der Kindertagespflege sowie Notgruppen und Brückenprojekte runter, fällt der tatsächliche Bedarf an regulären Kitaplätzen viel höher aus.

„Wir werden an der Veranstaltung der Elterninitiative teilnehmen um uns ihre Anliegen anzuhören und sie dazu zu ermuntern, den Rechtsweg einzuschlagen“, so Ezgi Güyildar abschließend.

(ü. Pm.)

Oberbürgermeister ehrt Eltern der städtischen Kita-Fördervereine

Sie beschaffen neue Spielgeräte, organisieren Kita-Feste, sammeln für Ausflüge und vieles mehr: Die Fördervereine der städtischen Kindertagesstätten haben im Kita-Alltag eine wichtige Rolle. Denn sie sorgen für Dinge, die im Kita-Etat nicht vorgesehen sind. Ihre Mitglieder sind zumeist Eltern, die sich für die Förderung „ihrer“ Kita ehrenamtlich engagieren. 21 Fördervereine gibt es für die städtischen Kitas. Deren rund 40 Vertreterinnen und Vertreter wurden vergangenen Freitag (28.4.) von Oberbürgermeister Thomas Kufen bei einem Empfang im Essener Rathaus geehrt. Kufen dankte den Fördervereinsmitgliedern für ihr besonderes Engagement. Gemeinsam mit Jugenddezernent Peter Renzel, Jugendamtsleiter Ulrich Engelen und Abteilungsleiter Michael Schreiber überreichte er jedem der Fördervereine eine Urkunde.

„Wir wünschen uns weitere aktive Eltern, die sich in Fördervereinen engagieren“, sagte Kufen, der sich Fördervereine auch für jene 27 städtischen Kitas wünscht, die zurzeit noch keinen haben. Auch ein Zusammenschluss, der sich um mehrere kleinere Einrichtungen kümmert, sei denkbar. Eltern, die sich in solch einem Förderverein engagieren wollen, erhalten weitere Infos beim Jugendamt. Ansprechpartner ist Michael Schreiber, Telefon: 88 51204.

Bis zum Kita-Jahr 2020/2021 will die Stadt rund 3.800 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. „Damit zeigen wir, dass wir allen Essener Eltern ein verlässlicher Partner bei der Betreuung ihrer Kinder sein wollen“, versprach Kufen mit Blick auf den Kita-Ausbau.

Im Rahmen der Feierstunde wurden die zahlreichen Einzel-Aktionen der Fördervereine mit bunten Filmbeiträgen gewürdigt.

Kita-Kosten in den Ruhrgebietsstädten sind vergleichsweise moderat

Im Ruhrgebiet müssen Eltern für die Kita-Betreuung nicht so tief in die Tasche greifen wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. Eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger.de weist für die vier größten Städte der Region moderate Gebühren aus.

Das Portal hatte die Gebühren für die Betreuung in einer städtischen Kinder-Tageseinrichtung in den 20 größten deutschen Städten untersucht und verglichen. Die Spanne reicht dabei von der kostenlosen Betreuung z.B. in Berlin und Düsseldorf bis zu einer monatlichen Betreuungsgebühr von 115 Euro in Nürnberg. Ein Großteil der Kitaplätze kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Monat für ein Kind in einer bis zu siebenstündigen Betreuung pro Tag – vorausgesetzt das Haushaltseinkommen liegt unter 2000 Euro monatlich. In Essen zahlen Eltern laut Analyse 27 Euro, in Dortmund 32,46 Euro, in Duisburg 34 Euro und in Bochum 34,51 Euro. Bei einem höheren Einkommen und einer längeren Betreuungszeit zahlen Eltern in Essen 44 Euro, in Duisburg 45 Euro, in Bochum 45,68 Euro und in Dortmund 51,69 Euro. Die höchsten Gebühren ruft hier Dresden mit 156,43 Euro auf. Infos gibt es unter www.netzsieger.de/ratgeber/der-grosse-kitakosten-index

(ü. Pm., idr)

CDU-Fraktion: Kita-Ausbau hat oberste Priorität

Für die CDU-Fraktion steht der Ausbau an Plätzen in Kindertagesstätten in den kommenden Jahren an vorderster Stelle unserer politischen Ziele, um die Rahmenbedingungen für Familien in unserer Stadt weiter zu verbessern.

Hierzu erklärt Regina Hallmann, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Wir nehmen die Sorgen der betroffenen Eltern sehr ernst. Der Ausbau von Kita-Plätzen in unserer Stadt hat für uns oberste Priorität. Seit vielen Jahren setzen wir uns für eine Verbesserung der Quote an Plätzen für unter wie auch über dreijährige Kinder ein. Hierzu haben wir in der Vergangenheit auch die notwendigen Beschlüsse gefasst. Allerdings waren noch vor einigen Jahren verschiedene Faktoren so nicht vorhersehbar. Hierzu gehört der Anstieg der Geburten, ebenso wie der Zuzug von Flüchtlingen mit Kindern. Dies hat uns in dem Bemühen der vergangenen Jahre, die Quote an U3- und Ü3-Plätzen weiter spürbar zu verbessern, wieder zurückgeworfen. Die CDU-Fraktion wird auch in Zukunft den dringend notwendigen Ausbau an Kita-Plätzen weiter voranbringen, um für die Familien in unserer Stadt die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Für das bevorstehende Kita-Jahr 2017/2018 werden rund 910 neue U3- und Ü3-Plätze in 43 neuen Gruppen an insgesamt 21 Standorten eingerichtet werden. Dabei werden acht Kitastandorte zum kommenden Kita-Jahr neu entstehen und 13 bestehende Standorte werden erweitert. Bis zum Jahr 2020/2021 sollen rund 40 neue Kindertagesstätten fertiggestellt sein, so dass dann insgesamt 3.700 zusätzliche Kita-Plätze zur Verfügung stehen.“
(ü. Pm.)

22 weiteren Kitas im Essener Norden und Osten erhalten eine halbe Stelle für eine zusätzliche Fachkraft zur Sprachförderung

Mit einer zweiten Förderwelle fördert die Bundesregierung in 22 weiteren Kitas im Essener Norden und Osten eine halbe Stelle für eine zusätzliche Fachkraft.

Schwerpunkte des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sind neben der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung die Förderung einer inklusiven Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Es richtet sich hauptsächlich an Kindertageseinrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden.

Jutta Eckenbach (CDU): „Ich freue mich, dass mit insgesamt fast 4,5 Millionen Euro nun 45 Kitas in meinem Wahlkreis von der Bundesförderung profitieren.“

(ü. Pm.)

Little Bird: Bereits 2.500 Kinderbetreuungsplätze vergeben – Verantwortliche arbeiten an der Verbesserung des Vormerksystems

Vor dem vergangenen Wochenende (4./5.3.) hat der verzögerte Versand von E-Mails bei den Eltern, die das Little Bird-Elternportal zur Anmeldung ihres Kindes in einer Kindertagestätte  oder der Kindertagespflege nutzen, zu Irritationen geführt. Das bedauern die Verantwortlichen und bitten hierfür um Entschuldigung. Laut Angabe des Vertragspartners der Stadt Essen war der reibungslose E-Mailversand bereits am Wochenende wieder hergestellt.

Zurzeit arbeitet die Betreiberfirma an einer verbesserten Funktionalität des Systems. Darüber hinaus sucht das Jugendamt das Gespräch mit allen Akteuren, die zu einer Verbesserung der Funktionalität von Little Bird beitragen können. Deshalb führt das Jugendamt am morgigen Freitag ein Gespräch mit dem Jugendamtselternbeirat. Das System wird umfassend erläutert und die Vorschläge des Elternbeirates für Verbesserungen werden besprochen. Auch folgt in Kürze ein weiterer intensiver Austausch mit den Fachberatungen der freien Träger.

Bei Little Bird handelt es sich um ein „Vormerksystem für Kinderbetreuungsplätze“, mit dessen Hilfe die Anbieter von Kinderbetreuungsplätzen – in der Regel die Leitungen der Kindertagesstätten – die Platzvergabe vornehmen.

Wie in den vergangenen Jahren versenden die Kindertagesstätten ab dem 1. März ihre Platzzusagen für das kommende Kindergartenjahr. Erfahrungsgemäß ist dieses Verfahren erst gegen Ende März weitestgehend abgeschlossen.

Noch keine Nachricht erhalten zu haben, bedeutet deshalb für die betroffenen Eltern nicht, dass sie keinen Kinderbetreuungsplatz bekommen werden. Die Zeitspanne zwischen der eigentlichen Vormerkung  und der Platzzusage ist variable, da die Kindertagesstätten die Entscheidung über die Vergabe selbst treffen.

Insofern bedeutet die Vormerkung eines Kindes bei Little Bird auch noch keine Platzzusage. Dass Vormerkungen durch die Eltern die ausgewählten Kindertagesstätten nicht erreicht haben, braucht indes niemand zu befürchten. Die Daten sind sicher im System gespeichert. Von 4.542 zu vergebenden Plätzen sind bereits 2.500 vergeben.

Sperrfunktion sorgt für schnellere Platzvergabe

Viele Nachfragen gibt es auch zu der sogenannten „Sperrfunktion“ die eintritt, sobald eine Zusage übermittelt wurde. Diese Funktion wurde gezielt eingeführt, damit die Platzvergabe transparenter wird und Eltern die Platzangebote zeitnah zu- oder absagen.

Hierdurch wird das Vergabeverfahren beschleunigt, was für Eltern grundsätzlich positiv ist. Darüber hinaus werden Mehrfachzusagen und das daraus resultierende „Blockieren“ von mehreren Plätzen verhindert. Ebenso können keine Mehrfachverträge abgeschlossen werden. Fälle, in denen Plätze zum Betreuungsbeginn nicht angetreten werden, werden so  deutlich minimiert.

Eltern werden hierdurch jedoch nicht gezwungen, das erste Angebot einer Kita anzunehmen. Die Möglichkeit der persönlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme mit den angefragten Kitas ist nach wie vor zu jeder Zeit möglich.

Sofern die „Wunschkita“ auf persönliche Nachfrage einen Platz zusagt, können Eltern einen zugesagten Betreuungsplatz ablehnen, die systemtechnische Sperre wird dann automatisch aufgehoben. Anschließend kann die „Wunschkita“ eine Reservierung aussprechen.

In wenigen Fällen hatten Eltern für ein anderes Kind Eingangsbestätigungen oder Reservierungen erhalten. Dies ist sehr bedauerlich. Die irrtümlich übersandten Mails sind allerdings kein Systemfehler, sondern ein Übertragungsfehler, der bei der manuellen Übernahme der Vormerkungen im Ausnahmefall entstehen kann. Hier wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten besonders sensibilisiert, auf Unstimmigkeiten zu achten. Das Little Bird-Vormerksystem wurde vor der Kaufentscheidung von den städtischen Datenschutzbeauftragen geprüft und als unbedenklich eingeschätzt.

Grundsätzlicher Neustart nicht wünschenswert

Einen grundsätzlichen Neustart bei der Platzvergabe halten die Verantwortlichen indes für nicht notwendig. Grundsätzlich funktioniere die Software, eine Rückkehr zur vorherigen Platzvergabe wäre ein Rückschritt auf Kosten der Eltern, zumal bereits rund 2.500 Betreuungsplätze über das neue System vergeben wurden.

„Little Bird“ noch nicht ausgereift – LINKE fordert Einbeziehung von Elterninitiativen und Kitas

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht sich durch die jüngste Berichterstattung über die technischen Probleme des Kita-Vergabesystems „Little Bird“ in ihrer kritischen Haltung zu diesem Programm bestätigt. Neben dem nicht hinnehmbarem technischen Versagen, sieht DIE LINKE auch eine Reihe von praktischen Anwendungsproblemen, sowohl für Eltern wie auch für die Kitas und die Stadt selbst.

„Der Zugang zum System muss für alle Menschen gewährleistet werden, unabhängig von etwaigen Sprachbarrieren, weswegen wir eine mehrsprachige Nutzung des Programms fordern“, so Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss. „Es sind bereits Eltern und Mitarbeiter auf uns zugekommen, um auf Schwachstellen des Systems aufmerksam zu machen. Wir fordern deshalb auf die Bedenken der Elterninitiativen und Kitamitarbeiter einzugehen und sie bei der Überarbeitung des Systems miteinzubeziehen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE steht einem allgemeinen digitalisierten Vergabesystem offen gegenüber und sieht darin Chancen für einen effizienteren Kitaausbau, gerade im Hinblick auf die äußerst unterschiedlichen Versorgungsquoten im Stadtgebiet. Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes System und eine Koordination der Kitas untereinander, welche im Moment keinen Überblick über die Anmeldungen anderer Kitas haben, selbst wenn sie dasselbe Kind betreffen.

„Wir hoffen, dass die Probleme schnell behoben werden und die Stadt offen für weitere Anregungen zur Verbesserung des Systems ist“, so Ezgi Güyildar abschließend.
(ü. Pm.)

Steigendem Bedarf an Kita-Plätzen besser gerecht werden-Fraktion DIE LINKE in der BV III lädt zum Austausch am Donnerstag in das Bürgeramt ein

Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung Essen- West lädt zur Bürgersprechstunde am Donnerstag, den 9.März 2017 von 16 – 18 Uhr in das Bürgeramt, Freytagstraße 29 ein. Das Büro der Fraktion befindet sich in der 3. Etage des Bürgeramtes.

„In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung am 16. März 2017 steht die Planung der Kinderbetreuungsangebote für das kommende Kindergartenjahr 2017/2018 auf der Tagesordnung. Aus unserer Sicht bedarf es endlich einer langfristigen Strategie zur Sicherung der Ausbauplanung entsprechend der stetig wachsenden Zahl an Kindern und den bisher erreichten Versorgungsquoten in den einzelnen Stadtteilen,“ so Heike Kretschmer, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der BV III. „Wenn man bspw. in Altendorf trotz der Aufrechterhaltung des Notgruppenprogrammes eine Versorgungsquote von 21,3 % bei der Betreuung von unter Dreijährigen erreicht, der Umbau der Kita Markscheide sich weiter verzögert, bedarf es eines stärkeren Engagements der Stadt hier städtische Betreuungsplätze zu schaffen.“

Udo Seibert, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der BV III: „Wir brauchen endlich auch ein Investitionsprogramm Kinderbetreuung, analog dem jetzt aufgelegten Programm für die Schulen, gemessen an den konkreten Bedarfen in den Stadtteilen unseres Bezirkes. Darüber hinaus wollen wir mit den Bürgerinnen und Bürgern auch in einen Austausch zu anderen bezirklichen Themen treten. So liegt nun der Entwurf der Umgestaltung des Frohnhauser Platzes, der Aufwertung des Zugangsbereiches zum Westpark vor. Die Bezirksvertretung wird dazu 25.000 Euro im Rahmen der Aktion Green Capital Day zur Verfügung stellen. Wir freuen uns auf einen Austausch mit Ihnen dazu.“
(ü. Pm.)

Ameise Anni besucht Kita Portendieckstraße

In der städtischen Kita Portendieckstrasse in Schonnebeck gab es am Freitag tierischen Besuch: Die Ameise Anni, das Maskottchen der städtischen Kitas im Grüne Hauptstadtjahr, erzählte den Kitakindern von ihrer Lebenswelt. Ameise Anni – in Person der Schauspielerin und Sängerin Veronika Maruhn – zeigte in ihrem Kindertheaterstück, wie ihr Lebensraum zerstört wurde und ließ die Kinder bei der Wiederherstellung helfen. Gemeinsam mit den Kleinen sang sie ihr Ameise-Anni-Lied. Diese revanchierten sich indem sie das kitaeigene Anni-Lied anstimmten, mit dem sie sich bei der Schauspielerin bedankten. Es stammt aus der Feder von Leiterin Silke Magdeburg-Schuster. Seit über zwei Jahren ist die Kita in Sachen Umweltschutz aktiv und wurde 2015 NRW-weit, als auch beim Umweltwettbewerb Essen 2016 für ihre Umweltprojekte prämiert.

Umweltbildung fängt bei den Kleinsten an. Deshalb starten im gerade begonnenen Grüne Hauptstadt-Jahr in allen 49 städtischen Kitas Projekte, die sich mit der Naturschutz beschäftigen. Auch in der Kita Portendieckstraße singen die Kinder seit einiger Zeit voller Freude: „Ameise Anni wohnt hier in Essen und Ameise Anni geht es richtig gut!“ Dafür, dass das so bleibt, sorgen die Portendieckschen Kinder mit der kitaeigenen Strompolizei, den Wasser- und Papierwächtern in den Gruppen und vielen weiteren interessanten Highlights, die sich über das gesamte Jahr verteilen..

Umwelt- und Klimaschutz für ein gesundes Aufwachsen
Auf die Beine gestellt werden die Aktionen vom Jugendamt mit finanzieller Unterstützung durch das Büro der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“. Alle städtischen Kitas beteiligen sich an dem Projekt und machen dies mit einer Plakette, auf der Anni prangt an ihrer Hausfassade sichtbar. Außerdem erhält jede Kita ein Exemplar des begehrten Maskottchens. Die Umweltprojekte laufen während des gesamten Jahres 2017.
(ü. Pm.)