Neue Anlaufstelle für geflüchtete Menschen: der Integration Point Essen

Der Integration Point Essen ist seit heute in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit Essen am Berliner Platz geöffnet.

  • Somit hat Essen eine zentrale Anlaufstelle für Asylbewerberinnen und Asylbewerber und geflüchtete Menschen mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit und guten Integrationsaussichten.
  • Beteiligte Institutionen (Agentur für Arbeit Essen und Stadt Essen) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit unter einem Dach.
  • Gemeinsame Ziele: Menschen schnell erreichen, Chancen und Talente früher erkennen und nutzen, über gezielte Sprach- und weitergehende Fördermöglichkeiten eine zügige Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorbereiten und erreichen.

Der Integration Point (IP) Essen konnte heute planmäßig an den Start gehen und stellt nun eine zentrale Anlaufstelle für geflüchtete Menschen mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit und guten Integrationsperspektiven dar, die Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildung oder Arbeitsstelle benötigen.

Im IP arbeiten fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur und vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Essen aus dem Bereich des JobCenters in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit unter einem Dach. Über eine Hotline stehen sie mit der Ausländerbehörde der Stadt Essen in Kontakt. Von dort erhalten sie Informationen über den jeweiligen Aufenthaltsstatus der Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Dieser ist entscheidend für die weitere Beratung der geflüchteten Menschen und ihre Zugangsmöglichkeiten zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Der IP hält ab sofort ein umfassendes Beratungsangebot aus einer Hand für die hier lebenden Asylbewerberinnen und Asylbewerber und Flüchtlinge vor. Es geht dabei vor allem um die berufliche Integration dieses Personenkreises, die über eine gezielte Sprachförderung und ggf. weitere Qualifizierungsangebote realisiert werden soll.

Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Soziales der Stadt Essen, erläutert die Zusammenarbeit: „Die Potenziale der Asylbewerber und geflüchteten Menschen zu erschließen, stellt aufgrund der sprachlichen und interkulturellen Unterschiede eine besondere Herausforderung dar. Um dieser gerecht zu werden, werden in die Arbeit des IP auch weitere wichtige Partner einbezogen, wie zum Beispiel die Kammern, Arbeitgeber- und Sozialverbände, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie Träger beruflicher Qualifizierung und Sprachförderung.“

„Eine frühzeitige Sprachförderung und anschließende Arbeitsmarktintegration ist nicht nur ein wesentlicher Baustein zur gesellschaftlichen Integration, sondern dient auch dazu, die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden“, betont Klaus Peters, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen. „Auch vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs muss das Potenzial dieser Personengruppe frühzeitig erhoben und für den Arbeitsmarkt nutzbar gemacht werden. Deswegen ist eine eng abgestimmte Zusammenarbeit für die erfolgreiche und nachhaltige Integration der schutzsuchenden Menschen unabdingbar“.

(ü. Pm.)

Aufruf zum Aufräumen: „11. pico-bello-SauberZauber“ möchte alle Essener auf die Beine bringen

Es werden wieder Tausende sein, die am Samstag, 12. März, als Hauptaktionstag des „11. pico-bello-SauberZaubers“ gemeinsam ihren Stadtteil aufräumen. Mittlerweile ist die Aktion zu einer gewachsenen Tradition geworden. Zur elften Auflage rufen die Organisatoren daher wieder alle Essenerinnen und Essener dazu auf, ihre Umgebung von herumliegendem Müll und Unrat zu befreien. Und jeder kann mitmachen, ob auf Wiesen, Parkplätzen oder Bolzplätzen, im Team oder als Einzelperson. Die klare Botschaft lautet: „Liebe Leute, zaubert mit!“. Anmeldungen sind ab sofort bis Freitag, 19. Februar, möglich.

„Was die SauberZauberer bisher schon geleistet haben, ist wirklich beeindruckend. Doch das Thema Stadtsauberkeit ist eine Daueraufgabe. Jeder kann schon mit etwas Rücksichtnahme und einem umweltbewussten Verhalten einen Beitrag dazu leisten unsere Stadt sauber zu halten und noch lebenswerter zu machen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Kufen die Idee hinter der stadtweiten Aktion. Als Schirmherr engagiert er sich für den „SauberZauber“.

Dass dies nur gemeinsam geht und jeder gefragt ist, weiß Klaus Barkhofen von der Bürgerinitiative BIGWAM e.V. (BürgerInitiative Gegen den Wilden AutoMarkt e. V.) aus seinem eigenen Engagement: „Der ‚pico-bello-SauberZauber‘ ist eine gute Möglichkeit, gemeinsam anzupacken, etwas zu verändern, statt sich über Missstände nur zu empören. Indem wir freiwillig einen ganzen Tag lang zusammen weggeworfenen Müll und zahlreiches Autozubehör aus den Gebüschen holen, setzen wir ein deutliches Zeichen! Wir wollen in unserem Stadtteil keine, unter anderem von den wilden Autohändlern, verursachten ‚Dreckecken‘. Essen soll lebenswert sein und wir wollen das durch unsere Teilnahme zeigen.“ Die rund 200 Ehrenamtlichen von BIGWAM e. V. setzen sich u.a. für einen sauberen Essener Norden ein. Im vergangenen Jahr gewannen die Engagierten den Vereinspreis beim SauberZauber für ihren Einsatz in Bergeborbeck/ Vogelheim.

Mit ihrem Engagement werden sie nicht allein bleiben! „Wir geben alles, damit wieder etwa 14.000 Menschen mitmachen“, kündigt Janina Krüger an. Sie ist Geschäftsführerin der Ehrenamt Agentur Essen e.V., die sich zum bereits fünften Mal um die Organisation der Aktion kümmert. Sie wirbt, koordiniert und nimmt Anmeldungen an. Bei ihr laufen seit 2012 alljährlich alle Fäden zusammen. Alle Engagierten können sich für den Hauptaktionstag direkt bei der Ehrenamt Agentur anmelden. Schulen und Kindergärten können ihre Aktionen gerne bereits eine Woche vor oder nach dem offiziellen Aktionstag, also von Montag, 7., bis Freitag, 18. März, machen.

Jährlich sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr als 10.000 80-Liter-Müllsäcke und einige Wagenladungen Sperrmüll. Ohne professionelle Hilfe wäre das unmöglich. „Die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) sind erneut das logistische Rückgrat des pico-bello-SauberZauber“, erklärte Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE. Die EBE ist aus Überzeugung als Hauptsponsor dabei. Die EBE spendet nahezu das gesamte Material, das den Bürgern das Sammeln erleichtert. EBE-Mitarbeiter sorgen beim SauberZauber für die gesamte Logistik: Sie verteilen Säcke, Zangen und Handschuhe an die Gruppen und holen später große Fundstücke wie Sofas oder Matratzen ab. All die roten SauberZauber-Säcke, die die engagierten kleinen und großen Helfer an Abholstellen beziehungsweise am Straßenrand platzieren, sammeln sie nach und nach ein.

„Mehr Sauberkeit für Essen, das ist natürlich in unserem Sinne“, erklärt Rolf Friesewinkel, Prokurist des operativen Bereiches bei der EBE. „Die SauberZauberer ergänzen unsere alltägliche satzungsgemäße Reinigung in ihrem persönlichen Umfeld. Wir alle schätzen eine saubere, angenehme Umgebung. Dafür darf man auch ruhig selbst mal eine Zange in die Hand nehmen.“

„Vorbildlich“ nennt EBE-Pressesprecherin Bettina Hellenkamp den Einsatz der vielen Bürgerinnen und Bürger. „Hier setzen sich die Anwohner aktiv für ihre Stadt ein, das ist wunderbar. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich einbringen. Wenn vor allem die Kindern das von dieser Aktion mitnehmen, wäre für uns ein wichtiges Ziel erreicht.“

Olaf Frei, Pressesprecher der Essener Verkehrs-AG (EVAG) lobte die gemeinsame Idee hinter der Aktion: „Die EVAG sieht sich als Stadttochter hier mit in der Verantwortung alle Teilnehmer der Aktion zu unterstützen und deswegen ist die EVAG seit der ersten Stunde dabei!“ Das Verkehrsunternehmen sichert tagtäglich die Mobilität von über 330.000 Menschen in Essen. Das Engagement der EVAG hat mittlerweile Tradition und so haben auch in diesem Jahr alle Teilnehmer, die einen pico-bello-Button vorzeigen, am Hauptaktionstag freie Fahrt im Essener Stadtgebiet. Jeder angemeldete Teilnehmer erhält einen Button, den er gut sichtbar tragen sollte, damit er am Samstag, 12. März, Busse und Bahnen frei nutzen kann.

Zum bereits zweiten Mal macht sich die Apothekergenossenschaft Noweda eG für die Aktion stark und unterstützt den „pico-bello-SauberZauber“ tatkräftig bei der Öffentlichkeitsarbeit und wirbt über ihr Apothekennetz. „Die Apotheke ist ein wichtiger Anlaufpunkt in den Stadtteilen. Für viele Menschen in Essen sind Ihre Apotheker Ansprechpartner und Multiplikatoren“, erklärte Stefan Heine als Leiter der Unternehmenskommunikation und fügte hinzu: „Uns ist das Thema einer sauberen Stadt sehr wichtig und wir wollen möglichst viele Menschen motivieren mitzumachen!“

Mit Flyern, Postern und Informationsmaterialien wird in Essens Apotheken für den „11. pico-bello-SauberZauber“ geworben.

Auch im elften Jahr engagiert sich das Einrichtungshaus XXXL Kröger für die Sauberkeit in Essen. Um den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen zu unterstützen, spendet das Möbelhaus Preise. Unter allen Teilnehmern werden Einkaufsgutscheine im Wert von 750 Euro, 500 Euro, 250 Euro und 100 Euro verlost. Denn Engagement lohnt sich!

Der Ruhrverband engagiert sich zum bereits dritten Mal als Kooperationspartner und hat ein deutliches Anliegen. 2Wir möchten durch unser Engagement die Bevölkerung für die Problematik der Gewässerverschmutzung sensibilisieren. Leider werden Plastikmüll, Altreifen, Kanister mit giftigen Substanzen bis hin zu Fahrrädern, Elektrogeräten und Kühlschränken an den Ufern unserer Gewässer entsorgt“, so Markus Rüdel, Pressesprecher des Ruhrverbandes. Dieser Müll gefährdet die Wasserqualität , um das sich das öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen sorgt. Als Sponsor stellt der Ruhrverband Zangen zur Verfügung, mit denen zum Beispiel die Ufer von Müll befreit werden können.

Mit der GENO BANK ESSEN eG hat die Aktion 2016 einen neuen Unterstützer gefunden. „Als Genossenschaftsbank bejahen wir den gemeinschaftlichen Gedanken hinter dem ‚SauberZauber‘. Mit unserer Unterstützung für diese Aktion unterstreichen wir die genossenschaftliche Idee der Hilfe zur Selbsthilfe. Sauberkeit ist ein Gemeingut und schließlich profitieren wir alle von sauberen Flächen und Wiesen in unserer Stadt“, erklärte Susanne Wilde, Prokuristin und Leiterin der Kommunikation bei der GENO Bank Essen. Die Genossenschaftsbank sponsert Zangen für die vielen aktiven Sammler.

Anmeldung ab sofort

Interessierte können sich ab sofort bei der Ehrenamt Agentur Essen e.V. noch bis zum 19. Februar anmelden! Anmeldungen sind per Mail an info@ehrenamtessen.de, Fax an die Nummer: 839 149 90, telefonisch unter der Nummer: 839 1490 oder auf dem Postweg (Bredeneyer Straße 6b, 45133 Essen) möglich. Die Anmeldeformulare sind über www.ehrenamtessen.de abrufbar.

(ü. Pm.)

Helmholtzgymnasium mit Pilotprojekt im Kontext „Grüne Hauptstadt“

Essen bereitet sich auf das Ereignis „Grüne Hauptstadt“ vor. Da kommt eine Pilotinvestition der in Essen beheimateten RWE in die energetische Versorgung eines Schulkomplexes recht. Dabei handelt es sich um ein Steuerungsprogramm, das die Heizungsanlage der Schule situationsgerecht leitet. Energiegewinn durch eine Solaranlage ist dem Helmholtzgymnasium zwar noch nicht möglich, aber der finanzielle Einspargewinn erbrächte 12-15 % gegenüber der ungesteuerten Beheizung. Ein Baustein, der es insbesondere RWE ermöglicht, seine neue Technik bekannt zu machen. An einem anderen Projekt ist das in Essen beheimatete RWE ebenfalls beteiligt, der Einführung von Elektromobilität. Wir befragten Umweltdezernentin Simone Raskob und Oberbürgermeister Thomas Kufen auch zu diesem Thema:

Zum Projekt Helmholtzgymnasium: 

Der Energiebedarf in Schulen geht zu rund 80 Prozent auf die Raumheizung zurück. Ein großer Teil davon lässt sich einsparen, wenn nur die tatsächlich belegten Klassenzimmer beheizt und Wärmeverluste beim Lüften verringert werden. Genau hier setzt das Pilotprojekt RWE SmartSchool an: Über eine Schnittstelle zur Stundenplansoftware steuert das System die Heizkörperthermostate in jedem Raum exakt nach Bedarf. In freien Klassenräumen oder bei geöffneten Fenstern wird die Temperatur automatisch gedrosselt. Von dieser Technik überzeugten sich heute Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, Simone Raskob, Umweltdezernentin der Stadt Essen, und Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland, am Essener Helmholtz-Gymnasium. Hier wurde die Technik Ende des letzten Jahres eingebaut und läuft seitdem im Probebetrieb. Schulleiterin Beate Zilles zeigte den Gästen die unterschiedlichen Komponenten.

Mit der intelligenten Steuerung können Schulen ihre Heizkosten um etwa 12 bis 15 Prozent senken. Die damit verbundene CO2-Einsparung trägt zum Klimaschutz in ihren Städten und Kommunen bei. Das Pilotprojekt unterstützt die Stadt Essen somit bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele und spart gleichzeitig Kosten. „Die Energiewende findet vor Ort bei den Bürger und Kommunen statt. Doch damit die Umsetzung gelingen kann, benötigen die Bürger und Kommunen praxistaugliche Konzepte. RWE SmartSchool könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten“, sagt Rainer Hegmann.

„Klimaschutz und CO²-Einsparung spielen für die Stadt Essen eine wichtige Rolle. Wir suchen stetig nach neuen Ideen und Projekten zur Energieeffizienz. Nicht umsonst trägt die Stadt den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017″. RWE SmartSchool ist ein weiterer Baustein zur Effizienzsteigerung in städtischen Gebäuden“, so Oberbürgermeister Kufen.

SmartSchool ist eine auf Schulen und andere Bildungseinrichtungen zugeschnittene Anwendung der Haussteuerung RWE SmartHome. Diese ist seit über vier Jahren auf dem Markt der funkbasierten, modularen und mobil steuerbaren Systeme etabliert. Von den rund 30 verschiedenen Komponenten, die in einem SmartHome mit Licht und Haustechnik vernetzt werden können, kommen bei RWE SmartSchool die Zentraleinheit des Systems, Funkthermostate sowie Fenstersensoren zum Einsatz. Für die Anbindung an den elektronischen Stundenplan wurde eigens eine Software-Schnittstelle entwickelt. So geben der Stunden- und Vertretungsplan vor, wie die Zentrale die einzelnen Heizkörper in den Klassen steuert. Die Fenstersensoren wiederum drosseln die Heizung, wenn gelüftet wird. Somit wird jeder Raum im Gebäude wunschgemäß und effizient beheizt – selbst bei kurzfristigen Planumstellungen.

Im Vergleich zu Heizungsmodernisierung, Wärmedämmung oder Fenstertausch ist RWE SmartSchool mit nur geringem Investitionsaufwand verbunden. Bauliche Eingriffe am Gebäude sind nicht erforderlich. Auch die Einrichtung des Systems erfolgt in kürzester Zeit. Danach läuft die Heizungssteuerung automatisiert. Der elektronische Stundenplan wird einfach wie gewohnt weitergeführt. Einstellungen an der Heizungsteuerung lassen sich am PC oder auch mobil per Tablet oder Smartphone jederzeit vornehmen. Die IT-Sicherheitsarchitektur und Funkverschlüsselung schließen Fremdzugriffe aus.

Titelbild: Oberbürgermeister Thomas Kufen (2.v.r.), Umweltdezernentin Simone Raskob (rechts), Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland sowie Schulleiterin Beate Zilles (links) mit Schülern und Lehrern des Helmholtz Gymnasiums. (Foto: Erle)

(stk. u. ü. Pm.)bn

Türkischer Generalkonsul zum Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Thomas Kufen

Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte gestern (28.1.) den Generalkonsul der Republik Türkei, Mustafa Kemal Basa, im Essener Rathaus. Der Generalkonsul ist seit Mitte August 2015 für den Regierungsbezirk Arnsberg sowie die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr verantwortlich und hat die Nachfolge von Şule Özkayas angetreten, die nach vierjähriger Amtszeit in die Türkei zurückgekehrt war.

Bestimmendes Thema des Gesprächs war die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge in Essen und in der Türkei. Generalkonsul Basa berichtete über die aktuelle Lage in seinem Heimatland, das bislang bereits über 2,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen habe. Dies sei mit großen Aufgaben verbunden, die weit über das Jahr 2016 hinausreichen.

Welche Bedeutung der Kooperation mit dem Generalkonsul der Republik Türkei zukommt, stellte Oberbürgermeister Kufen abschließend heraus: „Als eine der zehn größten Städte Deutschlands und Zentralstadt des Ruhrgebiets ist Essen in den letzten Jahrzehnten Heimat einer großen türkischen Gemeinde geworden. Umso wichtiger ist ein verlässlicher, guter Kontakt und der kontinuierliche Austausch zwischen den Nationen.“

(ü. Pm.)

Stadtverwaltung: „Verlagerung der Trinkerszene am Willy-Brandt-Platz weiterhin auf gutem Kurs“

Essens Aufregerthema „Trinkerszene“ ist Dauerthema. Während Geschäftsleute in Innenstadt das Phänomen weiter beklagen, sieht die Stadtverwaltung eine positive Entwicklung und teilt heute mit:

„Im vergangenen Jahr hat der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Personal und Organisation das Konzept zur Trinkerszene am Willy-Brandt-Platz beschlossen. Die von den Geschäftsbereichen Ordnung und Soziales erarbeitete Strategie zur Dislozierung der Trinkerszene sieht drei Bausteine vor: begleitende Sozialarbeit, Herrichtung eines alternativen Standortes mit Urinal und ordnungsrechtliche Maßnahmen.

Seit November 2015 suchen die Streetworkerinnen und Streetworker des Caritasverbandes, des Diakoniewerks und der Suchthilfe täglich innerstädtische Treffpunkte auf, um Kontakte zu Szenemitgliedern aufzubauen und psychosoziale Dienstleistungen direkt vor Ort zu erbringen. Neben Informationen über und die Anbindung an das etablierte Hilfesystem gehören auch die Beratung in Notlagen und das Konfliktmanagement zum Angebotsportfolio. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen arbeiten eng vernetzt im Hilfesystem der Stadt Essen.

Dazu Peter Renzel, Sozialdezernent: „Die Streetworker haben in den ersten Wochen erfolgreiche Kontakte geknüpft und sind bei den Szenemitgliedern gut bekannt, sodass Begleitungen zu medizinischen und sozialen Fachdiensten unbürokratisch durchgeführt werden konnten. Besonders bemerkenswert ist, dass nun bereits mehrere Personen eine Anbindung an die Straffälligenhilfe haben, Sozialstunden ableisten und im Anschluss eine Joborientierung geplant ist. Erste Vermittlungen und Begleitungen in Notunterkünfte und Wohnheime wurden ebenfalls getätigt. Aktuell sind zehn Szenemitglieder im Projekt „Pick-Up“ tätig; andere sind teilweise auch in Beschäftigungsmaßnahmen der verschiedenen Essener Träger integriert.“

Parallel wurde der alternative Standort im Bereich Hollestraße baulich ertüchtigt; die bauliche Umgestaltung wird am Freitag, 5. Februar, abgeschlossen. Der Ausbau umfasst – unter Berücksichtigung des städtebaulich notwendigen Mindeststandards – ein Urinal mit einer berührungslosen Spülarmatur, acht Betonsitzblöcke mit Holzauflagen sowie einige Papierkörbe. Die Fläche wird täglich von der EBE gereinigt.

Zur Einleitung der ordnungsrechtlichen Phase Christian Kromberg, Ordnungsdezernent: „Nunmehr werden Mitarbeiter des gemeinsamen Streifendienstes ab der ersten Februarwoche in einem gestuften Verfahren damit beginnen, den Prozess der Dislozierung einzuleiten. Ab der dritten Februarwoche werden Kräfte der Polizei in den Dislozierungsprozess miteinbezogen, sodass dann am Willy-Brandt-Platz eine ständige Präsenz behördlicher Kräfte von 10 bis 18 Uhr gewährleistet ist.“ Die Kräfte werden mit einem geeigneten Fahrzeug ausgestattet sein. Parallel hierzu werden die bereits begonnenen sozial flankierenden Maßnahmen fortgesetzt und den Betroffenen die Beratungs- und Hilfsangebote weiter angetragen.

Als ordnungsbehördliche Maßnahmen kommen in Betracht: Personalienfeststellungen, bei konkreten Störungen Platzverweise und bei straftatrelevantem Verhalten Aufenthaltsverbote und Ingewahrsamnahmen. Die behördlichen Aktivitäten werden in ständiger Abstimmung und gegenseitiger Information mit den in der Innenstadt tätigen Streetworkerinnen und Streetworkern stehen.

Kromberg: „Die ständige Anwesenheit von behördlichen Kräften und eine Null-Toleranz-Strategie lassen erwarten, dass der Willy-Brandt-Platz als ständiger Aufenthaltsort an Attraktivität verliert und die Personen diesen Ort nicht mehr nutzen werden.“

(stk., ü. Pm.)

DIE AG Medien lädt ein zur Diskussion über die „Medienwelt Essen“

Grüne debattieren über Bürgermedien, freies W-LAN, und Mediennutzung in der Stadt.

Schon länger ist auch die Geschäftsstelle der Grünen ein Bereich, in dem frei zugängliches W-Lan angeboten wird. Derartige Hotspots mit freiem Internetzugang sind in unserer Kommune leider immer noch viel zu rar gesät, bzw. installiert. Die leichte wie kostengünstige Nutzung digitaler Medien, ob mobil oder zu Hause und am Arbeitsplatz wird aber immer mehr zum wesentlichen Entwicklungsmoment sowohl von Freizeitverhalten, der Arbeitswelt und der Teilhabe an politischen Auseinandersetzungen. „Digitale Teilhabe ist die zentrale Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit“ ist deshalb Leitsatz, der die Stoßrichtung Grüner Medienpolitik gut zusammenfasst.Auf welchem Streckenabschnitt steht hier die Stadt Essen, wie weit ist die Stadtverwaltung mit ihren digitalen Serviceangeboten? Wo bleiben bei uns die modernen Mitwirkungsmöglichkeiten der BürgerInnen? Hat die Stadt Essen als Schulträger bisher genug dafür getan, ihre Schulen auch ins digitale Zeitalter zu befördern?

Martin Hase; Koordinator der AG Medien der GRÜNEN lädt ein zur Diskussion am 3. Februar um 19:30 Uhr im Grünen Zentrum am Kopstadtplatz 13

(ü. Pm.)

Ballett am Rhein: Schläpfer bekommt mehr Raum für künstlerische Arbeit

Mit Beginn der nächsten Spielzeit bekommt Martin Schläpfer mehr Raum für seine künstlerische Arbeit und eine deutliche Entlastung in seinen administrativen und organisatorischen Tätigkeiten. Gemeinsam mit seinem bisherigen Co-Direktor Remus Şucheană will er das Ballett am Rhein als Doppelspitze führen. Ab September 2016 wechselt Schläpfer in die Position des Künstlerischen Direktors und bleibt Chefchoreograph des Balletts am Rhein, Şucheană übernimmt neben der Leitung der Ballettschule die Position des Ballettdirektors. Das Düsseldorf/Duisburger Publikum profitiert von der Umgewichtung ganz unmittelbar: In der Spielzeit 2016/17 stehen gleich drei Ballette des preisgekrönten Choreographen auf dem Spielplan – zwei Uraufführungen und eine Wiedereinstudierung. Martin Schläpfer und Remus Şucheană sind ein eingespieltes Team – bereits zum Start der Spielzeit 2014/15 hat Schläpfer seinem langjährigen Compagnie-Mitglied die Leitung der Ballettschule und die Position des Co-Direktors übertragen. Seitdem teilen sich beide das zeitintensive Management der 45-köpfigen Compagnie mit Unterstützung von Ballettbetriebsdirektor Oliver Königsfeld, dessen Schwerpunkt auf der Planung und Koordination der zahlreichen nationalen und internationalen Gastspiele liegt. Nach zwei Spielzeiten fühlt sich Remus Şucheană gut vorbereitet, um die Aufgaben des Ballettdirektors zu übernehmen und Martin Schläpfer von diesem Teil seiner Verpflichtungen zu entlasten. Schläpfer indes freut sich darauf, wieder mehr Zeit mit der unmittelbaren Arbeit mit seinen Tänzerinnen und Tänzern zu verbringen, in Trainings ebenso wie in den kreativen Probenprozessen.

In Remus Şucheană hat er den idealen Leitungspartner für das Ballett am Rhein gefunden – als einer der wichtigsten Tanzinterpreten seiner Werke war Şucheană ihm schon als Tänzer im ballettmainz von 1999 bis 2009 eng verbunden. Mit Schläpfer wechselte er 2009 nach Düsseldorf/Duisburg und war bis 2014 Mitglied der Compagnie. „Remus Şucheană kennt meine Ballette und meine künstlerischen Intentionen wie kaum ein anderer. Wir arbeiten in absolutem Vertrauen und Einvernehmen und werden selbstverständlich auch weiterhin in ständigem Austausch stehen“, freut sich Schläpfer auf die erweiterte Aufgabenteilung. Den gewonnenen Freiraum nutzt er für seine künstlerische Arbeit: Zwei neue Kreationen stehen in der kommenden Saison auf dem Spielplan des Chefchoreographen, davon eine als abendfüllendes Ballett. Außerdem studiert Martin Schläpfer mit seiner Compagnie ein Stück neu ein, das er seinerzeit für das ballettmainz geschaffen hat.

Titelbild: Remus Şucheană und Martin Schläpfer © FOTO: Susanne Diesner

www.operamrhein.de

 

28.01. – Wiederaufnahme: Richard Wagner – „Der fliegende Holländer“ – in der Regie von Adolf Dresen  – Theater Duisburg

10.02. – Wiederaufnahme: Jules Massenet – „Werther“ – in der Regie von Joan Anton Rechi  – Theater Duisburg

13.02. – Opernpremiere: Giuseppe Verdi – „Don Carlo“ in der Regie von Guy Joosten – Opernhaus Düsseldorf

14.02. – Junge Oper: Der Opernbaukasten – mit Malte Arkona – Theater Duisburg

(ü. Pm.)

 

Mehr Einwohner im Ruhrgebiet

Die Einwohnerzahl des Ruhrgebiets ist gestiegen. Zum Stichtag 30. Juni 2015 lebten rund 5,06 Millionen Menschen in der Region – 9.187 mehr als zum Jahresende 2014. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. Vor allem die großen Städte meldeten höhere Zuwächse: So verzeichnete Dortmund im vergangenen Jahr 581.612 Einwohner (2014: 580.511) und Essen 576.953 (2014: 573.784). NRW-weit stieg die Einwohnerzahl um 0,3 Prozent auf knapp 17,7 Millionen. Die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen und viertgrößte Stadt Deutschlands ist weiterhin Köln (1.046.742 Einwohner), gefolgt von Düsseldorf (606.700) auf Platz zwei. Die Plätze drei und vier belegen Dortmund und Essen. Der Grund für den Zuwachs liegt in der positiven Wanderungsbilanz: Es sind mehr Menschen zu-, als weggezogen. Die Zahlen basieren dabei auf den Meldedaten der Städte. Die sind gehalten, alle aktuellen Einwohner zu melden, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm. idr)

Krankenhäuser und Ärzte kooperieren im neuen „Netzwerk Zweitmeinung“

Jeder hat das Recht auf eine zweite Meinung – für Patienten, die vor einer Operation stehen, ist dieses Recht sogar gesetzlich verankert. Die Essener Contilia Gruppe und das Katholische Klinikum Oberhausen haben nun gemeinsam eine Anlaufstelle für Patienten geschaffen.

Das „Netzwerk Zweitmeinung“ hat gestern offiziell seine Arbeit aufgenommen. Es vermittelt den Erkrankten ein persönliches Gespräch mit einem Spezialisten in der Nähe. Derzeit kooperieren insgesamt sechs Krankenhäuser der beiden Träger aus Essen, Mülheim und Oberhausen. 23 Zweitmeinungs-Ärzte beteiligen sich in den Bereichen Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule, des Herzens und der Gefäße sowie bei Krebserkrankungen im Magen-Darmtrakt und bei gynäkologischen Erkrankungen. Das Netzwerk ist dabei offen für weitere Partner. Zu erreichen ist das Netzwerk Zweitmeinung über die Homepage www.netzwerk-zweitmeinung.de sowie über die Mail-Adresse info@netzwerk-zweitmeinung.de oder über die kostenfreie Servicenummer 0800/2222207.

(ü. Pm. idr)