Im Langfrist-Vergleich ist die Zahl der Minijobber im Ruhrgebiet gestiegen

Im Langfrist-Vergleich ist die Zahl der Minijobber gestiegen: Aktuell liegt sie im Ruhrgebiet um etwa 52.200 bzw. 18,2 Prozent höher als im Jahr 2000. In NRW ohne das Ruhrgebiet fällt die Zunahme mit 22,2 Prozent noch höher aus. Innerhalb des Ruhrgebiets verläuft die Entwicklung seit dem Jahre 2000 regional sehr unterschiedlich. De r Kreis Wesel liegt mit einem Anstieg um 32,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von Dortmund (29,8 Prozent) und Essen (29,1 Prozent). Die geringsten Zunahmen verzeichnen Herne (0,4 Prozent) sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis (1,4 Prozent).
Infos, Tabellen und Karten unter www.statistik.metropoleruhr.de

(ü. Pm in anderer Lesart des Originales, idr)

Schmutzler-Jäger (Grüne): Kritische Auseinandersetzung mit Salafismus notwendig

Angesichts der Ausladung des belgischen Islamistenpredigers Tarik Chadlioui durch die Steeler Uthman-Moschee erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Es ist gut, dass die Uthman-Moschee ihre Einladung an den islamistischen Prediger Tarik Chadlioui wieder zurückgezogen hat. Hassprediger haben in Essen nichts zu suchen.

Christine Müller-Hechfellner, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion ergänzt: „Der Fall sollte allerdings zum Anlass genommen werden, dass auch die Politik mit den Essener Moscheevereinen in Kontakt treten sollte, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Wir Grüne werden in der kommenden Polizeibeirats- und Integrationsratssitzung hinterfragen, ob es in Essener Moscheen einen Nährboden für Salafismus gibt.“

Einig sind sich Grüne aber darüber, dass auch mehr Selbstkontrolle seitens der „Kommission Islam und Moscheen“ in Essen gefordert ist, um frühzeitig islamistischen Auswüchsen zu begegnen. Die Moscheevereine haben auch eine eigene Verantwortung, verstärkt über den Salafismus aufzuklären.“

(ü. Pm.)

Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen erweitert

Die Uniklinik Essen verfügt jetzt über das größte universitäre Protonentherapiezentrum zur Bestrahlung von Krebs-Tumoren in Deutschland.

Gerade wurde der vierte und letzte Behandlungsraum in Betrieb genommen. Seit dem Start der Protonentherapie im Jahr 2013 wurden am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) bereits mehr als 400 Krebspatienten aus Deutschland und Europa bestrahlt. Insbesondere Patienten mit Tumoren in empfindlichen Geweberegionen wie Kopf, Wirbelsäule oder Beckengegend wurden dabei behandelt. Im letzten Jahr wurde das Behandlungsspektrum auch auf Menschen mit Prostatakrebs ausgedehnt. Weitere Schwerpunkte sollen hinzukommen.

(ü. Pm. idr)

Rekordteilnahme am Red Dot Award für Produkt Design

Unter rund 5.200 Produkteinreichungen hat die Jury des internationalen Wettbewerbes für Produktdesign Red Dot Award 2016 ausgewählt: In der Kategorie „Red Dot: Best of the Best“ wurden 79 Produkte ausgezeichnet, 1.304 in der Kategorie „Red Dot“, und 107 erhielten die Auszeichnungen „Honourable Mention“. Damit wurde erstmals die Grenze von 5.000 Bewerbungen überschritten. Die Teilnehmer des Wettbewerbes stammen in diesem Jahr aus 57 Nationen und wurden von 41 Experten im Ruhrgebiet bewertet. Die Gala zur Preisverleihung findet am 4. Juli im Essener Aalto Theater statt, gleichzeitig werden die Siegerprodukte im Red Dot Design Museum Essen ausgestellt.

(ü. Pm.)

Uni Duisburg Essen forscht für EU-Projekt „Menschenhandel bekämpfen“

Lässt sich der Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung verringern, wenn man die legale Prostitution reguliert? Mit dieser Frage setzten sich Soziologen der Universität Duisburg-Essen (UDE) auseinander.

Im Auftrag der Europäischen Kommission haben sie an dem Bericht „Genderdimension von Menschenhandel“ mitgearbeitet und fokussierten sich dabei auf die Städte Dortmund und Amsterdam. Beide Städte gehen neue Wege, Prostitutionsstätten zu genehmigen, zu regulieren und zu kontrollieren. So müssen in Dortmund Bordelle dem Gewerbeamt gemeldet sein, und in der Regel braucht der Betreiber eine Konzession. Außerdem hat die Stdat ein Auge

darauf, ob es Anhaltspunkte für Menschenhandel, Zuhälterei und andere Formen von Kriminalität gibt. Die Forscher empfehlen, die Lizensierung von )Bordellen und anderen Prostitutionsstätten bundesweit einheitlich zu regeln sowie die Beratungsstellen besser zu finanzieren. Weitere Informationen unter: www.uni-due.de

 

(ü. Pm.)

Pontonbrücke bei Bochum-Dahlhausen für Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt

Seit gestern (29.3.) ist die Pontonbrücke über die Ruhr bei Bochum-Dahlhausen für den Kraftfahrzeugverkehr komplett gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr dauern.

Der Grund dafür ist eine umfangreiche Sanierung und Vollsperrung der Lewackerstraße auf Bochumer Stadtgebiet zwischen der Einmündung zur Ruhrmühle und dem Parkplatz im Kurvenbereich am „Dahlhauser Tiefbau“. Aus Essener Sicht sind von der Sperrung insbesondere Pendler aus dem angrenzenden Stadtteil Burgaltendorf betroffen. Für Fußgänger und Fahrradfahrer bleibt die Brücke allerdings auch weiterhin passierbar.

(ü. Pm.)

Sporthalle an der Klapperstraße bis auf weiteres geschlossen – Kontamination befürchtet.

Die Sporthalle an der Klapperstraße in Überruhr ist bereits seit vergangenem Donnerstag (24.3) vorsorglich für den Vereinssport sowie ab kommenden Montag (4.4.) für den Schulsport gesperrt.

Der Grund hierfür ist eine ausgetretene Flüssigkeit, die zum Betrieb der hydraulischen Fensteranlage benötigt wurde. Die Flüssigkeit steht im Verdacht, schadstoffhaltig zu sein. Das Schadstoffsachgebiet der Stadt Essen sowie externe Sachverständige sind bereits eingeschaltet. Am heutigen Dienstag (30.3) wurden Raumluftmessungen durchgeführt, die Rückschlüsse auf eine mögliche Belastung und die entsprechend notwendigen Sanierungsmaßnahmen zulassen. Die Analyseergebnisse der Messung werden am kommenden Montag, 4. April, erwartet. Erste Sanierungsmaßnahmen stehen schon jetzt fest: Der Oberboden im Geräteraum auf einer Fläche von sechs bis sieben Quadratmetern wird entfernt und erneuert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist keine gesundheitliche Beeinträchtigung bei dem die Sporthalle nutzenden Personenkreis bekannt.

(ü. Pm.)

Das Musiktheater im Revier kann auf ein sehr erfolgreiches Osterwochenende zurückblicken.

Von Karfreitag bis Ostermontag hatte das Opernhaus am Kennedyplatz ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten. Egal ob Oper, Ballett, Musical oder Orchesterkonzert – es war für jeden etwas dabei.

Die SCHWANENSEE, THE ROCKY HORROR SHOW sowie das Konzert MiR GOES FILM sind von insgesamt über 4000 Zuschauern besucht worden. Die Theaterleitung in Gelsenkirchen freut sich sehr über dieses Ergebnis, Geschäftsführer Dieter Kükenhöner:
„ Es ist wunderbar, dass unser Spielplan überall mit Begeisterung aufgenommen wird. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Besuchern, die diese Erfolge mit uns teilen undfeiern!“
Foto: Pedro Malinowski/ MiR

PARTEI-Piraten fordern Kreditpolitik mit Weitsicht

Der historisch niedrige Zinssatz kommt der verschuldeten Stadt Essen zu Gute und sollte nach Meinung der PARTEI-Piraten genutzt werden, um kurzfristige Liquiditätskredite in mittel- und langfristige Kredite umzuwandeln.

Laut letzten Quartalsbericht des Jahres 2015 zum Zins- und Schuldenmanagement der Stadt Essen betrug der Bestand an Liquiditätskrediten rund 2,4 Milliarden Euro, für die im Haushaltsjahr 2015 ein Zinsaufwand von 38,3 Millionen Euro veranschlagt wurde. Aufgrund des sinkenden Zinssatzes auf einen Durchschnittszinssatz von 0,92 Prozent betrug der Zinsaufwand am Ende des Jahres lediglich 32,7 Millionen Euro, also 5,5 Millionen Euro weniger als geplant. Am 10. März senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent, was für die Stadt Essen wiederum eine geringere Belastung bedeutet. Die PARTEI-Piraten sehen zum jetzigen Zeitpunkt die Chance, vermehrt Kredite auf niedrigem Zinsniveau über lange Laufzeiten abzuschließen und weniger auf kurzfristige Kredite zu setzen, wie es auch von der Bezirksregierung gefordert worden ist. „Bei 2,4 Milliarden Euro Krediten würde ein durchschnittlicher Zinsanstieg um ein Prozent beispielsweise eine Mehrbelastung von rund 24 Millionen im Jahr bedeuten. Die Schuldenzahlungen würden explodieren und die Einhaltung der Haushaltsicherungskonzeptkriterien wären unerreichbar, was einen erneuten Affront gegen die Bezirksregierung und eine erneute Missachtung der Schuldenkriterien bedeutet“, so Kai Hemsteeg, Fraktionsvorsitzender der PARTEI-Piraten zur aktuellen Zinslage.

Künftig gilt Kastrations- und Registrierpflicht für Freigänger-Katzen

Die vom Rat der Stadt Essen beschlossene Ordnungsbehördliche Verordnung zum Schutz freilebender Katzen im Stadtgebiet Essen tritt am Freitag, 15. April, in Kraft. Für Besitzer von Freigängerkatzen bedeutet dies eine Registrierungs- und Kastrationspflicht ihrer Tiere. Nichtkastrierte Katzen und Kater dürfen entsprechend keinen freien Auslauf mehr haben.

Die Verordnung soll einer unkontrollierten Vermehrung von vor allem freilebenden Katzen entgegenwirken. Damit wird zum einen eine Überpopulation im Stadtgebiet verhindert und zum anderen das Leid heimatloser Katzen gemindert. Für den Fall, dass eine nichtkastrierte Freigängerkatze gefunden wird, fordert die Stadt Essen den oder die Besitzerin auf, diese kastrieren zu lassen. Erst nach einer schriftlichen Bestätigung der Tierarztpraxis dürfen Katze oder Kater wieder als Freigänger umherlaufen. Der Tierschutzverein Essen e.V. bietet Besitzern von Freigängern noch bis 30.6. unter Vorlage der Rechnung eine Erstattung von 30 Euro für einen Kater, 60 Euro für eine Katze und 10 Euro für den Registrierungschip. Weitere Informationen gibt es unter:http://www.tierheim-essen.de

Zum Hintergrund:

Durch die letzte Novellierung des Tierschutzgesetzes, die im Juli 2013 in Kraft getreten ist, kann die Kastrationspflicht aus Tierschutzgesichtspunkten erlassen werden. Die Bundesländer sind dadurch ermächtigt, Maßnahmen zur Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diese Ermächtigung an die Kreise und Kommunen delegiert, die nun entsprechende Verordnungen erlassen können.

Der Rat der Stadt Essen hat am 24. Februar 2016 die Ordnungsbehördliche Verordnung zum Schutz freilebender Katzen im Stadtgebiet beschlossen.

(ü. Pm.)