Girls‘ Day im Deutschen Bundestag: Katharina-Sophie Basenau aus Bergerhausen bei Matthias Hauer (CDU) in Berlin

„Girls‘ Day“, eine englische Bezeichnung für ein Problem, dass Mädchen in den meisten Gesellschaften  durchaus Ermutigung brauchen, um einen adäquaten bürgerlichen Geltungsanspruch zu behaupten. Für die 17-jährige Schülerin Katharina-Sophie Basenau aus Bergerhausen bot sich ein Blick in den Bundestag. Auf Einladung von Matthias Hauer MdB hat sie am Programm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin teilgenommen.

Bild 1 Titelbild: Die Teilnehmerinnen des Girls‘ Day der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Matthias Hauer vor dem gemeinsamen Mittagessen in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft am 28. April © CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steven Rösler

Girls Day Bild 2 Matthias Hauer

Bild 2: Katharina-Sophie Basenau und Matthias Hauer im Reichstagsgebäude © Matthias Hauer

Girls Day Bild 1 CDUCSU Bundestagsfraktion

Bild 3: Matthias Hauer MdB mit den Girls‘ Day-Teilnehmerinnen beim Austausch in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft am 28. April © Matthias Hauer

Der Girls‘ Day am 28. April ist ein Berufsorientierungstag für Mädchen. Auch in diesem Jahr hat sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Girls‘ Day beteiligt. Mit dabei war die 17-jährige Schülerin Katharina-Sophie Basenau aus Bergerhausen, die Matthias Hauer MdB (CDU) für den Girls‘ Day nach Berlin eingeladen hatte. Sie hatte sich unter mehreren Bewerberinnen aus Essen durchgesetzt. Ihre Reisekosten übernahm der Abgeordnete selbst.

„Es gibt in der Politik sehr spannende Einsatzgebiete – ob als  Bundestagsabgeordnete oder Mitarbeiterin in einem Abgeordnetenbüro, in der Fraktion oder im politischen Umfeld. Ich freue mich, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele politikinteressierte Mädchen aus Essen für den Girls‘ Day bei mir beworben hatten“, sagt Matthias Hauer MdB, der schon im vergangenen Jahr eine Schülerin aus Essen zum Girls‘ Day nach Berlin eingeladen hat. Katharina-Sophie Basenau nahm mit sechs weiteren Schülerinnen am Programm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teil. Dabei hatte die Gymnasialschülerin die Gelegenheit, verschiedenen Abgeordneten Fragen zu ihrer Arbeit im Deutschen Bundestag zu stellen. Matthias Hauer MdB berichtete den Girls’ Day-Teilnehmerinnen unter anderem von seinem Einsatz für seine Heimatstadt Essen, aber auch vom Ablauf einer Sitzungswoche im Parlament, von der Arbeitsteilung in einer Fraktion und den täglichen Aufgaben in einem Bundestagsbüro. Die Schülerinnen hatten außerdem die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit der Druckerei und der Internetredaktion der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu werfen. In der Onlineredaktion bekamen sie einen Eindruck davon, wie schnell die Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter auf aktuelle Ereignisse reagieren muss. „Es war besonders interessant für mich, den Abgeordneten persönlich zu begegnen“, erzählt Katharina-Sophie Basenau. „Ich interessiere mich sehr für Politik und habe mich immer gefragt, wie der Arbeitsalltag eines Politikers aussieht – davon habe ich nun einen Eindruck bekommen. Ich war auch überrascht, wie viele Aufgaben im Hintergrund zu bewältigen sind, zum Beispiel in der Internetredaktion. Ich habe jetzt richtig Lust bekommen, hier ein Praktikum zu machen und meine Eindrücke zu vertiefen.“ Dieses Praktikum wird sie im kommenden Jahr im Büro von Matthias Hauer absolvieren.

Hintergrund:

Der Girls‘ Day ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung von Schülerinnen ab der fünften Klasse. Er soll Mädchen motivieren, in Berufe einzusteigen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind. Seit dem ersten Girls‘ Day 2001 haben über 1,3 Millionen Schülerinnen das Angebot wahrgenommen. Der Girls‘ Day wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. www.girls-day.de

(ü. Pm.)

Kai Gehring (Grüne): Abstimmung im Bundestag: Regierungskoalition verhindert Fracking-Verbot

Zum heutigen Abstimmungsverhalten im Bundestag schreibt der Grünen-Bundestagsabgeordnete für Essen, Kai Gehring: 
Union und SPD haben im Bundestag ein klares Verbot der gefährlichen Fracking-Technik verhindert. Mit ihrem Nein zum grünen Gesetzentwurf haben die Essener CDU-Abgeordneten Jutta Eckenbach, Matthias Hauer und Astrid Timmermann-Fechter ihre Chance vertan, den Einsatz von Fracking für Erdgas- und Erdölförderung in Deutschland zu verhindern. Ich bin enttäuscht über dieses Abstimmungsverhalten. Begrüßenswerterweise haben sich die drei SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut, Petra Hinz und Arno Klare anders als die Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion enthalten. Das ist gut, zeigt aber auch die Zerstrittenheit der Koalition. Wir fordern Union und SPD auf, sich zusammenzuraufen und zu einem klaren Nein zum Fracking durchzuringen
Mit dem Abstimmungsverhalten stellen sich die Essener Bundestagsabgeordneten der CDU gegen die große Mehrheit der Menschen in Deutschland. Selbst unter den Wählerinnen und Wählern von Union und SPD sprechen sich laut einer EMNID-Umfrage von Mitte April über 80 Prozent der Befragten eindeutig für ein Fracking-Verbot aus. Mit ihrem Abstimmungsverhalten hat die Große Koalition heute zum wiederholten Male ein Fracking-Verbot auf die lange Bank geschoben. Wir Grüne wollten endlich Klarheit schaffen und das Fracking-Verbot beschließen lassen. Die Menschen in Deutschland und insbesondere die Betroffenen in den Regionen warten seit Jahren darauf.
Für ein echtes Bekenntnis zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen hätten die Abgeordneten der Regierungsfraktionen unser Fracking-Verbot unterstützen müssen. Denn die Fracking-Technik birgt erhebliche Risiken für Umwelt und Gesundheit. Dazu gehören unter anderem Verunreinigungen des Trink- und Grundwassers durch schädliche Chemikalien, seismische Erschütterungen und die ungeklärte Frage der Entsorgung giftigen Lagerstättenwassers.
Fracking verträgt sich außerdem nicht mit dem notwendigen Klimaschutz. Um den Beschluss des UN-Klimagipfels von Paris Ende 2015 umzusetzen, die Erhitzung des Planeten auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, muss der Großteil der fossilen Energien in der Erde bleiben. Fracking führt also energie- und klimapolitisch in die Sackgasse.
Die Bundesregierung selbst hat vor über einem Jahr ihren Vorschlag für ein Fracking-Erlaubnispaket in den Bundestag eingebracht. Seitdem ist nichts geschehen. Die dringend notwendige Entscheidung wurde immer wieder vertagt. Die Erkenntnisse aus den Expertenanhörungen haben die Ausschüsse bisher nicht ausgewertet, so dass der Bundestag nicht abschließend entscheiden kann. Der derzeit herrschende politische Stillstand und die damit verbundenen Rechtsunsicherheiten sind nicht vertretbar.
Unseren grünen Gesetzentwurf finden Sie hier: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/075/1807551.pdf
(ü. Pm.)

30 Prozent der Bauvorhaben im Ruhrgebiet mit erneuerbaren Heizenergien geplant

1.097 Wohnhäuser wurden 2015 in der Metropole Ruhr gebaut, die überwiegend oder ausschließlich mit erneuerbaren Energien beheizt werden.

Das waren knapp 30 Prozent aller genehmigten Wohnhäuser (ohne Wohnheime). Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Ruhrgebietsweit am höchsten war der Anteil der umweltfreundlichen Häuser in Bottrop mit 57,3 Prozent (Platz zwei im NRW-Vergleich). Es folgten Hagen (51,3 Prozent) und Mülheim (41,5 Prozent). Zu den erneuerbaren Energien zählen Biomasse, Biogas/Biomethan, Holz, Solaranlagen und Wärmepumpen. Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm. idr)

Badeseen im Ruhrgebiet punkten mit augezeichneter Wasserqualität

Ausgezeichnete Wasserqualiät erwartet Wasserratten in fast allen Badeseen des Ruhrgebiets. Das zeigen die Messungen der Gesundheitsämter, die die Gewässer regelmäßig untersuchen. Nur das Bettenkamper Meer bei Moers erhielt ein „gut“. Im Ruhrgebiet gibt es 20 offizielle Badeseen in Duisburg, Hamm sowie den Kreisen Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel, darunter die Glörtalsperre bei Breckerfeld und den Silbersee in Haltern, die vom Regionalverband Ruhr (RVR) betreut werden. Infos: www.badegewaesser.nrw.de (ü. Pm.)

BBU: Ablehnung eines Fracking-Verbots durch die Große Koalition und Verhandlungen zum Pro-Fracking-Recht sind nicht akzeptabel

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat das Abstimmungsverhalten der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD am Donnerstag als völlig inakzeptabel bezeichnet. Die breite Mehrheit beider Fraktionen hatte gegen Anträge von GRÜNEN und LINKEN gestimmt, mit denen ein Verbot von Fracking erreicht werden sollte. Am gleichen Tag wurden Details der Verhandlungen bekannt, bei denen Vertreter der Großen Koalition sich über ein Pro-Fracking-Recht einigen wollen. Die im Raum stehende Übereinkunft bezeichnet der BBU als Freibrief für ein ungehemmtes Fracking in ganz Deutschland. Dies hätte für die Umwelt und die Bevölkerung katastrophale Folgen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu:
„Täglich treffen neue alarmierende Meldungen über Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch Fracking ein. So hat ein australischer Umweltschützer in den letzten Tagen gezeigt, dass durch aufsteigendes Methan beim Fracking nicht nur Wasserhähne, sondern ganze Flüsse brennen können. Immer neue erhöhte Krebsraten werden an Gasförderstandorten in Niedersachsen gemeldet. Und bereits jetzt kann Niedersachsen den entstandenen Bohrschlamm aus der konventionellen Erdgasförderung nicht selbst entsorgen. Ein Konzept für die Bohrschlammentsorgung beim Fracking existiert erst recht nicht. Doch unbeeindruckt von immer neuen Problemen der Fracking-Technik handelt die Große Koalition nach dem Grundsatz ‚Augen zu und durch‘. Umwelt- und Gesundheitsschäden nimmt sie in Kauf. Profitieren werden davon nur die Gaskonzerne, während die Umwelt zerstört wird und die Bevölkerung die Zeche zahlt.“

Als besonders empörend bezeichnet der BBU die neuen
Hinterzimmergespräche von CDU/CSU und SPD zur Durchsetzung eines
Pro-Fracking-Rechts, die kurz vor einem Ergebnis stehen. Die
umstrittene, einseitig besetzte Expertenkommission, die die
Unbedenklichkeit von Fracking in bestimmten geologischen Formationen
feststellen soll, existiert weiterhin. Angesichts der faktischen Wirkung
ihrer Stellungnahmen ist es kein Fortschritt, dass ihr nur noch eine
beratende und keine entscheidende Funktion mehr zukommen soll. Die
Forderung, dass Frack-Vorhaben nur dann durchgeführt werden können, wenn
der Bundestag ausdrücklich zugestimmt hat, hat sich in Luft aufgelöst.
Stattdessen hat das Parlament nur noch ein Veto-Recht. Dass es dies
wahrnehmen wird, ist nicht zu erwarten. Damit starten die
Genehmigungsverfahren für Gasbohrungen automatisch. Auch den
Bundesländern soll ein Veto-Recht beim Fracking, das lange Zeit im Raum
stand, nicht zugestanden werden.

Zu der im Raum stehenden Einigung erklärt Oliver Kalusch: „Die Große
Koalition will den Startschuss für Fracking geben und systematisch die
Betroffenen übergehen. CDU/CSU und SPD ist bewusst, dass es keine
gesellschaftlichen Mehrheiten für Fracking-Vorhaben gibt. Deshalb soll
jeder Widerstand gegen Fracking, egal ob im Bundestag oder in den
Bundesländern, für unbeachtlich erklärt werden. Wir fordern die
Koalitionsparteien zur Umkehr auf. Die Verhandlungen zum
Pro-Fracking-Recht müssen abgebrochen werden. Stattdessen muss endlich
ein Fracking-Verbot durch eine konsequente Änderung des
Bundesberggesetzes festgeschrieben werden.“

Weitere Informationen zum Thema Fracking:

http://bbu-online.de, http://www.gegen-gasbohren.de

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse
lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

(ü. Pm)

Ruhr-IHKs legen Gutachten „Stresstest Straße“ vor: Bis 2030 drohen täglich 91.000 Staustunden

Wenn die Straßeninfrastruktur in der Metropole Ruhr bis 2030 nicht ausgebaut wird, droht eine erhebliche Zunahme der Staus in der Region. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet, das diese heute in Essen unter dem Titel „Stresstest Straße – Wie leistungsfähig sind die Straßen im Ruhrgebiet?“ vorgestellt haben. Mehr als 300 Kilometer Autobahn und Bundesstraße weisen schon jetzt erhebliche Überlastungen auf. Unter der Vorausetzung, dass nur die bereits in Bau befindlichen und indisponiblen Vorhaben im Jahr 2030 umgesetzt sind, geht die Studie von täglich 91.000 Staustunden aus. Das wäre eine Steigerung von 44 Prozent im Vergleich zu 2010. Dabei wird ein Wachstum des Personenverkehrs um drei, des Güterverkehrs um 24 Prozent zugrunde gelegt. Die IHKs fordern, dass Bund und Land die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommenen Projekte im Ruhrgebiet mit Unterstützung der Städte zur Baureife bringen und umsetzen. Außerdem müssten Vorhaben mit einer guten Wirtschaftlichkeit und spürbarer Entlastung in den Vordringlichen Bedarf hochgestuft werden. Angemahnt wird zudem ein effizienteres Baustellenmanagement. Baustellen hätten starke Auswirkungen für die gesamte Region: Ein Ausfall der Infrastruktur etwa im Westen des Ruhrgebiets bringe durch Ausweich- und Verlagerungsverkehre spürbare Belastungen für den Osten der Metropole Ruhr.

Der Stadt Essen drohen im Jahr 2030 täglich über 10.000 Fahrzeugstunden im Stau – sofern die Infrastruktur nicht spürbar ausgebaut wird. Damit stünde Essen bei den Staubelastungen im Ruhrgebiet auf dem zweiten Platz. Vor allem die Bundesstraßen B224 und B227 weisen in einzelnen Abschnitten mit einer Überlastung von mehr als 150 Prozent deutliche Defizite auf. So lauten die zentralen Ergebnisse des Gutachtens für Essen.

„Die Kapazität der Straßen hat direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Für Unternehmen bedeutet jede Staustunde zusätzliche Kosten. Wir brauchen daher schnelle und spürbare Investitionen in unsere Infrastruktur“, fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.

Ziel des Gutachtens war es, die Auswirkungen der verkehrlichen Entwicklung auf die Straßen- und Stausituation zu untersuchen. Dabei wurden Engstellen identifiziert und Lösungsansätze aufgezeigt. Die Gutachter gehen von einem geringen Zuwachs im Personenverkehr um drei Prozent und einer dynamischeren Entwicklung mit einem Plus von 24 Prozent im Güterverkehr bis 2030 aus. Zum Startpunkt der Studie war nicht abzusehen, welche Projekte es in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) schaffen. Daher wurden nur solche Projekte als realisiert angenommen, die sich bereits im Bau befinden oder als indisponibel gelten.

Gerade für die Stadt Essen sieht die IHK dringenden Nachbesserungsbedarf beim Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. Zentrale Projekte wie der Lückenschluss der A52 und die Realisierung des Ruhralleetunnels sind mit der Einstufung in den sog. Weiteren Bedarf auf die lange Bank geschoben worden. Beim sechsspurigen Ausbau der A40 im Ruhrgebiet fehlt das Teilstück von Frohnhausen bis zum Dreieck Essen-Ost. „Die Autobahnen rund um Essen werden leistungsfähiger gemacht, können aber hier nicht entsprechend weitergeführt werden. Damit droht Essen zum Flaschenhals des Ruhrgebiets zu werden“, befürchtet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Aus Sicht der IHK müssen die zentralen Verkehrsprojekte daher in den Vordringlichen Bedarf des BVWP eingestuft werden.

Zusätzlich hat das Gutachten verdeutlicht, dass mögliche Ausfälle durch Brückensperrungen oder Baumaßnahmen erhebliche Auswirkungen im gesamten Ruhrgebiet haben – aber auch auf städtischem Gebiet. Kommt es zu einem solchen Vorfall, verlagern sich die Verkehre zum einen überörtlich auf die Fernstraßen, aber auch die ohnehin belasteten kommunalen Straßen müssen mehr Verkehre aufnehmen. Dies kann zum Stillstand im Stadtgebiet führen. „Eine solche Entwicklung belastet Unternehmen, Pendler und Kunden. Daher wird ein effizientes Baustellenmanagement, in dem sich die einzelnen Akteure informieren und abstimmen immer unverzichtbarer. Gleichzeitig brauchen die Unternehmen eine frühzeitige Information. Ansonsten befürchten wir, dass die Baustelle zur Staufalle wird“, so Dr. Püchel.

Quelle Karte: Vollmer Grafikkontor

(ü. Pm.)

Grüne zur Gründung einer neuen Gesamtschule in Essen – Wandtke: Standort des derzeitigen Viktoriagymnasiums gut geeignet als Gesamtschulstandort

Angesichts der Überlegungen, das Viktoriagymnasium aufgrund von zu geringen Anmeldezahlen auslaufen zu lassen und an dem Standort eine Gesamtschule neu zu gründen, erklärt Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Die Grünen begrüßen eine Überprüfung der möglichen Umwandlung des Viktoriagymnasiums in eine Gesamtschule. Der Standort wäre jedenfalls aufgrund seiner zentralen innerstädtischen Lage und guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln geeignet. Offen bleibt jedoch, ob hier auch genügend Platz für einen Anbau ist. Möglicherweise können auch Gebäude der nahe gelegenen Hauptschule an der Wächtlerstraße in die Gesamtschulplanung mit einbezogen werden.

Im Jahr 2015 konnten über 200 Schülerinnen und Schüler mit ihrem Erstwunsch Gesamtschule nicht berücksichtigt werden. Angesichts dieser hohen Nachfrage benötigen wir sehr schnell einen vorhandenen Schulstandort. Vermutlich wird aber selbst ein erweiterter Standort Viktoriagymnasium nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.“

(ü. Pm.)

Nachpflanzungen nach Orkan Ela im Grugapark beendet

Pfingstmontag 2014 suchte der Orkan Ela mit Windgeschwindigkeiten bis über 120km/h Essen heim. Auch der Grugapark Essen wurde schwer getroffen. Während sich die Gebäudeschäden in Grenzen hielten, wurden circa 350 Bäume umgegeworfen, gebrochen oder mussten in der Folge gefällt werden. Der Park war vom Tag nach dem Sturm bis zum 4. Juli 2014 für die Öffentlichkeit gesperrt.

Der Grugapark erlebt seitdem eine beispiellose Welle der Unterstützung durch die Essener Bevölkerung. Die äußerst große Zuwendung der Gut-für-Essen-Stiftung der Sparkasse Essen, eine tolle Spendenaktion von Bäcker Peter, die Spendenakquise des Stiftungsverein Grugapark Essen und des Freundeskreis Grugapark, aber auch die Spenden vieler Privatpersonen – die ja vom Land Nordrhein-Westfalen verdoppelt wurden – und weiterer Essener Firmen und Initiativen wie des Essener Firmenlaufs ermöglichten 185 Ersatzpflanzungen mit der erforderlichen Qualität für die Raritäten-Sammlung des Botanischen Gartens des Parks.
Insgesamt standen 697.000 Euro über Spenden und Zuwendungen zur Verfügung.

Durch die Neupflanzungen konnte ein möglicher Artenverlust vermieden werden. Gleichzeitig legten die Planer Wert auf das landschaftsarchitektonische Erscheinungsbild. So konnten vorhandene und neue Sichtachsen berücksichtigt werden, die Attraktivität für Parkbesucher wurde gestärkt durch die Wahl beispielsweise der Laubfarben und der Art des Baumwuchses und durch die Artenvielfalt.
Auch Aspekte wie der nicht mehr zu verleugnende Klimawandel mit seinen Auswirkungen wie längere Trockenperioden flossen in die Planungen ein.

An diesen Standorten erfolgten die Ersatzpflanzungen:
Asienteil, Arboretum, Corylus-Allee, Mustergartenanlage, Kranichwiese, Farbenterrassen, Vogeldelle, Musikpavillon, Dahlienarena, Tummelwiese, Spielplatz „Burg“ und Parkgrenze am Juistweg, Zierkirschen-Allee, Ballspielwiese, Grenze zum Südfriedhof, Damwildgehege und angrenzendes Ufer des Margarethensees und der Waldbestand gegenüber dem Eulengehege.

An Beispielen für nachgepflanzte Baumarten sind zu nennen: Weihrauchzeder, Zürgelbaum, Baumoleander, Taschentuchbaum, Samthaarige Stinkesche, Gummiulme, Zwerg-Lederhülsenbaum, Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch, Säulen-Tulpenbaum, Milchorangenbaum, Gold-Kiefer, Schindel-Eiche und Trauende Sumpfzypresse.

Titelfoto: Gruga

(ü. Pm.)

51. Arbeitnehmerempfang der Stadt Essen

Der traditionelle Arbeitnehmerempfang der Stadt Essen findet im Jahr 2016 zum 51. Mal statt. Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte dazu heute (29.4.) Mitglieder der Essener Arbeitnehmerorganisationen in der 22. Etage des Essener Rathauses.

Der Oberbürgermeister sprach in seiner Rede über mehr Flexibilität für Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer und legte dabei den Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „In der Politik setzen wir uns für mehr Kitaplätze und Ganztagsschulen ein. Jetzt sind Unternehmen und Arbeitgeber gefordert, flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle einzurichten.“

Im Folgenden ging Oberbürgermeister Kufen auf die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ein und betonte die Wichtigkeit dieser Aufgabe für die Zukunftsfähigkeit der Stadt: „Mir persönlich sind die Chancen der jungen Generation ein ganz besonderes Anliegen.“ Der Schlüssel, um vor allem Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden sei Bildung und Ausbildung.

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen (rechts) und Dieter Hillebrand, DGB Regionsgeschäftsführer. Foto: Peter Prengel

(ü. Pm.)

Stadtverwaltung am Brückentag – Einige Dienststellen bleiben am Brückentag geschlossen

Folgende publikumsintensiven Bereiche der Stadtverwaltung haben am Freitag, 6. Mai, geschlossen:

  • die Bürgerämter (ein Notdienst ist für unaufschiebbare Angelegenheiten eingerichtet, wie zum Beispiel die Ausstellung eines Reisedokuments für eine nicht eingeplante Reise am Wochenende; Informationen zum Notdienst gibt es unter der Rufnummer 88-33235),
  • das Amt für Soziales und Wohnen einschließlich Versorgungsamt und Wohngeldstelle,
  • das Jugendamt, das Jugendpsychologische Institut und der Familienpunkt.Wichtig: Notfälle können über das 24-stündige Kinder- und Jugendnottelefon unter der Rufnummer: 265050 gemeldet werden.
  • das Amt für Zentralen Service einschließlich der Personalsachbearbeitung und –abrechnung, der Beihilfestelle und der Familienkasse,
  • alle Geschäftsstellen des JobCenters Essen inclusive dem Neukundenbereich im Gebäude der Arbeitsgentur am Berliner Platz sowie das Service-Center,
  • die Bürger- und Behindertenberatung im Rathaus,
  • das Gesundheitsamt,
  • die Fachabteilung Wohnungsangelegenheiten,
  • die Abteilungen Statistik und Stadtforschung des Amtes für Statistik, Stadtforschung und Wahlen,
  • das Amt für Geoinformationen, Vermessung und Kataster,
  • der Fachbereich Interkulturelle Orientierung/ Kommunales Integrationszentrum Essen,
  • beim Amt für Straßen und Verkehr schließen einige Abteilungen (Baustellenmanagement, Sondernutzungen und Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen, Koordinierungsstelle Veranstaltungen, das Verkehrsmanagement, Straßen- und Wegerecht, gewerblicher Personen- und Güterkraftverkehr, das Sachgebiet „Beitragsangelegenheiten nach dem BauGB und dem KAG“, Parkausweise – Der Onlineservice ist unter www.essen.de/bewohnerparken zu finden, )

    Straßenschäden können der Verkehrsleitstelle, wie gewohnt, unter der Rufnummer 88-66766 gemeldet werden.

  • auch die Stadtteilbibliotheken sind am Brückentag nicht erreichbar.

Nur mit Notbesetzung arbeiten darüber hinaus folgende Dienststellen:

  • das Standesamt (Terminierte Eheschließungen werden selbstverständlich durchgeführt),
  • die Fahrerlaubnis- und Kraftfahrzeugzulassungsstelle (Steele). Es kann hier zu längeren Wartezeiten kommen.

Die Nebenstelle der Kraftfahrzeugzulassungsstelle in Borbeck bleibt geschlossen.

Zum Hintergrund:

Die Leiterinnen und Leiter städtischer Fachbereiche sind auch in diesem Jahr ermächtigt, ihre Dienststellen an den Brückentagen eigenständig zu schließen. Hintergrund ist, dass so Mehrarbeit- und Überstunden abgebaut werden können. Entsprechend müssen für diese Tage keine Rückstellungen gebildet werden, die den städtischen Haushalt am Ende des Jahres belasten.

(ü. Pm.)

Verwaltung sucht Standort für neue Gesamtschule

Der Schulentwicklungsplan für die Stadt Essen zeigt, dass die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen steigt und schon jetzt dringender Bedarf für eine weitere Gesamtschule besteht. Die Verwaltung sucht daher derzeit nach geeigneten Flächen für einen Schulbau. Vor dem Hintergrund der Dringlichkeit und der Dauer für einen Neubau werden auch bestehende Gebäude geprüft.

Auch Gebäude von Schulen, die aufgrund geringer Anmeldezahlen von der Schließung bedroht sind, sollen in diese Prüfung mit einbezogen werden. Konkret ist eine solche Prüfung für die Viktoriaschule angedacht. Das Gymnasium im Südostviertel hat seit einigen Jahren nur noch sehr geringe Anmeldezahlen. Obwohl die Schule ein engagierter und wertvoller gymnasialer Standort in der Schullandschaft ist, sinkt die Nachfrage nach Plätzen kontinuierlich, was dazu führen könnte, dass die Schule perspektivisch geschlossen wird. Sollte dies der Fall sein, könnte das Gebäude als Teil eines neuen Gesamtschulstandortes am Kurfürstenplatz genutzt werden.

Ein erstes Ergebnis der Prüfungen wird dem Schulausschuss im Juni zur weiteren Beratung vorgelegt.

(ü. Pm.)

Aalto-Reihe „mehrmusik“ widmet sich der Spätromantik

Der nächste Abend der Aalto-Reihe „mehrmusik“ gehört ganz der Spätromantik: Am Montag, 9. Mai 2016, um 19:30 Uhr widmen sich im Foyer des Aalto-Theaters die Aalto-Sopranistin Katrin Kapplusch und der Pianist Andrej Hovrin unter der Überschrift „Zueignung“ ausgewählten Werken für Klavier und Gesang. Das titelgebende Gedicht von Hermann von Gilm zu Rosenegg hat Richard Strauss später gemeinsam mit sieben weiteren Texten aus dem Zyklus „Letzte Blätter“, op. 10 vertont, die an diesem Abend erklingen werden. Weitere vier Lieder von Strauss (op. 27) und vier frühe Lieder von Arnold Schönberg (op. 2) sowie die Sonata vocalise, op. 41 Nr. 1 von Nicolai Medtner komplettieren das Programm.

Die Sopranistin Katrin Kapplusch ist seit der Spielzeit 2013/2014 Ensemblemitglied des Aalto-Theaters. In dieser Saison stand sie als Chrysothemis („Elektra“), Fremde Fürstin („Rusalka“), Leonore („Fidelio“), Amelia („Un ballo in maschera“), Lady Macbeth und Tosca auf der Bühne. Gastverpflichtungen führten sie u. a. als Turandot zu den Bregenzer Festspielen und Manon Lescaut an die Oper Graz und Bonn – Partien, in denen sie auch hier im Aalto-Theater zu erleben war. Der russische Pianist Andrej Hovrin kann eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Liedbegleiter und Kammermusiker vorweisen, die ihn nach Russland, Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Island, Slowenien, Griechenland, USA und Italien führte.

Karten (€ 15,40) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Katrin Kapplusch (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.)