Bau der Kampmannbrücke wird teurer

Der Rat der Stadt Essen hat am 28. 9. 2016 zusätzliche Mittel in Höhe von 882.000 Euro für den Bau der Kampmannbrücke bewilligt.

Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf insgesamt 12.544.300 Euro. Die Stadtverwaltung hat sich dazu entschieden, anstelle der geplanten Hängebrücke eine technisch weniger komplizierte Schrägseilbrücke zu bauen, um so Bau- und eventuelle Folgekosten zu reduzieren.

Diese grundsätzliche Entscheidung sorgt im ersten Schritt für einen erhöhten Aufwand durch Umplanung bei den Planungskosten in Höhe von 490.000 Euro. Durch die eingetretene zeitliche Verschiebung kann die Bauleitung aufgrund anderweitiger Auslastungen nicht mehr komplett in Eigenleistung durch die Stadt Essen erbracht werden, hierdurch entstehen Mehrkosten in Höhe von 391.000 Euro. Aufwändigere Arbeiten an der vorgesehenen Lärmschutzwand korrigieren die Kosten ebenfalls um rund 208.000 Euro nach oben.

Weiterhin ergibt sich eine Kostenerhöhung bei den Brückenkosten und der Begrünung in Höhe von rund 261.000 Euro.

In die Berechnung wurde ebenfalls eine Position in Höhe von 200.000 Euro eingeplant, um Unabwägbarkeiten zu kompensieren. Außerdem sind zum jetzigen Zeitpunkt Einsparungen im Straßenbau und bei der Beleuchtung in Höhe von 603.700 Euro zu erwarten. Trotz der aktuellen Erhöhung der Baukosten bleibt die Schrägseilbrücke die kostengünstigere Variante.

(ü. Pm.)

Matthias Hauer MdB (CDU) lädt gemeinsam mit dem CDU-Ortsverband Kettwig zu einer Bürgersprechstunde an der Hauptstraße ein.

Von 18.30 bis 20 Uhr können sich am 6. Oktober interessierte Bürgerinnen und Bürger in Kettwig persönlich mit ihrem im Essener Süden und Westen direkt gewählten Bundestagsabgeordneten austauschen, Anliegen vorbringen oder aktuelle politische Entwicklungen besprechen.

Neben Matthias Hauer MdB werden auch Ratsherr und Ortsvorsitzender Guntmar Kipphardt, die Mitglieder der Bezirksvertretung IX, Michael Nellessen und Gabriele Kipphardt, sowie mehrere Mitglieder des Ortsvorstandes für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen. Zudem steht auch Landtagskandidat Fabian Schrumpf zu Gesprächen bereit.

Bürgersprechstunde mit Matthias Hauer MdB:

Wann: 6. Oktober von 18.30 bis 20 Uhr

Wo: vor dem Rewe-Markt auf der Hauptstr. 43-61
(ü. Pm.)

Schmutzler-Jäger (Grüne): Haushaltsausgleich ist auch unser Erfolg

Zur Einbringung des Haushaltsplans 2017/2018 shreiben die Essener Grünen:

Am 28.9.2016 hat der Oberbürgermeister Thomas Kufen einen Haushaltsentwurf in den Rat der Stadt Essen eingebracht, der für 2017 den ersten Haushaltsausgleich seit 25 Jahren darstellt. Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion:

„Dieser Haushaltsausgleich ist auch ein Erfolg der Grünen, nachdem wir in den Jahren zwischen 2004 und 2014 an verantwortlicher Stelle die Stadtpolitik mitgestaltet haben. Klar ist aber auch, dass wir den Haushaltsausgleich ohne die insgesamt rund 500 Mio. Euro an Stärkungspaktmitteln seitens der rot-grünen Landesregierung niemals geschafft hätten.

Wir sind froh, dass wir von nun an wieder in der Lage sind, mehr zu investieren und mehr Personal einzustellen. Im Rahmen der nun anstehenden Haushaltsberatungen werden wir Grüne uns vor allem für die Sanierung und den Neubau von Schulen und Kitas, mehr Mittel für den öffentlichen Nahverkehr und eine gute Ausstattung von Sport und Kultur einsetzen. Auch der wichtige Bereich der Integration muss mit mehr Geld bedacht werden.

Die besondere Betonung von Oberbürgermeister Kufen auf die Bereiche Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit als Haushaltsschwerpunkt teilen wir dagegen nicht. Statt in Vertreibung und Repression sollte viel eher in Prävention und Hilfsangebote investiert werden.“

(ü. Pm.)

Neues Forschungsergebnis wird Solarzellen effektiver machen – Audiobeitrag

Neue Kontakte steigern Effizienz von Solarzellen, Wissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover gelingt Durchbruch in der Forschung

wietler

Foto: Prof. Dr.-Ing. Tobias Wietler, Gesprächspartner im folgenden Audio:

Neue Kontakte steigern Effizienz von Solarzellen

Die gängige Solarzelle leidet unter Kontaktschwierigkeiten: Ein Teil der Ladungsträger geht beim Verlassen der Zelle über den Kontakt verloren. Ihr Wirkungsgrad ist daher begrenzt. Ein neues Verfahren hat die Kontakte erheblich verbessert  und könnte so dazu beitragen, die Verluste der Ladungsträger zu reduzieren: In einem gemeinsamen Forschungsprojekt vom Institut für Materialien und Bauelemente der Elektronik (MBE) an der Leibniz Universität Hannover und dem Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH) ist es Dr. Udo Römer in seiner Promotionszeit gelungen, die neuartigen Kontakte herzustellen.

Eine Solarzelle besteht im Wesentlichen aus reinem Silizium, dort wird Licht eingefangen, das positive und negative Ladungsträger erzeugt. Damit sie als Strom genutzt werden können, müssen die verschiedenen Ladungsträger über unterschiedlich behandelte Bereiche des Siliziums an Vorder- und Rückseite abgeführt werden. Dazu braucht man beidseitig Kontakte aus Metall, über die die Ladungsträger weitergeleitet werden. An dieser Stelle  beim Übergang vom Metall zum Silizium und umgekehrt  kommt es bislang zu hohen Verlusten an Ladungsträgern.

Hier setzen nach Angaben von Prof. Dr.-Ing. Tobias Wietler, der die Promotion von Dr. Udo Römer als Doktorvater betreut hat, die neu entwickelten, sogenannten POLO Kontakte an. POLO steht für polycrystalline Silicon on Oxide und beschreibt die nun neu verwendeten Schichten. Um die positiven Ladungsträger auf der einen und die negativen Ladungsträger auf der anderen Seite der Solarzelle zu extrahieren, hat Dr. Römer je eine weitere Schicht Silizium für die POLO Kontakte benutzt, allerdings eine mit einer anderen Struktur als im Inneren der Zelle. Das polykristalline, leitfähige Silizium wird als dünne Schicht auf einem hauchdünnen Film aus Siliziumoxid aufgetragen. Diese isolierende Zwischenschicht passiviert die Kontakte.

Durch Erhitzen auf Temperaturen um die 800 Grad Celsius entstehen winzig kleine Poren in der darunter liegenden Passivierung. Der Durchmesser der Poren liegt im Nanometerbereich. Durch sie können die Ladungsträger nahezu verlustfrei über die polykristalline Siliziumschicht und die Metallkontakte weitergeleitet werden. Die Verluste können so um einen Faktor 100 reduziert werden. Die sogenannten POLO Kontakte vereinen daher eine effiziente Stromextraktion aus der Solarzelle mit einer exzellenten Passivierung. Mit seiner Arbeit hat Dr. Römer einen Grundstein für eine zukunftsweisende Technologie gelegt, die eine weitere deutliche Wirkungsgradsteigerung erlaubt und auf existierenden Produktionsplattformen hergestellt werden kann, erklärt Prof. Dr. Robby Peibst, der die Forschungsarbeiten zu passivierenden Kontakten am ISFH leitet. Die Aussichten auf industrielle Anwendung seien deshalb sehr gut. Dr. Römer hat in seiner Arbeit die Möglichkeiten des ISFH, des MBE, aber auch des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering an der Leibniz Universität Hannover gut ausgenutzt. Das zeigt, wie fruchtbar die Zusammenarbeit von ISFH und Leibniz Universität ist, ergänzt Professor Wietler.

Für seine Forschung ist Dr. Udo Römer gemeinsam mit Dr.-Ing. Frank Feldmann vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg mit dem SolarWorld Junior Einstein Award 2016 ausgezeichnet worden. Dr. Römer forscht seit Kurzem an der University of New South Wales (Australien) als Postdoc.
(stk. u. ü. Pm.)

 

 

 

 

 

 

 

Linke: Abschied vom Ausstieg aus dem Flughafen

Zum gestrigen Ratsbeschluß über die weitere Zukunft des Verkehrsflughafens Essen-Mülheim schreibt heute die Linke:

„Mit dem gestrigen Ratsbeschluss zum Flughafen Essen-Mülheim wird faktisch der vor Jahren gefasste politische Beschluss des Rats der Stadt Essen aufgehoben, schnellstmöglich aus dem Flughafen Essen/Mülheim „auszusteigen“.

„Wir haben die Verwaltungsvorlage gestern abgelehnt, weil damit der Flughafenausstieg auf den Auslauf der Nutzungsverträge 2034 verschoben wird,“ so Ratsherr Yilmaz Gültekin. „Jetzt bleibt es erst mal dabei: Wenige Nutzer verursachen eine Menge Lärm für viele Menschen. Zudem wird es noch richtig teuer für die Stadt Essen, die die Subventionen für den Flughafen zahlt, aber nichts von den Gewerbesteuereinnahmen hat, die allesamt nach Mülheim gehen. Außerdem könnte die Fläche zumindest teilweise für neue Wohnungen und Gewerbe mit flacher Bebauung genutzt werden – auch das ist nun aufgeschoben.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat deshalb den Antrag der Grünen unterstützt, der durch die Umwidmung des Flugplatzes in einen Sonderlandeplatz für den Aero-Club einen Ausstieg bis zum Jahr 2024 ermöglichen würde. Nach dem von der Großen Koalition unter den Teppich gekehrten Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Lenz und Johlen wäre auch ein früherer Ausstieg möglich gewesen, wenn die Flughafenbetreiber mögliche Regreßforderungen der Nutzer in Kauf genommen hätten, die aber unter den Zuschüssen gelegen hätten.

„Man fragt sich, was die Große Koalition geritten hat, die Interessen der vielen vom Fluglärm betroffenen Anwohner/innen des Flughafens Essen-Mülheim so zu verkaufen“, so Wolfgang Freye, Mitglied im Planungsausschuss. „Wenn Thomas Rotter, Vorsitzender des Planungsausschusses, die Entscheidung selbst in einen Zusammenhang mit der gemeinsamen Nahverkehrsgesellschaft bringt, kann man sich einen Teil denken. Anscheinend ist die Entscheidung ein Antrittsgeschenk für die Stadt Mülheim, von der Essen eigentlich gar nichts hat.“

(ü. Pm.)

Kommentar: Trump auch in Deutschland ein Thema

Es ist ein Medienspektakel, das nicht nur die Bürger der USA stärker bewegt, als man das von früheren Wahlen um das Weiße Haus kannte. Dabei sind es nach der Beurteilung amerikanischer Kommentatoren weniger die Themen, die die Menschen berühren, als die menschliche Inszenierung von Themenlosigkeit, wie sie Trump in fast infantiler Weise in die amerikanischen Medien produziert. Dabei ist nicht einmal erkennbar, ob hinter den Possenspielen des Kandidaten überhaupt ein Konzept politischer Vision existiert, denn der Kandidat verweigert sich mit albern anmutenden Gesten immer dann, wenn eine Konfrontation mit Fakten und der Realität droht. Emotion als Empfehlung an eine durch die Mechanismen der Werbeindustrie entpolitisierte Masse? Man würde bei dieser Annahme Stereotype und Antiamerikanismus fördern und täte jenen US-Bürgern unrecht, die sehr wohl sehen, was für eine Gefahr dieser Donald Trump für ihr Land heraufbeschwört. Auch sind die weiteren Entwicklungen des dortigen Wahlkampfes noch nicht festgeschrieben und die Hoffnungen auf einen Sieg der Vernunft nicht aufgegeben. Es lohnt aber die Betrachtung auf Entwicklungen in unserem eigenen Land zu richten, denn das, was wir hier als populistische Tendenzen wahrnehmen, lässt sich mit der Infantilität jenseits des Atlantik durchaus vergleichen. Emotion statt Realismus, kindliche Gefühlswelten stellen die heutige Bedrohung der demokratischen Grundordnungen dar. Jene sind nämlich abhängig von dem durchschnittlichen Bildungsgrad des Souveräns „Wähler“. Aristoteles hatte dieses schon erkannt und forderte für den Normalbürger politische Kompetenz ein. In der Philosophie unter dem Begriff Summierungsthese auf Aristoteles zurückgeführt, steht die Annahme, dass eine größere Gruppe von Menschen eine bessere Entscheidung herbeiführen kann, als es Einzelne, oder gar Experten könnten. In der Moderne auch als Kollektive Intelligenz diskutiert, kann aber aus dem Intelligenzniveau einer Gesellschaft keine Prognose über eine Vernunftwahl abgeleitet werden. Ganz im Gegenteil zu den medialen Steuerungsmechanismen, die rein auf empirische Datenerhebung bauen und nach den Regeln der Verhaltenspsychologie das Mittel dem Zweck überordnen. Und hier spielt die Emotion die erste Geige im Meinungskonzert, weit vor den piano erklingenden Tönen der Vernunft. Letzterer ihren Platz zu sichern bedarf es der steten Wachsamkeit, nicht nur jenseits vom Atlantik.

Die Titelgrafik stammt von Anders Marklund, Arjeplog in Nordschweden. anders

Der am Polarkreis lebende Anders Marklund ist ein über Schweden hinaus viel beachteter Zeichner und Maler. Seine z. T. gesellschaftskritischen Bilder und Karrikaturen behandeln neben Lokalentwicklungen auch internationale Themenstellungen.

Hans-Joachim Steinsiek

Stadt Essen legt für 2017 erstmalig ausgeglichenen Haushalt vor

Die Stadt Essen plant für 2017 den ersten Haushaltsausgleich seit 25 Jahren. Der am 28. September in den Rat der Stadt eingebrachte Entwurf sieht für den Planungszeitraum von fünf Jahren jährlich wachsende Überschüsse vor. Die geplanten Haushaltsüberschüsse steigen von 8 Millionen Euro in 2017 auf über 75 Millionen im Jahr 2021 an. Damit gelangt ein seit Ende 2009 konsequent eingeschlagener und insbesondere auf Personalabbau und Sachkostenreduzierungen gestützter Sanierungskurs zu dem angestrebten Ziel. In den letzten sieben Jahren konnte damit das Defizit von ursprünglich geplanten 410 Millionen Euro kontinuierlich abgebaut werden.

„Der ausgeglichene Haushalt ist ein wichtiger Schritt für die Handlungsfähigkeit unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Haushaltskonsolidierung der letzten Jahre und die zusätzlichen Aufgaben zur Aufnahme, Unterbringung und Integration von tausenden Asylbewerbern und Flüchtlingen haben Stadt und Stadtverwaltung vor große Herausforderungen gestellt. Mit den geplanten Haushaltsüberschüssen können wir jetzt wieder investieren.“

„Es ist gut, wenn ein Plan aufgeht“, so Stadtkämmerer Lars Martin Klieve, „allerdings kommen uns auch externe Effekte zu Hilfe.“ Von dem aktuellen Niedrigzinsniveau profitiert die mit 2,5 Milliarden Euro Kassenkrediten am höchsten verschuldete Stadt Deutschlands in besonderer Weise. Auch die Entlastung der kommunalen Ebene durch den Bund trägt zu der günstigen Entwicklung bei. Zudem enthält der Haushaltsplan 2017 noch 90 Millionen Euro Hilfen aus dem Stärkungspakt NRW, die in den beiden folgenden Jahren abgeschmolzen werden. Ab 2020 weist die Planung dann einen Haushaltsausgleich ohne Hilfen aus.

Im laufenden Jahr musste die Stadt Essen wegen der hohen Kostenbelastung aus Flüchtlingsunterbringung ihre ambitionierte Planung mit einem Nachtragshaushalt anpassen und darin das Defizit um das zehnfache auf 37,3 Millionen Euro erhöhen. Insgesamt trägt die Stadt Essen im Jahr 2016 mit über 65 Millionen Euro kommunalem Geld mehr als die Hälfte der Gesamtaufwendungen zur Flüchtlingsunterbringung.

Nachdem 2014 bereits erstmalig nach 32 Jahren effektiv Schulden getilgt werden konnten, sollen die jetzt planmäßig wachsenden Überschüsse ebenfalls zur Reduzierung der erheblichen Schuldenlast und des damit verbundenen Zinsänderungsrisikos verwendet werden. Darüber hinaus kann die Verwaltung künftig wieder verstärkt wichtige Investitionen in die Infrastruktur der Stadt planen. Oberbürgermeister Thomas Kufen: „Mit einem auf fünf Jahre angelegten Sonderprogramm wollen wir wieder verstärkt in mehr Personal, insbesondere im Bereich des JobCenters, in Schulen, Kindertagesstätten, Brücken, Tunnel, Straßen, Wege und Plätze in unserer Stadt investieren.“

Der Haushaltsentwurf wurde am 28.9. in den Rat der Stadt eingebracht und voraussichtlich in der Novembersitzung entschieden.

(ü. Pm.)

A40: nächtliche Sperrungen im Ruhrschnellwegtunnel

Wegen Reinigungsarbeiten sperrt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr den A40 Ruhrschnellweg-Tunnel in Essen.

Der Tunnel ist in der Nacht von Freitag (30.9.) auf Samstag (1.10.) von 20 bis 1 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund und am Samstag (1.10.) in Fahrtrichtung Duisburg von 0 bis 5 Uhr voll gesperrt. Die innerstädtische Auffahrt Essen-Zentrum (Ost) auf die A40 in Fahrtrichtung Duisburg ist ebenfalls in der Zeit von 0 bis 5 Uhr gesperrt.

Die Arbeiten finden bewusst in den verkehrsärmeren Nachtstunden statt. Umleitungen sind ausgeschildert.

(ü. Pm.)

Steinzeitliche Geräte in Werden entpuppen sich als seltene „Mitreisende“

Auf einer Baustelle in Werden wurden in der letzten Woche nicht nur mehrere Feuersteinknollen, sondern auch einige steinzeitliche Geräte aus Feuerstein gefunden. Die Fundstücke, die den Menschen in der Jungsteinzeit zum Schaben und zum Schneiden dienten, gehören aber nicht, wie anfangs vermutet, zum Fundort.

Durch den Stadtarchäologen Dr. Hopp konnte nachgewiesen werden, dass die Erde, in der sich die Fundstücke befanden, vor über 50 Jahren zusammen mit Schotter angeschüttet wurde. Woher die Fundstücke ursprünglich stammen könnten, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Die Stadtarchäologie geht davon aus, dass die steinzeitliche Fundstelle vollständig zerstört und die Überreste mitsamt der Erde in Essen-Werden abgeladen wurde.

„Solche Funde sind sehr selten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für Archäologen wichtig, denn in der Regel zeigen steinzeitliche Geräte an, dass an dem Fundort auch wirklich Menschen lebten. In den Innenstädten kann das aber gelegentlich auch anders sein,“ so Dr Hopp. Bereits 1954 fand sich im Straßenschotter in Dellwig ein steinzeitliches Beil und vor etwa 25 Jahren gelang in der Hildesheimer Straße in Frintrop spektakulärer Fund. Damals wurde ein Steinbeil in einem Pflanzkübel gefunden.

(ü. Pm.)

Neuer Bebauungsplan für „Aldi Campus“ in Essen-Kray

Das Essener Unternehmen ALDI-NORD möchte in Essen-Kray für seine Zentrale und Hauptverwaltung ein neues Gebäude bzw. Gebäudeensemble (Campus) errichten.

Im Vorlauf dazu hat ALDI-NORD einen Architektenwettbewerb durchgeführt, aus das Büro „BN Architekten“ (Borchardt und Nentwig, Hamburg) als Sieger hervorgegangen ist. Dieser Entwurf soll die Grundlage für einen entsprechenden Bebauungsplan darstellen.

Das entsprechende B-Plan-Verfahren soll schnell begonnen werden, daher wurde der Rat bereits heute (28.9.) darüber informiert. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung sowie die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sollen noch in diesem Jahr – voraussichtlich Im November – durchgeführt werden. Damit wird sichergestellt, dass der mit ALDI-Nord verabredete Zeitplan eingehalten werden kann, welcher den Satzungsbeschluss im Herbst/ Winter 2017 vorsieht.

Die Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens ist erforderlich, weil für das Baugebiet zwar bereits verbindliches Planungsrecht besteht (gemäß B-Plan 4/06, Schönscheidtstraße/ Am Zehnhof/ Eckenbergstraße), das jedoch für das geplante Bauvorhaben angepasst werden muss.

Das Vorhaben von ALDI-Nord stellt einen wichtigen Baustein für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Stadt Essen dar.

(ü. Pm.)

Rat der Stadt Essen beschließt angepasstes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingszahlen hat der Rat der Stadt Essen heute (28.9.) ein angepasstes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet beschlossen.

Zurückstellung von Bauvorhaben

Die Bauvorhaben von Flüchtlingsunterkünften an folgenden Standorten werden bis auf weiteres zurückgestellt:

Prosperstraße (150 Plätze, Stadtbezirk IV),
Hubertstraße (250 Plätze, Stadtbezirk I),
Antropstraße (100 Plätze, Stadtbezirk VIII),
Lahnbeckestraße (200 Plätze, Stadtbezirk VII),
Wallneyer Straße (400 Plätze, Stadtbezirk IX),
Spielkampsweg (400 Plätze, Stadtbezirk III),
Vaestestraße (400 Plätze, Stadtbezirk VIII),
Beisekampsfurth/ Matthias-Stinnes-Stadion (400 Plätze, Stadtbezirk V).

Gänzlich eingestellt werden die Vorhaben an dem Standort Im Fatloh im Stadtteil Bedingrade.

Gleichzeitig wird die Bebauung der Heißener Straße mit Flüchtlingsunterkünften bis auf weiteres zurückgestellt. Das bereits eingeleitete Bebauungsplanverfahren soll weiter geführt werden.

Ein Teil des Grundstücks an der Erbslöhstraße soll einer städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden. Im Einvernehmen mit den dort ansässigen Kleingärtnern soll dort Wohnbebauung entstehen.

Abbau der Zeltdörfer

Bereits leergezogen sind die Zeltdörfer:

Planckstraße in Holsterhausen,
Altenbergshof im Nordviertel und
Pläßweidenweg in Horst.

Planmäßig abgebaut werden die Zeltdörfer:

Am Volkswald in Heidhausen (8.10.),
an der Erbslöhstraße in Altenessen (4.11.),
im Beisekampsfurth in Karnap (11.11.) und
in der Bonifaciusstraße in Schonnebeck (15.11.).

Die Zeltdörfer, die ursprünglich bis zum Frühjahr 2017 aufgegeben werden sollten, können bereits bis zum 7. Oktober leergezogen werden:

Vaestestraße in Burgaltendorf,
an der Hamburger Straße in Frohnhausen und
der Levinstraße in Gerschede.

Weitere Entscheidungen

Der Rat hat außerdem beschlossen, eine Anmietung zum Opti-Gewerbepark nicht weiter zu verfolgen. Erste Sondierungsgespräche haben ergeben, dass eine befristete Anmietung der Unterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll sei.

Verlängert werden die bestehenden Verträge des Handballleistungszentrums an der Raumerstraße in Frohnhausen (bis 30.4.2017), des Bildungshotels Karolinger Straße im Nordviertel (bis 31.8.2017) sowie des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie Lüschershofstraße in Bergeborbeck (bis 31.8.2017).

Die Verwaltung will darüber hinaus alternative Standortkonzepte für einzelne der bisherigen Übergangswohnheime überprüfen. Die Planungen sollen sowohl dringend notwenigen Wohnungsbau berücksichtigen als auch den Bedarfen nach Schul- und Kindergartenplätzen gerecht werden. In den kommenden Monaten sollen dazu Einzelentscheidungen durch den Rat getroffen werden.

(ü. Pm.)

Grüne: ÖPNV-Angebote am Abend, in der Nacht und am Wochenende verbessern

In der Ratssitzung am 28. 9. 2016 beantragt die Ratsfraktion der Grünen, dass bei der weiteren Bearbeitung des Nahverkehrsplans zusätzliche Angebotsverbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs am Abend, in der Nacht und am Wochenende eingeplant werden sollen.

Dazu erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Das derzeitige Bus- und Bahnangebot in den Abend- und Nachtstunden in Essen ist einer Großstadt nicht würdig. Derzeit findet eine Umstellung vom 15-Minuten-Takt auf einen 30-Minuten-Takt bereits ab 21 Uhr statt. Straßen- und U-Bahnlinien werden nur bis 23 Uhr betrieben. In Düsseldorf oder Dortmund fahren Straßen- und U-Bahnen dagegen bis Mitternacht und darüber hinaus. Durch eine Taktverdichtung und Ausdehnung des Abend- und Nachtverkehrs ließen sich in Essen deutlich mehr Fahrgäste gewinnen. Auch am Wochenende sollten bei besonders stark frequentierten Linien kürzere Taktzeiten gewählt werden.

Im Rahmen der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt haben wir uns das Ziel einer Steigerung des ÖPNV-Anteils bei der Verkehrsmittelwahl von derzeit 19 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2035 gestellt. Die von uns geforderten Angebotsverbesserungen sind lediglich erst Schritte zur Erreichung dieses Zieles, denen noch weitere folgen müssen.“

(ü. Pm.)