Ausbildungsprogramm für das Ruhrgebiet wird aufgestockt

Die RAG‐Stiftung und das NRW‐Arbeitsministerium weiten ihr gemeinsames Ausbildungsprogramm für das Ruhrgebiet aus. 80 neue Plätze an vier neuen Standorten – Marl, Bochum, Herne und Gelsenkirchen – werden eingerichtet. Dafür stellen die Partner je weitere 500.00 Euro pro Ausbildungsjahr für das Programm „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ bereit. So werden Jugendliche, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, zunächst außerbetrieblich ausgebildet. Im Rahmen des Projekts sollen sie dann möglichst schnell in eine betriebliche Lehrstelle vermittelt werden. Die Jugendlichen durchlaufen bis dahin Praxisphasen in Kooperationsbetrieben und werden ansonsten in Bildungseinrichtungen auf die betriebliche Ausbildung vorbereitet. Im Unterricht erhalten sie u.a. Bewerbungstraining, Bildungslücken werden aufgearbeitet und kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert. Die Teilnehmer können sich in unterschiedlichen Berufen ausbilden lassen, darunter KFZ-Mechatroniker, Tierpfleger, Tischler, Chemikant, Anlagenmechaniker, Friseur, Lagerist sowie zu Kaufleuten für Büromanagement. Das Programm „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ wird seit 2008 vom Land NRW im Ruhrgebiet durchgeführt. Infos unter www.rag-stiftung.de

Das Judentum entdecken – Öffentliche Führung durch die Alte Synagoge

Die Dauerausstellung der Alten Synagoge zur Jüdischen Kultur im Allgemeinen und dem Jüdischen Leben in Essen kann am Sonntag, 6. November, um 15 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Führung besichtigt werden. Der Eintritt kostet 3 Euro beziehungsweise ermäßigt 2 Euro.

Die Ausstellung selber ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mit Unterstützung der Stiftung Alte Synagoge konnte durch das LVR-Zentrum Medien und Bildung in Düsseldorf ein Audioguide erstellt werden, der durch 31 Tondateien auf Deutsch und Englisch vertiefte Informationen zur Dauerausstellung vermittelt. Die Kopfhörer können gegen Pfand bei der Pförtnerloge ausgeliehen werden.

Informationen zur Alten Synagoge:
Die Alte Synagoge wurde 1913 eingeweiht und ist bis heute eines der größten freistehenden Synagogengebäude nördlich der Alpen. Sie konnte ihrem eigentlichen Zweck als jüdisches Gotteshaus allerdings nur bis zu den Pogromen 1938 erfüllen. Aufgrund der massiven Stahlbauweise war es den Nationalsozialisten unmöglich, das Gebäude zu sprengen; auch die Bombardements während des zweiten Weltkriegs überstand das Gebäude äußerlich ohne größere Schäden. 1959 erwarb die Stadt Essen das Gebäude und führte eine „Entkernung“ (Beseitigung des Torahrollen-Schrankes und der Frauenempore) im Innenraum durch, um die Räumlichkeiten als Ausstellungsstätte für Industriedesign nutzen zu können. Nach einem Brand im Jahr 1979 wurde die Alte Synagoge 1980 als Gedenkstätte und politisch-historisches Dokumentationsforum genutzt, Mitte der 80er Jahre eine Teilrekonstruktion des ursprünglichen Synagogenraums vorgenommen. Seit Juli 2010 dient die Synagoge als kulturelle Begegnungsstätte mit angeschlossener Dauerausstellung. Diese ist in fünf Bereiche gegliedert: Quellen jüdischer Traditionen, Jüdische Feste, jüdischer „Way of Life“, die Geschichte der Alten Synagoge selbst und der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Essen.

(ü. Pm.)

Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ appelliert an die Fraktionsvorsitzenden Kauder und Oppermann

Mit einem eindringlichen Appell an die Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder (CDU/CSU) und Thomas Oppermann (SPD) fordert das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ eine gerechte Verteilung der von der Großen Koalition in Berlin zugesagten Milliarden Euro Bundesmittel für die Kommunen.

Der überparteiliche Zusammenschluss von 70 Kommunen aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern widerspricht massiv dem in erster Lesung im Bundestag beratenen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Die Bündnissprecher Oberbürgermeisterin a.D. Dagmar Mühlenfeld (SPD) aus Mülheim an der Ruhr, Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis (CDU) aus Pirmasens und die Finanzdezernenten Uwe Bonan (Mülheim an der Ruhr), Dr. Johannes Slawig (Wuppertal) und Dieter Feid (Ludwigshafen) erwarten von den Fraktionschefs für die weiteren Beratungen in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages ein klares politisches Signal.

Angelehnt an eine Lebensweisheit aus Goethes „Faust“ und die Erinnerung an Alexander den Großen beim Trennen kunstvoll verknüpfter, unauflöslich geltender Seile fordern Sie Kauder und Oppermann auf: „Der Worte sind genug gewechselt. Auf eine Reihe von Briefen, Resolutionen und auch persönliche Gespräche mit Ihnen verweisend, bitten wir Sie beide herzlich: Hauen Sie den „gordischen Knoten“ durch und erfüllen Sie das im Koalitionsvertrag verankerte Versprechen, die finanzschwachen Kommunen zu entlasten! Der Verteilungsschlüssel des letzte Woche in erster Lesung im Deutschen Bundestag beratenen Gesetzentwurfes zur finanziellen Entlastung der Kommunen mit 5 Milliarden Euro Bundesmitteln ist falsch. Er stärkt nicht die finanzschwachen, sondern die reichen Städte und Gemeinden. Wenn es gerecht zugehen soll, muss die Verteilung vollständig über die Kosten der Unterkunft erfolgen.“ Würden die von den Gemeinden aufzubringenden Kosten der Unterkunft für Sozialschwache als Verteilungsschlüssel herangezogen, wäre sinnvoll geholfen – so das Aktionsbündnis.

Die Stadt Essen, Mitglied im Aktionsbündnis, unterstützt dieses Votum an die Fraktionsvorsitzenden der Großen Koalition in Berlin: „Wir vertrauen auf unsere Wahlkreisabgeordneten, dass Sie in ihren Fraktionen eindringlich für eine Änderung des bisherigen Verteilungsvorschlages werben,“ so Oberbürgermeister Thomas Kufen.

„Die Haushalte der strukturschwachen Städte sind maßgeblich durch die steigende Inanspruchnahme der überwiegend von den Kommunen getragenen Kosten der Unterkunft nach dem SGB II belastet. Eine Anhebung des Bundesanteiles an den Kosten der Unterkunft würde treffsicher die schwächsten Kommunen entlasten und ihnen die notwendige Planungssicherheit geben,“ erläutert Stadtkämmerer Lars-Martin Klieve.

(ü. Pm.)

A52 – Sperrung der Auffahrt Essen-Haarzopf

Die Straßen.NRW Niederlassung Ruhr wird im Zuge der Baumaßnahme A52 zwischen Kettwig und Rüttenscheid die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Haarzopf in Fahrtrichtung Düsseldorf ab dem 2.11. sperren. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Die Sperrung der Auffahrt wird bis zum 16.11. andauern. Danach wird die Auffahrt wieder für den Verkehr geöffnet.

Im Zuge der Sperrung werden an der Auffahrt Arbeiten an den Schutzeinrichtungen, Kanälen sowie weiteren Versorgungsleitungen stattfinden. Gleichzeitig werden Arbeiten an den Asphaltschichten ausgeführt.

Während der Umbaumaßnahmen wird die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid geöffnet sein.

(ü. Pm.)

Schaffung von mehr Gesamtschulplätzen – Grüne: Neustart für Gesamtschule Süd kann nur erster Schritt sein

Angesichts des Vorschlages der Stadtverwaltung, die Gesamtschule Süd zu reaktivieren, erklärt Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Die Grüne Ratsfraktion unterstützt den Vorschlag, die Gesamtschule Süd an der Frankenstraße mit einem Neustart und modifiziertem pädagogischem Konzept wiederzubeleben. Falls die Wiedereröffnung tatsächlich erst im Schuljahr 2020/21 geplant sein sollte, wäre dies viel zu spät. Essen hat jetzt, nicht erst in 4 Jahren den Bedarf für ein bis zwei weitere Gesamtschulen.

Bei der Entwicklung der Neu-Konzeption der Gesamtschule Süd sollten interessierte Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie die gesellschaftlichen Gruppen frühzeitig eingebunden werden. Weiterhin ist auf eine intensivere Zusammenarbeit mit den unmittelbar anliegenden Stadtteilen und ihren Schulen, insbesondere in Stadtwald, Rellinghausen und Heisingen, zu achten. Dadurch besteht die Chance, dass die benachbarten Stadtteile diese Gesamtschule auch als ihr lokales Bildungs- und Kulturzentrum anerkennen.

Wir kritisieren, dass die Schulverwaltung sich nur zu einer halbherzigen, scheinbar geräuschlosen Lösung durchgerungen hat. Weitere Auseinandersetzungen über unterbesetzte einzelne Gymnasialstandorte sollten wohl verhindert werden.

Der akute Mangel an Gesamtschulplätzen in Essen ist mit dem Vorschlag der Verwaltung noch nicht behoben. Für viele Eltern stellt diese Schulform mit seinem G 9 eine gute Alternative zum achtjährigen Gymnasium dar. Wir sehen die Verwaltung daher in der Pflicht darzulegen, wo in dieser Stadt noch eine weitere Gesamtschule aufgebaut werden kann.“

(ü. Pm.)

Gelsenkirchen gehört zu den nachhaltigsten Großstädten

Die Stadt Gelsenkirchen ist Anfang Oktober für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) 2016 nominiert worden und gehört damit jetzt schon zum engsten Kreis der drei nachhaltigsten Großstädte Deutschlands – zusammen mit Nürnberg und Hannover. Der Preis ist die nationale Auszeichnung für Nachhaltigkeitsengagement und einer der renommiertesten Preise seiner Art in Europa. Träger ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen.

Als Anerkennung für die Nominierung ist der Stadt Gelsenkirchen jetzt durch die Jury eine Stele überreicht worden, die die Stadt als nachhaltige Großstadt auszeichnet. In der Begründung zur Nominierung hatte die Jury hervorgehoben, mit welcher Innovationsfreude in Gelsenkirchen an vielen Stellen das industrielle Erbe als Chance begriffen werde. Wo anderswo ehemalige Industriegelände brach lägen, packe hier die Stadt an: „Mit nachhaltigen und kreativen Konzepten wie dem postindustriellen ‚Urwald Rheinelbe‘.

Gelsenkirchen hatte sich vor allem mit seinem starken Schwerpunkt der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) beworben. Für diesen Ansatz war der Stadt bereits 2012 der Sonderpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises verliehen wurde. Außerdem ist Gelsenkirchen dafür bereits vier Mal von der Deutschen UNESCO-Kommission als Stadt der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden.

Ob Gelsenkirchen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhält, wird am Abend des 25. November 2016 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in Düsseldorf bekannt gegeben. Die Auszeichnung ist mit einer Fördersumme von rund 35.000 Euro verbunden, die von der Allianz Umweltstiftung für Nachhaltigkeitsprojekte zur Verfügung gestellt wird.

(ü. Pm.)

Bundestagsabgeordnete Jutta Eckenbach bietet Bürgersprechstunde in Steele Horst

Zu einer offenen Bürgersprechstunde lädt am Donnerstag, den 03. November 2016 in der Zeit von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr die CDU Essen Horst in das Café Theodor Ruhrmann, Dahlhauser Straße 180 in Steele Horst ein. Zu Gast wird auch die Bundestagsabgeordnete für den Essener Osten Jutta Eckenbach sein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, aktuelle politische Themen zu besprechen und ihre Anliegen loszuwerden. „Ich freue mich, dass Jutta Eckenbach sich immer wieder die Zeit nimmt, um mit den Bürgern hier vor Ort zu sprechen. Das zeigt, dass ihr die Anliegen und Sorgen der Bürger wichtig sind, “ so die Vorsitzende der CDU-Horst Nicole Markner. Weitere, regelmäße Sprechstunden sind geplant, um mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben.

(ü. Pm. )

Radwege in Essen werden besser ausgeschildert: Bau- und Verkehrsausschuss beschließt Finanzierung

Von Radfahrstreifen, Radwegen und Fahrradstraßen im Stadtgebiet bis zu den ehemaligen Trassen der Zechenbahnen im Grünen: Fahrradfahrern stehen in Essen mehr als 350 Kilometer an Radwegen zur Verfügung. Das Radverkehrsnetz gliedert sich dabei in das etwa 200 Kilometer lange Hauptroutennetz, das die Innenstadt mit den Stadtbezirken verbindet, und das Ergänzungsnetz, das die Netzverdichtung innerhalb der Stadtbezirke und Stadtteile herstellt. Über 100 Kilometer des Radverkehrsnetzes sind bereits mit speziellen Radwegweisern ausgestattet, die für die richtige Orientierung sorgen.

Ab 2017 können sich Radfahrer jetzt auf mehr hilfreiche Schilder freuen. Neben Wegweisern für das gesamte Hauptroutennetz wird dann auch das Ergänzungsnetz, das die unterschiedlichen Hauptrouten miteinander verbindet, ausgeschildert. Abrupt endende Wegweisungen an Kreuzungen und Abzweigungen gehören damit bald der Vergangenheit an.

In diesem Zuge werden auch die Erlebnisrouten Süd, Nord und West sowie die „Wasser-Route“, die „Natur-Route“, die „Stadt-Route“ und die „Tal-Route“ des Projektes „Essen.Neue Wege zum Wasser“ vollständig an die Wegweisung angebunden. Damit ist die Grundlage gelegt, nicht nur innerstädtische Radverbindungen noch attraktiver zu machen.

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat heute (27.10.) die ersten Mittel für den Baubeginn und vorbereitende Arbeiten ab Ende 2016 genehmigt. Endgültig fertiggestellt ist die Beschilderung voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018.

Insgesamt kostet die Maßnahme rund 247.200 Euro und wird zu 75 Prozent durch das landesweite Förderprogramm Kommunaler Radwegebau finanziert. Die Stadt selbst investiert 61.800 Euro.

(ü. Pm.)

Lawrence Abu Hamdan erhält den Internationalen Nam June Paik Award 2016. Der nationale Preis geht an Tamaki Watanabe und Walter Zurborg.

Zum achten Mal wurden am Donnerstag, 27. Oktober der von der Kunststiftung NRW mit 25.000 Euro dotierte Internationale Nam June Paik Award und der mit 15.000 Euro dotierte Nationale Nam June Paik Award verliehen. Die Jury hat einstimmig Lawrence Abu Hamdan mit seiner Installation „Earshot“ (2016) als Sieger des Internationalen Nam June Paik Award 2016 bestimmt. Der nationale Preis ging an Tamaki Watanabe und Walter Zurborg. Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, und Staatssekretär Bernd Neuendorf, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichten die Preise in feierlichem Rahmen im Museum Folkwang.

paik-award-2016_lawrence-abu-hamdan-_2017_10_27

Lawrence Abu Hamdan

Die Werke aller vier für den internationalen Preis nominierten Künstlerinnen und Künstler sind vom 28. Oktober 2016 – 8. Januar 2017 in einer Ausstellung im Museum Folkwang, Essen, zu sehen: Lawrence Abu Hamdan (Beirut, Libanon und London, Großbritannien), Trisha Baga (New York, USA), Neïl Beloufa (Paris, Frankreich) und Katja Novitskova (Amsterdam, Niederlande und Berlin, Deutschland).

paik-award-2016_jury_curtis_zaatari_quaghebeur_mytkowska_2017_10_27

Die Preisträger Jury, Curtis, Zaatari, Quaghebeur, Mytkowska

Der internationalen Jury gehörten an: Dara Birnbaum, Künstlerin (New York, USA), Dr. Penelope Curtis, Direktorin Calouste Gulbenkian Museum (Lissabon, Portugal), Joanna Mytkowska,  Direktorin Museum of Modern Art (Warschau, Polen), Rolf Quaghebeur, Direktor Argos, Center for art and media (Brüssel, Belgien) und  Akram Zaatari, Künstler (Beirut, Libanon).

Die Jury begründet ihr Urteil: „Mit seiner Installation hat Lawrence Abu Hamdan einen offenen Raum geschaffen, in dem wir uns präzise auf seinen Gegenstand fokussieren können, das meint auf die Repräsentation und auf unsere eigene Rolle als Betrachter. Das Thema der Darstellung von Gewalt ist von großer zeitgenössischer Relevanz und der Künstler ermutigt uns, grundlegende moralische Fragen auf unterschiedliche Weise zu diskutieren.“ Die Jury hebt insbesondere hervor, auf welche Art und Weise Lawrence Abu Hamdan in seinem Werk wissenschaftliche Analyse mit einer ruhigen emotionalen Intensität kombiniert.

Für den Nationalen Nam June Paik Award 2016 waren Malte Bruns (Düsseldorf), Henning Fehr & Philipp Rühr  (Köln) und Walter Zurborg & Tamaki Watanabe (Goldenstedt) nominiert. Der Nationale Preis ermöglicht qua Preisgeld die Realisierung einer neuen Arbeit von Walter Zurborg & Tamaki Watanabe, welche in der Ausstellung zum Nam June Paik Award 2018 zu sehen sein wird.

Manuel Graf wurde 2014 mit dem Nationalen Preis (ehemals Förderpreis) ausgezeichnet und ist nun mit seiner Arbeit „Marbles“, 2016, im Museum Folkwang zu Gast.

Der nach dem Medienpionier Nam June Paik benannte Wettbewerb wurde 2002 im NRW-Forum in Düsseldorf erstmals durchgeführt und nach weiteren Stationen in Dortmund, Köln, Bochum und Krefeld kooperiert die Kunststiftung NRW bei der Durchführung und der Präsentation in diesem Jahr mit den Museum Folkwang in Essen. Von den hochwertigen Exponaten der Moderne aus der Sammlung Osthaus umfangen, zeigen die vier Shortlist-Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Preises komplexe Rauminstallationen.  Als Vertreter der sogenannten Post-Internet Art gehört für die Generation der in den 1980er Jahren Geborenen die Verschränkung von Realität und Digitalität zur alltäglichen Lebenswahrnehmung.

Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, betont, dass die Kunststiftung NRW dank des zukunftsorientierten Nam June Paik Awards am aktuellen künstlerischen Mediendiskurs teilnimmt: „Die zeitgenössische Kunst  hat sich schon längst auf den Weg gemacht, um die soziotechnische Hybridisierung zu erforschen und uns auf das neue Leben jenseits von Moderne und Postmoderne vorzubereiten“, so Behrens anlässlich der Preisverleihung.

„Der Name der Preises – Nam June Paik Award –  ist eine Hommage an den herausragenden Komponisten und Medienkunstpionier. Die Auszeichnung ergänzt die vielfältigen Aktivitäten unseres Landes in der Medienkunst. Der nationale Preis honoriert insbesondere die Arbeit junger Künstlerinnen und Künstler und stellt sie in einen internationalen Kontext. Mein herzlicher Glückwunsch geht an Lawrence Abu Hamdan“, sagte Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf anlässlich der Verleihung.

Dr. Tobia Bezzola, Direktor des Museum Folkwang in Essen erklärt: „Das Museum Folkwang ist stolz, außerordentlichen Künstlerinnen und Künstlern wie Lawrence Abu Hamdan, Trisha Baga, Neïl Beloufa und Katja Novitskova ein Forum bieten zu können und darüber hinaus Manuel Graf als Preisträger des Nationalen Preises 2014 zu präsentieren. Sie alle gehören zu den herausragenden Medienkünstlern der Gegenwart.“

(ü. Pm.)

 

Literaturpreis Ruhr für den Lyriker Jürgen Brôcan

Der Lyriker, Essayist und Übersetzer Jürgen Brôcan erhält den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis Ruhr. Die Auszeichnung wird jährlich vom Regionalverband Ruhr (RVR) vergeben und vom Literaturbüro Ruhr organisatorisch und konzeptionell betreut.

Brôcans in kleinen Verlagen veröffentlichten Gedichte handeln von Schönheiten, die man leicht übersieht, von Erinnerungen und subtilen Wahrnehmungen. Nicht weniger preiswürdig sind seine Essays zum Ruhrgebiet und seiner Geschichte sowie sein übersetzerisches und editorisches Werk, u. a. mit Übertragungen ins Deutsche von Werken von Walt Whitman und Nathaniel Hawthorne. Mit dem Förderpreis des Literaturpreises Ruhr werden Sabine Vieweg (Duisburg) für ihre Erzählung „Malena“ und Martin Kasch (Köln) für seinen Text „Ein Rest Refrain“ ausgezeichnet. Die Jury wählte die beiden Beiträge aus 181 Einsendungen zum Wett-bewerbsthema „Musikgeschichten“ aus. Der Förderpreis ist mit je 2.555 Euro dotiert. Der Preis für den schriftstellerischen Nachwuchs, gestiftet vom Rotary Club Essen, geht an Verena von Plüskow (Duisburg) für ihren Wettbewerbsbeitrag „Der Ausflug“. Der Literaturpreis Ruhr wird 2016 zum 31. Mal verliehen. Zu den Preisträgern gehörten bisher u. a. Liselotte Rauner und Jürgen Lodemann, Ralf Rothmann und Marion Poschmann, Frank Goosen und Fritz Eckenga. Die öffentliche Preisverleihung findet statt am Freitag, 11. November 2016, um 19.30 Uhr im Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck.

(ü. Pm., idr)