Wiener Philharmoniker spielen in der Philharmonie Essen

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gehört zu den großen Traditionen des weltweiten Musiklebens. In über 90 Ländern wird das Ereignis aus dem schmuckvollen Musikvereinssaal live übertragen. Wer wünscht sich da nicht, dieses weltberühmte Orchester einmal live zu erleben? In der Philharmonie Essen bietet sich schon bald die Gelegenheit dazu:

Am Dienstag, 24. Januar 2016, um 20 Uhr werden die Philharmoniker den legendären Wiener Klangstil nach Essen tragen. Die Erfolgsgeschichte des Klangkörpers begann Mitte des vorletzten Jahrhunderts: Ein Konzert im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg unter der Leitung von Otto Nicolai am 28. März 1842 gilt als Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker. Seitdem holt sich das bis heute in Selbstverwaltung organisierte Orchester die besten Dirigenten der Welt ans Pult. Dazu gehört auch Ingo Metzmacher, den man immer wieder gerne einlädt und der auch in Essen am Pult stehen wird.

Dirigieren wird er zwei Werke des russischen Repertoires: Neben der imposanten Sinfonie Nr. 11 g-Moll von Dmitri Schostakowitsch steht das populäre Violinkonzert D-Dur von Pjotr I. Tschaikowski auf dem Programm. Solist ist der amerikanische Geiger Joshua Bell. Das Stück lag ihm schon wie selbstverständlich in den Fingern, als er es 14-jährig seinem großen Lehrer Josef Gingold vorspielte. „Ich tue so, dass es schwer aussieht“, flachst er heute. „Als es geschrieben wurde, hielt man es für unspielbar.“ Auf seiner wertvollen Stradivari musiziert Joshua Bell regelmäßig mit den wichtigsten Orchestern. Seit 2011 ist er zudem Musikdirektor der Londoner Academy of St Martin in the Fields. Außerdem spielte er den Solopart in der oscarprämierten Filmmusik zu „Die rote Violine“ sowie im Soundtrack zum Hollywood-Thriller „Illuminati“.

Karten (Preis: € 70,00 bis 155,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelbild: Ingo Metzmacher (Foto: Harald Hoffmann) und Joshua Bell (Foto: Tomothy White).

(ü. Pm.)

Im Süden Sonne und Nebel – Lokal bleibt es bei Dauerfrost

Mit dem Jahreswechsel stellt sich die Wetterlage um. Das gewaltige Hoch YÖRN muss zunehmend Tiefs und deren Wetterfronten Platz machen. In einigen Regionen rieseln dann auch im Flachland die ersten Flocken des Winters.

An Silvester setzt sich in den meisten Landesteilen das ruhige Hochdruckwetter fort. Sonne und zäher Nebel liegen dabei teils dicht beisammen. In einigen Flusstälern im Südwesten kann es auch wieder ganztägig grau bleiben. Auch nördlich einer Linie vom Ruhrgebiet bis nach Berlin bleibt der Himmel trüb. Dort kann gelegentlich auch ein wenig Sprühregen fallen. Im Nebel bleibt es bei Dauerfrost, auf den sonnigen Bergen wird es teils über 5 Grad mild.

An Neujahr ändert sich an der Wetterverteilung kaum etwas: Einem meist trüben Norden steht ein teils sonniger, teils aber auch nebliger Süden gegenüber. Abends zieht Richtung Nordsee Regen auf. Im Dauergrau reicht es teils kaum für minus 3 Grad, auf den Bergen zeigt das Thermometer hingegen milde 8 Grad an.

An den Folgetagen ändert sich die Wetterlage. Es wird zunehmend nasskalt, nur im Norden bleibt es noch relativ mild. Dazu ziehen Wetterfronten durch, die immer wieder Regen und teils auch Schnee bis in tiefere Lagen im Gepäck haben.

Bild: Wettervorschau
Quelle: www.WetterOnline.de

(ü. Pm.)

Was ist so nebenbei 2017 im Ruhrgebiet zu erwarten?

Ganz schön grün

Ab 2017 kann in der Ruhr bei Essen geschwommen werden. Im Juli eröffnet eine Badestelle am Seaside Beach Baldeney mit zwei Wasserflächen, die jeweils zehn mal 20 Meter groß sind. Sie werden durch Stege und Bojenketten begrenzt. Die Badestelle ist ein Projekt im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas“. Mit dem Titel darf sich die Stadt Essen 2017 schmücken. Zu den weiteren Höhepunkten des grünen Jahres gehören das Bürgerfest am 22. Januar im Grugapark und der „Tag der Bewegung“ am 2. Juli.

Infos: www.essengreen.capital

Reformatorisch

„Der geteilte Himmel“ lautet der Titel einer großen Ausstellung im Essener Ruhr Museum, die am 3. April startet. Die Schau zeigt bis zum 31. Oktober die Entwicklung der Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr vom Spätmittelalter bis heute auf. Knapp 1.000 zum Teil erstmals gezeigte Exponate aus über 150 Museen, Kirchen, Bibliotheken und Archiven veranschaulichen die politischen, sozialen und kulturellen Aspekte dieser Geschichte. Die Ausstellung ist der Höhepunkt des gemeinsamen Programms von Forum Kreuzeskirche Essen, Martin Luther Forum Ruhr und Ruhr Museum zum 500. Reformationsjubiläum.

Infos: www.der-geteilte-himmel.de

 Verspielt

Mit der „Arcade One“ kommt ein neues Spielereignis in das Ruhrgebiet. Am 23. und 24. April feiert die Veranstaltung in den Dortmunder Westfalenhallen Premiere. Im Mittelpunkt stehen die Stars des Gaming und das Thema Let’s Play. Youtuber, Streamer, Spieleentwickler und eSports-Profis sind vor Ort und gehen auf Tuchfühlung mit den Spielern. Zugesagt haben u.a. die Youtube-Größen Sarazar, Team PietSmiet, LeFloid und Fabian Siegismund. Abgerundet werden die Tage mit einem Showprogramm auf mehreren Bühnen mit Live-Let’s-Play, Cosplay und Musik. Dazu kommt eine große Ausstellungs- und Conventionfläche.

Infos: www.arcadeone.de

Abgefahren

Leinen los, heißt es am 30. April: Dann startet die vierte Schiffsparade auf dem KulturKanal. Rund 30 Schiffe – vom Kanu bis zum Fahrgastschiff – legen die Strecke vom Nordsternpark Gelsenkirchen zum Kaisergarten Oberhausen zurück. Am Zielort findet ein Fest in Kooperation mit dem Ruhrgebietswandertag statt. In den vergangenen Jahren lockte das farbenfrohe Spektakel tausende Besucher an die Ufer des Rhein-Herne-Kanals zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen. Einige Paradeschiffe bieten bereits Tickets für die Mitfahrt an. Infos und Tickets: www.kulturkanal.ruhr

Wiedervereint

The Kelly Family feiert ihr Comeback mit drei Auftritten in der Dortmunder Westfalenhalle. Da das Konzert der erfolgreichsten Familienband in Deutschland am 19. Mai innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war, wurden zwei Zusatztermine für den 20. und 21. Mai angesetzt. Dann werden Patricia, Joey, Kathy, Jimmy, John und Angelo Kelly, sowie Gründungsmitglied Paul Kelly ihre größten Hits präsentieren. Mit ihren Auftritten in Dortmund kehren sie dorthin zurück, wo alles begann. 1994 buchten die damaligen Straßenmusiker die Westfalenhalle auf eigenes Risiko und gaben ein Konzert vor 17.000 Zuschauern.

Infos: www.semmel.de

Stimmgewaltig

Star-Tenor Plácido Domingo feiert den Start seiner Welttournee zum 50. Bühnenjubiläum im kommenden Jahr in Gelsenkirchen. Am 27. Mai präsentiert der 75-jährige Spanier Giuseppe Verdis „Aida“ in der Gelsenkirchener Arena. Domingo steht dann selbst am Dirigenten-Pult. Mehr als 800 Darsteller – 90 Orchestermusiker, 150 Chorsänger, 85 Ballett-Tänzer und über 500 Statisten – setzen die Oper im Stadion in Szene. Unterstützt wird die Inszenierung von großflächigen LED-Projektionen.

Infos: www.aida-domingo.com

Historisch

1.000 Jahre Recklinghausen: Das feiert die Stadt 2017 mit einem Epochen-Spektakel vom 9. bis 11. Juni. Hunderte Mitwirkende laden an verschiedenen Orten zu Zeitreisen in die Vergangenheit ein. Dabei wird der Bogen über die Jahrhunderte gespannt: von der Entstehung bis in die Hoch-Zeit von Kohle und Stahl, als sich Recklinghausen zur Bergarbeiterstadt wandelt. Es gibt Musik, Gaukler, Ritterlager, Ritterspiele, Pest-Umzüge, Feuerspiele, Handwerker mit Mitmachangeboten, barocke Tänze, napoleonische und preußische Soldaten, historische Dampfmaschinen und vieles mehr. Bespielt werden mehrere Plätze in der Altstadt.

Infos: www.1000Jahre.re

Sportlich

Im kommenden Jahr erleben die Ruhr Spiele „Games“ ihre Neuauflage. Nach der erfolgreichen Premiere des internationalen Sport- und Kulturevents für Jugendliche im vergangenen Jahr gehen vom 15. bis zum 18. Juni erneut viele tausend Aktive in mehr als 100 Wettkämpfen an den Start. 13 olympische und vier Trend-Sportarten stehen auf dem Programm. Erstmals wird es drei Standorte mit unterschiedlicher Ausrichtung geben. Dortmund bietet Aktionsport und Festival, in Hagen starten die internationalen Wettkämpfe und Hamm ist Ort der europäischen Jugendbegegnung. Neben dem Wettkampfprogramm gibt es Sportschau und ein umfassendes Kulturprogramm. Details dazu werden im Frühjahr bekannt gegeben. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Ruhr Spiele sind ein gemeinsames Projekt von NRW-Sportministerium und Regionalverband Ruhr in strategischer Partnerschaft mit dem Landessportbund.

Infos: www.ruhrgames.de

Läuferisch

Die Urban Trails feiern 2017 in Bochum, Oberhausen und Dortmund Premiere. Die Entdeckungsläufe führen über eine Strecke von rund zehn Kilometern Länge durch die Städte – und zwar nicht nur an Gebäuden und Sehenswürdigkeiten vorbei, sondern mittendurch etwa durch Tierparks und Museen. In Bochum gehen die Teilnehmer am 18. Juni an den Start gehen, es folgen Oberhausen am 9. Juli und Dortmund am 17. September. Der Wettkampfcharakter ist bei den Urban Trails Nebensache.

Infos: www.urbantrailserie.de

Kultig

Sie darf in einer Jahresvorschau einfach nicht fehlen: die ExtraSchicht. Am 24. Juni feiert die Metropole Ruhr zum 16. Mal die lange Nacht der Industriekultur. Im Mittelpunkt stehen die industriellen Stätten in der Region, die mit einem bunten kulturellen Programm bespielt werden – und das im gesamten Ruhrgebiet. Lichtkunst, Konzerte, Lesungen, Performances, Artistik, Führungen und vieles mehr erwarten die Besucher, die mit Shuttlebussen zu den Veranstaltungsorten fahren können.

Infos: www.extraschicht.de

Abgedreht

Noch mehr Rummelspaß: Ab 2017 öffnet die Cranger Kirmes bereits am Donnerstag, 3. August, und dauert dann elf statt zehn Tage. Möglich wird die zeitliche Erweiterung durch den neuen Freizeitlärmerlass des Landes NRW.

Infos: www.cranger-kirmes.de

Unterhaltsam

Das Zeltfestival Ruhr am Kemnader Stausee feiert im kommenden Jahr seine zehnte Ausgabe. Rund 40 Gastspiele stehen vom 18. August bis 3. September in der Zeltstadt in Bochum auf dem Programm. Schon jetzt liegen die ersten Künstlerzusagen vor, u.a. von LaBrassBanda, Sarah Connor, Frank Goosen, Gerburg Jahnke sowie Dieter Thomas Kuhn & Band.

Infos: www.zeltfestivalruhr.de

Dramatisch

Zehn Theater des neuen Netzwerks RuhrBühnen laden am 1. Oktober zu Theaterreise und Theaterfest ein. Die ganztägige Reise führt durch die Theaterlandschaft der Metropole Ruhr. Besucher können zwischen verschiedenen Routen wählen und während des Tages drei bis vier Aufführungen in den beteiligten Häusern sehen. Start und Ziel ist die Jahrhunderthalle in Bochum, wo auch das abschließende Fest stattfindet. Mit der Aktion wird der Abschluss der Ruhrtriennale gefeiert und die Überleitung zur beginnenden Theatersaison geschaffen. Details zum Programm der „Staffelübergabe“ werden im Frühjahr bekannt gegeben. Infos: www.ruhrbuehnen.de

On Tour

2017 wird wieder ein Jahr für Musikfans. Unter den Künstlern, die in der Metropole Ruhr gastieren, sind zahlreiche Altstars, etwa Udo Lindenberg (30. Mai, Westfalenhallen Dortmund, 9. Juni, Arena Oberhausen) und Marius Müller-Westernhagen (27. Oktober, Westfalenhallen). Auch die Hardrocker von Kiss, die ihr für 2016 angekündigtes Konzert absagten, holen den Termin am 12. Mai in Dortmund nach. Gleich an fünf Abenden – vom 26. September bis 1. Oktober – steht Schlagerkönigin Helene Fischer in den Westfalenhallen auf der Bühne. In der Oberhausener König-Pilsener-Arena sind z.B. Iron Maiden (24. und 25. April) und Tim Bendzko (1. Juni) live zu erleben. Infos: www.westfalenhallen.de und www.koenig-pilsener-arena.de

(ü. Pm.)

Aalto: Noch Karten für „Hoffmanns Erzählungen“ erhältlich

Jacques Offenbachs Fantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“ verabschiedet sich für diese Spielzeit von der Bühne des Aalto-Theaters. Für die letzte Vorstellung am Freitag, 20. Januar 2017, um 19:30 Uhr sind noch Karten erhältlich. Damit besteht vorerst auch letztmalig die Gelegenheit, die junge spanische Sopranistin Elena Sancho-Pereg als Olympia zu bestaunen. Von der Zeitschrift „Opernwelt“ zur „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ 2015 gekürt, brillierte Sancho-Pereg in jüngster Zeit nicht nur in zahlreichen Rollen als Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, sondern wird 2017 auch an renommierten Häusern wie der Staatsoper Berlin oder dem Liceu Barcelona debütieren. In der Titelpartie des Hoffmann ist der französische Tenor Sébastien Guèze zu erleben. Weitere wichtige Rollen übernehmen Baurzhan Anderzhanov (Lindorf, Coppélius, Doktor Miracle, Dapertutto), Jessica Muirhead (Antonia), Katrin Kapplusch (Giulietta) und Marie-Belle Sandis (Muse, Nicklausse). Die musikalische Leitung hat Friedrich Haider.

Offenbach vertonte in seiner Oper das 1851 uraufgeführte gleichnamige Theaterstück von Jules Barbier und Michel Carré. Die beiden Dichter verbanden Motive aus E.T.A. Hoffmanns literarischem Œuvre mit dessen fiktiver Biografie. Dabei geht es um vier große unglückliche Lieben des Poeten, der sich als jugendlicher Liebhaber mit einer seelenlosen Puppe täuschen lässt, die Liebe seines Lebens in einer todgeweihten Sängerin findet, schließlich bei einer Kurtisane Trost sucht, ehe sich angesichts seiner Trunksucht auch sein letztes Ideal von ihm abwendet. Treu bleibt ihm nur die Muse. Der Regisseur Dietrich W. Hilsdorf hat für das Aalto-Theater eine eigene Spielfassung erstellt, die sich am Usus der Entstehungszeit und wohl auch an den Intentionen des Komponisten ausrichtet.

Karten (€ 22,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Szenefoto (Foto: Saad Hamza).

„Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ – Ensemble Ruhr sucht grüne Orte

Mit der Entwicklung von grün zu grau zu grün ist die Stadt Essen ein Vorbild für viele Städte Europas im Strukturwandel. Das spiegeln viele Orte im gesamten Stadtgebiet, wie das UNESCO Welterbe Zollverein oder das Universitätsviertel, wider. Sieben solcher Orte des Wandels sucht das Ensemble Ruhr für sein Projekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Dabei ist die Mithilfe der Essener Bürgerinnen und Bürger gefragt.

In seinem Musik- und Kunstprojekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ beschäftigt sich das Ensemble Ruhr mit Veränderungsprozessen in der Region. Im Grünen Hauptstadt-Jahr 2017 widmet es sich der Energiewende. Mit Joseph Haydns Werk „Die sieben letzten Worte“ begibt sich das professionelle Kammerorchester auf eine Reise durch Essen und Umgebung und bespielt unbekannte und bekannte Orte, die mit diesem Thema in Verbindung stehen. Haydns Musik, die von Glauben, Hoffnung und Scheitern erzählt, verbindet Orte, Musiker und Zuhörer auf eine neue Art und Weise. Mit seinen Kurzkonzerten macht das Ensemble Ruhr den aktuellen und zukünftigen Veränderungsprozess des Ruhrgebietes hör- und erlebbar. Auf dieser Reise werden die Musiker von einem Fotografen und Journalisten begleitet, die ihre Kurzkonzerte und die Menschen an den Orten festhalten und zu einer Dokumentation zusammenfassen.

Das Ensemble Ruhr lädt alle Essenerinnen und Essener ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen und die Stadt Essen auf diese Weise neu kennenzulernen. Welcher Ort hat sich gewandelt, ein neues Gesicht bekommen und steht für eine grüne Zukunft und die Energiewende? Welcher hingegen ist an dem Wandel gescheitert und wo führten die neuen Ideen in eine Sackgasse?

Die Vorschläge können ab sofort und noch bis zum 15. Januar 2017 an mail-an-gruenerort@web.de gesendet werden.

(ü. Pm.)

Grüne: Brennstoffzellen-Schiff wertvoller Beitrag zum Grünen Hauptstadt-Jahr

Der Baldeneysee könnte 2017 eine für die „Grüne Hauptstadt“ Essen peinliche Gegenüberstellung bieten. Zwei dieselbetriebene Mähboote, die den Kampf gegen die wuchernde Wasserpest aufnehmen und knapp 50.000 Liter  Diesel dabei verbrennen, neben einem innovativen sogenannten „Null-Emissions-Schiff“ tuckern anschaulich übern See. Auf diese Problematik wiesen wir ja bereits mehrfach hin und auf unsere Anfragen entgegnet die Politik mit der Hoffnung. Der Hoffnung, das ausgerechnet 2017 die Elodea, genannt Wasserpest, ein Erbarmen mit Essen haben könnte. Ansonsten gab es zunächst Kritik an dem Inogy-Projekt. Essens Piraten äußerten sie und erhalten nun Widerspruch. Heute äußern sich die Grünen zum Thema:

Anlässlich des geplanten Ankaufs eines emissionsfreien Fahrgastschiffes durch die Weiße Flotte erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Die Anschaffung des ersten Null-Emissions-Schiffes durch die Weiße Flotte ist ein wertvoller Beitrag zum Grünen Hauptstadt-Jahr 2017. Mit diesem Pilotprojekt wird beispielhaft gezeigt, wie der umweltschädliche Diesel durch erneuerbare Antriebstoffe abgelöst werden kann. Um die Feinstaub- und Stickoxidprobleme in den Griff zu bekommen, müssen wir uns dringend von der Dieseltechnologie auch bei Schwerlastfahrzeugen wie Lkws, Baumaschinen und Schiffen verabschieden. Mit der auf dem Schiff erstmalig in Europa eingesetzten Technologie erhält der Baldeneysee außerdem einen neuen Anziehungspunkt. Die Emissionsfreiheit des Schiffes wird auch die abgasgeplagten Fahrgäste und Spaziergänger am Ufer erfreuen.

Die Gruppe der Piraten erweist sich mit ihrer unsachlichen Kritik hingegen als umweltpolitischer Geisterfahrer. Die Kritik von Kai Hemsteeg an dem Projekt offenbart eine erschreckende Technikfeindlichkeit und Rückwärtsgewandtheit. Mit einer derartigen Einstellung wird sich der notwendige Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Treibstoffe jedenfalls nicht bewerkstelligen lassen.“

Anmerkung der Redaktion: Sollte nicht wenigstens den Radfahrern und Fußgängern an den Tagen des Einsatzes der Mähboote eine Umleitungsempfehlung gegeben werden? Das permanente Laufen von schweren Dieselaggregaten auf zwei Schiffen könnte doch für Menschen mit Bronchialbeschwerden gesundheitlich bedenklich werden.

Titelbild: Dieselbetriebenes Mähschiff

(stk., u. ü. Pm.)

In den meisten Regionen Sonne – Nur gebietsweise nebligtrüb

In den nächsten Tagen bekommen wir die Sonne häufiger zu Gesicht. Nur regional halten sich zähe Nebel- und Hochnebelfelder. Nach dem Jahreswechsel ändert sich das Wetter aber grundlegend. Dann fällt teils sogar bis ins Flachland Schnee.

Am Freitag scheint oft die Sonne und die Luft erwärmt sich nach frostiger Nacht auf 1 bis 6 Grad mit den höchsten Werten in den Höhenlagen der Mittelgebirge. Länger nebligtrüb sieht es dagegen vor allem in einigen Flusstälern im Südwesten und Westen aus. An der Nordsee trüben auch mal dichtere Wolken den Sonnenschein.

Am Samstag, dem Silvestertag, zeigt sich der Himmel etwa nördlich einer Linie vom Ruhrgebiet bis Berlin bewölkt. Abgesehen von etwas Nieselregen bleibt es aber meist trocken. Weiter südlich lacht nach teils zähem Nebel wieder häufig die Sonne. Zum Jahreswechsel bleibt es im Norden wolkig und im Süden frostig und zunächst oft noch klar. Durch den Staub des Feuerwerks bildet sich in den Frühstunden aber vielerorts dichter Nebel.

Auch am Sonntag dominiert im Norden die Farbe Grau. Gegen Abend zieht eine Wetterfront auf, die am Montag bis zu den Alpen vorankommt. Dort sowie im Bereich der Mittelgebirge fällt anfangs sogar bis weit herunter auch Schnee. Am Dienstag folgt von Norden her schon wieder die nächste Wetterfront. Sie bringt im Norden Regen, im Süden erneut Schnee.
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Quelle: WetterOnline

 

Energiespeicher für die Elektromobilität – wo steht Deutschland beim Ziel, Leitanbieter zu werden?

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht in seinem Energiespeicher-Monitoring-Update 2016, ob und wie sich Deutschland bezüglich des gesetzten Ziels, Leitmarkt und Leitanbieter bei Energiespeichern für die Elektromobilität zu werden, seit 2014 weiterentwickelt hat. Laut der Untersuchung, die Bestandteil des BMBF-Förderprogramms „Batterie 2020“ ist, konnte Deutschland bei den Lithium-Ionen-Batterien seinen aufgeholten Rückstand bei der technologischen Leistungsfähigkeit stabilisieren. Die Batterieforschung bewegt sich hierzulande aktuell auch aus internationaler Sicht auf einem hohen Niveau. Um hier nicht zurückzufallen, sollte die Förderung beibehalten werden, damit Deutschland eventuell jenseits von 2020 das technologische Know-how in einer inländischen Zellproduktion umsetzen kann. Entlang der Wertschöpfungskette angesiedelte Unternehmen – vom Maschinenbauer über Zulieferer bis zu Systemintegratoren – richten ihren Blick derweil auf die führenden Anbieterländer Japan, Korea und China.

Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu etablieren. Dabei spielt die Batterie eine zentrale Rolle, da sie wesentlich über Fahrzeugkonzepte und -designs (z.B. Reichweite, Kosten, Ladedauer, Lebensdauer, Qualität) mitbestimmt. Neben Elektro-PKW finden diese auch in Nutzfahrzeugen sowie in Anwendungen zur stationären oder mobilen Energiespeicherung Einsatz. Elektro-PKW stellen dabei den größten und dynamischsten Batterie-Markt dar. Sie sind ebenso Innovationstreiber für die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterien (LIB) wie auch für „Post-LIB“-Ansätze (z.B. Feststoffbatterien).

Das Update der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Energiespeicher-Monitoring-Studie untersucht, ob sich Deutschland im Bereich der Batterietechnologien für Elektrofahrzeuge auf dem Weg zum Leitmarkt und Leitanbieter befindet. Ein Leitmarkt bzw. Leitanbieter zeichnet sich durch heute oder in naher Zukunft in seinem Land hergestellte und nachgefragte Produkte aus, die erfolgreich exportiert werden und eine hohe inländische Wertschöpfung erzielen.

Deutschlands Positionierung im Bereich der Energiespeicher für die Elektromobilität wurde in einem umfassenden Benchmarking auf Basis von 30 Indikatoren erhoben und mit den weltweit führenden Ländern – Japan, Korea, China, den USA und Frankreich – verglichen. Wichtige Indikatoren sind etwa Forschungsförderung, Publikationen, Patente, Batterie-Produktionskapazitäten oder Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen.

Deutschland ist weiterhin kein Leitmarkt für Fahrzeugbatterien

Dr. Axel Thielmann, Koordinator der Leitmarkt-Studie, äußert sich wie folgt zu deren Ergebnissen: „Unsere Untersuchungen zeigen, dass Deutschland auch weiterhin kein Leitmarkt für Fahrzeugbatterien ist – China ist hier vor den USA führend.“ Laut Thielmann ist in beiden Ländern die Nachfrage nach Elektromobilität – unter anderem bedingt durch Kauf- und andere Marktanreize – und daher der Bedarf nach Lithium-Ionen-Batterien weltweit am größten, weshalb beide auch am meisten Elektrofahrzeuge produzieren. Thielmann ergänzt: „China dürfte im Zuge seiner Wachstumsdynamik seine Führungsposition künftig ausbauen. Zieht man aktuelle Produktionsprognosen sowie angekündigte Elektrofahrzeug-Modelle heran, befindet sich jedoch auch Deutschland als Batterie-Nachfrager in einem Aufholprozess.“

Die japanische Industrie exportiert weiter in hohem Maße Batteriezellen (50% Weltmarktanteil der über 14 GWh nachgefragten PKW-Batterien in 2015), unter anderem in die USA. Zugleich werden Produktionskapazitäten in den Absatzmärkten aufgebaut (z.B. Tesla Gigafactory, Panasonic). China nutzt hingegen seine zuletzt rapide ausgebauten Inlandskapazitäten (in 2015 30% bzw. 4,2 GWh Weltmarktanteil für PKW-Batterien sowie Nachfrage nach über 11 GWh für Nutzfahrzeuge/Busse). Während in Korea die Nachfrage nach Fahrzeugbatterien gering bleibt, hat das Land den drittgrößten Weltmarktanteil an der Batterieproduktion von fast 17% in 2015 und ist wie Japan stark exportorientiert. In den nächsten Jahren ist mit einem Ausbau des Marktanteils der koreanischen Zellhersteller zu rechnen. Insgesamt ist China somit Leitanbieter. Zieht man zusätzlich auch die FuE-Aktivitäten sowie Exporte zur Bewertung heran, wäre Japan der führende Leitanbieter.

Asiatische Unternehmen decken häufig komplette Wertschöpfungskette ab

Ausgehend von den derzeitigen Marktstrukturen, decken gerade asiatische Unternehmen häufig die komplette Wertschöpfungskette der Fahrzeugbatterien ab. Unternehmen aus Deutschland und den USA gelingt dies nur bei einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette. Deutschland hat zudem deutliche Schwächen bei der Versorgung und dem Handel mit LIB-spezifischen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium, Mangan und Nickel. China dominiert traditionell den Handel auf dem Rohstoffmarkt.

In den Bereichen Forschung und Technologie hatte Deutschland bis 2014 einen erfolgreichen Aufholprozess gestartet und seitdem an Dynamik eingebüßt, insgesamt aber das Niveau gehalten. Japan konnte seine Position als Technologieführer noch leicht ausbauen, während die FuE-Aktivitäten in Korea und den USA an Dynamik verloren haben. Frankreich hat in der Batterie-FuE ebenfalls aufgeholt, so dass sich 2016 alle weiteren Länder – abgesehen von Japan – untereinander angenähert haben.

Die Studie „Energiespeicher Monitoring 2016 – Deutschland auf dem Weg zum Leitmarkt und Leitanbieter?“ kann hier heruntergeladen werden.

(ü. Pm., Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe)

Medienpolitiker der CDU fordern eine vielfältige, unterhaltende und informierende Radiolandschaft

Das Netzwerk „Medien und Regulierung“ der CDU Deutschlands hat eine Positionierung zur Zukunft des Radios verabschiedet. Der Vorsitzende des CDU-Netzwerks, Marco Wanderwitz, betont: „Wir wollen die Gattung Radio auch im Zeitalter des digitalen Wandels erhalten. Denn das Radio ist das meistgenutzte Medium und hat für die Menschen auch als Begleiter durch den Tag eine große Bedeutung.“ Damit auch künftig eine vielfältige, unterhaltende, vor allem aber auch aktuell informierende Radiolandschaft bestehe, brauche es eine moderne und leistungsfähige Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, fordert Wanderwitz. UKW könne erst dann abgeschaltet werden, wenn andere Verbreitungswege tatsächlich auch vergleichbar genutzt würden und der Empfang von Radio über UKW-Frequenzen deutlich zurückgegangen sei.

Für Yvonne Magwas, Vorsitzende der Unterarbeitsgruppe Rundfunk des Netzwerks, ist daher die weitere Verbesserung besonders auch der technischen Rahmenbedingungen vorrangig: „Das Netzwerk setzt sich für den raschen Ausbau des digitalen Übertragungsstandards für den terrestrischen Empfang von Digitalradio, DAB+, ein. Mobile Endgeräte und Neuwagen sollen so ausgestaltet sein, dass sie den Empfang von DAB+ ermöglichen – zum Beispiel über einen technologieneutralen Multichip.“ Ziel des Netzwerks ist es, die besondere Vielfalt der Gattung Radio und seine Eigenständigkeit durch zeitgemäße CDU-Maßnahmen zu fördern und damit einen Beitrag zur Freiheit der Berichterstattung durch den Rundfunk zu leisten.

(ü. Pm.)

Augenmaß beim Böllerspaß – Silvesterschäden sind keine finanziellen Bagatellen

Die Silvesterparty ist organisiert, die Freunde sind eingeladen und die Vorfreude ist groß. Doch leider ist diese Jahresendfeier oft diejenige mit den meisten Unfällen und Schäden. Spätestens dann stellt sich die Frage, wie gut man versichert ist.

Dass Silvesterschäden keine finanziellen Bagatellen sind, zeigen Zahlen der Versicherungen: Schätzungsweise kommen sie für Beschädigungen im Wert von rund 37 Millionen Euro auf, verursacht durch Silvesterfeuerwerke, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Ingo Aulbach, Sprecher des Bezirks Oberhausen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) betont: „Wer jedoch vorsichtig ist und es umsichtig mit handelsüblichen Silvesterböllern krachen lässt, dem hält die private Haftpflichtversicherung den Rücken von Ansprüchen anderer frei“. Für Schäden in der Wohnung, an Kleidung und Elektrogeräten ist die Hausratversicherung zuständig. Die für das Haus bestehende Wohngebäudeversicherung übernimmt die Reparaturen am Gebäude. Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt, erhält die anfallenden Heilbehandlungskosten von der Krankenversicherung ersetzt. Für selbstverschuldete Silvesterunfälle, die zur Invalidität führen, kommt die private Unfallversicherung auf. Ist das Auto in Brand geraten, zahlt die Kaskoversicherung, es gibt dafür keine Rabattrückstufung. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig beschädigt werden.

Anders als bei Sachschäden, wird es bei Verletzungen und bleibenden körperlichen Schäden sehr teuer. Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen können dann versuchen, Behandlungskosten und Rentenzahlungen von den Verursachern zurückzuholen. Auch Feuerversicherungen fordern oft Zahlungen zurück, wenn ein Täter ermittelt wurde. Wird diesem sogar eine Schädigungsabsicht oder Umgang mit nicht silvesterüblichen Explosivstoffen nachgewiesen, darf seine private Haftpflichtversicherung die Zahlung verweigern – und der Täter muss selber zahlen, bis zur privaten Insolvenz. Deshalb sollten Knallbegeisterte beim Kauf auf das CE oder das Zulassungszeichen der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) achten und keinesfalls selbst irgendwelche Böller und Raketen zusammenbasteln oder gar von dubiosen Internethändlern beziehen.

(ü. Pm.)

 

„Je nach Größe und Umfang des Schadens, ist es notwendig Anzeige bei der Polizei zu erstatten“, empfiehlt Aulbach. „Dem Versicherungskaufmann sollte man das Silvestermalheur innerhalb einer Woche melden, damit die Versicherung den Schaden schnell ersetzen kann.“ Denn aus eigenen Versicherungsverträgen kommt meist schneller und mehr Geld.