„Aufbruch: Vom Impressionismus zur Neuen Musik“ – Best of NRW – Konzert im Schloß Borbeck

Im Rahmen der Konzertreihe „Best of NRW“ werden Sergey Dogadin, Violine, und Gleb Koroleff, Klavier, am Freitag, 3. März, im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, um 19 Uhr ein Konzert mit dem Titel „Aufbruch: Vom Impressionismus zur Neuen Musik“ geben. Der Eintritt kostet 17 Euro und ermäßigt 14 Euro.

Auf dem Programm stehen in der ersten Hälfte des Konzerts Werke zweier außer-ordentlichen Vertreter französischer Musik, welche zwei Generationen spiegeln.

Die 1. Sonate für Violine und Klavier von Maurice Ravel (1875 bis 1937), auch „Posthume“ genannt, die 1897 entstand, und die Sonate A-Dur, ebenfalls für Violine und Klavier, von César Franck (1822 bis 1890), die 11 Jahre früher, 1886, veröffentlicht wurde, zeigt Schüler und Lehrer, sozusagen im direkten „Sonatenvergleich“. Sie sind sich näher als es Maurice Ravel, dem Neuerer der französischen Musik, lieb gewesen wäre. Doch dieser „Sonatenvergleich“ spiegelt mehr als nur einen Generationenkonflikt: Es geht um das Erfinden einer eigenständigen französischen Musik. Doch welcher Weg führt dahin?

In der zweiten Hälfte übernimmt mit Igor Strawinsky (1882 bis 1971) ein Wegbereiter der Neuen Musik das musikalische Zepter, bis er von dem zeitgenössischen russischen Komponisten Alexander Rosenblatt, geb.1956, abgelöst wird. Ein virtuoser Abend vom „Impressionismus zur Neuen Musik“, an dem französische, russische und spanische Einflüsse auf die Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts hörbar werden.

Die Musiker

Sergey Dogadin, geboren 1988 in Sankt Petersburg, gewann internationale Wettbewerbe, so etwa den „Internationalen Andrea Postaccini Violinwettbewerb“ (1. Preis, Sonderpreis und Grand Prix in Italien, 2002), den ersten Preis beim „Niccolò Paganini International Violin Competition“ 2005, den zweiten Preis und die Silbermedaille sowie den Publikumspreis beim XIV. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und Sankt Petersburg 2011″ und den 1. Preis beim Internationalen Violin Wettbewerb „Joseph Joachim“ Hannover 2015. Dogadin spielte dabei mit so namhaften Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester der Russischen Föderation und den Sankt Petersburger Philharmonikern. Gleb Koroleff, geboren 1988 in Riga, konzertiert im In- und Ausland. Er trat unter anderem bei Festivals in den USA, in Israel, Russland, Polen, in der Türkei sowie in Lettland auf und spielte Konzerte in Japan, Kanada, Argentinien, Belgien, Frankreich, Italien, Litauen und der Ukraine. Er machte Rundfunkaufnahmen für Latvijas Radio Klassik und den Bayerischen Rundfunk und ist erster Preisträger bei Wettbewerben in Verona/ Italien und München. Er wird von der „Internationalen Vladimir Spivakov Stiftung“, der „Russischen Nationalkunst Stiftung“ und der „Yehudi Menuhin Stiftung“ gefördert.

Beide Musiker gastieren das erste Mal im Rahmen der Best of NRW Reihe im Schloß Borbeck.

Eine Kooperation mit „Best of NRW“, der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung, dem WDR, der Eibach Stiftung, den Walzwerken Einsal GmbH, der Stiftung Mercator und der Artur und Lieselotte Dumcke Stiftung.

„Essen kontrovers: Das Ende der Einkaufsstadt?“- Die Zukunft der Essener City in der Diskussion

Der Slogan selbst ist fast 80 Jahre alt, seit 1950 leuchtet er vom Dach des Handelshofs: „Essen, die Einkaufsstadt“. Über Jahrzehnte galt das Motto als stolzes Markenzeichen, jetzt steht dahinter ein Fragezeichen. Wird Essen dem eigenen Anspruch überhaupt noch gerecht?

Hat sich der Werbespruch angesichts von Einkaufszentren im Umfeld und Leerständen in den Fußgängerzonen nicht längst schon überholt? Und wäre es nicht endlich Zeit, andere Seiten der Stadt stärker in den Vordergrund zu stellen? Kultur? Wirtschaft? Wissenschaft?

Um die Frage, mit welchen Ideen und Konzepten die Innenstadt künftig Aufmerksamkeit erregen soll, geht es in der nächsten Runde von „Essen Kontrovers“, dem gemeinsamen Diskussionsforum von NRZ-Redaktion und Volkshochschule.

Gäste auf dem Podium sind:

  • Marianne Menze, Geschäftsführerin der Essener Filmkunsttheater GmbH (unter anderem Lichtburg),
  • Thomas Kutschaty, NRW-Justizminster und Vorsitzender der SPD Essen,
  • Dieter Groppe, Geschäftsführer der Essen Marketing GmbH,
  • Marc A. Heistermann, Geschäftsführer des Handelsverbands Ruhr,
  • Ulrich Führmann, Moderator und freier Journalist.

Die Moderation hat der Journalist Ulrich Führmann Treffpunkt ist die VHS am Burgplatz, wie immer bei „Essen Kontrovers“ werden die Experten nicht nur miteinander, sondern auch mit dem Publikum diskutieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Donnerstag, 2. März, 19 Uhr, Volkshochschule Essen, Burgplatz 1. Der Eintritt ist frei.

Essen is im Pott – Karneval, drei Kilometer Wegstrecke

Das Essen immer noch im Pott ist, dürfte manchem Marketingstrategen mißfallen, aber dem Volke aufs Maul geschaut der Wahrheit nahekommen. Sicher nicht so überschwenglich wie in den Rheinischen Hochburgen des Karnevals und auch ohne Schminkzwang feiern viele Zuschauer eher verhalten mit. Kinder und Kamelle sind natürlich Tradition und wie als wollte man die Zuschauer aus dem Schlafe wecken, ertönt in Abschnitten eine Kanone.

Essen liegt eben in der Peripherie des karnevalistischen Treibens, wer „echten“ Karneval sucht, wird sicher über die S6 sein Törchen gefunden haben. Trotzdem nett so mancher Farbpunkt, und dann bleiben ja noch die Lokalitäten, die der Nachfeier genügend Raum bieten. Wer es denn mag. Ab Mittwoch sind wir dann nicht mehr jecke, sondern Grüne Hauptstadt. Die Beschaulichkeit haben wir ja wenigstens im Pott.

 

Welterbe Zollverein bekommt eine Parkour-Anlage

Die Stiftung Zollverein plant eine öffentlich zugängliche Parkour-Anlage auf der Kokerei des Welterbes Zollverein.

Man erwarte in Kürze die baurechtliche Genehmigung; im April sollen die Bauarbeiten starten, teilte die Stiftung heute mit. Ab den Sommerferien 2017 können sportliche Besucher dann „über Stock und Stein“ gehen. In einer Art modernem Hindernislauf suchen die Sportler ihren Weg über Rampen, Wandflächen, Geländer und kleinen Bauten. Die Anlage auf dem Welterbe wird auf 600 Quadratmetern sportliche Herausforderungen bieten. Zwei Bereiche mit unterschiedlichen Höhen und Anforderungen werden durch ein 13 Meter breites System aus Treppen und Rampen verbunden. Geeignet ist der Parkour schon für Kinder ab acht Jahren. Die Nutzung ist kostenlos. Die Parkour-Anlage ist ein gemeinsames Projekt des Jugendwerks der Arbeiterwohlfahrt Essen (AWO), der Stiftung Zollverein und der Stadt Essen. Infos unter www.zollverein.de
(ü. Pm., idr)

Das PACT-Programm im April

Das PACT-Programm im April, das mit einer Bündelung starker Arbeiten junger Künstler*innen bei der diesjährigen Frühlingsfest(ival)-Edition startet und mit einer Uraufführung der theatralen Zauberer von Forced Entertainment, die ja mit ihrem letzten von PACT koproduzierten und hier uraufgeführten Stück „Real Magic“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, ausklingt. Dazwischen: eine ATELIER-Sonderedition von „HOOD“, jener Formation aus Tänzer*innen, die aus der ehemaligen Forsythe Company hervorging und derzeit bei PACT beheimatet ist.

Dirty Work – Forced Entertainment – Photo Tim Etchells

FRÜHLINGSFEST(ival) 31.03.-02.04.17

Wir feiern den Frühlingsanfang mit starken Arbeiten einer neuen Generation. Objekte werden lebendig, Sinne freigelegt und Räume werden aktiviert. Entdecken Sie an drei Tagen spannende Installationen, Performances und Konzerte, verwandeln Sie die ehemalige Waschkaue in ein riesiges Spielfeld oder verbringen Sie einfach Zeit mit uns im Foyer bei Live-Musik während ›Wims Kochwerk‹ mit leichter Frühlingsküche für das leibliche Wohl sorgt. Am Samstag- und Sonntagnachmittag bieten wir darüber hinaus eine kostenlose Kinderbetreuung mit Spielen, Malen und – bei gutem Wetter – kleinen Außenaktivitäten an.

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

FR 31.03.17 17:00 UHR
SA 01.04.17 16:00 UHR
SO 02.04.17 14:30 UHR

BEGÜM ERCIYAS

VOICING PIECES

Begehbare Audioinstallation

Voicing Pieces‹ macht die eigene Stimme zum Protagonisten der Inszenierung. In der Intimität einer isolierten Klangkabine, geleitet von einer einfachen Partitur, wird der Besucher zum Zuschauer seiner eigenen Stimme. Der Akt des Sprechens und das gleichzeitige Hören der eigenen Stimme verwandelt sich in eine theatralische und choreographische Erfahrung, die mit jeder individuellen Interpretation der Partitur neu gestaltet wird. Die Stimme wird zum Ort des Geschehens, zum Spektakel oder zur Überraschung. Ist nicht die eigene Stimme immer uneigentlich und unheimlich? Wer spricht, wenn die eigene Stimme spricht? Anstatt sich im Fremden zu erkennen, ist ›Voicing Pieces‹ eine Einladung, das Fremde in sich selbst zu erkennen.

Eintritt frei

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

FR 31.03.17 20:00 UHR

DRAGANA BULUT

RETURN OF THE ZOMBIE – EPISODE 3

Performance in englischer Sprache

Halten Sie Türen und Fenster verschlossen und hoffentlich wurde für ausreichend Wasser und Nahrung gesorgt, denn bei ›Return of the Zombie‹ bevölkern Untote die PACT Bühne! In ihrer neuen Produktion befragt Dragana Bulut das fragile Verhältnis von Realität und Fiktion, indem sie Mechanismen der Realitätskonstruktion freilegt. Dabei entwickeln Raum, Klang und Licht einen derartig gespenstischen Eigensinn, dass die Zombies auf der Bühne ihre Mühe haben mit den sich stetig ändernden Rahmenbedingungen. Ein Abend voller absurder Situationskomik über Subjektivität innerhalb unserer heutigen, medial geprägten Umwelt. Dragana Bulut arbeitete bereits mit Künstler*innen wie Meg Stuart, Tino Sehgal, Ivo Dimchev und Charles Linehan zusammen und gewann 2010 den Prix Jardin d’Europe für junge Choreographen.
VVK/AK 8 € / erm. 5 €
(Frühlingsfest-Preis, inkl. VRR-Ticket)

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

FR 31.03.17 22:00 UHR- ACHTUNG: Auf Freitag vorverlegt!

LEA PORCELAIN

KONZERT

Spätestens seit ihrer gefeierten Debüt-EP sind Lea Porcelain ein gern gesehener Gast bei Festivals und Konzerten zwischen London, Paris unas PACT-Programm im April, das mit einer Bündelung starker Arbeiten junger Künstler*innen bei der diesjährigen Frühlingsfest(ival)-Edition startet und mit einer Uraufführung der theatralen Zauberer von Forced Entertainment, die ja mit ihrem letzten von PACT koproduzierten und hier uraufgeführten Stück „Real Magic“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, ausklingt. Dazwischen: eine ATELIER-Sonderedition von „HOOD“, jener Formation aus Tänzer*innen, die aus der ehemaligen Forsythe Company hervorging und derzeit bei PACT beheimatet ist.d Berlin. Gerade aus Großbritannien bekommen die beiden Frankfurter Julien Bracht und Markus Nikolas viel Aufmerksamkeit und das ist kein Zufall, denn die Referenzen auf britische Bands wie Joy Division, The Cure oder Echo & The Bunnymen sind unüberhörbar. Aber Lea Porcelain schaffen es, ihre vielfältigen Einflüsse zu einem eigenen brodelnden Sound zu verweben. Nicht ohne Grund wird das Duo in einschlägigen Blogs und Magazinen als eine der spannendsten Bands derzeit besprochen.

VVK/AK 8 € / erm. 5 €
(Frühlingsfest-Preis, inkl. VRR-Ticket)

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

SA 01.04.17 16:00 UHR
SO 02.04.17 14:30 UHR

*L*O*O*O*O*O*S* — START2PLAY

Spiele & Workshop

Im Rahmen des Frühlingsfests laden wir dazu ein, mit Hilfe spielerischer Verfahren ganz einfach drauflos zu spielen:
Einfach draufloskonstruieren! Bei ›Just Add People‹ lassen die Spieler*innen eine Landschaft aus fantastischen Bushaltestellen, Windmühlen für Veganer oder absonderlichen Automaten entstehen.

Einfach drauflosbewegen! ›Johann Sebastian Joust‹ ist ein Multiplayer-Computerspiel ohne Bildschirm. Die Spieler*innen tragen bewegungssensitive Controller und versuchen sich gegenseitig aus dem Konzept zu bringen.
Einfach drauflosnutzen! Mit ›Playful Commons‹ können die Spieler*innen in bestimmten Bereichen von PACT eigene krea­ti­ve Ideen umsetzen. Die Spielregeln werden in einem Workshop gemeinsam diskutiert und angepasst.

Eintritt frei

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

SA 01.04.17 20:00 UHR

VANIA VANEAU

ANNA MASSONI

ORNEMENT

Tanz/Performance

Ornement‹ begibt sich an die Grenzbereiche von Innen und Außen, Sichtbarkeit und Verborgenem, Materie und Gedächtnis. In den porösen Körpern von Vania Vaneau und Anna Massoni verwischen die Trennlinien, verlieren sich und öffnen Raum für eine Choreographie der Transformation. In stetiger Veränderung begriffen, wird der körperliche Ausdruck zwischen Kristallisa­tion und Verflüssigung zu einem Material wechselnder Aggregatzustände. Vaneau und Massoni treten in permanenten Austausch mit den Dingen, die sie umgeben. Dabei wird die vermeintlich passive Kulisse zum gleichwertigen Akteur. In ihrem Zusammenspiel entfalten sich faszinierende Landschaften für alle Sinne. ›Ornement‹ lässt Muster erkennen, legt Gesten frei, wie Fragmente einer vorzeitlichen Geschichte, die sich in die Performerinnen im Hier und Jetzt einschreiben: Haut wird zur Zierde, Hände und Augen werden Schmuck – gleichsam zum Ornament.

VVK/AK 8 € / erm. 5 €
(Frühlingsfest-Preis, inkl. VRR-Ticket)

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

SO 02.04.17 14:30 UHR

CHORO DO MALANDRO

Live Musik und Jam-Session mit den Brasileirinhos

In gemütlicher Salonatmosphäre nehmen uns die Brasileirinhos mit auf eine Reise zurück in die Zeit der brasilianischen ›Belle Epoque‹. Sie teilen eine tiefe Leidenschaft für den ›Choro‹ – einen Musikstil aus dem späten 19. Jahrhundert, der sich durch die Auseinandersetzung brasilianischer Musiker mit europäischer Musik herausgebildet hat und verschiedene musikalische Traditionen, insbesondere auch afrikanische Rhythmen, in sich vereint. Entdecken Sie mit uns einen der interessantesten Musikstile Brasiliens!

Im Anschluss lädt die Gruppe lokale Musiker*innen dazu ein, im Rahmen einer für diesen Stil typischen Jam-Session, der ›Roda de Choro‹, Stücke aus dem klassischen Choro-Repertoire gemeinsam zu interpretieren. Zur Vorbereitung auf die Jam-Session können bei matthias.mohr@pact-zollverein.de Noten verschiedener Standards angefragt werden

***IM RAHMEN DES FRÜHLINGSFEST(ivals) 2017***

SO 02.04.17 16:30 UHR

LOUIS VANHAVERBEKE

MULTIVERSE

Performance/Objekttheater

Bunte Plastikgegenstände, Drumcom­pu­ter, Skateboards, rollende Turntables und allerlei andere Fundstücke bilden die Zutaten zu ›Multiverse‹, der neuen Produktion des jungen belgischen Ausnahme­talents Louis Vanhaverbeke. Wie ein Multifunktions-DJ kombiniert Vanhaverbeke scheinbar banale Alltagsgegenstände zu atemberaubenden Klangmaschinen. Spielerisch bewegt er sich durch dieses kleine Multiversum aus Wegwerfartikeln. Aus harmlosen Tricks werden perfekt getimte Stunts, aus kleinen Wortfetzen komplexe Raps. ›Multiverse‹ ist eine wirbelnde Ode an Phantasie und Kreativität und zugleich ein Plädoyer für die Neubewertung der Dinge, die in einer Wegwerfgesellschaft wertlos erscheinen. Vanhaverbeke enthüllt ihre Seele und eröffnet so unvermutete Möglichkeiten.

VVK/AK 8 € / erm. 5 €
(Frühlingsfest-Preis, inkl. VRR-Ticket)

 Freitag 21.4.17, ab 19 Uhr

ATELIER SPEZIAL mit ›HOOD‹

In der traditionsreichen Reihe Atelier stellen wir seit 2002 angehenden und bereits etablierten Künstler*innen aus NRW sowie dem In- und Ausland alle Räume des Hauses zur öffentlichen Präsentation, Skizzierung und Reflexion ihrer Arbeiten zur Verfügung. In dieser Spezialausgabe werden die früheren Tänzerinnen und Tänzer der ehemaligen Forsythe Company, die unter dem Label HOOD zusammengefasst sind, zum ersten Mal bei PACT den Abend gestalten. Dabei werden sie sowohl eigene in unterschiedlichen Konstellationen entstandene Skizzen und Arbeiten präsentieren als auch die anderer, von ihnen geladener Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Performance, Musik und Videokunst. Entstehen wird ein gemeinsamer Raum, in dem bildnerische, performative und theoretische Arbeiten in einen spannungsreichen Dialog treten.

Eintritt nach Gusto, nur an der abendkasse

URAUFFÜHRUNG
FR 28.4.2017, 20 Uhr
SA 29.04.2017, 20 Uhr
Forced Entertainment
›Dirty Work (The late Shift)‹

 

Mit Real Magic, dem letzten von PACT-koproduzierten und hier uraufgeführtenm Stück, wurden Forced Entertainment gerade als eine von zehn aus über 370 ausgewählten Produktionen zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen.
Nun präsentieren die Ibsen-Preisträger auch ihre nächste Arbeit als Uraufführung bei PACT: In ›Dirty Work (The Late Shift) stellen sie das ganz gewöhnliche Spektakel ins Zentrum des Bühnengeschehens.

Begleitet von einem beschädigten Plattenspieler stellen sich zwei Performer*innen eine Performance vor: so groß, vielfältig, hässlich und unmöglich wie die ganze Welt nun mal ist. Kein Event ist zu groß und kein Bild unaufführbar. Theater, historische Begebenheiten, Alltagsphänomene, unmögliche Heldentaten, politische Reden – ein überwältigendes Delirium an Szenen von erhabener Schönheit bis zu eindringlichem Schrecken wird coram publico ausgebreitet: provokativ, intim und komisch in bekannter Forced Entertainment-Manier.

Ein theatrales Fest für das Potential von Sprache und der Vorstellungskraft des Publikums.

VVK 11 € / erm. 6 €
AK 13 € / erm. 8 €
(Inkl. VRR-Ticket)

Tickets für über www.pact-zollverein.de oder über die Theater und Philharmonie Essen, Fon: +49 (0)201 812 22 00; tickets@theater-essen.de

Fotos:

Fruehlingsfest_multiverse_louisvanhaverbeke_jolienfagard_002.jpg
Fruehlingsfest_(c)AnnaMassoni_Ornement.jpg

Ratsfraktion Die Linke für Verkauf der RWE-Aktien

Die Ratsfraktion DIE LINKE wiederholt angesichts des erneuten Wegfalls der Dividende ihre Forderung nach einem Ausstieg aus den RWE-Aktien. Ein Verkauf würde zum jetzigen Zeitpunkt immerhin rund 240 Mio. Euro in die kommunale Kasse spülen, während eine Dividendenausschüttung in den nächsten Jahren weiter in den Sternen steht.            

„Das Argument gegen einen Verkauf, Essen sei Sitz des RWE-Konzernes und ein wichtiger Arbeitgeber, lassen wir nicht gelten“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Die Arbeitsplätze werden nicht durch einen Eigentümerwechsel der Aktien gefährdet. Vielmehr hat der RWE-Konzern durch das viel zu späte Umsteuern bei der Energiewende seinen massiven Arbeitsplatzabbau selbst zu verantworten. Die Stadt Essen muss angesichts ihrer finanziellen Nöte auf sich selber achten. Sie hat bereits riesige Verluste erlitten, weil sie den Aktienverkauf zum richtigen Zeitpunkt verschlafen hat.“

Eine Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE im vorletzten Jahr ergab, dass ein Verkauf der RWE-Aktien 2007 einen Verkaufserlös von 1,16 Mrd. Euro und Zinsersparnisse von 180 Mio. Euro realisiert hätte. Dem stand zwar eine Dividende seit 2007 von rund 450 Mio. Euro Dividende gegenüber, die allerdings jetzt zum zweiten Mal komplett wegfällt.
(ü. Pm.)

 

Grüne rufen mit breitem Bündnis zum Protest gegen rassistische AfD auf

Kai Gehring MdB und Gönül Eğlence, Parteivorsitzende der GRÜNEN Essen erklären:
„Am Samstag gilt es Flagge zu zeigen: Die „Alternative für Deutschland“ NRW (AfD NRW) trifft sich dieses Wochenende (25./26.2.) ausgerechnet im „Europasaal“ des Messe-Kongresszentrums Essen zur Wahl ihrer Landesliste zur Bundestagswahl.
Als Grüne Essen bedauern und kritisieren wir, dass die AfD in unserer weltoffenen, europafreundlichen und multikulturellen Stadt tagt und in der Messe einen Ort für ihren Parteitag gefunden hat.
Die Programmatik und Parolen der AfD lehnen wir als rassistisch, gleichstellungsfeindlich, menschenverachtend, unsozial und wissenschaftsfeindlich ab. Rechtspopulismus, Hass und Hetze sind keine Alternative, sondern ein Armutszeugnis für Deutschland und unsere Heimatstadt. Dem stellen wir uns klar entgegen und zeigen der AfD, dass sie in Essen alles andere als willkommen ist.
Deshalb rufen wir zur Teilnahme an den Protesten gegen die AfD mit auf und beteiligen uns im Bündnis von „Essen stellt sich quer“ an den Gegen-Aktivitäten am kommenden Samstag.
Wir rufen die Essener Zivilgesellschaft und unsere Parteimitglieder dazu auf, besonders vor dem Messe-Kongresszentrum in der Zeit von 9 bis 11 Uhr Flagge gegen die menschenfeindliche Partei zu zeigen. Dort wird im Rahmen der Kundgebung auch Mehrdad Mostofizadeh reden, unser Essener Landtagsabgeordneter und grüner Fraktionsvorsitzender im Landtag.
Nach den Protesten vor dem Messe-Kongresszentrum besteht die Möglichkeit, am Demonstrationszug durch Rüttenscheid bis zum Willy-Brandt-Platz in der Innenstadt teilzunehmen.“

(ü. Pm.)