Ausstellungen: Josef Albers in Essen – Anni Albers in Düsseldorf

Essen/Bottrop. Wie kaum ein anderer erforschte der einflussreiche Künstler Josef Albers die Farbe. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018, ist sein facettenreiches und prägendes Schaffen erstmals seit 30 Jahren in einer großen Retrospektive zu sehen. Gemeinsam führen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop 130 Werke – der Hauptteil aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen – in der Villa Hügel, Essen, zusammen.

Ab sofort sind alle Informationen, auch zur Buchung von Führungen, unter josefalbers.villahuegel.de online.

Diese außergewöhnliche Ausstellung ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Josef Albers. Interaction ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Fast zeitgleich zur Essener Ausstellung zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im K20 die Retrospektive Anni Albers, 9.06. bis 9.09.2018. Die Ausstellung – eine Kooperation mit Tate Modern – wird alle Facetten des vielseitigen Werks der wohl bedeutendsten Bauhaus-Künstlerin beleuchten. www.kunstsammlung.de

Der Sommer 2018 bietet damit die einmalige Gelegenheit, konzentriert die Lebenswerke zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in unmittelbarer Nachbarschaft zu erleben. Informationen zu gemeinsamen und korrespondierenden Veranstaltungen folgen in Kürze.

Anni und Josef Albers

Das Paar lernte sich am Bauhaus in Dessau kennen und heiratete 1925. Mehr als 50 Jahre prägte die Beziehung des Künstlerpaares gegenseitige Bewunderung und das Interesse an der Arbeit des Anderen. Für beide wurde Mexiko nach ihrer Emigration 1933 in die USA zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Heute wird der Nachlass von Anni und Josef Albers von der 1971 gegründeten Josef & Anni Albers Foundation bewahrt und gepflegt. Sie unterstützt die Essener und die Düsseldorfer Ausstellung mit großzügigen Leihgaben.

Josef Albers – Sehen lernen

Josef Albers wollte Farbe denken, suchte nach ihrem spezifischen Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Die Ausstellung beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen aus der Sammlung des Ehepaares Albers in ihrer Wechselwirkung gezeigt. Eine Gegenüberstellung religiöser Bildwerke mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er-Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Josef Albers. Interaction | Öffnungszeiten Ausstellung: Di – So 10 – 18 Uhr

Kontakt: +49 (0) 201 – 61 629 17, info@villahuegel.de
Eintritt inkl. Villa Hügel, Park und Historische Ausstellung Krupp: Erwachsene: 5 €, Kinder bis zum 14. Lebensjahr: frei, Schulklassen in Lehrerbegleitung: frei

Titelfoto: Josef Albers, „Kaiserlich“, um 1923, Glassassemblage, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn