Mehr Schutz für Graupapageien und Himmelblaue Taggeckos

Papageien und Reptilien zählen seit vielen Jahren zu den beliebtesten Haustieren. Einige von ihnen sind durch die EG-Verordnung 338/97 artenschutzrechtlich geschützt.

So wurde der Himmelblaue Taggecko erstmalig im Dezember 2014 in den besonderen Schutz (Anhang B) der Verordnung aufgenommen.
Der Graupapagei hingegen ist schon seit dem 06.06.1981 eine besonders geschützte Tierart.

Am 04.02.2017 traten nun die aktualisierten Anhänge der EG-Verordnung (2017/160) in Kraft. Hierin sind die Beschlüsse der 17. Washingtoner Artenschutzkonferenz umgesetzt worden. So wurde unter anderem der Graupapagei (Psittacus erithacus) und der Himmelblaue Taggecko (Lygodactylus williamsi) mit Inkrafttreten der Anhänge von dem besonderen in den strengen Schutz (Anhang A) hochgestuft.

Diese Hochstufung zieht einige rechtliche Änderungen nach sich, die Halter dieser Tierarten unbedingt beachten müssen.

Die Untere Naturschutzbehörde macht alle Halter, Züchter und Händler darauf aufmerksam, dass der Kauf und auch Verkauf von Graupapageien und Himmelblauer Taggeckos ab sofort nur noch mit EG-Vermarktungsbescheinigungen erlaubt ist. Ein Handel mit Züchter- oder Herkunftsnachweisen oder alten blauen CITES-Bescheinigungen ist ab sofort nicht mehr möglich.

Eine entsprechende EG-Vermarktungsbescheinigung kann man schriftlich bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen.

Es wird seitens der Unteren Naturschutzbehörde eindringlich darauf hingewiesen, dass ein Kauf oder Verkauf diese Tierarten ohne Vermarktungsgenehmigung unter Umständen einen strafrechtlichen Verstoß nach dem Bundesnaturschutzgesetz darstellt.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde unter Telefon: 88 59551 und 88 59552 zur Verfügung.

Titelfoto: Mehr Schutz für Graupapageien und Himmelblauer Taggeckos Foto: Tanja Ebbers
(ü. Pm.)