Bürgerbewegung „Pulse of Europe“

Am Sonntag schlug der Pulse Europas wieder in Essen: trotz langen Wochenendes machten sich mehr als 150 Menschen auf, um für den Erhalt und die Reform der Europäischen Union zu demonstrieren.

Die Ereignisse in Großbritannien standen dieses Mal im Mittelpunkt der Kundgebung, eigentlich aufgrund der am Donnerstag anstehenden britischen Parlamentswahlen. Der Terroranschlag in London, der ja bereits zweite islamistische Anschlag in Großbritannien innerhalb von nur zwei Wochen, war dann noch ein sehr trauriger Anlass mehr, um mit den Gedanken bei den Briten zu sein.

Pulse of Europe startete daher mit einer Gedenkminute für die Opfer beider Taten.

Anschließend gab die Anwältin Gisela Grabow, die in England und Deutschland aufgewachsen ist, einen Einblick in die politische Stimmung im Land. ‚Brexit’ hin oder her, sie hält daran fest: „Großbritannien gehört zu Europa“.

„Lasst Euch nicht entmutigen“ war dann auch ein Satz, der an verschiedenen Stellen gesagt wurde. Am offenen Mikrofon erzählte Rudolf Werntges davon, wie er in den 70er-Jahren beim Schüleraustausch in England noch als ‚Nazi’ beschimpft wurde. Seine Bekannten von damals hoffen jetzt, dass sich Großbritannien vielleicht doch nicht von Europa abwendet.

Als Engländer, der schon lange in Deutschland lebt, überlegt sich Roy Kift nun, aufgrund des ‚Brexit’ die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Aber von Pessimismus war trotzdem wenig zu spüren in seinen Worten, denn „es gibt viele Millionen Menschen in England, die bei Europa bleiben wollen“.

Mit einer großen britischen Fahne sendeten die Essener dann einen Gruß nach Großbritannien, und sangen die ‚Ode an die Freude’. Und es gab noch mehr Musik zu belauschen, sogar von Profis: mit Helmut Kowitz und Hans Wedelstädt standen diesen Sonntag gleich zwei Essener Musiker auf der Bühne.

Am ersten Sonntag im Juli, dem 2.7., geht es mit Pulse of Europe in Essen weiter, als europäische Ergänzung zum „Tag der Bewegung“ als einem der programmatischen Höhepunkte der Grünen Hauptstadt Europas.

An diesem besonderen Tag schlägt der Puls Europas auch an einem besonderem Ort: ausnahmsweise nicht auf dem Hirschlandplatz, sondern auf dem Platz vor der Philharmonie.

Hintergrund:

Auch wenn die Berichterstattung über die Gegner Europas häufig die Nachrichten dominiert, ist „Pulse of Europe“ nicht gegen etwas oder jemand gerichtet, sondern will überparteilich ein Zeichen für den Zusammenhalt in Europa setzen. Wir glauben, dass es viel mehr Menschen gibt, die für Europa sind – die aber bisher nur nicht öffentlich in Erscheinung treten.

Hintergrund:Um diese schweigende Mehrheit sichtbar zu machen, kamen an diesem Sonntag wieder europaweit zehntausende Menschen in über 120 Städten aus 13 EU-Mitgliedsstaaten sowie aus Albanien, dem Kosovo und der Ukraine zusammen.

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Pulse of Europe Essen essen@pulseofeurope.eu

 

Foto: Pulse of Europe-Teilnehmer mit Union Jack