Noa Noa – oder das gemalte Paradies. Eine musikalisch-literarische Reise

Bei seiner ersten Reise nach Tahiti (1891–1893) schreibt der französische Maler Paul Gauguin (1848–1903) ein schwärmerisches Tagebuch. Er gibt seinen romantischen Schriften den Titel „Noa Noa“ – „duftende Erde“. Der Maler versucht die Flucht aus der europäischen Zivilisation, wo ihm alles artifiziell und konventionell vorkommt, in eine erhoffte paradiesische Ursprünglichkeit der Südsee. Seine Gemälde aus dieser Zeit eröffnen der Kunst neue Wege. Sein Tagebuch gibt besondere Einblicke in Gauguins Illusionen vom „göttlich Primitiven“ und die feinen „Risse“ im paradiesischen Leben.

„Als Gauguin in Tahiti eintraf, war er bewaffnet mit einer Flinte, einem Waldhorn, zwei Mandolinen und einer Gitarre, voller Illusionen über die Möglichkeiten des glücklich-einfachen Lebens und voller Zuversicht…“ (Danielsson)

Kompositionen für zwei Gitarren zu Gauguins Bildern aus Tahiti umrahmen die literarische Reise, auf die sich Jörg Mascherrek, Rezitate, und Judith und Volker Niehusmann, Gitarre, am Freitagabend im Residenzsaal des Schloß Borbeck begeben.

Rezitator Jörg Mascharrek arbeitet derzeit im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg. Er hat zahlreiche Programme, unter anderem zu Dario Fo, Erich Kästner, Patrick Süßkind und Rainer Maria Rilke, erarbeitet und präsentiert. Die Qualität des Niehusmann Gitarren-Duos belegen unter anderem CD-Aufnahmen bei Naxos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schöne Aussichten – Paradiese und Utopien“ der Essener Kultureinrichtungen.

Freitag, 23. Juni, 19 Uhr, im Schloß Borbeck. Residenzsaal. Der Eintritt kostet 10 Euro.

(ü. Pm.)