Symposium „Folkwang Tanz“ setzt sich mit dem Erbe von Kurt Jooss bis Pina Bausch auseinander

Mit dem Symposium „Folkwang Tanz“ vom 13. bis 15. Oktober 2017 am Campus Essen-Werden der Folkwang Universität der Künste wird die Frage nach der Relevanz des Erbes von Kurt Jooss bis Pina Bausch erstmals öffentlich gestellt.

Das Symposium ist Festakt, Werkschau und kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Folkwang Tanz“ zugleich. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Den Auftakt macht am Freitag, 13. Oktober (18.00 Uhr) eine öffentliche Veranstaltung in der Neuen Aula. Zudem findet am Samstag, 14. Oktober, ein Folkwang Tanzabend statt (Eintritt 10 Euro, 5 Euro ermäßigt). Im Fokus des Symposiums steht die an Folkwang entwickelte Jooss-Leeder-Technik, die – auf den Lehren von Rudolf von Laban basierend – von Kurt Jooss und Sigurd Leeder und in der Nachfolge von Hans Züllig und Jean Cébron entwickelt wurde. Christine Eckerle, langjährige Dozentin für Kinetographie an Folkwang sagt dazu: „Irgendwo hat diese Technik etwas äußerst Natürliches und dabei etwas sehr Kunstvolles. Und es geht einem nicht gegen den Strich.“ In Lectures, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen soll deutlich werden, wie die Jooss-Leeder-Technik die Arbeit von TanzkünstlerInnen wie z.B. Susanne Linke, Reinhild Hoffmann oder Gregor Zöllig bis in die Gegenwart hinein prägt. Dabei soll nicht nur Erreichtes der vergangenen 90 Jahre sichtbar werden, sondern auch Möglichkeiten für die Zukunft der Folkwang Tanzausbildung aufgezeigt werden. In Gesprächsrunden mit externen Gästen von pact Zollverein bis tanzhaus nrw geht es um Perspektiven und Potentiale des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste. So werden am Sonntag, 15.Oktober, um 12 Uhr im Kammermusiksaal Alumni der Ausbildung über ihre Erfahrungen in der nationalen und internationalen Tanzszene diskutieren. Für den Eröffnungsabend am Freitag, 13. Oktober, ab 18 Uhr in der Neuen Aula sind noch Karten erhältlich. Dort werden Filme gezeigt und Vorträge über Kurt Jooss und Sigurd Leeder stattfinden. Zusätzlich gibt es eine Gesprächsrunde über die Technik und die Haltung der Folkwang Tanzausbildung mit international bekannten Tanzschaffenden. Abschließend wird Urs Dietrich einen Ausschnitt aus seinem Solo „Thalamus“ tanzen. Im Rahmen des Symposiums findet am Samstag, 14. Oktober (19.30 Uhr) ein Folkwang Tanzabend in der Neuen Aula statt. Zu sehen sind Choreographien von Pina Bausch, Jean Cébron, Susanne Linke, Urs Dietrich, Ben J. Riepe, Gregor Zöllig u. a. Ein Höhepunkt des Abends ist die Aufführung von „Philips 836885 D.S.Y.“. Das Solostück von Pina Bausch war in dieser Form seit knapp 40 Jahren nicht mehr live auf einer Bühne zu erleben. Noch wenige Restkarten für den Tanzabend sind an der Abendkasse erhältlich (10 Euro, ermäßigt 5 Euro). Das Symposium wird gefördert durch die Kulturstiftung Essen, das Ministerium für Kultur und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und Deutsches Tanzarchiv Köln | SK-Stiftung Kultur. Die Teilnahme ist kostenlos; eine vorherige Anmeldung unter symposium.tanz@folkwang-uni.de ist erforderlich.

Über die Kampagne „Folkwang ist“:

Das Symposium „Folkwang Tanz“ ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Folkwang Universität der Künste. Wir nehmen dieses besondere Jahr zum Anlass, uns 2017 mit unserer Identität zu beschäftigen und das gesamte Jahr unter das Motto „Folkwang ist“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen und uns zu sagen, was Folkwang für Sie persönlich bedeutet: bei ausgewählten Veranstaltungen, über Social Media, im öffentlichen Raum, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist in den Sozialen Medien und auf www.folkwangist.de.