ChorWerk Ruhr – PROJEKTE IM NOVEMBER UND DEZEMBER

In der Kritikerumfrage der Opernwelt 2017 kann sich das ChorWerk Ruhr gleich über zwei Erwähnungen freuen:  für „Earth Diver“, das für die Ruhrtriennale 2016 produziert wurde und im August beim MAfestival in Brügge noch mal aufgeführt wurde, und für den Einsatz bei „Einstein on the Beach“ im Theater Dortmund. Motiviert starten wir in die beiden letzten Monate des Jahres, in denen das ChorWerk Ruhr noch drei weitere ganz besondere Konzerte präsentiert. Im November wird es passend zur herbstlichen Jahreszeit nachdenklich-besinnlich: Johannes Brahms‘ einziges großoratorisches Werk  „Ein deutsches Requiem“ thematisiert die irdische Vergänglichkeit und die Frage nach dem Warum. Der Dezember wird dann weihnachtlich-festlich: Das Weihnachtskonzert „In dulci jubilo“ steht zum Reformations-Jubiläumsjahr ganz im Zeichen der protestantischen Kirchenmusik, die Martin Luther maßgeblich geprägt hat. Ein weiteres Highlight im Dezember ist die Beteiligung an der konzertanten Oper „Il Barbiere di Siviglia“ am Konzerthaus Dortmund.

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Johannes Brahms’ Werk „Ein deutsches Requiem“ stellt sich bewusst den gewohnten Aussagen der liturgischen Totenmesse entgegen. Der sonst zentrale österliche Gedanke der Erlösung durch den Tod Christi fehlt. Stattdessen konzentriert sich Brahms auf irdische Vergänglichkeit und diesseitige Hoffnung. Zehn Jahre nach dem Requiem beschäftigt sich Brahms in seiner großangelegten Mottete op. 74, Nr. 1 „Warum ist das Licht gegeben“ noch einmal mit demselben Thema. Es ist eine „kleine Abhandlung über das große ‚Warum’“, wie Brahms es selbst nannte. Auch hier gibt es Christus, den Erlöser, nicht. Brahms komponiert diesen Eröffnungsabschnitt nach dem Prinzip des ausweglosen Zirkelkanons und lässt die Grundfrage bis zum Schluss hin offen. Auch die Religion beantwortet sie nicht.

Programm und Mitwirkende

Johannes Brahms (1833-1897)
Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen (1879)Opus 74. Nr. 1 Motette für gemischten Chor a cappella
Ein deutsches Requiem op. 45 – nach Worten der heiligen SchriftFassung für Soli, Chor und zwei Klaviere des Duo d’Accord (1868/2017)

Johanna Winkel, Sopran
Thomas E. Bauer, Bariton
Duo d’Accord – Klavierduo Lucia Huang & Sebastian Euler
ChorWerk Ruhr
Florian Helgath, Musikalische Leitung

Termine:
Samstag, 18.11.2017, 20 Uhr, UNESCO Welterbe Zollverein, Halle 5, Essen
Sonntag, 19.11.2017, 17 Uhr, Christuskirche Bochum
Sonntag, 26.11.2017, 19 Uhr, Mercatorhalle Duisburg

Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit Christuskirche Bochum und Kulturbüro Bochum

Tickets:
Essen: www.reservix.de
Bochum: www.adticket.de
Duisburg: www.duisburger-philharmoniker.de

Link: www.chorwerkruhr.de

IN DULCI JUBILO
Was wäre die deutschsprachige Kirchenmusik ohne Martin Luther? Luther hat nicht nur einen nachhaltigen Impuls für die Schaffung eines deutschsprachigen Kirchenliedes gegeben, sondern als Liebhaber der traditionellen lateinischen Kirchenmusik die protestantischen Kirchenmusiker auch dazu angeregt, in der neuen Liturgiesprache kunstvoll weiter zu komponieren. So hat das protestantische Repertoire binnen kürzester Zeit jene Höhen erreicht, die durch große Namen wie Dietrich Buxtehude, Heinrich Schütz oder Michael Praetorius repräsentiert werden. In dem weihnachtlichen Konzert präsentiert ChorWerk Ruhr diese drei wichtigen Vertreter der protestantischen Kirchenmusik des Früh- und Hochbarocks.

Programm und Mitwirkende

Michael Praetorius (1571-1621)
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Vom Himmel hoch
Herr Gott, dich loben wir
– Das Te Deum deutsch
Puer natus – Ein Kind geborn
Es ist ein Ros entsprungen
In dulci jubilo

Dietrich Buxtehude (1637-1707)
Das neugeborne Kindlein – Weihnachtskantate
Heinrich Schütz (1585-1672)
Weihnachts-Historie – SWV 435

Dorothee Mields, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Björn Colell, Laute
Günter Holzhausen, Violone
Christoph Anselm Noll, Orgel
ChorWerk Ruhr
l’arte dell mondo
Florian Helgath, Leitung

Termine:
Sonntag, 03.12.2017, 17 Uhr, Philharmonie Essen
Montag, 04.12.2017, 20 Uhr, Zeughaus Neuss

Eine ChorWerk Ruhr Produktion

Tickets:
Essen: www.theater-essen.de
Neuss: www.westticket.de

Link: www.chorwerkruhr.de
IL BARBIERE DI SIVIGLIA

„Il Barbiere di Siviglia“ von Gioacchino Rossini gilt als Schlüsselwerk der komischen Oper. Die ironischen Zwischentöne und der subtile Humor, die fest in Rossinis Partitur verankert sind, sind wie gemacht für einen Dirigenten wie Jérémie Rhorer und sein Ensemble Le Cercle de l’Harmonie, die darin ihre viel gepriesenen dramatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können. »Eine nahezu perfekte konzertante Aufführung, totale musikalische Glücksgefühle bei den Besuchern!« ist aus Paris zu lesen – nicht weniger ist für den „Barbier“ in Dortmund zu erwarten.

Programm und Mitwirkende

Gioacchino Rossini (1792-1868)
Il Barbiere di Siviglia Komische Oper in zwei Akten von Cesare Sterbini

Florian Sempey, Figaro
Catherine Trottmann, Rosina
Michele Angelini, Il Conte d’Almaviva
Peter Kálmán, Don Bartolo
Robert Gleadow, Don Basilio
Annunziata Vestri, Berta
Guillaume Andrieux, Fiorello
ChorWerk Ruhr (Herren)
Le Cercle de l’Harmonie
Jérémie Rhorer, Dirigent

Termin:
Dienstag, 19.12.2017, 19 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Eine Produktion des Konzerthauses Dortmund

Tickets: www.konzerthaus-dortmund.de

Link:  www.chorwerkruhr.de

Weitere Informationen zu Programm und Tickets finden Sie unter: www.chorwerkruhr.de und auf Facebook.