Bürger protestieren in Essen gegen geplante Flüchtlingsunterkünfte in Landschaftsschutz- und Ackergebieten

Die Bürgerproteste in Essen sind weiterhin aktiv. Gegenstand der Demonstration in der Innenstadt am Samstag, an der ca. 500 Personen teilnahmen, sind Befürchtungen um Eingriffe in den grünen Landschaftsraum infolge der sich für die Stadt ergebende Notwendigkeit weiterer Flüchtlingsunterbringung.

Während zu Beginn der Proteste in Essen die Auseinandersetzung um die unterschiedliche regionale Nord-Süd Belegung in der Stadt im Vordergrund stand, tritt nun die generelle Einschränkung im Grün- und Erholungsraum als gemeinsame Befürchtung auf. Im Essener Norden wurde, wir berichteten, insbesondere auch der geplante Freizeitraum um eine noch zu bauende Marina thematisiert, allerdings in einer Parteienabsprache wieder zurückgenommen.

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Grüne: Totalverweigerung der Altenessener SPD gegen Flüchtlingsunterkünfte unverantwortlich

Auf entschiedenen Widerspruch der Grünen im Bezirk 5 ist eine öffentliche Erklärung der neuen, SPD-nahen Bürgerinitiative „Für die Zukunft des Essener Nordens“ gestoßen.

Der Sprecher der SPD-Fraktion in der BV 5, Theodor Jansen, der auch Sprecher der Bürgerinitiative ist, hatte die Errichtung weiterer Flüchtlingsunterkünfte im Norden als Versuch bewertet, den Essener Norden als „Deponie für alle sozialpolitischen Probleme der Gesamtstadt“ zu bestimmen. Dazu erklärt Christiane Wandtke, Bezirksvertreterin der Grünen im Bezirk 5:

„Die Zukunft des Essener Nordens wird nicht durch Flüchtlingsunterkünfte gefährdet. Dass in Altenessen und dem gesamten Norden zu wenig nachhaltige Investitionen in Schulen, moderne Mietwohnungen, den ÖPNV oder attraktive Gewerbegebiete geleistet werden, hat nichts mit den Flüchtlingszeltlagern und Übergangsheimen zu tun. Auch Grüne lehnen Unterbringungsstandorte für 800 Menschen, wie in Altenessen und Katernberg von der Verwaltung geplant, ab. Aber wer mit dieser Ablehnung nicht rechten Gruppierungen in die Hände spielen will, muss andere, kleinere Standortalternativen aufzeigen. Daran will sich aber im Gegensatz zu den Grünen oder vielen Umweltverbänden die SPD in Altenessen oder Katernberg offensichtlich nicht mehr beteiligen. Die polemischen Parolen von sozialen Mülldeponien sind ein Armutszeugnis für die Bürgerinitiative und eindeutig blöd – und nicht bunt!

Auch Grüne wollen die möglichen Chancen eines Marinabauprojekts erhalten. Eine gute Alternativfläche stellt das nahe gelegene Gewerbegebiet Fritz an der Nordsternstrasse dar, das seit langem leer steht. Da diese Fläche der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW Urban gehört, erwarten wir eine Bereitstellung der Flächen durch das Land.

Wir sind außerdem davon überzeugt, dass es im Essener Norden noch genug Flächen für kleinere Flüchtlingsunterkünfte gibt, die den sozialen Frieden nicht bedrohen.“

(ü. Pm.)

Aufruf zum Aufräumen: „11. pico-bello-SauberZauber“ möchte alle Essener auf die Beine bringen

Es werden wieder Tausende sein, die am Samstag, 12. März, als Hauptaktionstag des „11. pico-bello-SauberZaubers“ gemeinsam ihren Stadtteil aufräumen. Mittlerweile ist die Aktion zu einer gewachsenen Tradition geworden. Zur elften Auflage rufen die Organisatoren daher wieder alle Essenerinnen und Essener dazu auf, ihre Umgebung von herumliegendem Müll und Unrat zu befreien. Und jeder kann mitmachen, ob auf Wiesen, Parkplätzen oder Bolzplätzen, im Team oder als Einzelperson. Die klare Botschaft lautet: „Liebe Leute, zaubert mit!“. Anmeldungen sind ab sofort bis Freitag, 19. Februar, möglich.

„Was die SauberZauberer bisher schon geleistet haben, ist wirklich beeindruckend. Doch das Thema Stadtsauberkeit ist eine Daueraufgabe. Jeder kann schon mit etwas Rücksichtnahme und einem umweltbewussten Verhalten einen Beitrag dazu leisten unsere Stadt sauber zu halten und noch lebenswerter zu machen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Kufen die Idee hinter der stadtweiten Aktion. Als Schirmherr engagiert er sich für den „SauberZauber“.

Dass dies nur gemeinsam geht und jeder gefragt ist, weiß Klaus Barkhofen von der Bürgerinitiative BIGWAM e.V. (BürgerInitiative Gegen den Wilden AutoMarkt e. V.) aus seinem eigenen Engagement: „Der ‚pico-bello-SauberZauber‘ ist eine gute Möglichkeit, gemeinsam anzupacken, etwas zu verändern, statt sich über Missstände nur zu empören. Indem wir freiwillig einen ganzen Tag lang zusammen weggeworfenen Müll und zahlreiches Autozubehör aus den Gebüschen holen, setzen wir ein deutliches Zeichen! Wir wollen in unserem Stadtteil keine, unter anderem von den wilden Autohändlern, verursachten ‚Dreckecken‘. Essen soll lebenswert sein und wir wollen das durch unsere Teilnahme zeigen.“ Die rund 200 Ehrenamtlichen von BIGWAM e. V. setzen sich u.a. für einen sauberen Essener Norden ein. Im vergangenen Jahr gewannen die Engagierten den Vereinspreis beim SauberZauber für ihren Einsatz in Bergeborbeck/ Vogelheim.

Mit ihrem Engagement werden sie nicht allein bleiben! „Wir geben alles, damit wieder etwa 14.000 Menschen mitmachen“, kündigt Janina Krüger an. Sie ist Geschäftsführerin der Ehrenamt Agentur Essen e.V., die sich zum bereits fünften Mal um die Organisation der Aktion kümmert. Sie wirbt, koordiniert und nimmt Anmeldungen an. Bei ihr laufen seit 2012 alljährlich alle Fäden zusammen. Alle Engagierten können sich für den Hauptaktionstag direkt bei der Ehrenamt Agentur anmelden. Schulen und Kindergärten können ihre Aktionen gerne bereits eine Woche vor oder nach dem offiziellen Aktionstag, also von Montag, 7., bis Freitag, 18. März, machen.

Jährlich sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr als 10.000 80-Liter-Müllsäcke und einige Wagenladungen Sperrmüll. Ohne professionelle Hilfe wäre das unmöglich. „Die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) sind erneut das logistische Rückgrat des pico-bello-SauberZauber“, erklärte Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE. Die EBE ist aus Überzeugung als Hauptsponsor dabei. Die EBE spendet nahezu das gesamte Material, das den Bürgern das Sammeln erleichtert. EBE-Mitarbeiter sorgen beim SauberZauber für die gesamte Logistik: Sie verteilen Säcke, Zangen und Handschuhe an die Gruppen und holen später große Fundstücke wie Sofas oder Matratzen ab. All die roten SauberZauber-Säcke, die die engagierten kleinen und großen Helfer an Abholstellen beziehungsweise am Straßenrand platzieren, sammeln sie nach und nach ein.

„Mehr Sauberkeit für Essen, das ist natürlich in unserem Sinne“, erklärt Rolf Friesewinkel, Prokurist des operativen Bereiches bei der EBE. „Die SauberZauberer ergänzen unsere alltägliche satzungsgemäße Reinigung in ihrem persönlichen Umfeld. Wir alle schätzen eine saubere, angenehme Umgebung. Dafür darf man auch ruhig selbst mal eine Zange in die Hand nehmen.“

„Vorbildlich“ nennt EBE-Pressesprecherin Bettina Hellenkamp den Einsatz der vielen Bürgerinnen und Bürger. „Hier setzen sich die Anwohner aktiv für ihre Stadt ein, das ist wunderbar. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich einbringen. Wenn vor allem die Kindern das von dieser Aktion mitnehmen, wäre für uns ein wichtiges Ziel erreicht.“

Olaf Frei, Pressesprecher der Essener Verkehrs-AG (EVAG) lobte die gemeinsame Idee hinter der Aktion: „Die EVAG sieht sich als Stadttochter hier mit in der Verantwortung alle Teilnehmer der Aktion zu unterstützen und deswegen ist die EVAG seit der ersten Stunde dabei!“ Das Verkehrsunternehmen sichert tagtäglich die Mobilität von über 330.000 Menschen in Essen. Das Engagement der EVAG hat mittlerweile Tradition und so haben auch in diesem Jahr alle Teilnehmer, die einen pico-bello-Button vorzeigen, am Hauptaktionstag freie Fahrt im Essener Stadtgebiet. Jeder angemeldete Teilnehmer erhält einen Button, den er gut sichtbar tragen sollte, damit er am Samstag, 12. März, Busse und Bahnen frei nutzen kann.

Zum bereits zweiten Mal macht sich die Apothekergenossenschaft Noweda eG für die Aktion stark und unterstützt den „pico-bello-SauberZauber“ tatkräftig bei der Öffentlichkeitsarbeit und wirbt über ihr Apothekennetz. „Die Apotheke ist ein wichtiger Anlaufpunkt in den Stadtteilen. Für viele Menschen in Essen sind Ihre Apotheker Ansprechpartner und Multiplikatoren“, erklärte Stefan Heine als Leiter der Unternehmenskommunikation und fügte hinzu: „Uns ist das Thema einer sauberen Stadt sehr wichtig und wir wollen möglichst viele Menschen motivieren mitzumachen!“

Mit Flyern, Postern und Informationsmaterialien wird in Essens Apotheken für den „11. pico-bello-SauberZauber“ geworben.

Auch im elften Jahr engagiert sich das Einrichtungshaus XXXL Kröger für die Sauberkeit in Essen. Um den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen zu unterstützen, spendet das Möbelhaus Preise. Unter allen Teilnehmern werden Einkaufsgutscheine im Wert von 750 Euro, 500 Euro, 250 Euro und 100 Euro verlost. Denn Engagement lohnt sich!

Der Ruhrverband engagiert sich zum bereits dritten Mal als Kooperationspartner und hat ein deutliches Anliegen. 2Wir möchten durch unser Engagement die Bevölkerung für die Problematik der Gewässerverschmutzung sensibilisieren. Leider werden Plastikmüll, Altreifen, Kanister mit giftigen Substanzen bis hin zu Fahrrädern, Elektrogeräten und Kühlschränken an den Ufern unserer Gewässer entsorgt“, so Markus Rüdel, Pressesprecher des Ruhrverbandes. Dieser Müll gefährdet die Wasserqualität , um das sich das öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen sorgt. Als Sponsor stellt der Ruhrverband Zangen zur Verfügung, mit denen zum Beispiel die Ufer von Müll befreit werden können.

Mit der GENO BANK ESSEN eG hat die Aktion 2016 einen neuen Unterstützer gefunden. „Als Genossenschaftsbank bejahen wir den gemeinschaftlichen Gedanken hinter dem ‚SauberZauber‘. Mit unserer Unterstützung für diese Aktion unterstreichen wir die genossenschaftliche Idee der Hilfe zur Selbsthilfe. Sauberkeit ist ein Gemeingut und schließlich profitieren wir alle von sauberen Flächen und Wiesen in unserer Stadt“, erklärte Susanne Wilde, Prokuristin und Leiterin der Kommunikation bei der GENO Bank Essen. Die Genossenschaftsbank sponsert Zangen für die vielen aktiven Sammler.

Anmeldung ab sofort

Interessierte können sich ab sofort bei der Ehrenamt Agentur Essen e.V. noch bis zum 19. Februar anmelden! Anmeldungen sind per Mail an info@ehrenamtessen.de, Fax an die Nummer: 839 149 90, telefonisch unter der Nummer: 839 1490 oder auf dem Postweg (Bredeneyer Straße 6b, 45133 Essen) möglich. Die Anmeldeformulare sind über www.ehrenamtessen.de abrufbar.

(ü. Pm.)

Grüne: Verkehrskonzept ist einzige Chance, die Verkehrssituation in Werden in den nächsten Jahren zu verbessern

Anlässlich der Forderungen der neu gegründeten Bürgerinitiative „Fließend Werden“ für eine komplette Revision des Verkehrskonzeptes Werden erklärt Rolf Fliß, Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses (Grüne):

„Wer das aufwendig erarbeitete und mit zahlreichen Beteiligten abgestimmte Verkehrskonzept generell in Frage stellt, muss wissen, dass damit auf Jahre wenn nicht Jahrzehnte hin die Chance vertan wird, die Verkehrssituation in Werden zu verbessern. Wer das Verkehrskonzept stoppt, bringt auch das geplante vorbildliche Ortsbussystem zum Scheitern. Denn eine neue Busführung ist nur durch einen Umbau der Abteistraße möglich.

Auch die Debatte um die 6,5 Mio. Euro Kosten wird falsch geführt. Rund eine Mio. Euro sind Kosten für eine unabwendbare Fahrbahndeckenerneuerung und Flüsterasphalt an Abtei- und Brückstraße, die bald unabhängig vom Verkehrskonzept zu leisten sind. Alt bekannte Forderungen der neuen Bürgerinitiative nach einem Tunnel oder einer Ortsumgehung sind hingegen Wolkenkuckucksheime. Auch das geforderte zweigeschossige Parkhaus in sündhaft teurer Tiefbauweise auf dem Platz der Feintuchwerke ist unfinanzierbar.

Der Vorwurf der Bürgerinitiative nach fehlender Bürgerbeteiligung ist falsch und ungerecht. Ich kenne kein Bebauungsplan-Verfahren in Essen, das mit mehr Bürgerbeteiligung verbunden war als das zur Grünen Harfe, dessen Ergebnis auch das Verkehrskonzept ist.“

Anna Leipprand, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung IX, ergänzt:

„Das Verkehrskonzept löst sicherlich nicht alle Probleme, aber es wird den Verkehr in Werden flüssiger fließen lassen, und der Ortskern wird aufgewertet und modernisiert. Viele der heutigen Stau-Hotspots werden aufgelöst. Nicht zuletzt wird die Aufenthaltsqualität im Zentrum erheblich verbessert. Werden hat diese Investition verdient, und wir sollten diese Chance gemeinsam nutzen.“

(ü. Pm.)

Werden soll nicht im Verkehr ersticken – Neue Bürgerinitiative formuliert Forderungen

„Fließend Werden“nennt sie sich. Die neue Bürgerinitiative in Werden, die der Stadtverwaltung einen harten aber konstruktiven Widerstand gegen Verkehrsplanungen ankündigt, die nach Ansicht der Werdener untragbar wären. In einem Konstituierungstreffen konkretisierte man Protest und Forderung. 

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Die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Fließend Werden“ am 9.1.2016 im Café Jet in Werden war gut besucht. Mit seiner Lage im Brennpunkt der kommenden Verkehrsproblematik (sofern das Konzept ohne Änderung durchgesetzt würde) direkt an der Bungertstraße / Abteistraße, war es der optimale Ort für diese Veranstaltung.

Zu Beginn der von Jan-Peter Hazebrouck und Daniel Schwarze moderierten Veranstaltung wurde den Anwesenden das Verkehrskonzept kurz erörtert und deren Schwäche aufgezeigt. So verschärft sich das Parkplatzproblem durch wegfallende Parkplätze, die Gefahr für Schüler nimmt rapide zu, da der beliebte Weg durch die „Hölle“ um dann die B224 in Richtung Bungertstraße zu überqueren hohe Risiken bei einer 4-spurigkeit birgt, ebenso werden die Schüler in den Bereichen um das Gymnasium durch den stark zunehmenden Verkehr extrem gefährdet. Der Lärm auf der jetzigen Abteistraße wird vergleichbar laut mit einer Startbahn zumindest aber so laut wie die A40, neu hinzukommende Verkehrsströme in den Nebenstraßen (Heckstraße, Wigstraße, Dückerstraße, Körholzstr, Grafenstraße, Bungertstr. Kastellgraben, Rittergasse, Stadtmauer und Wesselswerth) werden neue Probleme schaffen. Die verminderte Parkplatzsituation wird ebenfalls für mehr umlaufenden Verkehr sorgen, im Bereich bei Mirbach und dem Füthhaus (Chemische Reinigung am Markt) wird es Probleme mit den abbiegenden Bussen und LKW geben, direkt vor dem Tor der Hochschule treffen zwei Busse aufeinander. Die Bushaltestelle Werden Markt wird auf dem rechten Fahrstreifen sein, da die Busbucht zurückgebaut wird, zum Überqueren der B224 wird es nur EINE Ampel vor der Chemischen Reinigung geben (bei der Deutschen Bank fällt die Ampel weg), Verkehr, der in die Brückstraße fährt (mit dann umgekehrter Einbahnstraßenregelung zu heute) muß durch die Heckstraße, Wig öder Dückerstraße bzw Grafenstraße wieder aus Werden hinaus fahren, anliefernde LKW kommen schon jetzt nur schwer dort durch, neue Staus sind zu erwarten, da die prognostizierten Durchfahrten stark erhöht werden. Die zu erwartenden Zahlen sind  in der Titelgrafik kurz vorgestellt.

Die Bürgerinitiative will das Konzept zwar nicht verhindern, fordert aber weitere Untersuchungen, da zahlreiche Möglichkeiten nicht berechnet und geprüft wurden, wie die Werdener Innenstadt noch vom Verkehr entlastet werden könnte

Was die Verwaltung der Stadt und die in Auftrag gegebenen Gutachten nicht geprüft haben sind die folgenden Punkte:

Die Brückstraße zu Stoßzeiten zweispurig belassen (absolutes Halteverbot auf der rechten Seite an Wochentagen zwischen 6 und 9 Uhr)
Die Brückstraße auf Tempo 30 drosseln, die Bushaltestelle am Brückenkopf zurückbauen, die Ampelanlagen auf einen besseren Durchfluss konfigurieren.
Anstelle der komplexen Ampelschaltung am Eingang von Werden (auf der Brücke) wäre ein großer Kreisverkehr weitaus effektiver um den Fluss aufrecht zu erhalten, so kommt es aus beiden Richtungen zu weniger Stop and Gos.
Parkplätze müssen gebaut werden, dazu bietet sich der Platz der ehemaligen Feintuchwerke, auf dem schon jetzt geparkt wird an um dort ein zumindest zweigeschossiges Parkhaus als Tiefbau zu realisieren.
Ebenfalls wurde nicht geprüft, wie sich eine Einspurigkeit zwischen der Propsteistraße bis zur Brücke auswirken würde. Es kommt heute zu Stau, weil sich vor dem ehemaligen Rathaus die Autos wieder auf die linke Spur einfädeln müssen.
Die Bürgerinitiative arbeitet an einer Vorlage für den Rat, diese Prüfungen vorzunehmen und wird diese Vorlage fristgerecht für die nächste Ratssitzung einreichen.
Das neue Konzept geniesst Unterstützung von verschiedenen politischen Seiten in Werden und auch einige Ratsmitglieder der Stadt Essen signalisierten Sympathie für die alternativen Pläne. Die von der Stadt propagierte Bürgerbeteiligung hat nie stattgefunden, es gab Informationsveranstaltungen, die letzte Ende Oktober 2015 in den Werdener Domstuben mit ansässigen Geschäftsinhabern. Dort wurde durch den Bezirksbürgermeister Dr. Bonmann lediglich referiert. Kritische Stimmen wurden damals ignoriert.

Für die Erle berichtete Marcus Brylka von der Veranstaltung.

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Bürgerinitiative „Fließend Werden“ will das „…teure und unreife Verkehrskonzept der Stadt Essen“ stoppen

In Essen Werden bildet sich eine neue Bürgerinitiative. Hintergrund ist die B 224, die zu einem Nadelöhr in Essen Werden führt, mit einer hohen Lärm- und Schadstoffbelastung im Ortskern.

Die Initiatoren der erstrebten Bürgerinitiative  wenden sich gegen Pläne der Stadtverwaltung, deren Verkehrskonzept für den Stadtteil abgelehnt wird.

„Anstatt einer beabsichtigen Verkehrsreduzierung, hat die Stadtverwaltung dazu nun ein Konzept entworfen, bei dem es leider nur zu Verkehrsverlagerungen kommt. Viele Straßen werden deutlich mehr belastet, insbesondere die Abteistraße und die Straßen rund um das Werdener Gymnasium. Dies führt zu höherer Schülergefährdung und zu hohen Emissionen.“ heißt es in einer ersten Stellungnahme und führt weiter aus: „Die Kosten werden bereits jetzt mit mindestens 6 Mio. € veranschlagt,  obwohl noch nicht komplett ausgeplant. Der Bund der Steuerzahler spricht daher von einem „halbgaren“ Konzept“. Auch der ökologische Automobilclub Deutschland kann diesem Konzept nicht zustimmen, das wenige entlastet und viele belastet.“

Man will am kommenden Samstag die Bürgerinitiative „Fließend Werden – das bessere Verkehrskonzept“ gründen und Interessenten informieren. Zielsetzung sei es, eine Überarbeitung des Verkehrskonzeptes zu erwirken, um eine Emissionsentlastung und die Reduzierung der Investitionskosten für Werden zu erreichen.

 

Hierzu werden Interessierte und die Werdener Bevölkerung zum heutigen Samstag,  9. Januar 2016, um 18 Uhr ins Cafe „Jet Werden“, Bungertstraße 10, 45239 Essen, eingeladen.

(stk, ü. Pm.)