EWG und Stadt Essen starten Umfrage zur Breitband-Versorgung

Leistungsfähige Internetverbindungen mit hohen Übertragungsraten gehören immer mehr zur unerlässlichen ökonomischen Infrastruktur. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine flächendeckende Breitband-Versorgung ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger.

Aus diesem Grund hat die EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH es sich zur Aufgabe gemacht, den flächendeckenden und zukunftsfähigen Breitband-Ausbau in Essen zu beschleunigen. Ziel ist es, allen Essener Unternehmen und Privathaushalten den Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet mit höheren Datenübertragungsraten von bis zu 100 Gbit/s zu ermöglichen.

Um den Bedarf nach schnellem Internet in Essen zu ermitteln, hat die EWG in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen jetzt eine Online-Umfrage zur Breitband-Versorgung gestartet. Alle Essener Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an der freiwilligen Umfrage zu beteiligen. Die Ergebnisse der Umfrage dienen als Grundlage dafür, den gezielten Ausbau der Breitband-Infrastruktur zu forcieren und gegebenenfalls Fördermittel beantragen zu können.

„Für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sind leistungsfähige Breitbandnetze und Hochgeschwindigkeits-Internet zentrale Voraussetzungen. Sie garantieren hohe Übertragungsraten bei der Informationsbeschaffung, dem Datenaustausch, bei Videokonferenzen oder dem Online-Vertrieb. Auch für Bürgerinnen und Bürger spielt schnelles Internet eine wesentliche Rolle im alltäglichen Leben“, erläutert Uwe Breder, Breitbandkoordinator der Stadt Essen, die Bedeutung des Breitband-Ausbaus in Essen.

Für Informationen rund um das Thema Breitband-Ausbau in Essen steht die Essener Wirtschaftsförderung allen Unternehmen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung (Uwe Breder, Breitbandkoordinator, Tel.: 0201 / 820 24-69, E-Mail: uwe.breder@ewg.de).

Hier können Sie sich bis zum 30.11.2016 an der Umfrage zur Breitband-Versorgung beteiligen und uns Ihre Anforderungen an einen zukunftsfähigen Breitband-Ausbau mitteilen: www.essen.de/breitband

(ü. Pm.)

Bebauungsplan „Krupp-Gürtel Nord: Südlich Bottroper Straße (Erschließung/ M2-Gewerbegebiet)“

Das Amt für Stadtplanung und Bauordnung führt in der Zeit vom 7. Juni 2016 bis einschließlich 7. Juli 2016 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes „Krupp-Gürtel Nord: Südlich Bottroper Straße (Erschließung/M2-Gewerbegebiet)“ durch.

Während der Auslegung kann die Öffentlichkeit Stellungnahmen und Änderungswünsche zu dem Plan vorbringen. Die Verwaltung wertet die Stellungnahmen aus und legt sie dem Rat der Stadt zur Entscheidung vor. Der Rat wägt die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander ab und entscheidet über ihre Berücksichtigung oder Zurückweisung.

Das circa 17,3 Hektar große Plangebiet befindet sich im Stadtentwicklungsbereich Krupp-Gürtel, zwischen dem Stadtteil Altendorf und dem Essener Zentrum. Im Wesentlichen umfasst es die Flächen zwischen der Bottroper Straße und dem Berthold-Beitz-Boulevard, sowie den Berthold-Beitz-Boulevard von der Bottroper Straße bis zur Pferdebahnstraße. In diesem Bereich sollen hochwertige gewerbliche Nutzungen realisiert werden. Im Rahmen der weiteren Entwicklung des gesamten Umfeldes sowie der geplanten Ansiedlung eines großflächigen Möbelhauses in unmittelbarer Nähe des Plangebietes, gilt es zudem, die vorhandene Verkehrsinfrastruktur zu ertüchtigen. Die Entwicklung des Plangebietes ist als erster Schritt in der Entwicklung des gesamten Bereichs „Krupp-Gürtel Nord“ zu sehen, die bereits im „Masterplan Krupp-Gürtel Nord“ konkretisiert wurde.

Der Bebauungsplan wird vom 7. Juni bis zum 7. Juli öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr ausgestellt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem Beginn der öffentlichen Auslegung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

(ü. Pm.)

Oberbürgermeister übergibt Schlüssel für „THE GRID“

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat heute (3.5.) gemeinsam Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Stephan Kölbl und Dr. Marcus Kruse, geschäftsführende Gesellschafter der KÖLBL KRUSE GmbH, sowie Gabriele Volz, Geschäftsführerin des Vermieters WealthCap den Schlüssel für das neue Firmengebäude „THE GRID“ der DB Schenker AG an Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender der DB Schenker AG, übergeben.

Oberbürgermeister Thomas Kufen betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit des Standortes: „Die heutige Schlüsselübergabe zum Neubau „THE GRID“ macht deutlich, warum Essen ein bedeutender und starker Wirtschaftsstandort ist. Ich freue mich sehr über das klare Bekenntnis der Deutsche Bahn AG und der Schenker AG zum Standort Essen. THE GRID wird ein neues Wahrzeichen unserer Stadt und sicher viele Besucherinnen und Besucher faszinieren.“

Der Neubau in der Kruppstraße 4, direkt am Essener Hauptbahnhof, ersetzt die acht über Essen verstreuten Standorte des Logistikunternehmens. Im neuen Hauptquartier werden 730 Mitarbeiter arbeiten; perspektivisch ist Platz für 900. Das Gebäude wurde nach Plänen der Hamburger bn Architekten in Form eines Doppel-X errichtet. Das Raumkonzept hat DB Immobilien in enger Abstimmung mit DB Schenker als Nutzer entwickelt. „Open Space“ ermöglicht durch Transparenz und Offenheit mehr spontane Kontakte, mehr Nähe von Team und Führungskraft und damit mehr Kommunikation. Die Bruttogrundfläche von knapp 30.000 Quadratmetern verteilt sich auf acht Büroetagen inklusive Betriebsrestaurant. Dazu kommen zwei Ebenen für die Tiefgarage, die Platz für 220 Stellplätze bietet.

Titelbild: Grid (Foto: Elke Brochhagen)

(ü. Pm.)

Kneifen die Behörden bei PCB in Kray?

Dies vermuten zumindest die Vertreter der Krayer Bürgerinitiative und melden sich heute in der Öffentlichkeit: 
„Wie die Bürgerinitiative gegen „Gift“Schredder in Kray auf Nachfrage erfuhr, wollen die Behörden die Einladung zur Bürgerversammlung ausschlagen. „Offensichtlich haben sich das LANUV (Landesumweltamt), die Bezirksregierung Düsseldorf als Aufsichtsbehörde und die Stadt Essen (Umweltamt) dahingehend abgesprochen“, so BI-Sprecher Dietrich Keil. „Das bedauern wir, denn es sollte auch um neue Messwerte und neue Messstellen bei Grünkohlproben gehen, die bereits vorliegen. Nun werden sie zurückgehalten, und das vermutlich nicht, weil die Werte sich verbessert haben.“
Aus Sicht der Bürgerinitiative ist das ein Affront gegenüber den von der PCB-Belastung betroffenen Anwohnern in Kray, mit dem sich die Behörden keine Freunde machen im Stadtteil. „Die Kritik wird eher bestärkt, dass seit Jahren gemessen wird, aber nichts gegen der PCB-Belastung durch die Fa. Richter unternommen wird“, stellt Keil fest. „Das wird auch unseren Protest auf der Bürgerversammlung verstärken, zu der wir umso herzlicher alle Krayerinnen und Krayer einladen und alle Essener, die wie wir einen Widerspruch haben zu „Grüne Hauptstadt, aber PCB in Kray“!
Unter diesem Motto findet die Bürgerversammlung am Dienstag, 19. April, um 18.30 Uhr statt im Saal des Krayer Rathauses am Kamblickweg.“

(ü. Pm.)

Stadt Essen begrüßt Standortentscheidung von RWE

Millionenverluste für die die Kommune, da der Kursverfall von RWE kommunale Finanzeinlagen radikal vernichtete, eine ungewisse finanzielle Zukunft, in der ein wirklich ausgeglichener Haushalt eher nebulös bleiben wird, RWE und Essen bleiben jedenfalls in einer Schicksalsgemeinschaft, wo der verbleibende Titel „Energiehauptstadt“ einen bitteren Beigeschmack besitzt. Trotzdem freut man sich im Essener Rathaus über die RWE Entscheidung zum Verbleib des Sitzes in Essen. In der Rathausmeldung heißt es: 

„Wie der Vorstand der RWE AG gestern (8.3.) bestätigte, bleibt sowohl der Sitz der RWE AG, als auch die neu abgespaltene Ökostromtochter RWE International SE in Essen.

Damit entscheidet sich das Energie-Unternehmen für seinen langjährigen Traditionsstandort. „Die Stadt Essen und RWE verbindet eine lange und verlässliche Partnerschaft. Bereits im Vorfeld zu der Entscheidung haben wir als Stadt deutlich gemacht, dass wir daran auch in Zukunft nichts ändern wollen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Das Signal, dass nicht nur die RWE AG, sondern auch der neu gegründete Unternehmenszweig, der mit den erneuerbaren Energien, den Netzen und auch dem Vertrieb das Zukunftsgeschäft des Unternehmens beinhaltet, ihren Sitz in Essen haben werden, werte ich als positiv. Vor allem auch im Hinblick auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene begrüße ich die Entscheidung sehr.“

(stk., u. ü. Pm.)

Insolvenzen im Ruhrgebiet weiter rückläufig

Die Zahl der Insolvenzen ist im Ruhrgebiet 2015 gesunken.

Bei den Amtsgerichten in der Metropole Ruhr wurden 10.101 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW mit. 2.222 Verfahren, 444 weniger als 2014, betrafen Unternehmen. Auch die Verbraucherinsolvenzen waren rückläufig und gingen von 7.282 auf 6.876 Fälle zurück. Die übrigen rund 1.000 Fälle betrafen Nachlässe, Gesamtgut, natürliche Personen als Gesellschafter sowie ehemals Selbstständige. Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm.)

Industrie und Handelskammer Essen warnt vor Anhebung der Grundsteuer in Essen

Erhebliche Auswirkungen für Betriebe und Standort in Essen befürchtet die Industrie und Handelskammer in Essen. Nicht nur, dass Verbraucher, also Mieter und Hausbesitzer belastet würden, gerade Betriebe und mögliche Investitoren, deren die Stadt händeringend nachläuft, wären betroffen und abgeschreckt. Dabei hat Essen gerade gedemütigt die Abwanderung des historisch hier beheimateten Karstadtkonzerns hinnehmen müssen. 

Wir sprachen mit Andreas Zaunbrecher, Justiziar der Industrie und Handelskammer in Essen, über die Auswirkungen einer möglichen Anhebung der Grundsteuer. 

Pläne von Steuererhöhungen befeuern natürlich immer die Frage nach möglichen Einspargelegenheiten bei der Stadt Essen. Allerdings ist die Betrachtung von Haushaltspositionen der Stadt und ihrer „Töchter“ nicht gerade transparent und auch von personellen Interessen vernebelt. Dies dürfte es schon Haushaltsexperten und Politikern schwer machen nach Potentialen zu suchen. Gerade dies macht es den Verwaltungsgliedern leicht auch noch gelegentlichen Luxus zu finanzieren. Wer beispielsweise danach fragt, was die Beschäftigung einer Psychologin bei Grün und Gruga für Kosten verursacht, wird keine Information bekommen. „Es sei Stillschweigen vereinbart worden….“, also vertragsrechtlich. Eine Vorgangsweise nach der sich der geplagte Kämmerer dieser Stadt sehnen dürfte…. , sein Tun und Handeln ist offenbar. Im Dunkeln lässt sich gut munkeln, doch wenn der Schuldenberg der Stadt nicht mehr zu bewältigen ist, verliert sich ohnehin jeder politischer Gestaltungsraum. Traurige Realität in der deutschen „Armutsmetropole an der Ruhr“.

(stk., Titelfoto: IHK Essen)

Karrieremesse für Azubis und Studenten läuft am 13. Februar

Pünktlich zum Start in die heiße Bewerbungsphase für Abiturientinnen und Abiturienten sowie Realschülerinnen und -schüler findet die bundesweit erfolgreiche Karrieremesse „Stuzubi – bald Student oder Azubi“ in Essen statt. Am 13. Februar, 10 bis 16 Uhr, gibt es im Colosseum Theater für künftige Azubis oder Studenten Gelegenheit, in ausführlichen, persönlichen Gesprächen Fragen direkt an Azubis, Studentinnen und Studenten, Ausbilderinnen und Ausbilder und Personalverantwortliche der teilnehmenden Aussteller zu richten. Hier lassen sich auch Praktika vereinbaren!

Chancen nutzen
Internationale Konzerne sind auf der „Stuzubi“ ebenso vertreten wie regionale Unternehmen und Hochschulen. Aussteller wie die AMD Akademie Mode & Design, die Agentur für Arbeit Essen, die Hochschule Bochum, MEDION AG und die Stadt Essen freuen sich auf die Schulabgänger! Daneben präsentieren unter anderem die Westfälische Hochschule und die HBK Hochschule der bildenden Künste sowie weitere Publikumsmagnete wie die Polizei NRW und die MAN Diesel & Turbo SE ihr Ausbildungs- und Studienangebot. Auch der Bundesfreiwilligendienst bietet Beratung an. Das Jugendamt der Stadt Essen berät darüber hinaus individuell in allen Fragen rund um das Thema Auslandsaufenthalt.

Experten-Vorträge
In einem kostenlosen Vortragsprogramm, das parallel zur Messe läuft, geben Expertinnen und Experten in 20-minütigen Kurzbeiträgen weitere Orientierungshilfen: Sie stellen Zukunftsbranchen vor, erläutern, welcher Typ zu welchem Ausbildungsweg passt und was Schülerinnen und Schüler für Fähigkeiten mitbringen sollten, wenn sie eine akademische Karriere anstreben.

Mappen-Check
Schülerinnen und Schüler, die ihre Bewerbungsmappe auf der „Stuzubi Essen“ checken lassen wollen, haben dazu am Stand von „Dein Lebenslauf“ Gelegenheit.

Gewinnspiel: 500 Euro winken
Zu guter Letzt haben alle Besucherinnen und Besucher die Chance, bei einem großen Gewinnspiel viele tolle Preise abzuräumen. Mit der Stuzubi „Happy Hour“ können die Schülerinnen und Schüler außerdem 500 Euro für die Abschlussparty gewinnen. Weitere Infos zu den Teilnahmebedingungen und noch mehr über die Stuzubi Essen gibt es auf www.stuzubi.de/essen.

(ü. Pm.)

CDU-Fraktion: Traditionsunternehmen Karstadt muss Essen erhalten bleiben

Der wahrscheinliche Verlust der Karstadt Unternehmenszentrale für Essen wird von der Essener CDU-Fraktion mit folgender Pressemeldung beantwortet:  

„Für die CDU-Fraktion ist klar, dass das seit 1969 in Essen ansässige Traditionsunternehmen Karstadt in Essen bleiben muss. Die Christdemokraten fordern die Verantwortlichen des Karstadt-Konzerns und die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Unternehmenszentrale in Essen zu halten.

Dazu der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Uwe Kutzner: „Wir dürfen nicht tatenlos mit ansehen, wie eines der größten Traditionsunternehmen unsere Stadt verlässt. Wir unterstützen daher die Anstrengungen unseres Oberbürgermeisters Thomas Kufen die Karstadt-Konzernzentrale in Essen zu halten. Das Traditionsunternehmen gehört seit über 40 Jahren zu Essen und ist Arbeitgeber vieler Essenerinnen und Essener. Unsere Stadt braucht Karstadt. Die CDU-Fraktion fordert daher die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) und die Verantwortlichen des Karstadt-Konzerns auf, bei der Standortfrage zu einer für alle zufriedenstellende Lösung zu kommen. Auch sollte man Bestandsimmobilien, wie das Thyssen-Krupp-Haus nochmal überdenken. Hier liegt der Vorteil eines zentralen Standortes klar auf der Hand. Neben dem Auto sind die öffentlichen Verkehrsmittel ein ideales Fortbewegungsmittel um hier zur Arbeit zu kommen. Aber auch ein Neubau an einem zentralen Standort, wie an der ehemaligen Volkshochschule an der Hollestraße, könnte für Karstadt interessant sein. Eine neue Unternehmenszentrale an dieser Adresse würde sowohl baulich als wirtschaftlich die Essener Innenstadt bereichern.“

(ü. Pm.)

Mehr Betriebe und mehr Beschäftigte im Bauhauptgewerbe des Ruhrgebiets

Das Bauhauptgewerbe Ruhrgebiet entwickelt sich positiv: Die Zahl der Betriebe lag zum Stichtag 30. Juni 2015 bei 2.701. Das sind 115 mehr als im Vorjahr. Das geht aus Daten des Landesamtes IT.NRW hervor. Auch die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe ist gestiegen: von 32.501 im Jahr 2014 auf 33.422 (2015).

Landesweit zeigt sich ein ähnlicher Trend: Hier lag die Zahl der Betriebe im Jahr 2015 um 602 bzw. 5 Prozent über dem Ergebnis von Juni 2014. Die Zahl der Beschäftigten war sogar um 4.322 bzw. 3,4 Prozent höher als zwölf Monate zuvor. Mitte 2015 beschäftigten die 12.544 nordrhein-westfälischen Betriebe des Bauhauptgewerbes 132.252 Personen. Infos unter www.it.nrw.de

(ü. Pm. idr)

Siegerehrung des Wettbewerbs „ESSEN SIND WIR, 2015, „Kreativität siegt“.

Die Bewohner des Essener Stadtbezirks III haben Fantasie und Ideenreichtum, das hat der Kreativwettbewerb ESSEN SIND WIR 2015 der EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) im Rahmen der Stadtbezirkspartnerschaft gezeigt. Am 19. Januar 2016 wurden die drei besten Projekte in der Apostelkirche Frohnhausen durch Oberbürgermeister Thomas Kufen ausgezeichnet. Die Sieger erhalten insgesamt 9.000 Euro Preisgeld durch Sponsoren.

Über den ersten Platz und 4.000 Euro Siegprämie kann sich der Holsterhauser Bürgerbund freuen. Sein Projekt „Rundgang durch das Malerviertel Holsterhausen“ überzeugte die mehrköpfige Jury – bestehend aus Vertretern der Kooperationspartner, sowie Vertretern des Stadtverbands der Bürger- und Verkehrsvereine. sowie des Einzelhandelsverbands – am meisten. Ziel des Rundgangs ist es, nicht nur die Bewohner des Stadtteils, sondern alle Essener Bürger mit diesem besonderen Viertel vertraut zu machen, in dem insgesamt 32 Straßen nach berühmten Malern benannt wurden. Der Clou dabei ist, dass Schauspieler in die Rollen einiger dieser Maler schlüpfen und den Teilnehmern über ihr Leben und Schaffen berichten. Für die Juroren verdient die geführte Tour den ersten Platz, da sie eine hohe Strahlkraft besitzt und durch den innovativen Charakter das Kunstinteresse insbesondere der jungen Leute weckt.

„Mitwirkung³“ – so lautet das zweitplatzierte und mit 3.000 Euro dotierte Projekt, das von Jugendlichen aus dem Bezirk III gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Essen entwickelt wurde. Dabei sollen die bereits bestehende Internetseite „Mitwirkung³“ und die damit verbundene Facebook-Seite technisch so angepasst werden, dass sie die Jugendlichen des Bezirks III als Austausch- und Vernetzungsplattform nutzen können. Um die Seite ansprechend zu gestalten erhält das Redaktionsteam, das aus jungen Bewohnern des Bezirks sowie Mitarbeitern der Jugendhäuser besteht, neues technisches Equipment. Für die Juroren waren bei der Platzvergabe der stadtteilübergreifende und interkulturelle Charakter des Projekts sowie das auf die Jugendlichen zugeschnittene Konzept und die interaktive Nutzung der neuen Medien ausschlaggebend.

Insgesamt 2.000 Euro Preisgeld und der dritte Platz gehen an das Projekt „Shoppen & Schönes“ des Frohnhauser Werberings e.V. Geplant ist, an ausgewählten Dienstagen dieses Jahres die Öffnungszeiten des lokalen Einzelhandels, der Gastronomie und weiterer Dienstleister bis 22 Uhr auszudehnen, um sich den veränderten Lebens- und Einkaufsgewohnheiten der Bürger anzupassen. Darüber hinaus sollen an diesen Abenden ein Kulturprogramm sowie weitere spezielle Aktionen angeboten werden. Ziel des „Langen Dienstags“ ist es, das Einkaufen in Frohnhausen vor allem für die jüngere Generation wieder zu einem Erlebnis zu machen, den Ladenleerstand zu verringern und ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den angrenzenden Stadtteilen zu schaffen. Zusammengefasst wird das Projekt in einem Faltblatt, das in den teilnehmenden Geschäften, Gastronomiebetrieben und Galerien ausgelegt werden soll. Für die Juroren verdient „Shoppen & Schönes“ einen Platz auf dem Treppchen, da durch die geplanten Aktionen der Stadtteil langfristig wieder als attraktiver Einkaufsstandort wahrgenommen und die Lebensqualität gesteigert werden soll.

Vorrausetzung des Wettbewerbs ist, dass die Gewinner mit dem Preisgeld bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten abdecken und die übrigen 20 Prozent selbst tragen. Während im Bezirk III im Laufe des Jahres die Gewinner-Projekte umgesetzt werden, ruft die EMG mit ihren Kooperationspartnern Sparkasse Essen und Allbau AG ab Mitte 2016 zu einem Kreativwettbewerb im Bezirk VIII auf.

Titelfoto: Gewinner und Organisatoren des Kreativwettbewerbs ESSEN SIND WIR 2015 nach der Siegerehrung in der Notkirche der Apostelkirche Frohnhausen. (Foto: EMG – Essen Marketing GmbH, Günter Maiß)

(ü. Pm.)

Essen soll sich national und international besser darstellen – Geschäftsführerin der Essener Marketinggesellschaft wurde vorzeitig mit der Auflösung ihres Vertrages konfrontiert.

Eva Sunderbrink ist seit 2007 Geschäftsführerin der Essener Marketing GmbH, EMG, und bereits vor Jahren in der Erle in die Kritik geraten. Kritisierten wir derzeit uns nicht ausreichend erscheinende Transparenz in der Amtsführung, fand Sunderbrink anderenorts viel Widerstand durch vermisste Kreativität, die in dieser Materie der Nährboden einer guten Vermarktung sein sollte. Nun will die Stadt sie von ihrem Posten vorzeitig ablösen, um eine größere Effizienz zu erreichen. Welcher Maßstab und welche Bedeutung sind für Essen zu fordern? Wir sprachen mit Oberbürgermeister Thomas Kufen….

kufenweih

Der nun eingeleitete Schritt findet auch bei den Oppositionsparteien Zuspruch, wo Grüne und ParteiPiraten bei der Neugestaltung gleichzeitig Einsparungen anmahnen. So fordert die Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion, Hiltrud Schmutzler-Jäger: „Die vorzeitige Vertragsauflösung bei einer der beiden Geschäftsführer der EMG muss zu einer umfassenden Neustrukturierung der EMG führen. Ziel muss eine Zusammenlegung von Essener Wirtschaftsförderung (EWG) und der EMG und die Reduzierung von Geschäftsführerposten sein. Auf keinen Fall darf es zu einer Neubesetzung des zweiten Geschäftsführerpostens bei der EMG kommen. Dazu wird die Ratsfraktion der Grünen in der Ratssitzung am 27. Januar eine Initiative in den Rat einbringen, in der die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzeptes für eine Fusion von EMG und EWG beauftragt wird. Dabei soll auch geprüft werden, ob bestimmte Aufgaben an die Messe Essen übertragen oder für die Messe erledigt werden können. Wir müssen die EMG endlich effizienter gestalten. Die EMG und EWG, aber auch die Messe Essen, haben riesige Schnittmengen in ihrem Aufgabenprofil. Diese Synergien müssen endlich gehoben werden.“

Auch die PARTEI-Piraten Essen fordern von OB Kufen die Integration der EMG in die EWG: „Im zurückliegenden Wahlkampf um die Stadtspitze hatte die Fraktion der PARTEI-Piraten mit Freude die Absicht des heutigen Oberbürgermeisters Thomas Kufen vernommen, die Anzahl der derzeit insgesamt 71 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Stadt Essen reduzieren zu wollen. Das nun bekannt gewordene beabsichtigte vorzeitige Vertragsende mit der Geschäftsführerin der Essener Marketing GmbH (EMG) Eva Sunderbrink wäre nach Ansicht der PARTEI-Piraten ein willkommener Anlass, dieser Ankündigung nun Taten folgen zu lassen. Nach Ansicht der Fraktion ist die Verbesserung des Essener Images wie auch die Steigerung ihrer nationalen und internationalen Bekanntheit nicht nur im Interesse der Stadt sondern spielt auch in besonderer Weise für die ansässigen Unternehmen eine bedeutende Rolle. Stärker als bisher müssen gemeinsame Ziele und Umsetzungsstrategien erarbeitet werden, um die Stadt einerseits optimal zu vermarkten und anderseits den Wirtschaftsstandort zu fördern. Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing sollten daher in einer Hand liegen, um eine Außendarstellung des Standortes Essen gleichermaßen für die Essener Bürger wie auch die Wirtschaft attraktiv zu gestalten. Außerdem ist neben der inhaltlichen Komponente auch der Kostenbereich nicht zu vernachlässigen. Bei den Stadtgesellschaften häuft sich jährlich ein Defizit von rund 140 Millionen Euro an. Oberbürgermeister Kufen ist jetzt gefordert, die ersten Schritte in Richtung erhöhter Effizienz zu gehen“, ist sich Kai Hemsteeg, Fraktionsvorsitzender der PARTEI-Piraten sicher.

(stk., ü. Pm. Grüne und ParteiPiraten)