Essen soll sich national und international besser darstellen – Geschäftsführerin der Essener Marketinggesellschaft wurde vorzeitig mit der Auflösung ihres Vertrages konfrontiert.

Eva Sunderbrink ist seit 2007 Geschäftsführerin der Essener Marketing GmbH, EMG, und bereits vor Jahren in der Erle in die Kritik geraten. Kritisierten wir derzeit uns nicht ausreichend erscheinende Transparenz in der Amtsführung, fand Sunderbrink anderenorts viel Widerstand durch vermisste Kreativität, die in dieser Materie der Nährboden einer guten Vermarktung sein sollte. Nun will die Stadt sie von ihrem Posten vorzeitig ablösen, um eine größere Effizienz zu erreichen. Welcher Maßstab und welche Bedeutung sind für Essen zu fordern? Wir sprachen mit Oberbürgermeister Thomas Kufen….

kufenweih

Der nun eingeleitete Schritt findet auch bei den Oppositionsparteien Zuspruch, wo Grüne und ParteiPiraten bei der Neugestaltung gleichzeitig Einsparungen anmahnen. So fordert die Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion, Hiltrud Schmutzler-Jäger: „Die vorzeitige Vertragsauflösung bei einer der beiden Geschäftsführer der EMG muss zu einer umfassenden Neustrukturierung der EMG führen. Ziel muss eine Zusammenlegung von Essener Wirtschaftsförderung (EWG) und der EMG und die Reduzierung von Geschäftsführerposten sein. Auf keinen Fall darf es zu einer Neubesetzung des zweiten Geschäftsführerpostens bei der EMG kommen. Dazu wird die Ratsfraktion der Grünen in der Ratssitzung am 27. Januar eine Initiative in den Rat einbringen, in der die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzeptes für eine Fusion von EMG und EWG beauftragt wird. Dabei soll auch geprüft werden, ob bestimmte Aufgaben an die Messe Essen übertragen oder für die Messe erledigt werden können. Wir müssen die EMG endlich effizienter gestalten. Die EMG und EWG, aber auch die Messe Essen, haben riesige Schnittmengen in ihrem Aufgabenprofil. Diese Synergien müssen endlich gehoben werden.“

Auch die PARTEI-Piraten Essen fordern von OB Kufen die Integration der EMG in die EWG: „Im zurückliegenden Wahlkampf um die Stadtspitze hatte die Fraktion der PARTEI-Piraten mit Freude die Absicht des heutigen Oberbürgermeisters Thomas Kufen vernommen, die Anzahl der derzeit insgesamt 71 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Stadt Essen reduzieren zu wollen. Das nun bekannt gewordene beabsichtigte vorzeitige Vertragsende mit der Geschäftsführerin der Essener Marketing GmbH (EMG) Eva Sunderbrink wäre nach Ansicht der PARTEI-Piraten ein willkommener Anlass, dieser Ankündigung nun Taten folgen zu lassen. Nach Ansicht der Fraktion ist die Verbesserung des Essener Images wie auch die Steigerung ihrer nationalen und internationalen Bekanntheit nicht nur im Interesse der Stadt sondern spielt auch in besonderer Weise für die ansässigen Unternehmen eine bedeutende Rolle. Stärker als bisher müssen gemeinsame Ziele und Umsetzungsstrategien erarbeitet werden, um die Stadt einerseits optimal zu vermarkten und anderseits den Wirtschaftsstandort zu fördern. Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing sollten daher in einer Hand liegen, um eine Außendarstellung des Standortes Essen gleichermaßen für die Essener Bürger wie auch die Wirtschaft attraktiv zu gestalten. Außerdem ist neben der inhaltlichen Komponente auch der Kostenbereich nicht zu vernachlässigen. Bei den Stadtgesellschaften häuft sich jährlich ein Defizit von rund 140 Millionen Euro an. Oberbürgermeister Kufen ist jetzt gefordert, die ersten Schritte in Richtung erhöhter Effizienz zu gehen“, ist sich Kai Hemsteeg, Fraktionsvorsitzender der PARTEI-Piraten sicher.

(stk., ü. Pm. Grüne und ParteiPiraten)

 

 

Tag der offenen Werkstatt 2015: Jugendberufshilfe lädt zur Leistungsschau

Die Abteilung Jugendberufshilfe der Jugendhilfe Essen (JHE) feiert nach ihrer Ausgründung in diesem Jahr den traditionellen „Tag der offenen Werkstatt“ erstmalig als Tochtergesellschaft der JHE. Ausbilder, Pädagogen und Jugendliche laden dazu am 26. November, von 11 bis 16 Uhr, unter der neuen Firmierung „Jugendberufshilfe Essen gGmbH“ in die Hallen der Schürmannstraße 7 ein.

„Für unsere Auszubildenden und Teilnehmer ist der Tag der offenen Werkstatt die Gelegenheit, zum Jahresende ihre Tätigkeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärt Thomas Virnich, Leitung Jugendberufshilfe Essen, „gleichzeitig erfahren sie, dass die Arbeit wertgeschätzt wird.“ In den Werkstätten warten die Jugendlichen und Mitarbeiter wie gewohnt mit von Hand gefertigten Produkten auf und informieren über die vielfältigen Aktivitäten und Arbeitsprozesse der Jugendberufshilfe.

Auch der Floristen-Bazar als Advents-Klassiker ist reich bestückt, damit sich die Besucher mit kunstvoll gestalteten Kränzen und Weihnachtsdekoration versorgen können. Um das leibliche Wohl kümmert sich das Küchenteam „Prinz Ludwig“ mit leckerem Mittagsessen und verschiedenen köstlichen Kuchenvariationen.

(ü. Pm. Stadt E.)

 

4,8 Prozent weniger Übernachtungen ausländischer Gäste im Ruhrgebiet – Ruhrgebietstouristik ebbt ab

Das Ruhrgebiet verzeichnete von Januar bis September 2015 eine leichte Steigung in der Beherbergungsstatistik. Rund 5,5 Millionen Übernachtungen weist die aktuelle Statistik der Ruhr Tourismus GmbH auf Basis der Daten des Landesamtes IT.NRW zwischen Januar und September im Ruhrgebiet aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl um rund 20.000 Übernachtungen gestiegen. Im selben Zeitraum zählte die RTG 2,8 Millionen Gästeankünfte. Das entspricht einem Plus von nur 0,9 Prozent. Bei den Gästen aus dem Ausland sank die Zahl der Ankünfte um fast 20.000 auf 472.328 (- 4 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ist ebenfalls um 44.946 Übernachtungen gesunken und fiel auf 891.431 (- 4,8 Prozent).
(ü. Pm. idr)

 

,

Paß scheitert erneut an der eigenen Partei

Oberbürgermeister Reinhard Paß dürfte wohl auch auf einen populären Wahlbonus und Resonanz in der Geschäftswelt gehofft haben, als er im Juni mit der Idee eines radikalen Alkoholverbots für den Willy-Brandt-Platz und dem Heinrich-Reißner-Platz vorpreschte. Der Rat und vor allem die eigene SPD verweigertem ihm wieder einmal die Solidarität.
Es gab gute Gründe gegen die Verweigerung im Rat der Stadt, aber hinter der Hand konnte man auch eine bewußte Verweigerungshaltung hören. Zu wenig durchdacht und abgestimmt hieß es dort, „der macht doch seinen eigenen Kram, allein im Haus…“, konnte man vernehmen. Das der Einzelhandelsverband und sein Geschäftsführer Marc Heistermann nicht begeistert sind, ist bekannt und auch für die Marketingstrategen ist die jetzige Zurückstellung enttäuschend. Aus dem SPD-Umfeld hieß es, man wolle zunächst andere Maßnahmen sehen, bevor man weitere Schritte beschließt. Ähnliche Töne gab es im Bereich der CDU. Die Verwaltung arbeitet nun mit der klaren Ansage und Einschränkung an der Realisierung eines alternativen Standorts für die Trinkerszene, der sich an der ehemaligen Caritas-Suppenküche zwischen Hauptbahnhof und Ibis-Hotel befinden soll.Etwa 20.000 Euro für ein Urinal (nur für Männer?) und steinerne Sitzgelegenheiten sind dafür im Gespräch.

(stk.)

Essen punktet auf Platz 93 als für Touristen „eher nicht interessant“

mejnp3zwIn einer umfangreichen 138-Städte-Studie von Travel24.com (Zahlenmaterial beruht auf Auskünften der Statistischen Landesämter in Deutschland), dem in acht europäischen Ländern aktiven Reisebuchungsportal, zeigt sich, dass nach wie vor Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Wien oder Zürich bei den Gästeübernachtungen wachsen. Doch nimmt man als Basis die absoluten Touristenzahlen („Gästeübernachtungen“) und rechnet diese auf die Einwohner um, zeigt sich Erstaunliches: Nicht die Metropolen führen im Ranking „Touristen-Übernachtungen pro Einwohner“, sondern eher kleinere und mittelgroße Städte. (siehe Tabelle).
Der absolute Renner bei Touristen für Städtereisen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz demnach die österreichische Mozartstadt Salzburg. Hier kamen im Jahr 2014 auf einen Einwohner 18 Touristen-Übernachtungen, was Platz eins der 138 in der Studie untersuchten Städten entspricht. Das sind mehr Gästeübernachtungen pro Einwohner, als in Berlin, München, Köln, Zürich, Wien oder Hamburg und es entspricht einer deutlichen Abweichung von 329% vom Städtedurchschnitt von vier Übernachtungen je Einwohner.
Auf Platz zwei folgt das süddeutsche Städtchen Baden-Baden mit 17 Übernachtungen pro Einwohner, was einer Abweichung vom Studiendurchschnitt von 310% entspricht. Baden-Baden ist berühmt für sein Casino, aber auch für das exklusive Fabergé Museum, welches vom russischen Oligarchen Alexander Ivanov finanziert wird.
Platz drei geht an das schweizerische Luzern mit 15 Gästeübernachtungen pro Einwohner (+260% über Studienschnitt). Es folgen in der aufgezählten Reihenfolge: Villach (14 Gästeübernachtungen pro Einwohner, +226%), Innsbruck (12 Gästeübernachtungen pro Einwohner, +186%), Frankfurt/ Main (11, Gästeübernachtungen pro Einwohner, +174%), Genf (11, +155%), München (10, +129%), Passau (9, 124%), Rostock (9, +121%), Konstanz (9, +110%), Berlin (8, +100%), Dresden (8, +100%), Lugano (8, +95%), Fulda (8, +93%), Heidelberg (8, +90%), Eisenach (8, +88%), Wien (8, +83%), Bamberg (8, 81%), Düsseldorf (8, +79%), Zürich (7, +71%) und Trier (7, +64%).
Ebenfalls sieben Gästeübernachtungen pro Einwohner haben: Lübeck, Würzburg, Hamburg und Regensburg. Ebenfalls im Ranking der Touristen-Hochburg liegen mit sechs Gästeübernachtungen pro Einwohner und mit 30% bis 50% über dem Schnitt, folgende Städte: Potsdam, Freiburg im Breisgau, Basel, Gießen, Koblenz, Stuttgart, Lausanne, Nürnberg, Bern, Köln. Gerade noch in der Klassifizierung Touristenhochburg landete auch die sächsische Metropole Leipzig mit fünf Gästeübernachtungen pro Einwohner, was einer Abweichung vom Studienschnitt in Höhe von +24% entspricht.
Absolute Übernachtungszahlen pro untersuchter Stadt
Nimmt man die klassischen Gästeübernachtungszahlen pro Stadt als Basis für das Touristenranking von Travel24.com, tauchen Altbekannte auf: So sind Berlin, München und Hamburg beliebt wie nie bei Touristen und Reisenden. Allein im Jahr 2014 konnten die 120 größten deutschen Städte über 139 Mio. Übernachtungen verbuchen. Das waren fast 7 Mio. Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum 2013.
Deutsche Städte als Touristenmagnete
Im Hinblick auf die Übernachtungen vor Ort konnte Berlin seine Spitzenposition weiter ausbauen. Die deutsche Hauptstadt verbuchte im Jahr 2014 insgesamt 28,6 Mio. Übernachtungen – das sind 1,7 Mio. (+6,5%) mehr als im Jahr zuvor. Damit setzt sich der positive Trend der vergangen Jahre – 2013 waren es +8,2%, 2012 +11,3% und 2011 +7,5% weiter fort.
Auch in Deutschlands Touristenstadt Nummer zwei, die bayerische Metropole München, kommen mehr Reisende denn je. In der Stadt an der Isar wurden im Jahr 2014 insgesamt 13,4 Übernachtungen gezählt. Das waren immerhin kräftige 553.000 mehr als im Jahr 2013 (+4,3%).
Im Gegensatz zum fußballerischen Alltag herrscht in der norddeutschen Hafenstadt Hamburg im touristischen Bereich keine Tristesse. Über 0,4 Mio. Übernachtungen mehr (+3,5%) konnte die Hansestadt 2014 verzeichnen und somit über 12 Mio. Gäste-Übernachtungen verbuchen. Besondere Anziehungskraft für in- und ausländische Besucher haben der alljährliche Hafengeburtstag, die malerisch gelegen Außenalster, aber auch Klassiker wie der Fischmarkt oder die Reeperbahn.
Frankfurt am Main ist wohl eher für Business und Wirtschaft, weniger für Tourismus bekannt. Doch die Zahlen sprechen für sich: „Mainhatten“ konnte im Jahr 2014 erstmals über 8 Mio. Übernachtungen verzeichnen. Das sind 0,5 Mio. (+7,3%) mehr als im Vorjahr. Auf Platz fünf und mit enormem Rückenwind holt Köln bei den Übernachtungen auf. Mehr als 5,7 Mio. Nächtigungen rings um den Dom wurden registriert. Dies ist eine Steigerung von mehr als 0,6 Mio. und eine der höchsten prozentualen Anstiege bei den absoluten Gästezuwächsen (+13%) in den 138 untersuchten Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ein paar Kilometer rheinabwärts, in Düsseldorf, verzeichnete man ebenfalls mehr „Gäste über Nacht“: 4,4 Mio. Doch mit einer Steigerung von nur 5,8% können die Düsseldorfer das Kölner-Tempo nicht mithalten.
Ein Besuchermagnet in Ostdeutschland ist nach wie vor Dresden. Die Barock-Stadt an der Elbe konnte sich in den vergangenen 25 Jahren phänomenal von den Kriegs-Altlasten erholen und verzeichnet alleine von 2013 zu 2014 einen weiteren Gästeübernachtungs-Zuwachs von +7,6% auf 4,4 Mio. Es folgen Stuttgart (3,4 Mio., +8,3%), Nürnberg (2,8 Mio., +5,9%), Leipzig (2,7 Mio., +2,5%), Hannover (2,0 Mio., +/- 0%) und Bremen (1,9 Mio., +12%).
Die Sachsenmetropole Leipzig hofft für 2015 touristisch noch mehr Fahrt aufnehmen zu können, hat sie doch solche berühmten Bewohner vorzuweisen wie Johann Sebastian Bach, Richard Wagner oder Felix Mendelssohn Bartholdy. Zudem feiert Leipzig 2015 seine erste urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren.
Verlierer im Tourismus
Doch gibt es laut Studie nicht nur eitel Sonnenschein unter den Tourismus-Verantwortlichen der Städte. Weniger positiv fällt beispielsweise der Rückblick auf 2014 für die niederbayerische Stadt Landshut aus. Die 66.000-Einwohner-Stadt erlebte einen Rückgang von mehr als 40.000 Übernachtungen (-17,5%). Ebenfalls unter starkem Gästeschwund leidet das niedersächsische Salzgitter. Hier gab es 25.000 Übernachtungen weniger im Jahr 2014 (-15,5%). Aber auch Freiburg im Breisgau (-29.000, -2,1%) und Mainz (- 21.000, -2,5%) mussten Federn lassen. (Tabelle im Anhang beachten)

Studiendesign: Das Zahlenmaterial beruht auf Auskünften der Statistischen Landesämter in Deutschland, der Bundesanstalt Statistik Österreich und des Bundesamtes für Statistik Schweiz. Aufgrund gesetzlicher Änderungen basieren die deutschen Angaben auf Meldungen von Beherbergungsstätten ab zehn Betten. Alle deutschen Bundesländer inkl. Camping. Ausnahmen: Rheinland-Pfalz und Thüringen. Anzahl Einwohner Deutschland laut destatis 31.12.2013, Österreich und Schweiz: 31.12.2013. Alle Angaben ohne Gewähr.

(Quelle: Travel24.com)

Arosa plant Neuerungen nach Besitzerwechsel

Foto Hotel Arosa bei NachtDas Hotel Arosa ist ein Fixpunkt der Essener „Rü“. Nach einem Besitzerwechsel soll das Haus neuen Schwung bekommen. Was der Neubesitzer plant, ließ er uns heute in einer Pressemeldung wissen. In der zweiten Aprilhälfte werden wir in einem Gespräch die Situation an der Rü erörtern.

Hier die heutige Meldung:

„REVITALISIERUNG DES ,,HOTEL AROSA‘‘
Neuer Eigentümer plant umfangreiche Veränderungen
Das Gebäude Rüttenscheider Straße 149-151, welches jedem Essener Bürger als „Hotel Arosa“ bekannt ist, hat einen neuen Eigentümer: die am Baldeneysee in Essen ansässige MARX City Investor GmbH & Co. KG hat das Gebäude gekauft und plant eine umfangreiche Revitalisierung.
„Als der Makler uns das Objekt vor gut einem Jahr vertraulich zum Kauf angeboten hat, waren wir sofort ernsthaft interessiert, da wir 2 Häuser weiter auf der Rüttenscheider Straße bereits 2006 eine Immobilie erworben haben und daher das Gebäude Rüttenscheider Straße 149-151 und die Umgebung gut kennen und von der Standortqualität überzeugt sind“, erläutert Geschäftsführer Gunnar Marx die Gründe, die seine Gesellschaft zum Ankauf veranlasst haben.
„Leider hat noch vor Unterzeichnung des Kaufvertrages einer der Hauptmieter des Gebäudes, die Firma Baedecker/Thalia der Douglas-Gruppe, den bestehenden Mietvertrag gegenüber den alten Eigentümern gekündigt, was wir sehr bedauern, da wir mit der Douglas-Gruppe an anderen Stellen bereits mehrere Mietverhältnisse haben und diesen Mieter extrem wertschätzen. Wir haben deshalb sehr darum gekämpft, dass Thalia nach Eigentumsübergang doch als Mieter in der Liegenschaft verbleiben möchte, aber dieser Zug war leider bereits abgefahren.“, so Gunnar Marx weiter. Natürlich gibt es eine große Nachfrage nach dieser Fläche, da sich das Ladenlokal in sehr guter Lage der Rüttenscheider Straße befindet. „Die Rüttenscheider Straße ist die einzige Vorort-Lage im Ruhrgebiet, die einzelhandelsmäßig noch funktioniert und durch die Neuansiedlung von interessanten Konzepten wie Brecklinghaus, VIOLA´s, „Der Filetshop“ (Eröffnung im April) sogar weiter an Attraktivität gewinnt. In Rüttenscheid stimmt einfach der Mix: gute Gastronomie, exklusive Fachgeschäfte, ein guter Wochenmarkt und bekannte Filialisten bieten ein einmaliges Angebot, was es sonst im Ruhrgebiet (leider) nicht (mehr) gibt und die Leute zum Einkaufen anzieht. Alle anderen Vororte im Ruhrgebiet verlieren deutlich durch den zunehmenden Konkurrenzdruck, der in erster Linie vom Onlinehandel, aber auch von der ständig wachsenden Zunahme von weiteren Verkaufsflächen durch neue Shopping-, Fachmarkt- und Outletcentereröffnungen, hervorgerufen wird.“, so lautet die Standortanalyse für Rüttenscheid in Kurzform von Herrn Marx.
Dementsprechend groß ist auch die Nachfrage von potentiellen Mietinteressenten für die ehemalige Thalia-Fläche. „Wir sprechen mit den unterschiedlichsten Branchen über die Neuvermietung des ca. 650 m² großen Ladenlokals: Textileinzelhandel, Lebensmittelfachgeschäft mit kleiner integrierter Gastronomiefläche, eine Bank sowie mehrere Systemgastronomen interessieren sich für die Fläche. Bei der Wahl des Mieters werden wir uns Zeit lassen und unsere bundesweit gültige Philosophie wie immer umsetzen – wir vermieten grundsätzlich nie an den Mieter, der die höchste Miete bezahlt, sondern wir entscheiden uns immer für den Mieter, der den Branchenmix des jeweiligen Standortes ergänzt und ein für den Kunden attraktives Konzept hat, welches zukunftsfähig ist. Mit unserem Wunschpartner sind die Gespräche bereits sehr weit fortgeschritten.“, sagt Gunnar Marx.
Das Restaurant „Wafi Orient“ im UG wurde von den Betreibern geschlossen – eine Neuvermietung ist nicht in Sicht. „Bei einem Restaurant im Keller ohne Tageslicht winken die meisten Interessenten immer ab – wir werden uns Gedanken um eine anderweitige Verwertung der Fläche machen müssen und haben auch schon gute Ideen dazu entwickelt“, ist das Fazit aus den bisherigen Vermietungsbemühungen des Restaurants im UG.
Auch bezüglich der derzeitigen Flächen des ,,Hotel Arosa‘‘ laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Sowohl internationale Hotelketten, als auch nationale Hoteliers sind an den Räumen interessiert. Gunnar Marx erklärt offen: „Als wir das Gebäude gekauft haben, hatten wir lediglich rudimentäre Kenntnisse vom Hotelmarkt. Unsere Stärke ist unser Know How im Bereich von Einzelhandel und wir haben das Gebäude aufgrund des guten Einzelhandelsstandortes erworben. Für die Nutzung der Obergeschosse hatten wir beim Kauf im Hinblick auf die zukünftige Betrachtung an Wohnnutzung oder Büro gedacht. Umso positiver waren wir überrascht, als wir überdurchschnittliche Nachfrage von Interessenten aus der Hotelbranche unaufgefordert verzeichnen konnten. Auch der jetzige Betreiber, Libertas Essen GmbH, ist an uns herangetreten, um den Vertrag langfristig zu verlängern. Da wir grundsätzlich nie einen Bestandsmieter „vor die Tür setzen“ ist der derzeitige Pächter natürlich unsere erste Wahl. Vor dem Hintergrund, dass viele Mitarbeiter dort in dem Hotel arbeiten und langfristig einen sicheren Arbeitsplatz benötigen, haben wir uns extrem gestreckt, um eine wirtschaftliche Basis zu finden, mit der der derzeitige Pächter gut leben kann. Am 25.03.15 haben wir mit den beiden Geschäftsführern der Libertas GmbH, Andreas und Manfred Brennfleck, ein Verhandlungsergebnis erzielt, von dem wir glauben, dass dieses umgesetzt werden kann. Natürlich sind noch viele Punkte im Detail zu klären, aber wir glauben, dass wir hier auf der Zielgeraden sind.“ Eine langfristige Verlängerung des Pacht-/Mietvertrages zieht beidseitige Investitionen in das Gebäude nach sich, die Veränderungen bedeuten, über die zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts verraten werden kann.
Im Rahmen der Revitalisierung wird auch die Integration einer Tiefgarage ins UG geprüft – aktuell befinden sich dort Kegelbahnen, die seit 20 Jahren nicht mehr genutzt werden. Parkraum in Rüttenscheid ist sehr knapp und daher wertvoll. Ob allerdings die Umbaumaßnahme für eine Tiefgarage tatsächlich finanziell darstellbar ist, hängt von der Anzahl der Stellplätze ab, die wir bei einem Umbau des UG tatsächlich schaffen können. Diese Prüfung läuft derzeit noch.
„Die auffällige bunte LED Beleuchtung an der Fassade möchten wir auf jeden Fall erhalten – diese Idee des Voreigentümers finden wir sehr gut, da es dem Gebäude ein Alleinstellungsmerkmal gibt und es jeder Essener Bürger so kennt.“, so Gunnar Marx. Im EG ist geplant, alle Fassaden zu erneuern, um attraktive Einzelhandelsflächen zu schaffen. Weitere Umbaumaßnahmen sind geplant, über die zu einem späteren Zeitpunkt berichtet wird.“

(stk., u. ü.Pm. Hotel Arosa, Foto: Arosa)