3. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker

,Als außergewöhnlichen Programmpunkt des Festivals für Neue Musik NOW! präsentieren die Essener Philharmoniker ihr 3. Sinfoniekonzert am Donnerstag/Freitag, 5./6. November 2015, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen. Unter dem Titel „Hymnos“ erwartet das Publikum ein klanggewaltiges Chor- und Orchesterereignis: Neben den Essener Philharmonikern wirken das Ensemble Musikfabrik und der Philharmonische Chor Essen mit. Auch die große Kuhn-Orgel wird erklingen (Organist: Dominik Susteck). Am Dirigentenpult steht Peter Rundel. Zur Aufführung kommen Giacinto Scelsis „Hymnos“ für Orgel und zwei Orchestergruppen, Georg Friedrich Haas‘ „concerto grosso“ Nr. 2 als deutsche Erstaufführung sowie Maurice Ravels 1. und 2. Suite aus dem Ballett „Daphnis et Chloé“.
,Georg Friedrich Haas versetzt den Zuhörer mit seinem „concerto grosso“ Nr. 2 (2014) durch wissenschaftlich-strukturierte mikrotonale Musik in eine Klangwelt, in der jeder nach verborgenen Schönheiten, Widersprüchen und Utopien suchen kann. Während hier Kammerensemble und Orchester größtenteils sparsame Klänge – von kurzen, intensiven Folgen aufleuchtender Akkorde unterbrochen – entstehen lassen, verführt Giacinto Scelsi in seinem „Hymnos“ (1963) klanglich durch die beiden zunächst kanonisch spielenden und von der Orgel verbundenen Orchestergruppen. Anders als diese mikrotonalen Stücke öffnet Maurice Ravel mit den zwei sinfonisch aufgebauten Suiten (1911/13) impressionistische Tonuniversen durch eine raffinierte Verarbeitung der zentralen musikalischen Themen des Balletts „Daphnis et Chloé“. Das Konzert lebt also von den Klangpolen zwischen Gegenwart und Impressionismus und zeigt damit unterschiedliche Schönheiten – musikalisch wie metaphorisch.
,Karten (Preis (€): 16,50 bis 40,70) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

(ü.Pm., Foto: Saad Hamza).

Konzerte in Schloß Borbeck

Das Jahresende naht – und Schloß Borbeck bietet noch einmal die Fülle der diverser Konzerte.
Bereits an diesem Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr steht ein Klavierabend auf dem Programm, in dessen Mittelpunt die Natur mit ihrer Klangfülle steht. Fabian Müller interpretiert u.a. von Ludwig van Beethoven die „Pastorale“, von Maurice Ravel „Miroirs“, bei der quirlig-flatternde Flug der Nachtfalter ebenso zu hören ist wie der traurige Ruf eines Vogels, sowie eine Komposition von Béla Bartók.
Karten zu diesem Klavierabend können im Schloß Borbeck noch vorbestellt werden unter Tel. (0201) 88 44 219.
Eine Woche später, am Freitag, den 6. November, ebenfalls um 19 Uhr steht Barockmusik auf dem Programm mit ihrem farbenreichen Spektrum von Freude und Melancholie, Frechheiten, Traurigkeiten, Leid und Leichtigkeit. Zu Gast ist das Ensemble Prisma. Franciska Anna Hajdu (Violine), Elisabeth Champollion (Blockflöte), Dávid Budai (Viola da gamba) und Alon Sariel (Laute) präsentieren an diesem Abend die reichhaltige Farbpalette der Chromatik und malen zuweilen mit enharmonischem Pinsel, um Klangbilder von großer Expressivität zu schaffen.
Dabei stellen sie fünfzehn Komponisten aus Spanien, Italien, Österreich, Deutschland und Polen vor – wie beispielsweise Heinrich Ignaz Biber, Biagio Marini, Samuel Scheidt und Giovanni Valentini.
Karten zu diesem Konzertabend, der vom WDR 3 aufgezeichnet und später gesendet werden wird, gibt es ab sofort zum Preis von 20 Euro, ermäßigt 17 Euro, im Schloß Borbeck, Tel. (0201) 88 44 219.
Am Freitag, 13. November, 19 Uhr steht schließlich Jazz auf dem Programm.

Inspiration Klezmer

Die Alte Synagoge Essen lädt am Sonntag, 1. November, 17 Uhr zum Konzert des „Ensemble Noisten“.
Unter dem Titel „Klezmer trifft Derwisch trifft Meister Eckardt, ein jüdisch – islamischer Dialog“ präsentiert das Ensemble ein inspirierendes Zusammenspiel drei verschiedener Religionskulturen. Entstanden ist dieses Projekt mit der Absicht, zwei andersartige Kulturen musikalisch gegenüberzustellen und zu verbinden. Dieses Konzert gestaltet die international bekannte Wuppertaler Klezmerband „Ensemble Noisten“ gemeinsam mit zwei wunderbaren Künstlern, dem Sufi-Ney-Flötisten Murat Cakmaz und dem Derwisch-Tänzer Talip Elmasulu. Melancholische und lebhafte, jüdische Klänge treffen auf die Sufimusik und beides wird durch den Derwisch im roten langen Gewand tänzerisch begleitet.
Der Derwisch Tänzer im Projekt ist Talip Emarsulu. Er wuchs in Istanbul auf, ist dort Mitglied im traditionellen sufistischen Galata-Mevlevi-Orden und trat mit dessen Sema-Ensemble auf verschiedenen Tanzfestivals auf. Seit 2001 lebt er in Deutschland und arbeitet mit verschiedenen Gruppen zusammen.
Der Ney-Flötist ist Murat Cakmaz. Er gründete die türkische Ethno-Jazzband „Breeze of Anatoli“ und ist Mitglied bei Nefes in Motion sowie im Transorientorchester.
Der Eintritt kostet 12 Euro.

(ü. Pm.)

Dritter Philharmonietag der Folkwang Musikschule

Am Samstag, 31. Oktober, findet von 15 bis 19 Uhr der dritte Philharmonietag der Folkwang Musikschule statt. Alle zwei Jahre präsentiert die Folkwang Musikschule in der Philharmonie Essen einen Nachmittag mit musikalischen Darbietungen verschiedenster Genres.
Zum dritten Mal geben Schüler und Lehrer der Folkwang Musikschule (FMS) im gesamten Haus der Philharmonie Essen, Huyssenallee 53, unterhaltsame Einblicke in die abwechslungsreiche Musikschularbeit. Für jeden ist etwas dabei: für kleine und große Kinder, für Jugendliche und Erwachsene, für Klassikliebhaber und Fans der Popularmusik.
Im großen Alfried Krupp Saal treten die großen Ensembles auf, zum Beispiel ein gemeinsames Gitarrenorchester der FMS und der Musikschulen Duisburg und Soest, das Orchester der tiefen Streicher „CelliConBasso“ und das Folkorchester. Solisten sind unter anderem Schülerinnen und Schüler der S-Klasse für besonders begabte Kinder und Jugendliche. Ab etwa 18 Uhr gehört die Bühne dann dem großen Sinfonieorchester mit einer Band aus Musikschullehrkräften. Zunächst performen sie einige Lieder mit dem Kinderchor der Heinickeschule, anschließend präsentieren sie mit verschiedenen Leadsängern einen Ausschnitt aus dem Crossover-Konzert, das beim Stadtfestival Essen.Original 2014 für Furore sorgte.
Auch im RWE Pavillon werden die Besucher aufs Beste unterhalten. Der Fachbereich Tanz bietet eine abwechslungsreiche Vorführung verschiedener Tanzklassen und die Jazzformation „“Blue Strings“ sowie ein Mandolinenensemble spielen auf. Ab 17 Uhr bringen dann Bands der RockPopSchule und integrative Bands der FMS den Saal zum Beben.
Etwas leiser geht es in den Foyers und auf den Fluren zu. So ist die Wandelhalle im Eingangsbereich Huyssenallee unter anderer dem Gesang und der Kammermusik vorbehalten. Im Foyer zum Eingang Stadtgarten zeigen Schüler der S-Klasse und Kinder der Musikalischen Grundstufe ihr Können. Hier befindet sich auch der Infotisch der Musikschule. Im Foyer der 3. Etage gibt es ebenfalls kammermusikalische Beiträge und Kinder der Musikalischen Grundstufe laden zum Mitmachen ein.
Insgesamt wirken mehr als 500 Kinder und Jugendliche mit. Schon seit vielen Wochen proben sie für ihren Auftritt in dem berühmten Konzerthaus. Ein aufregendes Erlebnis, verbunden mit Lampenfieber und viel Spaß – und sicher eine Riesenmotivation weiterzulernen, weiterzuüben!
Der Eintritt ist frei.
(ü. Pm. Stadt Essen)

Konzert im Schloß Borbeck: „Chromae-Farben des Barock“

Das Bremer Ensemble PRISMA präsentiert am Freitag, 6. November, im Schloß Borbeck 15 Komponisten des Barockzeitalters, die zwischen 1570 und 1704 lebten.
Manche von ihnen genossen schon zu Lebzeiten große Anerkennung an den Höfen und in den Kirchen bedeutender Städte Europas, andere wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt. Diese Musiker des 17. Jahrhunderts schöpften aus der reichhaltigen Farbpalette der Chromatik, um Klangbilder von großer Expressivität zu schaffen. „Chromae“, also die Umfärbung von Tönen, ist in der Barockmusik nicht nur ein Klangspiel, sondern auch ein starkes Mittel zur Steigerung der Ausdruckskraft. Die neuen Tonarten Dur und Moll markieren sozusagen die extremen Leidenschaften von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Denn es gilt in jener Zeit: Die Seele des erlesenen Publikums zu rühren. Eine Idee, die sich, zum Glück, bis heute gehalten hat.Die Suche nach besonders farbenreicher Musik – harmonisch, rhythmisch und melodisch – führt das Publikum nach Spanien, Italien, Österreich, Deutschland und Polen, denn: Die Farben des Barock leuchten von Region zu Region immer auch ein wenig anders.
PRISMA
Die Bremer Musiker Franciska Anna Hajdu (Violine), Elisabeth Champollion (Blockflöte) und Dávid Budai (Viola da Gamba) sind 2015 mit dem Internationalen H.I.F. Biber-Preis ausgezeichnet worden. Die drei Preisträger studieren an der Akademie für Alte Musik an der HfK Bremen. Gemeinsam mit ihrem Hannoveraner Kommilitonen, dem Lautenisten Alon Sariel, bilden sie das Ensemble PRISMA.
Elisabeth Champollion gastiert als Solistin mit früh- und hochbarockem Repertoire, Konzertreisen mit Ensembles und Orchestern führten sie zum MDR Musiksommer, zum Musikfest Bremen, zum Istanbul Festival, zum International Recorder Festival Taiwan und zum Premiere Performances Festival nach Hongkong.
Dávid Budai ist ein gefragter Kammermusiker und Solist. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Ensembles wie Weser Renaissance, Bremer Barock Consort, Resonantia Leipzig und Michaelis Consort. Zudem ist er ein engagierter Lehrer für Viola da Gamba und Improvisation.
Franciska Anna Hajdu spielte mit verschiedenen Alte Musik Spezialisten auf nationalen wie internationalen Bühnen, darunter im „L’Arpeggiata“ und „La dolcezza“, dem „Ensemble Weser –Renaissance“ und dem „Bremer Barock-Consort“. Seit 2014 ist sie Stipendiatin der Tesdorpfschen gemeinnützigen Stiftung.
Alon Sariel gewann als Lautenist schon während seiner Studienzeit in Jerusalem und Brüssel zahlreiche Preise und begleitete Daniel Barenboim als Musiker auf der berühmten Tournee „West-Östlicher Diwan“. Nach seinem Umzug nach Deutschland, graduierte er an der Musikhochschule Hannover. Seitdem konzertiert er bei vielen namhaften Ensembles der Alten Musik.
Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 17 Euro.
Info-Hotline und Reservierung
Telefon: (0201) 88 44 219,
E-Mail: kulturzentrum@schlossborbeck.essen.de.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Klavierabend mit Fabian Müller im Schloß Borbeck

Geräusche und Stimmen der Natur stehen gewissermaßen im Mittelpunkt des Klavierabends, der am Freitag, 30. Oktober 2015, um 19 Uhr im Schloß Borbeck zu hören ist. Zu Gast ist der Pianist Fabian Müller.
1990 in Bonn geboren, gewann der junge Pianist bereits zahlreiche Preise bei diversen Wettbewerben. Konzertengagements führten ihn u.a. in die Philharmonie Köln und die Tonhalle Düsseldorf, genauso wie ins Ausland: nach Spanien, England, Frankreich, Italien und in die Niederlande..
An diesem Abend interpretiert er im Schloß Borbeck „Miroirs“ von Marice Ravel, „Im Freien Sz. 81“ von Béla Bartók, „L’alouette calandrelle“ aus „Catalogue d’oiseaux“ von Olivier Messiaen und die „Pastorale“ von Ludwig van Beethoven.
Zu diesem Klavieravend mit Fabian Müller, der in der Reihe Best of NRW im Schloß Borbeck zu hören ist, gibt es ab sofort zum Preis von 17 Euro Karten, ermäßigt 14 Euro, im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, Tel (0201) 88 44 219.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Philippe Herreweghe: Auftakt zur Philharmonie-Residenz

Schumanns „Das Paradies und die Peri“ am Sonntag, 18. Oktober 2015, um 16:30 Uhr
Philippe Herreweghe ist in der aktuellen Spielzeit Residenz-Künstler an der Philharmonie Essen. Sein erstes Konzert leitet der belgische Dirigent am Sonntag, 18. Oktober 2015, um 16:30 Uhr: Mit dem imposanten Chorwerk „Das Paradies und die Peri“ steht „eines der schönsten Stücke von Robert Schumann“ (Herreweghe) auf dem Programm. Mit dem Chor des Collegium Vocale Gent und dem Orchestre des Champs-Élysées kann das Publikum in diesem Konzert gleich beide Ensembles kennenlernen, die im Zentrum der Residenz stehen. Schumann selbst bezeichnete „Das Paradies und die Peri“ mehrfach als seine beste Arbeit. Die ausdrucksvolle musikalische Erzählung von einem in Ungnade gefallenen feenhaft-engelsgleichen Wesen der persischen Mythologie endet im strahlenden Jubel darüber, durch die Gabe der Träne eines reuigen Sünders wieder Eingang ins Paradies zu finden. Die für ihre lyrische Durchschlagskraft gefeierte englische Sopranistin Carolyn Sampson führt in der Titelrolle ein Solistenquintett der Spitzenklasse an, zu dem noch Christina Landshamer (Jungfrau), Wiebke Lehmkuhl (Engel), Maximilian Schmitt (Erzähler, Jüngling) und Andrè Schuen (Gazna, Ein Mann) gehören.
Der aus dem belgischen Gent stammende Philippe Herreweghe zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit und gehört zu den wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis. 1970 gründete er das Collegium Vocale Gent, das er seitdem leitet. Dem Chor wurde 1989 ein auf Originalinstrumenten spielendes Ensemble zur Seite gestellt. Das Orchestre des Champs-Élysées wurde 1991 ebenfalls von Herreweghe selbst ins Leben gerufen, zur Interpretation des romantischen und vorromantischen Repertoires auf Originalinstrumenten. Außerdem ist er ein sehr gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Leipziger Gewandhausorchester oder dem Mahler Chamber Orchestra.
Im Rahmen seiner Residenz an der Philharmonie Essen ist Philippe Herreweghe noch mit einem über zwei Spielzeiten angelegten Beethoven-Zyklus, einem Bach-Abend sowie in zwei Sinfoniekonzerten am Pult der Essener Philharmoniker zu erleben.
„Die Kunst des Hörens“: Der Konzertabend beginnt mit einer Einführung um 16:30 Uhr durch Heinz Philippe Herreweghe mit dem Orchester.
Karten (Preise (€): 15,- bis 55,- zzgl. 10% Systemgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

(ü. Pm. TUP Essen, Foto: Elke Bruchhagen)