Philippe Herreweghe dirigiert Beethoven

Philippe Herreweghe und Ludwig van Beethoven – von dieser Kombination konnte sich das Publikum in der Philharmonie Essen in den vergangenen Jahren mehrfach mitreißen lassen. Nach dem fulminanten Sinfonien-Zyklus über zwei Spielzeiten kommen am Donnerstag, 30. November 2017, um 19:30 Uhr nun drei weitere Werke des Komponisten zur Aufführung: die Ouvertüre zu „Die Weihe des Hauses“, die „Chorfantasie“ c-Moll für Klavier, Chor und Orchester sowie die Messe C-Dur, op. 86. Für eine herausragende Interpretation sorgen Herreweghes Spitzen-Ensembles: das Collegium Vocale Gent und das Orchestre des Champs-Élysées. Außerdem wirken der Pianist Kristian Bezuidenhout sowie als Gesangssolisten Ana Maria Labin (Sopran), Elisabeth Kulman (Mezzosopran), Maximilian Schmitt (Tenor) und Kresimir Strazanac (Bass) mit.

Der aus dem belgischen Gent stammende Philippe Herreweghe zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit und gehört zu den wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis. 1970 gründete er das Collegium Vocale Gent, das er seitdem leitet. Das Orchestre des Champs-Élysées wurde 1991 ebenfalls von Herreweghe selbst ins Leben gerufen, zur Interpretation des romantischen und vorromantischen Repertoires auf Originalinstrumenten. Außerdem ist er ein sehr gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester oder dem Mahler Chamber Orchestra.

„Die Kunst des Hörens“:

Der Konzertabend beginnt mit einer Einführung durch Philippe Herreweghe mit Chor und Orchester um 19:30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20:00 Uhr.

Karten (Einheitspreis: € 25,00-70,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Philippe Herreweghe (Foto: Sven Lorenz).

Premiere: „Die Schneekönigin“ am Samstag, 25. November 2017 – für alle ab 6 Jahren

Am Samstag, 25. November 2017 feiert „Die Schneekönigin“ für alle ab 6 Jahren Premiere. Die Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen sind weltberühmt. Seine „Schneekönigin“ ist das diesjährige Familien- und Weihnachtsstück am Theater Oberhausen. Regie führt der 1984 in Istanbul geborene Serkan Salihoglu.

Zum Inhalt des Märchens: Fasziniert von der klugen Schneekönigin, lässt sich Kay von ihr in eisige Weiten entführen. Gerda begibt sich auf die Suche nach ihrem besten Freund und entdeckt dabei die Macht, die in ihrem Herzen wohnt. Die wirkt nämlich stärker gegen die Schneekönigin, als die Kraft von zwölf Männern.

Die Figuren für die Inszenierung werden von der Figurenspielerin und -bauerin Vanessa Valk gebaut, die die Schauspieler*innen auch im Spiel mit den Figuren anleitet. Nicht nur die Schneekönigin, die sich im Laufe des Stückes sogar verwandelt, sondern auch die Blumen oder das Rentier werden von Figuren verkörpert.

Die Schneekönigin

Von Hans Christian Andersen; aus dem Dänischen von Mathilde Mann; Bühnenfassung

von Lucie Ortmann und Serkan Salihoglu; Regie: Serkan Salihoglu; Bühne: Jens Burde; Kostüme: Daniel Kroh; Figurenkonzeption: Vanessa Valk; Figurenregie: Vanessa Valk, Dorothee Metz; Figurenbau: Vanessa Valk, Arne Bustorff; Musik: Martin Engelbach; Dramaturgie: Lucie Ortmann; Mit: Susanne Burkhard, Elisabeth Hoppe, Banafshe Hourmazdi, Emilia Reichenbach, Daniel Rothaug, Mervan Ürkmez und Klaus Zwick; Musiker: Martin Engelbach und Yotam Schlezinger

Premiere: Sa, 25. November 2017 um 15 Uhr im Großen Haus

November-Termine: 26. / 27. / 28. November 2017 / weitere Termine online

http://www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke.php?SID=601

Tickets: 5,50 € / 8 €

Link zum Programmheft: http://www.theater-oberhausen.de/downloads/pdf/to_programmplakat_schneeko776nigin_a5_web.pdf

Titelfoto: Die Figur der Schneekönigin © Serkan Salihoglu

Regisseur Serkan Salihoglu wurde 1984 in Istanbul geboren und studierte Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Soziologie in München. Nach einigen Assistenzen und Regiearbeiten in Deutschland wurde er 2012 Hausregisseur und Dramaturg am Privat Theater DOT in Istanbul.

Vanessa Valk, geboren 1974 in Hamburg, studierte Figurentheater an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) und arbeitete als Gast in diversen Schauspielproduktionen, am Stuttgarter Staatstheater, an der Stuttgarter Staatsoper, am Luzerner Theater, am Theatre Nationale de Bordeaux. Von 2006 bis 2011 war sie festes Ensemblemitglied am Theater Freiburg. Seit 2011 arbeitet sie wieder freischaffend als Puppenspielerin, Ausstatterin, Puppencoach und Sprecherin. Sie ist als Dozentin an der HMDK Stuttgart tätig und führt Regie bei diversen Figurentheaterprojekten. Sie ist zweifache Trägerin des Stuttgarter Theaterpreises, des Grand Prix für Solopuppenspieler (Lodz, Polen) und des Preises für besondere Theaterformen (Bielsko Biala, Polen).

 

 

 

 

Theater und Philharmonie Essen mit mehr Zuschauern

(idr). Eine positive Bilanz zieht die Theater und Philharmonie Essen GmbH für die abgelaufene Spielzeit. Im Aalto-Theater, in der Philharmonie Essen und im Grillo-Theater wurden rund 328.000 Zuschauer gezählt, knapp 6.000 mehr als in der Saison 2015/16. Die Platzauslastung lag bei 75,1 Prozent.

Die höchste Auslastung konnte mit fast unveränderten 79,6 Prozent das Schauspiel Essen mit Intendant Christian Tombeil vorweisen. Knapp 59.000 Zuschauern besuchten die Theatervorstellungen. Das Ballett unter Leitung von Ben Van Cauwenbergh lockte im Vergleich zur Vor-Saison rund 2.000 Besucher mehr ins Aalto-Theater und erzielte so eine Auslastung von knapp 79 Prozent. Eine deutliche Steigerung zeigen die Zahlen für die Philharmonie Essen: Es kamen knapp 10.000 Besucher mehr ins Konzerthaus, was einer Steigerung der Auslastung um zwei Punkte auf 75,7 Prozent beschert hat. Infos: www.theater-essen.de

„The Big Wig“: Jazz-Band trifft auf Sinfonieorchester

Eine Jazz-Band trifft auf ein Sinfonieorchester: In der Philharmonie Essen kommt es zu dieser außergewöhnlichen musikalischen Begegnung am Freitag, 24. November 2017, um 20 Uhr. „Hildegard lernt fliegen“ heißt die famose Schweizer Band um Andreas Schaerer, die schon 2014 das Essener Publikum begeistern konnte. Und das Lucerne Festival Academy Orchestra versammelt junge Musiker der renommierten, 2003 von Pierre Boulez gegründeten Lucerne Festival Academy. Man darf also ein nicht alltägliches Klangerlebnis erwarten, wenn im Alfried Krupp Saal „The Big Wig“ auf dem Programm steht – eine von Andreas Schaerer originell instrumentierte Sinfonie, die 2015 uraufgeführt wurde. Eine kompositorische Großtat in farbenprächtigem Cinemascope, voller spritziger Details, hinreißend oszillierend zwischen poetischer Intimität und kraftstrotzendem Aberwitz. „Das ist eine Energie, die sich verdichtet – wie eine positive Explosion auf der Bühne“, so Schaerer. Zur Formation „Hildegard lernt fliegen“ gehören neben dem Jazz-ECHO-Preisträger 2015 Andreas Schaerer (Gesang) noch Andreas Tschopp (Posaune, Tuba), Benedikt Reising (Klarinette, Saxofon) Christoph Steiner (Schlagzeug), Marco Müller (Kontrabass) und Matthias Wenger (Saxofon). Die musikalische Leitung des Abends hat Mariano Chiacchiarini.

Karten (Einheitspreis: € 33,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: „Hildegard lernt fliegen“ und dem Lucerne Festival Academy Orchestera (Foto: Lucerne Festival/Priska Ketterer).

ChorWerk Ruhr – PROJEKTE IM NOVEMBER UND DEZEMBER

In der Kritikerumfrage der Opernwelt 2017 kann sich das ChorWerk Ruhr gleich über zwei Erwähnungen freuen:  für „Earth Diver“, das für die Ruhrtriennale 2016 produziert wurde und im August beim MAfestival in Brügge noch mal aufgeführt wurde, und für den Einsatz bei „Einstein on the Beach“ im Theater Dortmund. Motiviert starten wir in die beiden letzten Monate des Jahres, in denen das ChorWerk Ruhr noch drei weitere ganz besondere Konzerte präsentiert. Im November wird es passend zur herbstlichen Jahreszeit nachdenklich-besinnlich: Johannes Brahms‘ einziges großoratorisches Werk  „Ein deutsches Requiem“ thematisiert die irdische Vergänglichkeit und die Frage nach dem Warum. Der Dezember wird dann weihnachtlich-festlich: Das Weihnachtskonzert „In dulci jubilo“ steht zum Reformations-Jubiläumsjahr ganz im Zeichen der protestantischen Kirchenmusik, die Martin Luther maßgeblich geprägt hat. Ein weiteres Highlight im Dezember ist die Beteiligung an der konzertanten Oper „Il Barbiere di Siviglia“ am Konzerthaus Dortmund.

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Johannes Brahms’ Werk „Ein deutsches Requiem“ stellt sich bewusst den gewohnten Aussagen der liturgischen Totenmesse entgegen. Der sonst zentrale österliche Gedanke der Erlösung durch den Tod Christi fehlt. Stattdessen konzentriert sich Brahms auf irdische Vergänglichkeit und diesseitige Hoffnung. Zehn Jahre nach dem Requiem beschäftigt sich Brahms in seiner großangelegten Mottete op. 74, Nr. 1 „Warum ist das Licht gegeben“ noch einmal mit demselben Thema. Es ist eine „kleine Abhandlung über das große ‚Warum’“, wie Brahms es selbst nannte. Auch hier gibt es Christus, den Erlöser, nicht. Brahms komponiert diesen Eröffnungsabschnitt nach dem Prinzip des ausweglosen Zirkelkanons und lässt die Grundfrage bis zum Schluss hin offen. Auch die Religion beantwortet sie nicht.

Programm und Mitwirkende

Johannes Brahms (1833-1897)
Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen (1879)Opus 74. Nr. 1 Motette für gemischten Chor a cappella
Ein deutsches Requiem op. 45 – nach Worten der heiligen SchriftFassung für Soli, Chor und zwei Klaviere des Duo d’Accord (1868/2017)

Johanna Winkel, Sopran
Thomas E. Bauer, Bariton
Duo d’Accord – Klavierduo Lucia Huang & Sebastian Euler
ChorWerk Ruhr
Florian Helgath, Musikalische Leitung

Termine:
Samstag, 18.11.2017, 20 Uhr, UNESCO Welterbe Zollverein, Halle 5, Essen
Sonntag, 19.11.2017, 17 Uhr, Christuskirche Bochum
Sonntag, 26.11.2017, 19 Uhr, Mercatorhalle Duisburg

Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit Christuskirche Bochum und Kulturbüro Bochum

Tickets:
Essen: www.reservix.de
Bochum: www.adticket.de
Duisburg: www.duisburger-philharmoniker.de

Link: www.chorwerkruhr.de

IN DULCI JUBILO
Was wäre die deutschsprachige Kirchenmusik ohne Martin Luther? Luther hat nicht nur einen nachhaltigen Impuls für die Schaffung eines deutschsprachigen Kirchenliedes gegeben, sondern als Liebhaber der traditionellen lateinischen Kirchenmusik die protestantischen Kirchenmusiker auch dazu angeregt, in der neuen Liturgiesprache kunstvoll weiter zu komponieren. So hat das protestantische Repertoire binnen kürzester Zeit jene Höhen erreicht, die durch große Namen wie Dietrich Buxtehude, Heinrich Schütz oder Michael Praetorius repräsentiert werden. In dem weihnachtlichen Konzert präsentiert ChorWerk Ruhr diese drei wichtigen Vertreter der protestantischen Kirchenmusik des Früh- und Hochbarocks.

Programm und Mitwirkende

Michael Praetorius (1571-1621)
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Vom Himmel hoch
Herr Gott, dich loben wir
– Das Te Deum deutsch
Puer natus – Ein Kind geborn
Es ist ein Ros entsprungen
In dulci jubilo

Dietrich Buxtehude (1637-1707)
Das neugeborne Kindlein – Weihnachtskantate
Heinrich Schütz (1585-1672)
Weihnachts-Historie – SWV 435

Dorothee Mields, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Björn Colell, Laute
Günter Holzhausen, Violone
Christoph Anselm Noll, Orgel
ChorWerk Ruhr
l’arte dell mondo
Florian Helgath, Leitung

Termine:
Sonntag, 03.12.2017, 17 Uhr, Philharmonie Essen
Montag, 04.12.2017, 20 Uhr, Zeughaus Neuss

Eine ChorWerk Ruhr Produktion

Tickets:
Essen: www.theater-essen.de
Neuss: www.westticket.de

Link: www.chorwerkruhr.de
IL BARBIERE DI SIVIGLIA

„Il Barbiere di Siviglia“ von Gioacchino Rossini gilt als Schlüsselwerk der komischen Oper. Die ironischen Zwischentöne und der subtile Humor, die fest in Rossinis Partitur verankert sind, sind wie gemacht für einen Dirigenten wie Jérémie Rhorer und sein Ensemble Le Cercle de l’Harmonie, die darin ihre viel gepriesenen dramatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können. »Eine nahezu perfekte konzertante Aufführung, totale musikalische Glücksgefühle bei den Besuchern!« ist aus Paris zu lesen – nicht weniger ist für den „Barbier“ in Dortmund zu erwarten.

Programm und Mitwirkende

Gioacchino Rossini (1792-1868)
Il Barbiere di Siviglia Komische Oper in zwei Akten von Cesare Sterbini

Florian Sempey, Figaro
Catherine Trottmann, Rosina
Michele Angelini, Il Conte d’Almaviva
Peter Kálmán, Don Bartolo
Robert Gleadow, Don Basilio
Annunziata Vestri, Berta
Guillaume Andrieux, Fiorello
ChorWerk Ruhr (Herren)
Le Cercle de l’Harmonie
Jérémie Rhorer, Dirigent

Termin:
Dienstag, 19.12.2017, 19 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Eine Produktion des Konzerthauses Dortmund

Tickets: www.konzerthaus-dortmund.de

Link:  www.chorwerkruhr.de

Weitere Informationen zu Programm und Tickets finden Sie unter: www.chorwerkruhr.de und auf Facebook.

Christoph Eschenbach dirigiert Bruckner und Mozart

Christoph Eschenbach ist für mich ein herausragender Musiker, ob als Pianist oder als Dirigent“, bekundete der inzwischen verstorbene Helmut Schmidt 2015 anlässlich der Verleihung des renommierten Ernst von Siemens Musikpreises. „Aber er ist auch eine große Persönlichkeit, ein Star ganz ohne Allüren, ein Mann der leisen Töne, ein stiller Star – und doch ganz groß.“ Am Freitag, 10. November 2017, um 19:30 Uhr ist Eschenbach am Pult des SWR Symphonieorchesters in der Philharmonie Essen zu erleben. Dirigieren wird er die 7. Sinfonie E-Dur von Anton Bruckner. Außerdem auf dem Programm steht Wolfgang Amadeus Mozarts beliebtes Klavierkonzert A-Dur, KV 488, interpretiert von Christopher Park, den Eschenbach einst entdeckte.

Christoph Eschenbach ist der Philharmonie Essen seit langem verbunden. Zweimal war er hier Residenz-Künstler, in Erinnerung sind herausragende Abende als Pianist und vor allem als Dirigent großer Orchester. International ist er sowohl im Opern- als auch im Konzertbereich an bedeutenden Häusern wie der Wiener Staatsoper und bei angesehenen Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra und dem Chicago Symphony zu Gast. Und trotz seines jahrzehntelangen Wirkens als Musiker betont Christoph Eschenbach: „Meine Maxime ist, dass man nie auslernt. Und das macht das Leben interessant. Ich bin voller Neugier auf alles, was ich noch nicht gesehen, was ich noch nicht gelernt und erfahren habe.“

„Die Kunst des Hörens“:

Der Konzertabend beginnt mit einer Einführung durch Christoph Eschenbach und Christopher Park mit dem Orchester um 19:30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20:00 Uhr.

 Karten (Einheitspreis: € 25,00-70,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

 Titelfoto: Christoph Eschenbach (Foto: Luca Piva).

Essener GMD Tomáš Netopil wird ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie

Der Essener Generalmusikdirektor Tomáš Netopil wird ab der Spielzeit 2018/2019 ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie. Darüber hinaus präsentierte das traditionsreiche Prager Orchester jetzt Semyon Bychkov als Nachfolger des im Mai verstorbenen Chefdirigenten Jiří Bělohlavek sowie Jakub Hrůša als weiteren ständigen Gastdirigenten. „Ich fühle mich sehr geehrt, Teil des künstlerischen Teams zu sein, welches das musikalische Vermächtnis von Jiří Bělohlávek weiterführen kann und das Orchester zu weiteren musikalischen Höhenflügen bringen darf“, so Tomáš Netopil. „Für mich bedeutet die Arbeit für das Orchester eine große Verantwortung, eine Herausforderung und Vergnügen.“ Netopil und die Tschechische Philharmonie verbinden bereits eine zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. In dieser Spielzeit stehen eine gemeinsame Konzertreihe in der Schweiz sowie eine Tournee nach England und Irland auf dem Programm.

Tomáš Netopil ist seit der Spielzeit 2013/2014 Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker. Zuvor bekleidete er die eigens für ihn geschaffene Position des Musikdirektors des Prager Nationaltheaters und Ständetheaters. In Essen wird Netopil in dieser Saison nach seiner gefeierten Interpretation von Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ noch die Neuproduktion von „Salome“ sowie die Wiederaufnahmen von „Die Entführung aus dem Serail“, „Lohengrin“ und „Die Walküre“ leiten. Außerdem steht er in sechs Sinfoniekonzerten sowie weiteren Sonderkonzerten am Pult des Essener Orchesters. Auf internationaler Bühne dirigiert er unter anderem die Neuproduktion von „Der Freischütz“ an der Wiener Staatsoper und „Falstaff“ an der Flämischen Oper.

Titelfoto: Tomáš Netopil.(Foto: Saad Hamza).

Heimat Altenessen – Der Schauspieler Dirk Sonnenschein

Er fühlt sich auch heute noch seinem Kindheitsstadtteil verbunden. Dirk Sonnenschein ist ein Essener Schauspieler, dessen Laufbahn eng mit dieser Stadt verbunden ist. Ausdrucksstarke Charaktere sind seine Stärke und haben ihn zum gefragten Darsteller werden lassen. Wir sprachen mit dem auch heute noch in seiner Geburtsstadt lebenden Film- und Fernsehprofi:

Fotos der Galerie: alle Rechte Dirk Sonnenschein und Matt Buc,Birgit Buchholz und Thomas Meanz.

Zombies kehren für fünf Vorstellungen zurück in die Casa

Christian Lollikes „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ ab dem 20. Oktober wieder am Schauspiel Essen

Horror-Geschichten, in denen Zombies ihr Unwesen treiben, sind nicht jedermanns Sache. Doch spätestens seit die amerikanische Fernsehserie „The Walking Dead“ höchst erfolgreich ein Millionenpublikum begeistert, ist klar, dass das Spiel mit Untoten eher symbolisch zu verstehen ist. Einen solchen Zugang hat auch Christian Lollike in seinem Theaterstück „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ gewählt: Sein Thema ist die Flüchtlingskrise, und bei ihm stehen die Zombies für abertausende Geflüchtete, die der Hunger nach Wohlstand, Demokratie, Freiheit und Sicherheit an die Küsten Europas treibt.

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Regisseur Jörg Buttgereit, der Anfang der 80er Jahre Low-Budget-Filme wie „Nekromantik“ (1987) und „Der Todesking“ (1989) produziert hat, inszenierte „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ in der vergangenen Spielzeit in der Casa des Schauspiel Essen. Mit der Wiederaufnahme am Freitag, dem 20. Oktober, 19 Uhr, ist dann dort wieder dieser ungewöhnliche Theaterabend zu erleben, über den der WDR-Kritiker Stefan Keim sagt: „Bei aller Freude am Genre ist Jörg Buttgereit eine politisch genau durchdachte, hellsichtige Aufführung gelungen. Den drei Schauspielern Alexey Ekimov, Axel Holst und Silvia Weiskopf gelingen grandiose Gratwanderungen zwischen Leben und Tod. Diese lebenden Toten haben den lebenden Lebenden viel zu erzählen.“

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Eintritt: € 17,00.

Weitere Vorstellungen: 26. Oktober („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 3. November („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 17. November, 27. Dezember (zum letzten Mal, „Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00); jeweils 19:00 Uhr, Casa.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200, oder online unter www.schauspiel-essen.de

 

Dies und das aus dem Ruhrgebiet

(idr). In Zeiten von Smartphones und Spielekonsolen sind sie fast ausgestorben: die Flipperautomaten. Bei der Ausstellung „Ausgeflippt“ im Museum Strom und Leben in Recklinghausen erleben sie nun ein kleines Comeback. Hier erwarten die Besucher mehr als 30 klassische und moderne Flipper. Anfassen und bespielen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Die Ausstellung beginnt am Freitag, den 20. Oktober um 17 Uhr. Sie läuft bis zum 22. Oktober. Infos: www.umspannwerk-recklinghausen.de

Der Schweizer Künstler Balthasar Burkhard erhält seine erste große museale Würdigung in Deutschland. Das Museum Folkwang in Essen stellt über 150 Werke und Werkgruppen des Fotografen aus, die seinen Werdegang vom Reportagefotograf bis hin zum Künstler dokumentieren. Die Ausstellung eröffnet am 20. Oktober und dauert bis zum 14. Januar 2018. Infos: www.museum-folkwang.de

Gut zuhören heißt es beim Concert in the Dark im Unnaer Säulenkeller im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna. Denn bei diesem Konzert stehen die akustischen Reize im Vordergrund. Der Posaunist Shawn Grocott und sein Ensemble haben für diesen Abend in Zusammenarbeit mit dem Lichtkunst-Zentrum ein stilistisch vielseitiges Programm entwickelt. Die Besucher betrachten zuerst ausgewählte Lichtkunstwerke. Anschließend erhalten sie Verdunkelungsbrillen und werden zu ihren Plätzen gebracht, wo sie sich ganz auf die Klänge konzentrieren. Die Veranstaltung findet am 20. Oktober ab 19 Uhr statt. Infos: www.lichtkunst-unna.de

Seit über 40 Jahren zählt Konstantin Wecker zu den bedeutendsten deutschen Liedermachern. Anlässlich seines 70. Geburtstages ist er nun auf „Poesie und Widerstand“-Tour in ganz Deutschland unterwegs. Im Vordergrund dieser Jubiläumstour mit Kabarett und Chansons soll sein gesellschaftliches Engagement stehen, aber natürlich kommen auch seine Liebeslieder nicht zu kurz. Am 18. Oktober, 20 Uhr, macht er Halt in Dortmund. Restkarten sind noch erhältlich. Infos: www.konzerthaus-dortmund.de

Im Schlosstheater Moers feiert das Projekt „Sand und Asphalt. Geschichten auf der Flucht“ am 20. Oktober um 19.30 Uhr Premiere. Für dieses Stück hat sich Regisseurin Barbara Wachendorff auf die Reise an den Niederrhein begeben und die Geschichten und Erlebnisse von Frauen unterschiedlichster Herkunft aufgearbeitet. Einige dieser Frauen – unter anderem aus Syrien, Ghana, aber auch aus Deutschland – werden an diesem Abend auf der Bühne stehen. Infos: www.schlosstheater-moers.de

Das WDR Funkhausorchester und die Grammynominierte Sängerin Kate McGarry laden am 21. Oktober zu einer Zeitreise auf Zeche Zollverein in Essen. Beim Programm „Woodstock Symphony“, arrangiert von dem Essener Folkwang-Professor Peter Herborn, interpretiert das Ensemble die Songs der 1970er auf eine moderne Art und Weise, von John Denver bis hin zu Bob Dylan. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Infos: www.zollverein-konzerte.de

Nach einem Film von Aki Kaurismäki feiert „Der Mann ohne Vergangenheit“ am 21. Oktober Premiere im Schauspielhaus Bochum. Unter der Leitung von Christian Brey erzählt das Stück die Geschichte eines Mannes, der in seiner ersten Nacht im finnischen Helsinki von Hooligans angegriffen und dabei fast umgebracht wird. Da er sich danach nicht einmal mehr an seinen Namen erinnert, verläuft sein weiterer Weg beschwerlich. Erst ein Banküberfall scheint sein Leben zu verändern. Das Stück beginnt um 19.30 Uhr. Infos: www.schauspielhausbochum.de

Im Dortmunder Opernhaus geht es ab dem 21. Oktober, 19.30 Uhr, zurück in das Amerika der 60er Jahre: bei der Premiere des Welterfolges „Hairspray“. In dem farbenfrohen Musical geht es um das korpulente Teenagermädchen Tracy, das von einer großen Tänzerkarriere träumt. Mit viel Witz, Charme, aber auch Tragik und natürlich Musik zeigt das Stück dabei auch ein Amerika, in dem Rassendiskriminierung und Ausgrenzung zum Alltag gehörten. Tracys Mutter Edna wird dabei traditionell von einem Mann gespielt. In der Verfilmung übernahm John Travolta diese Rolle, hier ist es Ensemblemitglied Ks. Hannes Brock, der als „Edna“ auch seine Abschiedsspielzeit feiert.
Infos: www.theaterdo.de


	

Späti – Die neue Late-Night-Show am Theater Oberhausen

„Späti“ kommt von spät, und spät kommt von spontan. „Späti“ ist die neue Late-Night-Reihe, die ab dem 19. Oktober donnerstags im Pool des Theater Oberhausen stattfindet.

Ein ungestümes Format von wechselnden Akteur*innen, das jeweils genau 60 Minuten dauert. Ansonsten ist die Reihe an wenig Regeln gebunden. Impulse aus dem Ensemble und dem Team werden aufgenommen, kurzfristig umgesetzt und mutig im Pool erprobt. Neue Formen, wütende Fragen und auch Scheitern sind erlaubt – aber bitte mit Grandezza. So kurzlebig wie ein Snap, so langlebig wie eine unbequeme Frage. Performance, Talk oder Tanz – Sie wissen vorher nicht, was Sie erwartet. Aber „Späti“ macht den Donnerstag zum Lieblingstag der Woche.

Termine im Oktober/November – immer donnerstags um 21 h im Pool des Theater Oberhausen

Tickets: 5 €
19.10.               Die Geburt des Späti aus dem Schaum

26.10.               Die Goldsteins mit Ayana Goldstein

2.11.                 Americanrealismfirst mit Banafshe Hourmazdi, Mervan Ürkmez, Demian Wohler, Elena von Liebenstein und Babett Grube

9.11.                 Schlaraffenschland 4.0 – Deutschland in Plusquamperfekt mit Debo+Gästen

16.11.               Netflix and Chill? Ein gemütlicher Abend zu zweit

23.11.               Die Lange Nacht der Allergien mit Elena von Liebenstein und weiteren Expert*innen

30.11.               Eine Stunde Hardcore Disko 3000 mit DJ Sleazy und evtl. Paul Kalkbrenner

Weitere Infos unter: http://www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke.php?SID=611

Stefan Herheim inszeniert „Wozzeck“

In der Neuinszenierung von Stefan Herheim feiert Alban Bergs Oper „Wozzeck“ am Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf Premiere.

Der international anerkannte Regisseur, der an den größten europäischen Opernhäusern inszeniert und inzwischen drei Mal zum „Opernregisseur des Jahres“ gekürt wurde, hat in Düsseldorf bereits mit seiner Inszenierung von Händels „Xerxes“ begeistert. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober, mit renommierten Gastsolisten und Ensemblemitgliedern setzt er in Düsseldorf jetzt ein Meisterwerk der musikalischen Moderne in Szene: Bo Skovhus singt die Titelpartie, Camilla Nylund gibt ihr Debüt als Marie, der „Sänger des Jahres“ Matthias Klink ist zum ersten Mal als Hauptmann zu hören. Corby Welch spielt den Tambour­major, Sami Luttinen den Doktor.  Besucher der Opernwerkstatt bekommen am Montag, 16. Oktober, um 17.00 Uhr einen unmittelbaren Einblick in die Produktion: Im Anschluss an ein Gespräch mit dem Regieteam können sie im Opernhaus bei freiem Eintritt einen Teil der Bühnen­orchesterprobe miterleben.

„Ich liebe Musik, die es wagt, menschliche Gefühle auszustellen, und Alban Bergs ‚Wozzeck‘ tut dies auf erschütternde Art und Weise“, sagt Stefan Herheim. Für ihn gilt es, Musiktheater im Hier und Jetzt zu begreifen und aus der unmittelbaren Wirkung der Musik etwas Eigenes zu schaffen. Seine „Wozzeck“-Inszenierung entsteht im Team mit Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer und Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach.

Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“, das Alban Berg als Opernvorlage diente, basiert auf einem authentischen Fall: Am 3. Juni 1821 ersticht der arbeitslose Perückenmacher Johann Christian Woyzeck seine  Geliebte. Nach einem dreijährigen Prozess um seine Zurechnungsfähigkeit wird er trotz Zweifel für schuldig erklärt und öffentlich hingerichtet. Das Stück einer Hinrichtung sieht Stefan Herheim auch in der Oper: „In 15 musikali­schen Szenen erlebt Wozzeck seine Existenz als Höllenritt in einer Gesellschaft, die ihn zum Mörder macht.“ Ausgangspunkt seiner Inszenierung ist die u. a. in den USA heute noch legitimierte Praxis, Menschen im Namen der Gerechtigkeit zu töten: In einer Todeskammer wird Wozzeck durch die Gift­spritze hingerichtet. Doch sobald das Gift seinen Blutkreislauf erreicht und die Musik beginnt, vermischen sich seine Erinnerung, Angst, Wahn, Hoffnung und Verzweiflung zu surrealen Bildern, einer grotesken Todesrevue im Sterbemoment.

„Wozzeck“ von Alban Berg
Premiere am Freitag, 20. Oktober 2017, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf

Oper in drei Akten (15 Szenen)

Text von Alban Berg nach dem Drama „Woyzeck“ von Georg Büchner, Ausgabe von Karl Emil Franzos

In deutscher Sprache mit Übertiteln / Dauer: ca. 1¾ Stunden, keine Pause – empfohlen ab 16 Jahren

Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Stefan Herheim
Bühne und Kostüme: Christof Hetzer
Licht: Phoenix (Andreas Hofer)

Video: fettFilm (Momme Hinrichs und Torge Møller)

Chorleitung: Gerhard Michalski

Kinderchorleitung: Justine Wanat

Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach

Wozzeck: Bo Skovhus
Tambourmajor: Corby Welch
Andres: Cornel Frey
Hauptmann: Matthias Klink
Doktor: Sami Luttinen
Marie: Camilla Nylund

Margret: Katarzyna Kuncio

  1. Handwerksbursch: Thorsten Grümbel
  2. Handwerksbursch: Dmitri Vargin

Der Narr: Florian Simson

Soldat: Luis Fernando Piedra

Chor: Chor der Deutschen Oper am Rhein

Kinderchor: Akademie für Chor und Musiktheater
Orchester: Düsseldorfer Symphoniker

„Wozzeck“ im Opernhaus Düsseldorf:

Fr 20. Oktober – 19.30 Uhr (Premiere) / So 22. Oktober – 18.30 Uhr / Mi 25. Oktober – 19.30 Uhr /
Fr 27. Oktober – 19.30 Uhr / Do 2. November – 19.30 Uhr / So 5. November – 15.00 Uhr /
So 19. November – 18.30 Uhr / Do 23. November – 19.30 Uhr / So 26. November – 15.00 Uhr

Am Montag, 16. Oktober, um 17.00 Uhr gibt das Produktionsteam in der Opernwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf einen Einblick in die Produktion: Im Anschluss an ein Gespräch mit dem Regieteam können sie im Opernhaus einen Teil der Bühnen­orchesterprobe miterleben. Der Eintritt ist frei.

Direkten Bezug auf die Neuproduktion nehmen auch die „Symphoniker im Foyer“: Die Sopranistin Heidi Elisabeth Meyer und Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker widmen sich in der Matinee am Sonntag, 22. Oktober, um 11.00 Uhr im Opernhaus dem Kammermusik- und Liedschaffen Alban Bergs.

Karten und weitere Informationen sind im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203.283 62 100) sowie online über www.operamrhein.de erhältlich.

 

Fotos: Wozzeck_HPK_346_FOTO_Karl_Forster: Bo Skovhus (Wozzeck), Chor der Deutschen Oper am Rhein

Wozzeck_HPK_517_FOTO_Karl_Forster: Camilla Nylund (Marie), Bo Skovhus (Wozzeck), Bühnenmusiker, Statisterie