„China 8“ größte museale Bestandsaufnahme zeitgenössischer chinesischer Kunst

Neun Museen in acht Städten im Ruhrgebiet und Düsseldorf arbeiten zusammen, um mit dem Ausstellungsprojekt "China 8" vom 15. Mai bis 13. September die bislang größte museale Bestandsaufnahme zeitgenössischer chinesischer Kunst weltweit zu zeigen. 120 Künstler stellen rund 500 Werke in den Museen der Metropole Ruhr aus. Das Konzept spiegelt die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst wider und bietet den unterschiedlichen Disziplinen Raum. Jedes Museum präsentiert entsprechend seiner Sammlungsgeschichte und der eigenen programmatischen Ausrichtung unterschiedliche Sparten.
Die traditionelle chinesische Tuschemalerei und Kalligrafie gehört mit ihrer über 2000 Jahre alten Tradition zu den ältesten Kunstformen der Welt. Tusche und Pinsel bilden den Ursprung der chinesischen Kunst, die traditionell nicht die detailgetreue Nachahmung der sichtbaren Welt, sondern vielmehr das Einfangen der geistigen Welt zum obersten Ziel hat. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Tusche-Kunst durch das Aufkommen von neuen Techniken, Theorien und Medien westlichen Ursprungs zunehmend in Frage gestellt. Bis heute wird die chinesische Malerei zwischen „Guohua“ (traditionelle Malerei) und „Xinhua“ (neue, westliche Malerei) unterschieden. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben es sich im vergangenen Jahrhundert zur Aufgabe gemacht, diese beiden Weltanschauungen miteinander zu verbinden. Dies führte allerdings nicht zur erhofften Erneuerung der Tuschemalerei.
Heute, in einer digitalisierten, globalisierten, unübersichtlichen Welt trägt die Auseinandersetzung der Künstlerinnen und Künstler mit der Tradition und ihrer Bedeutung für das eigene Leben zur Identitätsfindung bei. Seit ca. 15 Jahren ist eine zunehmende Rückbesinnung auf die ureigene Kunsttradition zu beobachten. Diese Entwicklung greift die Ausstellung in der Alten Villa des Kunstmuseums Gelsenkirchen auf und bietet mit zwölf Positionen einen Einblick in die multimediale Auseinandersetzung chinesischer Künstlerinnen und Künstler mit der traditionellen Tuschemalerei und Kalligrafie. Zu sehen sind u.a. Arbeiten von Sun Xu, Wu Yming oder Yang Yongliang, der z. B. durch Videoanimationen Visionen moderner Landschaften zeichnet. Der Künstler Wang Dongling wird mit einer Live-Performance anlässlich der lokalen Eröffnung Kalligrafie und Literatur miteinander verbinden.
Mit Arbeiten von: Frank Tang, Lin Xue, Liu Jianhua, Miao Xiaochun, Qiu Zhijie, Shao Fan, Sun Xun, Wang Dongling, Wu Yiming, Xu Bing, Yang Yongliang, Zhu Wie
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(ü.Pm. idr und Stadt Gelsenkirchen)

Fachtagung zum Thema Bildungsmonitoring

Die Bildungsinitiative RuhrFutur bringt in der kommenden Woche rund 200 Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis in der Philharmonie Essen zusammen. Zur Diskussion stehen Fragen des regionalen Bildungsmonitorings. Titel der Fachtagung am Dienstag, 19. Mai, die die Initiative in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) ausrichtet: "Bildung zählt – datenbasierte Steuerung in der Metropole Ruhr". Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, inwieweit ein Bildungsmonitoring, das über die Grenzen einzelner Kommunen hinausgeht, die regionale Entwicklung in der Metropole Ruhr unterstützen kann.
RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative von Stiftung Mercator, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Städte Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie der Ruhr-Universität Bochum, der Fachhochschule Dortmund, der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Westfälischen Hochschule. Ihr Ziel ist eine Verbesserung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr, um allen Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen.  
Infos unter http://bildungsmonitoring.ruhrfutur.de

(ü. Pm. idr)

Die Zentralbibliothek Essen lädt zum „Gespräch über Bücher“

Unter dem Motto „Am Leben entlang …“ lädt die Stadtbibliothek Essen am Mittwoch, 15. April, zum „Gespräch über Bücher“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die zwei Essener Literaturwissenschaftler Ursula Renner-Henke und Patrick Eiden-Hoff diskutieren gemeinsam mit ihrem Gast Dr. Heinrich Bosse über das Buch „Die Herrlichkeit des Lebens“ von Michael Kumpfmüller.
Wer war Franz Kafka? Dank Michael Kumpfmüller können wir uns den weltberühmten Schriftsteller als glücklichen Menschen vorstellen, der am Ende seines Lebens die große Liebe findet. Ein kluger, einfühlsamer Roman über Liebe und Erfüllung und den Wert jedes einzelnen, aufmerksam gelebten Tages.
Das „Gespräch über Bücher“ findet einmal im Monat in der Stadtbibliothek statt. Neben der Vorstellung des Buches geht es dabei natürlich auch um die gemeinsame Diskussion. Am Ende des Abends soll diese zu einem besseren Verständnis führen und unterhalten.
(stk., ü. Pm., Stadt Essen)