Zombies kehren für fünf Vorstellungen zurück in die Casa

Christian Lollikes „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ ab dem 20. Oktober wieder am Schauspiel Essen

Horror-Geschichten, in denen Zombies ihr Unwesen treiben, sind nicht jedermanns Sache. Doch spätestens seit die amerikanische Fernsehserie „The Walking Dead“ höchst erfolgreich ein Millionenpublikum begeistert, ist klar, dass das Spiel mit Untoten eher symbolisch zu verstehen ist. Einen solchen Zugang hat auch Christian Lollike in seinem Theaterstück „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ gewählt: Sein Thema ist die Flüchtlingskrise, und bei ihm stehen die Zombies für abertausende Geflüchtete, die der Hunger nach Wohlstand, Demokratie, Freiheit und Sicherheit an die Küsten Europas treibt.

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Regisseur Jörg Buttgereit, der Anfang der 80er Jahre Low-Budget-Filme wie „Nekromantik“ (1987) und „Der Todesking“ (1989) produziert hat, inszenierte „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ in der vergangenen Spielzeit in der Casa des Schauspiel Essen. Mit der Wiederaufnahme am Freitag, dem 20. Oktober, 19 Uhr, ist dann dort wieder dieser ungewöhnliche Theaterabend zu erleben, über den der WDR-Kritiker Stefan Keim sagt: „Bei aller Freude am Genre ist Jörg Buttgereit eine politisch genau durchdachte, hellsichtige Aufführung gelungen. Den drei Schauspielern Alexey Ekimov, Axel Holst und Silvia Weiskopf gelingen grandiose Gratwanderungen zwischen Leben und Tod. Diese lebenden Toten haben den lebenden Lebenden viel zu erzählen.“

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Eintritt: € 17,00.

Weitere Vorstellungen: 26. Oktober („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 3. November („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 17. November, 27. Dezember (zum letzten Mal, „Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00); jeweils 19:00 Uhr, Casa.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200, oder online unter www.schauspiel-essen.de

 

Kindertheater im Grugapark am letzten Ferienwochenende

Am letzten Wochenende der Sommerferien lockt das Kindertheater im Grugapark noch einmal kleine und große Theaterfans mit zwei Geschichten rund ums Reisen in den Theater- und Spielpavillon:

Das „Trotz-Alledem-Theater“ spielt am Samstag, 26. August, um 15 Uhr die Geschichte der beiden Freunde Tiger und Bär in „Oh wie schön ist Panama“. Beide leben glücklich und zufrieden in einem gemütlichen Haus am Fluss, bis der kleine Bär beim Angeln eine Kiste mit der Aufschrift „Pa-na-ma“ findet. Vom Fernweh gepackt machen sich die Freunde gemeinsam mit der Tiger-Ente auf eine abenteuerliche Reise nach Panama.

Am Sonntag, 27. August, um 15 Uhr gastiert das „Seifenblasentheater“ mit „Olifant fährt Eisenbahn“ im Grugapark: Olifant möchte gerne seine Oma besuchen, doch leider ist der Zug bereits abgefahren. Mit Hilfe des freundlichen Stationsvorstehers Christian wird eine Kiste zur Lokomotive, und eine Reise mit vielen Überraschungen startet.

Kindertheater im Grugapark am Wochenende mit Dornröschen und dem Froschkönig

Das wunderbare Märchen der Brüder Grimm steht am Samstag, 5. August, auf dem Programm im Theater- und Spielpavillon. In den Mittelpunkt des Stückes stellt das „Mimikry Figurentheater“ allerdings nicht Dornröschen, sondern ein traumhaftes Hochzeitskleid, an das die Schneiderin Frau Zwirn letzte Hand anlegt. Während sie näht und bügelt spielt sie die wundersame Geschichte vom jungen Dornröschen und das Kleid wird zum Schloss.

Ein weiteres witziges Märchen frei nach den Brüdern Grimm spielt das Mimikry Figurentheater am Sonntag, 6. August. Es ist die Geschichte vom Froschkönig, bei der sich alles in einem und um einen geheimnisvollen Brunnen abspielt.

Am Samstag, 5., und Sonntag, 6. August, jeweils um 15 Uhr im Theater- und Spielpavillon an der Ballspielwiese. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

Studio-Bühne Essen: Drama, Wahnsinn, Kinderlachen – Theater Hautnah Spielzeit 2016/2017


Newsletter vom 07.03.2017

Liebes Publikum,

unser ‚Polterkrays Improtheater‘ kann es kaum noch erwarten: Am Samstag um 20 Uhr hebt die fröhliche Crew samt Publikum unter dem Motto „Up, Up and Away“ spontan und auf Zuruf der Gäste in die frische Frühlingsluft des Stegreiftheaters ab. Einige wenige „Bordkarten“ für dieses Vergnügen sind derzeit noch erhältlich. Und wer noch nicht „Die Kartoffelsuppe“, das überaus nahrhafte und unterhaltsame Theatererlebnis für Alle ab 6 von Marcel Cremer und Helga Schaus gesehen hat, der sollte sich sputen: Am Sonntag um 15 Uhr rührt Kerstin Plewa-Brodam als Köchin ‚Charlotte‘ zum letzten Mal die schmackhafte Suppe live auf der Bühne an. Und ganz nebenbei erzählt sie etwas über gute Ernährung und eine spannende Geschichte über Hunger und auch den Krieg. Karten für große und kleine Leckermäuler gibt es noch im Vorverkauf.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns!
Und hier unsere Vorstellungen für Sie im Überblick:

Die Polterkrays: Up, Up and Away

Die Polterkrays heben ab in den Frühling – spontan, improvisiert und ohne Grenzen!
Samstag, 11.03.2017, 20 Uhr – Nur noch wenige Restkarten!

Fünf Sekunden bleiben den Polterkrays, um Geschichten aus dem Nichts zu erfinden! Das Publikum liefert auf Zuruf die Ideen und die Polterkrays lassen damit augenblicklich die irrwitzigsten Szenen entstehen. In jeder Show ist alles möglich, denn das Publikum hält als Ideengeber die Polterkrays immer wieder neu auf Trab! Weiter zur Webseite »

Die Kartoffelsuppe

Ein nahrhaftes Theatererlebnis für Alle ab 6
von Marcel Cremer und Helga Schaus
Sonntag, 12.03.2017, 15 Uhr – Zum letzten Mal!

Man nehme: Eine dicke Zwiebel, eine Stange Lauch, einige Möhren, Sellerie und natürlich Kartoffeln, eine Schauspielerin und einen großen Topf, rühre kräftig um, lasse alles gut aufkochen und schmecke fein mit einer spannenden Geschichte ab! Weiter zur Webseite »

KartenAnfragen

Kartenanfragen sind jederzeit möglich auf www.studio-buehne-essen.de/karten sowie telefonisch unter 0201 / 55 46 01 (Mo – Fr von 14 – 17 Uhr) oder 0201 / 55 15 05 (Anrufbeantworter) und per E-Mail an info@studio-buehne-essen.de.



(ü. Pm.)

CDU-Fraktion: Land muss Kultur- und Theaterförderung deutlich anheben

Die CDU-Fraktion unterstützt die Forderungen des Städtetages Nordrhein-Westfalens als auch der Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die finanzielle Förderung des Landes NRW für die Kultur- und Theaterförderung anzuheben.

 Hierzu erklärt Barbara Rörig, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion: „Das Land Nordrhein-Westfalen fördert Stadttheater wie in Essen in einem finanziell zu geringen Umfange. Während andere Bundesländer für die Stadttheater 25 bis 58 Prozent an Förderung übernehmen, beträgt der Betriebskostenzuschuss des Landes Nordrhein-Westfalens gerade einmal fünf Prozent. Die kulturelle Bedeutung von Stadttheatern, wie zum Beispiel des Essener Aalto-Theaters oder des Grillo-Theaters, reicht weit über unsere Stadtgrenzen hinaus. Dies sollte zukünftig stärker berücksichtigt werden. Denkbar sind hier Finanzierungsmodelle, die bereits in anderen Aufgabenfeldern von Land und Kommunen gemeinsam vereinbart und praktiziert werden. Beispielsweise wäre wie bei der Finanzierung von Offenen Ganztagsschulen oder beim Kinderbildungsgesetz eine jährliche Dynamisierung in Höhe eines festzulegenden Prozentsatzes denkbar. Eine ähnliche Unterfinanzierung haben wir bei der Kulturförderung zu verzeichnen. Der Bund fördert in Nordrhein-Westfalen Institutionen und Projekte von nationaler Bedeutung. Zuständig für Kultur ist aber in erster Linie das Land, welches in der Verantwortung steht, die Kommunen in einem auskömmlichen Maße zu unterstützen.“

(ü. Pm.)

Erfolgreiche Premiere des TaB-Theaters: „Zwei wie Bonny & Clyde“ brilliert auf der Billebrinkhöhe

Circa 100 Zuschauer waren am Freitag, den 18. November bei der Theaterpremiere im evangelischen Gemeindezentrum Forum Billebrinkhöhe.  Das TaB-Theater präsentierte „Zwei wie Bonny & Clyde … denn sie wissen nicht, wo sie sind!“

Die rasante Komödie um ein Ganoven-Pärchen, das mit einem Banküberfall das ganz große Geld machen will, nahm schnell Fahrt auf. Andrea Berndsen gab als Bonny die junge Naive und gab der Figur  Authentizität und Lebendigkeit. An ihrer Seite präsentierte Volker Brenne den machohaften Macher Manni alias Clyde, der sich für einen gewieften Kriminellen hält und scheinbar nur von seiner Partnerin Bonny ausgebremst wird. Bis zum überraschen­den Ende steuerten die beiden Titelfiguren von einer Katastrophe in die nächste. Beide Schauspieler beherrschten das schnelle Spiel und die aberwitzigen Wortgefechte und konnten so das Publikum mitreißen.

Weitere Aufführungs­termine sind für den 25. und 26. November, jeweils um 20.00 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Forum Billebrinkhöhe, Billebrinkhöhe 72 in Essen geplant. Am 11. Februar 2017, 20.00 Uhr gastiert das TaB-Theater mit „Zwei wie Bonny & Clyde“ im Katakomben-Theater im Girardet Haus, Girardet Straße 2-38 in Essen. Die Eintrittskarten kosten 10 Euro (15 Euro im Katakomben Theater) pro Person und sind entweder an der Abendkasse, über www.tab-theater.net oder unter 02 01/45 31 44 30 zu erhalten.

(ü. Pm.)

Der Fischer, seine Frau und das Fischstäbchen und Theaterspektakel mit der Waldfee

Am vorletzten Ferienwochenende ist das Theater Kreutz und Quer mit der Aufführung „Der Fischer, seine Frau und das Fischstäbchen“ am Samstag zu Gast im Grugapark.

Im Mittelpunkt des Theaterstücks stehen die zwei Clowns Gebrr und Grimm, ein Pinkelpott, eine Badewanne und ein Fischstäbchen. Im Spiel verwandelt sich Gebrr in Fischers Fritze und Grimm in seine ständig unzufriedene Frau Helene. Und mit ein wenig Fantasie werden das Badezimmer zum großen weiten Meer und die Badewanne mal zum Fischerboot und mal zum Königspalast.

Auch am Sonntag muss niemand auf das Kindertheater verzichten. Es findet dann im Rahmen des Familientags des Grugaparkfests auf der Kranichwiese statt: Um 12, 14 und 16 Uhr erobern Kinder beim „Theaterspektakel mit der Waldfee“ des L`UNA Theaters die Bühne und werden zu Prinzessinnen, Kobolden und Zauberern.

Samstag, 13. August, um 15 Uhr im Theater- und Spielpavillon (Eingang Mustergärten) und am Sonntag, 14. August, um 12, 14 und 16 Uhr auf der Kranichwiese. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

(ü. Pm.)

Start des Sommer-Kindertheaters im Grugapark

Pünktlich zum ersten Ferienwochenende startet die Open-Air-Kindertheatersaison im Grugapark. Jeweils samstags- und sonntagsnachmittags heißt es in dem kleinen Theater- und Spielpavillon in der Nähe des Eingangs Mustergärten wieder „Vorhang auf, die Vorstellung beginnt!“.

Das Theater Tom Teuer ist am Samstag, 9. Juli, um 15 Uhr zu Gast im Grugapark. Das Stück „Wie die Buchstaben entstanden“ erzählt von der Lust am Malen, vom Spaß am Entdecken, von Geräuschen, die zu Buchstaben werden, und von der Freude am Lesen und Schreiben.

Am Sonntag, 10. Juli, um 15 Uhr sind ein Schaf und ein sympathischer Clochard die Hauptfiguren in der Geschichte „Tuvalu darf nicht untergehen“. Das Theater „Die Mimosen“ rettet in seinem mal temporeich und mal poetisch erzählten Stück augenzwinkernd und vom Rand der Gesellschaft aus die Welt.

Titelfoto: Mit dem Theater Tom Theuer beginnt am Samstag, 9. Juli, die Kindertheater-Saison im Grugapark.

(ü. Pm.)

Oberhausen: Neue Aufführung von „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn

Am Freitag, den 22. April 2016, zeigt das Theater Oberhausen um 19.30 Uhr wieder eine Aufführung von Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn in der Regie von Sarantos Zervoulakos:

„Von hinten war es komischer als von vorne“, stellt Michael Frayn eines Tages fest, als er von der Seitenbühne aus die Aufführung eines seiner Stücke sieht. Inspiriert von diesem Erlebnis kommt ihm eine geniale Idee. Wie wäre es, ein Theaterstück über die faszinierende Welt der Hinterbühne zu schreiben? Warum dem Zuschauer nicht einmal zeigen, was er sonst nie zu sehen bekommt? Das Resultat ist Der nackte Wahnsinn, eine schrille, turbulente Farce über die Welt des Theaters und den verzweifelt komischen Versuch des Menschen, den schönen Schein um jeden Preis aufrecht zu erhalten.

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Frayns Konstruktionsprinzip ist einfach und genial: Im ersten Akt von Der nackte Wahnsinn wird die Generalprobe des Stückes Nackte Tatsachen gezeigt, einer dubiosen Komödie, in der ein Teller Sardinen, ein Scheich, eine hocherotische Steuerfahnderin und ein Badezimmerläufer von zentraler aber nicht wirklich logisch entschlüsselbarer Bedeutung sind. Die Generalprobe muss immer wieder unterbrochen werden, denn nichts klappt: Auftritts-Türen klemmen, Requisiten liegen am falschen Platz, Schauspieler haben Textaussetzer oder stellen die Sinnfrage, was den Regisseur an den Rand des Wahnsinns treibt. Verständlich, denn er hat nicht nur die Regieassistentin, sondern auch eine der Schauspielerinnen geschwängert. Obwohl sich alle ständig mit Schätzchen anreden, ist das Probenklima unter den Schauspielern äußerst angespannt. Jeder hat sein Psychowehwehchen und alle wollen nur eins: groß rauskommen.

 

Im zweiten Akt, der einige Wochen später spielt, wechselt Frayn die Zuschauerperspektive. Jetzt sehen wir eine Vorstellung von Nackte Tatsachen von der Hinterbühne aus. Der Psychokrieg im Ensemble ist inzwischen eskaliert: Handgreiflichkeiten und gezielte Sabotageaktionen unter den Schauspielern verstärken die Text-Hänger und technischen Pannen. Doch alle machen verzweifelt weiter, schließlich gilt: „The show must go on!“ Und so wird improvisiert, was das Zeug hält, um die Pannen irgendwie zu vertuschen.

 

Im dritten Akt schließlich zeigt Frayn die Vorstellung wieder von vorne. Es ist die Derniére von Nackte Tatsachen in irgendeinem Provinzkaff Wochen später. Zwar geht immer noch alles schief, aber von den stark lädierten Schauspielern hat keiner mehr die Kraft zum entscheidenden Rettungsschlag. Jeder sehnt sich nur noch danach, dass endlich, endlich das Ende dieses Debakels kommt, doch selbst der Schlussapplaus geht schief: Der Vorhang klemmt.

 

Michael Frayns Der nackte Wahnsinn wurde 1983 uraufgeführt und anschließend zum viel gespielten Welterfolg. In Oberhausen wurde Der nackte Wahnsinn von Regisseur Sarantos Zervoulakos inszeniert, der sich mit Bezahlt wird nicht! bereits als Komödienspezialist etabliert hat.

Aufführung von „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn am Freitag, den 22. April 2016, um 19.30 Uhr im Großen Haus

Fotos der Aufführung: Birgit Hupfeld

 

Weststadthalle: „Essen erlaubt!“ – Patrick Heizmann präsentiert Comedy mit Nährwert

Wer kennt sie nicht, die guten (Ernährungs-)Vorsätze zum Jahresbeginn. In diese kulinarische Bresche springt Patrick Heinzmann mit seiner Comedy-Bühnenshow „Essen erlaubt!“. Auf humorvolle Art beißt sich Heizmann durch Trends, Ersatzreligionen und andere gesellschaftliche Entwicklungen und kaut sie auf etwaige Unverträglichkeiten durch – gelegentliche Entmystifizierung inbegriffen. Unterhaltsam, informativ und garantiert ohne den erhobenen Zeigefinger.

Die Comedyshow steigt am 19. Januar, 20 Uhr in der Essener Weststadthalle, Thea-Leyman-Straße 23, Der Einlass beginnt ab 19 Uhr. Preis im Vorverkauf: 23 Euro zuzüglich VVK-Gebühren an allen bekannten VVK-Stellen, online und bei Veranstaltungen im Cafébereich der Weststadthalle, Abendkasse: 30 Euro. Infos unter www.weststadthalle.de.

Essen ist erlaubt. Es darf sogar Spaß machen. Und es ist dabei auch noch verblüffend einfach: Mund auf, Essen rein, runterschlucken – den Rest erledigt die Verdauung. „Früher kam auf den Tisch, was der Acker vor der Haustür gerade so hergab, heute gibt‘s die ganze Welt im Supermarkt – jederzeit verfügbar, küchenfertig und vakuumverpackt“, umreißt Patric Heizmann unseren tagtäglichen Luxus.

Mit „Essen erlaubt!“ drückt Patric Heizmann der inneren Stimme das Megaphon in die Hand, und er gibt seinem Publikum die Übersetzungshilfe gleich dazu – eine lebensnahe, versteht sich: Er illustriert die Grundlagen und Funktionen des Körpers, lässt die Organe sprechblasengleich miteinander kommunizieren und widmet sich dem ewigen, jedem Menschen aus leidvoller Erfahrung bekannten Kampf zwischen Kopf und Bauch. Es geht um die echten und vermeintlichen Unterschiede der Bedürfnisse von Männern, Frauen und Kindern, genauso wie um die Zusammenhänge von Ernährung und Bewegung. Und neben dem leisen Innenleben nimmt Patric Heizmann parallel auch die vielen, lauten Störgeräusche der Außenwelt aufs Korn: Von Werbedruck bis Designer-Food, von Paläo-Diät bis Frutariertum – Patric Heizmann nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch zahlreiche Trends, Ersatzreligionen und andere gesellschaftliche Entwicklungen – informativ, unterhaltsam und mit viel Witz.

(ü. Pm. Stadt Essen)

 

Familienmusical: „Die Märchenwelt zur Kur bestellt“

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit verwandelt sich die Bühne des Aalto-Theaters in eine völlig verrückte Märchenwelt: Am Freitag, 8. Januar 2016, um 18 Uhr steht das temporeiche Familienmusical „Die Märchenwelt zur Kur bestellt“ auf dem Programm. Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene dürfen sich noch einmal auf ein großes Bühnenspektakel freuen, in dem nicht nur das an einer Apfelallergie leidende Schneewittchen reif für die Kur ist. Die Froschprinzessin will ihren Frosch nicht mehr an die Wand klatschen, Aschenputtel läuft am liebsten barfuß. Und auch die „Märchenmänner“ sind nicht mehr das, was sie mal waren: Rumpelstilzchen verzichtet freiwillig auf das Kind der Königin, das tapfere Schneiderlein ist überhaupt nicht furchteinflößend und der Kaiser ohne Kleider prägt den neusten Modetrend. Doch dafür gibt es ja das „Kurhotel Grimm“ – hier werden alle Märchenversager wieder einsatzfähig gemacht. Das spielfreudige Gesangsensemble mit Henrik Wager, Tim Hüning, Frank Winkels, Jana Stelley, Christina Clark und Marie-Helen Joël lassen die verdrehte Märchenwelt lebendig werden. Unter der Leitung von Heribert Feckler sorgt das United Rock Orchestra für die stimmungsvolle musikalische Begleitung.

Karten und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Preise: €10,00 bis 14,30 (ermäßigt € 5,00 bis 7,50)

Szenenfoto: Saad Hamza.

(ü. Pm.)

Hänsel und Gretel – Ein Singspiel für Kinder

Studierende der Musikpädagogik und –wissenschaft laden Kinder und Schulklassen für den 12. und 13. Januar in das Pina Bausch Theater ein.

Folkwang Studierende der Musikpädagogik und Musikwissenschaft bringen die Singspielfassung von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel am 12. und 13. Januar um 11.00 Uhr auf die Bühne des Pina Bausch Theaters am Campus Essen-Werden. Eingeladen sind Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren sowie Schulklassen. Entstanden ist das Projekt um das Leitungsteam Birgit Busse (7. Semester, Bachelor Gesangspädagogik), Stefan Kaminski (5. Semester, Gesangspädagogik) und Nathalie Thomann (3. Semester, Master Musikwissenschaft) aus Eigeninitiative der Studierenden. Die musikalische Leitung liegt bei Dirigent Juliano Suzuki (a. G.). Der Eintritt ist frei, um vorherige Anmeldung unter karten@folkwang-uni.de wird gebeten. Ziel der insgesamt 26 beteiligten Studierenden ist es, Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren für das Musiktheater zu begeistern. „Als Studierende pädagogischer und wissenschaftlicher Studiengänge ist es uns ein Anliegen, ein Projekt ins Leben zu rufen, in dem wir unsere Studieninhalte künstlerisch und darstellerisch an die Schülerinnen und Schüler vermitteln können. Folkwang bietet uns dafür die ideale Infrastruktur.“, so Projektleiterin Birgit Busse. Mit einer eigenen Unterrichtsreihe wird der Opernbesuch begleitet. Neben allgemeinen Informationen zu Entstehung und Entwicklung der Oper, stehen im Januar z.B. auch Unterrichtsbesuche der Projektbeteiligten auf dem Lehrplan. Sie stellen den Schulklassen ihre Aufgaben bei der Opernproduktion vor: Was macht ein|e GeneralmusikdirektorIn, wofür ist der|die IntendantIn, BühnenbildnerIn, DramaturgIn verantwortlich? Auch die Inszenierung des Singspiels ist ganz auf die SchülerInnen zugeschnitten. So basiert die Gestaltung des Bühnenraums mit Kostümen, Bühnenelementen und Requisiten auf dem Malstil von Kinderzeichnungen. Und auch das Programmheft ist Teil des pädagogischen Konzeptes. Die Kinder werden mit Aufgaben und Experimenten dazu eingeladen, die erlangten Kenntnisse aus den Unterrichtseinheiten sowie ihre Erfahrungen aus dem Vorstellungsbesuch spielerisch zusammenzufassen. Die Vorstellungen von Hänsel und Gretel finden am 12. und 13. Januar, Dienstag und Mittwoch, um 11.00 Uhr vormittags im Pina Bausch Theater statt. Der Eintritt ist frei. Schulklassen sind herzlich willkommen. Um Anmeldung vorab wird unbedingt gebeten unter karten@folkwang-uni.de.

Titelbild: Titus Härich

(ü. Pm.)