Festliches Theaterprogramm – Große Stücke-Vielfalt rund um die Weihnachtstage am Schauspiel Essen

Derzeit befinden sich noch viele Menschen im Vorweihnachts-Stress: Geschenke müssen her, Verwandtenbesuche sollten gut geplant werden und dann die schwerwiegende Frage, womit man sich und seine Lieben rund um die Bescherung kulinarisch verwöhnen möchte. Wenn das alles erledigt ist, kann das Fest der Liebe kommen. Wem vor, während oder nach den Feiertagen der Sinn nach anspruchsvoller Unterhaltung steht, der sollte die unterschiedlichen Angebote im Grillo-Theater und den kleineren Spielstätten des Schauspiel Essen nutzen.

Am Freitag vor Heiligabend, dem 22. Dezember steht ab 19:30 Uhr im Grillo-Theater Lutz Hübners und Sarah Nemitz‘ Komödie „Willkommen“ auf dem Programm. Darin geht es um fünf WG-Bewohner, die sich höchst kontrovers darüber auseinandersetzen, ob sie ein in ihrer Wohngemeinschaft frei werdendes Zimmer an Flüchtlinge vergeben wollen.

Mit Problemen ganz anderer Art bekommt es am 23. Dezember (17 Uhr) sowie am 2. Weihnachtstag (14:30 Uhr) der Bottroper Maulwurf Jupp zu tun. Eigentlich will er nur das Theater kennenlernen und zu diesem Zweck ein Schnupper-Praktikum bei den Theatertieren, die unter der Bühne des Grillo-Theaters leben, machen. Doch dann kommt alles ganz anders: Denn eine Etage höher versinken die Proben zum „Froschkönig“ im Chaos und die bevorstehende Premiere droht zu platzen. Wie es Jupp und seinen tierischen Mitstreitern schließlich doch gelingt, dass sich alles zum Guten wendet, erzählt Gertrud Pigor in ihrem turbulenten und sehr musikalischen Stück „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“, das für Kinder ab 6 Jahren und natürlich auch für deren Eltern, Großeltern, Onkels und Tanten geeignet ist.

Am Mittwoch, dem 27. Dezember können sich Theaterfans zwischen zwei Inszenierungen entscheiden: Wenn sie Thees Uhlmanns „Sophia, der Tod und ich“ ab 19:30 Uhr im Grillo-Theater wählen, dann werden sie Zeuge einer ungewöhnlichen Reise quer durch Deutschland, an der unter anderem der Sensenmann höchstpersönlich teilnimmt. Oder sie sitzen ab 19 Uhr in der Casa und erleben die letzte Aufführung von „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“.

Grimme-Preisträger August Zirner und das Essener Spardosen-Terzett sind am Donnerstag, dem 28. Dezember ab 20 Uhr zu Gast im Grillo-Theater. In ihrem „Jazz in Essen“-Konzert geben sie sich musikalisch-medizinisch und stellen für die Künstler Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk die „Diagnose: Jazz“.

Auf einen modernen Klassiker können sich die Grillo-Besucher am Freitag, dem 29. Dezember freuen: Bertolt Brechts „Leben des Galilei“ mit Musik von Hanns Eisler erzählt die Geschichte des italienischen Mathematikers und Astronomen Galileo Galilei (1564-1642), der das neue kopernikanische Weltsystem beweisen will und damit gleich ein ganzes Weltbild über den Haufen wirft. Die Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr.

Zwei Komödien bietet der Spielplan am Samstag, dem 30. Dezember. Pechschwarz geht es ab 19 Uhr in der Casa zu, denn Noah Haidle zeigt in „Das beste aller möglichen Leben“ ein komplettes Menschenleben im Schnelldurchlauf: von der Wiege bis zur Bahre in 90 Minuten. Und ab 19:30 Uhr treffen sich im Grillo-Theater die drei wortgewaltigen Streithähne wieder, um in Yasmina Rezas Kult-Komödie „Kunst“ über eine weiße Leinwand, ihr Leben und ihre Freundschaft zu diskutieren.

Die Silvester-Vorstellung „Willkommen“ ist bereits ausverkauft, für die anschließend ab 20:30 Uhr im Hayati und Café Central International stattfindende Silvesterparty sind allerdings noch einige Karten (€ 14,00) zu haben.

Kartenvorverkauf für die genannten Veranstaltungen:
TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, II. Hagen 2, Tel. 0201/8122-200, oder unter tickets@theater-essen.de.

Titelfoto: Sophia, der Tod und ich_HP_Kaufhold_Martin

Theater und Philharmonie bietet wieder MiniAbos an – Oper, Ballett, Konzert und Schauspiel zu günstigen Preisen bis Weihnachten erhältlich

Kultur verschenken mit den MiniAbos: Auch in dieser Vorweihnachtszeit bietet die Theater und Philharmonie Essen wieder die beliebten Pakete mit je drei Veranstaltungen in den Sparten Oper, Ballett, Philharmoniker, Philharmonie und Schauspiel an. Aus elf Paketen können Theater- und Konzertfreunde auswählen:

Im Aalto-Theater kommen Puccini-Fans mit den Opern „La Bohème“, „Turandot“ und „Madama Butterfly“ ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber von Bellini („Norma“), Mozart („Die Entführung aus dem Serail“) und Verdi („La Traviata“). „Bewegende Ballette“ stehen mit „La vie en rose“, „Tanzhommage an Queen“ und der Uraufführung „Moving Colours“ auf dem Programm. Preis pro MiniAbo: € 99,00. Die Essener Philharmoniker präsentieren in den beiden Abos „Von Beethoven bis Bernstein“ und „Klassisch und romantisch“ große Sinfonik (jeweils € 78,00). Daneben darf man sich auf „Perlen der Kammermusik“, unter anderem mit Werken von Bach und Schubert, freuen (€ 33,00). Drei abwechslungsreiche Pakete bietet auch die Philharmonie Essen an: Unter dem Titel „Orchester am Sonntag“ sind Weltklasse-Orchester wie das Houston Symphony und Solo-Stars wie Khathia Buniatishvili und Hilary Hahn zu Gast (€ 129,00). Auch hinter den „Erstklassigen Ensembles“ verbergen sich große Namen, etwa Janine Jansen oder das Irish Chamber Orchestra (€ 60,00). Alternativ zum klassischen Repertoire sorgt das MiniAbo „Soul, Rock und Jazz“, unter anderem mit der Show „Queen forever!“ für beste Unterhaltung (€ 72,00). Im Schauspiel Essen erobern die „Global Player“ die Bühne: Brechts Klassiker „Leben des Galilei“ gehört ebenso zu diesem MiniAbo wie die Stücke „Willkommen“ und „Top Dogs“. Und unter dem Motto „Über Grenzen“ darf man auf eine facettenreiche Mischung aus Kafkas „Der Prozess“, Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ und der Uraufführung „Sophia, der Tod und ich“ gespannt sein (jeweils € 54,00).

Silvia Weiskopf (links, Rückenansicht), Ines Krug, Sven Seeburg, Ensemble in „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt; Inszenierung: Thomas Krupa

 Erhältlich sind die elf MiniAbos, so lange der Vorrat reicht, im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2, 45127 Essen, unter Tel. (0201) 81 22-200 oder per E-Mail an tickets@theater-essen.de.

Titelfoto: Norma (Foto: Matthias Jung), im Beitrag: Besuch der alten Dame (Foto: Birgit Hupfeld)

 

 

 

Hein Mulders und Tomáš Netopil: Verträg – Verlängerungen bei der Theater und Philharmonie Essen sind vollzogen

Die bereits angekündigten Vertragsverlängerungen von Hein Mulders und Tomáš Netopil sind nun auch formal unter Dach und Fach: Am heutigen Freitag unterschrieben der Intendant des Aalto-Musiktheaters, der Essener Philharmoniker und der Philharmonie Essen sowie der Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker ihre nun bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 laufenden Verträge.

Der Niederländer Hein Mulders trat sein Amt als Intendant zum Beginn der Spielzeit 2013/2014 an. Erstmals in der Geschichte der TUP wurden drei Sparten unter einer Leitung zusammengefasst. Mulders steht für einen vielseitigen Opernspielplan, der große Repertoireklassiker wie „Il barbiere di Siviglia“, „Lohengrin“, „Rigoletto“, „Faust“, „Norma“ und „Elektra“ ebenso abbildet wie Raritäten wie „Le Grand Macabre“, „The Greek Passion“ oder „Le Prophète“. In der Philharmonie Essen führte er die Linie fort, dem Publikum international herausragende Sänger, Musiker und Orchester zu präsentieren (in dieser Spielzeit etwa die Berliner Philharmoniker im Rahmen einer RuhrResidenz gemeinsam mit dem Konzerthaus Dortmund), daneben aber auch junge, aufstrebende Künstler vorzustellen (zum Beispiel Hanna-Elisabeth Müller mit einem eigenen Künstler-Porträt).

In der künstlerischen Verantwortung von Hein Mulders stand auch das Engagement von Tomáš Netopil als Generalmusikdirektor. Der Tscheche bekleidet dieses Amt ebenfalls seit Beginn der Spielzeit 2013/2014. In den vergangenen drei Spielzeiten leitete er die Opernpremieren „Macbeth“, „Jenůfa“, „Idomeneo“, „Rusalka“, „The Greek Passion“, „Elektra“ sowie unter anderem die Wiederaufnahmen „Walküre“ und „Don Giovanni“. In dieser Spielzeit dirigiert er unter anderem die Premieren von „Lohengrin“ und „La clemenza di Tito“. Darüber hinaus steht er bei sechs Sinfoniekonzerten pro Spielzeit sowie bei verschiedenen Sonderkonzerten am Pult der Essener Philharmoniker. Tomáš Netopil präsentiert dem Publikum dabei eine Kombination aus populären Klassikern und weniger bekannten Werken, wobei ihm insbesondere die Musik Mozarts sowie das Repertoire slawischer Komponisten am Herzen liegt. Einen positiven Einfluss auf die Qualität des Orchesters haben seine zunehmenden internationalen Gastdirigate an bedeutenden Häusern wie der Wiener Staatsoper, der Sächsischen Staatsoper Dresden und die Opéra National de Paris sowie am Pult renommierter Klangkörpern wie etwa dem Orchestre de Paris und den prominenten Londoner Orchestern.

Titelfoto: (v.l.) Franz-Josef Britz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Theater und Philharmonie Essen; Hein Mulders, Intendant Aalto-Musiktheater, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen; Tomáš Netopil, Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker; Berger Bergmann, Geschäftsführer Theater und Philharmonie Essen (Foto: TUP)

(ü. Pm.)

„TUP macht Schule

Auch für die kommende Spielzeit bringt die Theater und Philharmonie Essen (TUP) wieder eine umfangreiche Broschüre mit den TUP-Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien heraus. Vorgestellt wird das Heft „TUP macht Schule“ bei einer Präsentation am Mittwoch, 22. Juni 2016, um 18:30 Uhr in der Philharmonie Essen.

Dort können Lehrer und Erzieher gemeinsam mit den Theater- und Konzertpädagoginnen Merja Dworczak (Philharmonie), Marie-Helen Joël und Sandra Paulkowsky (Aalto-Theater) sowie Esther Aust und Katharina Feuerhake (Schauspiel) einerseits schon einmal einen Blick in die kommende Spielzeit werfen und andererseits die nun zu Ende gehende Saison ausklingen lassen. Die Expertinnen der TUP sprechen über ihre Arbeit, beantworten Fragen und stehen für Anregungen zur Verfügung. Nach der als Talkrunde gestalteten Präsentation, die von 18:30 bis 19:30 Uhr geplant ist, lädt die TUP – bei schönem Wetter – zum gemeinsamen Besuch der „Park Sounds“ im Stadtgarten ein.

Erzieher und Lehrer aller Schulformen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Um eine Anmeldung wird gebeten möglichst bis zum 17. Juni unter Angabe des Namens, der Institution/Schule und der Kontaktdaten unter kommunikation@tup-online.de oder per Fax unter 02 01 81 22-211. Fragen dazu werden unter der Telefonnummer 0201 81 22-115 beantwortet. Wer nicht an dem Termin teilnehmen kann, das Heft aber zugeschickt haben möchte, kann sich ebenfalls gerne melden. Die Broschüre „TUP macht Schule“ liegt ab dem 23. Juni 2016 zur kostenlosen Mitnahme im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2 (T 02 01 81 22-200) an den Theaterkassen im Grillo-Theater und im Aalto-Theater sowie an der Philharmonie-Kasse bereit.

Titelfoto: Kinder- und Jugendprogramm „TUP macht Schule“, hier eine Szene aus dem Kinderkonzert „Joseph Haydn – seine Sprache versteht die ganze Welt“ mit den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.

Essener Philharmoniker spielen beim Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen am 11. und 12. Juni 2016

Als exzellentes Strauss-Orchester haben sich die Essener Philharmoniker in den vergangenen Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aus gutem Grund also sind die Musiker bereits zum vierten Mal zum Internationalen Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen eingeladen worden.

Gleich mit zwei Beiträgen sind die Essener Philharmoniker unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Tomáš Netopil in diesem Jahr zu Gast: Am Samstag, 11. Juni 2016, um 19:30 Uhr steht die Oper „Elektra“ auf dem Programm, die in den vergangenen Wochen in einer Inszenierung von David Bösch am Aalto-Theater gezeigt wurde und nun im Garmischer Olympia-Eissport-Zentrum in einer konzertanten Fassung zur Aufführung kommt.

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Mit dabei ist auch die Essener Sänger-Besetzung mit Rebecca Teem als Elektra und Doris Soffel als Klytämnestra. Einen Tag später, am Sonntag, 12. Juni, um 19:30 Uhr kann das Festival-Publikum drei Orchesterwerke erleben: die Tondichtungen „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und „Also sprach Zarathustra“ sowie das zweite Hornkonzert mit dem Solisten Radek Baborák, der kürzlich auch beim 8. Sinfoniekonzert in der Philharmonie zu Gast war. Das Richard-Strauss-Festival findet seit 1989 jährlich im Frühsommer statt und bietet Musikfreunden aus aller Welt Gelegenheit, die Musik des Komponisten dort zu erleben, wo sie entstanden ist.

Karten unter anderem bei München Ticket unter www.muenchenticket.de und T 089 54 81 81 81

Titelfoto: Tomáš Netopil (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.)

Kammersänger Richard Medenbach gestorben

Die Theater und Philharmonie Essen trauert um ihr Ehrenmitglied Kammersänger Richard Medenbach. Wie die TUP gestern erfuhr, ist der Bass vor wenigen Tagen im Alter von 81 Jahren gestorben.

Medenbach begeisterte 35 Jahre lang das Essener Publikum. Von 1974 bis 2009 war er auf der Opernbühne zu erleben, zunächst im Grillo-Theater, der früheren Opernspielstätte, später dann im Aalto-Theater. Als Spiel- und Charakterbass hat er viele große Rollen seines Fachs gesungen, darunter Doktor Bartolo in Rossinis „Barbier von Sevilla“, Kezal in Smetanas „Die verkaufte Braut“, Mesner in Puccinis „Tosca“, Dancaïro in Bizets „Carmen“ und zuletzt Benoit in Puccinis „La Bohème“. Im Mai 2002 wurde er mit dem Ehrentitel Kammersänger ausgezeichnet. Über viele Jahrzehnte sang er zudem ehrenamtlich in Senioreneinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt. Unter anderem für dieses Engagement erhielt er die Bundesverdienstmedaille.

Der Aufsichtsrat, die Geschäftsführung, die Intendanz des Aalto-Musiktheaters sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Theater und Philharmonie Essen nehmen aufrichtigen Anteil am Tod von Richard Medenbach.

(ü. Pm.)

Titelfoto: Richard Medenbach (Foto: Majer-Finkes).

Empfang und Ballett-Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises 2016

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat am Freitag (4.3.) den Träger des Deutschen Tanzpreises 2016, Prof. Martin Puttke, im Rathaus empfangen. Prof. Puttke war von 1995 bis 2008 Ballettdirektor des Aalto Ballett Theaters Essen und gehört zu den wenigen deutschen Ballettpädagogen des 20. Jahrhunderts, die international Aufsehen erregten.

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Bei der Galaveranstaltung unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters wurde am Samstag (5.3.) der Deutsche Tanzpreis im Aalto Theater vergeben. In seinem Grußwort würdigte Thomas Kufen die außergewöhnliche Choreographie-Arbeit von Prof. Puttke in seinem Grußwort und dankte ihm dafür, dass er Essen zum Impulsgeber hoher Tanzkultur gemacht hat.

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Der Deutsche Tanzpreis des Fördervereins Tanzkunst Deutschland e.V. wird seit 33 Jahren in Essen vergeben und gilt als der renommierteste deutsche Preis für künstlerischen Tanz.

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Zu den anderen Preisträgern in diesem Jahr gehörten Marcos Menha, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg (Tanz) und Andrey Kaydanovskiy, Wiener Staatsballett (Choreographie); diese erhielten den Deutschen Tanzpreis ZUKUNFT.

Der Anerkennungspreis ging an Dr. med. Elisabeth Exner-Grave, Leiterin des Kompetenzzentrums Tanzmedizin medicos.Auf Schalke, Dr. med. Liane Simmel, Leiterin des Instituts TanzMedizin „Fit for Dance“ und PD Dr. Dr. med. Eileen M. Wanke, Charité Berlin – Institut für Arbeitsmedizin.

Das Publikum erlebte einen stilistisch vielfältigen und virtuosen Abend. Es tanzten das Ballett am Rhein, das Wiener Staatsballett, das Staatsballett Berlin, das Ballett des Theaters Vorpommern, die Tanzakademie Zürich und München, Studierende der Züricher Hochschule der Künste/ Bachelor Contemporary Dance, das Ballett im Revier sowie das Aalto Ballett.

(ü. Pm., Fotos: Prengel und Kokoska)

Kammerensemble spielt Bachs „Kunst der Fuge“

Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ zählt allein wegen ihrer kontrapunktischen Verstrebungen und Klangräume zu den Wundern der Musikgeschichte. Zugleich spricht dieses unvollendet gebliebene Werk nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz an. „Herrlich! Tiefste Musik“, konnte ein moderner Bach-Jünger wie Alban Berg da nur ausrufen. In der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ erfährt „Die Kunst der Fuge“ am Sonntag, 28. Februar 2016, um 17 Uhr in der Philharmonie Essen eine eindrucksvolle Interpretation durch die Accademia Bizantina: Bachs Balance aus Fantasie und Strenge, aus Gefühl und Ratio findet ihren Meister in diesem exquisiten Kammerensemble, das mit seinem künstlerischen Leiter Ottavio Dantone längst zu den weltweit wichtigsten Formationen für die historische Aufführungspraxis gehört.

Die Accademia Bizantina wurde 1983 im italienischen Ravenna mit der Intention gegründet, wie ein großes Quartett zu musizieren. 1996 übernahm Ottavio Dantone die Leitung des Ensembles. Seither konzentriert sich die Accademia sich auf Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Ensemble trat bei Konzerten und Festivals in ganz Europa sowie in Israel, Japan, Mexiko, den Vereinigten Staaten und Südamerika auf.

Karten (Einheitspreis: € 27,50 inkl. Systemgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Ottavio Dantone (Foto: Accademia Bizanzina).

(ü. Pm.)

Antonín Dvořáks „Stabat Mater“ – 7. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker

Für das 7. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil ein Chorwerk ausgewählt, das ihm „besonders am Herzen liegt“: Mit Antonín Dvořáks „Stabat Mater“ steht am Donnerstag/Freitag, 3./4. März 2016, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen das erste große tschechische Oratorium der Geschichte auf dem Programm. Demütig-fromme Schmerzensklänge treffen hier auf den wiegenden Ton im Geiste einer böhmischen Dorfhochzeit. Das Resultat ist ein andächtiger Totentanz, der das mittelalterliche Gedicht „Stabat mater dolorosa“ mit viel Feingefühl und farbenreicher Instrumentation sinnlich erfahrbar macht. Dvořák identifizierte sich nach eigener Aussage nach dem tragischen Tod dreier seiner Kinder in den Jahren 1875 bis 1877 auf ganz persönliche Weise mit der feingliedrigen Dichtung, die ihm gleichsam als Trauerbewältigung diente. Als Gesangssolisten sind die Aalto-Ensemble-Mitglieder Katrin Kapplusch, Alexey Sayapin und Almas Svilpa sowie die früher ebenfalls am Aalto-Theater engagierte Ieva Prudnikovaite zu erleben. Außerdem wirken der Opernchor des Aalto-Theaters und der Philharmonische Chor Essen (Einstudierung: Patrick Jaskolka) mit.

Karten (Preise: € 13,20 bis 40,70) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Titelfoto: Tomáš Netopil (Foto: Saad Hamza).

Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP), Opernplatz 10, 45128 Essen

(ü. Pm.)

Theater und Philharmonie Essen schnürt Schnupper-Pakete zu Ostern

Schauspiel, Aalto-Theater und Philharmonie bieten jeweils drei Aufführungen zum Sonderpreis an

Wer frühzeitig Ideen für ein Geschenk zu Ostern sammelt, darf sich ab sofort bei den Schnupper-Paketen der Theater und Philharmonie Essen bedienen. Das Aalto-Theater, das Schauspiel Essen und die Philharmonie Essen haben jeweils ein Paket mit drei Konzerten bzw. Aufführungen zum Sonderpreis geschnürt. Unter dem Titel „Tragische Sehnsucht“ bietet das Aalto-Theater die Opern „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Sergej Prokofjew (5.6.2016) und „Aida“ von Giuseppe Verdi (10.7.) sowie Patrick Delcroix‘ Ballett-Uraufführung „Die Odyssee“ (29.6.) an (Gesamtpreis: € 60,00).

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Die Odyssee (Foto: Bettina Stöß)

Das Schauspiel-Paket – Motto: „Mensch bleibt Mensch“ – enthält die Stücke „Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data“ von Hermann Schmidt-Rahmer (16.4.), das Musical „Cabaret“ (15.5.) und Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ (11.6.) (Gesamtpreis: € 45,00).

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Cabaret (Foto: Birgit Hupfeld)

In der Philharmonie darf man sich auf Musik „Von Vivaldi bis Beethoven“ freuen: Der Oboist Ramón Ortega ist gemeinsam mit der Prague Philharmonia zu erleben (17.4.), der Pianist Kristian Bezuidenhout spielt mit dem Kammerorchester Basel (29.5.), und die Essener Philharmonikern musizieren im 11. Sinfoniekonzert unter der Leitung von Tomáš Netopil (16.6.) (Gesamtpreis: € 75,00).

Erhältlich sind die Oster-Pakete ab sofort im TUP-TicketCenter, an den Kassen im Aalto-Theater und in der Philharmonie sowie unter T 02 01 81 22-200.

Titelfoto: Die Liebe zu den drei Orangen (Foto: Thilo Beu)

(ü. Pm.)

 

Ein Spitzenorchester – zwei Konzerte an einem Abend…

Andris Nelsons dirigiert das Royal Concertgebouw Orchestra und der Pianist Jean-Yves Thibaudet als Solist am Samstag, 20. Februar 2016, um 19:00 Uhr. Im Anschluss: Late Night Kammermusik mit Thibaudet und Orchestermusikern um 21:30 Uhr

Ein Spitzenorchester – zwei Konzerte an einem Abend: Am Samstag, 20. Februar 2016 präsentiert sich das Royal Concertgebouw Orchestra in der Philharmonie Essen von zwei ganz unterschiedlichen Seiten. Um 19 Uhr ist das königliche Ensemble aus Amsterdam unter der Leitung von Andris Nelsons zunächst in einem großen Orchesterkonzert zu erleben. Auf dem Programm stehen zwei Werke von Dmitri Schostakowitsch: die Suite Nr. 2 für Jazz-Orchester und die Sinfonie Nr. 6 h-Moll, op. 54. Mit dem Pianisten Jean-Yves Thibaudet als Solisten erklingt darüber hinaus George Gershwins spektakuläres „Concerto in F“. Eine bemerkenswerte Fortsetzung findet der Konzertabend dann um 21:30 Uhr mit einer Late Night Kammermusik: Thibaudet und Solisten des Orchesters interpretieren unter anderem das Sextett für Klavier und Bläserquintett von Francis Poulenc. Für Besucher mit einer Eintrittskarte für das Konzert um 19 Uhr ist der Eintritt frei.

Der aus dem lettischen Riga stammende Andris Nelsons gehört längst zu den internationalen Top-Dirigenten. Seine Engagements machen das deutlich: Nelsons ist Chef des Boston Symphony Orchestras (mit dem er am 4. Mai 2016 in der Philharmonie Essen zu Gast sein wird) und ab der Saison 2017/2018 auch Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Im diesem Sommer kehrt er zu den Bayreuther Festspielen zurück und übernimmt die musikalische Leitung des „Parsifal“. Am Pult der Berliner und Wiener Philharmoniker ist er ebenso regelmäßig zu erleben wie am Londoner Royal Opera House, an der Wiener Staatsoper und an der New Yorker Metropolitan Opera.

Karten für das Konzert um 19:00 Uhr: € 16,50 – 104,50 inkl. Systemgebühr

Karten für die Late Night Kammermusik um 21:30 Uhr: € 9,90 (für Besucher des Konzertes um 19 Uhr Eintritt frei)

Tickets und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto mit Andris Nelsons (Foto: Marco Borggreve).

(ü. Pm.)

Daniel Harding dirigiert Mahlers „Auferstehungssinfonie“

Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-Moll, der so genannten „Auferstehungssinfonie“, ist am Freitag, 19. Februar 2016, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen eines der großen Orchesterwerke der Musikgeschichte zu erleben.

Nicht untypisch für diesen Komponisten ist die große Anzahl der Mitwirkenden. Allen voran darf man sich auf das hervorragende Mahler Chamber Orchestra (MCO) freuen, das an diesem Abend von Musikern der MCO Academy am Orchesterzentrum NRW unterstützt wird. Am Pult steht mit Daniel Harding ein Dirigent, der dem Ensemble auf besondere Weise verbunden ist. Von 2003 bis 2011 hat er das MCO geleitet und zu einem international erstklassigen Klangkörper geformt. Inzwischen hat ihn das Orchester zum Ehrendirigenten ernannt. Ein weiterer großer Meilenstein seiner Karriere wartet auf Daniel Harding noch in diesem Jahr: Von September 2016 an wird der Engländer Chefdirigent des renommierten Orchestre de Paris. Für ein berauschendes Musikerlebnis sorgt darüber hinaus ein großer Projektchor, den Alexander Eberle, bis Ende vergangenen Jahres Chordirektor am Aalto-Theater, extra für dieses Konzert zusammengestellt hat. Die beiden Solo-Partien übernehmen mit Christiane Karg (Sopran) und Bernarda Fink (Alt) zwei international bekannte Sängerinnen.

Weitere Aufführungen finden am 20. Februar 2016 im Konzerthaus Dortmund und am 21. Februar 2016 in der Kölner Philharmonie statt.

Karten (Preise: € 16,50 – 71,50 inkl. Systemgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Daniel Harding (Foto: Julian Hargreaves).