Lärmminderungsplanung: Grüne fordern Essen sollte bei Fluglärmbekämpfung mit Umlandgemeinden des Flughafens Düsseldorf zusammenarbeiten

 

Auf Antrag der Ratsfraktion der Grünen befassen sich der Umweltausschuss am 6. März und der Rat der Stadt Essen am 21. März mit der Fortschreibung des Lärmminderungsplans der Stadt Essen. Die Gesetzgebung schreibt vor, dass die Kommunen ihren Lärmaktionsplan bis zum 18. Juli 2018 überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten sollen. Dazu erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen: „Die vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen sollten bei der Lärmminderungsplanung eng zusammenarbeiten. Zwar muss jede Kommune seinen eigenen Plan aufstellen, allerdings sollte die Fluglärmbekämpfung gemeinsam angegangen werden. Mit Kaarst, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen und Tönisvorst besteht bereits eine enge Zusammenarbeit zur Verhinderung der geplanten Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf. Nun sollte auch bei der Lärmminderungsplanung ein enger Schulterschluss mit diesen Kommunen gesucht werden.

Ein möglichst koordiniertes Vorgehen bei der Fluglärmbekämpfung ist schon deshalb wichtig, da die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Gemeinsam können die Kommunen aber stärker gegenüber Landesregierung und Flughafen auftreten.“

Hintergrundinformationen:

Am 05.02.2018 hat das NRW-Umweltministerium die neuen Lärmkarten für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die EU verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. Für die aktuelle Lärmkartierung der dritten Runde hat das Landesumweltamt eine große Datenmenge neu erhoben und aufbereitet. Auf Grundlage der Lärmkarten erstellen oder aktualisieren die Kommunen ihre Lärmaktionspläne.

Der Antrag der Ratsfraktion der Grünen hat folgenden Wortlaut:

TOP: Gemeinsamer Lärmminderungsplan der von Fluglärm betroffenen Gemeinden im Umfeld des Flughafens Düsseldorf

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, der Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga empfiehlt, der Rat der Stadt Essen beschließt:

Die Verwaltung wird aufgefordert, im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe bei der Maßnahmenplanung zur Reduktion des vom Flughafen Düsseldorf ausgehenden Fluglärms einen engen Schulterschluss mit den anderen von Fluglärm betroffenen Gemeinden zu suchen.

Begründung:

Die Europäische Union verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. In den Lärmkarten wird unter anderem auch die vom Düsseldorfer Flughafen ausgehende Lärmbelastung der Bevölkerung systematisch erfasst. Anfang Februar 2018 hat das NRW-Umweltministerium die dritte Runde der Lärmkartierung, die vom Landesumweltamt neu erhoben und aufbereitet worden ist, veröffentlicht.

Gemäß § 47d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) haben die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden (§ 47e BImSchG) Lärmaktionspläne auf der Grundlage der Lärmkarten aufzustellen, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. In Nordrhein-Westfalen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Kommunen. In Hessen hingegen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Regierungspräsidien. Das hat zum Beispiel im Hinblick auf den Flughafen Frankfurt/Main den Vorteil, dass Lärmminderungsmaßnahmen bezüglich des Fluglärms, der von einer Quelle ausgeht, aber zahlreiche Kommunen betrifft, besser koordiniert werden können. Zudem stellt sich gerade beim Fluglärm das Problem, dass die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Umso wichtiger ist deswegen ein möglichst koordiniertes Vorgehen der vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen.

Die Essener Stadtverwaltung hat bereits zwei Lärmaktionspläne unter breiter Einbindung der Öffentlichkeit erarbeitet. In Kürze startet die Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe für das Gebiet der Stadt Essen. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet Artikel 8 der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Diese besagt, dass die zuständigen Behörden bis zum 18. Juli 2013 Aktionspläne unter anderem für Großflughäfen zu erstellen haben. Artikel 8 Absatz 5 der Umgebungslärmrichtlinie besagt, dass die Aktionspläne im Fall einer bedeutsamen Entwicklung, die sich auf die bestehende Lärmsituation auswirkt, und mindestens alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Genehmigung überprüft und erforderlichenfalls überarbeitet werden sollen. Somit sollte bis zum 18. Juli 2018 eine entsprechende Überprüfung bzw. Überarbeitung des Lärmaktionsplanes erfolgen.

Die Umland-Kommunen des Düsseldorfer Flughafens kooperieren bereits eng im Hinblick auf das gemeinsame Anliegen einer Reduktion der Fluglärmbelastung, die vom Düsseldorfer Flughafen ausgeht. So hat es beispielsweise im Jahr 2017 eine gemeinsame Beauftragung von Gutachtern durch die Städte Duisburg, Essen, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen, Tönisvorst und Willich im Zusammenhang mit dem aktuellen Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung am Düsseldorfer Flughafen gegeben. Diese Zusammenarbeit sollte nun auch im Hinblick auf ein einheitliches Vorgehen bei der Lärmaktionsplanung im Bereich Fluglärm vertieft werden.

(ü. Pm.)

Polizei in Duisburg und vier weiteren NRW-Städten geht jetzt mit Body-Cams in den Einsatz

Duisburg gehört zu den fünf Städten in NRW, in denen Polizisten mit sogenannten Body-Cams ausgestattet werden. Bei dem Pilotversuch soll geklärt werden, ob die Kameras deeskalierend wirken und die Übergriffe auf Beamte abnehmen.

Wissenschaftler von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen werden das Projekt evaluieren. Gerade alltägliche Einsätze im Wachdienst, zum Beispiel wegen Ruhestörung oder häuslicher Gewalt, eskalieren immer öfter. Die Body-Cams sollen Gewalttäter abschrecken, weil Polizisten deren Übergriffe jetzt aufzeichnen können. Bevor die Kamera gestartet wird, weisen die Beamten den Betroffenen darauf hin. Insgesamt 200 Kameras werden ausgegeben, neben Duisburg auch in Düsseldorf, Köln, Wuppertal und im Kreis Siegen-Wittgenstein.
(ü. Pm.)

16. Deutscher Jugendhilfetag startet in Düsseldorf

30.000 bis 40.000 Besucherinnen und Besucher werden beim kommenden Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag erwartet. Er läuft vom 28. bis 30. März im Düsseldorfer Messe- und Kongresszentrum.

„22 Millionen junge Chancen – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten“, lautet das Motto des Treffens, zu dem Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus der gesamten Bundesrepublik sowie Interessierte aus Politik und Wirtschaft erwartet werden.

Ausrichter ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), die den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag alle drei Jahre ausrichtet.

Auch das Essener Jugendamt wird in der kommenden Woche mit einem Stand auf der Messe vertreten sein und gemeinsam mit Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz-Landau ein Fachforum zum Thema sozialräumlich orientierter Jugendhilfe gestalten. Dabei geht es um eine Untersuchung, die in den vergangenen Jahren in Essen durchgeführt wurde. Sie liefert Erkenntnisse darüber, welche Faktoren für den Bildungserfolg junger Menschen wichtig sind. Zusätzlich haben die Essener an ihrem Messestand ein strammes Programm mit stündlich wechselnden Themen auf die Beine gestellt. Beispielsweise zu bestimmten Ansätzen in der Erziehungsberatung. Ebenfalls vorgestellt werden Projekte, die das Essener Jugendamt gemeinsam mit privaten Initiativen ins Leben gerufen hat – natürlich gemeinsam mit den Kooperationspartnern. Denn die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure und die lückenlose Verzahnung der verschiedenen Angebote haben in Essen einen hohen Stellenwert. Weitere Themen: Spannende Kita-Projekte, Angebote zur Jugendbildung und –beteiligung, Stadtteilarbeit und sozialräumliche Jugendhilfe und, und, und … Vertreterinnen und Vertreter des Essener Jugendhilfeausschusses haben ihren Besuch beim Essener Jugendamtsstand bereits angekündigt. Für alle Essener die ebenfalls vorbeischauen wollen: Halle 3, Stand B31.

Zugleich will das Essener Jugendamt den Kontakt mit den Fachkräften nutzen, um neue Mitarbeiter für eine Arbeitsaufnahme in Essen zu interessieren. Denn die werden künftig dringend benötigt, darunter Kita-Erzieherinnen und –Erzieher sowie Sozialarbeiter und Sozialpädagogen.

Das vollständige Essener Programm kann unter www.essen.de/djht abgerufen werden.

Der Eintritt zur Messe ist kostenfrei,  sie öffnet Dienstag, 28. März, 13.30 bis 19 Uhr, Mittwoch, 29. März, 9 bis 19 Uhr, Donnerstag, 30. März, 9 bis 14 Uhr.
(ü. Pm.)

Ab Mittwoch Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr

Auswirkungen des S-Bahn-Brandes am vergangenen Freitag  führen zu Änderungen auf den Linien S 1, S 4 und S 6.
Nach einem Brand am 18.November in einer S-Bahn der Baureihe ET 422 laufen die Untersuchungen zu den Auswirkungen auf Hochtouren. Die Deutsche Bahn hat sich im Rahmen ihrer Betreiberverantwortung entschieden, ab Mittwoch, 23. November (Betriebsbeginn), bis auf weiteres vorsorgliche Maßnahmen in die Wege zu leiten.
Sicherheit ist oberstes Gebot. Deshalb haben wir diese Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um jegliches Risiko für die Reisenden auszuschließen  sei es auch noch so gering. Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis, dass es durch das Ersatzkonzept zu Unregelmäßigkeiten oder Verspätungen kommen kann, so Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW.
Die Deutsche Bahn hat das Betriebskonzept auf den Linien S 1, S 4 und S 6 angepasst und wird vereinzelte Tunnel mit den Fahrzeugen dieser Baureihe bis auf weiteres nicht befahren.
Das hat für die Fahrgäste folgende Auswirkungen:
1. S-Bahn Linie S 1:
Die S-Bahn Linie S 1 verkehrt zwischen Solingen Hbf und Bochum Hbf planmäßig mit den Zügen der Baureihe ET 422. Zwischen Bochum Hbf und Dortmund werden Fahrzeuge eines anderen Typs eingesetzt. Die morgens und nachmittags verkehrenden zusätzlichen Züge für den Verkehr der Universität Dortmund müssen leider entfallen
2. S-Bahn Linie S 4:
Die S-Bahn Linie S 4 verkehrt zwischen Unna nach Dortmund-Somborn planmäßig. Zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Dortmund Somborn werden ersatzweise Busse eingesetzt. Der Bus wird bereits ab Dortmund-Germania eingesetzt. Am Haltepunkt Dortmund-Somborn setzt die Deutsche Bahn zur Unterstützung der Fahrgäste Reisendenlenker ein.
3. S-Bahn Linie S 6:
Die S-Bahn Linie S 6 fährt zwischen Essen Hbf und Köln-Nippes planmäßig. Die morgens und nachmittags verkehrenden zusätzlichen Züge (Verstärkerzüge) nach Köln-Worringen müssen leider entfallen.

Die Änderungen werden schnellstmöglich in den Auskunftsmedien, beispielsweise www.bahn.de, hinterlegt und in Aushängen an den Stationen bekannt gegeben. Dieser Prozess kann einige Tage in Anspruch nehmen.
Die Deutsche Bahn bittet um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten.

(ü. Pm.)

Grüne: ÖPNV-Angebote am Abend, in der Nacht und am Wochenende verbessern

In der Ratssitzung am 28. 9. 2016 beantragt die Ratsfraktion der Grünen, dass bei der weiteren Bearbeitung des Nahverkehrsplans zusätzliche Angebotsverbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs am Abend, in der Nacht und am Wochenende eingeplant werden sollen.

Dazu erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Das derzeitige Bus- und Bahnangebot in den Abend- und Nachtstunden in Essen ist einer Großstadt nicht würdig. Derzeit findet eine Umstellung vom 15-Minuten-Takt auf einen 30-Minuten-Takt bereits ab 21 Uhr statt. Straßen- und U-Bahnlinien werden nur bis 23 Uhr betrieben. In Düsseldorf oder Dortmund fahren Straßen- und U-Bahnen dagegen bis Mitternacht und darüber hinaus. Durch eine Taktverdichtung und Ausdehnung des Abend- und Nachtverkehrs ließen sich in Essen deutlich mehr Fahrgäste gewinnen. Auch am Wochenende sollten bei besonders stark frequentierten Linien kürzere Taktzeiten gewählt werden.

Im Rahmen der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt haben wir uns das Ziel einer Steigerung des ÖPNV-Anteils bei der Verkehrsmittelwahl von derzeit 19 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2035 gestellt. Die von uns geforderten Angebotsverbesserungen sind lediglich erst Schritte zur Erreichung dieses Zieles, denen noch weitere folgen müssen.“

(ü. Pm.)

Start in die Opernsaison mit zwei Preisträgern in Bizets „Carmen“

Im Opernhaus Düsseldorf beginnt die Opernsaison am Sonntag, 18. September, um 18.30 Uhr mit Georges Bizets „Carmen“. Maria Kataeva, die im Juli 2016 in Nürnberg beim internationalen Gesangs­wettbewerb „Die Meister­singer von Nürnberg“ mit dem 1. Preis im Allgemeinen Fach und dem 3. Preis im Deutschen Fach ausgezeichnet wurde, alterniert in der Titelpartie mit Ensemblemitglied Ramona Zaharia und Ketevan Kemoklidze. Am Pult der Düsseldorfer Symphoniker gastiert der international erfolgreiche Dirigent Marc Piollet, bevor er am 25. September den Stab an Aziz Shokhakimov weiterreicht. Der 27‑jährige Kapellmeis­ter der Deutschen Oper am Rhein gewann im August den „Young Conductors Award 2016“ der Salzburger Festspiele.

Die Titelrolle in Georges Bizets berühmter Oper „Carmen“ ist eine Traumpartie für viele Mezzosopranis­tin­nen:  Carmen sprüht vor Temperament und Lebenslust, verführt mit erotischer Ausstrahlung und fasziniert durch ihr unkonventionelles, selbstbestimmtes Auftreten. Was sie unter Liebe versteht, lässt sie bereits in der „Habanera“ hören: die Freiheit der Gefühle, totale Freiheit auch von moralischen Bindungen. Der ihren Reizen verfallene Sergeant Don José kann mit dieser liberalen Einstellung zu Liebe und Beziehung nicht umgehen. Von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine mit dem Stierkämpfer Escamillo anbandelnde Geliebte um.

Der Regisseur Carlos Wagner arbeitete die Freiheitsliebe Carmens und ihre Faszination für den Sergeanten Don José in düster-poetischen Bildern heraus. Im Bühnenbild von Rifail Ajdarpasic taucht seine Inszenierung in das Spanien der dunklen Bildwelten von Francisco de Goya ein. In Szenen, in denen sich alptraumhafte Realität und Traumwelt ineinander verschränken, zeigt er Carmens schicksalhafte Geschichte.

In der Titelrolle präsentiert die Deutsche Oper am Rhein gleich zwei hervorragende Mezzo­sopra­nistinnen aus dem eigenen Ensemble: Maria Kataeva war nach Aufsehen erregenden Debüts als Komponist in „Ariadne auf Naxos“ und Muse/Niklas in „Les Contes d’Hoffmann“ im Februar 2016 erstmals als Carmen zu erleben. Ramona Zaharia ist eine international gefragte Carmen und wird an der Deutschen Oper am Rhein auch als Prinzessin Eboli in Verdis „Don Carlo“ gefeiert. Als Gast tritt die georgische Mezzosopranistin Ketevan Kemoklidze am 25. September als Carmen auf. Ebenso hochkarätig besetzt sind auch die Rollen von Don José (Raymond Very / Sergej Khomov), des Stierkämpfers Escamillo (Dmitry Lavrov / Paul Gay / Bogdan Baciu) und von Carmens Gegenspielerin Micaëla (Luiza Fatyol / Anke Krabbe).

„Carmen“ im Opernhaus Düsseldorf: 

So 18.09. – 18.30 Uhr  |  So 25.09. – 18.30 Uhr  |  Sa 01.10. – 19.30 Uhr  |  Fr 07.10. – 19.30 Uhr  |  Mi 12.10. – 19.30 Uhr  |  Sa 05.11. – 19.30 Uhr  | Mi 09.11. – 19.30 Uhr

„Carmen“ im Theater Duisburg:

Sa 07.01. – 19.30 Uhr  |  So 05.02. – 19.30 Uhr  |  Sa 01.04. – 19.30 Uhr  |  So 23.04. – 18.30 Uhr  |  Do 04.05. – 19.30 Uhr  | Mo 05.06. – 18.30 Uhr

Karten und weitere Informationen im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211.89 25 211, an der Theaterkasse Duisburg, Tel. 0203.283 62 100, und über www.operamrhein.de.

Titelfoto: Maria Kataeva (Carmen) und Damen und Herren des Opernchores in „Carmen“

(ü. Pm.)

„Ariadne auf Naxos“ als Blick hinter die Kulissen des Theaters

In der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf feiert Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ am Donnerstag Premiere im Theater Duisburg. Wen-Pin Chien übernimmt die musikalische Leitung. 

Wenn das Publikum am Donnerstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr zur Premiere von Richard Strauss‘ Oper „Ariadne auf Naxos“ in den Zuschauersaal des Duisburger Theaters strömt, sind die Vorbereitungen scheinbar noch in vollem Gange: Auf der Bühne probt das Orchester, Bühnenteile, Dekoration und Requisiten werden hinein getragen, der Komponist grübelt über seinem Werk und hinter den Kulissen steigt die Nervosität. Kurz vor der Uraufführung seiner Oper „Ariadne auf Naxos“ ist das Vertrauen in den Komponisten und sein neues Werk bereits erschüttert. Es sei zu lang, zu schwierig und noch dazu eine Tragödie. Um dem Publikum trotzdem einen unterhaltsamen Abend zu garantieren, wird kurzerhand beschlossen, die Oper durch improvisierte Auftritte einer Commedia dell’arte-Gruppe aufzulockern. Widerspruch scheint zwecklos, und auch zum Proben fehlt die Zeit: Im „Theater auf dem Theater“ verschmilzt die Oper über den antiken Mythos der von Theseus verlassenen Ariadne, die auf der Insel Naxos den Tod herbeisehnt und durch Bacchus neuen Lebensmut schöpft, mit den improvisierten und kommentierenden Einlagen der Schauspieltruppe.

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Ariadne auf Naxos, FOTO_FlorianMerdes: Corby Welch (Bacchus), Karine Babajanyan (Ariadne)

In „Ariadne auf Naxos“ geht es um das Musiktheater an sich, das feinmaschige Netz der Beziehungen und Abhängig­keiten zwischen Künstlern und ihrer Kunst, Auftraggebern und Zuschauern. Der Regisseur Dietrich W. Hilsdorf folgt den Spuren von Richard Strauss und seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal und zieht uns in die Innen­welt des Theaters. „Schein und Wirklichkeit, Bühne und Publikum gehen hier bruchlos ineinander über; es saugt den Zuschauer in einen imaginären Raum, macht ihn unweigerlich zum Akteur in diesem großen Welttheater, wo das Leben ein Spiel und das Spiel das Leben ist“, schreibt der Kritiker Markus Schwering über die Düsseldorfer Premiere. Hilsdorfs Inszenierung im Bühnenbild von Dieter Richter und mit Kostümen von Renate Schmitzer wird als „Sternstunde aktueller Opernregie“ (Kölner Stadt-Anzeiger), „großer Coup“ (theater:pur) und „rundum überzeugende Eigenproduktion“ (Opernwelt) gewürdigt.

Auf der Bühne begleiten die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Wen-Pin Chien das bestens eingespielte Sängerensemble: Karine Babajanyan singt die Titelpartie an der Seite von Corby Welch als Bacchus. Für die erkrankte Elena Sancho Pereg übernimmt Heidi Elisabeth Meier die Partie der Zerbinetta und führt  führt zusammen mit Bogdan Baciu als Harlekin die muntere Commedia dell’arte-Truppe an. Katarzyna Kuncio ist als Komponist zu erleben.

„Ariadne auf Naxos“ im Theater Duisburg:

Do 25.02. – 19.30 Uhr (Premiere)   |  Do 03.03. – 19.30 Uhr   |  So 13.03. – 15.00 Uhr  |  Sa 19.03. – 19.30 Uhr

„Ariadne auf Naxos“ im Opernhaus Düsseldorf:

So 27.03. – 18.30 Uhr (Wiederaufnahme) |  So 10.04. – 18.30 Uhr

Dauer ca. 2 ¼ Stunden, keine Pause

Karten und weitere Informationen gibt es an der Theaterkasse Duisburg, Tel. 0203.940 77 77, im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211.89 25 211, und über www.operamrhein.de.

Titelfoto: Ariadne auf Naxos, FOTO_FlorianMerdes: Bogdan Baciu (Harlekin), Heidi Elisabeth Meier (Zerbinetta)

(ü. Pm.)