4,8 Prozent weniger Übernachtungen ausländischer Gäste im Ruhrgebiet – Ruhrgebietstouristik ebbt ab

Das Ruhrgebiet verzeichnete von Januar bis September 2015 eine leichte Steigung in der Beherbergungsstatistik. Rund 5,5 Millionen Übernachtungen weist die aktuelle Statistik der Ruhr Tourismus GmbH auf Basis der Daten des Landesamtes IT.NRW zwischen Januar und September im Ruhrgebiet aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl um rund 20.000 Übernachtungen gestiegen. Im selben Zeitraum zählte die RTG 2,8 Millionen Gästeankünfte. Das entspricht einem Plus von nur 0,9 Prozent. Bei den Gästen aus dem Ausland sank die Zahl der Ankünfte um fast 20.000 auf 472.328 (- 4 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ist ebenfalls um 44.946 Übernachtungen gesunken und fiel auf 891.431 (- 4,8 Prozent).
(ü. Pm. idr)

 

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Ausgaben im Ruhrgebiet für Kinder- und Jugendhilfe gestiegen

In den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets sind die Ausgaben für Leistungen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor.

Im Jahr 2013 flossen 22,2 Milliarden Euro in Aufgaben wie Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Erziehungshilfen, vorläufige Schutzmaßnahmen sowie in Einrichtungen z.B. der Tagespflege. Im vergangen Jahr stiegen die Kosten auf rund 23,4 Milliarden Euro. NRW-weit stiegen die Ausgaben für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe um sechs Prozent. Wie IT.NRW mitteilt, waren das 458 Millionen Euro mehr. Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm. idr)

RVR und Land NRW wollen Förderfonds für kulturelle Projekte mit Flüchtlingen auflegen

Mit einem Förderfonds, aus dem gemeinsame Kulturprojekte mit Flüchtlingen unterstützt werden können, wollen das Land NRW und der Regionalverband Ruhr (RVR) die Willkommenskultur im Ruhrgebiet stärken. Diesem Vorhaben hat der Kultur- und Sportausschuss des RVR in seiner heutigen Sitzung (18.11.) zugestimmt. Neben den akuten Fragen von Unterbringung und Versorgung will die Initiative gerade jetzt das Klima interkultureller Offenheit im Ruhrgebiet fördern. Ein wichtiger Baustein dafür sind konkrete kulturelle Beiträge. Der Förderfonds ist Teil des neuen Projektes „Interkultur Ruhr“ und startet Anfang 2016.

In der ersten Phase soll ein zunächst mit 200.000 Euro ausgestatteter Förderfonds vielfältige Interventionen zur Stärkung der Willkommenskultur in den Kommunen und Kreisen des Ruhrgebiets ermöglichen. Unterstützung erhalten kulturelle Institutionen, Vereine, Initiativen und freie Akteure, die sich vor Ort in kulturellen bzw. künstlerischen Projekten mit der aktuellen Zuwanderung auseinandersetzen.  Das können Projekte sein, die dabei helfen, die gesellschaftliche Isolation der Flüchtlinge aufzubrechen, der Sprachlosigkeit zu begegnen und Teilhabe zu schaffen. Förderfähig sind auch Kooperationen und Projektpartnerschaften, die Begegnungsräume mit Flüchtlingen schaffen und kulturelle Interessen der Zugewanderten selbst zum Thema machen. Für das Projekt „Interkultur Ruhr“, das der RVR gemeinsam mit dem NRW-Kulturministerium im Rahmen der Nachhaltigkeit von RUHR.2010 auf den Weg bringt, stehen in den kommenden beiden Jahren weitere 400.000 Euro für längerfristig angelegte und kuratierte Projekte und Kooperationen im Ruhrgebiet bereit. Das Projekt soll am 1. Januar 2016 starten. Zeitgleich soll auch der Förderfonds „Interkultur“ aufgelegt werden. Förderanträge können dann beim RVR-Kulturreferat gestellt werden. Am 18. November werden die Pläne für das Projekt „Interkultur Ruhr“ und der dazugehörende Förderfonds im Kultur- und Sportausschuss des RVR vorgestellt und beraten. Die entsprechende Ausschussvorlage ist unter www.ruhrparlament.de öffentlich zugänglich.

(ü. Pm. idr)

Ratsfraktionen der Grünen in fünf Ruhrgebietsstädten warnen vor möglichem Kauf des Braunkohle-Geschäftes von Vattenfall durch die Steag

Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen lehnen die Übernahme des Braunkohlegeschäftes von Vattenfall in der ostdeutschen Lausitz entschieden ab. Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden der Grünen in den Räten Manfred Preuß (Bochum), Ingrid Reuter (Dortmund), Claudia Leiße (Duisburg), Hiltrud Schmutzler-Jäger (Essen) und Regina Wittmann (Oberhausen):

„Wir Grüne lehnen die Übernahme des Braunkohle-Geschäftes von Vattenfall durch die Steag entschieden ab. Das Braunkohle-Geschäft wäre ein Rückfall in die energiepolitische Steinzeit. Es widerspricht nicht nur der von uns eingeforderten ökologischen Ausrichtung des Steag-Geschäftes. Wir sehen hier auch erhebliche Risiken auf die Kommunen zukommen. Wir wollen nicht, dass die Steag zu einer `Bad Bank´ für klimaschädliche veraltete Technologien wird. Stattdessen muss die Steag konsequent auf Energieeffizienz und erneuerbare Energieerzeugung ausgerichtet werden. Wir sollten auch aus der Krise von RWE und E.ON lernen, die nicht rechtzeitig die Weichen in Richtung Energiewende gestellt haben.“

(ü. Pm. Grüne)

Weniger Industriebetriebe im Ruhrgebiet – weniger Investitionen im Revier

Gerne feiert sich das Revier ob seines industriellen Wandels. Leider sieht die Realität etwas trüber aus, denn die Zahl der Industriebetriebe an der Ruhr ist rückläufig. Im vergangenen Jahr gab es 2.127 Unternehmen im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, 16 weniger als 2013. Die Zahl der Beschäftigten sank um knapp 8.700 auf rund 254.800. Im Gegensatz zum NRW-Schnitt gingen im Ruhrgebiet auch die Industrie-Investitionen zurück – um 80 Millionen auf knapp 2,13 Milliarden Euro. (ü. Pm. idr)

KLIMAWOCHEN RUHR im April 2016

Klima ist so einer der Oberbegriffe, unter den sich viele Bedeutungen und Unterbegriffe einordnen lassen. Global ist es heute anerkannt, dass der Mensch durch sein Verhalten in eine Entwicklung steuernd eingegriffen hat, die unumkehrbar scheint und nur durch radikales Gegensteuern in ihren Auswirkungen gemildert werden kann. So sind städtische Aktionen zu begrüßen, die zur Verringerung von Schadstoffemissionen führen. Gleichwohl klingt es lächerlich, wenn in diesem Kontext Begriffe kreiert werden, die inhaltlich wie sprachlich etwas suggerieren sollen, was schlichtweg als Blödsinn bezeichnet werden darf. „Klima-Held“ ist so eine Begrifflichkeit, die die kollektive Verfangenheit unserer Gesellschaften in Klimamissetaten auf das Individuum herunterbrechen soll. Das Globalklima wird vom „Klima-Helden“ gerettet… Nach schön, es gib ja noch das Microklima, und der Verzicht auf den dreckproduzierenden Gelände-, oder Sportwagenverschnitt kann ja im Einzelfall eine Reduktion von gesundheitsschädlichen Abgasen im Stadtgebiet ergeben, aber deshalb ein „Klima-Held“? Und das passend in eine Fiktion des RVR, der nimmermüde seine Sprachkreation von einer „Metropole Ruhr“ in eine „klimametropole Ruhr“ steigert? Dass dieser Begriff dann auch direkt klein geschrieben wird, könnte ja den Hinweis darauf geben, dass es sich globalklimatisch gesehen nur um ein äußert kleines Areal eines lokalen Microklimas handelt, also sozusagen umgekehrt proportional zu der hier begrifflich vorgetäuschten Fiktion und dem damit verbundenen Geltungsanspruch. Immerhin, man will was tun und der Aufforderungsruf ergeht in einer Presseerklärung, die wir natürlich auch transportieren und zur Kenntnis bringen. Also, Helden, meldet euch mal, immerhin meldet die Industrie- und Handelskammer ja bereits Bedenken für klimafreundliche Fahrbeschränkungen von Dreckschleudern an, die das Wachstum und das Wohlergehen von Firmen beeinträchtigen könnten. Statt dort in einen Gesamtdiskurs zum Wohle der Stadt einzusteigen, kann man mal erst nach „Klimahelden“ suchen, vielleicht führen die ja dann den politischen Streit gegen Schonungskonventionen und retten damit das Weltklima. Sozusagen an der B 224 beginnen und die jetzt auch von der IHK geforderten Eingriffe in die Frischluftschneisen im Süden und Westen einbeziehend zurückweisen und wehrhaft allen Begehrlichkeiten widerstehend. Das wären dann wirkliche Helden in unseren Stadtmauern.
hier nun die Presseerklärung vom heutigen Tage:
Im Rahmen der klimametropole RUHR 2022 – dem regionalen Schaufenster der KlimaExpo.NRW – präsentiert sich die klima|werk|stadt|essen gemeinsam mit den Städten Mülheim und Oberhausen in einer exklusiven Veranstaltungs-Woche vom 18. bis 24. April 2016. In dieser Woche werden die vielfältigen Aktivitäten und Angebote zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in den drei Ruhrgebietsstädten einem breiten Publikum präsentiert.
„Bereits zur Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr haben die engagierten Bürgerinnen und Bürger gezeigt, über welch vielfältiges Potential an Wissen und Ideen unsere Stadt verfügt. Wir haben in Essen sehr gute Voraussetzungen, unserer gemeinsamen Klimaverantwortung gerecht zu werden und ich bin mir sicher, dass sich auch zur KLIMAWOCHE RUHR 2016 viele Initiativen und Projekte einer großen Öffentlichkeit zeigen werden“, so Umweltdezernentin Simone Raskob.
Gesucht werden Unternehmen, Forschungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen, Initiativen, Vereine und all diejenigen, die etwas für die Lebensqualität in unserer Stadt tun und ihr Engagement mit einer eigenen Veranstaltung zum Thema sichtbar machen wollen.
Dabei können die Veranstaltungen ebenso vielfältig sein wie die Ansätze einer neuen Klimakultur in Essen – von Fahrradtouren zu energetischen Modernisierungen im Quartier über Führungen zu technologischen Entwicklungen bei Unternehmen bis hin zur gemeinsamen Bewirtschaftung von öffentlichen Gärten oder Theaterstücken für Kinder über den Klimawandel.
Die städtische Klimaagentur berät und unterstützt alle Aktiven bei der Planung und Durchführung ihrer Veranstaltung. Sprechen Sie uns an und zeigen Sie Gesicht für den Klimaschutz in Ihrer Stadt!
Anmeldung und Hintergrund
Die Essener Klimaschutzwoche ist Teil der Zwischenpräsentation der klimametropole RUHR 2022, die sich über mehrere Wochen von Anfang April bis Ende Juni 2016 erstreckt. Die Anmeldungen der Veranstaltungen werden zentral beim Regionalverband Ruhr gesammelt. Anmeldungen zur KLIMAWOCHE RUHR 2016 sind bis zum 31. Dezember 2015 unter www.ruhr2022.de (interner Bereich) möglich.

(stk u. ü. Pm., Foto: Armin Thiemer)

Konjunktur im Ruhrgebiet bleibt stabil

Der Konjunkturmotor im Ruhrgebiet läuft rund. Zu diesem Schluss kommen die Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebiets in ihrem aktuellen Ruhrlagebericht.
Heute stellten die Kammern die Ergebnisse der Umfrage unter rund 950 Unternehmen in der Region in Essen vor. Die Lage sei stabil, es gebe weder Anzeichen für ein Stocken noch für einen kräftigen Schub der Wirtschaftslage, so die Kammern. Fast neun von zehn Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage mit gut oder zumindest befriedigend. Nur 14 Prozent zeigen sich mit ihrer Situation unzufrieden. Gegenüber der Umfrage zu Jahresbeginn gab es keine gravierenden Abweichungen. Daher hat sich der Konjunkturklimaindex nur marginal verändert und liegt aktuell bei 111 Punkten.
Infos unter www.essen.ihk24.de

(ü. Pm. idr)

Imagestudie zum Ruhrgebiet: Hohe Lebensqualität wird von Menschen außerhalb der Region noch nicht wahrgenommen

Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei der Fremd- und Eigenwahrnehmung des Ruhrgebietes.
Das Bild des Ruhrgebiets wird außerhalb des Ruhrgebiets noch immer von veralteten Klischees geprägt. Vor allem die deutlich gestiegene Lebensqualität wird noch zu wenig wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutschlandweite Imagestudie des Instituts für Marketingberatung im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund. Dazu wurden im Ruhrgebiet und bundesweit mehr als 1.000 Menschen befragt.
Den Teilnehmern wurden Fotos mit Motiven zu Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Industrie und urbanen Herausforderungen vorgelegt und deren Verbindung zur Metropole Ruhr und zu den Ballungsräumen Hamburg, Berlin und München abgefragt. Ergebnis: Dominiert wird das Image der Region noch immer von seiner industrielle Stärke. Gleichzeitig werden für das Ruhrgebiet in hohem Maß urbane Herausforderungen gesehen, z.B. das hohe Verkehrsaufkommen, die Integration von Migranten sowie Wohnraum.
Weniger deutlich mit der Region verbunden werden Aspekte der Lebensqualität wie Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Angebote. Bei dieser Kategorie rangiert das Ruhrgebiet in der gesamten Stichprobe hinter den anderen untersuchten Ballungsräumen. Auch die Vielzahl an Hochschulen prägt noch nicht das Image.
Generell, so das Fazit der Studie, ist das Bild der Region bei ihren Bewohnern deutlich besser als bei Menschen von außerhalb. Insbesondere bei der wahrgenommenen Lebensqualität gibt es deutliche Unterschiede: Sie wird von „Ruhris“ als sehr hoch eingeschätzt – auf einer Stufe z.B. mit Hamburg.

(stk. u. idr.)

Ruhrgebiet ist kein Hundeparadies

Zu hohe Hundesteuern, zu wenig Tierärzte und zu wenige Hundesalons: Das Ruhrgebiet zeigt sich im Vergleich zu anderen deutschen Städten wenig hundefreundlich und landet mit Duisburg (Rang 15), Essen (18), Bochum (19) und Dortmund (20) auf den hinteren Plätzen.
Das Hunde-Onlinemagazin issnruede.de untersuchte in einer Studie die 20 größten deutschen Städte auf ihre Hundefreundlichkeit und kürte Leipzig zum Sieger.
Die Erhebung zeigt, dass es in Dortmund vor allem an Tierärzten (rechnerisch ein Arzt auf 2.500 Hunde) mangelt, in Bochum an Hundepensionen (eine pro 4.000 Hunde) und in Essen an Hundesalons (ein Salon für 3.400 Hunde). Im Vergleich zu anderen Städten sind die Hundesteuern in Essen und Dortmund wesentlich höher.
Trotzdem ist das Ruhrgebiet sehr tierlieb. Mit 5,5 angemeldeten Tieren pro 100 Einwohnern hat Bochum die bundesweit höchste Hundequote. In Duisburg sind es 4,8 Hunde/Einwohner (Platz zwei) und Dortmund 4,3 (Platz vier).
Infos: www.issnruede.de

(ü. Pm. rvr)

Risiko der Altersarmut steigt für künftige Ruheständler

Im Ruhrgebiet wächst das Risiko der Altersarmut. Das zeigt eine Auswertung der Bertelsmann Stiftung auf Grundlage von Daten aus 2013. Während die Armutsgefährdung für über 65-Jährige im Ruhrgebiet in Durchschnitt liegt, ist sie für 50- bis 64-Jährigen in einigen Städten überdurchschnittlich hoch. Das gilt für Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Herne.
Auch deutschlandweit steigt das Armutsrisiko. Besonders häufig betroffen sind Frauen, Alleinstehende, Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund, so die Studie, die von der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit IT.NRW erstellt wurde. Als armutsgefährdet gelten Menschen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt.
Infos: www.bertelsmann-stiftung.de

(ü. Pm. rvr, Bertelsmann Stiftung)

Ruhrgebietsstädte erhalten rund 532 Millionen Euro vom Bund

49 Kommunen und vier Kreise in der Metropole Ruhr erhalten in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes rund 532 Millionen Euro vom Bund.
Die Fördermittel sollen für dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen und Investitionen im Bereich Infrastruktur eingesetzt werden. Darunter fallen auch Maßnahmen zur Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung sowie Maßnahmen im Bereich des Städtebaus und der Informationstechnologie.
Mit fast 76 Millionen Euro erhält Dortmund die meisten Mittel. Es folgen Duisburg mit 73 Millionen Euro und Essen mit mehr als 64 Millionen Euro.
Der Bund stellt in den Jahren 2015 bis 2018 insgesamt 3,5 Milliarden Euro Fördermittel zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft im Bundesgebiet zur Verfügung. Nordrhein-Westfalen erhält davon 1,126 Milliarden Euro.
Die Kommunen können die Mittel nach ihren örtlichen Bedürfnissen einsetzen. Dazu gehört insbesondere, dass die Kommunen einen vorgegebenen Eigenanteil von mindestens zehn Prozent der förderfähigen Kosten erbringen.

(ü. Pm. NRW-Innenministerium)

Durch „Wohnungsgeberbestätigung“ eine wirksamere Bekämpfung von Scheinanmeldungen.

Zum 1. November 2015 tritt erstmalig ein bundesweit einheitliches Meldegesetz in Kraft. Für Bürgerinnen und Bürgerin, aber auch für Vermieterinnen und Vermieter von Wohnraum ergeben sich einige Änderungen, hier die wichtigsten im Überblick:
Frist für die Anmeldung verlängert
Zukünftig muss man sich erst innerhalb von zwei Wochen nach Einzug in eine neue Wohnung an- oder ummelden oder bei Wegzug ins Ausland abmelden. Bislang hat man dafür nur eine Woche Zeit.
Wohnungsgeberbestätigung/ Einzugsbestätigung
Die im Jahre 2002 abgeschaffte Mitwirkung des Vermieters bei einer An-, Ab- und Ummeldung wird wieder eingeführt. Das bedeutet, dass bei diesen Meldevorgängen ab dem 1. November 2015 wieder eine Bestätigung des Wohnungsgebers vorgelegt werden muss.
Wohnungsgeber kann entweder der Vermieter sein, aber auch eine von ihm beauftragte Person oder aber bei Untervermietung der Hauptmieter. Diese sind verpflichtet, eine solche Bestätigung innerhalb von zwei Wochen nach Einzug auszustellen. Im Gegenzug besteht das Recht, bei der Meldebehörde nachzufragen, ob die Anmeldung ordnungsgemäß vorgenommen wurde.
Bei einer Abmeldung, verbunden mit einem Wegzug ins Ausland, ist ebenfalls eine solche Bescheinigung vorzulegen.
Gelsenkirchen hat sich bereits aktiviert:
Ein ausfüllbares Formular für die Wohnungsgeberbestätigung ist auf der Homepage der Stadt Gelsenkirchen zu finden. Die Stadt Gelsenkirchen hat ein solches Formular aber auch bereits an rund 38.000 Hauseigentümer verschickt. Hausbesitzer, die keinen Wohnraum vermieten, können das Schreiben ignorieren. Vermieter, die Nachfragen haben, können dies telefonisch unter der Service-Nummer 169-2100 tun.

Der Gesetzgeber erhofft sich durch die Wiedereinführung der sogenannten „Wohnungsgeberbestätigung“ eine wirksamere Bekämpfung von Scheinanmeldungen.

Vorausgefüllter Meldeschein
Sofern eine Person innerhalb Deutschlands umzieht, kann die Meldebehörde zukünftig bei der Anmeldung die Daten dieser Person direkt von der vormals zuständigen Meldebehörde abrufen. Da alle Daten bei Anmeldung dann bereits vorliegen, können Unstimmigkeiten sofort geklärt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger entfällt damit das Ausfüllen eines Meldeformulars. Dies wird jedoch flächendeckend erst im Jahre 2018 möglich sein.
Gestärkte Rechte bei Melderegisterauskünften
Jede Person kann von einer anderen Person, sofern er diese eindeutig benennen kann, Auskunft über Name, Vorname und derzeitige Anschrift erhalten. Dies ist die sogenannte Melderegisterauskunft. Die Daten dürfen jedoch grundsätzlich nicht zum Zwecke der Werbung oder des Adresshandels genutzt werden, es sei denn der Einzelne hat dem ausdrücklich gegenüber der Meldebehörde oder dem Anfragenden zugestimmt. Gewerbetreibende müssen zukünftig den Zweck ihrer Anfrage mitteilen und dürfen die Auskunft dann auch nur für diesen Zweck nutzen. Damit sind die Daten der Bürgerinnen und Bürger noch stärker geschützt als bisher.
Und sonst?
Das Bundesmeldegesetz beinhaltet eine Vielzahl weiterer Änderungen, die jedoch überwiegend einzelfallbezogen sind und daher hier nicht sämtlich aufgeführt werden.

(stk., Quelle: Stadt Gelsenkirchen)