Der Verblödung preisgegeben

Eine einfache Botschaft, IQB-Studie und nun die Iglu-Studie, bestätigen Deutschlands Viertklässlern eine schlechte Leseleistung. So kann fast jeder fünfte Vierklässler kaum lesen. 

Schon die Pisa-Studie wies auf den eklatanten Mangel im Bildungsbereich hin. Leider zog man derzeitig nicht den richtigen Schluß, das die Bildungsbemühungen sehr früh ansetzen müssen. Gymnasien sind eben lautstärker in Geltungsansprüchen als Grund- und Gemeinschaftsschulen. Aber zwischen Kita und Gymnasium liegen die Grundschulen, und diese wurde sträflich vernachlässigt.

Neben der heterogenen Struktur der Grundschulen mit ihren verschiedenen Sprachgruppen kam auch das unsinnige Experiment eines bloßen Gehörschreibens hinzu, dass jeden Maßstab und jede Schreibsicherheit nahm.

Da die Lesefähigkeit der Schlüssel zur weiteren Bildung ist, sollte es Schulen strikt untersagt werden, methodische Experimente an Schülern zu unternehmen.

(stk.)

 

 

 

 

Familienunternehmer in Nordrhein-Westfalen zur Grundschulstudie: „Wir stehen vor dem Scherbenhaufen jahrelanger rot-grüner Bildungspolitik“

Nordrhein-Westfalen hat bei der IQB-Grundschulstudie im Ländervergleich sehr schlecht abgeschnitten. Mit 19,2 Prozent hat fast jeder fünfte Viertklässler in Nordrhein-Westfalen die Mindeststandards im Fach Mathematik nicht erreicht. Das Land liegt damit unter dem Bundeswert abgeschlagen auf Platz 13 von 16. Im Fach Deutsch zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In der vierten Klasse unterschreiten 15,7 Prozent die Mindeststandards beim Lesen. Nordrhein-Westfalen reiht sich hier noch weiter hinten auf Platz 14 ein.

Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsverbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Thomas Rick, kritisiert: „Die Ergebnisse sind ein Armutszeugnis für die rot-grüne Landespolitik der vergangenen Legislaturperiode, die dem Bildungssystem empfindliche Schläge versetzt hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Signale erkennt und endlich handelt.“

Weiterhin unterstreicht Rick die Bedeutung von Bildung: „Wenn die Bildungspolitik unseres Landes schon in der Grundschule versagt, verringert das die Chancen der Schüler auf eine erfolgreiche Ausbildung massiv. Gerade in Zeiten, in denen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften klagen und Schwierigkeiten haben, ihre Lehrstellen zu besetzen, kann Nordrhein-Westfalen es sich nicht leisten, seine Schüler schlecht auszubilden. Für einen zukunftsfesten Wirtschaftsstandort brauchen wir dringend hochqualifizierte Arbeitskräfte. Das fängt mit soliden Deutsch- und Mathematikkenntnissen an.“

Aufgrund einer Überschreitung der zulässigen Legionellen-Grenzwerte ist derzeit das Schulschwimmbad der Traugott-Weise-Schule bis auf weiteres geschlossen.

Bei routinemäßigen Untersuchungen der Schulschwimmbäder in der Traugott-Weise-Schule sowie der Gesamtschule Holsterhausen wurde bereits Mitte September eine Überschreitung der Legionellen-Grenzwerte festgestellt. Aufgrund der Überschreitung ist das Schulschwimmbad der Traugott-Weise-Schule derzeit bis auf weiteres geschlossen. In der Gesamtschule Holsterhausen ist der Wert zwar erhöht, jedoch nicht gesundheitsgefährdend. Das Schwimmbad kann deshalb weiter genutzt werden.

Gemäß den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes sowie der Trinkwasserverordnung des Bundes wird das Trinkwasser in allen städtischen Badeanlagen regelmäßig überprüft. Das Badewasser wird gemäß der technischen Regel DIN19643 im monatlichen Abstand überprüft. Im Rahmen der Trinkwasserprüfung sind Auffälligkeiten im Duschbereich der Sportstätten festgestellt worden.

Ein Erkrankungsfall in Essen ist dem Gesundheitsamt der Stadt Essen derzeit nicht bekannt. Der Verdachtsfall in Mülheim hat sich nicht bestätigt. Sollten sich bei Badegästen bis jetzt keine Krankheitssymptome gezeigt haben, ist eine Erkrankung nicht wahrscheinlich.

Die Untersuchungsergebnisse in den anderen städtischen Schwimmeinrichtungen sind unauffällig und enthalten damit derzeit keine Beanstandungen. Für die Nutzung anderer Schulschwimmeinrichtungen sowie für die Nutzung der vierzehn Badeanlagen der Sport- und Bäderbetriebe bestehen daher derzeit keine Bedenken.

Die Stadtverwaltung hat bereits die Vergabe entsprechender Sanierungsmaßnahmen in der Traugott-Weise-Schule eingeleitet. Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich ab Dezember möglich sein, vorausgesetzt die Nachbeprobung fällt negativ aus.

Weitergehende Untersuchungen in der Gesamtschule Holsterhausen sind in Auftrag gegeben. Eine Nachbeprobung nach Fertigstellung wird Ende Oktober stattfinden.

Das Gesundheitsamt der Stadt Essen steht für Rückfragen rund um Erkrankungen durch Legionellen in den allgemeinen Sprechzeiten montags bis donnerstags, 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 14 Uhr bis 15 Uhr sowie freitags von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr zur Verfügung.

37 Prozent der Schüler im Ruhrgebiet haben eine Zuwanderungsgeschichte

(idr). Gut 37 Prozent der 685.701 Schüler im Ruhrgebiet, die 2016/17 eine allgemeinbildende oder berufliche Schule besuchten, haben eine Migrationsgeschichte. Damit ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Metropole Ruhr etwas höher als in Gesamt-NRW (33,6 Prozent).

Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Bei den gängigen allgemeinbildenden Schulen war der Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte in Hauptschulen am größten; er betrug dort 52,2 Prozent. Am niedrigsten war er mit 30,2 Prozent an den Gymnasien. An beruflichen Schulen im Ruhrgebiet lag der Anteil bei 27,8 Prozent. Den höchsten Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verzeichnen Gelsenkirchen (53 Prozent) und Duisburg (47 Prozent). Am anderen Ende der Skala finden sich der Kreis Wesel (24 Prozent) und der Ennepe-Ruhr-Kreis (27,2 Prozent). In der Schulstatistik haben Schüler eine Zuwanderungsgeschichte, wenn sie oder mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder innerhalb der Familie nicht deutsch gesprochen wird.

Nutzung von Turnhallen durch Sportvereine während der Sanierungsarbeiten

Die Stadt plant umfangreiche Sanierungsarbeiten an Schulturnhallen im gesamten Stadtgebiet. Während der Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms sollen die Turnhallen ganzheitlich betrachtet und aufwendiger saniert werden, als ursprünglich geplant. Für die Dauer der Maßnahmen sollen die jetzt anstehenden rund 180 Sporthallen in den Ferien geschlossen werden – vor allem, damit der Schulsport wieder pünktlich starten kann.

Seit Beschluss des Rates im April 2014 ist die Vergabe von Nutzungszeiten für Vereine in Schulturnhallen per Satzung geregelt. Laut Satzung bleiben Schulturnhallen in den Sommerferien und den Betriebsferien der Stadt Essen geschlossen, um eben umfangreichere Reparaturarbeiten zu ermöglichen, General- und Grundreinigungen durchzuführen und Urlaubszeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermöglichen.

Die Hallen, die in Verwaltung der Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) sind, sind nicht von dieser Regelung in dieser Satzung betroffen. Dennoch ist festzustellen, dass nicht nur Schulhausmeister, sondern auch die Hallenwarte der SBE ihren Urlaub vorrangig in den Ferien nehmen müssen und zudem die Hallen der SBE, genau wie Schulturnhallen, Reparaturen und einer Grundreinigung bedürfen, die eine vorübergehende Einstellung des Sportbetriebs in den Sommerferien erfordert. Die Vereine, die durch die Regelung in der Satzung betroffen sind, können bei den SBE einen Antrag stellen und unter Angabe der Gründe Nutzungszeiten beantragen. Die Sport- und Bäderbetriebe Essen werden die Anträge entsprechend bewerten und Hallenzeiten während der Sommerferien zur Verfügung stellen, wenn die Vereine beispielsweise einen überregionalen Spielbetrieb haben oder Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Ferienspatzes oder sozialer Projekte durchgeführt werden.

Stand heute liegen den SBE 41 Anträge vor, bisher wurde noch kein Antrag abgelehnt.

Sollten die bisher zur Verfügung stehenden Nutzungszeiten nicht ausreichen, um den Anträgen stattgeben zu können, werden die Sport- und Bäderbetriebe Essen gemeinsam mit dem Schulamt prüfen, ob in Ausnahmefällen auch weitere Nutzungszeiten in Schulturnhallen zur Verfügung gestellt werden können.

(ü. Pm.)

Interkommunale Zusammenarbeit der Musikschulen in Essen und Oberhausen wird vorerst nicht kommen

Um eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit der Musikschulen Essen und Oberhausen voranzutreiben, haben die Folkwang Musikschule Essen sowie die Musikschule Oberhausen den Prüfauftrag der jeweiligen Verwaltungsvorstände ihrer Städte abgearbeitet.
Von März bis Mai wurde die Umsetzbarkeit der Zusammenarbeit in insgesamt zwei Lenkungskreissitzungen, zwei Projektgruppensitzungen und in fünf Fachteamsitzungen der beiden Fachteams „Administration“ und „Pädagogik“ auf Herz und Nieren geprüft.

Das Ergebnis der Beratungen zeigt, dass eine Verknüpfung beider Musikschulen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll ist. Es überwiegen im Hinblick auf die Angebote, Organisationsstruktur und Ressourcen der Musikschulen derzeit noch große Unterschiede. Insbesondere die Organisationsstrukturen sind so unterschiedlich, dass diese nicht ohne erheblichen Aufwand synchronisiert werden können. Auch die inhaltlich-fachliche Ausrichtung der Fachpädagogik sowie die Unterrichtsplanung und Beratung der Schülerinnen und Schüler basieren auf einem unterschiedlichen Verständnis. Die Angleichung dieser Unterschiede durch eine Institutsleitung für die beiden Institute aus einer Hand ist zum jetzigen Zeitpunkt und aus heutiger Sicht nicht umsetzbar.

Der Prozess hat gemeinsam und unter großer Beteiligung beider Musikschulen stattgefunden. Durch den Vergleich konnten vertiefende Einblicke in die jeweilige Arbeit vor Ort und Erkenntnisse für die zukünftige Arbeit und Struktur gewonnen werden. Deshalb haben sich beide Schulen darauf verständigt, dass das Thema der interkommunalen Zusammenarbeit ein wichtiger zukünftiger Auftrag der beiden Musikschulleitungen sein soll.

Die Stadt Essen wird im nächsten Schritt die Ausschreibung der Leitung der Folkwang Musikschule auf den Weg bringen – mit der zusätzlichen Anforderung, die Zusammenarbeit der beiden Musikschulen in Essen und Oberhausen aber auch zu den Musikschulen anderer Nachbarkommunen auszubauen, um das Angebot nachhaltig zu gestalten und weitere Nutzergruppen jeder Alterskategorie zu gewinnen.

Zum Hintergrund

Im Februar hatte die Verwaltung die Absicht vorgestellt, eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Musikschulen in Oberhausen und Essen zu prüfen.
Gemeinsam mit der Stadt Oberhausen sollte geprüft werden, ob ein Intensivierung der Kooperation der Folkwang Musikschule Essen und der Städtischen Musikschule Oberhausen möglich und sinnvoll ist. Dazu sollte auch gegebenenfalls ein Organisationsmodell für eine gemeinsam agierende Leitung der Musikschulen auf Umsetzbarkeit geprüft werden entwickelt werden. Vorteile versprachen sich beide Einrichtungen von der Intensivierung der Zusammenarbeit insofern, als dass unter anderem ein möglichst breites und vielfältiges gemeinsames Angebot zur Verfügung gestellt werden kann, die Schulkooperationen intensiviert, gemeinsame Fördermöglichkeiten akquiriert und an den jeweiligen Standorten die Talentförderung weiter ausgebaut werden kann.

(ü. Pm.)

Gesamtkostenrahmen für Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule wird erhöht – u. a. Einrichtung einer „Kiss & Ride-Zone“

Der Bau- und Verkehrsausschuss und der Schulausschuss beraten am Donnerstag, 8. Juni, über die Erhöhung der Gesamtkosten für den Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule um 6,57 Millionen Euro auf dann 48,75 Millionen Euro.

Der größte Teil der den Gremien zur Beratung vorgelegten Mehrkosten wird mit 3,4 Millionen Euro für die Gesamtkosten zur Realisierung des Ideenteils veranschlagt. Mit der Umsetzung der Ideenteils, der bereits im der Entscheidung für den Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule vorangegangenen Architekturwettbewerb erstellt wurde, soll die Attraktivität des Stadtteils gesteigert und der Schulstandort mit der angrenzenden Fläche des Stadtbads Nord-Ost verbunden werden: Durch eine Ausweitung der Schulparkplätze südwestlich des Bades, der Einrichtung einer „Kiss & Ride-Zone“ zum sicheren Bringen und Abholen der Schulkinder sowie der Neugestaltung von Grünflächen, Fahrradstellplätzen und einer Radweg-Anbindung an dem Emscher Park Radweg erfährt der Schul- und Bade-Standort eine attraktive, offene Atmosphäre. Um die Finanzierung des Ideenteils und entsprechende Fördermittel beim Land beantragen zu können, wurde der ursprüngliche Entwurf nun konkretisiert und die Kosten zur Realisierung der landschaftsplanerischen Idee des Generalplaners auf 3 Millionen Euro – zusätzlich zu den Planungskosten in Höhe von etwa 400.000 Euro – veranschlagt.

Als maßgeblich für die zu veranschlagenden weiteren Kosten des Neubaus hat sich der Mehraufwand bei der Baufeldherrichtung und für die Erstellung des Bodengutachtens erwiesen. Diese entfallen zu 1.795.430 Euro auf die Herrichtung und Erschließung des Neubaus, sowie zu knapp 1 Million Euro auf die Baukosten für die Erstellung des Neubaus und zusätzliche Baunebenkosten mit weiteren rund 392.000 Euro. Dadurch hat sich ein Terminverzug von etwa zwei Monaten ergeben. Die geplante Fertigstellung des Neubaus zum Schuljahr 2020/2021 ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch möglich, witterungsbedingte Verzögerungen von mehr als acht Wochen würden den fristgemäßen Umzug der Schule erschweren.

Die insgesamt zu veranschlagende Erhöhung der Gesamtkosten für den Neubau und die Umfeldgestaltung der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Höhe von 6.571.000 Euro sollen in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro aus der Haushaltsplanung 2019/ 2020 finanziert werden.

Für den Ideenteil wird eine Förderung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ von voraussichtlich 80 Prozent der Kosten von 3,4 Millionen Euro, das heißt rund 2,7 Millionen Euro, angestrebt. Zusammen mit den 9,2 Millionen Euro, welche für den Hochbau und die Außenanlagen in Aussicht stehen, können somit voraussichtlich Fördermittel des Landes in Höhe von 11,9 Millionen Euro generiert werden.

Der Rat der Stadt Essen wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 12. Juli über die Bewilligung der Gesamtkostenrahmens für den Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule – vorbehaltlich der Zustimmung der Kommunalaufsicht – entscheiden.

Zum Hintergrund:

Der Rat der Stadt Essen hat am 23.11.2016 den Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule beschlossen. Das massive drei- bis viergeschossige, nach aktuellen pädagogischen und architektonischen Ansprüchen errichtete Gebäude soll Platz für etwa 1.300 Schülerinnen und Schüler sowie 110 Beschäftigte bieten.

(ü. Pm.)

Von Vivaldi bis West Side Story – Orchesternoten der Folkwang Musikschule können jetzt in der Stadtbibliothek Essen ausgeliehen werden

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Musikbibliothek der Stadtbibliothek Essen die Orchestermaterialien der Folkwang Musikschule übernommen. Dabei handelt es sich vorrangig um Werke für Streich- oder Sinfonieorchester leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrades, die für Schul- und Laienorchester geeignet sind. Neben klassischen Sinfonien, Konzerten und beliebten Werken der Programmmusik wie Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder Leopold Mozarts „Schlittenfahrt“ finden sich auch modernere Stücke zum Beispiel von Leonard Bernstein oder von Leroy Anderson. Mittlerweile sind alle Titel erfasst und im Online-Katalog nachgewiesen.

Die Orchesternoten stehen nicht nur Angehörigen der Folkwang Musikschule zur Verfügung. Auch Leiter anderer Ensembles können auf sie zugreifen, sofern sie zum gewünschten Zeitpunkt nicht für Unterricht und Aufführung der Folkwang Musikschule benötigt werden. Die Musikbibliothek hat auch bereits das Notenmaterial der beiden früheren traditionsreichen Musikvereine „Ruhrlandorchester“ und „Unterhaltungsorchester Ruhrrevier“ beherbergt, das allein über 1.300 Ausgaben für Salonorchester umfasst. Auch ein Großteil des Aufführungsmaterials des einstigen Essener Orchestervereins wurde in den Bestand der Musikbibliothek übernommen und frei zugänglich aufgestellt.

Und so finden Interessierte Orchesternoten im Online-Katalog der Stadtbibliothek: Geben Sie im Feld „Einfache Suche“ den Suchbegriff „Aufführungsmaterial“ ein, eventuell weiter eingegrenzt durch Angaben wie „Streichorchester“, „Salonorchester“ und so weiter. Wenn gezielt die Noten der Folkwang Musikschule gesucht werden, kann auch der Suchbegriff „FMS-Materialien Orchester“ eingegeben werden.

VHS-Sommerakademie – das Programm 2017 ist da!

Auch in diesem Jahr bieten die vier „DOME“-Volkshochschulen (Duisburg-Oberhausen-Mülheim-Essen) von Mai bis August sowie in den großen Ferien eine Sommerakademie mit vielfältigen Angeboten aus der kulturellen Bildung an.

In allen vier Städten gibt es an gewohnten und auch neuen besonderen Orten Angebote aus den Bereichen Zeichnen, Malen und Gestalten, Fotografie, Musik, Tanz und Bewegung, Literatur und Theater, darunter auch eigene Angebote für Kinder und Jugendliche. Zudem finden Sie spannende und anregende Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung. Interessierte können in die vielfältigen Möglichkeiten der Region eintauchen und beispielsweise die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 besser kennenlernen.

Anmeldungen sind bei den jeweiligen Volkshochschulen auch online ab sofort möglich, die Broschüren mit den Anmeldekarten erhalten Interessierte unter anderem in der VHS am Burgplatz, in der Stadtbibliothek im Gildehofcenter und in der Touristikzentrale am Hauptbahnhof. Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist Meike Altenkamp, Telefon: 88-43210, E-Mail: meike.altenkamp@vhs.essen.de.

(ü. Pm.)

Vortrag: Israels Staatsräson und der Nahostkonflikt

Die historische Krisenregion des Nahen Ostens ist mit der Gründung Israels 1948 noch komplexer geworden. Der jüdisch-arabische Konflikt ist ein Motor für die permanenten Auseinandersetzungen in der Region. Wo liegen die Ursachen dieser Dauerkrise?
Die Referentin analysiert die Bedeutung der Gründungsmythen Israels und ihren Einfluss auf die Politik Israels bis heute. Gibt es Wege zu einer friedlichen, dauerhaften Lösung des Konflikts, insbesondere
zwischen Israelis und Palästinensern?
Dr. Tamar Amar-Dahl ist in Israel aufgewachsen und arbeitet seit 2009 als Historikerin an verschiedenen deutschen Instituten.
Im Anschluss an den Vortrag findet eine Diskussion statt.
Mittwoch, 17.05.2017, 19-21 Uhr,
Volkshochschule, Burgplatz 1, Eintritt frei

(ü. Pm.)

Im erweiterten Bereich des Offenen Ganztags-Gebäudes (OGS) auf dem Gelände der Schule an der Ruhr zwei unterschiedliche Herde mit erhöhten Werten sowohl im Oberflächenbereich als auch in bis zu drei Metern Tiefe

Die Ergebnisse der Messungen auf dem Gelände der Schule an der Ruhr liegen jetzt vor.
In den letzten Wochen sind an 14 Beprobungsstellen auf dem Gelände Boden- sowie Bodenluftproben genommen und untersucht worden.
Darüber hinaus sind Grundwasserproben entnommen worden.
Die Ergebnisse zeigen jetzt, dass es im erweiterten Bereich des Offenen Ganztags-Gebäudes (OGS) zwei unterschiedliche Herde mit erhöhten Werten sowohl im Oberflächenbereich als auch in bis zu drei Metern Tiefe gibt. Bereits vorläufige Messergebnisse hatten gezeigt, dass erhöhte Werte des Stoffs Tetrachlorethen in diesem Bereich zu erwarten sind. Insgesamt neun der Untersuchungsstellen im Bereich der Schule sind ohne jeden Befund.

Mit den jetzt vorliegenden Ergebnissen werden voraussichtlich in den kommenden Osterferien Präzisionsmessungen um die beiden Herdpunkte durchgeführt. Dabei werden erneut Boden- und Bodenluftproben entnommen.

Darüber hinaus führt die Stadt Kontrollmessungen in zehn Räumen des Kita-Gebäudes durch, es werden vier Passivsammler im Außenbereich der KiTa eingesetzt, eine Beprobung der Kinderspielflächen im Kita-Bereich sowie des OGS-Gebäudes durchgeführt sowie erneute Kontrollmessungen der Turnhalle. Die Gesamtkosten der durch die Stadt durchgeführten Maßnahmen liegen derzeit bei rund 100.000 Euro.

(ü. Pm.)

„Kontrastprogramm – Zwischen Utopie und Dystopie – Klingende Extreme“

Das Ensemble „S201“ wird am Freitag, 7. April, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek, Hollestraße 3, das Konzert „Kontrastprogramm – Zwischen Utopie und Dystopie – Klingende Extreme“ aufführen. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Das neunköpfige Ensemble „S201“ besteht aus ehemaligen Folkwang-Studierenden, die in ihren Konzertprojekten aktuelle Themen durch, mit und nebst Neuer Musik und experimenteller Kunst reflektieren. In ihrem Projekt „Kontrastprogramm“ beschäftigen sie sich mit Extremen – mit dem Treiben aller Parameter zum Rande des Spielbaren – um somit Visionen von anderen Welten zu wecken. Es geht um Stillstand und schwindelerregende Geschwindigkeit, Reduktion und Expansion, um zu viel und zu wenig des Ganzen… denn Extreme waren immer und in jeder Hinsicht treue Begleiter der Ideale einer besseren (Klang-) Welt.

Essen.Hören. Vor dem Konzert findet ein „Soundwalk“ statt, der sich ebenfalls mit Kontrasten befasst: „Die klingende Innenstadt zwischen Parkidylle und Autobahnlärm – Wie sieht das Essen der Zukunft aus? – Utopie oder Dystopie?“.
Treffpunkt für den „Soundwalk“: 19 Uhr am Eingang der Zentralbibliothek.

Der Abend wird veranstaltet von der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr e.V. im Rahmen der Reihe „Schöne Aussichten – Paradiese und Utopien“, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Essener Kultureinrichtungen.