Externes Institut soll Lottoauswahl von 500 Bürgern zur Mitsprache befähigen – Soll stellvertretend für die Essener Bevölkerung Bebauungsoptionen empfehlen

In Essen fehlen bis 2030 rund 16.500 Wohnungen – das ergibt die Berechnung des „Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung“ (InWIS). Werden alle Baulücken geschlossen, bestehende Wohnbauflächen vollständig genutzt und Bestandsgebäude nach Abbruch durch Neubauten ersetzt, bleibt noch immer ein Nachfrageüberhang von etwa 4.500 bis 8.000 Wohnungen bestehen. Mit der Frage, wo in Essen neuer Wohnraum entstehen kann, soll sich zukünftig unter anderem ein Bürgerforum befassen. Das hat der Rat der Stadt Essen heute (22.11.) beschlossen.

Das Bürgerforum zur Wohnbauflächenentwicklung in Essen bildet einen von insgesamt vier Bausteinen des nun ausgearbeiteten Konzepts der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus, mit dem der Stadtrat die Verwaltung am 23.11.2016 beauftragt hat.

Die „Wohnungsnachfrageanalyse Essen 2025+“, die vom „Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung“ (InWIS) im Auftrag der Stadt Essen erstellt wurde, lieferte die Basis und damit den ersten Baustein, um den zukünftigen rechnerischen Wohnungsbedarf bis 2030 ermitteln zu können. Ein zweites Gutachten, für das sich das Architektur- und Planungsbüro „Post Welters“ verantwortlich zeichnete, fungiert als Potenzialanalyse und Umsetzungsstrategie zur Innenentwicklung. Untersucht wurden Essener Siedlungen auf ausgeschöpfte Flächen beziehungsweise Flächenpotentiale, die ebenfalls in die Bedarfsberechnung an zusätzlichen Flächen für den Wohnungsbau einfließen. Die Analyse verdeutlicht, dass die Innenentwicklung notwendig ist, um den Bedarf an Wohnraum zu decken, aber bei weitem nicht ausreicht.

Das Bürgerforum soll Essens Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten geben, sich in die Entscheidung, wo zusätzliche Wohnbauflächen entstehen können, maßgeblich einzubringen und neue, zukunftsfähige Ideen zu entwickeln. Das Forum versteht sich als Trialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik. Aus diesem Grund wird gezielt ein externes Unternehmen in Kooperation mit der Amt für Stadtplanung und Bauordnung sowie der Politik das Forum vorbereiten und durchführen.

Das zweitägige Forum wird im dritten Quartal 2018 stattfinden. Die etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bürgerschaft werden per Zufallsauswahl aus dem Einwohnerregister ausgewählt. Damit sie stellvertretend für die Essener Bevölkerung qualifiziert zur Diskussion beitragen können, werden sie im Rahmen des Forums durch beauftragte Expertinnen und Experten fachlich vorbereitet.

Die Ergebnisse des Forums sollen nachfolgenden Entscheidungs- und Bauleit-Planverfahren als Empfehlung dienen.

Vervollständigt wird das Konzept der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus durch den vierten Baustein, den landesweiten „öffentlich geförderter Wohnungsbau“.

Ehemaliges VHS Gelände hat potentielle Käufer

Das ehemalige Gelände der Volkshochschule Essen an der Hollestraße hat potenzielle Käufer.

Das Grundstück befindet sich in der Vermarktung der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG). Insgesamt fünf Investoren haben ein konkretes Interesse an der Entwicklung der Fläche. Bis Ende November sollen verbindliche Kaufangebote vorliegen, bis Ende Dezember soll eine Entscheidung getroffen werden, wer den Zuschlag erhält.

Kann mit neuen Maßnahmen und einem „Koordinator“ der Stadtverödung begegnet werden? – Rat beschließt neues Innenstadtkonzept

Der Rat der Stadt Essen hat heute (22.11.) die Verwaltung beauftragt, die im sogenannten Innenstadtkonzept vorgestellten Maßnahmen auf mögliche Umsetzung zu prüfen.

Im Rahmen des „Entwicklungsprozesses Innenstadt Essen 2016“ der EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) wurden unterschiedliche Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt entwickelt. Eine Übersicht der vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es hier.

Darüber hinaus sind Anregungen und Ergänzungen von wichtigen Organisationen, Verbänden und Institutionen in den Zwischenbericht mit eingeflossen.
Auf Wunsch der Politik werden die Kriterien Digitalisierung, Wohnen, Gewerbe und Kultur zusätzlich berücksichtigt, außerdem wird die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob Fördermittel zur Umsetzung des Konzeptes generiert werden können. Die einzelnen Maßnahmen werden von den entsprechenden Gremien beschlossen.

Zusätzlich zum Innenstadtkonzept bekommt die Innenstadt einen neuen „Koordinator“. Der Geschäftsführer der EMG, Dieter Groppe, soll diese Funktion zukünftig ausüben.

Essen: Rat beschließt neues Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen – Renaturierung aufgegeben, vermehrt Gewerbe- und Wohnflächennutzung

In der Ratssitzung am 27. September hat die Verwaltung Vorschläge zur Anpassung der Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge in den Rat eingebracht. Nach Beratung in den zuständigen Gremien hat der Rat der Stadt heute (22.11.) den Vorschlag der Verwaltung mit Änderungen beschlossen.

Folgende Änderungen wurden mit heutigem Beschluss am Unterbringungskonzept vorgenommen:

Zurückgestellte Neubaustandorte

Das Unterbringungskonzept sieht vor, die zurückgestellten Neubaustandorte städtebaulich zu entwickeln. Die Verwaltung wird für die Grundstücke eine strukturierte Analyse für eine mögliche Folgenutzung durchführen. Erste Ergebnisse sollen bis zum Frühjahr 2018 vorgelegt werden.

Der Standort Vaestestraße im Stadtbezirk VIII konnte mittlerweile auf die Möglichkeit einer Renaturierung hin überprüft werden. Die Renaturierung soll in absehbarer Zeit erfolgen.

Der Standort Nöggerathstraße im Stadtbezirk III soll nun doch nicht als Vorratsfläche erhalten werden. Stattdessen wird geprüft, ob die Fläche zukünftig durch den ansässigen Hundesportverein genutzt werden kann.

Die Wallneyer Straße wird ebenfalls nicht weiter als Vorratsfläche erhalten. Eine Bebauung dieser Fläche wird nicht weiter verfolgt.

Ehemalige Zeltstandorte

Im Zuge des Berne-Umbaus sollen etwa zwei Drittel der bisherigen Zeltstandortes Altenbergshof/ Grillostraße als Baustelleneinrichtungsfläche durch die Emschergenossenschaft genutzt werden. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Fläche jedoch nicht wie geplant renaturiert werden, sondern im Hinblick auf eine mögliche Wohnbebauung geprüft werden. So könnte insbesondere ein attraktives Wohnangebot für junge Familien geschaffen und gegebenenfalls öffentlich geforderter Wohnraum vorangetrieben werden.

Für den ehemaligen Standort Planckstraße wird geprüft, ob und wie eine Nutzung als Gewerbegebiet möglich ist.

Übergangswohnheime

Die Aufgabe und der Abriss der ehemaligen Standorte Worringstraße und Langenberger Straße wurde vom Rat der Stadt Essen am 22. März beschlossen.

Die Fläche des Standortes Langenberger Straße soll zukünftig gemeinsam mit dem eigentlich als Vorratsfläche vorgesehenen Grundstück Antropstraße als Wohngebiet dienen.

Nach dem Abriss des Wohnheimes auf der Worringstraße werden hier alle Voraussetzungen für eine Neunutzung als Gewerbegebiet geschaffen.

Für die ehemalige Behelfseinrichtung in der Dilldorfschule in Essen-Kupferdreh soll zeitnah ein Folgenutzungskonzept vorgelegt werden.

Der ehemalige Standort Sartoriusstraße wird zu Wohnbauzwecken vermarktet. Der dort gelegene Spiel- und Bolzplatz soll dabei erhalten bleiben.

Abgesehen von den oben aufgeführten Änderungen wurde das Unterbringungskonzept in der am 27. September eingebrachten Form angenommen. Alle Informationen zum neuen Unterbringungskonzept in seiner ursprünglichen Form sind hierzusammengefasst.

Zum Hintergrund

Seit Januar 2017 ist die Flüchtlingssituation in Essen stabil. Durch das fast einjährige Moratorium über die Zuweisung von Flüchtlingen gemäß Königsteiner Schlüssel und die Überfüllung der Quote für Flüchtlinge mit einer Wohnsitzauflage, kommen bis zum Ende des Jahres keine neuen Flüchtlinge nach Essen. Die darüber hinaus anhaltend guten Ergebnisse bei einer Wohnungsvermittlung an Flüchtlinge besteht für die Stadt eine Möglichkeit, einen Großteil der für die Flüchtlingsunterbringung vorgesehenen Flächen und Gebäude aufzugeben und diese städtebaulich zu entwickeln. Mit Stand vom 8. November 2017 sind derzeit 1.294 Menschen in den städtischen Unterkünften untergebracht.

RVR stellt ersten einheitlichen Regionalplan für das Ruhrgebiet vor

(idr). Erstmals seit 1966 wird es wieder einen einheitlich aufgestellten Regionalplan für das Ruhrgebiet geben. Mit dem Regionalplan Ruhr geht die planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets durch die Bezirksregierungen in Arnsberg, Düsseldorf und Münster zu Ende. Heute stellte der Regionalverband Ruhr (RVR) als zuständige Planungsbehörde den derzeitigen Bearbeitungsstand der Fachöffentlichkeit vor.

Er ist Grundlage für die anstehenden politischen Beratungen in der RVR-Verbandsversammlung ab Frühjahr 2018. Der Regionalplan sichert ein Flächenpotenzial für rund 115.000 neue Wohnungen. Darüber hinaus stehen rund 5.400 Hektar für neue gewerbliche und industrielle Ansiedlungen zur Verfügung. Der Plan ist in einem intensiven Dialog mit den 53 Kommunen und vier Kreisen des Ruhrgebiets, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Landwirtschaftskammer sowie den regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderungen entstanden. Mit dem auf Transparenz und Kommunikation angelegten Prozess, den regionalen Gesprächen, hat der RVR einen für ganz NRW beispielhaften Weg eingeschlagen. „Mit dem Regionalplan Ruhr gestaltet das Ruhrgebiet seine Zukunft wieder selbst. Aus derzeit fünf Plänen wird nun ein gemeinsames Werk für das gesamte Ruhrgebiet“, so RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. Der Regionalplan Ruhr ist u.a. die planerische Grundlage für die kommunalen Flächennutzungspläne. Er gibt die Entwicklungslinien für die kommenden 20 Jahre in den Themenfeldern Siedlungsentwicklung, Freiraumentwicklung, Kulturlandschaftsentwicklung, Klimaschutz- und Klimaanpassung, Verkehrs- sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für die gesamte Region vor. Erstmals in NRW werden regional bedeutsame Gewerbe- und Industrieflächen für neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze ausgewiesen. Diese Standorte sollen in interkommunaler Zusammenarbeit entwickelt werden und dabei optimale Standortbedingungen für große Betriebsansiedlungen bieten. Neu bei der Aufstellung des Regionalplans ist auch die enge Verzahnung von formaler und informeller Planung. Mit dem „Handlungsprogramm“ liegt ein zusätzliches Instrument für die Entwicklung des Ruhrgebietes vor.

Infos: www.regionalplanung.rvr.ruhr

Bebauungsplan „Baedekerstraße/ Kruppstraße/ Huyssenallee“

 Die Verwaltung beabsichtigt, für den Bereich der innogy SE Konzernzentrale an der Kruppstraße einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Fläche umfasst das Areal zwischen der Baedekerstraße, Kruppstraße und Huyssenallee. Mit dem aufzustellenden neuen Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung eines neuen, attraktiven und architektonisch hochmodernen Konzern- und Verwaltungsstandortes in zentraler Lage geschaffen werden. Beabsichtigt ist ein moderner Bürostandort in einer Campusstruktur für bis zu 4.750 Arbeitsplätze in neuen nachhaltigen Gebäudestrukturen.

Für diese Planung beabsichtigt die Verwaltung einen Bebauungsplan zu erarbeiten und führt eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zeit von Mittwoch, 8., bis Mittwoch, 22. November, durch. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Foyer der innogy SE, Kruppstraße 5, ausgestellt und können montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr eingesehen werden. Außerdem können die Pläne im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr eingesehen werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung und eines beauftragten Planungsbüros erläutern die Pläne am Donnerstag, 9. November, von 15 bis 18 Uhr und am Dienstag, 14. November, von 9 bis 12 Uhr jeweils im Foyer der innogy SE, Kruppstraße 5.
Am Dienstag, 21. November, um 19 Uhr findet in der Aula des Burggymnasiums, Dependance Ernst-Schmidt-Platz 1, eine öffentliche Diskussion statt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

Bebauungsplan „Eltingviertel/ Viehofer Platz“ und der Radschnellweg Ruhr RS1 in Essen

Die Verwaltung beabsichtigt, für den Teilbereich Eltingviertel und Viehofer Platz einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Fläche umfasst ein etwa 4,0 Hektar großes Areal zwischen dem Viehofer Platz im Süden, der Gladbecker Straße im Westen, der Blumenfeldstraße und Kleine Stoppenberger Straße im Norden und der Schützenbahn im Westen.

In der erstellten Machbarkeitsstudie „Eltingviertel/ Viehofer Platz“ wurden unterschiedliche Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers und der Integration des Radschnellwegs Ruhr RS1 untersucht und in drei unterschiedlichen Varianten zum Ausdruck gebracht. Wesentlicher Bestandteil der Studie war die Prüfung des Umgangs mit dem Bahndamm und die Auswirkungen auf die räumliche Lage und die Höhenlage des geplanten Radschnellwegs Ruhr RS1 in diesem Bereich.

Der RS 1 wird künftig als attraktive und leistungsfähige Radverkehrsverbindung die Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm auf einer Streckenlänge von circa 101 Kilometern miteinander verbinden. Durch seinen Verlauf mitten durch die Metropole Ruhr hat der RS 1 das Potential, neben dem Freizeitradverkehr einen Großteil der alltäglich zurückzulegenden Wege aufzunehmen und stellt somit eine Alternative zum Kfz-Verkehr dar.

Die Planung des rund 7,2 Kilometer langen Radschnellwegs RS1 auf Essener Stadtgebiet wird derzeit durch die Regionalniederlassung Ruhr des Landesbetriebs Straßenbau NRW auf Grundlage der durch den Regionalverband Ruhr beauftragten Machbarkeitsstudie erstellt. Der RS1 wird in Essen zukünftig auf einer ehemaligen Bahntrasse von der Universität Duisburg-Essen bis zur Hattinger Straße B 227 (Stadtgrenze Gelsenkirchen) verlaufen und mittels Anschlussstellen an das kommunale Radwegenetz angeschlossen. Der Teilabschnitt zwischen Gladbecker Straße und Schützenbahn wird dabei Teil der städtebaulichen Planung Eltingviertel der Stadt Essen.

Die Studie und die Planungen des Radschnellwegs Ruhr RS1 in Essen werden nun öffentlich ausgestellt. Hierzu führt die Verwaltung gemeinsam mit Straßen.NRW eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zeit von Montag, 6. November, bis Montag, 20. November, durch. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, ausgestellt und können montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr eingesehen werden.

Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung sowie des Landesbetriebes Straßenbau NRW erläutern die Pläne am Donnerstag, 9. November, von 15 bis 18 Uhr und am Dienstag, 14. November, von 9 bis 12 Uhr jeweils im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501. Am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhrfindet in der Kirchengemeinde St. Gertrud, Rottstraße 36, eine öffentliche Diskussion statt.

Wer sich im Internet über die Planungen informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter den Adresse www.essen.de/stadtplanung sowie auf der Seite von Straßen.NRW.
Auf der Seite der Stadt Essen können Stellungnahmen zur Machbarkeitsstudie „Eltingviertel/ Viehofer Platz“ und unter der E-Mailadresse rs1.essen@strassen.nrw.dezum Radschnellweg Ruhr RS1 abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

Brückenneubau verbindet Innenstadt, Nordviertel und Welterbe Zollverein

Am Wochenende des 3. bis 5. November wird die Pferdebahnstraße im Bereich der alten Bahnbrücke gesperrt, um die Vorarbeiten für den Abriss der Brücke durchführen zu können. Voraussichtlich am darauffolgenden Wochenende (ab dem 10. November) erfolgt eine erneute Vollsperrung, um die Brücke dann vollständig auszuheben.

Die alte Überführung stammt aus der Nachkriegszeit und wird seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt. Da sie nicht mehr instand zu setzen ist, wurde ein Neubau ausgeschrieben.

Der Brückenneubau ist Teil des geplanten Grünzugs „Zangenstraße“, der auf einer bereits entwidmeten Bahnfläche zwischen der Rheinischen Bahn über den Segerothpark und dem Bahnhof Altenessen entsteht. Somit verbindet dieser durchgehende Grünzug die Innenstadt über das Nordviertel mit dem Welterbe Zollverein und schafft Verknüpfungen zu weiteren erholungswirksamen Grünflächen mit Fuß- und Radwegeverbindungen. Große Teile des Stadtteils Altenessen-Süd erfahren somit eine Lageverbesserung und Attraktivitätssteigerung. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel in Höhe von 90 Prozent der Kosten von rund 460.000 Euro für die Erneuerung der Brücke zur Verfügung.

Der aktuelle Bauabschnitt mit der zu erneuernden Brücke zweigt an der Rheinischen Bahn ab und führt entlang des Segerothparks bis zur Bottroper Straße. Hierzu wurde bereits zu Jahresbeginn 2017 die Trasse von Aufwuchs befreit. In den Folgemonaten erfolgten der Gleisrückbau sowie die Vorbereitung für den Wegebau durch die Schotterfräsung des Gleiskörpers. Der Zugang zur alten Bahnbrücke über die Pferdebahnstraße wurde von beiden Seiten angelegt, damit der Brückenrückbau sowie der Neubau durchgeführt werden können.

Die Ausschreibung der Brückenbauarbeiten hatte sich aus verschiedenen Gründen verzögert. Der Brückenausbau sollte eigentlich unmittelbar nach Auftragsvergabe beginnen, doch hat etwa die Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg am alten Widerlager einige Zeit in Anspruch genommen. Nun liegt eine Lösung vor, die den erschütterungsarmen Ausbau ermöglicht. Nach dem aktuellen Bauzeitenplan sollen die Brückenbauarbeiten bis etwa im Mai 2018 durchgeführt sein. Der Wegebau kann teilweise parallel erfolgen, jedoch erst nach dem Brückenbau vollständig abgeschlossen werden.

Essener Christdemokraten: Ganzheitliche Stadtteilentwicklungspolitik statt verbindlicher Sozialquoten

Die CDU Essen will durch eine ganzheitliche Stadtteilentwicklungspolitik mehr guten und bezahlbaren Wohnraum in Essen erreichen. Dem von der SPD nun vorgeschlagenen Weg verbindlicher Sozialquoten erteilt die CDU eine Absage. Die Ratsfraktionen von CDU und SPD hatten sich zuvor bereits darüber geeinigt, dass verbindliche Sozialquoten das Problem nicht lösen. Dazu Matthias Hauer MdB, Vorsitzender der CDU Essen: „Unser Ziel bleibt es, in allen Essener Stadtteilen ein gutes Wohnen für Jung und Alt zu ermöglichen, und zwar herkunfts- und einkommensunabhängig. Neben altersgerechtem Wohnen unterstützen wir auch die Eigenheimförderung für junge Familien. Sozialer Wohnungsbau beschränkt sich nicht nur auf Mietobjekte, sondern erstreckt sich auch bis hin zur Eigenheimförderung. Wir wollen, dass sich gerade Familien ihren Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen können und damit langfristig an unsere Stadt binden. Verbindliche Sozialquoten im Wohnungsbau verhindern Investitionen und verschärfen somit die Probleme weiter. Stattdessen müssen je nach Stadtteil bestehende Stadtteilentwicklungskonzepte den heutigen Herausforderungen angepasst oder in Gänze neu erarbeitet werden.

Das Thema Integration muss in all diese Überlegungen einfließen. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat in der Vergangenheit mehrfach zurecht darauf hingewiesen, dass wir in Essen am Ende unserer Belastungsgrenze sind und gefordert, nur Flüchtlinge auf die Städte zu verteilen, die auch eine Bleibeperspektive haben. Während die SPD dies in der Großen Koalition im Bund abgelehnt hat, wollen CDU und CSU dies nun mit einer neuen Bundesregierung durchsetzen. Als Essener CDU hatten wir bereits Anfang 2016 deutlich gemacht, dass die Flüchtlingszahlen schnellstmöglich und nachhaltig reduziert werden müssen und dass der Königsteiner Schlüssel zu einer völlig ungerechten Verteilung im Bundesgebiet führt. Dadurch werden Städte wie Essen, die bereits große Integrationsleistungen erbringen, unverhältnismäßig stark zusätzlich belastet, während zum Beispiel ostdeutsche Regionen kaum Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die damals rot-grüne Landesregierung, unter Mitwirkung des Essener SPD-Chefs Thomas Kutschaty, hat auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise jedoch nichts gegen die Ungerechtigkeiten der Verteilung nach dem Königsteiner Schlüssel unternommen. Vor allem deshalb musste Essen so viele Menschen aufnehmen.“

Bebauungsplan „Huyssenallee/Heinrichstraße“

Das Amt für Stadtplanung und Bauordnung legt den Bebauungsplan „Huyssenallee/Heinrichstraße“ von Donnerstag, 12. September, bis Donnerstag, 12. Oktober, öffentlich aus. Das circa 0,38 Hektar große Plangebiet im Südviertel liegt an der Huyssenallee gegenüber dem Saalbau.

Beabsichtigt ist der Abbruch des bestehenden Gebäudekomplexes mit Ausnahme eines vermieteten Gebäudeteils an der Huyssenallee. Anschließend soll die Neubebauung in prägnanter und moderner Architektur- und Formensprache folgen. Insbesondere durch ein circa 60 Meter hohes Wohnhochhaus soll ein städtebaulicher Akzent an der Huyssenallee gesetzt werden. Mit der Planung eröffnet sich die Chance, an der Nahtstelle zwischen der Innenstadt und dem attraktiven und gefragten Stadtteil Rüttenscheid ergänzende Wohnbauflächen zu entwickeln. Neben der Entwicklung von frei finanziertem Wohnraum soll bei der Bebauung auch die Erstellung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau gewährleistet werden. Daneben soll dem weiterhin bestehenden Bedarf an Büroflächen Rechnung getragen werden.

Der Bebauungsplan wird von Donnerstag, 12. September, bis Donnerstag, 12. Oktober, öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr ausgestellt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem Beginn der öffentlichen Auslegung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Wittekindstraße/Walpurgisstraße“

Die Stadt Essen legt den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 5/16 „Wittekindstraße/ Walpurgisstraße“ ab Dienstag, 12. September, öffentlich aus.

Die Stadt Essen stellt für den ehemals gewerblich genutzten Bereich östlich des Fernwärme-Heizkraftwerkes in Rüttenscheid einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf.

Aus Sicht der Stadtentwicklung ist eine Wiedernutzung des Standortes für eine Wohnnutzung aufgrund der im direkten Umfeld bereits vorhandenen Wohnquartiere sowie der Lage innerhalb des attraktiven Stadtteils Rüttenscheid sinnvoll. Damit kann ein nennenswerter Beitrag zur Deckung der generellen hohen Nachfrage im Stadtgebiet und dem Bedarf nach Wohnbauflächen im Stadtteil Rüttenscheid geleistet werden.

Auf dem etwa ein Hektar großen Areal zwischen Wittekindstraße und Walpurgisstraße sind insgesamt rund 100 Wohneinheiten, teilweise öffentlich gefördert, sowie eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen vorgesehen.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan wird von Dienstag, 12. September, bis Donnerstag, 12. Oktober, öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhrausgestellt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem Beginn der öffentlichen Auslegung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

Zum Beteiligungsverfahren „Zukunft Grugabad Essen“ startet die Umfrage im Grugabad in dieser Woche

Was stellen Familien und Jugendliche sich für das „Grugabad der Zukunft“ vor? Unter dieser Fragestellung startet in den letzten beiden Ferienwochen eine Umfrage unter den Badegästen im Grugabad.

Das Team der StadtAgentur der Stadt Essen wird in Zusammenarbeit mit dem Grugabad-Team mit einem Informationsstand vor Ort sein und die Badegäste zu Wort kommen lassen: Was fehlt im Grugabad? Was ist unverzichtbar? Zu diesen und mehr Fragen haben Besucherinnen und Besucher die Chance, ihre Meinung zu äußern. An einer Ideentafel können sie außerdem ganz ungebunden ihre Anregungen und Ideen einbringen.
Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen vor allem die Ideen und Wünsche der jüngeren Generation und Familien widerspiegeln.

Die Ergebnisse der Umfrage werden am zweiten der insgesamt drei Foren zum Thema Zukunft Grugabad am Donnerstag, 14. September, in der Messe Essen live präsentiert. Die Meinungen und Ideen der Badegäste sollen dabei unbedingt in die Arbeit der insgesamt drei geplanten Workshops einfließen und auch in zukünftigen Entscheidungen über das Grugabad berücksichtigt werden. Nach Durchführung des aktuellen Beteiligungsverfahrens soll ab Ende 2017 intensiv beraten werden, wie genau Maßnahmen aussehen könnten, um das wertvolle und in der ganzen Metropolregion bekannte Freibad zukunftsfähig zu gestalten.

Mehr Infos zum Beteiligungsprozess Zukunft Grugabad gibt es hier.

Ideenpräsentation im Forum 2
Donnerstag, 14. September, um 18 Uhr im Congress Center Süd der Messe Essen, Saal Rheinland.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.