90 Bäume sollen an der Henri-Dunant-Straße gefällt werden (ehem. PH)

Zur Realisierung des Bauvorhabens „Bebauungsplan Nr. 4/17 Henri-Dunant-Straße (ehem. PH)“ müssen 90 Bäume gefällt werden, die sich im Bereich der zukünftigen Baukörper bzw. der Erschließungsstraßen befinden.

Die Fällungen sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und sollen vor Beginn der Schonzeit bis zum 28. Februar durchgeführt werden.

Da die Baugenehmigungen für die Bauvorhaben in Kürze, aber nicht bis zum Beginn der Schonzeit, erteilt werden, wird aus Gründen des Artenschutzes seitens der Unteren Naturschutzbehörde von der üblichen Vorgehensweise abgewichen und die Fällgenehmigung nicht an die gültige Baugenehmigung gekoppelt.

Nach Durchführung der Baumaßnahme werden nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Fachbereich Grün und Gruga umfangreiche Ersatzpflanzungen gemäß der Essener Baumschutzsatzung durchgeführt.

Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr und die „Westroute“

Im Jahr als Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 konnten gleich zwei Meilensteine für den Essener Radverkehr erreicht werden: Neben der Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr wurde außerdem die „Westroute“ beschlossen, die die Anzahl der Fahrradstraßen in Essen auf über 50 steigen lässt.

300. für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraße

Mit der Kastanienallee im Essener Stadtkern wurde heute (20.12.) die Öffnung der 300. Einbahnstraße für den Radverkehr offiziell begangen. Damit sind mehr als die Hälfte der in Essen vorhandenen Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. Durch die Öffnung von Einbahnstraßen werden für Radfahrerinnen und Radfahrer Umwege minimiert und Hauptverkehrsstraßen sowie Kreuzungen können teilweise umfahren werden.

Die Brigittastraße in Essen-Rüttenscheid war 1992 die erste Einbahnstraße, die für gegenläufigen Radverkehr freigegeben wurde. Auch welche die 301. für den Radverkehr offene Einbahnstraße sein wird, steht bereits fest: Im Zuge des Umbaus der Haltestelle Weserstraße in Essen-Bergerhausen wird auch die Werrastraße für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden.

Über 50 Fahrradstraßen dank der Einrichtung der „Westroute“

Mit der nun beschlossenen „Westroute“ soll die Radroute von der Essener Innenstadt bis nach Essen-Frintrop vervollständigt werden. Dafür werden auf der etwa 7,5 km langen Strecke Heinrich-Strunk-Straße bis Breukelmannshof zwölf neue Fahrradstraßen eingerichtet, die zu den bereits bestehenden 41 Fahrradstraßen hinzukommen. Nach Fertigstellung wird es damit über 50 Fahrradstraßen im Essener Stadtgebiet geben. Die Route wird größtenteils parallel zur Frintroper Straße verlaufen und somit eine gute Ausweichmöglichkeit gegenüber der stark befahrenen Hauptstraße bieten.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für das Jahr 2018 geplant und ist voraussichtlich mit Kosten in Höhe von etwa 60.000 Euro verbunden.

Seit mehr als 15 Jahren richtet die Stadt Essen bereits Fahrradstraßen im Radverkehrsnetz ein. Sie erhöhen sowohl Komfort als auch Sicherheit des innerstädtischen Radverkehrs: Radfahrerinnen und Radfahrer können nebeneinander fahren und sind für den motorisierten Straßenverkehr besser sichtbar.

Förderprogramm des Landes nur Tropfen auf den heißen Stein

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt, dass die Stadt Essen im Kampf gegen Schrottimmobilien neben ordnungsrechtlichen nun auch auf städtebauliche Instrumente zurückgreift und damit endlich das Förderprogramm des Landes zum Erwerb von heruntergekommenen Immobilien in Anspruch nimmt. Allerdings muss auch die sozialpolitische Dimension dieses Problems berücksichtigt werden. Kritisch sieht die Ratsfraktion, dass das Förderprogramm ausschließlich auf die Stadtteile Altendorf, Altenessen Süd, Nordviertel und Katernberg begrenzt ist.

„Durch seine finanzielle und räumliche Beschränkung ist das Förderprogramm des Landes leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da dadurch in Essen nur rund 13 von schätzungsweise 60 Schrottimmobilien angekauft werden können“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Damit kommt die Stadt nicht drum rum, ein Konzept für die restlichen Stadtteile zu entwickeln, denn es darf nicht sein, dass die Bewohnerinnen und Bewohner dort aufgrund ihrer geografischen Lage außenvorgelassen werden. In solch einem Konzept darf aus unserer Sicht die sozialpolitische Komponente nicht fehlen. Die betroffenen Bewohner sollten individuell darüber beraten werden, wie sie sich aus ihrer prekären Lage befreien können und dürfen nach der Zwangsräumung nicht sich selbst zu überlassen werden. Denn in erster Linie sind sie die Leidtragenden dieser ans kriminelle grenzenden Machenschaften skrupelloser Vermieter.“

Aus Sicht der Ratsfraktion gehört zur effektiven Bekämpfung von Schrottimmobilien auch eine städtebauliche und sozialpolitische Präventionsstrategie, wie etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen und günstigem Wohnraum. Gerade letzteres stellt für die Verwaltung ein Problem dar, wie die Stadt kürzlich auf Anfrage bestätigt hat. Demnach können einzelne Häuser bzw. Wohnungen nicht für unbewohnbar erklärt werden, wenn für die Betroffenen kein angemessener Ersatzwohnraum zur Verfügung steht.

„Das Problem lässt sich nicht nur ordnungsrechtlich bzw. durch Abriss lösen, denn dadurch werden die Probleme nur verlagert. Wir fordern deswegen von der Stadtverwaltung, dass sie beim Erwerb und der Entwicklung von Schrottimmobilien sowohl den Planungsausschuss und die Bezirksvertretungen, als auch die vorhandenen Hilfsorganisationen sowie den Sozialausschuss zur Beratung hinzuzieht. Dadurch könnten alle Aspekte um den Bereich Schrottimmobilien berücksichtigt werden und den Betroffenen Hilfestellungen gegeben werden“, so Gabriele Giesecke abschließend.

Essen erhält Fördermittel für die „Zukunft Stadtgrün“

Mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ soll der notwendige Ausbau des Stadtgrüns in baulich verdichteten Innenbereichen vorangetrieben und so die Lebensqualität verbessert werden. 18 Städte und Gemeinden erhalten insgesamt 23,65 Millionen Euro. An der Finanzierung beteiligen sich der Bund mit 10,74 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen mit 12,91 Millionen Euro. Damit werden 19 Projekte zum Erhalt und Ausbau öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen finanziell unterstützt. Schwerpunkte des Programms „Zukunft Stadtgrün“ liegen in der Aufwertung öffentlicher Parkflächen, Verbesserung der Umweltsituationen in Straßenräumen und auf Plätzen.

Am Dienstag (5.12.) erhielt Essen den Förderbescheid über 2.165.000 € für den 3. Bauabschnitt des Krupp-Parks in Essen-Bochold/ -Altendorf. Damit soll die bereits begonnene Hügellandschaft nach Süden fortgesetzt und mit Wegen und Wäldchen ausgestaltet werden.

Bürgerinitiative Bärendelle fürchtet Untätigkeit der Verwaltung

In einem offenen Brief an die Stadtverwaltung äußert die Bürgerinitiative Bärendelle ihren Unmut über die Hinnahme eines weiteren Verfalls der Immobilie Bärendelle, die für die Frohnhauser Bürger ein hohes emotionales Gut darstellt. Sie schreibt:

Offener Brief an das Amt für Stadtplanung und Bauordnung
Betreff: Baugenehmigung für die ehemalige Hauptschule an der Bärendelle
Sehr geehrter Herr Graf!
Wie ihnen bekannt ist, wurde die Bürgerinitiative Bärendelle im Sommer 2013 gegründet, um den weiteren Verfall der ehemaligen Hauptschule an der Bärendelle zu verhindern und eine weitere Nutzung durch die Bürger der Stadt zu erreichen. Das Schulgebäude wurde 2015 an die in Geldern ansässige Stiftung „Mein Wohnen“ veräußert. Mit dem Verkauf war die Maßgabe verbunden, im Erdgeschoss durch den ASB-Ruhr als Mieter ein soziokulturelles Zentrum errichten zu lassen. Die Bürgerinitiative Bärendelle soll laut Ratsbeschluss in den Betrieb des Zentrums eingebunden werden.
Ein möglicher Bezugstermin wurde zu diesem Zeitpunkt für das Frühjahr 2017
angenommen. Im Sommer 2016 begannen die ersten Arbeiten am Gebäude.
Schutzverkleidungen von den Fenstern, z. B. an der ehemaligen Turnhalle, wurden entfernt. Wochenlang war aus dem Gebäude Baulärm zu vernehmen und augenscheinlich wurden verschiedene Innenausbauten entfernt. Im Spätherbst 2016 kamen die Aktivitäten im und am Schulhaus zum Erliegen. Die letzte Information, die wir von der Stiftung im März 2017 erhielten, war, dass sie täglich den Bescheid zur Baugenehmigung erwarten.
Seit gut einem Jahr passiert an dem Gebäude nichts. Durch die entfernten Außensicherungen sind Fenster wieder verstärkt Ziel von Vandalismus. Das Innere des Gebäudes ist durch offenstehende und zerschlagene Fenster erneut Wind und Wetter in erschreckender Weise ausgesetzt. Das Gebäude hat
nach wie vor den Status, den es bereits 2013 schon hatte, es ist dem Verfall
preisgegeben.
Seit fast zwei Jahren ist dies die mehr als dürftige Informationslage für die Mitglieder der Bürgerinitiative und die Frohnhauser Bürger*innen, das ist unerträglich. Hat die Stiftung „Mein Wohnen“ von der Stadt Essen eine Baugenehmigung für das ehemalige Schulhaus an der Bärendelle erhalten?
Sollte dies nicht der Fall sein, stellt sich uns die Frage, warum das bisher nicht geschehen ist? Nach den Entkernungsarbeiten im vergangenen Jahr ist zu vermuten, dass das Gebäude nun unbeheizt in den zweiten Winter geht. Durch diese langfristigen Verzögerungen der Baumaßnahmen befürchten wir eine nachhaltige Schädigung der Bausubstanz des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Weitergehend stellt sich uns die Frage, ob das Projekt überhaupt noch realisiert wird. Wir erwarten mit Spannung Ihre zeitnahe Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerinitiative Bärendelle
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„… mehr als nur Pflaster …“ – Der Frohnhauser Platz gehört allen! – LINKE diskutiert Ideen aus der Bürgerbefragung

Vier Jahre ist es her, seit Studenten der Uni Duisburg-Essen ihre Ideen zur Aufwertung des Frohnhauser Platzes vorgestellt haben. Der Platz sollte nicht nur äußerlich gewinnen, sondern von Jung und Alt für unterschiedlichste Aktivitäten besser genutzt werden. Der Anfang zur Neugestaltung des Platzes wurde im Sommer durch die Bezirksvertretung gemacht. Anlass für DIE LINKE Essen-West bei den Frohnhausern nachzufragen, wie wichtig ihnen eine Aufwertung des Platzes, aber auch eine stärkere Nutzung des Wochenmarktes sind.

An den letzten vier Samstagen sammelte DIE LINKE Anregungen und Ideen von Marktbesuchern dazu. Diese werden nun am Donnerstag, den 30.11.2017, 19.00 Uhr im Treffpunkt des Vereins Essener Kontakte e.V, Frohnhauser Platz 1 vorgestellt. Dazu lädt die Partei Frohnhauserinnen und Frohnhauser recht herzlich ein. Sie haben an dem Abend die Möglichkeit, zusammen mit dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem Marktbeschicker Wolfgang Dotten, den Architekten Peter Brdenk, Dirk Heimeshoff von Grün und Gruga Essen und anderen zu diskutieren, wie der Frohnhauser Platz weiter aufgewertet werden kann.

„Nutzen Sie die Chance, ihre Anregungen und Ideen einzubringen, denn eine Studie allein und die ersten, gemachten Schritte reichen nicht aus, um den Platz seine einstige Schönheit und seinen Nutzwert wiederzugeben“, so die Fraktionsvorsitzende in der BV III, Heike Kretschmer. „Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll und welche Rolle der Platz im Leben des Stadtteils spielen kann. Denn unser Platz ist für alle da!“

(ü. Pm.)

 

Externes Institut soll Lottoauswahl von 500 Bürgern zur Mitsprache befähigen – Soll stellvertretend für die Essener Bevölkerung Bebauungsoptionen empfehlen

In Essen fehlen bis 2030 rund 16.500 Wohnungen – das ergibt die Berechnung des „Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung“ (InWIS). Werden alle Baulücken geschlossen, bestehende Wohnbauflächen vollständig genutzt und Bestandsgebäude nach Abbruch durch Neubauten ersetzt, bleibt noch immer ein Nachfrageüberhang von etwa 4.500 bis 8.000 Wohnungen bestehen. Mit der Frage, wo in Essen neuer Wohnraum entstehen kann, soll sich zukünftig unter anderem ein Bürgerforum befassen. Das hat der Rat der Stadt Essen heute (22.11.) beschlossen.

Das Bürgerforum zur Wohnbauflächenentwicklung in Essen bildet einen von insgesamt vier Bausteinen des nun ausgearbeiteten Konzepts der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus, mit dem der Stadtrat die Verwaltung am 23.11.2016 beauftragt hat.

Die „Wohnungsnachfrageanalyse Essen 2025+“, die vom „Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung“ (InWIS) im Auftrag der Stadt Essen erstellt wurde, lieferte die Basis und damit den ersten Baustein, um den zukünftigen rechnerischen Wohnungsbedarf bis 2030 ermitteln zu können. Ein zweites Gutachten, für das sich das Architektur- und Planungsbüro „Post Welters“ verantwortlich zeichnete, fungiert als Potenzialanalyse und Umsetzungsstrategie zur Innenentwicklung. Untersucht wurden Essener Siedlungen auf ausgeschöpfte Flächen beziehungsweise Flächenpotentiale, die ebenfalls in die Bedarfsberechnung an zusätzlichen Flächen für den Wohnungsbau einfließen. Die Analyse verdeutlicht, dass die Innenentwicklung notwendig ist, um den Bedarf an Wohnraum zu decken, aber bei weitem nicht ausreicht.

Das Bürgerforum soll Essens Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten geben, sich in die Entscheidung, wo zusätzliche Wohnbauflächen entstehen können, maßgeblich einzubringen und neue, zukunftsfähige Ideen zu entwickeln. Das Forum versteht sich als Trialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik. Aus diesem Grund wird gezielt ein externes Unternehmen in Kooperation mit der Amt für Stadtplanung und Bauordnung sowie der Politik das Forum vorbereiten und durchführen.

Das zweitägige Forum wird im dritten Quartal 2018 stattfinden. Die etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bürgerschaft werden per Zufallsauswahl aus dem Einwohnerregister ausgewählt. Damit sie stellvertretend für die Essener Bevölkerung qualifiziert zur Diskussion beitragen können, werden sie im Rahmen des Forums durch beauftragte Expertinnen und Experten fachlich vorbereitet.

Die Ergebnisse des Forums sollen nachfolgenden Entscheidungs- und Bauleit-Planverfahren als Empfehlung dienen.

Vervollständigt wird das Konzept der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus durch den vierten Baustein, den landesweiten „öffentlich geförderter Wohnungsbau“.

Ehemaliges VHS Gelände hat potentielle Käufer

Das ehemalige Gelände der Volkshochschule Essen an der Hollestraße hat potenzielle Käufer.

Das Grundstück befindet sich in der Vermarktung der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG). Insgesamt fünf Investoren haben ein konkretes Interesse an der Entwicklung der Fläche. Bis Ende November sollen verbindliche Kaufangebote vorliegen, bis Ende Dezember soll eine Entscheidung getroffen werden, wer den Zuschlag erhält.

Kann mit neuen Maßnahmen und einem „Koordinator“ der Stadtverödung begegnet werden? – Rat beschließt neues Innenstadtkonzept

Der Rat der Stadt Essen hat heute (22.11.) die Verwaltung beauftragt, die im sogenannten Innenstadtkonzept vorgestellten Maßnahmen auf mögliche Umsetzung zu prüfen.

Im Rahmen des „Entwicklungsprozesses Innenstadt Essen 2016“ der EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) wurden unterschiedliche Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt entwickelt. Eine Übersicht der vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es hier.

Darüber hinaus sind Anregungen und Ergänzungen von wichtigen Organisationen, Verbänden und Institutionen in den Zwischenbericht mit eingeflossen.
Auf Wunsch der Politik werden die Kriterien Digitalisierung, Wohnen, Gewerbe und Kultur zusätzlich berücksichtigt, außerdem wird die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob Fördermittel zur Umsetzung des Konzeptes generiert werden können. Die einzelnen Maßnahmen werden von den entsprechenden Gremien beschlossen.

Zusätzlich zum Innenstadtkonzept bekommt die Innenstadt einen neuen „Koordinator“. Der Geschäftsführer der EMG, Dieter Groppe, soll diese Funktion zukünftig ausüben.

Essen: Rat beschließt neues Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen – Renaturierung aufgegeben, vermehrt Gewerbe- und Wohnflächennutzung

In der Ratssitzung am 27. September hat die Verwaltung Vorschläge zur Anpassung der Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge in den Rat eingebracht. Nach Beratung in den zuständigen Gremien hat der Rat der Stadt heute (22.11.) den Vorschlag der Verwaltung mit Änderungen beschlossen.

Folgende Änderungen wurden mit heutigem Beschluss am Unterbringungskonzept vorgenommen:

Zurückgestellte Neubaustandorte

Das Unterbringungskonzept sieht vor, die zurückgestellten Neubaustandorte städtebaulich zu entwickeln. Die Verwaltung wird für die Grundstücke eine strukturierte Analyse für eine mögliche Folgenutzung durchführen. Erste Ergebnisse sollen bis zum Frühjahr 2018 vorgelegt werden.

Der Standort Vaestestraße im Stadtbezirk VIII konnte mittlerweile auf die Möglichkeit einer Renaturierung hin überprüft werden. Die Renaturierung soll in absehbarer Zeit erfolgen.

Der Standort Nöggerathstraße im Stadtbezirk III soll nun doch nicht als Vorratsfläche erhalten werden. Stattdessen wird geprüft, ob die Fläche zukünftig durch den ansässigen Hundesportverein genutzt werden kann.

Die Wallneyer Straße wird ebenfalls nicht weiter als Vorratsfläche erhalten. Eine Bebauung dieser Fläche wird nicht weiter verfolgt.

Ehemalige Zeltstandorte

Im Zuge des Berne-Umbaus sollen etwa zwei Drittel der bisherigen Zeltstandortes Altenbergshof/ Grillostraße als Baustelleneinrichtungsfläche durch die Emschergenossenschaft genutzt werden. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Fläche jedoch nicht wie geplant renaturiert werden, sondern im Hinblick auf eine mögliche Wohnbebauung geprüft werden. So könnte insbesondere ein attraktives Wohnangebot für junge Familien geschaffen und gegebenenfalls öffentlich geforderter Wohnraum vorangetrieben werden.

Für den ehemaligen Standort Planckstraße wird geprüft, ob und wie eine Nutzung als Gewerbegebiet möglich ist.

Übergangswohnheime

Die Aufgabe und der Abriss der ehemaligen Standorte Worringstraße und Langenberger Straße wurde vom Rat der Stadt Essen am 22. März beschlossen.

Die Fläche des Standortes Langenberger Straße soll zukünftig gemeinsam mit dem eigentlich als Vorratsfläche vorgesehenen Grundstück Antropstraße als Wohngebiet dienen.

Nach dem Abriss des Wohnheimes auf der Worringstraße werden hier alle Voraussetzungen für eine Neunutzung als Gewerbegebiet geschaffen.

Für die ehemalige Behelfseinrichtung in der Dilldorfschule in Essen-Kupferdreh soll zeitnah ein Folgenutzungskonzept vorgelegt werden.

Der ehemalige Standort Sartoriusstraße wird zu Wohnbauzwecken vermarktet. Der dort gelegene Spiel- und Bolzplatz soll dabei erhalten bleiben.

Abgesehen von den oben aufgeführten Änderungen wurde das Unterbringungskonzept in der am 27. September eingebrachten Form angenommen. Alle Informationen zum neuen Unterbringungskonzept in seiner ursprünglichen Form sind hierzusammengefasst.

Zum Hintergrund

Seit Januar 2017 ist die Flüchtlingssituation in Essen stabil. Durch das fast einjährige Moratorium über die Zuweisung von Flüchtlingen gemäß Königsteiner Schlüssel und die Überfüllung der Quote für Flüchtlinge mit einer Wohnsitzauflage, kommen bis zum Ende des Jahres keine neuen Flüchtlinge nach Essen. Die darüber hinaus anhaltend guten Ergebnisse bei einer Wohnungsvermittlung an Flüchtlinge besteht für die Stadt eine Möglichkeit, einen Großteil der für die Flüchtlingsunterbringung vorgesehenen Flächen und Gebäude aufzugeben und diese städtebaulich zu entwickeln. Mit Stand vom 8. November 2017 sind derzeit 1.294 Menschen in den städtischen Unterkünften untergebracht.

RVR stellt ersten einheitlichen Regionalplan für das Ruhrgebiet vor

(idr). Erstmals seit 1966 wird es wieder einen einheitlich aufgestellten Regionalplan für das Ruhrgebiet geben. Mit dem Regionalplan Ruhr geht die planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets durch die Bezirksregierungen in Arnsberg, Düsseldorf und Münster zu Ende. Heute stellte der Regionalverband Ruhr (RVR) als zuständige Planungsbehörde den derzeitigen Bearbeitungsstand der Fachöffentlichkeit vor.

Er ist Grundlage für die anstehenden politischen Beratungen in der RVR-Verbandsversammlung ab Frühjahr 2018. Der Regionalplan sichert ein Flächenpotenzial für rund 115.000 neue Wohnungen. Darüber hinaus stehen rund 5.400 Hektar für neue gewerbliche und industrielle Ansiedlungen zur Verfügung. Der Plan ist in einem intensiven Dialog mit den 53 Kommunen und vier Kreisen des Ruhrgebiets, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Landwirtschaftskammer sowie den regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderungen entstanden. Mit dem auf Transparenz und Kommunikation angelegten Prozess, den regionalen Gesprächen, hat der RVR einen für ganz NRW beispielhaften Weg eingeschlagen. „Mit dem Regionalplan Ruhr gestaltet das Ruhrgebiet seine Zukunft wieder selbst. Aus derzeit fünf Plänen wird nun ein gemeinsames Werk für das gesamte Ruhrgebiet“, so RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. Der Regionalplan Ruhr ist u.a. die planerische Grundlage für die kommunalen Flächennutzungspläne. Er gibt die Entwicklungslinien für die kommenden 20 Jahre in den Themenfeldern Siedlungsentwicklung, Freiraumentwicklung, Kulturlandschaftsentwicklung, Klimaschutz- und Klimaanpassung, Verkehrs- sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für die gesamte Region vor. Erstmals in NRW werden regional bedeutsame Gewerbe- und Industrieflächen für neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze ausgewiesen. Diese Standorte sollen in interkommunaler Zusammenarbeit entwickelt werden und dabei optimale Standortbedingungen für große Betriebsansiedlungen bieten. Neu bei der Aufstellung des Regionalplans ist auch die enge Verzahnung von formaler und informeller Planung. Mit dem „Handlungsprogramm“ liegt ein zusätzliches Instrument für die Entwicklung des Ruhrgebietes vor.

Infos: www.regionalplanung.rvr.ruhr

Bebauungsplan „Baedekerstraße/ Kruppstraße/ Huyssenallee“

 Die Verwaltung beabsichtigt, für den Bereich der innogy SE Konzernzentrale an der Kruppstraße einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Fläche umfasst das Areal zwischen der Baedekerstraße, Kruppstraße und Huyssenallee. Mit dem aufzustellenden neuen Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung eines neuen, attraktiven und architektonisch hochmodernen Konzern- und Verwaltungsstandortes in zentraler Lage geschaffen werden. Beabsichtigt ist ein moderner Bürostandort in einer Campusstruktur für bis zu 4.750 Arbeitsplätze in neuen nachhaltigen Gebäudestrukturen.

Für diese Planung beabsichtigt die Verwaltung einen Bebauungsplan zu erarbeiten und führt eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zeit von Mittwoch, 8., bis Mittwoch, 22. November, durch. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Foyer der innogy SE, Kruppstraße 5, ausgestellt und können montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr eingesehen werden. Außerdem können die Pläne im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr eingesehen werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung und eines beauftragten Planungsbüros erläutern die Pläne am Donnerstag, 9. November, von 15 bis 18 Uhr und am Dienstag, 14. November, von 9 bis 12 Uhr jeweils im Foyer der innogy SE, Kruppstraße 5.
Am Dienstag, 21. November, um 19 Uhr findet in der Aula des Burggymnasiums, Dependance Ernst-Schmidt-Platz 1, eine öffentliche Diskussion statt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.