90 Bäume sollen an der Henri-Dunant-Straße gefällt werden (ehem. PH)

Zur Realisierung des Bauvorhabens „Bebauungsplan Nr. 4/17 Henri-Dunant-Straße (ehem. PH)“ müssen 90 Bäume gefällt werden, die sich im Bereich der zukünftigen Baukörper bzw. der Erschließungsstraßen befinden.

Die Fällungen sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und sollen vor Beginn der Schonzeit bis zum 28. Februar durchgeführt werden.

Da die Baugenehmigungen für die Bauvorhaben in Kürze, aber nicht bis zum Beginn der Schonzeit, erteilt werden, wird aus Gründen des Artenschutzes seitens der Unteren Naturschutzbehörde von der üblichen Vorgehensweise abgewichen und die Fällgenehmigung nicht an die gültige Baugenehmigung gekoppelt.

Nach Durchführung der Baumaßnahme werden nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Fachbereich Grün und Gruga umfangreiche Ersatzpflanzungen gemäß der Essener Baumschutzsatzung durchgeführt.

CDU-Fraktion fordert Sicherheitskonzept für den Stadtgarten

Mit einem Sicherheitskonzept für den Essener Stadtgarten wollen die Christdemokraten die Dealer-Kriminalität bekämpfen und fordern das Ordnungsamt und die Polizei mit einer konsequenten Null-Toleranz-Strategie tätig zu werden.

Dazu die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Barbara Rörig: „Wenn unweit einer Schule, eines Spielplatzes, mitten im Stadtgarten die Spaziergänger benutzte Nadeln und andere Hinterlassenschaften der Süchtigen finden, gar vor deren Augen gedealt wird, muss sofort gehandelt werden. Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar. Wir werden den Stadtgarten nicht den Kriminellen überlassen. Die CDU-Fraktion Essen fordert deshalb die Ordnungsbehörde und auch die Polizei alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen und konsequent durchzugreifen. Wenn wir weiterhin das grüne Herz unserer Innenstadt als beliebten Erholungspark beibehalten wollen, müssen wir dort für Sicherheit und Ordnung sorgen. Zugegeben, der Park ist viel zu groß um jede Ecke mit Kameras beobachten zu können. Dennoch sollte im Rahmen eines Sicherheitskonzepts u.a. geprüft werden, wo strategisch wichtige Punkte sind, die für eine Videoüberwachung Sinn machen könnten. Denn am Rheinischen Platz haben wir gesehen, welch abschreckende Wirkung die Videoüberwachung auf Drogendealer hat und das sollten wir nutzen.“

(ü. Pm.)

Schneller Richtung Innenstadt: Linksabbieger von der Wittekind- in die Wittenbergstraße wird realisiert

Einem lang gehegten Wunsch der Anwohner in Rüttenscheid und Stadtwald sowie der Bezirksvertretung II hat der Ausschuss für Bau und Verkehr am Donnerstag (9.2.) entsprochen: Die Wittekindstraße erhält zeitnah eine Linksabbiegerspur auf die Wittenbergstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts.

Vor allem für Einsatzfahrten des Rüttenscheider Alfried Krupp Krankenhauses in Richtung Innenstadt bedeutet dies eine große Erleichterung, können die Helfer im Notfall dadurch unter Umständen schneller vor Ort sein.

Ermöglicht wird die Umsetzung durch die Aufgabe und den Rückbau der Spurbusstrecke auf der Wittenbergstraße. Seit die EVAG den Spurbusbetrieb dort im August 2016 eingestellt hat, wird der Bereich der Spurbusanlage in Höhe der Einmündung „Am Uhlenkrug“ nicht mehr benötigt. Dort kann nun mit geringem finanziellem Aufwand die gewünschte Linksabbiegerspur eingerichtet werden.

In der Vergangenheit war der Bau des Linksabbiegers an fehlenden Geldmitteln gescheitert, weil durch den Spurbusbetrieb der Umbau der kompletten Straßeneinmündung Wittekindstraße/ Wittenbergstraße notwendig gewesen wäre.

(ü. Pm.)

Bombe in Essen-Rüttenscheid / Grenze Stadtwald entschärft

Der Blindgänger an der Birkenstraße in Essen-Rüttenscheid /Grenze Stadtwald wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgreich entschärft.

Insgesamt waren von dem aktuellen Bombenfund rund 1.900 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen – 300 waren von der Evakuierung betroffen. Aufgrund der Tageszeit mussten allerdings nur wenige Personen in der Notstelle im Helmholtz-Gymnasium betreut werden. Insgesamt sind etwa 220 Anrufe am Bürgertelefon eingegangen.

183 Einsatzkräfte der Essener Feuerwehr, der Polizei, der Autobahnpolizei, der EVAG, der Deutschen Bahn, der Steag, des Ordnungsamtes sowie der entsprechenden Hilfsorganisationen waren im Einsatz.

Die Anwohnerinnen und Anwohner können in Kürze wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Autobahn A52 sowie die betroffenen ÖPNV-Linien und die S-Bahnlinie 6 werden in Kürze wieder freigegeben.

Der Einsatz ist insgesamt problemlos verlaufen. Alle Beteiligten sind mit dem Ablauf zufrieden.

 

Bebauungsplan „Manfredstraße/ Ursulastraße“

Die Verwaltung beabsichtigt, für den Bereich der ehemaligen Spedition Paas an der Manfredstraße/ Ursulastraße einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Fläche umfasst ein Areal, das durch das private Grundstück im Norden, den Wald im Osten, die Böschung der Autobahn A52 im Süden und die Ursulastraße im Westen begrenzt wird.
Im Vorfeld wurde ein städtebaulicher Wettbewerb mit fünf eingeladenen Architekturbüros für das ehemalige Speditionsgelände südlich der Manfredstraße durchgeführt. Die eingereichten fünf Entwürfe zeigen unterschiedliche städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten im Plangebiet auf. Der Entwurf von HPP Architekten Düsseldorf wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Siegerentwurf sieht in dem Plangebiet insgesamt etwa 180 Wohnungen im Geschosswohnungsbau vor. Neben frei finanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen können auch Eigentumswohnungen realisiert werden. Darüber hinaus wird das nördlich der Manfredstraße liegende freie Grundstück in den Bebauungsplan aufgenommen und als Wohngebiet festgesetzt.

Der Bebauungsplan wird als sogenannter Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Hierzu führt die Verwaltung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zeit vom 16. bis zum 31. Januar durch. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, ausgestellt und können montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr eingesehen werden.

Stadtplaner erläutern die Pläne am Donnerstag, 19. Januar, von 15 bis 18 Uhr und am Dienstag, 24. Januar, von 9 bis 12 Uhr im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501. Am Dienstag, 31. Januar, findet um 19 Uhr im Saal der Versöhnungskirche, Alfredstraße 215, eine öffentliche Diskussion statt.
Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/Stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.
(ü. Pm.)

Offener Brief einer Bürgerinitiative an Minister Groschek

Mobilität-Werk-Stadt e.V.
für die Metropole Ruhr
c/o Dr. Martin Arnold
Weichselstr. 22, 45136 Essen
Martin.Arnold@ekir.de

Herrn
Minister Michael Groschek
Jürgensplatz 1
40219 Düsseldorf
Der Eile wegen vorab per E-Mail: katrin.schmidt@mbwsv.nrw.de
Zur Kenntnis auch dem Vorsitzenden des NRW-Verkehrsausschusses Herrn Dieter Hilser
dieter.hilser@landtag.nrw.de
„Dialogforum“ zum Neubau der A52
Essen, 1. Dezember 2016

Sehr geehrter Herr Minister Groschek,
wir wurden am 15.11.16 vom Landesbetrieb Straßenbau NRW zu einem „Dialogforum“ zum Neubau der A52 eingeladen. Wie Sie uns kennen, suchen wir, weil wir uns für Verkehrsverbesserungen (durch Förderung aller Mobilitätsarten und Anreize zur Verkehrsvermeidung) einsetzen, das Gespräch gerade auch mit der Politik und Behörden.Wir möchten Sie über unsere Erwägungen, dar an teilzunehmen, informieren und haben eine
Bitte dazu.
Sie haben im Februar 2016 den Landesbetrieb Straßenbau NRW mit der Wiederaufnahme der Planung zum Bau der A52 beauftragt. In einem ersten Arbeitsschritt soll die aus 2008
vorliegende Umweltverträglichkeitsstudie aktualisiert werden, um hiermit eine rechtssichere Abwägungsgrundlage für das Planfeststellungsverfahren zu schaffen. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, wurden gegen den Bundesverkehrswegeplan 2030, der als Grundlage für den Neubau der A52 angegeben wurde, zahlreiche Beschwerden bei der EU-Kommission erhoben, wo sie inzwischen im Umweltreferat bearbeitet werden. (Dort wird der Bundestagsbeschluss abgewartet, weil erst dann die nationalen Möglichkeiten der Abhilfe ausgeschöpft wurden.) Die Beschwerden haben gewichtige Gründe. Aus unserer Sicht einer der wichtigsten ist das Fehlen der gemäß EU-Richtlinie 2001/42/EG und UVPG § 14 a vorgeschriebenen „Ermittlung, Beschreibung und Bewertung aller vernünftigen Alternativen“, d.h. auch der Stärkung bzw.
Nutzung anderer Mobilitätsarten. Am 24. August 2016 fand der 1. Termin des begleitenden Arbeitskreises zur Umweltverträglichkeitsstudie statt. Dabei wurde die Prüfung von Varianten, aber nicht die Prüfung verkehrsträgerübergreifender Alternativen zugesagt.Dies ist ein substanzieller Mangel in dem bi sherigen Verfahren.
Sie selbst haben am 8. Juli 2013 Maßnahmen zur Entlastung der B 224 bekanntgegeben, die inzwischen teilweise in Gang gesetzt wurden. Dafür danken wir Ihnen. Wir arbeiten gern im
AK für die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet mit. Ein Paket dieser und weiterer Maßnahmen mit demselben Ziel wurde Ihnen und der Öffentlichkeit bekannt gemacht (s. Anlage), ebenso ein entsprechendes Plädoyer.

Erstens sind diese Maßnahmen viel schneller zu verwirklichen als ein Autobahnbau und können daher der seit langem leidenden Bevölkerung relativ kurzfristig Entlastung von Feinstaub, NOx und den anderen Schadstoffen bringen, die der Autoverkehr emittiert
und deren Grenzwerte in den betroffenen Städten insbesondere im Bereich der B224 längst überschritten werden. Die Senkung der Emissionen dürfte für viele Menschen in den betroffenen Quartieren gesundheitliche Vorteile und mehr Lebensqualität bringen. Sie ist darum unbedingt so bald wie möglich zu verwirklichen – unabhängig von der Frage, ob die Autobahn weiter geplant werden soll.
Zweitens führen die vorgeschlagenen Maßnahmen dazu, dass Pendler in relevantem Umfang vom Auto auf Bahn, Bus oder Fahrrad umsteigen können; dies bedeutet eine wichtige Entlastung für die penlder selbst für die Umwelt und schädigt weniger das
Klima.
Drittens zeigen die vom Bundesverkehrsminister veröffentlichten Zahlen, dass ein Bau der A52 nicht zur Reduktion von Emissionen (was viele Menschen wegen des Wegfalls von Staus erhoffen), sondern zu einer weiteren Zunahme führen würde.
Gladbeck:

http://www.bvwp-projekte.de/strasse/A52-G70-NW/A52-G70-NW.html#h1_wirkung

(„Veränderung der Abgasemissionen“: Jährlich 20 kg mehr Feinstaub)
Bottrop:

http://www.bvwp-projekte.de/strasse/A52-G60-NW-T1-NW/A52-G60-NW-T1-NW.html#h1_wirkung

(„Veränderung der Abgasemissionen“: Jährlich 210 kg mehr Feinstaub)

Bekanntlich würde auch die vollständige Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe den durch Reifenabrieb entstehenden, krankmachenden Feinstaub nicht vermindern.
Das Online-Krebsregister NRW weist die betroffenen Kreise Bottrop, Recklinghausen und Gelsenkirchen als die mit den bundesweit höchsten Sterblichkeits- und Neuerkrankungsraten an Krebs aus. Diese sind nur anteilig durch Verkehr verursacht,
aber in einer Region mit solch einer hohen Hintergrundbelastung ist zumindest alles zu vermeiden, was zu weiterer Belastung führt. Sie selbst, Herr Minister, plädierten mehrmals engagiert für Umweltgerechtigkeit und Lebensqualität in den Quartieren .
Wo, wenn nicht hier in der Emscherzone ist dieses wichtige Prinzip anzuwenden? Die konsequente Prüfung entsprechender Möglichkeiten ist unseres Erachtens das Mindeste, was hier getan werden muss.
Viertens gibt es die Möglichkeit, aus Bundesmitteln Lärmschutz für betroffene Anwohner wie in Bottrop-Welheim zu finanzieren, und zwar über den Haushaltstitel im Einzelplan 12 Nummer741 41-722 mit der Überschrift „Um- und Ausbau, Lärmschutzmaßnahmen (Bundesstraßen)“.
Auch hier sollte aus Gründen der Fürsorge für die Anwohnenden nicht weitere 15 Jahre gewartet werden (prognostizierte mögliche Fertigstellung der Autobahnplanung).
Fünftens dürften die Entlastungsmaßnahmen insgesamt geeignet sein, den Bau der A52 für Pendler überflüssig zu machen. Denn die täglichen überwiegenden Rush Hour-Staus bringt das B 224-Entlastungspaket zum Verschwinden. Nach Verkehrsexperten genügt dafür eine Verminderung des motorisierten Individualverkehrs um 10 Prozent.
Das gesparte Geld kann sinnvoller in die Ertüchtigung der vorhandenen maroden Straßen in der Metropole Ruhr investiert werden und damit auch in eine weitere Reduktion von Staurisiken.
Fazit: Das B224-Entlastungpaket bietet hervorragende Möglichkeiten, kurz- bis mittelfristig das Pendlerleben entspannter zu gestalten und die Gesundheit vieler in der Umgebung Wohnender zu schützen bzw. zu verbessern, wie es die gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW, des Bundes und der EU fordern.
Wir bitten Sie, den Landesbetrieb Straßenbau NRW zu beauftragen, die Prüfung des B 224-Entlastungspakets als möglicher Alternative zur A 52 durchzuführen. Unter dieser
Voraussetzung beteiligen wir uns gerne am Dialog.
Weitere kritische Überlegungen zu unserer Teilnahme am „Dialogforum“:
Wie Ihr Kollege im Bund in seinem guten „Handbuch für Bürgerbeteiligung“ (2014) schrieb, ist Transparenz, weil sie Vertrauen schaffen kann, die Grundlage für jeden möglichen Erfolg
solcher Gesprächsveranstaltungen. Nun lässt der Landesbetrieb es allerdings bereits im Vorfeld der ersten Sitzung erheblich an Transparenz fehlen. Er beantwortete unsere Anfragen zu Grundlagen, Zielen, Aufgaben, Möglichkeiten, Ergebnisoffenheit, Öffentlichkeitu nd Zusammensetzung des „Dialogforums“ nur allgemein und ausweichend.
Ebenso irritiert die Angabe auf der Homepage des Landesbetriebs, ein „Runder Tisch“ unter Ihrer Leitung habe 2013 das Maßnahmenpaket „verabschiedet“. Tatsächlich wurde es nur
von Ihnen vorgestellt, während sich im Saal heftiger Protest erhob, wie Sie sich vermutlich erinnern werden. Diese Erfahrung führt uns zu der Frage: Soll jetzt wieder die „Beteiligung“ von Bürger*innen beim „Dialogforum“ dazu dienen, der Öffentlichkeit einen Konsens mit Bürgerinitiativen und Umweltverbänden vorzuspiegeln?
Die erste Sitzung des „Dialogforums“ ist bereits auf den 12. Dezember 2016 angesetzt. Wirbitten deshalb um baldige Beanwortung vor allem der Bitte um Ermöglichung der Prüfung
verkehrsträgerübergreifender Alternativen zur A52, wie es EU und UVPG vorschreiben.
Anlage nächste Seite: B 224 – Entlastungspaket
Mit freundlichen Grüßen,
i.A.
PS: Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Brief einigen verkehrspolitisch Interessierten und den Medien zur Kenntnis geben.
3Aktionsbündnis „A52 war gestern – JETZT: Wege für morgen!“
www.A52-war-gestern.de
B 224 – Entlastungspaket
macht Autobahnbau überflüssig
Das Entlastungspaket für die B 224 zeigt, warum ein Autobahnbau anstelle dieser Bundesstraße überflüssig ist. Durch eine Kombination mehrerer Maßnahmen können die Staus verschwinden. Die schweren Belastungen der Autofahrer und der in der Umgebung Wohnenden an Zeit, Gesundheit sowie
die Belastung von Umwelt und Klima können wirksam und nachhaltig vermindert werden. Viel schneller und kostengünstiger als bei A 52-Bau, der allein eine Planungszeit von 12 Jahren hat.
Beschlossene Maßnahmen zur Entlastung der B 224, besonders von Pendlerverkehr
Ab 2019 15-Minunten-Takt der S-Bahn zwischen Gladbeck und Essen (derzeit ungünstig: zwei- bis dreimal stündlich). Die relevanten Bahnhöfe liegen in den Stadtteilen nicht weit von der B 224: hoher Entlastungseffekt.
„Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet“ von Gladbeck bis Essen: Machbarkeitsstudie wird erstellt. Sie soll zum Jahresende 2016 veröffentlicht werden und eine Festlegung der Linienführung enthalten.
Weitere Maßnahmen zur Entlastung der B 224 Bau einer neuen Abfahrt auf der A42 in Höhe des Essener Stadthafens, die an die geplante Erschließungsstraße des neuen Gewerbegebiets in Bottrop-Süd und Essen-Nord anschließt (vom Stadtrat
Essen am 24.4.2016 gefordert). Diese Anbindung an den Berthold-Beitz-Boulevard in Nord-Süd-Richtung bringt eine leistungsfähige Entlastung der B 224. Die neue Straße verläuft parallel zur B 224. Anders als ein A-52-Bau erschließt sie direkt die großen Gewerbeflächen in Bottrop und Essen. Von der Trasse sind
nur wenige Anwohner direkt betroffen.
Einrichten von Park+Ride- sowie Bike+Ride-Plätzen an den in der Nähe der B 224 gelegenen Bahnhöfen Bottrop-Boy, Gladbeck-West, Gladbeck-Zweckel und Gelsenkirchen-Buer-Nord mit guter
Beschilderung. Sie lenken Verkehr auf Bus und Bahn.
LKW-Fernverkehr auf die guten vorhandenen Alternativen lenken, Schwerlast-Durchgangsverkehr einschränken, Ampelschaltung verbessern, Abbiege- und Einfädelungsspuren sowie Tempo-50-Zonen auf der B 224 in Wohnbereichen anlegen. Dies kann wie bei der B1 in Dortmund den Verkehrsfluss wirksam verbessern.
„Stadt der kurzen Wege“ vermindert innerstädtischen Autoverkehr.
Zweigleisigkeit für den S-Bahnverkehr Essen – Bottrop – Gladbeck.
Nach positiver Prüfung der Möglichkeiten eine 3-zu-1-Wechselspuren-Regelung abhängig von der Lastrichtung in Hauptverkehrszeiten einrichten.
Weitere wirksame Maßnahmen sind die Verlängerung der Stadtbahnlinie U11 von Gelsenkirchen-Horst nach Gladbeck, Schnellbusangebote und Mitfahrkonzepte.
Auch hilft die Verlagerung von Güterverkehr auf Schienen- und Wasserwege.
Die täglichen Staus auf der B 224 sind kein Dauerstau, sondern Pendlerstaus. Die bringt das B 224- Entlastungspaket zum Verschwinden. Nach Verkehrsexperten genügt dafür eine Verminderung des motorisierten Individualverkehrs um 10 Prozent.
Diese Maßnahmen sind zukunftsfähig. Sie vermindern gesundheits-, umwelt- und klimaschädlichen Verkehr – Autobahnbau würde diesen vermehren.
21. September 2016

2016-1007-1-brf

 

A52/Essen: Beschwerde gegen den Bundesverkehrswegeplan bei der Europäischen Kommission

Der Essener Förderverein MobilitätWerkStadt e.V. hat in Kooperation mit dem städteübergreifenden Aktionsbündnis „A52 war gestern  JETZT: Wege für morgen“ bei der Europäischen Kommission in Brüssel eine offizielle Beschwerde gegen den Bundesverkehrswegeplan 2030 eingereicht. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Unstimmigkeiten bei der geplanten Transitautobahn durch Essen, Bottrop und Gladbeck.

Wir sprachen mit Dr. Martin Arnold vom Förderverein „MobilitätWerkStadt e.V.“ :

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In der Beschwerdeschrift zeigen die Mitglieder des Vereins auf 100 Seiten, dass die Planungen des Bundesverkehrsministeriums zum Neubau der Autobahnen A44 / A52 auf Essener, Bottroper und Gladbecker Stadtgebiet gegen geltendes EU-Gemeinschaftsrecht verstoßen.

Wir werden über den weiteren Verlauf des Verfahrens berichten.

(stk., Fotos: Armin Thiemer)

A52 – Sperrung der Auffahrt Essen-Haarzopf

Die Straßen.NRW Niederlassung Ruhr wird im Zuge der Baumaßnahme A52 zwischen Kettwig und Rüttenscheid die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Haarzopf in Fahrtrichtung Düsseldorf ab dem 2.11. sperren. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Die Sperrung der Auffahrt wird bis zum 16.11. andauern. Danach wird die Auffahrt wieder für den Verkehr geöffnet.

Im Zuge der Sperrung werden an der Auffahrt Arbeiten an den Schutzeinrichtungen, Kanälen sowie weiteren Versorgungsleitungen stattfinden. Gleichzeitig werden Arbeiten an den Asphaltschichten ausgeführt.

Während der Umbaumaßnahmen wird die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid geöffnet sein.

(ü. Pm.)

Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Wittekindstraße / Walpurgisstraße“

 Auf Antrag der Grenzlandbau GmbH soll für das ehemalige Holz-Conrad-Grundstück in Rüttenscheid ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Fläche wird begrenzt durch die Walpurgisstraße, Wittekindstraße, die Böschung der Autobahn 52 sowie den Kfz-Handel an der Walpurgisstraße.

Ziel ist die Schaffung von planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung einer geplanten Wohnnutzung in Form von Geschosswohnungsbau mit ca. 90 Wohneinheiten, zum Teil gemäß der Richtlinien des öffentlich geförderten Wohnungsbaues unter Einhaltung der Mietpreisobergrenze. Ein weiteres Ziel der Planungen ist die Errichtung einer Kindertagesstätte für vier Gruppen zur teilweisen Deckung des dringenden Bedarfes im Bereich Rüttenscheid/Stadtwald.

Der Bebauungsplan wird als sogenannter Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Hierzu führt die Verwaltung eine Unterrichtung der Öffentlichkeit durch. Interessierte können sich bis zum 7. Oktober bei der Stadt Essen, Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Deutschlandhaus, Lindenallee 10, Zimmer 501 an jedem behördlichen Arbeitstag während der Dienststunden, und zwar montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung informieren. Innerhalb dieser Frist können auch Anregungen und Stellungnahmen zur Planung abgeben werden.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/Stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werde. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

(ü. Pm.)

 

Kinderfahrt mit Trikes – Winken für den guten Zweck

Am Sonntag, 28.08.2016, findet die 12. Trikefahrt mit  schwererkrankten Kindern in Essen statt.

 Seit zwölf Jahren findet regelmäßig im August diese erfolgreiche Trikefahrt statt. In diesem Jahr sind auch Kinder, die vom KinderPalliativnetzwerk des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V.) betreut werden, dabei.

Schirmherrin Jutta Eckenbach, Bundestagsabgeordnete für den Essener Norden und Osten: „Es freut mich sehr, dass den Kindern dieser Tag ermöglicht wird. Einmal eine Auszeit von der Krankheit zu haben, kann neuen Mut geben, den oft sehr belastenden Klinikalltag besser bewältigen zu können. Ich danke allen Helfern, insbesondere der Organisatorin Gabi Thomayer, die mit viel Engagement diese Fahrt jedes Jahr aufs Neue verwirklichen. Im vergangenen Jahr kamen knapp 120 Trikefahrer und zahlreiche Motorradfahrer, die den Kindern ein breites Lächeln ins Gesicht zauberten.“

Gerne können die Essener BürgerInnen die für Jung und Alt beeindruckende Fahrt am Straßenrand verfolgen und den Kindern sowie den Fahrern während der Tour winken. Die Triker treffen sich um 09.00 Uhr am Uniklinikum Essen, Start der Tour ist um 11.00 Uhr.

Straßenverlauf Hinfahrt: Hufelandstraße, Zweigertstraße, Alfredstraße, Bismarckstraße, Friedrichstraße, Hohenzollernstraße, Ruhrallee, Westfalenstraße, Henglerstraße, Kurt-Schumacher-Brücke, Langenberger Straße, Marie-Juchacz-Brücke, Wuppertaler Straße, Königsiepen, Petzelsberg, Heisinger Straße, Lerchenstraße, Freiherr-vom-Stein-Straße, Bredeneyer Straße, Ruhrtalstraße, Schuirweg, Meisenburgstraße, Mendener Straße (Essen / Mülheim), Mendener Brücke (Mülheim), Mintarderstraße (Mülheim), August-Thyssen-Straße (Mülheim / Essen), Ringstraße, Werdener Straße, Laupendahler Landstraße, Abteistraße, Brückstraße, Velberter Straße, Heidhauser Straße, Hammer Straße, Hespertal (Essen / Velbert), Hefel (Velbert), Rodberger Straße (Essen), Hammer Straße, Heidhauser Straße, Brackeler Wald.

Rückfahrt: Heidhauser Straße, Honnschaftenstraße, Geilinghausweg, Kutschenweg, Pauline, In der Borbeck, Laupendahler Landstraße, Ringstraße, Ruhrtalstraße, Bredeneyer Straße, Alfredstraße, Zweigertstraße, Hufelandstraße (Klinikum / Ende).

(ü. Pm.)

ZUKUNFT DES TRADITIONSHOTELS AROSA GESICHERT – Neuer Pächter NOVUM Group Hotels

Nachdem der derzeitige Pächter des Objektes, die Libertas Essen GmbH, den Pachtvertrag über den 30. Juni 2016 hinaus nicht verlängern wollte und das Hotel am 26.06.2016 den Betrieb eingestellt hat, war die Zukunft des Traditionshotels Arosa in der Rüttenscheider Straße 149-151 in Essen-Rüttenscheid ungewiss. Der Geschäftsführer des neuen Eigentümers der Liegenschaft, Gunnar Marx von der MARX City Investor GmbH & Co. KG, erklärt dazu folgendes:
“Unser Know-how und unsere Expertise liegen im immobilienwirtschaftlichen Bereich eindeutig im Retail und Wohnen – in der Vergangenheit haben wir unsere erworbenen, gemischt genutzten Objekte mit Hotelnutzung nach Auslaufen der Pachtverträge immer einer anderen, neuen Nutzung zugeführt. Auch für die Räume des Hotel Arosa haben wir verschiedene, andere zukünftige Nutzungsmöglichkeiten, wie Wohnen, Büro und Einzelhandel intensiv geprüft. Die alternativen Planungen sind alle fertig.“
Das Hotel Arosa in Essen-Rüttenscheid ist jedem Essener Bürger bekannt – seit 1966 wird an der Ecke Franziskastraße/ Rüttenscheider Straße bereits ein Hotel betrieben. Das nachts bunt leuchtende Gebäude steht stellvertretend für den ganzen Stadtteil Essen-Rüttenscheid. Prominente Gäste wie die Rolling Stones waren in der Vergangenheit bereits Gäste im Hotel Arosa.
“Uns lag das Wohl der Mitarbeiter des Hotels sehr am Herzen“, so Gunnar Marx weiter “dies war sicherlich auch einer der Gründe, warum wir uns für einen Weiterbetrieb als Hotel an dieser Stelle entschieden haben.“
Die neue Pächterin der Räume ist die NOVUM Hotel Group, die das Hotel zukünftig unter dem Namen “Novum Hotel Arosa“ weiterbetreiben wird. “Wir lieben traditionsreiche Hotels“, erläutert David Etmenan, Chief Executive Officer and Owner der NOVUM Group, zu der Übernahme des Hotel Arosas. “Im Oktober 2016 gehen wir mit dem Handelshof in der Kettwiger Straße an den Start – hier haben bereits die Eltern von Heinz Rühmann dieses Traditionshaus geführt und im Arosa in Essen-Rüttenscheid waren bereits die Rolling-Stones zu Gast. Tradition ist uns sehr wichtig!“
Das gesamte Hotel wird modernisiert, u.a. ist geplant 64 alte Badezimmer zu renovieren, sodass die Zimmer den heutigen Ansprüchen gerecht werden. Die Rezeption wird in das 1. OG verlegt und das Hotel erhält einen neuen, modernen Eingang an der Franziskastraße.
Die NOVUM Hotel Group betreibt in Essen bereits das Novum Hotel Ambassador, ab Oktober 2016 dann den Handelshof und im nächsten Jahr kommt noch der Neubau des Novum Style Hotel Essen im Europacenter hinzu.
“Damit sind wir in Essen zukünftig insgesamt mit vier Hotels vertreten und können dementsprechende Synergieeffekte der Häuser generieren“, erläutert David Etmenan weiter.

(ü. Pm.)

Tierschützer werfen Grün und Gruga Ignoranz vor – Praktische Lösungen zur Vermeidung der Jagd auf Kanadagänse würden abgelehnt

Sie sind sichtlich überzeugt von der Machbarkeit ihrer Vorschläge, Tierschützer aus Essen und anderen Orten, die am Sonntag vor der Gruga mit Plakaten und Ansprachen gegen die geplante Bejagung der Kanadagänse protestierten. Dabei wurden auch formale Vorwürfe gegen Grün und Gruga laut, denn selbst mit anwaltlicher Hilfe sei es nicht gelungen zur Verwaltung einen Kontakt herzustellen. Der Vertreter der Jagdbehörde habe sogar ein Telefonat mit der Anwältin durch Auflegen beendet.

Klare Ansage der Demonstranten und ein konstruktiver Vorschlag an Grün und Gruga bei der Demo am Sonntag:

Die Vorwürfe der Tierschützer sind nicht neu. Wir berichteten bereits zur Situation der Gruga. Neu ist lediglich die Behauptung der Parkleitung, eine Absaugung wäre technisch nicht machbar. Auch fühle man sich falsch verstanden, denn es sei nur eine sogenannte „Vergrämung“ durch den Abschuß einzelner Tiere geplant.

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Derartige Vergrämungsaktionen haben aber anderenorts nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, wissenschaftlich ist eine Gegenbewegung nachgewiesen, demnach ein Bejagen lediglich die Fortpflanzungsrate steigere und es daher nicht zur Regulierung komme. Hiervon will man in Essen nichts wissen, eine Freigabe zur Jagd bestehe schon seit dem Vorjahr.

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Problematisch erscheint den Tierschützern auch der geplante Vollzug der Bejagung durch Freizeitjäger. Freizeitjäger pflegen sich ansonsten in Reviere einzukaufen, um ihrem Treiben frönen zu können.

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In bevölkerungsreichen Gegenden mit einer hohen Zahl von Jagdinteressenten, man spricht von Jagdsport, ist naturgemäß nur eine begrenzt „Strecke“ abschiessbaren Wildes gegeben und so wundert es nicht, dass die Wahrnehmung im Kreise der „Hubertusjünger“ eine andere ist, als bei den Tierschützern. Hier wird die Jagd auf Großvögel, die nicht mit Schrot, sondern „richtiger“ Munition durchgeführt wird, als willkommene Bereicherung des „Waidbrets“ angesehen.

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Tierschützer werfen der Verwaltung nun vor, mit der alternativlosen Situationsbeschreibung lediglich dieser Gruppe die Vögel in die Kugeln zu treiben. Theoretisch könnten auch angestellte Förster ohne den Sportakzent eingesetzt werden, aber dort ist wohl keine Neigung zur Jagd zu erkennen.

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Wir konnten leider bisher noch nicht in Erfahrung bringen, ob die Parkverwaltung, die seitens der Stadt nicht gering subventioniert und unterhalten wird (bisher scheint für 2016 noch kein Haushaltsplan vorzuliegen), im Falle einer Bejagung von den Sportschützen Gebühren erheben wird.

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Lediglich an eine Verwertung der Schußbeute für mögliche soziale Zwecke sei gedacht. Also Wildbret nicht fürs Rathaus, sondern die soziale „Tafel“? Tierschützer wird dies nicht befriedigen, sie, wie auch zustimmende Passanten, lehnen die Bejagung ab und versprechen Grün und Gruga weitere Besuche.

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Ein „grünes Jagdparadies“ vor dem Hintergrund des Grüne Hauptstadt Jahres dürfte viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein professionell erstellte Aufklärungs- und Protestfilm ist jedenfalls bereits in Arbeit und soll bundesweit Verbreitung finden.

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Zu den angeblichen Morddrohungen gegen Verwaltungsangehörige räumte der Pressesprecher von Grün und Gruga am Sonntag ein, dass bisher keinerlei Anzeigen erstattet wurden. In sozialen Netzwerken soll es Äußerungen gegeben haben, die sich entsprechend auslegen ließen. Bei einem so hochemotionalen Thema dürfte da manch überzogener Spruch in Fußballmanier über die Tasten gegangen sein. Die Teilnehmer an der Demonstration betonen aber, für solche Ausweitungen kein Verständnis zu haben und distanzieren sich von jeder Form der Gewalt.

bisherige Berichte in der Erle zu Grün und Gruga:

Zwischen „Vergrämung“ und Lust am schmackhaften Wildbret – Essen will den Kanadagänsen keine Bleibe bieten

Kommentar: Schießt „Grün und Gruga“ ins Kraut? – Ist die Rückführung in die Kernverwaltung geplant?

Wie stehts mit Essens Grün?

 

(stk., Fotos und Ton: erle)