Gutachterliches Ergebnis zur Kirschblüte in Rüttenscheid vorgestellt

Der Fachbereich Grün und Gruga Essen hat heute (6.3.) im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz, Grün und Gruga ein gutachterliches Ergebnis zur Kirschblüte an der Rüttenscheider Straße vorgestellt.

Der externe Gutachter, Professor Hans-Jürgen Geyer der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, hat für die Stadt Essen untersucht, welche Sorten Kirschbäumen in Rüttenscheid vorhanden sind und wie sich die Sorten in ihren Blühzeitpunkten, Blühfarben und Wuchsformen unterscheiden.

Mit dem Ergebnis kann nun für die Zukunft besser garantiert werden, dass das große Blühereignis im Stadtteil Rüttenscheid erhalten bleibt, indem nur eine bestimmte Sorte Kirschbaum oder einander ähnliche Sorten gepflanzt werden.

Bäume, die aus natürlichen Gründen absterben oder eingehen, werden daher ab sofort nach dem neuen Pflanzplan ersetzt. Grün und Gruga schätzt, dass durchschnittlich zwischen drei und zehn Bäume im Jahr ersetzt werden müssen. Ein einzelnes Exemplar der rund 120 Kirschbäumen auf der Rüttenscheider Straße wird auch aktiv durch den Fachbereich Grün und Gruga umgepflanzt und schon jetzt durch eine andere Sorte ersetzt. Der Baum ist noch jung genug um die Umpflanzung ohne Probleme zu überstehen.

Zum Hintergrund

Anlass für die Beauftragung des Gutachtens war, dass die alten Pflanzpläne, die Grün und Gruga zu den Kirschbäumen in Essen-Rüttenscheid vorliegen, andere Baumsorten verzeichneten, als tatsächlich gepflanzt wurden.

In den Jahren nach der Pflanzung wurde dann in den Blühzeiten festgestellt, dass einige Bäume bereits im November oder in einer anderen Farbe blühen, als es nach Pflanzplan vorgesehen ist.

Die Rüttenscheider GRÜNEN laden zur Radtour

Die Rüttenscheider GRÜNEN laden zur Radtour am Sonntag, 3. September um 12.00 Uhr mit Bundestagsabgeordneten und Südwahlkreiskandidaten Kai Gehring ein. Los geht’s am Rüttenscheider Marktbrunnen.

In der ca. 2 bis 3-stündigen Tour werden sie jetzige und künftige Großbaustellen im Stadtbezirk II ansteuern und in Augenschein nehmen. Mit dabei zum Beispiel die alte PH, die Messeerweiterung, der Rellinghauser Mühlenbach, die Haltestelle Weserstraße und natürlich zu das Grugabad sowie der Sportplatz von Sportfreunde 07. Auf letzteres hat die Stadtplanung ein Bauauge geworfen.
Aber auch die kleinen Dinge werden gezeigt, z.B. wo das am längsten leer stehende Haus stand, wo die Grünen Briefe im Dritten Reich gedruckt wurden oder der Gestapo-Folterkeller war.
Geführtwird die Tour vom GRÜNEN-Ratsherrn Rolf Fliß, der auch Sprecher der Essener Fahrrad-Initiative ist und sich nicht nur die Route ausgedacht hat, sondern sicher unterwegs auch die eine oder andere Anekdote zum Besten geben wird.

Die Teilnahme an der Tour ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bürgergespräch mit Janine Laupenmühlen in Rüttenscheid

Die SPD-Landtagskandidatin für den Essener Süden, Janine Laupenmühlen, steht beim nächsten Stammtisch des SPD-Ortsvereins Rüttenscheid Rede und Antwort. Bei dem offenen Stammtisch haben auch die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, Janine Laupenmühlen kennen zu lernen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. „Der persönliche Austausch mit den Menschen im Wahlkreis ist mir sehr wichtig. Mein Anspruch an mich ist dabei: Zuhören, verstehen, ins Gespräch kommen und die Bedürfnisse der Menschen in aktive Politik umzusetzen“, so Janine Laupenmühlen.

Der Stammtisch findet am Donnerstag, 30. März ab 20.00 Uhr statt.
Die Kandidatin wird um 20:30 Uhr erwartet.
Der Stammtisch findet am Donnerstag, 30. März ab 20.00 Uhr statt.
Die Kandidatin wird um 20:30 Uhr erwartet.

Janine Laupenmühlen ist seit 2005 Ratsfrau für den Stadtteil Überruhr und Vorsitzende des Schulausschusses. Beruflich ist sie als Lehrerin und in der Lehrerausbildung tätig. Dementsprechend sieht sie auch die Schwerpunkte ihrer Arbeit als Abgeordnete im Landtag in der Bildungspolitik. Darüber hinaus möchte sie sich unter anderem intensiv in den Bereich der Kommunalfinanzen einbringen, um weiter daran zu arbeiten, den Kommunen dauerhaft ihre Handlungsfähigkeit zurückzugeben.

(ü. Pm.)

Klimawandel in Essen

Die Grüne Stadtteilgruppe Rüttenscheid lädt am Dienstag, 7.März um 19.30Uhr,  zu einem Informationsabend mit Gastreferent Guido Halbig zum Thema „Klimawandel“ ein.

Guido Halbig ist Diplom-Meteorologe und Niederlassungsleiter des Wetteramtes in Schuir, der Außenstelle des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Ausgestattet mit großer Sachkunde beim Thema Klimawandel und Klimaschutz wird „Wetterfrosch Halbig“ auch auf klimafreundliche Stadtentwicklungsstrategien eingehen und erläutert an Beispielen, wie  Städte sich anderswo in Deutschland und Europa bei anstehenden Bauvorhaben klimafest  aufstellen. Dies ist für die GRÜNEN im Bezirk II von besonderem Interesse, gerade vor dem Hintergrund, dass in den kommenden Jahren weit über 1.000 neue Wohnungen allein in Rüttenscheid errichtet werden. Außerdem steht der umweltpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Rolf Fliß, gern Rede und Antwort.

Stattfinden wird der Vortragsabend im „Lindenquartier“, Klarastr. 44,  Der Eintritt ist frei.
(ü. Pm.)

Schneller Richtung Innenstadt: Linksabbieger von der Wittekind- in die Wittenbergstraße wird realisiert

Einem lang gehegten Wunsch der Anwohner in Rüttenscheid und Stadtwald sowie der Bezirksvertretung II hat der Ausschuss für Bau und Verkehr am Donnerstag (9.2.) entsprochen: Die Wittekindstraße erhält zeitnah eine Linksabbiegerspur auf die Wittenbergstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts.

Vor allem für Einsatzfahrten des Rüttenscheider Alfried Krupp Krankenhauses in Richtung Innenstadt bedeutet dies eine große Erleichterung, können die Helfer im Notfall dadurch unter Umständen schneller vor Ort sein.

Ermöglicht wird die Umsetzung durch die Aufgabe und den Rückbau der Spurbusstrecke auf der Wittenbergstraße. Seit die EVAG den Spurbusbetrieb dort im August 2016 eingestellt hat, wird der Bereich der Spurbusanlage in Höhe der Einmündung „Am Uhlenkrug“ nicht mehr benötigt. Dort kann nun mit geringem finanziellem Aufwand die gewünschte Linksabbiegerspur eingerichtet werden.

In der Vergangenheit war der Bau des Linksabbiegers an fehlenden Geldmitteln gescheitert, weil durch den Spurbusbetrieb der Umbau der kompletten Straßeneinmündung Wittekindstraße/ Wittenbergstraße notwendig gewesen wäre.

(ü. Pm.)

Bebauungsplan „Manfredstraße/ Ursulastraße“

Die Verwaltung beabsichtigt, für den Bereich der ehemaligen Spedition Paas an der Manfredstraße/ Ursulastraße einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Fläche umfasst ein Areal, das durch das private Grundstück im Norden, den Wald im Osten, die Böschung der Autobahn A52 im Süden und die Ursulastraße im Westen begrenzt wird.
Im Vorfeld wurde ein städtebaulicher Wettbewerb mit fünf eingeladenen Architekturbüros für das ehemalige Speditionsgelände südlich der Manfredstraße durchgeführt. Die eingereichten fünf Entwürfe zeigen unterschiedliche städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten im Plangebiet auf. Der Entwurf von HPP Architekten Düsseldorf wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Siegerentwurf sieht in dem Plangebiet insgesamt etwa 180 Wohnungen im Geschosswohnungsbau vor. Neben frei finanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen können auch Eigentumswohnungen realisiert werden. Darüber hinaus wird das nördlich der Manfredstraße liegende freie Grundstück in den Bebauungsplan aufgenommen und als Wohngebiet festgesetzt.

Der Bebauungsplan wird als sogenannter Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Hierzu führt die Verwaltung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zeit vom 16. bis zum 31. Januar durch. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, ausgestellt und können montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr eingesehen werden.

Stadtplaner erläutern die Pläne am Donnerstag, 19. Januar, von 15 bis 18 Uhr und am Dienstag, 24. Januar, von 9 bis 12 Uhr im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501. Am Dienstag, 31. Januar, findet um 19 Uhr im Saal der Versöhnungskirche, Alfredstraße 215, eine öffentliche Diskussion statt.
Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/Stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.
(ü. Pm.)

Bürgerservice und Pflegestützpunkte vor Ort – Termine in der ersten Januar-Hälfte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Essen, sowie der Kranken- und Pflegekassen beraten auch im Januar wieder gemeinsam wohnortnah und trägerneutral rund um die Themen Pflege und Älterwerden in Essen.

Interessierte erhalten Informationen und Beratung zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten vor Eintritt des Pflegefalls, aber auch zu allen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

Die Seniorenberatung in den Pflegestützpunkten vor Ort findet in der ersten Januar-Hälfte an folgenden Terminen von 9 bis 12 Uhr statt:

  • Montag, 2. Januar,
    Sozialer Bürgerservice Borbeck, Marktstraße 22,
  • Dienstag, 3. Januar,
    Seniorenbegegnungszentrum Kettwig, Bürgermeister–Fiedler–Platz 1,
  • Donnerstag, 5. Januar,
    Verwaltungsgebäude Steele, Dreiringplatz 10,
  • Freitag, 6. Januar,
    Verwaltungsgebäude Frohnhausen, Freytagstraße 29,
  • Montag, 9. Januar,
    Seniorenbegegnungszentrum Karnap, Timpestraße 33,
  • Dienstag, 10. Januar,
    Comenius-Schule, Burgaltendorf (Zugang über Alte Hauptstraße),
  • Mittwoch, 11. Januar,
    Bürgeramt Rüttenscheid, Alfredstraße 148,
  • Freitag, 13. Januar,
    Bürgerzentrum Kon-Takt, Katernberg, Katernberger Markt 4.

Zusätzlich zur Beratung vor Ort können Ratsuchende das Beratungsangebot in den Pflegestützpunkten bei der AOK Rheinland Hamburg, Friedrich-Ebert-Straße 49, Knappschaft, Vereinsstraße 2, und Novitas BKK, Kurfürstenstraße 56, sowie im Amt für Soziales und Wohnen, Steubenstraße 53, während der jeweiligen Öffnungszeiten wahrnehmen.

(ü. Pm.)

Offener Brief einer Bürgerinitiative an Minister Groschek

Mobilität-Werk-Stadt e.V.
für die Metropole Ruhr
c/o Dr. Martin Arnold
Weichselstr. 22, 45136 Essen
Martin.Arnold@ekir.de

Herrn
Minister Michael Groschek
Jürgensplatz 1
40219 Düsseldorf
Der Eile wegen vorab per E-Mail: katrin.schmidt@mbwsv.nrw.de
Zur Kenntnis auch dem Vorsitzenden des NRW-Verkehrsausschusses Herrn Dieter Hilser
dieter.hilser@landtag.nrw.de
„Dialogforum“ zum Neubau der A52
Essen, 1. Dezember 2016

Sehr geehrter Herr Minister Groschek,
wir wurden am 15.11.16 vom Landesbetrieb Straßenbau NRW zu einem „Dialogforum“ zum Neubau der A52 eingeladen. Wie Sie uns kennen, suchen wir, weil wir uns für Verkehrsverbesserungen (durch Förderung aller Mobilitätsarten und Anreize zur Verkehrsvermeidung) einsetzen, das Gespräch gerade auch mit der Politik und Behörden.Wir möchten Sie über unsere Erwägungen, dar an teilzunehmen, informieren und haben eine
Bitte dazu.
Sie haben im Februar 2016 den Landesbetrieb Straßenbau NRW mit der Wiederaufnahme der Planung zum Bau der A52 beauftragt. In einem ersten Arbeitsschritt soll die aus 2008
vorliegende Umweltverträglichkeitsstudie aktualisiert werden, um hiermit eine rechtssichere Abwägungsgrundlage für das Planfeststellungsverfahren zu schaffen. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, wurden gegen den Bundesverkehrswegeplan 2030, der als Grundlage für den Neubau der A52 angegeben wurde, zahlreiche Beschwerden bei der EU-Kommission erhoben, wo sie inzwischen im Umweltreferat bearbeitet werden. (Dort wird der Bundestagsbeschluss abgewartet, weil erst dann die nationalen Möglichkeiten der Abhilfe ausgeschöpft wurden.) Die Beschwerden haben gewichtige Gründe. Aus unserer Sicht einer der wichtigsten ist das Fehlen der gemäß EU-Richtlinie 2001/42/EG und UVPG § 14 a vorgeschriebenen „Ermittlung, Beschreibung und Bewertung aller vernünftigen Alternativen“, d.h. auch der Stärkung bzw.
Nutzung anderer Mobilitätsarten. Am 24. August 2016 fand der 1. Termin des begleitenden Arbeitskreises zur Umweltverträglichkeitsstudie statt. Dabei wurde die Prüfung von Varianten, aber nicht die Prüfung verkehrsträgerübergreifender Alternativen zugesagt.Dies ist ein substanzieller Mangel in dem bi sherigen Verfahren.
Sie selbst haben am 8. Juli 2013 Maßnahmen zur Entlastung der B 224 bekanntgegeben, die inzwischen teilweise in Gang gesetzt wurden. Dafür danken wir Ihnen. Wir arbeiten gern im
AK für die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet mit. Ein Paket dieser und weiterer Maßnahmen mit demselben Ziel wurde Ihnen und der Öffentlichkeit bekannt gemacht (s. Anlage), ebenso ein entsprechendes Plädoyer.

Erstens sind diese Maßnahmen viel schneller zu verwirklichen als ein Autobahnbau und können daher der seit langem leidenden Bevölkerung relativ kurzfristig Entlastung von Feinstaub, NOx und den anderen Schadstoffen bringen, die der Autoverkehr emittiert
und deren Grenzwerte in den betroffenen Städten insbesondere im Bereich der B224 längst überschritten werden. Die Senkung der Emissionen dürfte für viele Menschen in den betroffenen Quartieren gesundheitliche Vorteile und mehr Lebensqualität bringen. Sie ist darum unbedingt so bald wie möglich zu verwirklichen – unabhängig von der Frage, ob die Autobahn weiter geplant werden soll.
Zweitens führen die vorgeschlagenen Maßnahmen dazu, dass Pendler in relevantem Umfang vom Auto auf Bahn, Bus oder Fahrrad umsteigen können; dies bedeutet eine wichtige Entlastung für die penlder selbst für die Umwelt und schädigt weniger das
Klima.
Drittens zeigen die vom Bundesverkehrsminister veröffentlichten Zahlen, dass ein Bau der A52 nicht zur Reduktion von Emissionen (was viele Menschen wegen des Wegfalls von Staus erhoffen), sondern zu einer weiteren Zunahme führen würde.
Gladbeck:

http://www.bvwp-projekte.de/strasse/A52-G70-NW/A52-G70-NW.html#h1_wirkung

(„Veränderung der Abgasemissionen“: Jährlich 20 kg mehr Feinstaub)
Bottrop:

http://www.bvwp-projekte.de/strasse/A52-G60-NW-T1-NW/A52-G60-NW-T1-NW.html#h1_wirkung

(„Veränderung der Abgasemissionen“: Jährlich 210 kg mehr Feinstaub)

Bekanntlich würde auch die vollständige Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe den durch Reifenabrieb entstehenden, krankmachenden Feinstaub nicht vermindern.
Das Online-Krebsregister NRW weist die betroffenen Kreise Bottrop, Recklinghausen und Gelsenkirchen als die mit den bundesweit höchsten Sterblichkeits- und Neuerkrankungsraten an Krebs aus. Diese sind nur anteilig durch Verkehr verursacht,
aber in einer Region mit solch einer hohen Hintergrundbelastung ist zumindest alles zu vermeiden, was zu weiterer Belastung führt. Sie selbst, Herr Minister, plädierten mehrmals engagiert für Umweltgerechtigkeit und Lebensqualität in den Quartieren .
Wo, wenn nicht hier in der Emscherzone ist dieses wichtige Prinzip anzuwenden? Die konsequente Prüfung entsprechender Möglichkeiten ist unseres Erachtens das Mindeste, was hier getan werden muss.
Viertens gibt es die Möglichkeit, aus Bundesmitteln Lärmschutz für betroffene Anwohner wie in Bottrop-Welheim zu finanzieren, und zwar über den Haushaltstitel im Einzelplan 12 Nummer741 41-722 mit der Überschrift „Um- und Ausbau, Lärmschutzmaßnahmen (Bundesstraßen)“.
Auch hier sollte aus Gründen der Fürsorge für die Anwohnenden nicht weitere 15 Jahre gewartet werden (prognostizierte mögliche Fertigstellung der Autobahnplanung).
Fünftens dürften die Entlastungsmaßnahmen insgesamt geeignet sein, den Bau der A52 für Pendler überflüssig zu machen. Denn die täglichen überwiegenden Rush Hour-Staus bringt das B 224-Entlastungspaket zum Verschwinden. Nach Verkehrsexperten genügt dafür eine Verminderung des motorisierten Individualverkehrs um 10 Prozent.
Das gesparte Geld kann sinnvoller in die Ertüchtigung der vorhandenen maroden Straßen in der Metropole Ruhr investiert werden und damit auch in eine weitere Reduktion von Staurisiken.
Fazit: Das B224-Entlastungpaket bietet hervorragende Möglichkeiten, kurz- bis mittelfristig das Pendlerleben entspannter zu gestalten und die Gesundheit vieler in der Umgebung Wohnender zu schützen bzw. zu verbessern, wie es die gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW, des Bundes und der EU fordern.
Wir bitten Sie, den Landesbetrieb Straßenbau NRW zu beauftragen, die Prüfung des B 224-Entlastungspakets als möglicher Alternative zur A 52 durchzuführen. Unter dieser
Voraussetzung beteiligen wir uns gerne am Dialog.
Weitere kritische Überlegungen zu unserer Teilnahme am „Dialogforum“:
Wie Ihr Kollege im Bund in seinem guten „Handbuch für Bürgerbeteiligung“ (2014) schrieb, ist Transparenz, weil sie Vertrauen schaffen kann, die Grundlage für jeden möglichen Erfolg
solcher Gesprächsveranstaltungen. Nun lässt der Landesbetrieb es allerdings bereits im Vorfeld der ersten Sitzung erheblich an Transparenz fehlen. Er beantwortete unsere Anfragen zu Grundlagen, Zielen, Aufgaben, Möglichkeiten, Ergebnisoffenheit, Öffentlichkeitu nd Zusammensetzung des „Dialogforums“ nur allgemein und ausweichend.
Ebenso irritiert die Angabe auf der Homepage des Landesbetriebs, ein „Runder Tisch“ unter Ihrer Leitung habe 2013 das Maßnahmenpaket „verabschiedet“. Tatsächlich wurde es nur
von Ihnen vorgestellt, während sich im Saal heftiger Protest erhob, wie Sie sich vermutlich erinnern werden. Diese Erfahrung führt uns zu der Frage: Soll jetzt wieder die „Beteiligung“ von Bürger*innen beim „Dialogforum“ dazu dienen, der Öffentlichkeit einen Konsens mit Bürgerinitiativen und Umweltverbänden vorzuspiegeln?
Die erste Sitzung des „Dialogforums“ ist bereits auf den 12. Dezember 2016 angesetzt. Wirbitten deshalb um baldige Beanwortung vor allem der Bitte um Ermöglichung der Prüfung
verkehrsträgerübergreifender Alternativen zur A52, wie es EU und UVPG vorschreiben.
Anlage nächste Seite: B 224 – Entlastungspaket
Mit freundlichen Grüßen,
i.A.
PS: Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Brief einigen verkehrspolitisch Interessierten und den Medien zur Kenntnis geben.
3Aktionsbündnis „A52 war gestern – JETZT: Wege für morgen!“
www.A52-war-gestern.de
B 224 – Entlastungspaket
macht Autobahnbau überflüssig
Das Entlastungspaket für die B 224 zeigt, warum ein Autobahnbau anstelle dieser Bundesstraße überflüssig ist. Durch eine Kombination mehrerer Maßnahmen können die Staus verschwinden. Die schweren Belastungen der Autofahrer und der in der Umgebung Wohnenden an Zeit, Gesundheit sowie
die Belastung von Umwelt und Klima können wirksam und nachhaltig vermindert werden. Viel schneller und kostengünstiger als bei A 52-Bau, der allein eine Planungszeit von 12 Jahren hat.
Beschlossene Maßnahmen zur Entlastung der B 224, besonders von Pendlerverkehr
Ab 2019 15-Minunten-Takt der S-Bahn zwischen Gladbeck und Essen (derzeit ungünstig: zwei- bis dreimal stündlich). Die relevanten Bahnhöfe liegen in den Stadtteilen nicht weit von der B 224: hoher Entlastungseffekt.
„Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet“ von Gladbeck bis Essen: Machbarkeitsstudie wird erstellt. Sie soll zum Jahresende 2016 veröffentlicht werden und eine Festlegung der Linienführung enthalten.
Weitere Maßnahmen zur Entlastung der B 224 Bau einer neuen Abfahrt auf der A42 in Höhe des Essener Stadthafens, die an die geplante Erschließungsstraße des neuen Gewerbegebiets in Bottrop-Süd und Essen-Nord anschließt (vom Stadtrat
Essen am 24.4.2016 gefordert). Diese Anbindung an den Berthold-Beitz-Boulevard in Nord-Süd-Richtung bringt eine leistungsfähige Entlastung der B 224. Die neue Straße verläuft parallel zur B 224. Anders als ein A-52-Bau erschließt sie direkt die großen Gewerbeflächen in Bottrop und Essen. Von der Trasse sind
nur wenige Anwohner direkt betroffen.
Einrichten von Park+Ride- sowie Bike+Ride-Plätzen an den in der Nähe der B 224 gelegenen Bahnhöfen Bottrop-Boy, Gladbeck-West, Gladbeck-Zweckel und Gelsenkirchen-Buer-Nord mit guter
Beschilderung. Sie lenken Verkehr auf Bus und Bahn.
LKW-Fernverkehr auf die guten vorhandenen Alternativen lenken, Schwerlast-Durchgangsverkehr einschränken, Ampelschaltung verbessern, Abbiege- und Einfädelungsspuren sowie Tempo-50-Zonen auf der B 224 in Wohnbereichen anlegen. Dies kann wie bei der B1 in Dortmund den Verkehrsfluss wirksam verbessern.
„Stadt der kurzen Wege“ vermindert innerstädtischen Autoverkehr.
Zweigleisigkeit für den S-Bahnverkehr Essen – Bottrop – Gladbeck.
Nach positiver Prüfung der Möglichkeiten eine 3-zu-1-Wechselspuren-Regelung abhängig von der Lastrichtung in Hauptverkehrszeiten einrichten.
Weitere wirksame Maßnahmen sind die Verlängerung der Stadtbahnlinie U11 von Gelsenkirchen-Horst nach Gladbeck, Schnellbusangebote und Mitfahrkonzepte.
Auch hilft die Verlagerung von Güterverkehr auf Schienen- und Wasserwege.
Die täglichen Staus auf der B 224 sind kein Dauerstau, sondern Pendlerstaus. Die bringt das B 224- Entlastungspaket zum Verschwinden. Nach Verkehrsexperten genügt dafür eine Verminderung des motorisierten Individualverkehrs um 10 Prozent.
Diese Maßnahmen sind zukunftsfähig. Sie vermindern gesundheits-, umwelt- und klimaschädlichen Verkehr – Autobahnbau würde diesen vermehren.
21. September 2016

2016-1007-1-brf

 

A52 – Sperrung der Auffahrt Essen-Haarzopf

Die Straßen.NRW Niederlassung Ruhr wird im Zuge der Baumaßnahme A52 zwischen Kettwig und Rüttenscheid die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Haarzopf in Fahrtrichtung Düsseldorf ab dem 2.11. sperren. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Die Sperrung der Auffahrt wird bis zum 16.11. andauern. Danach wird die Auffahrt wieder für den Verkehr geöffnet.

Im Zuge der Sperrung werden an der Auffahrt Arbeiten an den Schutzeinrichtungen, Kanälen sowie weiteren Versorgungsleitungen stattfinden. Gleichzeitig werden Arbeiten an den Asphaltschichten ausgeführt.

Während der Umbaumaßnahmen wird die Auffahrt der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid geöffnet sein.

(ü. Pm.)

Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Wittekindstraße / Walpurgisstraße“

 Auf Antrag der Grenzlandbau GmbH soll für das ehemalige Holz-Conrad-Grundstück in Rüttenscheid ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Fläche wird begrenzt durch die Walpurgisstraße, Wittekindstraße, die Böschung der Autobahn 52 sowie den Kfz-Handel an der Walpurgisstraße.

Ziel ist die Schaffung von planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung einer geplanten Wohnnutzung in Form von Geschosswohnungsbau mit ca. 90 Wohneinheiten, zum Teil gemäß der Richtlinien des öffentlich geförderten Wohnungsbaues unter Einhaltung der Mietpreisobergrenze. Ein weiteres Ziel der Planungen ist die Errichtung einer Kindertagesstätte für vier Gruppen zur teilweisen Deckung des dringenden Bedarfes im Bereich Rüttenscheid/Stadtwald.

Der Bebauungsplan wird als sogenannter Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Hierzu führt die Verwaltung eine Unterrichtung der Öffentlichkeit durch. Interessierte können sich bis zum 7. Oktober bei der Stadt Essen, Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Deutschlandhaus, Lindenallee 10, Zimmer 501 an jedem behördlichen Arbeitstag während der Dienststunden, und zwar montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung informieren. Innerhalb dieser Frist können auch Anregungen und Stellungnahmen zur Planung abgeben werden.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab Beginn der Ausstellung unter der Adresse www.essen.de/Stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werde. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

(ü. Pm.)

 

Rüttenscheid findet keine Lobby in der SPD – Ortsvorsitzender enttäuscht

Einladungen zu ihrem Parteitag an die Presse sparte sich die Essener SPD. Ob es die Angst vor Transparenz, Angst vor Kritik oder schlicht organisatorisches Unvermögen war, sei dahin gestellt. Bei der Negativliste der letzten Zeit und Jahre vielleicht verständlich, denn europaweite Schlagzeilen lieferte man ja schon. Nun ist Presse auch dann vertreten, wenn keine explizite Einladung erfolgt. Denn die Stimmung in der Partei ist alles andere als rosig, wer mit einzelnen Kandidaten spricht, erfährt viel von Enttäuschung, Frust und Zukunftsangst. Verkündungsjournalismus mit instruierten Positivmeldungen verkauft sich schlecht und ist unglaubwürdig. Wir wollen dies auch nicht durch Routineberichterstattung verstärken, denn die Negativmeldungen kommen durchaus aus der Partei selbst. Rüttenscheid ist als großer Stadtteil wieder einmal nicht personell in der Parteispitze vertreten. Diesmal hatte sich Rüttenscheids Ortsvereinsvorsitzender Tobias Peters zur Kandidatur gestellt. Enttäuschend, denn wie nicht nur er empfand, die Fäden waren im Vorfeld gesponnen. Für Rüttenscheid war da kein Platz. Wir drucken daher die Bewerbungsrede von Tobias Peters in voller Länge ab. Immerhin enthält sie eine aufschlußreiche Passage. Das Eingeständnis, dass „Die politischen Rezepte der letzten 20 Jahre, mit denen wir versuchten, die richtige Antwort zu finden, gar nicht oder nur eingeschränkt funktioniert haben. UNS sind gerade deswegen viele Wähler weggerannt.“

hier der vor dem Parteitag vorgetragene Gesamttext:

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute habe ich mich auf dem Wahlparteitag der Essener SPD für eine Kandidatur zur Landtagswahl beworben. Leider wurde ich nicht gewählt.

Meine Rede im Wortlaut:

„Liebe Genossinnen und Genossen,

sind wir uns selbst gegenüber einmal ehrlich. Bildung und nicht Vermögen muss die Menschen absichern. Diese zentrale Forderung der SPD ist inzwischen Makulatur. Bildung schafft heute keine soziale Sicherheit mehr. Das war mal anders.
Muss ich über unsere gute Bildungspolitik der 1960er und 70er Jahre noch etwas sagen ? Bestes Beispiel für den Erfolg der SPD Politik der 1960/70er Jahre ist die Geschichte meiner eigenen Familie. Mein Opa aus Bottrop war Bergmann vor Kohle. Meine Mutter hat dann über den zweiten Bildungsweg studiert und Sozialarbeit und Pädagogik mit Diplom abgeschlossen.

Letztendlich bin ich Nutznießer dieses Bildungsaufstieges.

1987 habe ich mein Abitur gemacht und mein Studium 1997 als Diplom-Sozialwissenschaftler abgeschlossen. Falls jemand fragt: Hier ist es. (Pause, Diplom zeigen) In der Jugend war ich bei den FALKEN. 1992 bin ich in die SPD eingetreten. Heute bin ich Ortsvereinsvorsitzender von Rüttenscheid und Mitglied des Unterbezirksvorstandes. Zur Kommunalwahl 2014 war ich Kandidat in Wahlkreis Rüttenscheid-Süd. Während die SPD bei dieser Wahl 3,2% verlor, habe ich in diesem Wahlkreis 1,9% zugewonnen. Das war der höchste Zuwachs im ganzen Stadtgebiet.

Bei Abschluss meines Studiums war schon klar, dass es für Geisteswissenschaftler kaum Stellen mit sicherer Lebensperspektive gibt.
In dieser Situation habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Ich habe mein Hobby „Brettspiele“ zum Beruf gemacht, und habe in Gelsenkirchen einen Spieleladen eröffnet .
10 Jahre konnte ich gut davon leben. Doch dann haben Smartphones und Internet ihren endgültigen Durchbruch gefeiert und unsere Gesellschaft wechselte vollständig in die digitale Welt. Und wie so viele andere Dinge auch, werden seitdem Spiele vermehrt nicht mehr im Einzelhandel, sondern beim Versandhandel gekauft. Aus Jobs im Einzelhandel vor Ort, sind schlecht bezahlte Lageristenjobs bei Amazon, Zalando und Co. geworden.

Auch in anderen Branchen steht die digitale Revolution vor der Tür.
Hält der Trend an, werden fast überall gute Jobs, die eine sichere Lebensplanung ermöglichen, durch schlechter bezahlte und unsichere ersetzt.

Damit stellt sich in Deutschland wieder die soziale Frage.

Wir haben in Essen etwa 110.000 Hartz IV Empfänger.
In anderen Städten des Ruhrgebietes sieht es auch nicht besser aus.
70.000 Bürger werden pro Monat von der Essener Tafel unterstützt. Ehrenamtlich !
80% der Arbeitslosen sind schon länger als ein Jahr arbeitslos.
Bezahlbarer Wohnraum wird knapp, weil es wieder an Sozialwohnungen fehlt.
Die öffentliche Verwaltung ist überlastet, da viele Stellen weggespart wurden.
Wie unsere Straßen und Schulen aussehen… Muss ich das noch erwähnen?

Wahrheiten müssen als Wahrheiten erkannt und auch ausgesprochen werden

Eine Wahrheit ist:
Die politischen Rezepte der letzten 20 Jahre, mit der wir versuchten, die richtige Antwort zu finden, haben gar nicht oder nur eingeschränkt funktioniert. UNS sind gerade deswegen viele Wähler weggerannt.

Nachdem ich meinen Laden geschlossen habe, ist meine Erwerbsbiographie ein bunter Flickenteppich geworden. So wie es in Deutschland mittlerweile Millionen anderen auch geht. Hochqualifiziert, hochflexibel, aber keine sichere Zukunftsperspektive.

Neben Sozialwissenschaftler, bin ich Einzelhändler, Projektmanager, Erwachsenenbildner, politischer Referent. Und in dieser Zeit ist auch mein Buch entstanden, in dem diese Erfahrungen eingeflossen sind. Ich bin jetzt Buchautor geworden.

Unsere Bundekanzlerin behauptet: Deutschland geht es so gut wie nie zuvor. Wir wissen, hier vor Ort sieht es ganz anders aus.
Die Reichen werden in Deutschland reicher, die Armen ärmer. Die Mittelschicht bleibt auf der Strecke und verschwindet von der Bildfläche. Ich habe den Traum, es wäre wieder hier im Ruhrgebiet JEDEM möglich, mit guter Bildung und ehrlicher Arbeit ein sicheres Leben zu führen. Ich habe den Traum, dass wir dies auch für unsere Kinder und Enkelkinder sicherstellen können.Dafür bin ich bereit zu arbeiten. Deswegen bitte ich Euch um Eure Stimme, damit wir gemeinsam an diesem Traum arbeiten können.“

Tobias Peters.

(stk, u. ü. Pm.)

 

Spurbusanlage an der Wittenbergstraße wird beseitigt. Neues Grün und alte Dieseltechnik, aber barrierefrei.

Einst fuhren hier sogenannte „Trolleybusse“, elektrisch betriebene Busse, so wie in einem alten youtube-Film selbst Untertage gezeigt. Später nur noch Busse, die durch ein Lenkwerk in einer gesonderten Spur geleitet wurden. Nun wird die Wittenbergstraße umgebaut, der Mittelstreifen begrünt. Die Technik entwickelt sich allerdings nicht weiter. In Essen rollen die wenig umweltfreundlichen Dieselbusse weiter. Allerdings will man 2017 die Ergebnisse einer Studie „einholen“. In anderern „Grünen Hauptstädten“ soll es ja Gas- und Hybridbusse, sowie Elektrobusse geben…

in einer Pressemitteilung heißt es hierzu: „In einem Gemeinschaftsprojekt von Stadt Essen und Essener Verkehrs-AG wird ab Ende August 2016 die 900 Meter lange Spurbusstrecke Wittenbergstraße neu gestaltet. Dafür wird die Betonstrecke in der Mitte der Straße zurückgebaut und eine rund 600 Meter lange Begrünung mit Bäumen angelegt, die durch eine Finanzierung von Grün und Gruga und der Bezirksvertretung II ermöglicht wird.

Die Wittenbergstraße erhält zukünftig in Fahrtrichtung Stadtwaldplatz eine Bus-Sonderspur und Busschleuse in Höhe Stadtwaldplatz. Der Verkehrsknoten Platanenweg/Wittenbergstraße wird neu gestaltet und die Ampelanlage wird in diesem Zuge mit einer ÖPNV-Beschleunigung versehen. Die bisherigen Bushaltestellen werden an den Fahrbahnrand verlegt und sind nun barrierefrei und direkt vom Bürgersteig aus zugänglich. Die sogenannten Kapbahnsteige erhalten neue moderne Wetterschutzeinrichtungen. Insgesamt investieren Stadt Essen und Essener Verkehrs-AG für die Neugestaltung rund 1,1 Millionen Euro.

Für die EVAG erhöht diese Neugestaltung die Wirtschaftlichkeit und die Fahrplanstabilität im Busbetrieb der Linien 142 und 145, da langfristig die Anzahl von Spurbusfahrzeugen reduziert werden kann, was zu Einsparungen bei der Fahrzeugbeschaffung, den Material- und Lagerkosten, sowie bei den Instandhaltungs- und Fahrzeugvorhaltekosten führt. Durch die Reduzierung des Flottenmixes wird ein flexibler Einsatz der Fahrzeugreserve möglich. Langfristig erfolgen Einsparungen bei Sanierungs-, Instandhaltungs- und Pflegekosten der Betonbusspuren. Die neue Busspur in Richtung Stadtwald sorgt für die nötige Fahrplanstabilität, da besonders in den Nachmittagsstunden die Verlustzeiten, die durch Rückstau am Knoten Stadtwaldplatz entstehen, vermieden werden können.“

Zur möglichen Absicht, in Essen elektrisch zu fahren…. (anklicken!)

(stk., u. ü. Pm.)