Bochumer und Kölner Wissenschaftler untersuchen Straftaten von und an Flüchtlingen

Anhand von polizeilichen Daten wollen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Köln prüfen, wie sich die registrierte Kriminalität von Geflüchteten entwickelt hat und wie häufig Geflüchtete selbst Opfer krimineller Handlungen geworden sind. Die Forscher wollen die Ergebnisse der Analyse außerdem in einen Zusammenhang mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und der in klassischen und neuen Medien veröffentlichten Meinungen stellen. Das Projekt, das in diesem Monat startet, wird vom NRW-Wissenschaftsministerium bis Oktober 2018 mit rund 200.000 Euro unterstützt.

(ü. Pm., idr)

POL-E: Essen: Geldautomat an Tankstelle gesprengt – drei Personen fliehen mit Beute in dunklem Audi

45257 E-Kupferdreh: Heute Morgen gegen 1:35 Uhr meldeten Zeugen von der Kupferdreher Straße eine laute Explosion. Die alarmierten Polizeibeamten stellten fest, dass es die Täter auf einen Geldautomaten abgesehen hatten, der an einem Tankstellengelände angebrachten ist. Durch die starke Explosion entstand erheblicher Gebäudeschaden an der Tankstelle.

Die Zeugen gaben an, dass zwei oder drei Personen nach der Tat in einen dunklen, offenbar hochmotorisierten Audi gestiegen und in Richtung BAB 44 geflohen seien. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0201/829-0 zu melden. (ChWi)

Rückfragen bitte an:
Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr
Pressestelle
Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
Fax: 0201-829 1069
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(ü. Pm.)

POL-E: Essen: Zwei Täter flüchten nach Geldautomatensprengung auf einem Motorroller- Polizei sucht dringend Zeugen

Am Donnerstag (23. März) gegen 3:30 Uhr versuchten zwei unbekannte Täter den EC-Automaten eines Geldinstitutes auf der Brückstraße aufzusprengen. Anschließend flüchtete das Duo mit einem Motoroller in Richtung Ortskern von Werden. Wir berichteten bereits am 23. März. Im späten Vormittag des gestrigen Tages konnte die Polizei das vermeintliche Fluchtfahrzeug auf der Laupendahler Landstraße/ In der Borbeck auffinden und sicherstellen. Der Roller wird derzeit kriminaltechnisch untersucht. Im Augenblick geht die Polizei davon aus, dass sich das Duo im Bereich der Auffindestelle ihrem Fluchtmittel entledigt hat und vermutlich in ein Auto umgestiegen ist. Die Polizei bittet erneut um die Mithilfe der Bevölkerung und sucht Zeugen, die Angaben zu den beiden Tatverdächtigen machen können oder die in der vergangenen Nacht entsprechende Beobachtungen oder Fahrzeugbewegungen im Bereich Laupendahler Landstraße/ In der Borbeck gemacht haben.

Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen.

Versuchter schwerer Raub in Altendorf – 23-Jähriger Mann verletzt- Polizei sucht Zeugen

E.- Altendorf: Samstagmorgen (18. März, 6:53 Uhr) sprachen zwei unbekannte Täter einen 23-jährigen Essener auf der Amixstraße/Sursstraße an und fragten ihn nach der Uhrzeit. Als der Essener daraufhin sein Mobiltelefon herausholte, versuchte einer der Männer ihm dieses zu entreißen, woraufhin das Telefon zu Boden fiel und beschädigt wurde. Beim Aufheben seines Mobiltelefons, schlug der andere Täter augenscheinlich mit der stumpfen Seite eines „Beils“ in Richtung des 23-Jährigen und traf ihn am Unterarm. Durch den Schlag erlitt der Essener eine Platzwunde am Arm, die in einem nahegelegenen Krankenhaus behandelt werden musste. Das Duo flüchtete anschließend, ohne Beute, in Richtung Jahnplatz. Sie können wie folgt beschrieben werden: Einer der Männer soll zirka 1,70 Meter groß sein. Er trug eine Jeanshose, eine schwarze Schirmmütze und helle Schuhe. Beide Täter sollen eine schlanke Statur haben und rumänischer Herkunft sein.

Der Ermittler des Kriminalkommissariats 31 sucht Zeugen, die Angaben zu den Räubern oder zu Beobachtungen im Bereich Amixstraße/Sursstraße machen können. Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen. SaSt

Fotofahndung nach versuchtem Mord – Name des Tatverdächtigen bekannt

Am 24. Februar schlugen rücksichtslose Einbrecher auf einen 37-jährigen Familienvater in Mülheim-Styrum ein. Mit schwersten Kopfverletzungen musste er in ein Essener Krankenhaus verbracht werden und wird dort weiterhin intensivmedizinisch betreut.

dieses Foto ist von 2016

Die Kriminaltechniker sicherten in den vergangenen Wochen im Haus und in der näheren Umgebung individuelle Spuren, die nach Auswertung durch das Landeskriminalamt NRW einem 21-jährigen rumänischen Staatsangehörigen zugeordnet werden konnten, der mit unbekannten Mittätern weiterhin auf Flucht ist.

Der Name des Tatverdächtigen lautet Petru-Ciprian Calvan.

Der Täter ist polizeilich bereits in Nachbarstädten in Erscheinung getreten und kommt auch für andere Taten in Frage. Durch den internationalen polizeilichen Informationsaustausch konnten strafrechtliche Verbindungen ins europäische Ausland festgestellt werden. Der Verdächtige wird beschrieben als zirka 175 cm groß, schlank und sportlich. Die Polizei benötigt bei der Fahndung nun dringendst die Unterstützung der Bevölkerung. Unter der Essener Telefonnummer 0201/829-0 ist die Polizei jederzeit für Hinweise erreichbar. Die Fahndung wird auch in den sozialen Medien veröffentlicht. (ChWi)

Strafsache gegen ehemalige Verantwortliche der Arcandor AG

In der Strafsache gegen ehemalige Verantwortliche der Arcandor AG (Aktenzeichen12 b E – 1.39) sind weitere Entscheidungen gefallen:
Beginn der Hauptverhandlung: 11. Mai 2017, 09:15 Uhr, Saal N001
Tatvorwurf: Untreue/Anstiftung zur Untreue
Im Strafverfahren gegen sechs Aufsichtsratsmitglieder und ein Vorstandsmit-
glied der insolventen Essener Arcandor AG hat die I. Strafkammer des Land-
gerichts Essen Termine bestimmt. Die Hauptverhandlung beginnt am 11. Mai
2017 um 09:15 Uhr in Saal N001. Den Angeklagten wird Untreue bzw. Anstif-
tung zur Untreue bei der Gewährung eines Bonus und einer Abfindung vorge-
worfen. Den Vorsitz hat der Vorsitzende Richter am Landgericht Edgar Loch.

Weiteres Verfahren
Die Strafkammer hat 33 Fortsetzungstermine bestimmt, die alle um 09:15 Uhr
in Saal N001 beginnen: Am 15., 22. und 29. Mai, am 19., 21. und 28. Juni, am
4., 6. und 7. Juli, am 7., 17., 24. und 29. August, am 4., 5., 11. und 14. September, am 2., 9., 10., 16., 17. Oktober, am 6., 9., 13., 16., 20. und 23. November sowie am 5., 11., 12., 18. und 21. Dezember 2017.
Hintergrund
Das Verfahren beruht auf einer Anklage der Staatsanwaltschaft Bochum vom
03.11.2015. Die Anklage richtete sich ursprünglich gegen 15 Verantwortliche
der Arcandor AG.
Die Strafkammer hat die Anklage nur gegen 7 Angeklagte zur Hauptverhand-
lung zugelassen: Friedrich Carl Janssen, Leo Herl, Michael S., Dr. Johann
R., Hellmut P. und Wilfried R. als frühere Mitglieder des „Ständigen Aus-
schusses“ des Aufsichtsrats der Arcandor AG, Dr. Thomas Middelhoff als
früherer Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG.
Verfahrensgegenstand sind jetzt noch zwei Tatkomplexe im Zusammenhang
mit Bonus- bzw. Abfindungszahlungen:
(1) Bonusgewährung für Dr. Thomas Middelhoff
Dr. Thomas Middelhoff war seit dem 12.05.2005 Vorsitzender des Vorstands
der Arcandor AG, die ursprünglich als Karstadt Quelle AG firmierte. Nach ein-
maliger Verlängerung hätte seine Bestellung mit dem 31.12.2009 geendet. Im
November 2008 soll sich Dr. Middelhoff auf Initiative des Aufsichtsratsvorsit-
zenden Janssen bereit erklärt haben, das Unternehmen zu Ende Februar 2009
vorzeitig zu verlassen.
Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses sollen sodann beschlossen haben,
Dr. Middelhoff einen Sonderbonus in Höhe von 2,295 Mio. Euro zu gewäh-
ren. Die Staatsanwaltschaft wertet die Bonusgewährung strafrechtlich als Un-
treue (§ 266 Strafgesetzbuch) der Mitglieder des Ständigen Ausschusses; die
Mitwirkung Dr. Middelhoffs wertet sie als Anstiftung zur Untreue. Denn Dr.
Middelhoff habe die Zahlung vertraglich nicht verlangen können. Wirtschaftlich
habe der Bonus der Arcandor AG nicht genutzt.

(2) Abfindungsgewährung für Dr. Peter D.
Dr. Peter D. war seit dem 15.01.2007 für drei Jahre als Finanzvorstand der
Arcandor AG bestellt. Im November 2008 soll er eine vorzeitige Vertragsauf-
hebung zum Jahresende gegen Abfindung akzeptiert haben.
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Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses sollen Ende 2008 beschlossen
haben, Dr. Peter D. eine Abfindung in Höhe von 4,03 Mio. Euro zu gewähren,
mit der außerdem ein Sonderbonus in Höhe von 500.000 Euro abgegolten sein
sollte. Die Staatsanwaltschaft wertet die Gewährung der Abfindung in Höhe
von rund 1,383 Mio. Euro ebenfalls als Untreue der Mitglieder des Ständigen
Ausschusses. Denn in Höhe dieses Betrages habe Dr. Peter D. keinen An-
spruch auf den Abfindungsbetrag gehabt.
Anklage zum Teil nicht zugelassen
Die weitergehende Anklage gegen insgesamt acht weitere Angeschuldig-
te hat die Kammer nicht zur Hauptverhandlung zugelassen, weil es am erfor-
derlichen hinreichenden Tatverdacht fehle:
Die Anklage richtete sich gegen Finanzvorstand Dr. Peter D. wegen Anstif-
tung zur Untreue, bezogen auf seine Abfindung (siehe oben). Die Strafkammer
hat jedoch keinen hinreichenden Tatverdacht für eine Beteiligung des Dr. Peter
D. gesehen. Das Aushandeln eines günstigen Aufhebungsvertrages sei noch
die legitime Wahrnehmung eigener Interessen und führe für sich genommen
nicht zur Strafbarkeit wegen Anstiftung. Für ein möglicherweise strafbares
Einwirken auf die Mitglieder des Ständigen Ausschusses gebe es keine nähe-
ren Anhaltspunkte.
Schließlich richtete sich die Anklage gegen weitere sieben ehemalige Auf-
sichtsrats- bzw. Vorstandsmitglieder der Arcandor AG. Tatvorwurf waren
weitere Bonusgewährungen an vier Vorstandsmitglieder in einer Gesamthöhe
von 4,99 Mio. Euro im Zeitraum 2006 bis 2009. Die Strafkammer hat in diesen
Fällen keinen hinreichenden Tatverdacht für gravierende Pflichtverletzungen
bei der Gewährung gesehen.
Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Beschwerde gegen die teilweise Nicht-
zulassung der Anklage eingelegt. Die Beschwerde ist teils zurückgenommen,
im Übrigen durch Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm zurückgewiesen
worden.

(ü. Pm. d. Gerichts)

24-Jähriger wird im Lührmannwald niedergestochen

Als er einer Frau zu Hilfe kam, wurde ein 24 Jahre junger Mann gestern Abend (13. März) niedergestochen.

Um 19 Uhr war der Essener im Lührmannwald (Grünanlage zwischen Lührmannstraße und Hohlweg) joggen. Ein Stück voraus konnte er beobachten, wie zwei Männer eine Frau auf dem Waldweg bedrängten. Offensichtlich hatten sie es auf die Handtasche der Dame abgesehen. Sofort schritt der Jogger zur Tat und forderte das Duo auf, von der Frau abzulassen. Die mutmaßlichen Räuber wandten sich nun ihm zu, drohten Schläge an und verlangten die Herausgabe von Handy und Kopfhörern. Der Bedrohte weigerte sich. Den folgenden Hieben nach ihm konnte der junge Mann noch ausweichen. Als er sich jedoch insbesondere gegen einen der Angreifer zur Wehr setzte, stach ihm der andere ein Messer in den Bauch.

Anschließend flohen die Unbekannten. Auch die zunächst angegriffene Frau hatte bei Eintreffen der Polizei wenig später bereits das Weite gesucht.

Der Niedergestochene hatte Glück im Unglück. Eventuell ist es nur seinem guten Trainingszustand zu verdanken, dass die Bauchverletzung nicht lebensbedrohlich war. Er muss nach seiner notärztlichen Versorgung am Tatort in einer Klinik weiterbehandelt werden.

Die flüchtigen Täter sollen zwischen 23 und 28 Jahren alt sein und ein südländisches Erscheinungsbild haben. Untereinander redeten die zwei in einer unbekannten Sprache, ihre Anweisungen formulierten sie in gutem Deutsch. Während beide mit dunklen Trainingsjacken und Base-Caps bekleidet waren, war einer auffallend groß (1,9 Meter) sein Komplize etwas kleiner (über 1,8 Meter). Beide Männer hatten einen Vollbart.

Der zuständige Ermittler vom Raubkommissariat bittet etwaige Zeugen und insbesondere die zunächst angegriffene Frau (etwa Mitte 40, blonde schulterlange Haare) dringend, sich unter der Telefonnummer 0201/829-0 zu melden. (LL)

Rückfragen bitte an:
Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr
Pressestelle
Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
Fax: 0201-829 1069
E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de

Rehbock von Hund gerissen – Verdacht der Jagdwilderei nahe des Emil-Frick-Hauses

Am Gelände des Emil-Frick-Hauses wurde am Donnerstag, 2. März, ein Rehbock tot aufgefunden, der nachweislich durch Bisse getötet wurde. Die Bissverletzungen lassen auf einen Hund als Verursacher schließen. Offensichtlich wurde der Rehbock in den Maschendrahtzaun einer Grundstückseinfriedung getrieben und konnte dem verfolgenden Tier nicht mehr entkommen. Da es sich hierbei im einen Straftatbestand nach § 292 StGB (Jagdwilderei) handelt, wurde die Polizei informiert. Aussagen der Besucherinnen und Besucher des Emil-Frick-Hauses legen die Vermutung nahe, dass der mehrjährige Rehbock am Donnerstagvormittag (9.3.) angegriffen wurde.

Personen, die den nord-westlich des Geländes gelegenen gut frequentierten Wanderweg nahe des Fundortes am Donnerstagvormittag genutzt haben und eventuell Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung des Falles führen könnten, werden gebeten, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Das Führen von Hunden ohne Leine im Wald außerhalb von Wegen stellt nach dem Landesforstgesetz NRW eine Ordnungswidrigkeit dar. Ab heute (10.3.) gilt die Leinenpflicht für Hunde ebenfalls auf allen öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Essen durch die Neufassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Wer unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet oder eine Sache,

Gelsenkirchen legt nach
Rechnungen für Kosten der Unterkunft gehen auch an Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen
GE. Mit der Bitte, aus ersparten Hilfsmitteln des Bundes für die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt in Gelsenkirchen entstandene Kosten von rund 575.000 Euro auszugleichen, hatte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski in den vergangenen Tagen an die Ministerpräsidenten der beiden Länder gewandt. Jetzt gehen weitere Rechnungen an die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Auch aus diesen Bundesländern sind zahlreiche anerkannte Asylbewerber und Schutzberechtigte nach Gelsenkirchen gekommen und haben hier ihren Wohnsitz genommen.

Damit erübrigt sich auch die Reaktion des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke, der sich in einer Pressemitteilung verwundert zeigte, dass bis heute kein Schreiben des Oberbürgermeisters mit einer Rechnung für die Unterbringung von Flüchtlingen, die ursprünglich Mecklenburg-Vorpommern zugewiesen wurden, dann aber nach Gelsenkirchen gekommen sind, an dieses Bundesland geschickt wurde.

Frank Baranowski: „Ich kann Herrn Wittke beruhigen. Die Kostenermittlung in diesen drei  Fällen war etwas schwieriger als im Falle Sachsen und Sachsen-Anhalt, sie ist aber auf den Weg gebracht und inzwischen abgeschlossen.“

Die Stadt Gelsenkirchen hat die Zahlen für diese Länder ermittelt und stellt dem Land Brandenburg für 166 Personen 276.530 Euro, dem Land Mecklenburg-Vorpommern für 477 Personen 768.745 Euro und dem Land Thüringen für 169 Personen 272.364 Euro in Rechnung. Diese Beträge hat die Stadt Gelsenkirchen 2016 allein an Kosten der Unterkunft für zusammen 812 Personen ausgegeben, die eigentlich den genannten Ländern zugeteilt worden waren.

Mit den Schreiben an weitere Bundesländer stellt die Stadt nun ihre Kosten für die Menschen in Rechnung, bei denen nachvollziehbar war, dass sie anderen Ländern zugewiesen waren. Diese Bundesländer haben für die Unterbringung von Flüchtlingen Geld vom Bund erhalten. Die Menschen haben aber gar nicht dort gelebt und somit auch nicht den Haushalt belastet haben. Die Stadt Gelsenkirchen zählt hier auf die Solidarität der Landesregierungen. Es kann und darf nicht sein, dass zweckgebundene Kostenerstattungen vereinnahmt werden, für die es keine Basis gibt!

Und auch bei der Frage der Weiterleitung der Integrationspauschale vom Bund über das Land an die Kommunen muss sich Oliver Wittke nicht um die Positionierung des Oberbürgermeisters sorgen. In Pressemitteilungen der Stadt im Juli und im September 2016 hat der Oberbürgermeister seine Haltung klar und deutlich öffentlich gemacht und seitdem mehrfach gegenüber den Vertretern der Landesregierung unmissverständlich vertreten. Zuletzt erst am vergangenen Freitag in einem Gespräch in Düsseldorf.

Hier ist die Haltung von Oberbürgermeister Frank Baranowski eindeutig: „Integration findet im Wesentlichen in den Kommunen statt. Ich erwarte nach wie vor eine gerechte Beteiligung an den Bundesmitteln, wie es etwa Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vormachen, wo die Bundesmittel zwischen Land und Kommunen aufgeteilt werden.“

Frank Baranowski unterstützt daher auch in vollem Umfang die Forderung des NRW-Städtetages, einen angemessenen Anteil der sogenannten Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weiterzugeben und zusätzlich eigene Mittel für die Integration beizusteuern.

Viele wichtige Integrationsmaßnahmen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung und der Schulen, lassen sich in Gelsenkirchen nur verwirklichen, wenn ihre Finanzierung auskömmlich geregelt wird.

die dem Jagdrecht unterliegt, sich oder einem Dritten zueignet, beschädigt oder zerstört, begeht Jagdwilderei. Diese wird nach § 292 des StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Strafsache wegen Brandanschlags auf Café – Verfahren wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung gegen insgesamt 18 Angeschuldigte

In der Strafsache um einen mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Café
in der Hubertstraße in Essen am 04.11.2016 ist beim Landgericht eine
Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Essen eingegangen. Das Verfah-
ren wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung
richtet sich gegen insgesamt 18 Angeschuldigte.
Weitere Einzelheiten zur Person der Angeschuldigten und zu den Tat-
vorwürfen können derzeit nicht mitgeteilt werden, da die Anklageschrift erst den Beteiligten zugestellt werden muss.

(ü. Pm.)

Zentrale Organisationsstelle für Vermögensabschöpfung startet in Hamm

Das NRW-Justizministerium will illegale Finanzsümpfe von organisierter Kriminalität und Terroristen trocken legen.

Dafür wurde jetzt bei der Generalstaatsanwaltschaft Hamm die Zentrale Organisationsstelle für Vermögensabschöpfung Nordrhein-Westfalen (ZOV NRW) eröffnet. Die Zentralstelle ist landesweit Ansprechpartner für Gerichte, Staatsanwaltschaften, Polizei und sonstige Behörden. Sie analysiert bestehende und neue Formen von gewinnorientierter Kriminalität sowie Methoden zur Verschleierung von ergaunertem Vermögen und entwickelt Fortbildungsangebote. Darüber hinaus berät sie auf Anfrage Gerichte und Staatsanwaltschaften in Einzelfragen.

(ü. Pm.)

Kommentar: Raum für Interpretationen – Essener Verkehrsstatistik

Es ist eine zynische Bilanz, die von Essens Polizei alljährlich vorgelegt wird. Nun ist die Interpretation von Statistiken über Tote und Verletzte eigentlich eine politische Aufforderung, der Polizei sollte sie nur als Arbeitsanalyse dienen. Gleichwohl werden dann Differenzen (2016 23155 Unfälle gegenüber 23264 im Vorjahr) wie Erfolge gefeiert. Immerhin will Essens Polizei als Ergebnis der Analyse nun härtere Sanktionen auf Essens Straßen umsetzen. Richtig so. Denn 5 Tote und 342 Schwerverletzte sind mehr als genug, um mehr Gas bei der Bekämpfung leichtsinniger Gefahrenmomente und Personen zu geben.

Weitere 1776 Leichtverletzte, 385 verunglückte Fußgänger, Essen ist kein sicherer Verkehrsraum und hat politischen Regelungsbedarf. Da sollte sich die Grüne Hauptstadt, die den Fahrradverkehr auf die Fahnen geschrieben hat, stärker um Alltagsstrecken bemühen, denn lediglich die schönen Wald- und Parkstrecken im Auge zu haben, täuscht etwas über den realen Bedarf der Bevölkerung hinweg. Es sind die Einkaufs- und Arbeitsstrecken, das Queren gefährlicher Autostraßen und die zugestellten Radwege mäßiger Qualität, die dem Bürger das Leben schwer und gefährlich werden lässt. Nur auf Knöllchen zu hoffen ist da etwas dürftig, stärkere Sanktionen und Verkehrsregulationen, die andere Städte auch realisieren, könnten Essen ein Stück näher an die Zielvorstellungen einer Grünen Hauptstadt bringen.

(stk.)

POL-E: Essen: Mehrere Personen schlagen sich auf der Straße – Verletzte, Blutproben und Strafverfahren

Verletzte, mehrere Blutproben und Strafverfahren sind das Ergebnis einer Schlägerei mit etwa 12 Beteiligten am gestrigen Abend (5. Februar) in der Bunsenstraße in E- Holsterhausen.
Ein Anwohner hatte gegen 23:45 Uhr die Polizei alarmiert. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung wären zwei Gruppen aufeinander losgegangen.Wenige Minuten später trafen die ersten Streifenwagen ein. Teilweise mit Knüppeln schlugen sich etwa 12 Männer. Ein dunkler, möglicherweise blauer Kleinwagen, besetzt mit mehreren Beteiligten, flüchtete in unbekannte Richtung.Auch den Beamten gegenüber war die Stimmung extrem aggressiv. Einen gezielten Faustschlag gegen den Kopf eines Beamten konnte dieser abwehren. Die Polizisten mussten den Einsatzmehrzweckstock einsetzen, um die Parteien letztendlich zu trennen. Für drei Verletzte forderten die Beamten Rettungswagen an.Ein 22-jähriger mutmaßlicher Widerständler verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam, nachdem eine Stichwunde an seiner Schulter genäht worden war. Zudem wurden ihm aufgrund des Verdachts vorherigen Alkohol- und/oder Drogenkonsums zwei Blutproben entnommen.Drei weitere Männer (20, 24, 37) mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Auch ihnen entnahmen dortige Ärzte jeweils zwei Blutproben.Waffen konnten die Polizisten vor Ort nicht feststellen. Gegen bislang neun Männer (18-51) leitete die Polizei Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein, gegen einen wird zudem wegen Widerstandes ermittelt.
Nach weiteren Informationen soll es sich bei den Gruppen um Personen aus Afghanistan handeln.
Hinweise an die Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr:
Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
(ü. Pm.)