Symposium „Folkwang Tanz“ setzt sich mit dem Erbe von Kurt Jooss bis Pina Bausch auseinander

Mit dem Symposium „Folkwang Tanz“ vom 13. bis 15. Oktober 2017 am Campus Essen-Werden der Folkwang Universität der Künste wird die Frage nach der Relevanz des Erbes von Kurt Jooss bis Pina Bausch erstmals öffentlich gestellt.

Das Symposium ist Festakt, Werkschau und kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Folkwang Tanz“ zugleich. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Den Auftakt macht am Freitag, 13. Oktober (18.00 Uhr) eine öffentliche Veranstaltung in der Neuen Aula. Zudem findet am Samstag, 14. Oktober, ein Folkwang Tanzabend statt (Eintritt 10 Euro, 5 Euro ermäßigt). Im Fokus des Symposiums steht die an Folkwang entwickelte Jooss-Leeder-Technik, die – auf den Lehren von Rudolf von Laban basierend – von Kurt Jooss und Sigurd Leeder und in der Nachfolge von Hans Züllig und Jean Cébron entwickelt wurde. Christine Eckerle, langjährige Dozentin für Kinetographie an Folkwang sagt dazu: „Irgendwo hat diese Technik etwas äußerst Natürliches und dabei etwas sehr Kunstvolles. Und es geht einem nicht gegen den Strich.“ In Lectures, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen soll deutlich werden, wie die Jooss-Leeder-Technik die Arbeit von TanzkünstlerInnen wie z.B. Susanne Linke, Reinhild Hoffmann oder Gregor Zöllig bis in die Gegenwart hinein prägt. Dabei soll nicht nur Erreichtes der vergangenen 90 Jahre sichtbar werden, sondern auch Möglichkeiten für die Zukunft der Folkwang Tanzausbildung aufgezeigt werden. In Gesprächsrunden mit externen Gästen von pact Zollverein bis tanzhaus nrw geht es um Perspektiven und Potentiale des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste. So werden am Sonntag, 15.Oktober, um 12 Uhr im Kammermusiksaal Alumni der Ausbildung über ihre Erfahrungen in der nationalen und internationalen Tanzszene diskutieren. Für den Eröffnungsabend am Freitag, 13. Oktober, ab 18 Uhr in der Neuen Aula sind noch Karten erhältlich. Dort werden Filme gezeigt und Vorträge über Kurt Jooss und Sigurd Leeder stattfinden. Zusätzlich gibt es eine Gesprächsrunde über die Technik und die Haltung der Folkwang Tanzausbildung mit international bekannten Tanzschaffenden. Abschließend wird Urs Dietrich einen Ausschnitt aus seinem Solo „Thalamus“ tanzen. Im Rahmen des Symposiums findet am Samstag, 14. Oktober (19.30 Uhr) ein Folkwang Tanzabend in der Neuen Aula statt. Zu sehen sind Choreographien von Pina Bausch, Jean Cébron, Susanne Linke, Urs Dietrich, Ben J. Riepe, Gregor Zöllig u. a. Ein Höhepunkt des Abends ist die Aufführung von „Philips 836885 D.S.Y.“. Das Solostück von Pina Bausch war in dieser Form seit knapp 40 Jahren nicht mehr live auf einer Bühne zu erleben. Noch wenige Restkarten für den Tanzabend sind an der Abendkasse erhältlich (10 Euro, ermäßigt 5 Euro). Das Symposium wird gefördert durch die Kulturstiftung Essen, das Ministerium für Kultur und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und Deutsches Tanzarchiv Köln | SK-Stiftung Kultur. Die Teilnahme ist kostenlos; eine vorherige Anmeldung unter symposium.tanz@folkwang-uni.de ist erforderlich.

Über die Kampagne „Folkwang ist“:

Das Symposium „Folkwang Tanz“ ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Folkwang Universität der Künste. Wir nehmen dieses besondere Jahr zum Anlass, uns 2017 mit unserer Identität zu beschäftigen und das gesamte Jahr unter das Motto „Folkwang ist“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen und uns zu sagen, was Folkwang für Sie persönlich bedeutet: bei ausgewählten Veranstaltungen, über Social Media, im öffentlichen Raum, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist in den Sozialen Medien und auf www.folkwangist.de.

Zahl der Studierenden an Hochschulen des Ruhrgebiets ist auf Rekordhoch gestiegen

(idr). Das Ruhrgebiet meldet ein Rekord-Semester an den Hochschulen der Region. Im vergangenen Wintersemester (2016/2017) waren an den Hochschulen mit Sitz und Standort in der Metropole Ruhr 274.714 Studierende eingeschrieben.

Das sind rund 6.600 (oder 2,5 Prozent) mehr als im vorausgegangenen Wintersemester 2015/2016 und fast 124.000 (82 Prozent) mehr als vor zehn Jahren. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet.
Die Hochschule mit den mit Abstand meisten Studierenden bleibt die Fernuniversität Hagen mit insgesamt 64.819 eingeschriebenen Studenten. Unter den Präsenzunis ist die Universität Duisburg-Essen mit insgesamt 43.059 Studierenden die größte, gefolgt von der Ruhr-Universität Bochum (41.995 Studierende) und der TU Dortmund (33.496 Studierende).
Insgesamt können Studieninteressierte in der Metropole Ruhr unter 22 Hochschulen an mehr als 30 Standorten wählen.
In die Auswertung des RVR flossen ausschließlich Hochschulen mit Sitz und Standort im Verbandsgebiet ein. Hochschulen mit Sitz außerhalb des Ruhrgebiets, aber einem Campus in der Region werden nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bildet die FOM in Essen – hier gibt es keine separate Aufschlüsselung für die Studienorte außerhalb Nordrhein-Westfalens.
Landesweit waren im Wintersemester 2016/17 an den nordrhein-westfälischen Hochschulen 768.353 Studierende eingeschrieben. Nach Angaben von IT.NRW wurde damit das Rekordergebnis aus dem Wintersemester 2015/16 (745.009 Studierende) um 3,1 Prozent bzw. 23.344 Studierende übertroffen.

Impr%rchester am Freitag im Pina Bausch Theater

Am Freitag, 30. Juni 2017, findet das Sommersemesterkonzert des Impr%rchesters der Folkwang Universität der Künste im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden statt.

Um 19.30 Uhr kommen Musikerinnen und Musiker der verschiedensten Studiengänge – Studierende und Lehrende – zusammen und bespielen den Raum in freier Improvisation.

Für dieses Konzert hat das Impr%rchester das Thema „Wasser“ als Inspirationsquelle für seine freien Improvisationen auf europäischen, elektronischen und exotischen Instrumenten gewählt. Die Leitung hat Prof. Michael Niesemann.

Karten für 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) gibt es über die Tickethotline 0201_4903-231, per Mail via karten(at)folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Plakatgestaltung: Wei Chi Chien

Folkwang Universität der Künste: Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann

„Hamburger Ebb und Fluth“ am 22. Juni in der Neuen Aula Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann mit Studierenden verschiedener Instrumentalklassen Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) gehört zu den wenigen Komponisten, die bereits zu Lebzeiten nicht nur angesehen waren, sondern auch von ihrem Schaffen leben konnten. Zu seinem 250. Todestag in diesem Jahr erinnert die Folkwang Universität der Künste mit einem hochkarätigen Konzert an den Meister der Barockmusik: Am Donnerstag, 22. Juni spielt Folkwang BAROCK, das Barockorchester der Folkwang Universität der Künste, Orchestersuiten und Solokonzerte von Telemann für Bläser und Streicher. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden. Auf dem Programm stehen Instrumentalkonzerte in verschiedenen Besetzungen. Immer wieder hat Telemann die unterschiedlichsten Kombinationen mit Blas- und Streichinstrumenten zusammengefügt. Dies wird unter anderem beim „Konzert für 3 Oboen und 3 Violinen B-Dur“ deutlich, das einen Violinen- und Oboen-Chor gegenüberstellt. Das komplexeste Werk des Konzertabends ist hingegen die titelgebende Komposition „Hamburger Ebb und Fluth“. In der 20-minütigen Orchestersuite werden Meeresgottheiten durch für Suiten übliche Tanzsätze charakterisiert, aber auch die ruhige See und die ansteigende Flut musikalisch „gemalt“. „Reine Telemann-Konzerte sind eher selten. Oft traut man dem auch als ,Vielschreiber‘ verschrienen Georg Philipp Telemann nicht zu, alleine im Mittelpunkt eines Konzertes zu stehen“, sagt Markus Möllenbeck, Dozent für Barockcello und gemeinsam mit Trompeterin Prof. Laura Vukobratovic Künstlerischer Leiter des Konzerts. „Dabei wird schlichtweg vergessen, dass er 86 Jahre alt wurde und bis zuletzt unermüdlich komponiert hat und vor allem immer am Puls der Zeit blieb.“ Die Vielseitigkeit Telemanns spiegelt sich auch in den wechselnden Besetzungen wider, die Studierende der Alte-Musik-Klassen und Studierende moderner Instrumentalklassen in einem Konzert vereint: Es spielen NachwuchsmusikerInnen aus den Klassen bekannter Folkwang DozentInnen wie Mayumi Hirasaki (Barockvioline, -viola), Markus Möllenbeck (Barockcello), Prof. Michael Niesemann (Oboe), Prof. Malte Refardt (Fagott), Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte) und Prof. Laura Vukobratovic (Trompete). Ein besonderes Augenmerk gilt Werken mit Trompeten, die dem Konzert einen besonders festlichen Charakter verleihen. Das Publikum darf sich also auf eine ungewöhnliche Begegnung mit der Musik von Georg Philipp Telemann freuen, dessen Instrumentierungskunst an diesem Abend unmittelbar erfahrbar wird. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per E-Mail an karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Folkwang Tanzstudio mit zwei Uraufführungen

Am Donnerstag, den 08. Juni, bringen die NachwuchschoreographInnen Chun Zhang und Kai Strathmann mit „Being far away from…“ und „die andere seite“ gemeinsam mit den TänzerInnen des Folkwang Tanzstudios zwei Uraufführungen auf die Bühne der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Es folgen zwei weitere Vorstellungen am 09. und 10. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Die beiden Choreographien des Abends sind Arbeiten der Masterstudierenden Chun Zhang und Kai Strathmann im Studiengang Tanzkomposition mit dem Schwerpunkt Choreographie. Mit seiner Arbeit „die andere Seite“ legt Strathmann den Fokus auf die Komplexität alltäglicher Bewegungen. Sein Stück erlaubt den ZuschauerInnen einen Zeitlupenblick auf die Bewegungen der TänzerInnen und schafft so Raum für Details: Interaktion, Isolation, Akzente und Bewegungsfluss der TänzerInnen rücken in den Mittelpunkt. Während bei Strathmann unterschiedliche Bewegungsqualitäten und physikalische Abläufe im Vordergrund stehen, hat Zhang für ihre Arbeit „Being far away from…“ einen autobiographisches Thema gewählt. Eigene Erfahrungen mit Rückschlägen und Enttäuschungen haben sie zu einem Stück über Versuchen und Scheitern inspiriert. So suchen die TänzerInnen in ihrem Stück durch Wiederholen, durch Vor und Zurück ihren Weg im Leben. Einen Weg mit der Dunkelheit, aus der Dunkelheit, zwischen Heimweh und Freiheit, zwischen Zweifeln, Hoffnung und Aufbruch. Premiere ist am Donnerstag, 08. Juni, um 19.30 Uhr. Es folgen weitere Vorstellungen am Freitag, 09. Juni und Samstag, 10. Juni zur gleichen Zeit. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Fotos: Folkwang Tanzstudio_Probenbild, Elsa Wehmeier

(ü. Pm.)

Konzert der Querflötenklasse Prof. (stv.) Felix Reimann im Kammermusiksaal

Der wohl bedeutendste Komponist des Barock Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Querflötenklasse von Prof. (stv.) Felix Reimann am 24. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal am Campus Essen-Werden.

Bachs Werke für Flöte sind vielseitig, vielschichtig und von großer musikalischer Tiefe. So beseelt und andächtig seine langsamen Sätze oder seine sakralen Musiken sind, so hinreißend, kraftvoll und drängend-virtuos sind die schnellen Sätze der Sonaten und Konzerte. So war Johann Sebastian Bach nicht nur zur Barockzeit eine Art Übervater der Musik. Seine Zeitgenossen, seine Söhne, aber auch viele nachfolgende Komponisten wurden stark von ihm geprägt. Dies wird auch im Programm „(B)ach rock(t)“ deutlich.

Eingerahmt wird das Programm von zwei wunderbaren Bearbeitungen für Flötenquartette. So spielen zu Beginn die Studierenden Bianca Menezes, Siyu Chen, Suje Kim und Pearl Huang den ersten Satz aus dem a-Moll Violinkonzert BWV 1041. Das „Italienische Konzert“ BWV 971 gespielt von Nadja Frey, Niklas Broghammer, Hannah Schütz und Felix Reimann schließt den Abend ab. Dazwischen bietet das Programm sehr viel Abwechslung. So erklingen Stücke für Flöte Solo wie die Fantasie Nr. 2 von Georg Phillip Telemann (Suje Kim) oder die Acht Stücke für Flöte Solo von Paul Hindemith (Niklas Broghammer). J. S. Bachs Sonate C-Dur BWV 1033 wird gespielt von Hannah Schütz (Flöte) und Dennis Freundel (Gitarre) und die Triosonate G-Dur BWV 1039 erklingt in zwei Teilen. Marco Girardin und Nerses Ohanyan spielen gemeinsam mit Felix Reimann und Mario Krause (Fagott) jeweils zwei Sätze. Einen stillen und zentralen Höhepunkt des Abends darf man beim Ausschnitt aus J. S. Bachs Matthäuspassion BWV 244 erwarten. Als G
ast aus der Klasse von Prof. Rachel Robins singt Franziska Fait die Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“. Begleitet wird sie von Siyu Chen (Flöte), Miriam Torres und Tamon Yashima (Englischhörner) Studierende aus der Oboenklasse von Prof. Michael Niesemann. Einer von Johann Sebastian Bachs Söhnen tat sich besonders schwer mit der „Strenge“ des Vaters. Carl Phillipp Emanuel Bach brach aus dem Regelwerk aus und kreierte seine ganz eigene, freie und von Affekten und Emotionen geprägte „galante“ Musik. Damit war er Wegbereiter einer neuen Epoche und vielleicht der erste „Rockmusiker“ seiner Zeit?

C. Ph. E. Bachs Hamburger Sonate wird gespielt von Nadja Frey und der Finalsatz des berühmten d-Moll Flötenkonzertes erklingt mit Xueqing Wang, Sung Mi Kim (Violine I), Valentin Delpy (Violine II), Ronja S. Brinkmann (Viola) und Robert Wheatley (Violoncello). Den Continuo Part am Cembalo übernimmt für den gesamten Abend unsere Cembalistin und Pianistin Vanda Albota, und wie man Bach mit Rock verbindet zeigt uns Nerses Ohanyan mit einer Beatboxbearbeitung der berühmten Chaconne.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich Karten (5,- Euro/ erm. 3,- Euro) vorzubestellen. Sie erreichen den Ticketverkauf telefonisch unter (0201) 4903_231 oder via E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

Titel- u. Beitragsfotos: Veronika Kurnosova

(ü. Pm.)

Auswahlspiele des Folkwang Wettbewerbs 2017

Öffentliche Termine im April und Mai in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung Bereits seit 1958 verleiht die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. (GFFF) jährlich in unterschiedlichen Sparten den Folkwang Preis an talentierte NachwuchskünstlerInnen. Auch in diesem Sommersemester stellen FolkwänglerInnen in Auswahlspielen ihr Talent bei dem hochschulinternen Wettbewerb unter Beweis. Den Auftakt machen am Dienstag, 25. April die TeilnehmerInnen der Sparte Komposition um 10.00 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden. Alle Termine sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Seit fast sechzig Jahren haben Studierende der Hochschule beim Folkwang Wettbewerb die Möglichkeit, in unterschiedlichen Sparten eigene Beiträge – zum Beispiel Kompositionen oder Designprodukte – einzureichen. Ob Pina Bausch in der Kategorie Tanz (1958) oder Fotojournalist Guido Mangold (1960) in der Sparte Fotografie: In die Riege der GewinnerInnen des Folkwang Preises reihen sich berühmte Namen ein, die einst an der Folkwang Universität der Künste ihren Abschluss gemacht haben.

www.folkwangist.de

Bei den diesjährigen öffentlichen Auswahlspielen in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung präsentieren die TeilnehmerInnen ihre Ideen. Eine Jury entscheidet im Anschluss über die GewinnerInnen. Eine Besonderheit ist das Auswahlverfahren in der Kategorie Darstellende Kunst: Hier zeigen die BewerberInnen ihre Stücke nicht an einem gesonderten Termin. Die Beiträge setzen sich aus den Artist-Diploma-Abschlusswerken der AbsolventInnen in den Studiengängen Regie, Schauspiel und Physical Theatre zusammen, die bereits im Wintersemester 2016/17 zu sehen waren. „Bei den Auswahlspielen erhalten wir von den jungen Künstlerinnen und Künstlern in besonderer und sehr persönlicher Art und Weise Eindrücke auf die Frage, was Folkwang ist“, betont GFFF-Vorsitzender Henning R. Deters mit Blick auf die Kampagne „Folkwang ist…“ zum 90-jährigen Bestehen der Hochschule in 2017. „Ich bin mir sicher, dass auch in diesem Jahr hochkarätige Beiträge den Wettbewerb beleben und die Bandbreite künstlerischer Exzellenz an Folkwang widerspiegeln werden.“ Die Gewinnerbeiträge präsentieren die PreisträgerInnen bei der großen Folkwang Preis Gala, die in diesem Jahr am Sonntag, 02. Juli um 17.00 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden stattfindet. Mit der Vergabe des Folkwang Preises an junge KünstlerInnen trägt die GFFF aktiv dazu bei, künstlerischen Nachwuchs zu sichern und gleichzeitig das kulturelle Leben über Folkwang hinaus zu erhalten und zu fördern. Außerdem werden bei der Folkwang Preis Gala auch der Dr. Alfred Hoff Sonderpreis zur Förderung junger PianistInnen, der Ingrid Girardet Sonderpreis zur Förderung junger Talente sowie der Josef-und-Else-Classen-Tanzpreis verliehen. Alle Termine im Überblick: 25. April | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Komposition 02. Mai 2017 | 10.00 Uhr Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musikwissenschaft 04. Mai 2017 | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Konzeptkonzert 11. /12. Mai 2017 | jeweils 10.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musik 23. Mai 2017 | 09.00 – 20.00 Uhr SANAA-Gebäude | Campus Essen-Zollverein Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Gestaltung 02. Juli 2017 | 17.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Preis Gala Über die Kampagne „Folkwang ist…“: 90 Jahre Folkwang Universität der Künste – das nehmen wir zum Anlass, uns das ganze Jahr hinweg mit unserer Identität zu beschäftigen und 2017 unter das Motto „Folkwang ist…“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen: Unsere KünstlerInnen geben Antworten mit zahlreichen Veranstaltungen aus Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft. Gleichzeitig fragen wir FolkwänglerInnen, FreundInnen, PartnerInnen, FörderInnen und alle Interessierten, was für sie persönlich Folkwang ist: über Social Media, im öffentlichen Raum, bei Ausstellungen, auf der Bühne, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist auf Facebook, Twitter und Instagram und auf www.folkwangist.de.
(ü. Pm.)

Folkwang zeigt „Goethe! Auf Liebe und Tod“

Für ihre diesjährige Musicalproduktion hat sich die Folkwang Universität der Künste etwas Besonderes einfallen lassen: In Zusammenarbeit mit Stage Entertainment bringt der Studiengang Musical das brandneue Stück „Goethe! Auf Liebe und Tod“ von Gil Mehmert auf die Bühne.

Die Tryout-Premiere des Musicals über die Jugendjahre des bekanntesten deutschen Dichters findet am Dienstag, 04. April um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden statt. „Goethe! Auf Liebe und Tod“ ist ein neues Musical, das auf Grundlage des Kinofilms „Goethe!“ (2010) von Philipp Stölzl entstanden ist. Nach dem großen Erfolg von „Das Wunder von Bern“ hat sich das Kreativteam um Folkwang Professor und Regisseur Gil Mehmert (Buch), Martin Lingnau (Musik) sowie Frank Ramond (Texte) erneut zusammengetan, um im modernen Gewand die Geschichte des jungen Johann Wolfgang Goethe in seiner Sturm und Drang-Phase zu erzählen: Vom Vater als Advokat ins verschlafene Wetzlar verbannt, verliebt er sich dort unsterblich in die junge Lotte. Die Liebesgeschichte endet unglücklich, Goethe verarbeitet seine Erlebnisse in „Die Leiden des jungen Werthers“ – jene Novelle, die ihn schließlich zum ersten Literaturstar Europas macht. Traditionell stehen auch in diesem Jahr Studierende des 3. und 4. Jahrgangs Musical unter der Regie von Prof. Gil Mehmert auf der Bühne. In die Riege der DarstellerInnen reihen sich in den Hauptrollen die Musicalstars Sabrina Weckerlin und Philipp Büttner (zu sehen am 04., 05., 10., 19. & 20. April) sowie Daniel Berger, Mark Weigel, Tom Zahner und Folkwang Absolvent Merlin Fargel ein. Für die Choreographie zeichnet Simon Eichenberger (a. G.) verantwortlich, die Ausstattung stammt von Eva-Maria van Acker (a. G.) und Maria Wolgast (a. G.). Folkwang Studierende des Jazz und der Instrumentalausbildung sorgen für die musikalische Begleitung unter der Leitung von Prof. Patricia Martin. Wer Goethe als jungen Literaten im Popgewand erleben möchte, hat neben der Premiere an folgenden Terminen Gelegenheit dazu: 05., 07., 10., 11., 12., 18., 19. und 20. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Neuen Aula. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201_4903-231 oder per E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

(ü. Pm.)

 

Henning Wagenbreth gewinnt Plakatwettbewerb der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Das Projektbüro „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ hat in Kooperation mit dem Museum Folkwang einen Plakatwettbewerb ins Leben gerufen. Für den Wettbewerb wurden zehn namhafte Designerinnen und Designer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz eingeladen. Gewinner des ist der Berliner Gestalter Hennig Wagenbreth. Vom 20. Januar bis zum 5. März 2017 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs „Wir sind Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ im Museum Folkwang zu sehen. Gezeigt werden die zehn Serien mit je drei Plakaten der geladenen Gestalter und drei ausgewählte Serien von Studenten der Folkwang Universität der Künste.

Gewinner des auf Initiative des Projektbüros Grüne Hauptstadt und des Museum Folkwang veranstalteten Plakatwettbewerbs ist der Berliner Gestalter Hennig Wagenbreth. Vom 20. Januar bis zum 5. März 2017 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs „Wir sind Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ im Museum Folkwang zu sehen. Gezeigt werden die zehn Serien mit je drei Plakaten der geladenen Gestalter und drei ausgewählte Serien von Studenten der Folkwang Universität der Künste. Die 39 Plakate im DIN A0-Format werden ohne Rahmen direkt auf der Wand installiert. Für den Wettbewerb wurden zehn namhafte Designerinnen und Designer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz eingeladen. Die Auswahl der Designerinnen und Designer folgte der Idee, möglichst starke und unterschiedliche „Handschriften“ für die Visualisierung des Themas zu gewinnen. Außerdem beteiligte sich eine Gruppe von Studierenden der Folkwang Universität der Künste unter der Leitung von Prof. Heribert Birnbach an dem Wettbewerb. Die Designerinnen und Designer haben die drei Themenfelder „Umdenken“, „Wandel“ und „Bewegung“ auf ganz unterschiedliche Art und Weise interpretiert und umgesetzt.

Die Jury entschied sich einstimmig für die originelle Plakatserie von Henning Wagenbreth aus Berlin. „Er hat das Lebensgefühl der Grünen Hauptstadt plakativ, außergewöhnlich lebendig und aufmerksamkeitsstark umgesetzt. Wir gratulieren dem Gewinner und danken allen Teilnehmern für ihr Engagement“, so die Jury unter dem Vorsitz von Uwe Lösch.

Die Siegerserie von Henning Wagenbreth wird durch ihren illustrativ-erzählerischen Charakter die Werbemaßnahmen der Grünen Hauptstadt flankieren. Es geht um eine Kampagne, die Emotionen wecken und „die Botschaft des Projektes in die Herzen der Menschen bringen wird“, sagt Simone Raskob, Projektleiterin Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 und Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen.

Eine Gruppe von vierzehn Studierenden der Folkwang Universität der Künste, Essen hat sich mit eigenen Entwürfen an einem Nachwuchswettbewerb beteiligt. Das Deutsche Plakat Forum e.V. hat als Förderverein des Deutschen Plakat Museums einen Preis für eine der studentischen Arbeiten ausgelobt.

Der Preis des Deutschen Plakat Forums geht an Jennifer Jäger und Linda Knott, die mit ihrer Serie C Zustimmung fanden. „Auch wenn die Aufgabe eher darin bestand, eine Imagekampagne zu entwickeln, die das Positive einer naturnahen und nachhaltigen Stadtlandschaft in den Vordergrund stellt, schien uns diese Serie sehr gelungen. Inhaltlich entsteht sofort ein Gegensatz zwischen Text und Bild, was auf den ersten Blick wie eine Persiflage wirkt. Auf den zweiten Blick finden sich Fragstellungen, die kritisch, aber konstruktiv Antworten einfordern. Wir sind sicher, die Plakate werden polarisieren, Meinungen herausfordern und Aufmerksamkeit finden. Auch formal sind die Kompositionen im besten Sinne plakativ.“ (Statement der Jury)

Die Bandbreite der eingereichten Arbeiten reichte von formal reduzierten Entwürfen bis hin zum illustrativ- erzählerischen Plakat, von schwarz/weiß bis grell farbig, von Typografie bis Fotografie.

Es erscheint ein Katalog im Steidl Verlag (€ 20, ISBN 978-3-95829-301-4).
(ü. Pm.)

Von anegeng der sunne klar

Folkwang Konzert mit mittelalterlicher Musik zum Ende der Weihnachtszeit „Von anegeng der sunne klar“ am 5. Januar 2017 um 19.30 Uhr in der St. Lucius Kirche Essen-Werden.

Zu Beginn des neuen Jahres wird es noch einmal weihnachtlich in Essen-Werden: Folkwang DozentInnen des Studiengangs Musik des Mittelalters konzertieren gemeinsam mit dem Ensemble Scholares am 5. Januar 2017 um 19.30 Uhr in der St. Lucius Kirche. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Auf dem Programm stehen weihnachtliche Stücke aus dem Repertoire des Gregorianischen Chorals und der Vokalmusik des Mittelalters. Die Gesänge werden durch instrumentale Kompositionen und Improvisationen im Stil mittelalterlicher Musik eingeleitet. Für die musikalische Begleitung sorgen an diesem Abend Marc Lewon (Laute) sowie Dominik Schneider (Flöte und Quinterne). Maria Jonas komplettiert das DozentInnen-Trio der Folkwang Universität der Künste gesanglich. Auch das Ensemble Scholares, das sich aus Folkwang SängerInnen verschiedener Studiengänge zusammensetzt, nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise ins Mittelalter. Die Leitung hat Prof. Dr. Stefan Klöckner.

(ü. Pm.)

Erfolgreiche Folkwang Inszenierung von „Le nozze di Figaro“

Unter großem Beifall des Publikums feierte gestern die Folkwang Inszenierung von „Le nozze di Figaro“ (Figaros Hochzeit) Premiere in der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden.

Auf der Bühne standen Studierende des Studiengangs Gesang | Musiktheater. MusikerInnen aus dem Studienprogramm Orchesterspiel sorgten für die instrumentale Begleitung unter der Leitung von Prof. Xaver Poncette. Gastregisseur der Oper ist Georg Rootering.  Die nächsten Aufführungen von „Le nozze di Figaro“ finden am 10., 12. und 14. Dezember jeweils um 19.30 Uhr statt.

Fotos: (c) Elsa Wehmeier.

(ü. Pm.)

Folkwang nimmt Abschied von Gunhild Ott – Konzerte in Gedenken an Querflöten-Professorin am Campus Essen-Werden

Nach langer, schwerer Krankheit ist am 14. Juli 2016 Gunhild Ott gestorben. Mit einem Gedenktag am 1. Dezember 2016 verabschiedet sich die Folkwang Universität der Künste von der beliebten Professorin für Querflöte.

Lehrende und Studierende verneigen sich in besonderer Weise vor der leidenschaftlichen Musikerin: Jeweils um 10.00, 13.00, 16.00 und 19.30 Uhr stehen an dem Gedenktag vier Konzerte im Pina Bausch Theater auf dem Programm. In den Zeiten vor, zwischen und nach den Konzerten gibt es die Gelegenheit zur persönlichen Reverenz, auch in musikalischer Form, sowie zur Meditation. Der Gedenktag beginnt um 8.00 und endet um 23.00 Uhr.

Gunhild Ott, 1955 in Essen geboren, studierte selbst an Folkwang, ehe ihre berufliche Laufbahn sie an die Akademie der Berliner Philharmoniker führte. Dort legte sie 1980 ihr Konzertexamen ab. Ihre Orchesterlaufbahn begann Gunhild Ott ein Jahr später als Soloflötistin beim Essener Philharmonischen Orchester. An die Folkwang Universität der Künste kehrte sie 1997 als Professorin für Querflöte zurück. Ihr Name wurde zum Magnet für unzählige StudienbewerberInnen aus aller Welt.

Der Eintritt zum Gedenktag ist frei. Einen Nachruf auf Gunhild Ott von Michael Niesemann, Professor für Oboe, und Malte Refardt, Professor für Fagott, finden Sie hier.