Stärken die Radfahrer den Einzelhandel?

[Düsseldorf] In einem Interview mit der Rheinischen Post äußert sich der Düsseldorfer IHK-Präsident Andreas Schmitz unter anderem zum Thema Radwege in der Innenstadt. Diese sieht er insbesondere mit Blick auf die Kaufkraft von Radfahrer versus Autofahrer kritisch. Radfahrer würden durchschnittlich nur 50 Euro bei einem Einkauf in der Stadt lassen, während Autofahrer im Schnitt 140 Euro ausgeben würden.

„Das ist nur die halbe Wahrheit“, sagt Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des ADFC NRW. „Es stimmt, dass Radfahrer im Schnitt pro Einkauf weniger ausgeben als Kunden, die das Auto nutzen. Dafür gehen sie aber pro Woche etwa doppelt so häufig einkaufen wie Autofahrer.“ In einer Studie der European Cyclists‘ Federation wurden Beispiele aus ganz Europa zusammengetragen. Die Ergebnisse identifizieren Radfahrer als treue und häufige Kunden, die insbesondere den lokalen Einzelhandel stärken, da sie meistens in kurzer Distanz zum Wohnort einkaufen.

Die European Cyclists‘ Federation beziffert außerdem die Vorteile, die sich durch die Umwandlung von Parkplätzen ergeben. „Die Umnutzung eines Parkplatzes kommt gleich mehreren Radfahrern zu Gute und erhöht die Kundenrentabilität pro Quadratmeter“, so Semmelmann weiter.

Ein Rechenmodell zum Thema „Einkaufen und Verkehrsmittelwahl“ für Österreich zeigt weiterhin, dass eine Erhöhung des Radverkehrsanteils um 1 Prozent für den lokalen Einzelhandel insgesamt ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 0,2 Prozent ergibt. Auf Deutschland übertragen, ergäbe sich nach diesem Rechenmodell bei einer Verdopplung des Radverkehrsanteils auf 25 Prozent ein Umsatzplus von 8,7 Milliarden Euro für den Einzelhandel. Semmelmann: „Dies ist sicherlich auch im Sinne der IHK, die nicht nur das Einkaufszentrum auf der grünen Wiese gestärkt sehen will.“

„Etwas antiquiert ist die Auffassung, dass das Fahrrad nicht das Potential habe, das Verkehrsaufkommen durch die hohen Pendlerzahlen zu reduzieren. Das Gegenteil ist der Fall. Allein der Radschnellweg Ruhr RS1 wird laut Machbarkeitsstudie täglich bis zu 52.000 Autofahrten reduzieren“, so Semmelmann. Weitere Radschnellwege in NRW sind geplant, unter anderem auch in Düsseldorf.

„Die Radschnellwege in NRW sind Vorbild für andere Regionen. Sie sind ein Standortfaktor für Unternehmen und sogar Grund für Wohnansiedlungen. Nicht unterbewerten sollte der IHK-Präsident auch die positiven Auswirkungen des Radfahrens auf die Gesundheit von Beschäftigten. Bis zu einem Drittel weniger Krankheitstage weisen Arbeitnehmer auf, die sich durch moderate körperliche Bewegung auf den Weg zur Arbeit machen. Damit die Menschen aufs Rad steigen, brauchen wir aber eine gute und sichere Verkehrsinfrastruktur und mehr fahrradfreundliche Arbeitgeber.“

Zur Studie der ECF: www.ecf.com/groups/eu-cycling-economy

Zur Initiative „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“: www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de/

 zur Machbarkeitsstudie des RS1:

http://www.radschnellwege.nrw/fileadmin/user_upload/projekte/rs1/downloads/RS1_Machbarkeitsstudie_web.pdf

IHK informiert über Regelungen an Stillen Feiertagen

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) weist daraufhin, dass aufgrund des Sonn-und Feiertagsgesetzes NRW am Gründonnerstag (13. April) und am Karfreitag (14. April) zusätzlich zum allgemeinen Sonn- und Feiertagsschutz weitere Einschränkungen gelten.

„An diesen sogenannten ‚Stillen Feiertagen‘ sind gesonderte Regelungen von den Unternehmen zu beachten, bei Verstößen können die Ordnungsämter Bußgelder verhängen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.

Am Gründonnerstag ist ab 18 Uhr jegliche öffentliche Tanzveranstaltung verboten. Am Karfreitag und noch bis Karsamstag, 6 Uhr, sind keine öffentlichen Veranstaltungen erlaubt. Hierzu zählen insbesondere Märkte (Großmärkte: bis 3 Uhr verboten), gewerbliche Ausstellungen, sportliche Veranstaltungen einschließlich Pferderennen, Leistungsschaus, Zirkusaufführungen, Volksfeste, tänzerische und artistische Darbietungen, alle Unterhaltungsdarbietungen in Gaststätten und Diskotheken sowie der Betrieb von Spielhallen und Wettannahmestellen. Darüber hinaus müssen am Karfreitag – wie an allen Sonn- und Feiertagen – auch Videotheken und Autowaschanlagen geschlossen bleiben. Ebenso verbietet das Feiertagsgesetz NRW am Karfreitag Wohnungsumzüge.

Zusätzlich sind am Karfreitag alle nicht öffentlichen Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen, die Vorführung von Filmen, die nicht vom Kultusminister oder der von ihm bestimmten Stelle als zur Aufführung am Karfreitag geeignet und anerkannt sind, untersagt. Dies gilt auch für Veranstaltungen, Theater- und musikalische Aufführungen, Filmvorführungen und Vorträge jeglicher Art, auch ernsten Charakters, während der Zeit des Hauptgottesdienstes. Im Anschluss daran sind einige wenige Veranstaltungen zulässig: Sie müssen religiöser oder weihevoller Art oder sonst ernsten Charakters sein, die dem besonderen Wesen dieses Feiertags entsprechen. So sind auch klassische Musikkonzerte oder ernste Theateraufführungen nur dann erlaubt, wenn sie diese Voraussetzungen erfüllen und gerade an diesem Tag aufgeführt werden sollen.

Gesetzlich nicht verboten sind Kunstausstellungen, Kunstführungen und ähnliche Veranstaltungen, öffnen dürfen auch die Museen und der Zoo.
Für die Überwachung, ob die Bestimmungen des Sonn-und Feiertagsgesetzes eingehalten werden, die Verhängung der Bußgelder sowie für Ausnahmeerlaubnisse sind die städtischen Ordnungsämter zuständig.

(ü. Pm.)

Kostenfreier Beratungstag für Gründer und Start-ups

In Kooperation mit dem Camp.Essen führt das STARTERCENTER NRW der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) ab Mittwoch, 5. April 2017, einmal in der Woche einen Beratungstag speziell für Gründer und Start-ups durch.

Experten des STARTERCENTER NRW der IHK beraten in Einzelgesprächen zu den Themen Gründung, Aufbau und Entwicklung des Unternehmens. Von den ersten Überlegungen bis hin zur Businessplanerstellung, Marketingkonzeption sowie Beantragung von Fördermitteln erhalten Interessierte nützliche Informationen sowie ein START-Paket für ihre weitere Unternehmensentwicklung.

Der kostenfreie Beratungstag findet ab April 2017 jeden Mittwoch von 9:00 bis 17:00 Uhr statt

im Camp.Essen, ComIn Start, 2. Etage,
Karolingerstr. 96, 45141 Essen.

Das Camp.Essen ist die neue, zentrale Anlaufstelle für innovative und digitale Gründungen und Geschäftsideen in Essen.

Anmeldung unter Angabe der Themenwünsche:
IHK zu Essen, Eugenia Dottai, eugenia.dottai@essen.ihk.de, Tel. 0201 1892-238

(ü. Pm.)

Ergebnisse zur Befragung „Zukunft von Frintrop und Bedingrade“ – IHK und Akteure laden Bürger zum Dialog ein

Im Spätsommer des vergangenen Jahres führte die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Zusammenschlusses Bedingrader und Frintroper Unternehmer „Wir für Frintrop“ und des Bürger- und Verkehrsvereins Essen-Frintrop e. V. eine Bürger- und Geschäftsbefragung zu den Ortsteilen Frintrop und Bedingrade durch, deren Ergebnisse nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bürgervorschläge aus der Befragung – wie z. B. der Wochenmarkt rund um die Pfarrkirche – konnten bereits realisiert werden. Zu einem gemeinsamen Dialogabend und um weitere geplante (städtebauliche) Projekte zu erörtern, laden die drei Akteure alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein am

Dienstag, 4. April 2017, um 18.30 Uhr,
im Pfarrsaal der St. Josef-Gemeinde,
Schlenterstraße 18, 45359 Essen.

Zu Gast sind auch Vertreter der StadtAgentur der Stadt Essen und der Ehrenamt Agentur Essen, die in die Projektplanung ebenfalls eng eingebunden sind. Moderiert wird der Abend von Prof. Klaus Wermker, ausgewiesener Experte für Stadtentwicklung und Stadtteilprojekte. Bis zu seiner Pensionierung vor acht Jahren war er bei der Stadt Essen Leiter des Büros Stadtentwicklung und moderierte weichenstellend die Stadtteilprojekte in Altendorf und Katenberg.

(ü. Pm.)

IHK eröffnet Mediationsstelle zur friedlichen Streitbeilegung

„Warum streiten, wenn man miteinander sprechen kann?“ lautet die Devise der Mediationsstelle der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK), die Anfang Februar an den Start gegangen ist. Die Mediationsstelle bietet kompetente und verlässliche Beratung zur einvernehmlichen Streitbeilegung für Betroffene an und unterstützt bei der Suche nach einem Mediator.

Wirtschaftskonflikte müssen nicht automatisch vor Gericht landen. Eine gute Möglichkeit, um schnell, kostengünstig, nachhaltig und insbesondere außergerichtlich zu einer Lösung zu gelangen, ist die Unterstützung durch einen neutralen Dritten: den Mediator. Er leitet die Konfliktpartner durch das Verfahren, gestaltet den Ablauf und sichert eine lösungsorientierte Kommunikation. Dabei befindet er weder über „richtig oder falsch“ noch spricht er ein Urteil. Unter Anwendung bewährter Methodik leitet er die Beteiligten zur praktikablen und einvernehmlichen Lösung. Somit ist der Mediator der Konfliktlotse auf dem Weg in den Lösungshafen. „Ob eine Mediation gelingt, hängt in erster Linie von den Beteiligten selbst ab. Dazu gehört, die Meinungen und Sichtweisen des anderen zu respektieren und an der Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung interessiert zu sein“, betont Ingo Aulbach, Mediator der ersten Stunde des neuen IHK-Services, Inhaber des MediationsZentrum Oberhausen und Leiter der ERGO-Direktionsgeschäftsstelle in Oberhausen.

„Das Thema ist mittlerweile auch in der deutschen Wirtschaft angekommen, da Unternehmen dadurch u. a. Konfliktkosten vermeiden können“, stellt Andreas Zaunbrecher, IHK-Geschäftsführer Recht, mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Mediation fest. „Außerdem bietet die Mediationsstelle Interessierten Informationen und Hintergründe zu möglichen Einsatzfeldern. Angefangen vom Ärger mit Kunden über Kommunikationsfragen im Unternehmen bis hin zur Teamentwicklung.“

Weitere Informationen:
IHK zu Essen, Andreas Zaunbrecher, 0201 1892-208, andreas.zaunbrecher@essen.ihk.de oder online unter www.essen.ihk24.de, Dok.-Nr. 3602560
(ü. Pm.)

Vielfacher Widerspruch gegen IHK-Aufruf pro Kapazitätserweiterung Flughafen Düsseldorf

Der IHK und Sparkassen Aufruf pro Kapazitätserweiterung Flughafen Düsseldorf findet vielfachen Widerspruch. So tritt die Fraktionsvorsitzende der Essener Grünen harte Worte.  Schmutzler-Jäger: „EWG und Sparkasse Essen agieren gegen Ratsbeschluss!“ In einer Presseerklärung ihrer Partei heißt es:

„Angesichts der Unterstützung des von der IHK Ruhr initiierten Aufrufes für eine Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf durch die Chefs der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) und der Essener Sparkasse erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Mit der Unterstützung des IHK-Aufrufes für eine Kapazitätserweiterung des Flugbetriebes am Düsseldorfer Flughafen agieren die Chefs von EWG und Sparkasse Essen gegen den mit überwältigender Mehrheit getroffenen Beschluss des Essener Rates, sich mit allen politischen und rechtlichen Möglichkeiten gegen die starke Ausweitung des Flugbetriebes zu wehren. Sie erschweren durch ihren Aufruf außerdem auch den Mitarbeitern der Essener Stadtverwaltung die Arbeit, die seit Tagen in dem derzeit laufenden Erörterungstermin sitzen und zusammen mit den Vertretern der anderen von Lärm betroffenen Kommunen Anträge gegen die Pläne des Flughafens stellen. Wir erwarten deshalb von Oberbürgermeister Thomas Kufen, dass er sich öffentlich hinter seine Mitarbeiter und den Ratsbeschluss der Stadt Essen stellt und EWG-Chef Dr. Dietmar Düdden zur Zurückhaltung auffordert.

Eine weitere unzumutbare Verlärmung des Stadtgebietes und der damit einhergehende Wertverlust von Immobilien liegen weder im Interesse der Stadt Essen ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Es ist auch zweifelhaft, ob die EWG wirklich im Interesse der Wirtschaftstreibenden agiert. Denn die Pläne des Flughafens zielen vor allem auf ein Abwerben von Urlaubsreisenden von anderen NRW-Flughäfen ab. Geschäftsreisende finden hingegen bereits heute optimale Bedingungen am Düsseldorfer Flughafen vor, wie selbst die von der IHK Ruhr bei ihren Mitgliedsunternehmen durchgeführte Umfrage gezeigt hat. Demnach haben die Mitglieder der IHK Ruhr eine hohe Zufriedenheit mit der Luftverkehrsinfrastruktur bekundet. Eine überwiegende Anzahl der IHK-Mitglieder hat außerdem geäußert, dass Flughäfen als Verkehrsträger eher von geringer Bedeutung für ihr Geschäft seien.“

Fotos: Die Grafiken geben das Ergebnis einer IHK Umfrage von 2013 wieder.

IHK veröffentlicht aktuelle Wirtschaftszahlen für Essen

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) hat ihr jährlich erscheinendes Statistisches Jahrbuch herausgegeben. Das Werk enthält zentrale Wirtschaftsdaten über die MEO-Region, z. B. Angaben zur Beschäftigung und zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie zu den Unternehmen im produzierenden Gewerbe, im Handel und im Bereich der Dienstleistung.

Dazu einige konkrete Beispiele: In Essen gab es zuletzt mehr als 233.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Kaufkraft lag bei mehr als 12,5 Mrd. Euro. Das produzierende Gewerbe erzielte einen Gesamtumsatz von fast 4 Mrd. Euro, bei einer Exportquote von 44 Prozent. Die Tourismusbranche verzeichnete über 1,4 Mio. Übernachtungen. Mehr als 120.000 Berufseinpendler zog es nach Essen, dagegen gab es gut 75.000 Auspendler.Insgesamt w urden in der MEO-Region mehr als 10.000 Berufsausbildungsverträge in über 140 Ausbildungsberufen abgeschlossen.

Hier das Jahrbuch:  Statistisches-Jahrbuch_2016-data (anklicken!)

(ü. Pm.)

IHK-Präsidentin Kruft-Lohrengel zur IHK-Vize von NRW gewählt

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e. V. (IHK NRW) standen Vorstandswahlen: Neu hinzugewählt wurden Jutta Kruft-Lohrengel, Präsidentin der IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen, sowie Thomas Meyer, Präsident der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid. Kruft-Lohrengel und Meyer ersetzen Udo Dolezych, bis Juni Präsident der IHK zu Dortmund, und Prof. Dr. Ulrich Lehner, Präsident der IHK zu Düsseldorf, die beide turnusmäßig ihre Ämter niederlegten. Darüber hinaus wurde Thomas Meyer von den Mitgliedern in den Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelskammertages nach Berlin entsandt.

Der derzeitige Präsident Ralf Kersting wurde von den 16 Delegierten für weitere vier Jahre gewählt; als Vizepräsidenten bestätigt wurden Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg. Im Mittelpunkt der Vorstandstätigkeiten stehen die Themen Wirtschaft in NRW, Bildung und Digitalisierung.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.

(ü. Pm.)

Gemeinschaftsaktion der Starthelfenden NRW – IHK-Hotline am 27. Oktober: „Wie bewerbe ich mich richtig?“

Am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Essen einen Beratungsservice an, mit dessen Hilfe sich Jugendliche und interessierte Eltern rund um das Thema Bewerbung informieren können.

Eine Bewerbungsmappe sollte gut vorbereitet sein, denn oftmals entscheidet sie darüber, ob ein Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Deshalb gilt es, sich selbst überzeugend darzustellen – dabei kommt es nicht nur auf die Noten, sondern auf den Gesamteindruck der Bewerbung an. Nähere Auskünfte erteilt IHK-Starthelferin Stefanie Richter in einer Telefonsprechstunde: Wie verfasse ich ein Anschreiben? Welche Angaben gehören in den Lebenslauf und wie muss dieser formal aussehen? Welche Zeugnisse muss ich beilegen? Und gilt das alles auch für Online-Bewerbungen?
Donnerstag, 27. Oktober 2016, von 11:00 bis 16:00 Uhr
Hotline-Nr. 0201 1892-207
Dieser kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice wird durch das Projekt „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ möglich, welches mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

(ü. Pm.)

Ruhr-IHKs legen Gutachten „Stresstest Straße“ vor: Bis 2030 drohen täglich 91.000 Staustunden

Wenn die Straßeninfrastruktur in der Metropole Ruhr bis 2030 nicht ausgebaut wird, droht eine erhebliche Zunahme der Staus in der Region. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet, das diese heute in Essen unter dem Titel „Stresstest Straße – Wie leistungsfähig sind die Straßen im Ruhrgebiet?“ vorgestellt haben. Mehr als 300 Kilometer Autobahn und Bundesstraße weisen schon jetzt erhebliche Überlastungen auf. Unter der Vorausetzung, dass nur die bereits in Bau befindlichen und indisponiblen Vorhaben im Jahr 2030 umgesetzt sind, geht die Studie von täglich 91.000 Staustunden aus. Das wäre eine Steigerung von 44 Prozent im Vergleich zu 2010. Dabei wird ein Wachstum des Personenverkehrs um drei, des Güterverkehrs um 24 Prozent zugrunde gelegt. Die IHKs fordern, dass Bund und Land die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommenen Projekte im Ruhrgebiet mit Unterstützung der Städte zur Baureife bringen und umsetzen. Außerdem müssten Vorhaben mit einer guten Wirtschaftlichkeit und spürbarer Entlastung in den Vordringlichen Bedarf hochgestuft werden. Angemahnt wird zudem ein effizienteres Baustellenmanagement. Baustellen hätten starke Auswirkungen für die gesamte Region: Ein Ausfall der Infrastruktur etwa im Westen des Ruhrgebiets bringe durch Ausweich- und Verlagerungsverkehre spürbare Belastungen für den Osten der Metropole Ruhr.

Der Stadt Essen drohen im Jahr 2030 täglich über 10.000 Fahrzeugstunden im Stau – sofern die Infrastruktur nicht spürbar ausgebaut wird. Damit stünde Essen bei den Staubelastungen im Ruhrgebiet auf dem zweiten Platz. Vor allem die Bundesstraßen B224 und B227 weisen in einzelnen Abschnitten mit einer Überlastung von mehr als 150 Prozent deutliche Defizite auf. So lauten die zentralen Ergebnisse des Gutachtens für Essen.

„Die Kapazität der Straßen hat direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Für Unternehmen bedeutet jede Staustunde zusätzliche Kosten. Wir brauchen daher schnelle und spürbare Investitionen in unsere Infrastruktur“, fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.

Ziel des Gutachtens war es, die Auswirkungen der verkehrlichen Entwicklung auf die Straßen- und Stausituation zu untersuchen. Dabei wurden Engstellen identifiziert und Lösungsansätze aufgezeigt. Die Gutachter gehen von einem geringen Zuwachs im Personenverkehr um drei Prozent und einer dynamischeren Entwicklung mit einem Plus von 24 Prozent im Güterverkehr bis 2030 aus. Zum Startpunkt der Studie war nicht abzusehen, welche Projekte es in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) schaffen. Daher wurden nur solche Projekte als realisiert angenommen, die sich bereits im Bau befinden oder als indisponibel gelten.

Gerade für die Stadt Essen sieht die IHK dringenden Nachbesserungsbedarf beim Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. Zentrale Projekte wie der Lückenschluss der A52 und die Realisierung des Ruhralleetunnels sind mit der Einstufung in den sog. Weiteren Bedarf auf die lange Bank geschoben worden. Beim sechsspurigen Ausbau der A40 im Ruhrgebiet fehlt das Teilstück von Frohnhausen bis zum Dreieck Essen-Ost. „Die Autobahnen rund um Essen werden leistungsfähiger gemacht, können aber hier nicht entsprechend weitergeführt werden. Damit droht Essen zum Flaschenhals des Ruhrgebiets zu werden“, befürchtet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Aus Sicht der IHK müssen die zentralen Verkehrsprojekte daher in den Vordringlichen Bedarf des BVWP eingestuft werden.

Zusätzlich hat das Gutachten verdeutlicht, dass mögliche Ausfälle durch Brückensperrungen oder Baumaßnahmen erhebliche Auswirkungen im gesamten Ruhrgebiet haben – aber auch auf städtischem Gebiet. Kommt es zu einem solchen Vorfall, verlagern sich die Verkehre zum einen überörtlich auf die Fernstraßen, aber auch die ohnehin belasteten kommunalen Straßen müssen mehr Verkehre aufnehmen. Dies kann zum Stillstand im Stadtgebiet führen. „Eine solche Entwicklung belastet Unternehmen, Pendler und Kunden. Daher wird ein effizientes Baustellenmanagement, in dem sich die einzelnen Akteure informieren und abstimmen immer unverzichtbarer. Gleichzeitig brauchen die Unternehmen eine frühzeitige Information. Ansonsten befürchten wir, dass die Baustelle zur Staufalle wird“, so Dr. Püchel.

Quelle Karte: Vollmer Grafikkontor

(ü. Pm.)

Gemeinschaftsveranstaltung von IHK zu Essen, Land NRW, Stadt Essen, Straßen.NRW und Unternehmen vor Ort zur Problematik der A-40-Auffahrt Frillendorf

Die Umbaumaßnahme der A-40-Auffahrt Frillendorf sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. In einer Gemeinschaftsveranstaltung informierten Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK), die NRW-Landesregierung, die Stadt Essen, Straßen.NRW und Unternehmensvertreter über den aktuellen Stand und die weiteren Schritte des Bauprojekts. Mehr als 50 Unternehmer und Gewerbetreibende aus den betroffenen Gewerbegebieten verfolgten die Diskussion – eine Fortsetzung des Krisengesprächs im August 2015.

Im Mittelpunkt standen die Fragen „Wann beginnen die Arbeiten?“, „Welche Einschränkungen wird es geben“ und „Welche Bauzeit ist vorgesehen und gibt es Möglichkeiten diese zu beschleunigen?“. Für IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel war dies eine der Hauptfragen: „Der Verkehr auf der A40 fließt durch die Baumaßnahmen insgesamt zwar spürbar besser – und das ist wirklich positiv. Aber für die ca. 700 betroffenen Unternehmen in den benachbarten Gewerbegebieten stehen Umwege und Zeitverluste noch immer auf der Tagesordnung. Besonderes Interesse gilt daher dem Bau der neuen Anschlussstelle Frillendorf-Nord. Wichtig sind eine verlässliche Zeitplanung und die schnelle Realisierung“, so Kruft-Lohrengel.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek betonte, dass die Umbaumaßnahme der A-40-Auffahrt Frillendorf genau im Zeitfenster läge. Eine Beschleunigung der Bauzeit sei nicht möglich, weil es eine Kostenverteilungsverabredung zwischen Bund, Land und Stadt gebe. Diese verlange die Einhaltung bestimmter Fristen. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf ca. 27 Millionen Euro mit einer 65 prozentigen Förderung des Landes. Geteilte Stimmung hinterließ sein Ausblick auf die nächsten zehn Jahre: In dieser Zeit werde es so viele Baustellen geben wie noch nie in Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt Essen, u. a. vertreten durch Baudezernentin Simone Raskob, bekräftigte die Darlegung von Minister Groschek, dass die Baumaßnahmen im Zeitfenster seien – und auch bereits begonnen haben. Aktuell befinde man sich in der Vergabephase. Ende 2018, spätestens Anfang 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die neue Anschlussstelle nutzbar sein.

(ü. Pm. IHK Essen)

Industrie und Handelskammer Essen warnt vor Anhebung der Grundsteuer in Essen

Erhebliche Auswirkungen für Betriebe und Standort in Essen befürchtet die Industrie und Handelskammer in Essen. Nicht nur, dass Verbraucher, also Mieter und Hausbesitzer belastet würden, gerade Betriebe und mögliche Investitoren, deren die Stadt händeringend nachläuft, wären betroffen und abgeschreckt. Dabei hat Essen gerade gedemütigt die Abwanderung des historisch hier beheimateten Karstadtkonzerns hinnehmen müssen. 

Wir sprachen mit Andreas Zaunbrecher, Justiziar der Industrie und Handelskammer in Essen, über die Auswirkungen einer möglichen Anhebung der Grundsteuer. 

Pläne von Steuererhöhungen befeuern natürlich immer die Frage nach möglichen Einspargelegenheiten bei der Stadt Essen. Allerdings ist die Betrachtung von Haushaltspositionen der Stadt und ihrer „Töchter“ nicht gerade transparent und auch von personellen Interessen vernebelt. Dies dürfte es schon Haushaltsexperten und Politikern schwer machen nach Potentialen zu suchen. Gerade dies macht es den Verwaltungsgliedern leicht auch noch gelegentlichen Luxus zu finanzieren. Wer beispielsweise danach fragt, was die Beschäftigung einer Psychologin bei Grün und Gruga für Kosten verursacht, wird keine Information bekommen. „Es sei Stillschweigen vereinbart worden….“, also vertragsrechtlich. Eine Vorgangsweise nach der sich der geplagte Kämmerer dieser Stadt sehnen dürfte…. , sein Tun und Handeln ist offenbar. Im Dunkeln lässt sich gut munkeln, doch wenn der Schuldenberg der Stadt nicht mehr zu bewältigen ist, verliert sich ohnehin jeder politischer Gestaltungsraum. Traurige Realität in der deutschen „Armutsmetropole an der Ruhr“.

(stk., Titelfoto: IHK Essen)