Sonntagskonzert im Grugapark mit der Band Top Spin

Hits für jedes Alter präsentiert die Band Top Spin am Sonntag im Musikpavillon des Grugaparks.

Die besten Songs aus vielen Dekaden werden „handmade“ präsentiert. Mit viel Spielfreude und Virtuosität gestalten die Musiker ein Programm, das an stilistischer Bandbreite Seinesgleichen sucht. Da werden noch Wünsche auf Zuruf erfüllt, da gibt es Hits für Kids und Oldies, da ist Tanzen erlaubt und Mitsingen nicht nur Angelegenheit der Musiker.

Sonntag, 14. August, um 15 Uhr im Musikpavillon. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

(ü. Pm.)

Vollmondwanderung auf der Schurenbachhalde in Essen

In der nächtlichen Natur werden alle Sinne wach. Raschelt da vielleicht eine Maus, flattert dort eine Eule oder kriecht hier eine Kröte? Der Regionalverband Ruhr (RVR) lädt am Donnerstag, 18. August, zu einer Vollmondwanderung auf der Schurenbachhalde in Essen ein. 
Die Wanderung auf der Route Industrienatur beginnt um 20 Uhr an der Autobahnunterführung (auf der Haldenseite), Emscherstraße in Altenessen. Die zweistündige Tour kostet für Erwachsene fünf und für Kinder drei Euro. 
Alle Termine des RVR-Programms "Natur erleben" sowie weitere Veranstaltungen zum Thema Umwelt sind unter www.umweltportal.metropoleruhr.de abrufbar. Im Infopool des Portals stehen zudem die Broschüre "Natur erleben" und weitere Publikationen zum Download bereit.

(ü. Pm., idr)

Äbtissinnen nutzten den Fluss Limbecke schon seit dem 9. Jahrhundert

Über Wochen haben die Bagger zwischen Hache-, Henrietten- und Selmastraße gearbeitet, jetzt sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Mit dabei war auch die Stadtarchäologie. Aus gutem Grund – schließlich war bereits im Vorfeld bekannt, dass auf dieser Fläche früher auch ein Bach, die Limbecke, floss.

Etwa 7,50 Meter unter der heutigen Oberfläche fanden sich bei den Arbeiten an der Baugrube die Überreste eines alten Weges, der an die Limbecke führte. Holzreste und Keramik des Hoch- und Spätmittelalters wurden ebenfalls entdeckt. Die Funde reichen zurück bis in das 9. und 10. Jahrhundert. Diese alten Funde belegen eine frühe Nutzung der Limbecke und sind vergleichbar mit Funden im Westen der Stadt, im Bereich des mittelalterlichen Limbecker Tores, sowie an der Berne im Osten der Stadt. An all diesen Gewässern waren in Abhängigkeit des um die Mitte des 9. Jahrhunderts gegründeten freiweltlichen Damenstifts im Frühmittelalter unter anderem Mühlen entstanden. Damit steht fest: Schon seit dem 9. Jahrhundert nutzten die Essener Äbtissinnen die Limbecke.

Überreste von Wegen und Mühlen und eines Mühlenteiches wurden auch beim Bau des Einkaufszentrums am Limbecker Platz zwischen 2006 und 2008 gefunden. Ein Teil dieser Funde kann im Untergeschoss des Einkaufszentrums besichtigt werden.

(ü. Pm.)

Der Lebenslüge zweiter Akt? Petra Hinz klagt an. Ein Kommentar

Der Fall der Petra Hinz ist in seiner ganzen Dimension schon sehr extrem. Dies liegt sicherlich nicht an der heute schnellen und weiten Verbreitung von Nachrichten über die neue Medien, die diesen Fall erst aufgedeckt haben. Eine komplette Biografie fälschen ist für einen demokratischen Repräsentanten eben keine Bagatelle, die mit sonstigem Fleiß relativiert werden könnte. Es bleibt Betrug am Wähler und Bürger und rechtfertigt die öffentliche Ächtung, wie sie Hinz bundes-, ja europaweit aus den Berichten entgegenschlug. Dass Hinz nun in einem Interview zu einem verzweifelten Gegenschlag gegen ihre Partei und deren örtliches Establishment ausholt, macht ihre Lage nicht besser. Noch in stationärer Behandlung, sieht sie sich veranlasst, NRW-Justizminister und lokaler Parteivorsitzender Thomas Kutschaty öffentlich der Lüge und Kampagnenführung gegen sie gerichtet, anzuklagen. Die Argumente sind dünn und auf die bloße Behauptung gegründet, Kutschaty habe Wort gebrochen und selbst NRW-Ministerpräsidentin Kraft sei es nicht an Hilfe, sondern an schnelle Beseitigung der Störfunktion gelegen.

Sicherlich ist es bedauerlich, wenn ein Mensch derartig tief fällt, wie es Petra Hinz augenblicklich wohl erleidet. Doch es gibt da auch eine andere Perspektive, denn was offenbar ist, deutet eben nicht auf einen einmal gemachten Fehler im Leben hin, sondern um eine systematisch beibehaltene und auch erweiterte Lebenslüge. Lebenslügen dieser Art sind Teil psychiatrischer Krankenakten. Und auch Petra Hinz befindet sich nun in stationärer Behandlung, sollte man vielleicht besser sagen, endlich? Denn eine frühere „Aufarbeitung“, was nur eine moderne Bezeichnung für einen therapeutischen Prozess darstellt, hätte vielleicht dieser Patientin helfen und noch korrigieren können. Dass Hinz nun aus diesem geschützten Raum der Behandlung noch in die Öffentlichkeit hinein wirken will, und sich dabei nicht auf die entschuldigende Geste beschränkt, ist wiederum eine äußert fragliche Aktion. Der Wechsel von der Opfer- in die Klägerrolle ist nicht sehr überzeugend und man darf den Verdacht hegen, dass dieses Verhalten eher einer Erkrankung entspringt. Soll das Lebensdrama nun wenigstens schuldhaft mittels eines Mythos mit den Aktionen der Umwelt verknüpft werden? Dabei geht es nicht darum, die derzeitigen Akteure der Essener Partei, oder gar die Person der Ministerpräsidentin zu schonen. Das Versagen gerade in der Essener SPD sollte schon mehr Selbstkritik hervorrufen, es bedarf aber nicht eines über die Medien ausgetragen neurotischen Schaukampfes. Petra Hinz sollte die Chance nutzen, Erklärungsmodelle mit ihren Behandlern zu erörtern, Journalisten können das Gebotene fachlich nicht ersetzen.

Auch sollte der Wähler es nicht zulassen, das Essener Problem auf die singuläre Ebene einer Patientin herunter zu brechen. Die Essener SPD hatte Kenntnis, was viele Aussagen belegen, aber keine Fragen. Überhaupt war und ist Fragen in dieser Partei nicht hoch im Kurs, weder bei öffentlichen Fragen im Kontext des abgewählten Ex-OB Paß und anderen Problemfällen, noch im Kontakt mit den Essener Medien. Bis heute hat man hier noch nicht hinzu gelernt. Presseeinladungen und Informationen steckt man lieber selektiv. Als könnte man im Zeitalter schnell reagierender Medien diese auch nur ansatzweise manipulieren, aber Lebenslügen sind keine Phänomene, die auf Einzelpersonen beschränkt sind. Auch Gruppen und Institutionen können dem Versuch einer eigenen Wirklichkeitsbeschreibung erlegen sein. Hier wird die Presse weiter achtsam sein müssen, im Fall Petra Hinz führte der Weg in die Behandlung über das Agieren von Presseleuten, ob der Essener SPD eine Behandlung noch helfen könnte, es wird selbst von vielen, z. T. bereits ausgetretenen Genossen bezweifelt.  Petra Hinz wird die jetzige stationäre Behandlung wohl auch eine Unannehmlichkeit ersparen. Sollte sich noch ein juristisches Nachspiel strafrechtlicher Art ergeben, würde eine sonst in vergleichbaren Fällen übliche psychiatrische Begutachtung wohl entfallen. Wir wollen hierüber aber ebensowenig spekulieren, wie über die Frage, ob mit der verzögerten Mandatsniederlegung nur ein finanzieller Vorteil gewahrt wird. Das diese Verzögerung aber nur durch das Verhalten von Justizminister Kutschaty bedingt sein soll, darf wohl als private Metaphysik von Petra Hinz gewertet werden.

(Hans-Joachim Steinsiek, Essen)

GOP Sommerferien-Special

Bis zum 28.08.2016 haben Kinder bis 14 Jahren noch die Möglichkeit in Begleitung eines vollzahlenden Erwachsenen kostenlos die Abendvorstellung von „Le Club“ zu besuchen.

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Das GOP bietet derzeit mit 13 Artisten und Musikern eine Vorstellung, welche die Zuschauer in den Bann der afrikanische Lebensfreude mit viel Liebe zur Musik, Jonglage-Künsten und außergewöhnlichen artistischen sowie tänzerischen Darbietungen zieht.

Eine besondere Stimmung entsteht unter anderem dadurch, dass durch einfach bereitgestellte Materialien auf den Tischen, wie z.B. Flaschen und Holzstäben, während der Vorstellung mit dem Publikum gemeinsam musiziert wird.

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Möchte man das Sommerferien-Special noch nutzen, kann man sich mit dem Stichwort „Kids Für Nix“ unter www.variete.de oder Tel.: 0201/2479393 Karten reservieren.

(JS)