Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet liegt im August unverändert bei 10,4 Prozent

(idr) 249.184 Menschen waren im August im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) arbeitslos gemeldet.

Das entspricht einem geringfügigen Anstieg um 67 Personen zum Vormonat. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 10,4 Prozent, während in allen anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen die Quote stieg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen in der Metropole Ruhr um 3,6 Prozent gesunken.
Die NRW-weit höchste Arbeitslosenquote verzeichnet Duisburg mit 12,4 Prozent, gefolgt von Gelsenkirchen (12,1 Prozent) und Essen (11,3 Prozent).

Neue Erkenntnisse zur Vorburg der Alteburg in Heidhausen

Hoch über der Ruhr hat sich die Alteburg einst auf einer steilen Bergkuppe südlich von Werden empor gereckt. Was früher war, lässt sich heute nur erahnen: Während der Werdener Architekt Georg Wolff 1865 noch Mauern beschreibt, die eine Höhe von zehn bis zwanzig Fuß erreichten, sind diese heute, besonders nach dem Sturm Ela, oft nur schwer im Gelände auszumachen. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zum Essener Urgestein:

Eine Werdener Urkunde vom 1.5.801 erwähnt einen Burgbach – damals noch „borbecki“ genannt. Das beweist aber nicht nur, dass es zu diesem Zeitpunkt schon eine Burg gab, sondern auch, dass die Alteburg schon vor der Gründung des Klosters Werden durch den Heiligen und Missionar Liudger im Jahre 799 entstanden sein muss. Der Bau einer Burg nämlich hätte keinesfalls innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden können.

Die im Westen der Alteburg gelegene Hauptburg misst etwa 80.000 Quadratmeter. Hinzu kommt – etwa im Bereich der Straße An der Alteburg – eine Art Vorburg, die etwa vier Hektar einnimmt. Von deren Wällen ist aber heute kaum noch etwas zu sehen, Ausgrabungen fanden hier nie statt.

„Wahrscheinlich ist, dass die Alteburg etwa im achten Jahrhundert zu einer Wehranlage ausgebaut wurde. Die Verwendung von Mörtel in der Hauptburg ist mit den Franken in Verbindung zu bringen. Ob die Burg allerdings ursprünglich fränkisch war, oder erst später von Franken eingenommen wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen“, so Dr. Detlef Hopp, Stadtarchäologe.

Vor kurzem wurde ein weiterer Fund gemacht, der neue Erkenntnisse zur Datierung liefert: Zwei Scherben von Tongefäßen des achten oder neunten Jahrhunderts, die im Bereich der Vorburg entdeckt wurden, beweisen, dass auch die Vorburg genutzt oder zumindest aufgesucht wurde.

Freibäder bleiben bis Sonntag, 10. September, geöffnet

Auch in der kommenden Woche lohnt sich der Weg zu einem der Essener Freibäder: Diese sind vorerst bis Sonntag, 10. September, weiterhin geöffnet.

Das Grugabad und die Kombibäder Oststadt und Kettwig sowie die verpachteten Bäder Steele und Dellwig laden weiterhin zum Schwimmen unter freiem Himmel ein.

Aufgrund der Wettervorhersage für die nächste Woche werden die Außenbecken jedoch nur während der Kernöffnungszeiten von 6:30 Uhr bis 10 Uhr und 14 bis 20 Uhr geöffnet sein.

Auszeichnung des Projekts „Historische Fähre Isenberg“ mit der Plakette des Essener Konsens

Wer früher vom Haus Scheppen am Baldeneysee auf die gegenüberliegende Seite nach Heisingen gelangen wollte, konnte beispielsweise das Fährschiff „Isenberg“ der Weißen Flotte Baldeney nutzen. Das 1956 gebaute Schiff ist der letzte Zeitzeuge des Fährbetriebs auf dem Baldeneysee. Mit Hilfe eines Projekts des Essener Konsens, einem Zusammenschluss der Stadt Essen mit der Agentur für Arbeit, der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft (EABG), der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Kreishandwerkerschaft, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, konnte die Isenberg nun aufwändig restauriert werden. Heute (31.8.) wurde das Projekt mit der Plakette des Essener Konsens ausgezeichnet.

„Die Projekte des Essener Konsens zeichnen sich durch ihren hohen Nutzen für die gesamte Stadtgesellschaft aus: Von Menschen für Menschen – so nun auch das alte und neue Fährschiff Isenberg“, lobte Oberbürgermeister Thomas Kufen die gelungene Verwandlung der Fähre. „Dank der Tatkraft des Essener Konsens, vor allem aber der Leistung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedener Arbeitsmarktmaßnahmen, ist aus der Isenberg ein fahrtüchtiges Schmuckstück mit Geschichte geworden“.

Bereits seit über 20 Jahren werden durch den Essener Konsens unterschiedliche Projekte angestoßen und realisiert, die Werte schaffen und der Allgemeinheit nutzen. Dies geschieht immer in Verbindung mit Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen, denen damit eine berufliche Perspektive eröffnet werden kann. „Dabei versteht sich der Essener Konsens nicht als formelle Institution, sondern als Netzwerk, das aus Überzeugung handelt. Projektideen werden gemeinsam entwickelt und Lösungsmöglichkeiten für die Umsetzung partnerschaftlich erarbeitet“, zeigte sich das Satdtoberhaupt von der Konzeption des Zusammenschlusses überzeugt. Der Umbau des Alten Bahnhof Kettwig, „Essen.Neue Wege zum Wasser“, die Innenrenovierung der Kreuzeskirche, der Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes oder die ökologische Umgestaltung von Spielplätzen und Spielwiesen sind Beispiele für die gelungene Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, die zugleich aus dem Essener Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind.

Die Isenberg soll Essens Bürgerinnen und Bürgern als sichtbares und erlebbares Stück Kulturgut am Baldeneysee dienen – ob zur Erkundung historischer Orte am See und der Natur des Baldeneysees durch Schulklassen oder zur Anmietung für private Zwecke.

Stadt stellt Aktionsplan für eine saubere Stadt vor

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat heute seinen Aktionsplan zur Verbesserung der Sauberkeit im Essener Stadtgebiet vorgestellt. Zentrale Punkte sind die optimierte Organisation der Müllbeseitigung, eine Erweiterung der Melderkette unter verstärkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie härtere Sanktionen für Müllsünder.

Sauberkeit ist ein zentraler Faktor für eine attraktive Stadt. Dieses Bedürfnis will die Stadt Essen mit einer neuen Qualitätsoffensive zukünftig verstärkt in den Fokus nehmen.

„Essen bleib(t) sauber!“ fußt auf drei Säulen:

  • 1. Wahrnehmen, Erkennen und Aufklären,
  • 2. Abholung und Pflege,
  • 3. Erfassen, Kontrollieren und Bestrafen.

Unter diesen Überschriften werden sowohl Organisationsabläufe in der Verwaltung auf den Prüfstand gestellt, Kooperationen mit Partnern im Konzern Stadt sowie externen Partnern erneuert und verbessert sowie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Müll und Sauberkeit in den Blick genommen.

„Das Thema Sauberkeit treibt viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt um, das zeigt auch die gestiegene Anzahl an Beschwerden, die uns erreicht. Das wollen wir jetzt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger lösen“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen und Beschwerden zum Thema Müll und Sauberkeit einfach und unkompliziert an die Stadt herantragen können und wissen, dass sich ein kompetenter Ansprechpartner darum kümmert. Genauso wichtig sind mir aber auch die Themen Prävention und Sanktion. Bei den unterschiedlichen Angeboten geht es auch darum, wie die Bürgerinnen und Bürger selbst dazu beitragen können, dass unsere Stadt auch sauber bleibt.“

Säule 1: Wahrnehmen, Erkennen, Aufklären

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

„Wer reinigt meine Straße?, Wo kann ich meinen Sperrmüll abgeben?, Bei wem zeige ich eine wilde Müllkippe an?“: Wichtige Informationen rund um das Thema Müllentsorgung und Sauberkeit werden verständlich aufbereitet und gebündelt, so dass Kontaktadressen, Termine und Öffnungszeiten schnell und einfach zu finden sind. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Internetseite www.essen.de/essenbleibtsauber auf der das Thema zentral verankert wird.

Das Thema Sauberkeit ist eine nachhaltige und gesamtstädtische Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Aufklärende Marketing-Maßnahmen sollen den Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichen Facetten, Verpflichtungen, Zuständigkeiten und Möglichkeiten des Engagements leichter zugänglich machen. Gerade Kitas und Schulen sind dabei wichtige Kooperationspartner, denn insbesondere in frühen Jahren werden die Haltung und das Bewusstsein von Kindern zum Thema Abfallvermeidung und Sauberkeit gelegt. Zusammen mit jungen Studierenden sowie Auszubildenden des „InOffice Essen“ werden kreative und innovative Projekte entwickelt wie Sauberkeit bei Stadtteil- und Bürgerfesten, Kita-, Schul-, Sport und Vereinsveranstaltungen oder auch Aktionen mit anderen Essener Unternehmen thematisiert werden kann.

Mit gezielten präventiven Aufklärungsmaßnahmen und Gesprächen soll auch die Gruppe der Vermieter und Mieter sogenannter „Problem-Immobilien“ erreicht werden. Hier gilt es für Verständnis und Mithilfe zu werben. Verstärkt sollen auch Familien mit Zuwanderungsgeschichte, die neu in Essen sind, unter anderem über die Wichtigkeit der Mülltrennung informieren.

Meldung von Dreckecken und wilden Müllkippen

Die Außendienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt werden – im Rahmen ihrer Tätigkeit – mit einer zusätzlichen Aufgabe betraut. Beim Begehen, Prüfen und Abfahren der Straßen im Essener Stadtgebiet sollen künftig Auffälligkeiten oder unsaubere Straßenabschnitte aufgenommen und gemeldet werden. Ein einfaches Meldesystem soll dabei unterstützen.

Beschwerden, Hinweise und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sind ausdrücklich erwünscht! Mit einem einfachen Meldesystem können die Essenerinnen und Essener zukünftig Hinweise und Anregungen komfortabel und mit aussagekräftigen Informationen, wie Fotos und genauer Standortpositionen, an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Selbstverständlich bleibt die bereits bekannte Bürger-Hotline (Telefon: 88 88888) bestehen und wird um weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Aufnahme der eingehenden Beschwerden aufgestockt.

Säule 2: Abholung und Pflege

Mehr Müllbehälter im Stadtgebiet

Gerade in stark frequentierten Bereichen im Stadtgebiet soll es in Zukunft mehr Müllbehälter geben. Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) arbeiten bereits an einem entsprechenden Konzept zur Erhöhung der Anzahl der Abfallbehälter. Auch die Zuständigkeiten zur Leerung von Müllbehältern, unter anderem in Grünanlagen, werden in diesem Zusammenhang überprüft und optimiert.

Mobile Einsatzgruppe gegen wilde Müllkippen

Ab Oktober 2017 soll eine sogenannte „mobile Einsatzgruppe“ ein schnelleres und flexibleres Handeln vor allem in Bezug auf „wilde Müllkippen“ ermöglichen. Diese wird direkt bei der EBE angesiedelt. Darüber hinaus wird bei der Verwaltung ebenfalls ein Mitarbeiterpool eingerichtet, der – ergänzt durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen – schnell und effektiv Abhilfe und Pflege in Grünanlagen schaffen kann. Grün und Gruga wird gemeinsam mit dem Kooperationspartner EABG ab September für zunächst sechs Monate eine Arbeitsgruppe aus fünf Mitarbeitern einrichten, die vornehmlich für Sondereinsätze und ad-hoc-Maßnahmen in den Bezirken I, VII und VIII eingesetzt werden soll.

Ehrenamtliche Quartiershausmeister

Sogenannte „Quartiershausmeister“ sollen perspektivisch ehrenamtlich im Rahmen ihrer Tätigkeit als zentrale Ansprechpartner in „ihrem“ Stadtteil eingesetzt werden. Sie sollen aufklären, Missstände ansprechen und ebenfalls Mängel melden. Hier sind Kooperationen mit beispielsweise der Jugendgerichtshilfe, Vereinen, Verbänden oder ehrenamtliche Ansprechpartner im Stadtteil angedacht.

Erhöhung der Reinigungsintervalle der Depot-Containerstandorte

Die Frequenz der Reinigungsintervalle an den Containerstandorten soll erhöht werden. Hierbei erfahren die im Stadtgebiet häufig vermüllten Standorte eine besondere Aufmerksamkeit.

Einrichtung eines runden Tisches

Auf verunreinigte nicht-städtische Grundstücke, Wege oder Plätze hat die Stadt Essen bisher keinen Zugriff. Trotzdem erhält sie Beschwerden über wilde Müllkippen auf beispielsweise Gewerbeflächen. Mögliche Maßnahmen auf nicht-städtischen Grundstücken mit unterschiedlichen Eigentümern oder mit Gewerbebetrieben sollen zukünftig besser koordiniert werden. Zu diesem Zweck wird ein Runder Tisch mit verschiedenen Kooperationspartnern eingesetzt.

Säule 3: Erfassen, Kontrollieren und Bestrafen

Ausdehnung von Kontrollen

Bekannte illegale Müll-Ablagerungsstandorte werden stärker kontrolliert, insbesondere auch in den Abendzeiten.

Einsatz von Mülldetektiven

Die mobile Einsatzgruppe wird dahingehend geschult, dass auch sie bei der Ermittlung von Verursachern und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten unterstützen kann.

Erhöhung von Bußgeldern

„Müllverstöße“ werden härter bestraft. Zu diesem Zweck wird Essen zukünftig den nordrhein-westfälischen Bußgeldkatalog vollumfänglich ausschöpfen.

„Ein deutscher Blick auf Polen heute“ im „Donnerstagsgespräch“ der Alten Synagoge mit Professor Werner Benecke

In der Reihe „Donnerstagsgespräch“ der Alten Synagoge Essen wirft Professor Werner Benecke, Europa Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder, am Donnerstag, 7. September, einen „deutsche[n] Blick auf Polen heute“:

In Folge der politischen Wende nach 1989 hat sich Polen stark verändert. Der Beitritt zur Europäischen Union (2004) und zur Nato (1999) verändern Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beziehung des demokratischen Polen zur Vergangenheit muss neu erarbeitet werden. Vor 1939 waren zehn Prozent der Gesamtbevölkerung und ein Drittel der Warschauer jüdisch. Wie stellt man sich in Polen heute zu diesem Teil der polnischen Geschichte?

Politische Lager bildeten sich nach 1990 aus. Heute ist eine konservative und national gesinnte Regierung an der Macht. Ihr Vorgehen im letzten Jahr bezüglich der Justiz und der Presse hat vielerorts Aufsehen erregt. Eine konservativ inspirierte Veränderung des Abtreibungsgesetzes wurde durch massive Proteste von Frauen jüngst gestoppt: Wie sind diese Veränderungen der politischen Landschaft Polens zu beurteilen? Wie steht die neue Regierung zu Deutschland? Wie will sie Einfluss auf die Darstellung der Geschichte nehmen: Wie sind die Vorfälle um das neue Museum in Danzig zu bewerten? Wir hat sich das Bild der Polen von den Deutschen seit 1990 entwickelt?

Professor Werner Benecke wurde in Braunschweig geboren und studierte in Göttingen, wo er auch habilitierte. Er lehrt seit 2006 an der Europa Universität Viadrina-Frankfurt an der Oder zu Gegenständen der mittel- und osteuropäischen Geschichte im polnisch-russisch-deutschen Kontext. Seine Universität kooperiert eng mit polnischen Akademien und hat viele Studierende aus Polen.

Am Donnerstag, 7. September, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

CDU Essen-Fraktion: Keine weitere Zuweisung von Flüchtlingen in 2017 hilft bei der Bewältigung der Integration vor Ort

Die CDU-Fraktion lobt das Ergebnis der Vereinbarung mit der Bezirksregierung Arnsberg, dass die Stadt Essen bis zum Ende dieses Jahres nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz keine weiteren Flüchtlinge mehr zugewiesen bekommt.

Hierzu erklärt Dirk Kalweit, stellvertretender Vorsitzender und integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Die Stadt Essen hat bereits seit einigen Monaten ihre Quote bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu 99,4 Prozent erfüllt. Ebenso leben in Essen aktuell deutlich mehr anerkannte Flüchtlinge als in anderen Kommunen Nordrhein-Westfalens. Daher ist der Schritt richtig, von einer Zuweisung von Flüchtlingen auch in den kommenden Monaten abzusehen. Sowohl die CDU-geführte Landesregierung als auch die Bezirksregierung Arnsberg haben hier die richtigen Schlüsse gezogen. Die Stadt Essen sowie die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt haben in den vergangenen Jahren viel geleistet, um die Herausforderung der Integration von Flüchtlingen vor Ort zu bewältigen. Dass die Stadt Essen bis zum Ende des Jahres 2017 keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen bekommt, wird ein Stück weit dabei helfen, die Integration der bereits hier lebenden Flüchtlinge zu verbessern. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass durch den Familiennachzug weitere Flüchtlinge nach Essen kommen, die entsprechend betreut, untergebracht und integriert werden müssen.“

Die Rüttenscheider GRÜNEN laden zur Radtour

Die Rüttenscheider GRÜNEN laden zur Radtour am Sonntag, 3. September um 12.00 Uhr mit Bundestagsabgeordneten und Südwahlkreiskandidaten Kai Gehring ein. Los geht’s am Rüttenscheider Marktbrunnen.

In der ca. 2 bis 3-stündigen Tour werden sie jetzige und künftige Großbaustellen im Stadtbezirk II ansteuern und in Augenschein nehmen. Mit dabei zum Beispiel die alte PH, die Messeerweiterung, der Rellinghauser Mühlenbach, die Haltestelle Weserstraße und natürlich zu das Grugabad sowie der Sportplatz von Sportfreunde 07. Auf letzteres hat die Stadtplanung ein Bauauge geworfen.
Aber auch die kleinen Dinge werden gezeigt, z.B. wo das am längsten leer stehende Haus stand, wo die Grünen Briefe im Dritten Reich gedruckt wurden oder der Gestapo-Folterkeller war.
Geführtwird die Tour vom GRÜNEN-Ratsherrn Rolf Fliß, der auch Sprecher der Essener Fahrrad-Initiative ist und sich nicht nur die Route ausgedacht hat, sondern sicher unterwegs auch die eine oder andere Anekdote zum Besten geben wird.

Die Teilnahme an der Tour ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PCB-Belastung in Kray – Umweltamt, LANUV und Bezirksregierung Düsseldorf informieren

Ende Juli veröffentlichte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) die Ergebnisse der Grünkohluntersuchungen aus dem Jahr 2016 im Umfeld der ehemaligen Firma Richter. In einer Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger, die bewusst außerhalb der Sommerferien in NRW stattfindet, möchte die Stadt Essen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des LANUV NRW sowie der Bezirksregierung Düsseldorf nun alle betroffenen Essenerinnen und Essener zur PCB-Belastung in Kray informieren.

Am Mittwoch, 6. September, um 18 Uhr, werden im Rathaus Kray, Kamblickweg 27, die Ergebnisse der Grünkohluntersuchungen an den Messstellen in Kray aus dem Jahr 2016 vorgestellt und erläutert. Darüber hinaus stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf und des Umweltamtes den derzeitigen Sachstand für die Betriebsgelände an der Joachimstraße und Rotthauser Straße nach Insolvenz der ehemaligen Firma Richter dar und zeigen Zukunftsperspektiven für beide Gelände auf. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Expertinnen und Experten der teilnehmenden Institutionen zu weiteren Aspekten des Themenkomplexes zu befragen.

Solidaritätsbekundung der Ruhrtriennale und von Intendant Johan Simons

 

Bochum, 24. August 2017 – Mit Betroffenheit reagieren die Ruhrtriennale und Intendant Johan Simons auf die jüngsten Strafverfolgungen der Künstler Kirill Serebrennikow und Doğan Akhanlı durch Russland und die Türkei.

„Wir solidarisieren uns politisch und künstlerisch mit Kirill Serebrennikow und Doğan Akhanlı, die gerade zum unfreiwilligen Symbol werden, künstlerische Freiheit und freie Meinungsäußerung zu verteidigen“, so Johan Simons am Mittwoch in Bochum.

Am Dienstag war der russische Theater- und Opernregisseur Kirill Serebrennikow mit dem Vorwurf der Geldunterschlagung in St. Petersburg verhaftet worden. Am Mittwoch wurde er in Moskau vernommen und wird bis zum 19. Oktober mit einer Fußfessel unter Hausarrest gestellt. Es besteht ein Kontaktverbot. Serebrennikow darf kein Internet nutzen und keine Post über Social Media verschicken, kein Theater betreten und keine Filmaufnahmen machen. Er bestreitet die Vorwürfe. Im Juli hatte das Moskauer Bolschoi-Theater drei Tage vor der Premiere eine Ballett-Inszenierung Serebrennikows über den russischen Tänzer Rudolf Nurejew abgesagt; es dementierte damals, es hätte die Aufführung abgesagt, weil in dem Stück Nurejews Homosexualität offen thematisiert würde. Der türkischstämmige deutsche Autor Doğan Akhanlı war Ende vergangener Woche an seinem Urlaubsort in Spanien festgenommen worden; derzeit ist er unter Auflagen frei; die deutsche Bundesregierung versucht, eine Auslieferung an die Türkei zu verhindern. Akhanlı thematisiert in seinem literarischen Werk den Völkermord an den ArmenierInnen vor 100 Jahren in der heutigen Türkei. Er war bereits in der Türkei wegen des Vorwurfs des Raubes und Totschlags juristisch angeklagt, aber freigesprochen worden; das Urteil war 2013 wieder aufgehoben worden.

Johan Simons: „Natürlich ist es nicht einfach, sich von außen einen umfassenden Einblick in die juristischen Zusammenhänge zu verschaffen. Aber unser Vertrauen in die Unabhängigkeit und Rechtschaffenheit der russischen oder auch der türkischen Justiz ist seit der jüngsten Vergangenheit nicht ohne Grund erschüttert. Es gilt, früh und immer wieder das Wort zu ergreifen und zu warnen, wenn der Eindruck entsteht, die Feinde der Demokratie und der Kunstfreiheit könnten ihre Absichten hinter anderen Manövern verstecken. Europa und die Welt brauchen mutige KünstlerInnen und JournalistInnen, und mutige KünstlerInnen und JournalistInnen brauchen jetzt die Solidarität und Unterstützung Europas. Vor allem dann, wenn es schon ,Mut’ bedarf, eine unbequeme Wahrheit oder eine vermeintlich unschöne Tatsache frei auszusprechen. Gerade haben wir mit einem politischen Europa-Schwerpunkt die Ruhrtriennale 2017 eröffnet und während wir dieses Festival der Künste feiern, bestätigen die jüngsten Ereignisse in Russland und Spanien bzw. der Türkei einmal mehr die Dringlichkeit dieser Themenwahl aufs Traurigste. Sofort muss ich daran denken, was Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller vor wenigen Tagen in ihrer Festspielrede zur Eröffnung der Ruhrtriennale gesagt hat: ,Oft kommt der Anfang des Totalitären harmlos daher, als ginge es nur um den guten Geschmack, um die Verletzung der Gefühle, die Gewöhnung an einige Grenzen, über die man sich im Schreiben oder Malen nicht hinwegsetzen dürfe. Und dann kommt Schritt für Schritt immer noch eine Grenze hinzu. Die Zensur wollte immer schon nicht nur Bücher und Bilder, nicht nur Kunst verbieten, sondern die Wahrnehmung der Welt, aus der heraus die Kunstwerke entstanden sind.’ – Als KünstlerInnen in Freiheit, die wir hier in Deutschland sind, ist es unsere Pflicht, dafür einzutreten, den Wert dieser Grundwerte allen Menschen zu vermitteln und unsere Stimme für ihre Gültigkeit auch andernorts zu erheben. Zu diesen universellen europäischen Werten
gehören eine unabhängige und rechtsstaatliche Aufklärung der fraglichen Vorwürfe und die uneingeschränkte Freiheit der Kunst.“

Mehr Hochschulpersonal im Ruhrgebiet

(idr). Die Hochschulen im Ruhrgebiet haben ihr Personal aufgestockt. Ende 2016 arbeiteten an den Hochschulen mit Sitz und Standort im Ruhrgebiet sowie in den angegliederten Universitätskliniken 42.685 Menschen und damit rund 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr (inkl. studentischer Hilfskräfte).

Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Der Großteil der Beschäftigten (66 Prozent) zählte zum wissenschaftlichen und künstlerischen Personal. 42,4 Prozent des Hochschulpersonals waren in Vollzeit beschäftigt. Rund 45 Prozent des männlichen und knapp 40 Prozent des weiblichen Hochschulpersonals waren Vollzeitangestellte. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter waren Frauen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die auch die Fächergruppe mit den höchsten Studierendenzahlen stellen, waren mit 9.207 Personen (21,7 Prozent) die meisten Mitarbeiter beschäftigt, gefolgt von 8.466 Personen (19,8 Prozent) in den zentralen Einrichtungen der Hochschulen (ohne klinikspezifische Einrichtungen). Für die Statistik hat der RVR ausschließlich Hochschulen mit Hauptsitz oder einem Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt. Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt.

Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de