Dies und das im Ruhrgebiet

Bürgerentscheid: Mehrheit gegen neues Outlet Center in Duisburg Duisburg (idr).

Bei einem Bürgerentscheid in Duisburg sprach sich eine knappe Mehrheit gegen die Realisierung eines Designer Outlet Center auf dem alten Güterbahnhofsgelände aus. Fast 51,1 Prozent stimmten gegen den Bau auf dem ehemaligen Loveparade-Gelände. Die Befürworter des Einkaufszentrums wollten mit dem Projekt zusätzliche Kaufkraft in Duisburg binden. Die Gegner befürchten negative Auswirkungen auf die Duisburger Innenstadt und Umsatzeinbußen für den Einzelhandel. Der Duisburger Rat hatte das Outlet-Vorhaben mehrheitlich befürwortet.

Wirtschaft:  Bilstein-Ansiedlung in Gelsenkirchen soll bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffen Gelsenkirchen (idr).

Die Bilstein Group, einer der führenden Hersteller und Lieferanten von Pkw- und Lkw-Ersatzteilen, baut ihr neues Logistikzentrum auf dem Areal Schalker Verein Ost in Gelsenkirchen. 250 bis 400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Seinen Stammsitz hat das Unternehmen in Ennepetal. Im ersten Bauabschnitt ist der Neubau eines rund 45.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums mit integriertem Verwaltungsgebäude geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund 30 Millionen Euro. Auf der vorhandenen Erweiterungsfläche kann das Gebäude um weitere rund 47.000 Quadratmeter vergrößert werden, was mit weiteren Arbeitsplatzeffekten verbunden wäre.

Kulturelles Filmdoku „Der lange Abschied von der Kohle“ feiert morgen in Essen Premiere (idr).

Für seinen Dokumentarfilm „Der Lange Abschied von der Kohle“ hat Werner Kubny ab Herbst 2015 eine Reihe von Bergleuten der Zeche Auguste Viktoria in Marl auf dem Weg zur Schließung ihres Standorts begleitet. Die morgige Premiere in der Lichtburg Essen ist ausverkauft. Es folgen weitere Aufführungen in Kinos im gesamten Ruhrgebiet, u.a. am 27. September im Eulenspiegel Essen sowie am 1. Oktober im Essener Astra-Kino. Parallel zur Schließungsgeschichte schlägt die Doku mit Archivmaterial und Erzählungen von Akteuren den Bogen von den 1950er Jahren bis heute. Ehemalige Bergleute erinnern sich an die Arbeitsbedingungen unter Tage, vom Schock der Kohlekrise Ende der 50er Jahre, von Streiks und Demonstrationen. Der Film ist eine Produktion mit dem WDR mit Unterstützung der RAG Aktiengesellschaft.

Fußball-Bildungspreis für Schülerprojekt des Vereins Essener Chancen Essen (idr).

Der mit 5.000 Euro dotierte Fußball-Bildungspreis „Lernanstoß“ der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur geht in diesem Jahr an das Projekt „Schule ist auf’m Platz“ des Vereins Essener Chancen. Die Sozialinitiative des Regionalligisten Rot-Weiss Essen bereitet Grundschüler aus sozial benachteiligten Familien auf das entscheidende vierte Schuljahr vor. Jeweils 25 Kinder erhalten ein Jahr lang in den Ferien ein kostenloses Betreuungsangebot und werden zum Lernen motiviert. Beworben hatten sich 32 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Preisverleihung findet am 20. Oktober in Nürnberg statt.

Bochum fordert drei andere Städte in einer Quiz-Show heraus Bochum (idr).

Mit einer Quiz-Kampagne will Bochum Marketing für die Stadt werben. Unter dem Motto „Bochum – Die Talentschmiede im Ruhrgebiet“ sind Bürger in Bielefeld (7. Oktober), Paderborn (14.10.) und Münster (21.10.) aufgefordert, ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Zwölf Experten aus Bochum stellen in den drei Quiz-Städten Fragen aus Wissenschaft, Sport, Kunst und Kultur. Die Rateteams in den jeweiligen Kommunen werden von Bürgern aus ihrer Heimatstadt unterstützt. Die Stadt, die die meisten Fragen richtig beantwortet, gewinnt einen Ausflug nach Bochum. Auf 50 Gewinner, die aus allen Besuchern der Quiz-Show ausgelost werden, können am 25. November die Ruhrgebietsstadt erkunden.

Online-Umfrage zum Thema Glück gestartet Witten (idr).

Was macht Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen glücklich? Aufschluss soll eine deutschlandweite Online-Befragung geben, die Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke jetzt gestartet haben. Die Forscher wollen herausfinden, welche ganz persönlichen Motive und allgemeine Muster zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben Glück zugrunde liegen. Außerdem geht es darum, welche Auswirkungen Schicksalsschläge im Lebensverlauf auf das empfundene Glück haben können. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren.

Bundestagswahl 2017 – die Ergebnisse aus Essen

Der Wahlsonntag (24.9.) in Essen ist ohne Komplikationen verlaufen. Pünktlich um 18 Uhr sind die abgegebenen Stimmen der Essenerinnen und Essener ausgezählt worden. 419.680 Personen waren wahlberechtigt. Besonders hoch fiel in diesem Jahr die Anzahl der Anträge auf Briefwahl aus: 101.386 Wählerinnen und Wähler in Essen hatten diese im Vorfeld beantragt.

Mit einer Quote von 73,92 Prozent liegt die Wahlbeteiligung leicht über der zur Bundestagswahl 2013 (71,31 Prozent).

In den drei Essener Bundestagswahlkreisen haben sich folgende Direktkandidatinnen und -kandidaten durchgesetzt:

• Arno Klare (Mülheim-Essen I)

• Dirk Heidenblut, SPD (Essen II)

• Matthias Hauer (Essen III)

Weitere Kandidatinnen und Kandidaten aus Essen wurden über die sogenannten Listenplätze gewählt.

Insgesamt waren rund 3.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz. Allen Freiwilligen dankt die Stadt Essen für ihre Unterstützung im Vorfeld und während des Wahltages.

Einzelehttp://www.essen.dergebnisse über: essen.de

Kommentar: „Weiter so“ geht nicht mehr – Die Politik will sich den Bürger wiederholen

Nur 13 Prozent für die Rechtsaußen, und 77 Prozent wollen die nicht! Wer bisher gedacht hat, es gäbe keine Protestwähler war wohl blind. Nun haben wir aber ein offenes Scharnier und eine quantitative Begrifflichkeit. Eigentlich sollten 13 Prozent nicht der Kern dessen sein, um das sich alles Wohl und Wehe von Parteien und Gesellschaft dreht. Und auch die Erkenntnis, dass die Migration von SED zu einem demokratischen Gesellschaftssystem nicht vollumfänglich erfolgreich war, ist nicht neu und hätte früher erschlossen werden können. Nun sollen Menschen „zurückgewonnen, abgeholt“ und wieder in die demokratischen Parteien gelockt werden. Nur viele diese Menschen waren noch nie in dieser Kategorie zuhause. Menschen, die in Deutschland so fremdeln, wie es Migranten nach ihrer Ankunft tun. Für die Politik wäre es nun fatal, sich systemisch auf eine „Minderheit“ von 13 Prozent so zu beziehen, so, dass die in den Parteien wankenden Identitäten sich nach dieser Minderheit ausrichten. Fehlende Inhalte, die eben Menschen ansprechen und für Wähler sorgen, vereinfacht, mangelnde Begeisterungsfähigkeit, waren die Ursache für die heutige Abstrafung der traditionellen Parteien. Zu viel Erziehung von oben, zu wenig Transparenz und die Fiktion, den politischen Willen regierend steuern zu können sind der Humus für ablehnende Wahlergebnisse. Wir werden nun bald zu beurteilen haben, ob die gewählten demokratischen Parteien sich konstruktiv den Problemen und Visionen für eine zukünftige Entwicklung zuwenden. Dann könnte der heutige Wahltag auch ein positives Datum abgeben. Als Wendepunkt für die Parteien. Die Kanzlerin scheint dies wohl schon am Wahlabend begriffen zu haben, sie will sich „der Nöte der Bürger“ annehmen. Auf die Inhalte dürfen wir gespannt sein. Dazu wird wohl auch der Austausch gewohnter Gesichter notwendig sein, denn mit neuen Gesichtern dürfte es leichter sein Vertrauen zu gewinnen.

Hans-Joachim Steinsiek, 24. 9. 2017, Nesse/Dornum

Essen 2017 eröffnet Rundwanderweg um den Baldeneysee

Am heutigen Samstag wurde der neue Rundwanderweg um den Baldeneysee eröffnet. BaldeneySteig heißt er und bietet auf 27 Kilometern topografisch anspruchsvolle Wege, reizvolle Landschaften und Ausblicke und eine gute Beschilderung. Der Steig wurde vom Projektbüro der Grünen Hauptstadt in Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk IX entwickelt und finanziert.

„Der Baldeneysee ist eines der beliebtesten Freizeitziele unserer Stadt und ein bedeutender Ort unseres Titeljahres als Grüne Hauptstadt. Im Mai wurde hier die europaweit erste Badestelle an einem ehemaligen Industriefluss eröffnet und im August das deutschlandweit einzige Schiff getauft, das emissionsfrei mit einer Methanol-Brennstoffzelle über See und Ruhr schippern kann. Und seit heute ist das Wandern auf einem 27 Kilometer langen, naturnahen Steig rund um den See möglich. Darauf bin ich sehr stolz,“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen, der den neuen Wanderweg am Wochenende gemeinsam mit Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, und Dr. Michael Bonmann, Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung IX, am Stauwehr in Essen-Werden offiziell einweihte. Anschließend nahmen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei bestem Wanderwetter an zwei vom Sauerländischen Gebirgsverein geführten Touren teil bis schließlich am Nachmittag ein Bürgerfest an der See.Park.Mole für einen gemütlichen Ausklang des Tages sorgte.
Jede Menge zu entdecken
Die Landschaft am Steig selbst bietet erfreulich viel Abwechslung. Während nördlich des Sees steile Wälder, schmale Wege und grandiose Aussichten dominieren, wird die Südseite von weiten Feldern und Spuren der Bergbaugeschichte geprägt. Hin und wieder führt der Steig an Häusern und Siedlungen vorbei, insgesamt aber ist die Strecke für einen Ballungsraum erstaunlich naturnah. Entlang der Strecke gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken, wie das Gelände der ehemaligen Zeche Kaiserin Augusta, das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen oder das Wildgatter Heissiwald.„Dass wir nun unseren Wanderweg rund um den Baldeneysee eröffnen können, verdanken wir dem unermüdlichen Engagement der Bezirksvertretung IX, des Amtes für Geoinformation, Vermessung und Kataster, der EABG und von Grün und Gruga. Der Sauerländische Gebirgsverein hat uns bei der Entwicklung des Steigs in hohem Maße unterstützt. Letztlich wäre die Realisierung ohne die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und dem Projektbüro der Grünen Hauptstadt nicht möglich gewesen. Ich wünsche mir, dass der BaldeneySteig als nachhaltiges Projekt viele Wanderer von nah und fern auch über unser Titeljahr hinaus anzieht und von unserer Grünen Hauptstadt überzeugt“, sagt Simone Raskob. Zusätzlich zur Hauptroute lassen sich vier Seitenblicke erlaufen. Diese lohnenswerten Abstecher führen zu besonderen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten, die entlang des Weges liegen – beispielsweise zur Ruine Neu-Isenburg oder zur ehemaligen Krupp-Siedlung Brandenbusch.

Niemand muss übrigens die gesamte Strecke am Stück gehen, da die Schiffe der Weißen Flotte Baldeney GmbH, die Hespertalbahn und öffentliche Verkehrsmittel eine Teilbegehung des Steigs möglich machen. Dadurch lässt sich auch der Startpunkt beliebig variieren.

Die Wanderkarte zum BaldeneySteig kann an folgenden Orten kostenfrei abgeholt werden: 

Hauptausgabeort: Touristikzentrale EMG, Am Hauptbahnhof 2, 45127 Essen

Bürgeramt Gildehof, Hollestraße 3, 45127 Essen
Radstation Hauptbahnhof    , Am Hauptbahnhof 5, 45127 Essen
Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen
Folkwang Musikschule, Thea-Leymann-Straße 23, 45127 Essen
Welcome- und ServiceCenter Essen, Hollestraße 3, 45127 Essen
Rathaus / Rathausinformation, Porscheplatz 1, 45127 Essen
Kulturbüro Gildehof, Hollestraße 3, 45127 Essen
Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Straße 18, 45127 Essen
EVAG KundenCenter, Am Hauptbahnhof 5, 45127 Essen
EVAG Kundencenter, Berliner Platz, 45127 Essen
RUHR.VISITORCENTER Essen, Fritz-Schupp-Allee 14, 45141 Essen
Stadtbibliothek Essen, Hollestraße 3, 45127 Essen
Stiftung Ruhr Museum, Fritz-Schupp-Allee 15, 45141 Essen
Grugapark, Virchowstraße 167a, 45147 Essen
Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen
Stiftung Zollverein, Bullmannaue 11, 45327 Essen
Flottes Büdchen, Freiherr-vom-Stein-Straße 206a, 45133 Essen
Freiraum Weberplatz, Weberplatz 1, 45127 Essen
RTG, Centroallee 261, 46047 Oberhausen
Bücherei Leselust, Frankenstraße 280,45134 Essen
Restaurant Lukas, Prinz-Friedrich-Platz 1, 45257 Essen
Kluse, An der Kluse 27B, 45133 Essen
Villa Vue, Weg zur Platte 73, 45239 Essen
Fährmann am See, Lanfermannfähre 118, 45259 Essen
Hespertalbahn, Prinz-Friedrich-Straße 3, 45257 Essen
Flora-Apotheke, Rüttenscheider Str. 83, 45130 Essen
und an ausgewählten Orten in Werden.

Titelfoto: Eröffnung des Baldeney Steigs (Jochen Tack)
Paulina Betthaus (Projektmanagerin der Grünen Hauptstadt), Dr. Michael Bonmann (Bezirksbürgermeister der BV IX), Matthias Hauer (Bundestagsabgeordneter), Thomas Kufen (Oberbürgermeister), Simone Raskob (Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt), Fabian Schrumpf (Landtagsabgeordneter) und Ralph Kindel (Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt).

Schubert, Schumann, Berg und Strauss mit der Sopranistin Anja Harteros

Anja Harteros kehrt in die Philharmonie Essen zurück: Nach ihrer fulminanten Residency in der Spielzeit 2013/2014 ist die Sopranistin nun erstmals wieder im Alfried Krupp Saal zu erleben. Am Sonntag, 24. September 2017, um 19 Uhr gestaltet sie gemeinsam mit dem Pianisten Wolfram Rieger einen Liederabend, der den Bogen von Franz Schubert („Die Forelle“, „Schwanengesang“ u. a.) über Robert Schumann („Stille Tränen“ u. a.) und Richard Strauss („Allerseelen“, „Waldseligkeit“ u. a.) bis zu Alban Berg („Sieben frühe Lieder“) schlägt.

Intensive Bühnenpräsenz, perfekte Stimmführung und musikalische Sensibilität zeichnen Anja Harteros aus. Das vielseitige Repertoire der weltweit geschätzten Sopranistin umfasst unter anderem Rollen von Händel (Alcina), Mozart (Gräfin, Fiordiligi, Donna Anna, Elettra), Weber (Agathe) sowie hauptsächlich von Verdi, Puccini, Wagner und Strauss. Ihre internationale Karriere begann 1999 mit dem Gewinn des „Cardiff Singer of the World“-Wettbewerbs. Binnen kürzester Zeit gastierte die Künstlerin an renommierten Bühnen: an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, an der Opera Bastille Paris, dem Opernhaus Zürich, den Königlichen Opernhäusern in Amsterdam und Oslo, der Japanischen Nationaloper Tokio sowie an den Staatsopern in München, Berlin, Hamburg und Dresden. Anja Harteros war 2009 „Sängerin des Jahres“ der Zeitschrift „Opernwelt“, 2015 wurde sie mit dem International Opera Award als „Sängerin des Jahres“ ausgezeichnet.

Am Freitag, 26. Januar 2018, um 20 Uhr ist Anja Harteros erneut in der Philharmonie zu Gast: Gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg präsentiert sie Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“.

 Karten (Einheitspreis: € 28,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Anja Harteros (Foto: Marco Borggreve).

Flugverspätung oder Annulierung? Entschädigungen dank der EU!

Gerade ist es um die Insolvenz von Air Berlin in den Medien ein wenig ruhiger geworden, da kündigt eine weitere Airline, Ryanair, zahlreiche Flugannulierungen an. Damit verbunden sind für die Fluggäste Stress, Ärger und oft auch Kosten. Doch die EU lässt die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht im Regen stehen: Hinter der Nr. 261/2004 verbirgt sich die Fluggastrechte-Verordnung, die den Betroffenen je nach Situation – Verspätung, Annullierung oder z.B. Gepäckverlust – verschiedene finanzielle Entschädigungen zugesteht.

Annulierungen im Fall Ryanair
Im Falle einer Annulierung, zum Beispiel derzeit durch Ryanair, hängen die Entschädigungsansprüche der Fluggäste davon ab, ob die Airline ihre Kunden rechtzeitig über die Annullierung informiert und gleichzeitig eine Umbuchung angeboten hat. Die Tabelle im rechten Bereich gibt einen Überblick, wann ein Entschädigungsanspruch besteht.

In allen Fällen besteht nur ein Anspruch, wenn die Airline die Verspätung/Annullierung schuldhaft verursacht hat.

Machen Sie Ihre Rechte geltend!
Auf den Websites der Fluggesellschaften oder über die Hotlines können betroffene Fluggäste meist Rückerstattungen des Ticketpreises oder Umbuchungen beantragen sowie Entschädigungsansprüche geltend machen. Es wird jedoch empfohlen, die Airlines schriftlich mit Einschreiben aufzufordern, die zustehenden Entschädigungen zu leisten. Bei Durchsetzungsschwierigkeiten hilft das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland kostenlos weiter (Kontakt rechts).

Info-Broschüre im Europe Direct Essen
Eine Broschüre mit umfassenden und verständlichen Informationen zu Ihren Fluggastrechten erhalten Sie im EU-Informationszemtrum Europe Direct am Burgplatz kostenfrei in deutscher oder englischer Sprache.

Vorläufige Ergebnisse der Bundestagswahl am 24. September in Essen

Der Verlauf der Bundestagswahl kann am Wahlsonntag, 24. September, im Internet verfolgt werden.

Im Tagesverlauf werden stündlich auf der Basis der Meldungen ausgewählter Wahllokale Schätzwerte für die Wahlbeteiligung veröffentlicht:

Während der Ergebnisermittlung ab 18 Uhr werden die jeweils aktuellen Zwischenstände abrufbar sein:

Nach Vorliegen der vorläufigen Ergebnisse bietet das jetzt neu in Essen eingesetzte Wahlverfahren auch die Möglichkeit des Downloads der Wahlergebnisse für zum Beispiel Landtagswahlkreise oder Stadtteile. Am einfachsten ist dies über den Button MEDIENVERTRETER-INFO möglich.

Das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen stellt – wie gewohnt zusätzlich zu den Ergebnissen aus dem Wahlverfahren – am Montag, 25. September, eine Zusammenstellung der vorläufigen Ergebnisse zur Verfügung. Diese wird voraussichtlich ab 8 Uhr im Internet abrufbar sein:

Die aktuellen Wahlergebnisse einschließlich der Vergleiche zur Bundestagswahl 2013 werden in Form von Tabellen, Grafiken und Karten veranschaulicht. Da die Wählerinnen und Wähler bei dieser Wahl eine Erst- und eine Zweitstimme vergeben können, werden darüber hinaus Informationen zum Umfang des Stimmen-Splittings – also der taktischen Verteilung der beiden Stimmen auf zwei verschiedene Parteien – ermittelt.

Mit dem Wahlatlas steht Ihnen darüber hinaus ein interaktives Instrument der Ergebnisdarstellung zur Verfügung. Auch der Wahlatlas wird bereits am Montagmorgen 8 Uhr die vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl vom Sonntag, 24. September, enthalten:

  • Wahlatlas zur Bundestagswahl 2017

Einwohnerzahl im Ruhrgebiet entwickelt sich

Positiver Trend bei der Bevölkerungszahl im Ruhrgebiet (idr). Die Einwohnerzahl der Metropole Ruhr entwickelt sich positiv. Zum Stichtag 30. Juni 2016 lebten knapp 5,2 Millionen (exakt: 5.116.899) Menschen in der Region. Im ersten Halbjahr des Jahres ist die Bevölkerungszahl somit leicht um rund 7.600 Personen (+0,1 Prozent) angewachsen. Das ermittelten Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW. Die größten Zuwächse hatten Bergkamen (+1,7 Prozent), Duisburg (+1,5 Prozent) und Rheinberg (+1,4 Prozent) zu verzeichnen. Viele Kommunen, die in den vergangenen Jahren von Schrumpfung betroffen waren, konnten wieder eine positive Einwohnerentwicklung verzeichnen. Neben Duisburg wuchsen so seit Ende 2015 auch Gelsenkirchen (+0,7 Prozent), Mülheim an der Ruhr und Herne (jeweils +0,6 Prozent). Dortmund bleibt mit 586.181 Einwohnern die drittgrößte Stadt NRWs, Essen mit 582.624 Einwohnern die viertgrößte. Auch NRW-weit ist die Bevölkerungszahl um 0,1 Prozent gestiegen – auf fast 17,9 Millionen Menschen. Der Anstieg resultierte aus einem positiven Saldo bei den Wanderungsbewegungen: Es zogen 36.252 Personen mehr nach Nordrhein-Westfalen als im selben Zeitraum das Land verließen.

Ab 2020 einige abgasfreie Busse in Essen und Mülheim

(idr). Die Ruhrbahn will in einem Pilotprojekt ab 2020 den Einsatz von Elektrobussen vorbereiten. Zunächst sollen die Batteriebusse auf je einer Linie in Essen und Mülheim zum Einsatz kommen.
Vorausgegangen war eine Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung der Buslinien der Ruhrbahn. Ergebnis: Durch eine vollständige Umstellung ließen sich jährlich 25.500 Tonnen Kohlendioxid und 200 Kilogramm Feinstaub einsparen. Als kosteneffizienteste Lösung empfehlen die Experten Batteriebusse. Das erfordert allerdings höhere Investitionen: Für die neun benötigten Fahrzeuge müsste die Ruhrbahn 2,4 Millionen Euro mehr aufbringen als für Dieselbusse. Deshalb soll die Studie jetzt weiter ausgearbeitet und die Finanzierung geprüft werden. 2018 werden die Ergebnisse dem Aufsichtsrat der Ruhrbahn zur Beratung und Entscheidung vorgelegt.