HOCHANSTECKENDE LUNGENPEST IN MADAGASKAR: RUND 70 TOTE UND MEHR ALS 800 VERDACHTSFÄLLE

Auf der ostafrikanischen Insel Madagaskar ist die hochansteckende Lungenpest ausgebrochen. Innerhalb weniger Wochen stieg die Zahl der Verdachtsfälle auf über 800 – doppelt so viele Fälle wie sonst im gesamten Jahr. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Infektion diesmal in den dicht besiedelten Städten grassiert. Aktion gegen den Hunger ist in den betroffenen Regionen aktiv und hilft den Menschen in ihrer Notsituation.

Die Lungenpest in Madagaskar breitet sich weiter aus. Seit Anfang August haben sich rund 850 Menschen angesteckt, fast 70 starben. Und ein Ende der Epidemie ist noch nicht abzusehen: „Wir haben den Scheitelpunkt noch nicht erreicht“, sagte Olivier Le Guillou, Landesdirektor von Aktion gegen den Hunger in Madagaskar. Zwar gibt es immer wieder Pestausbrüche auf der Insel, allerdings handelt es sich normalerweise um die Beulenpest. „Diese ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und kommt eher in den ländlichen Gebieten vor.“

Aktuell ist unter anderem die Hauptstadt Antananarivo betroffen – dort leben viele Menschen auf engstem Raum zusammen. Insbesondere in den Armenvierteln sind die hygienischen Bedingungen schlecht. Deswegen kann die Pest schnell um sich greifen.

Übertragen wird die Krankheit durch die Atemluft Infizierter. „Die Symptome der Lungenpest sind mit denen der Grippe zu vergleichen. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Tage. Die Betroffenen haben hohes Fieber, Kopfschmerzen, fühlen sich schlapp und klagen über Schmerzen in der Brust, bis sich die Krankheit zu einer schweren Lungenentzündung entwickelt. Wenn die Kranken nicht rechtzeitig behandelt werden, führt die Lungenpest innerhalb von 48 Stunden zum Tod“, sagte Caroline Antoine, Expertin für Gesundheit bei Aktion gegen den Hunger.

Aktion gegen den Hunger ist seit 2011 in den Slums der Hauptstadt Antananarivo und im Süden des Landes aktiv. Helferinnen und Helfer konnten deshalb schnell mobilisiert werden. Zwei Teams unterstützen das Personal in zwei Krankenhäusern Antananarivos. Die humanitäre Organisation gibt Hygieneschulungen, richtet Händewaschstationen ein, desinfiziert Räume und entsorgt Abfälle und Abwasser.

„Mit unserer Erfahrung durch den Ebola-Ausbruch in Westafrika sowie die Behandlung von Cholera-Ausbrüchen in vielen unserer Einsatzländer haben wir ein großes Know-how. In den kommenden Wochen werden wir die Familien in Madagaskar so gut es geht unterstützen“, so Olivier Le Guillou.

Um die weitere Ausbreitung der Lungenpest einzudämmen, hat die Regierung Madagaskars bis auf Weiteres öffentliche Versammlungen verboten.

Über Aktion gegen den Hunger:

Aktion gegen den Hunger ist die deutsche Sektion von Action contre la Faim. Die internationale entwicklungspolitische und humanitäre Organisation unterstützt 14,7 Millionen Menschen in 49 Ländern. Seit 38 Jahren kämpft Aktion gegen den Hunger gegen Mangelernährung, schafft Zugang zu sauberem Wasser und gesundheitlicher Versorgung. Mehr als 7.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Nothilfe und unterstützen Menschen beim Aufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen.

Info: www.aktiongegendenhunger.de

 

 

Dies und das aus dem Ruhrgebiet

Ruhrgebietsdelegation setzt sich im Gespräch mit EU-Kommissar Günter Oettinger für Fortsetzung der EU-Förderpolitik ein

(idr). Die Oberbürgermeister und Landräte der Metropole Ruhr sowie die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sind gestern (18. Oktober) zum EU-Ruhr-Dialog nach Brüssel gereist, um sich in der Diskussion zur Zukunft der europäischen Kohäsionspolitik mit einem eigenen Positionspapier zu Wort zu melden. Darin setzen sich die politischen Spitzenvertreter des Ruhrgebiets für die Fortführung der Kohäsionspolitik als wichtigstes Instrument der Investitionspolitik der EU ein. Die von der Europäischen Gemeinschaft geförderten Maßnahmen seien Teil einer „Vor-Ort-Politik“, die eine nachhaltige Verbindung zwischen der EU in Brüssel und den Städten und Kreisen in den Regionen schafft. Die Ruhrgebietsvertreter setzen auch auf eine gleichberechtigte Förderung von städtischen und ländlichen Gebieten. Dies sei insbesondere für das Ruhrgebiet als polyzentrische Region von Bedeutung, in der der Stadt-Land-Mix stark ausgeprägt ist, so die Delegation. In Brüssel diskutierte die EU-Delegation u.a. mit EU-Kommissar Günter Oettinger. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: „Mit unserem mittlerweile vierten Besuch der Oberbürgermeister und Landräte in Brüssel möchten wir die Zusammenarbeit mit den europäischen Einrichtungen stärken und unser Ziel unterstreichen, als Stadt der Städte eine europäische Modellregion für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum im Rahmen der zukünftigen Kohäsionspolitik zu werden.“ Wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen EU und Region aussehen kann, präsentierte die Delegation aus dem Ruhrgebiet in fünf Fachdialogen mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission und auf einer Podiumsveranstaltung im Ausschuss der Regionen. Gesprächspartner waren neben Günther Oettinger Marc Lemaître, Direktor der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung, Carsten Pillath, Generalsekretariat des Europäischen Rats, Kieran McCarthy für den Ausschuss der Regionen sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments. Punkten konnte das Ruhrgebiet in Brüssel u.a. mit seiner langjährigen Erfahrung bei der Flächenaufbereitung, mit der aktuellen Entwicklung auf MARK 51°7 in Bochum, seinen integrierten Stadtentwicklungs- und Quartiersprojekten sowie mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr. In den Gesprächen wurden direkte Programme seitens der EU ins Spiel gebracht, die außerhalb der operationellen Programme des Landes NRW laufen. So wird aktuell überlegt, das Ruhrgebiet zu einer von zehn Modellregionen für erfolgreichen Strukturwandel auszuwählen. Neben dem klaren Bekenntnis zur Fortsetzung der Förderpolitik durch die EU für alle europäischen Regionen gehören drei zentrale Forderungen für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zum Positionspapier: So sollen die Städte und Kreise bei der Ausgestaltung der Leitlinien und der Auswahl der Förderinstrumente stärker beteiligt werden. Gleichzeitig müssen die Verwaltung und Antragsstellung von Fördermitteln konsequent vereinfacht werden. Drittens: Das Ruhrgebiet setzt auf den fristgerechten Beginn der neuen Förderperiode am 1. Januar 2021, damit Maßnahmen stringent fortgeführt werden können. Nach RVR-Recherchen sind in der EU-Förderperiode 2007-2013 allein aus den drei Strukturfonds EFRE, ESF und ELER mehr als eine Milliarde Euro in die Region geflossen sind; davon stammten über 630 Millionen Euro von der EU. Infos und Positionspapier: www.europa.rvr.ruhr

Sechstes Business and Investors Forum China bringt 800 Manager nach Duisburg Duisburg (idr).

„China – Deutschland/Nordrhein-Westfalen: Gemeinsam den Digitalen Wandel gestalten“ – das ist das Motto des sechsten Business and Investors Forum China (BIFC), das heute (19. Oktober) in Duisburg stattfindet. Auf Einladung der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest sowie der Business Metropole Ruhr GmbH, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) und der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung e.V. diskutieren rund 800 Manager und Experten beider Länder über die Zukunft der Wirtschaftsbeziehungen. Das Forum gilt als wichtiges Netzwerktreffen, das Investoren die Chance bietet, chinesisch-deutsche Projekte zu initiieren. Mehr als 1.000 chinesische Firmen steuern bereits von NRW aus ihre Deutschland- und Europageschäfte. Die Metropole Ruhr sei ein wichtiger Markt und Logistik-Drehscheibe für China, so der Veranstalter NRW.Invest. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Güterzugverbindung zwischen dem Duisburger Hafen und China.

.Die Gründerallianz Ruhr hat eine zentrale Anlaufstelle für innovative Startups im Ruhrgebiet geschaffen: Der Gründerkoordinator Ruhr soll als Schnittstelle zwischen Jungunternehmen und der etablierten Wirtschaft fungieren. Er wird Informationen, Angebote und Aktivitäten für Gründer koordinieren. Die Aufgabe übernimmt ab Januar 2018 der Duisburger Christian Lüdtke, Gründer und Geschäftsführer der Berliner Digitalberatung und Startup-Schmiede etventure. Sein Büro wird er auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen haben. Der Initiativkreis Ruhr und das Projekt „Glückauf Zukunft!“ als Träger der Gründerallianz Ruhr planen zudem eine zentrale Online-Plattform für Gründer und einen digitalen Data Innovation Hub, der Gründern und Unternehmen umfassende Daten-Pakete aus verschiedenen Branchen bereitstellt. Die Initiatoren von „Glückauf Zukunft!“, die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG, unterstützen die Gründerallianz Ruhr in den ersten drei Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. Der Initiativkreis Ruhr bringt u.a. seinen Gründerfonds Ruhr ein.

Umsicht will das Wohlbefinden von Schichtarbeitern durch Licht verbessern Oberhausen (idr).

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik „Umsicht“ in Oberhausen wollen das Wohlbefinden und den Schlaf von Schichtarbeitern verbessern. Derzeit testet das Institut ein neues LED-Beleuchtungssystem, das fehlendes Tageslicht zukünftig ersetzen könnte. Seit Oktober ist es im BMW-Werk München im Einsatz. Das System ermöglicht eine dynamische Beleuchtung. Sowohl die Intensität des Lichts als auch einzelne Wellenlängen können reguliert werden. So können die Wissenschaftler auch den Tagesverlauf der Sonne nachbilden. In vierwöchigen Phasen werden die Arbeiter jeweils unterschiedlichen Lichtszenerien ausgesetzt. Dabei werden ihre Vitalwerte per Smartwatch erfasst, auch außerhalb des Betriebs. Die ILights-Studie im BMW-Werk läuft noch bis Ende Februar 2018. Weitere Informationen unter www.umsicht.fraunhofer.de

Zoom Erlebniswelt eröffnet virtuellen Dschungel Gelsenkirchen (idr).

Seit gestern (18. Oktober) eröffnet sich in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen eine neue virtuelle Welt. Gemeinsam mit dem Technologiekonzern Huawei bietet der Zoo eine Augmented Reality Show, die Begegnungen mit exotischen Tieren im asiatischen Dschungel simuliert. Auf 45 Quadratmetern präsentiert sich im Huawei Green Planet eine dschungeltypische Kulisse, in die die Besucher digital eintauchen können. Sobald sie die Aktionsfläche betreten, werden sie gefilmt und zeitgleich in den Film eingebaut. So entsteht der Eindruck, Teil des exotischen Geschehens im asiatischen Dschungel zu sein. Verstärkt wird der Eindruck durch Vogelstimmen, Grillenzirpen und weitere tierische Geräusche. Infos unter www.zoom-erlebniswelt.de

Hammer Speerspitze ist ältester Nachweis von Bienenwachs als Klebstoff in Europa Hamm (idr).

Archäologen haben bei der Untersuchung einer 13.000 Jahre alten Speerspitze aus dem Gustav-Lübcke-Museum in Hamm Spuren von Bienenwachs entdeckt. Der Fund ist damit einer der weltweit frühesten Belege für die Verwendung von Bienenwachs als Klebstoff. Die Untersuchung belegt zugleich, dass sich die Europäische Honigbiene bereits in der späten Altsteinzeit wieder nördlich der Alpen ausgebreitet hatte – 2000 Jahre früher als bislang angenommen. Die Speerspitze wurde in den 1930er Jahren bei Flussbegradigungen der Seseke bei Bergkamen-Oberaden (Kreis Unna) gefunden. Sie ist aus Knochen gefertigt und mit Widerhaken versehen. Solche Speere wurden in der Steinzeit zum Fischfang verwendet.

 


„Belastendes Erbe“ – Luthers Judenfeindschaft und die evangelische Kirche

Vortrag von Professor Marcel Nieden am Donnerstag, 26. Oktober, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

Dass sich die Nationalsozialisten im Dritten Reich zur Legitimierung ihrer antisemitischen Gewaltexzesse auf die späten judenpolitischen Ratschläge Luthers beriefen, stellt für Christinnen und Christen, deren religiöses Selbstverständnis dem Wittenberger Reformator wesentliche Einsichten verdankt, eine schwere Hypothek dar. Der Vortrag „Belastendes Erbe“ von Professor Marcel Nieden, Universität Duisburg-Essen, erkundet, wie die evangelische Kirche und Theologie in Deutschland nach 1945 mit dem Vermächtnis der judenfeindlichen Äußerungen Luthers umgegangen sind und das spannungsreiche Judenkonzept des Reformators gegenwärtig diskutieren.

Über den Referenten:

Marcel Nieden wuchs in Darmstadt auf und studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Erlangen und Heidelberg. Er habilitierte sich in Kirchengeschichte und lehrt seit 2011 Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Historische Theologie an der Universität Duisburg-Essen.

Familienunternehmer in Nordrhein-Westfalen zur Grundschulstudie: „Wir stehen vor dem Scherbenhaufen jahrelanger rot-grüner Bildungspolitik“

Nordrhein-Westfalen hat bei der IQB-Grundschulstudie im Ländervergleich sehr schlecht abgeschnitten. Mit 19,2 Prozent hat fast jeder fünfte Viertklässler in Nordrhein-Westfalen die Mindeststandards im Fach Mathematik nicht erreicht. Das Land liegt damit unter dem Bundeswert abgeschlagen auf Platz 13 von 16. Im Fach Deutsch zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In der vierten Klasse unterschreiten 15,7 Prozent die Mindeststandards beim Lesen. Nordrhein-Westfalen reiht sich hier noch weiter hinten auf Platz 14 ein.

Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsverbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Thomas Rick, kritisiert: „Die Ergebnisse sind ein Armutszeugnis für die rot-grüne Landespolitik der vergangenen Legislaturperiode, die dem Bildungssystem empfindliche Schläge versetzt hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Signale erkennt und endlich handelt.“

Weiterhin unterstreicht Rick die Bedeutung von Bildung: „Wenn die Bildungspolitik unseres Landes schon in der Grundschule versagt, verringert das die Chancen der Schüler auf eine erfolgreiche Ausbildung massiv. Gerade in Zeiten, in denen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften klagen und Schwierigkeiten haben, ihre Lehrstellen zu besetzen, kann Nordrhein-Westfalen es sich nicht leisten, seine Schüler schlecht auszubilden. Für einen zukunftsfesten Wirtschaftsstandort brauchen wir dringend hochqualifizierte Arbeitskräfte. Das fängt mit soliden Deutsch- und Mathematikkenntnissen an.“

Essen: Acht Jahre Gefängnis und anschließende Sicherungsverwahrung wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern aus kirchlichem Kinderchor

Ein heute 29-jähriger Mann, der vor Jahren Mitglied in einem bekannten Essener Kinderchor der Essener Katholischen Kirche war, wurde vom Landgericht Essen zu acht Jahren Gefängnis und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Vor sechs Jahren wurden Übergriffe des Mannes bekannt und führten 2011 zum Rauswurf aus dem Chor. Die Übergriffe sollen außerhalb des Chorbetriebes stattgefunden haben, die Opfer zum Teil unter zehn Jahre alt. Beweismaterial waren auch Funde im Darknet bei einem Pädophilen-Netzwerk.

 

Zombies kehren für fünf Vorstellungen zurück in die Casa

Christian Lollikes „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ ab dem 20. Oktober wieder am Schauspiel Essen

Horror-Geschichten, in denen Zombies ihr Unwesen treiben, sind nicht jedermanns Sache. Doch spätestens seit die amerikanische Fernsehserie „The Walking Dead“ höchst erfolgreich ein Millionenpublikum begeistert, ist klar, dass das Spiel mit Untoten eher symbolisch zu verstehen ist. Einen solchen Zugang hat auch Christian Lollike in seinem Theaterstück „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ gewählt: Sein Thema ist die Flüchtlingskrise, und bei ihm stehen die Zombies für abertausende Geflüchtete, die der Hunger nach Wohlstand, Demokratie, Freiheit und Sicherheit an die Küsten Europas treibt.

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Regisseur Jörg Buttgereit, der Anfang der 80er Jahre Low-Budget-Filme wie „Nekromantik“ (1987) und „Der Todesking“ (1989) produziert hat, inszenierte „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ in der vergangenen Spielzeit in der Casa des Schauspiel Essen. Mit der Wiederaufnahme am Freitag, dem 20. Oktober, 19 Uhr, ist dann dort wieder dieser ungewöhnliche Theaterabend zu erleben, über den der WDR-Kritiker Stefan Keim sagt: „Bei aller Freude am Genre ist Jörg Buttgereit eine politisch genau durchdachte, hellsichtige Aufführung gelungen. Den drei Schauspielern Alexey Ekimov, Axel Holst und Silvia Weiskopf gelingen grandiose Gratwanderungen zwischen Leben und Tod. Diese lebenden Toten haben den lebenden Lebenden viel zu erzählen.“

Silvia Weiskopf, Axel Holst, Alexey Ekimov in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike; Regie: Jörg Buttgereit

Eintritt: € 17,00.

Weitere Vorstellungen: 26. Oktober („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 3. November („Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00), 17. November, 27. Dezember (zum letzten Mal, „Volle Hütte“, Einheitspreis € 11,00); jeweils 19:00 Uhr, Casa.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200, oder online unter www.schauspiel-essen.de

 

Dies und das aus dem Ruhrgebiet

Ruhrlagebericht: Wirtschaft in der Metropole Ruhr ist zufrieden (idr).

Die Geschäfts- und Stimmungslage der Wirtschaft im Ruhrgebiet hat ein neues Hoch erreicht. Das zeigt der aktuelle Ruhrlagebericht, den die Industrie- und Handelskammern der Region heute in Bochum vorgestellt haben. An der Herbstbefragung beteiligten sich mehr als 900 Unternehmen. 93 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Das sind nochmals drei Prozent mehr als im Frühjahr. Dafür ist auch der wieder anziehende Export verantwortlich. Neun von zehn Betrieben erwarten eine gleichbleibend gute, tendenziell sogar noch bessere Geschäftsentwicklung. Das sorgt dafür, dass der Konjunkturklima-Index auf 124 Punkte geklettert ist, zwei mehr als zum Anfang des Jahres. Die Industrie hat in den letzten Monaten die Stimmungswende geschafft: Mittlerweile melden 52 Prozent der Unternehmen eine gute Lage, nur acht Prozent sprechen von einer schlechten Situation. Damit gibt die Industrie aktuell die beste Lagebeurteilung aller Wirtschaftsbereiche ab. Die ungebrochene Konsumbereitschaft der Verbraucher sorgte in den vergangenen Monaten für eine Steigerung der Umsätze im Handel. 23 Prozent der Unternehmen gehen sogar von einer noch günstigeren Geschäftsentwicklung in nächster Zeit aus. Das Dienstleistungsgewerbe gehört weiter zu den Gewinnern der Konjunktur: Nur sechs Prozent der befragten Unternehmen nennen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage schlecht. 43 Prozent erzielten höhere Erlöse, 22 Prozent der Dienstleister glauben, dass es für sie aufwärts geht. Das freundliche Konjunkturklima dürfte sich nach Einschätzung der Kammern auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Der Anteil der Unternehmen, die zusätzliche Arbeitskräfte einstellen wollen, ist gegenüber dem Jahresbeginn leicht gestiegen. Überdurchschnittlich gut sind die Beschäftigungsaussichten im Handel. Gleichzeitig äußert fast jeder Zweite die Sorge, dass sich der Fachkräftemangel zum Engpassfaktor entwickelt. Infos: www.ihks-im-ruhrgebiet.de und www.bochum.ihk.de

Jeder achte Retter Opfer körperlicher Gewalt Bochum (idr).

Körperliche und verbale Gewalt sind für Mitarbeiter im Rettungsdienst an der Tagesordnung: 13 Prozent sind in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Opfer von körperlicher Gewalt im Einsatz geworden. 60 Prozent berichten von verbalen Attacken. Das ist das Ergebnis der Studie „Gewalt gegen Einsatzkräfte“, für die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum mehr als 800 Mitarbeiter von Feuerwehren und Rettungsdiensten in Nordrhein-Westfalen befragten. Am stärksten von Gewalt betroffen sind mit rund 85 Prozent die Mitarbeiter im Rettungseinsatz. 39 Prozent derjenigen, die körperliche Gewalt erlebt hatten, gaben an, dass sie körperliche Schäden davongetragen haben. Bei 21 Prozent waren es psychische Beeinträchtigungen. Mehr als die Hälfte der Vorfälle ereigneten sich in den Abend- und Nachtstunden, wenn Alkohol und Drogen eine Rolle spielen. Gewaltsame Übergriffe finden der Studie zufolge besonders häufig in Großstädten mit über 500.000 Einwohnern statt. Die Täter sind in rund 90 Prozent der Fälle männlich und zwischen 20 und 39 Jahre alt.

NRW Wissenschaft & Forschung Forschungseinrichtungen gründen „Akademie im Exil“ für emigrierte türkische Wissenschaftler Essen/Berlin (idr).

Das Institut für Turkistik der Universität Duisburg-Essen, das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen (KWI) und das Forum Transregionale Studien in Berlin gründen gemeinsam die „Akademie im Exil“ mit Standorten in Essen und Berlin. Die Einrichtung soll eine Plattform für türkische Wissenschaftler schaffen, die in der Türkei als Regimegegner gelten und Repressionen ausgesetzt sind. Bis zu zehn Fellowships pro Jahr vergibt die Akademie an gefährdete und im Exil lebende Wissenschaftler. Sie will zugleich ein Forum zur Reflexion über Wissenschaftsfreiheit und Exilwissenschaft bieten und die Türkeiforschung in Deutschland beleben. Die Initiative wird von der Volkswagenstiftung gefördert. Infos: www.uni-due.de/turkistik/aktuelles.php

„Woanders is auch scheiße!“: Neuer Bildband erinnert an das Ruhrgebiet in den 80ern Köln/Metropole Ruhr (idr).

„Woanders is auch scheiße!“ Das Zitat von Schriftsteller Frank Goosen ist Titel eines Bildbandes über „Das Ruhrgebiet in den 1980er Jahren“, der im Kölner Emons Verlag erschienen ist. Goosen schrieb auch das Vorwort zu dem Buch mit rund 200 Bildern von Reinhard Krause, der u.a. als Fotograf für die Nachrichtenagentur Reuters arbeitete. Das Buch lädt die Leser zu einer Zeitreise zwischen Rhein und Lippe ein. Krause fing Strukturwandel und Laubenleben, Herrenkarneval und Freizeitkultur, Demos und Strukturwandel ein. Entstanden sind mal witzige, mal melancholische und mal abgründige Aufnahmen, die ein Panorama des Ruhrgebiets und seiner Menschen ergeben. Infos: www.emons-verlag.de

Ganztagsbetreuung im Ruhrgebiet steigt (idr).

Rund 218.900 Schüler in der Metropole Ruhr nahmen im Schuljahr 2016/17 ein Ganztagsangebot wahr. Das entspricht einer Betreuungsquote von 47,5 Prozent (NRW: 48,2 Prozent). Damit hat sich der Anteil in den vergangenen fünf Jahren um rund acht Prozentpunkte erhöht. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf der Grundlage von Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Rund 44 Prozent der Schüler in der Primarstufe und rund 50 Prozent in der Sekundarstufe I nahmen an einem Ganztagsbetreuungsmodell teil. Am niedrigsten war die Betreuungsquote im Kreis Unna mit 40,7 Prozent, am höchsten in Oberhausen mit 59,8 Prozent. Infos: www.it.nrw.de

Bildungsgrad der Eltern entscheidet über soziokulturelle Teilhabe der Kinder Essen (idr).

Eltern sehen kulturelle Bildung als wichtige Grundlage für den Lebenserfolg ihrer Kinder an. Doch wie stark sie ihren Nachwuchs in diesem Bereich fördern, hängt wesentlich vom Bildungshintergrund und von den finanziellen Verhältnissen ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Rat für Kulturelle Bildung mit Sitz in Essen in Auftrag gegeben hat. Mehr als 90 Prozent der Befragten sagen, dass kulturelle Bildung die Entwicklung ihrer Kinder fördere. Gleichzeitig werden Kinder aus bildungsferneren Familien zu Hause weniger unterstützt und nehmen seltener außerschulische Kulturangebote wahr. Nur ein Viertel der Eltern mit mittlerem oder einfachem Bildungsabschluss ist davon überzeugt, seine Kinder musikalisch oder künstlerisch unterstützen zu können. Trotzdem haben diese Eltern kein großes Interesse daran, dass ihre Kinder außerhalb von Kita und Schule an angeleiteten Kulturangeboten teilnehmen. In Familien mit niedrigerem Bildungsabschluss der Eltern haben nur 37 Prozent der Kinder in den vergangenen zwölf Monate an solchen Angeboten teilgenommen. Bei Akademikerfamilien waren es 59 Prozent. Infos: www.rat-kulturelle-bildung.de/publikationen/studien

Vonovia und französiches Wohnungsunternehmen unterzeichnen Partnerschaftsvereinbarung (idr).

Die Bochumer Vonovia SE und die französische Groupe SNI haben heute in Paris eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Die beiden Wohnungsunternehmen wollen ihr jeweiliges Know-how und Marktwissen zusammenzuführen und gemeinsame Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten identifizieren. Die Unternehmen sehen in der Vereinbarung zudem ein Signal dafür, dass Wohnraum nicht länger aus einem rein nationalen Ansatz heraus betrachtet werden kann. Gemeinsam sollen Möglichkeiten der effizientesten Ressourcenverwendung, Energiesparlösungen und Dienstleistungen gefunden werden. Zudem geht es um grenzüberschreitende Investitionen auf dem Wohnimmobilienmarkt und das Ausloten von potenziellen Investitionspartnerschaften. Die Vonovia ist Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen mit rund 355.000 Wohnungen und einem Portfoliowert von rund 30,8 Milliarden Euro. Die Groupe SNI ist die Immobilientochtergesellschaft des staatlichen Finanzinstituts Caisse des Dépôts und der größte Sozialwohnungsbauträger in Frankreich. Das Portfolio umfasst 348.000 Wohnungen. Infos: www.vonovia.de

Informationen zum Übergang in die weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2018/2019

In der Zeit vom 2.2.2018 bis zum 17.2.2018 finden in Essen die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen statt.

Der Wechsel von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule ist ein wichtiges Ereignis, das mit vielen Fragen verbunden ist: Welche Schulformen gibt es und wie unterscheiden sich diese voneinander? Welcher Bildungsweg ist der beste für mein Kind und wie treffe ich die richtige Entscheidung? Wie läuft der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule konkret ab?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen hat die Stadt Essen eine Informationsbroschüre erstellt, die die Eltern aller Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen über die jeweiligen Grundschulen erhalten werden und die im Internetangebot der Stadt Essen hinterlegt ist.

Darüber hinaus finden in den verschiedenen Stadtteilen diverse Informationsveranstaltungen statt, die bei der Beantwortung von zentralen Fragen zum Übergang weiterhelfen. Die weiterführenden Schulen bieten außerdem eigens organisierte „Tage der offenen Tür“ und weitere Informationsveranstaltungen an, bei denen die Eltern die Möglichkeit haben, sich einen persönlichen Eindruck von den Schulen zu verschaffen und sich vor Ort weitergehend über das Angebot der Schulen zu informieren.

Hier finden Sie die Termine der Informations- und Beratungsangebote im Überblick sowie die Termine für die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen.

Öffnungszeiten der Essener Bäder während der Herbstferien

An den Feiertagen 31. Oktober und 1. November sind bis auf das Schwimmzentrum Rüttenscheid alle Bäder geschlossen.

Weiterhin bieten das Bad und Sport Oststadt und die Stadtbäder Borbeck, Werden und Kupferdreh in den Herbstferien ein erweitertes Angebot an:

Das Bad und Sport Oststadt bleibt dienstags durchgehend geöffnet. Das Stadtbad Borbeck ist freitags, am Warmbadetag, durchgehend geöffnet. In Werden ist das Bad dienstags , am Warmbadetag, durchgehend geöffnet und donnerstags gibt es eine zusätzliche Badezeit am Nachmittag. Im Stadtbad Kupferdreh beginnt die Badezeit donnerstagnachmittags eine Stunde früher.

Die Schwimmzentren Rüttenscheid und Kettwig, das Sportbad Thurmfeld sowie das Nord-Ost-Bad öffnen zu den gewohnten Zeiten.

Die Alte Badeanstalt bleibt wegen andauernder Sanierungsarbeiten weiterhin geschlossen.

Alle Öffnungszeiten der Essener Bäder in den Herbstferien im Überblick:

Bad und Sport Oststadt

  • montags und Mittwoch, 23., 25. und 30. Oktober – 6:30 bis 10 Uhr
  • dienstags und Donnerstag, 24., 26. und 2. November – 6:30 bis 21 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 6:30 bis 19 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November 6:30 bis 16 Uhr
  • sonntags, 29. Oktober und 5. November 8:00 bis 13 Uhr
  • 31. Oktober und 1. November geschlossen

Stadtbad Borbeck

  • montags, 23. und 30. Oktober – 7 bis 9:15 Uhr und 16 bis 18:30 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag, 24. und 26. Oktober, 2. November – 6:30 bis 9:15 Uhr
  • Mittwoch, 25. Oktober – 7 bis 9:15 Uhr und 16 bis 19:30 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 7 bis 20 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November – 7 bis 13 Uhr
  • sonntags, 29. Oktober und 5. November – 8 bis 12 Uhr
  • 31. Oktober und 1. November – geschlossen

Stadtbad Werden

  • montags und freitags, 23., 27., 30. Oktober und 3. November – 7 bis 10 Uhr
  • Dienstag, 24. Oktober – 7 bis 19:15 Uhr
  • Mittwoch, 25. Oktober – 7 bis 21 Uhr
  • donnerstags, 26. Oktober und 2. November – 7 bis 10 Uhr und 15 bis 18:15 Uhr
  • Samstag und Freitag, 28. Oktober und 3. November – 7 bis 13:15 Uhr
  • 29., 31. Oktober, 1. und 5. November geschlossen

Stadtbad Kupferdreh

  • montags und Mittwoch, 23. bis 25. und 30. Oktober – 7 bis 10 Uhr
  • donnerstags, 26. Oktober und 2. November – 7 bis 10 Uhr und 15 bis 21 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 7 bis 13 Uhr und 15 bis 21 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November – 7 bis 14 Uhr
  • 29., 31. Oktober, 1. und 5. November geschlossen

Schwimmzentrum Rüttenscheid

  • 23. und 30. Oktober geschlossen
  • Dienstag, Mittwoch und freitags, 24., 25., 27. Oktober und 3. November – 6:30 bis 21:45 Uhr
  • donnerstags, 26. Oktober und 2. November – 6:30 bis 19 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November – 6:30 bis 18 Uhr
  • sonntags und feiertags, 29., 31. Oktober, 1. und 5. November 8 bis 15 Uhr

Schwimmzentrum Kettwig

  • montags und Mittwoch, 23., 25 und 30. Oktober – 6 bis 10 Uhr
  • Dienstag, 24. Oktober – 6 bis 10 Uhr und 16 bis 21 Uhr
  • donnerstags, 26. Oktober und 2. November – 6:30 bis 21 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 6:30 bis 18 Uhr
  • samstags. 28. Oktober und 4. November – 6:30 bis 16 Uhr
  • sonntags, 29. Oktober und 5. November – 8 bis 13 Uhr
  • 31. Oktober und 1. November geschlossen

Sportbad Thurmfeld

  • 23. bis 27., 30. Oktober, 2. und 3. November – 6 bis 10 Uhr
  • 28., 29., 31. Oktober , 1., 4. und 5. November geschlossen

Nord-Ost-Bad

  • montags und donnerstags, 23., 26., 30., Oktober , 2. November – 7 bis 10 Uhr
  • 24. Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen
  • Mittwoch, 25. Oktober – 7 bis 10 Uhr und 16 bis 21 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 7 bis 21 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November – 7 bis 13 Uhr
  • sonntags, 29. Oktober und 5. November – 8 bis 13 Uhr
  • 31. Oktober und 1. November geschlossen

Friedrichsbad​_

  • montags, 23. und 30. Oktober – 7 bis 8 Uhr
  • Dienstag und Mittwoch, 24. und 25. Oktober – 7 bis 9 Uhr
  • donnerstags, 26. Oktober und 2. November – 7 bis 9 Uhr und 15 bis 18 Uhr
  • freitags, 27. Oktober und 3. November – 7 bis 9:15 Uhr
  • samstags, 28. Oktober und 4. November – 7 bis 9:30 Uhr
  • 29., 31. Oktober, 1. und 5. November geschlossen

Schmutzler-Jäger (Grüne): Aktualisierung des Essener Bäderkonzeptes erforderlich

Angesichts der Pläne für einen Neubau des Stadtbades Borbeck an der Germaniastraße im Stadtteil Borbeck erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Wir Grüne habe viel Sympathie für den Neubau des Stadtbades Borbeck an der Germaniastraße. Nicht zuletzt aufgrund der Schließung des Nöggerathbades und des Oase-Schwimmbades fehlt es im Essener Nordwesten an Schwimmmöglichkeiten.

Fünf Jahre nach der Erstellung des letzten Bäderkonzeptes ist es allerdings höchste Zeit für eine Aktualisierung dieses Konzeptes. Denn auch andere Bäder sind in die Jahre gekommen und der Sanierungsbedarf alleine beim Grugabad liegt bei rund 15 Mio. Euro.

Wir müssen endlich dafür sorgen, dass genügend Mittel für die Instandhaltung unserer Bäder zur Verfügung stehen. Die Haltung, Sanierungskosten bis zum bitteren Ende aufzusparen, rächt sich auf Dauer. Das ehemalige Hauptbad und das Stadtbad Borbeck haben uns vor Augen geführt, dass am Ende nur noch neu gebaut werden kann.“