Wird die Messe Essen sich dauerhaft sanieren können?

Eine schöne Messepforte, eine Feier mit ermutigenden Reden vor eigens geladenen Gästen, eine Stimmung, die Mut machen soll. Vor Jahresabschluß bot uns Messechef Oliver Kuhrt diese Bilder. Und Bilder sollen eine Botschaft tragen, auch das gehört zum „Marketing“, in dem man nichts dem Zufall überlassen möchte. Doch jenseits dieser in den Medien wenig kritisch hinterfragten Botschaft keimen nach wie vor bei vielen Bürgern Zweifel, ob das aus Steuermitteln subventionierte Projekt Messe Essen eine wirtschaftlich gesunde Zukunft hat.

Wie wir zuvor berichteten, zahlt und zahlte die Stadt Essen folgende Zuschüsse zur Messe: 

2015 18.394.365 Euro

2016 4.126.053 Euro

2017 12.210.000 Euro

2018 12.324.000 Euro

2019 21.766.000 Euro

2020 13.500.000 Euro

2017 fortfolgend sind natürlich Planungsansätze und im Haushaltssanierungsplan beschrieben.

So stehen für die Jahre 2014-2016 mit 41 Mio Euro die erwarteten Zuschüsse von 2018-2021 mit rund 61 Millionen Euro gegenüber.

Jedem politisch denkenden Bürger stellen sich bei diesen Dimensionen natürlich Fragen, die man gerne mit den Planern und „Machern“ im Messegeschäft vertieft hätte. So zum Beispiel:

– wie haben sich die Umsätze entwickelt?
– was lässt sich zur Kostenstruktur sagen?
– hat die Messe Essen einen zu hohen Personalaufwand?
– wie hoch ist die Auslastung heute und in den kommenden Jahren?
– wie steht die Messe Essen im Vergleich zu Wettbewerbsmessen in Düsseldorf und Köln da?
– und viele andere…

wenn sich die Messe denn diesen Fragen stellen würde. Messegeschäftsführer Oliver Kuhrt scheint aber die Nachfrage zu scheuen, will man nicht Arroganz, oder gar verspätetes Gekränktheit vermuten, denn sein Anfangsprojekt auf der Essener Bühne wurde ja bekanntlich durch einen Bürgerentscheid erheblich „gedeckelt“, denn nicht nur Eingriffe in den benachbarten Grugapark waren Thematik, sondern auch gerade der Kostenrahmen. Unsere wiederholte Presseanfrage zu einem Gespräch mit ihm fand jedenfalls keine Gnade. Wir sind aber der Grundüberzeugung, dass Transparenz und öffentliche Beteiligung nicht nur bei den Zuschüssen zur Messe unabdingbar sind, sondern auch, dass ein Diskurs ohne einen sich verweigernden Messegeschäftsführer stattfinden kann und wird. Die Erle wird im ersten Halbjahr 2018 in drei Hintergrundbeiträgen sich dem Thema Messe Essen widmen. Auch Ihre geschätze Meinung lieber Leser soll Gehör finden, wir werden eine breite Auswahl an Zuschriften und Interviews veröffentlichen.

Quizfrage:

a) Woraus ist das Zitat: „Aus Sicht der Geschäftsführung sind dauerhafte Zuwendungen der Gesellschafterin notwendig, um mittelfristig den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.“ entnommen?

b) Wer ist die im Zitat erwähnte „Gesellschafterin“?

Ob das Thema wohl den Bürger interessiert? Wir sind gespannt auf die uns erreichenden Einlassungen.

Eine redaktionelle Bitte dürfen wir im Vorfeld jedenfalls schon einmal äußern: Bitte verschonen Sie uns mit Anwürfen derart, „die Presse will den Messestandort kaputtreden… “ u. ähnliche. Niemand hat die Absicht die Messe kaputtzureden, noch den Stolz der Lokalpatrioten zu kränken. Doch die fragende Neugier der zahlenden Bürger muß auch ein Messegeschäftsführer ertragen können. Wir bleiben am Ball, versprochen. Und damit wünschen wir allen Lesern auch schöne Feiertage und einen guten Wechsel ins kommende Jahr.

 

 

 

 

Versicherungen: Das ändert sich in 2018

2018 wird mit einigen Veränderungen für Versicherungskunden beginnen. Zunächst die gute Nachricht für alle Riester-Sparer: Erstmals seit zehn Jahren erhöht sich die staatliche Förderzulage von jährlich 154 auf 175 Euro. Diese erhalten alle Altersvorsorgesparer, wenn sie vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens – abzüglich des staatlichen Förderbeitrags – in den Riester-Vertrag einzahlen.

„Mit Kinder-Zulagen kann sich für eine vierköpfige Familie ein richtiges staatliches Förderfeuerwerk ergeben“, informiert Ingo Aulbach, Sprecher des Bezirks Oberhausen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK): „Denn mit zwei Zulagen á 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder und je zwei Erwachsenen-Zulagen á 175 Euro können bis zu 950 Euro im Jahr vom Fiskus zur Altersvorsorge mitgenommen werden.“

Auch für Geringverdiener lohnt sich ab dem nächsten Jahr das Riester-Sparen. Denn das Sozialamt verzichtet auf die volle Anrechnung der privat besparten Riester-Renten, wenn man Bezieher der Grundsicherung ist. Bis zu 202 Euro bleiben dann als Schonvermögen anrechnungsfrei.

Neue betriebliche Altersvorsorge mit Opting-out

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll zusätzlich ab 2018 die betriebliche Altersvorsorge (bAV) gefördert werden. So werden Arbeitgeber von Garantiezusagen für die spätere Betriebsrente entbunden und können nur noch reine Beitragszusagen für betriebliche Altersvorsorgesparer geben. Andererseits können Unternehmen Geringverdienern, die nur 2.200 Euro brutto monatlich erhalten, Förderbeiträge zwischen 240 – 480 Euro dazu zahlen und diese dann im Nachhinein steuerlich geltend machen.

„Bietet ein Betrieb eine bAV an, sorgt nach dem neuen Gesetz auch eine sogenannte Opting-out-Klausel dafür, dass sich Betriebsangehörige bewusst gegen eine Betriebsrente entscheiden müssen, wenn sie nicht mitmachen wollen“, betont Aulbach. „Verpassen sie das Abwählen innerhalb einer gesetzten Frist, machen Betriebsangehörige bei der bAV automatisch mit.“ Mit der Regelung will der Gesetzgeber der betrieblichen Altersvorsorge einen größeren Schub verleihen.

Im Januar treten zudem die neue Finanzmarktrichtlinie „MiFID II“ sowie Ende Februar 2018 die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie in Kraft. Dann entstehen für Versicherungsvermittler neue Beratungspflichten. Vermittler müssen demnach u. a. ihre Kunden im bestmöglichen Kundeninteresse beraten und bei Versicherungen mit Anlagebezug eine sogenannte „Geeignetheitsprüfung“ durchführen, in der sie die Anlageerfahrung der Kunden checken. Mit den neuen Regelungen sind auch umfassendere Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten von Vermittlern gegenüber ihren Kunden verbunden. In die gleiche Richtung geht auch die neue „Datenschutzgrundverordnung“, die dann ab Ende Mai gelten wird.

 

Verkauf und Abbrennen von Feuerwerkskörpern -Ordnungsamt mahnt zur Vorsicht

Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II, also die üblichen Feuerwerkskörper, dürfen im Verlauf des Jahres zwischen dem 2. Januar und dem 30. Dezember grundsätzlich nur mit Sondergenehmigung gezündet werden.

Für den Einzelhandel gilt: die Feuerwerkskörper der Klasse II dürfen nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember verkauft werden, es sei denn, es liegt eine Ausnahmegenehmigung des Ordnungsamts vor, die entsprechend vorgezeigt werden muss. Verstöße gegen diese Regelungen können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist generell verboten. Darüber hinaus dürfen Personen unter 18 Jahren Feuerwerkskörper der Klasse II grundsätzlich weder aufbewahren noch abbrennen. Eltern sollten im Interesse der Gesundheit ihrer Kinder darauf achten, dass diese nicht in Besitz von solchen Feuerwerkskörpern gelangen können.

Leider sind Unfälle und Sachschäden, die bei unsachgemäßer Verwendung durch das Zünden von Feuerwerk entstehen, keine Seltenheit. Das Ordnungsamt bittet deshalb dringend, die entsprechenden Hinweise auf den Verpackungen und Feuerwerkskörpern zu beachten.

Genutzte Feuerwerkskörper sollten generell im Restmüll entsorgt werden. Hinweise des Herstellers sind bei der Entsorgung aber unbedingt zu beachten. Bei der Entsorgung sollte sichergestellt werden, dass die genutzten Feuerwerkskörper nicht mehr brennen oder glimmen. Ungenutztes Feuerwerk darf nur nach entsprechender Vorbereitung, so dass die Körper nicht mehr entzündlich sind, entsorgt werden.

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, nach den Feierlichkeiten in das neue Jahr, alle Überreste der Feuerwerkskörper nicht auf der Straße liegen zu lassen, sondern ordnungsgerecht zu entsorgen – damit die ganze Stadt einen sauberen Start in das neue Jahr 2018 hat.

Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr und die „Westroute“

Im Jahr als Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 konnten gleich zwei Meilensteine für den Essener Radverkehr erreicht werden: Neben der Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr wurde außerdem die „Westroute“ beschlossen, die die Anzahl der Fahrradstraßen in Essen auf über 50 steigen lässt.

300. für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraße

Mit der Kastanienallee im Essener Stadtkern wurde heute (20.12.) die Öffnung der 300. Einbahnstraße für den Radverkehr offiziell begangen. Damit sind mehr als die Hälfte der in Essen vorhandenen Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. Durch die Öffnung von Einbahnstraßen werden für Radfahrerinnen und Radfahrer Umwege minimiert und Hauptverkehrsstraßen sowie Kreuzungen können teilweise umfahren werden.

Die Brigittastraße in Essen-Rüttenscheid war 1992 die erste Einbahnstraße, die für gegenläufigen Radverkehr freigegeben wurde. Auch welche die 301. für den Radverkehr offene Einbahnstraße sein wird, steht bereits fest: Im Zuge des Umbaus der Haltestelle Weserstraße in Essen-Bergerhausen wird auch die Werrastraße für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden.

Über 50 Fahrradstraßen dank der Einrichtung der „Westroute“

Mit der nun beschlossenen „Westroute“ soll die Radroute von der Essener Innenstadt bis nach Essen-Frintrop vervollständigt werden. Dafür werden auf der etwa 7,5 km langen Strecke Heinrich-Strunk-Straße bis Breukelmannshof zwölf neue Fahrradstraßen eingerichtet, die zu den bereits bestehenden 41 Fahrradstraßen hinzukommen. Nach Fertigstellung wird es damit über 50 Fahrradstraßen im Essener Stadtgebiet geben. Die Route wird größtenteils parallel zur Frintroper Straße verlaufen und somit eine gute Ausweichmöglichkeit gegenüber der stark befahrenen Hauptstraße bieten.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für das Jahr 2018 geplant und ist voraussichtlich mit Kosten in Höhe von etwa 60.000 Euro verbunden.

Seit mehr als 15 Jahren richtet die Stadt Essen bereits Fahrradstraßen im Radverkehrsnetz ein. Sie erhöhen sowohl Komfort als auch Sicherheit des innerstädtischen Radverkehrs: Radfahrerinnen und Radfahrer können nebeneinander fahren und sind für den motorisierten Straßenverkehr besser sichtbar.

Sperrung der Laupendahler Landstraße nach Hangrutsch

Die Stadt Essen führt am Donnerstag, 21. Dezember, Hangsicherungsarbeiten an der Laupendahler Landstraße in den Stadtteilen Werden und Heidhausen durch. Dafür wird sie von 8 bis 16 Uhr zwischen In der Borbeck und Hohensteinweg in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt.

Eine Umleitungsempfehlung über die Ringstraße und Ruhrtalstraße ist ausgeschildert.

Die Sicherungsarbeiten sind nötig, nachdem in der letzten Woche zu einem Hangrutsch an diesem Abschnitt gekommen ist.

Essen: mit 240.000 Euro zu gefahrloser Luft?

Die Stadt Essen hat heute (20.12.) einen Förderbescheid in Höhe von 240.000 Euro für die Entwicklung eines kommunalen Masterplans zur nachhaltigen Mobilität erhalten.

Uwe Paulukat, Verwaltungsleiter des Amtes für Straßen und Verkehr, reiste dafür nach Berlin und bekam den Bescheid von Christian Schmidt überreicht, dem geschäftsführenden Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Hintergrund ist die Umsetzung der Ergebnisse des Nationalen Forums Diesel und des Gesprächs der Bundesregierung mit Kommunen und Ländern zur Luftreinhaltung. Die Kommunen in Deutschland sollen jetzt passgenau ihre Planungen für eine bessere Luftqualität ausarbeiten. Diese Masterpläne können Maßnahmen zur Digitalisierung des Verkehrs, zur Vernetzung von Verkehrsträgern, zur Elektrifizierung, zur Radverkehrsförderung oder zur urbanen Logistik umfassen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat für die Erstellung dieser Masterpläne insgesamt Mittel in Höhe von rund 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Der Essener Masterplan soll jetzt entsprechend erarbeitet werden, der Auftrag wird mit den bewilligten Mitteln finanziert.

Die Essener Projektskizze, die Grundlage für den heute erhaltenen Förderbescheid ist, sieht unter anderem die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, die Minderung der Schadstoffkonzentration an hochbelasteten Strecken und die Förderung der Elektromobilität als Maßnahmenschwerpunkte vor.

Grußwort des Oberbürgermeisters Thomas Kufen zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich möchte mit Ihnen gemeinsam auf das Jahr 2017 zurückschauen. Als Oberbürgermeister halte ich mich natürlich an die Regel „Positives zuerst!“ Das fällt mir auch leicht, denn unser Jahr als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ war ein voller Erfolg. Dank Ihnen! Fast dreihundert Projektideen sind von Ihnen – liebe Essenerinnen und Essener – eingereicht worden. Sage und schreibe 210 Bürger-Projekte konnten im Lauf des Jahres realisiert werden:
Von Insektenhotels und Hummelprojekten bis zu Solar-Ladegeräten für Laptops in der Stadtbibliothek, über E-Bike-Ladestation bis hin zu Kochworkshops für Kinder sowie Umweltaktionen in Kitas mit Hochbeeten und Gewächshäuser. Am Ende des Sommers hieß es für Groß und Klein: „säen, ernten, Essen“. Und nun, zum Ende des Jahres heißt es: Wir haben 2017 wirklich unser grünes Wunder erlebt. Die große Bürgerbeteiligung hat mich und das Team der Grünen Hauptstadt restlos begeistert:
Zum Thema „Mein Grün“ gehört unter anderem die Wanderroute Baldeneysteig. Sicher ist hier etwas Ausdauer gefragt, aber aus so vielen Perspektiven konnte man den Baldeneysee und seine Umgebung noch nie erkunden – ein echtes Highlight. Viele Projekte der Kleingärten und Gemeinschaftsgärten oder die „Grünen Inseln“ in der Innenstadt seien an dieser Stelle ebenfalls erwähnt. Im Themenbereich „Meine Wege“ haben wir zum Beispiel das Radfahren und die E-Mobilität gefördert. Die Höhepunkte von „Meine Flüsse“ waren beispielsweise das Baden im Baldeneysee oder die Inbetriebnahme des klimafreundlichen Methanol-Schiffes MS Innogy. „Mein Einkauf“ hat gute Impulse für den Kauf regionaler Produkte gesetzt und geholfen, die Plastiktüte soweit es geht aus dem Verkehr zu ziehen. Die Aktionen dieses Jahres können auch unter der Rubrik „Meine Zukunft“ subsummiert werden, denn wir haben Nachhaltigkeit geübt und Zusammengehörigkeit gelebt. Davon profitieren wir alle. Wir haben uns bei Aktionen besser kennen gelernt und manches Projekt läuft gemeinschaftlich einfach weiter. Allen, die sich dieses Jahr für die Zukunft unserer Heimatstadt engagiert haben, danke ich ganz persönlich sowie im Namen der Stadt Essen sehr herzlich! Die Erfolge der Essener Sportlerinnen und Sportler waren 2017 wieder beachtlich. „Auf dem Wasser“ waren wir dieses Jahr mal wieder spitze: Der Kanute Max Rendschmidt ist nach dem Doppelolympiasieg von Rio 2016 dieses Jahr Weltmeister, 2-facher Weltcupsieger und Deutscher Meister geworden. Der Kanurennsportler Max Hoff wurde doppelter Europameister, Jacob Schneider gewann bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2017 in Florida die Goldmedaille im Deutschland-Achter und unser Essener „Olympia-Exportschlager“ im Beachvolleyball, Kira Walkenhorst, wurde dieses Jahr in Wien Weltmeisterin.
Herzlichen Glückwunsch!

Obwohl wir in Essen keine fußballerische Konkurrenz zu den Nachbarstädten sind, hatten wir ein großes Fußballfest zu feiern: 110 Jahre Rot Weiß Essen. Ein Grund mehr die Dauerkarte zu verlängern. Weitere Jubiläen waren 2017 ein Anlass zu großen Festen:
Unser Grillo-Theater wurde 125 Jahre alt. Es versorgt uns zuverlässig mit Kunst und Kultur. Der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. versorgt uns mittlerweile eindrucksvolle 120 Jahre mit seinem Dienst an den Menschen dieser Stadt. Die Stadtwerke Essen bestehen jetzt seit 150 Jahren. Sie versorgen uns zuverlässig mit Strom Erdgas und Wasser. Die Privatbrauerei Jacob Stauder wurde ebenso 150 Jahre alt. Sie versorgt uns gelegentlich auch…
Große Jubiläen sind Beispiele für werterhaltende Traditionen. Entsprechend gab es auch aus dem Bereich der Wirtschaft in diesem Jahr viele gute Neuigkeiten. Der Umzug der Brenntag AG nach Essen ins Grugacarree ist vollzogen, in direkter Nachbarschaft hat der Energiedienstleister ista Deutschland GmbH sein neues Hauptquartier errichtet. Ein weiteres gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Essen sind der Ausbau der Essener Zentrale von Deichmann und die Fertigstellung der Funke Unternehmenszentrale, mit dem sich die Funke Mediengruppe fest zum Standort Essen bekennt.
Für gute Nachrichten hat auch die innogy SE gesorgt: Nachdem im letzten Jahr bereits Aldi Nord die Pläne für seinen neuen Campus in Kray vorgestellt hat, errichtet nun auch innogy in der Huyssenallee einen hochmodernen und attraktiven Campus.

Der Messeumbau hat ebenso große Fortschritte gemacht, seine erste Bauphase wurde beendet und alles ist im Rahmen der geplanten Kosten fertig gestellt worden. Befürworter und Kritiker der allerersten Messeumbaupläne müssten nun gleichermaßen zufrieden sein. Die „50. Essen Motor Show“ zum Jahresende 2017 hat schon großartig vom Messeumbau profitiert, die Aussteller und Zuschauer sind begeistert.

Wenig begeisternd waren dagegen in 2017 manche Vorfälle zum Thema Sicherheit.
Besonders erschüttert hat mich die Halloween-Nacht. Nach den Halloween-Ereignissen am Hauptbahnhof habe ich mich direkt mit der Bundespolizei zusammengesetzt und eine engere Kooperation vereinbart. Wir müssen Zeichen setzen, dass „Jugend nicht vor Strafe schützt“. Um jugendliche Straftäter und junge Intensivtäter schneller mit Sanktionen konfrontieren zu können, wurde deshalb in diesem Jahr das „Haus des Jugendrechts“ in Kooperation mit der Polizei Essen beschlossen.

In Punkto Sauberkeit war auch im grünen Hauptstadtjahr nicht alles im grünen Bereich. Jeder Einzelne kann hier etwas tun. Ich selbst habe im Herbst den Aktionsplan zur Verbesserung der Sauberkeit im Essener Stadtgebiet initiiert. Unter dem Motto „Essen bleib(t) sauber“ stehen die optimierte Organisation der Müllbeseitigung, härtere Sanktionen für Müllsünder und eine Erweiterung der Melderkette unter verstärkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Fokus.

2017 habe ich so viel gemeinsames Engagement in Essen erlebt!
Das macht mich umso stolzer auf meine Heimatstadt. Wir werden von Seiten der Stadtverwaltung noch viele gute Projekte vorantreiben und Essen in die modern-urbane Zukunft führen, die es verdient hat. Lassen Sie uns in 2018 diesen Weg mit Herz und Verstand weitergehen, liebe Essenerinnen und Essener.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Start ins neue Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen in 2018.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Thomas Kufen

Oberbürgermeister der Stadt Essen

Vielfache Initativgruppen wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf von NRW Ministerpräsidenten Laschet

Anti-Atomkraft- und Anti-Kohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, NRW, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.

Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die Anti-Atom- und Anti-Kohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom,“kommentiertAndreas Büttgen von der „Initiative Buirer für Buir“. “Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“ .

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „ Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener Anti-Atominitiativen sind über Laschet verärgert, „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre.,“ so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegenAtomenergie.

Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen,“ äußert Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.

Weitere Informationen unter:

https://www.anti-akw-ac.de/
http://www.stop-tihange.org/de/
www.bund-nrw.de <http://www.bund-nrw.de/>
https://www.ausgestrahlt.de/
http://www.antiatombonn.de/index.php/sofortausstieg
http://bündnis-gegen-braunkohle.de/
http://www.bbu-online.de
.ausgestrahlt, gemeinsam gegen Atomenergie
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
AntiAtomBonn
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband
Nordrhein-Westfalen (BUND)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Bündnis gegen Braunkohle
Bürgerinitiative LoB – Leben ohne Braunkohle Pulheim-Stommeln
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Don’t nuke the climate
Initiative Buirer für Buir
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW)
Stop Tihange

Festliches Theaterprogramm – Große Stücke-Vielfalt rund um die Weihnachtstage am Schauspiel Essen

Derzeit befinden sich noch viele Menschen im Vorweihnachts-Stress: Geschenke müssen her, Verwandtenbesuche sollten gut geplant werden und dann die schwerwiegende Frage, womit man sich und seine Lieben rund um die Bescherung kulinarisch verwöhnen möchte. Wenn das alles erledigt ist, kann das Fest der Liebe kommen. Wem vor, während oder nach den Feiertagen der Sinn nach anspruchsvoller Unterhaltung steht, der sollte die unterschiedlichen Angebote im Grillo-Theater und den kleineren Spielstätten des Schauspiel Essen nutzen.

Am Freitag vor Heiligabend, dem 22. Dezember steht ab 19:30 Uhr im Grillo-Theater Lutz Hübners und Sarah Nemitz‘ Komödie „Willkommen“ auf dem Programm. Darin geht es um fünf WG-Bewohner, die sich höchst kontrovers darüber auseinandersetzen, ob sie ein in ihrer Wohngemeinschaft frei werdendes Zimmer an Flüchtlinge vergeben wollen.

Mit Problemen ganz anderer Art bekommt es am 23. Dezember (17 Uhr) sowie am 2. Weihnachtstag (14:30 Uhr) der Bottroper Maulwurf Jupp zu tun. Eigentlich will er nur das Theater kennenlernen und zu diesem Zweck ein Schnupper-Praktikum bei den Theatertieren, die unter der Bühne des Grillo-Theaters leben, machen. Doch dann kommt alles ganz anders: Denn eine Etage höher versinken die Proben zum „Froschkönig“ im Chaos und die bevorstehende Premiere droht zu platzen. Wie es Jupp und seinen tierischen Mitstreitern schließlich doch gelingt, dass sich alles zum Guten wendet, erzählt Gertrud Pigor in ihrem turbulenten und sehr musikalischen Stück „Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben“, das für Kinder ab 6 Jahren und natürlich auch für deren Eltern, Großeltern, Onkels und Tanten geeignet ist.

Am Mittwoch, dem 27. Dezember können sich Theaterfans zwischen zwei Inszenierungen entscheiden: Wenn sie Thees Uhlmanns „Sophia, der Tod und ich“ ab 19:30 Uhr im Grillo-Theater wählen, dann werden sie Zeuge einer ungewöhnlichen Reise quer durch Deutschland, an der unter anderem der Sensenmann höchstpersönlich teilnimmt. Oder sie sitzen ab 19 Uhr in der Casa und erleben die letzte Aufführung von „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“.

Grimme-Preisträger August Zirner und das Essener Spardosen-Terzett sind am Donnerstag, dem 28. Dezember ab 20 Uhr zu Gast im Grillo-Theater. In ihrem „Jazz in Essen“-Konzert geben sie sich musikalisch-medizinisch und stellen für die Künstler Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk die „Diagnose: Jazz“.

Auf einen modernen Klassiker können sich die Grillo-Besucher am Freitag, dem 29. Dezember freuen: Bertolt Brechts „Leben des Galilei“ mit Musik von Hanns Eisler erzählt die Geschichte des italienischen Mathematikers und Astronomen Galileo Galilei (1564-1642), der das neue kopernikanische Weltsystem beweisen will und damit gleich ein ganzes Weltbild über den Haufen wirft. Die Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr.

Zwei Komödien bietet der Spielplan am Samstag, dem 30. Dezember. Pechschwarz geht es ab 19 Uhr in der Casa zu, denn Noah Haidle zeigt in „Das beste aller möglichen Leben“ ein komplettes Menschenleben im Schnelldurchlauf: von der Wiege bis zur Bahre in 90 Minuten. Und ab 19:30 Uhr treffen sich im Grillo-Theater die drei wortgewaltigen Streithähne wieder, um in Yasmina Rezas Kult-Komödie „Kunst“ über eine weiße Leinwand, ihr Leben und ihre Freundschaft zu diskutieren.

Die Silvester-Vorstellung „Willkommen“ ist bereits ausverkauft, für die anschließend ab 20:30 Uhr im Hayati und Café Central International stattfindende Silvesterparty sind allerdings noch einige Karten (€ 14,00) zu haben.

Kartenvorverkauf für die genannten Veranstaltungen:
TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, II. Hagen 2, Tel. 0201/8122-200, oder unter tickets@theater-essen.de.

Titelfoto: Sophia, der Tod und ich_HP_Kaufhold_Martin

Förderprogramm des Landes nur Tropfen auf den heißen Stein

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt, dass die Stadt Essen im Kampf gegen Schrottimmobilien neben ordnungsrechtlichen nun auch auf städtebauliche Instrumente zurückgreift und damit endlich das Förderprogramm des Landes zum Erwerb von heruntergekommenen Immobilien in Anspruch nimmt. Allerdings muss auch die sozialpolitische Dimension dieses Problems berücksichtigt werden. Kritisch sieht die Ratsfraktion, dass das Förderprogramm ausschließlich auf die Stadtteile Altendorf, Altenessen Süd, Nordviertel und Katernberg begrenzt ist.

„Durch seine finanzielle und räumliche Beschränkung ist das Förderprogramm des Landes leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da dadurch in Essen nur rund 13 von schätzungsweise 60 Schrottimmobilien angekauft werden können“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Damit kommt die Stadt nicht drum rum, ein Konzept für die restlichen Stadtteile zu entwickeln, denn es darf nicht sein, dass die Bewohnerinnen und Bewohner dort aufgrund ihrer geografischen Lage außenvorgelassen werden. In solch einem Konzept darf aus unserer Sicht die sozialpolitische Komponente nicht fehlen. Die betroffenen Bewohner sollten individuell darüber beraten werden, wie sie sich aus ihrer prekären Lage befreien können und dürfen nach der Zwangsräumung nicht sich selbst zu überlassen werden. Denn in erster Linie sind sie die Leidtragenden dieser ans kriminelle grenzenden Machenschaften skrupelloser Vermieter.“

Aus Sicht der Ratsfraktion gehört zur effektiven Bekämpfung von Schrottimmobilien auch eine städtebauliche und sozialpolitische Präventionsstrategie, wie etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen und günstigem Wohnraum. Gerade letzteres stellt für die Verwaltung ein Problem dar, wie die Stadt kürzlich auf Anfrage bestätigt hat. Demnach können einzelne Häuser bzw. Wohnungen nicht für unbewohnbar erklärt werden, wenn für die Betroffenen kein angemessener Ersatzwohnraum zur Verfügung steht.

„Das Problem lässt sich nicht nur ordnungsrechtlich bzw. durch Abriss lösen, denn dadurch werden die Probleme nur verlagert. Wir fordern deswegen von der Stadtverwaltung, dass sie beim Erwerb und der Entwicklung von Schrottimmobilien sowohl den Planungsausschuss und die Bezirksvertretungen, als auch die vorhandenen Hilfsorganisationen sowie den Sozialausschuss zur Beratung hinzuzieht. Dadurch könnten alle Aspekte um den Bereich Schrottimmobilien berücksichtigt werden und den Betroffenen Hilfestellungen gegeben werden“, so Gabriele Giesecke abschließend.

Hangabrutsch in Essen-Heidhausen zieht keinen Sachschaden nach sich

Vermutlich in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember ist es an der Laupendahler Landstraße in Essen-Heidhausen zum Teilabrutsch eines Hanges in der Breite von etwa 15 Metern gekommen. Ein Sachschaden ist nicht entstanden.

Insgesamt sind etwa 20 bis 30 Quadratmeter Fels abgegangen. Auslöser waren womöglich die starken Regenfälle der letzten Tage. Dank der 20 Meter hohen, der Felswand vorgelagerten Pufferfläche fiel kein Stein- oder Erdmaterial auf die Straße. Die Stadtwerke Essen wurden entsprechend informiert.

Nach einer gemeinsamen Ortsbegehung durch die Stadt Essen und das Büro Dr. Spang, Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH, wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen anberaumt. Die überhängenden Bäume in Richtung Straße wurden durch Grün und Gruga mit Einsatz eines Hubsteigers sofort eingekürzt. Auf Empfehlung des geologischen Gutachtens sind außerdem in Kürze Fällungen von etwa 30 mittelgroßen Bäumen sowie von weiteren zwölf bis 15 auf der Felskante stehenden Bäumen notwendig.

Die Gefahr eines weiteren Erdrutsches an gleicher Stelle wurde als unwahrscheinlich eingestuft. Die zum Teil bereits durchgeführten Maßnahmen dienen auch der Stabilisierung weiterer Abhangflächen.