Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zurück auf der Aalto-Bühne

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ versammelt ein ernstes und ein heiteres Liebespaar, einen tölpelhaften Tunichtgut, einen humanistischen Edelmann und einen Spielort, der Platz für exotische Klänge bietet. Eine wunderbare Mischung, auf die sich das Publikum im Aalto-Theater nun wieder freuen darf: Am Sonntag, 4. März 2018, um 18 Uhr wird das beliebte Singspiel wiederaufgenommen, weitere Vorstellungen folgen am 17. März und 6. April 2018. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil übernehmen die Gesangspartien Maik Solbach (Bassa Selim), Simona Šaturová und Anna Rajah (Konstanze), Christina Clark (Blonde), Dmitry Ivanchey (Belmonte), Albrecht Kludszuweit (Pedrillo) und Tijl Faveyts (Osmin). Die Inszenierung stammt von Jetske Mijnssen. Mit Instrumenten wie Becken, Trommel oder Triangel bediente Mozart in der „Entführung aus dem Serail“ die damaligen Erwartungen an das orientalische Lokalkolorit. Doch nicht nur wegen dieser Klänge hatte das Werk eine epochemachende Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Oper.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Scenenfoto von Ben van Duin).

Theater und Philharmonie Essen zeigen Kooperation der Sparten bei Festtagen Kunst⁵

Ein neues Design ist nur das äußerliche Merkmal eines Zentralierungsprozesses. Berger Bergmann spricht Klartext, denn dieses neue Auftreten als ,, Kunst hoch fünf“ wäre unter der früheren Intendanz kaum denkbar gewesen. Gemeinsame Entscheidungsfindung von sich gegenseitig schätzenden Akteuren erlaubt eine sich ergänzende Programmgestaltung auf hohem Niveau.
Bergmann lässt auch nicht unerwähnt, dass mit einer neuen politischen Stadtführung, die eine Kulturarbeit über die formale Notwendigkeit hinaus schätzt, sich neue Perspektiven, auch in einer Zeit ständiger Mittelverknappung, ergeben.

Die fünf Sparten der Theater und Philharmonie Essen (TUP) präsentieren ihre Kooperation erstmals in Form eines Festivals: Vom 14. bis zum 20. März zeigen das Aalto-Musiktheater, das Aalto Ballett Essen, die Essener Philharmoniker, die Philharmonie Essen und das Schauspiel Essen bei den Festtagen Kunst⁵ einen Querschnitt ihres Angebots. Im Auftaktjahr steht das vermeintlich schwache Geschlecht im Mittelpunkt: Das Programm mit dem Motto „Unbeschreiblich weiblich“ erstreckt sich von Liederabenden über Schauspiel- und Ballettaufführungen bis hin zu Galaauftritten von Stars wie Edita Gruberová und Ute Lemper oder der Opernpremiere „Elektra“. Abgerundet werden die Festtage durch eine hochkarätig besetzte Talkrunde, die im Rahmen der Reihe WDR 3 Forum aufgezeichnet wird. Seit fünf Jahren sind die Sparten organisatorisch unter unter dem Dach der Theater und Philharmonie Essen zusammengefasst. Auch künstlerisch arbeiten die Häuser oft zusammen.

Die erstmals stattfindenden Festtage Kunst⁵ verdeutlichen das Zusammenrücken der Sparten

In den vergangenen Jahren sind die fünf Sparten der Theater und Philharmonie Essen (TUP) – das Aalto-Musiktheater, das Aalto Ballett Essen, die Essener Philharmoniker, die Philharmonie Essen und das Schauspiel Essen – auf künstlerischem wie auf organisatorischem Gebiet näher zusammengerückt. Mit den erstmals stattfindenden TUP-Festtagen Kunst⁵ (14. bis 20. März 2016) findet diese Entwicklung nun einen weiteren Höhepunkt. Die Schirmherrschaft hat Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen übernommen. Programmatisch zeigt sich die Kooperation inzwischen in diversen Veranstaltungsformaten: von den Ptah-Vorstellungen, bei der junge Choreografen des Balletts Aufführungen im Grillo-Theater zeigen, über den „Sommernachtstraum“ der Philharmonie, an dem regelmäßig Künstler mehrerer TUP-Sparten mitwirken, bis hin zu gemeinsamen Liederabenden mit Sängern und Schauspielern. Auf organisatorischer Ebene wurden Abteilungen zentralisiert, und ein neues Corporate Design („Kultur in Essen – TUP“) macht seit rund fünf Jahren deutlich, dass die Sparten – bei aller künstlerischen Eigenständigkeit – unter einem gemeinsamen Dach agieren. Mit Kunst⁵ präsentieren die Sparten ihr Können und ihr Angebot erstmals in potenzierter Festtags-Form. Im Auftaktjahr steht das vermeintlich schwache Geschlecht im Mittelpunkt: Das Programm mit dem Motto „Unbeschreiblich weiblich“ erstreckt sich von Liederabenden über Schauspiel- und Ballettaufführungen bis hin zu Galaauftritten von Stars wie Edita Gruberová und Ute Lemper oder der Opernpremiere „Elektra“. Abgerundet werden die Festtage durch eine hochkarätig besetzte Talkrunde, die im Rahmen der Reihe „WDR 3 Forum“ aufgezeichnet wird.

Als Intendant des Aalto-Musiktheaters, der Philharmonie Essen und der Essener Philharmoniker in Personalunion habe ich den Kooperationsgedanken hier in Essen von Anfang an intensiv verfolgt“, sagt Hein Mulders. „Die Zusammenarbeit funktioniert auch, weil wir Intendanten uns verstehen und stets ein offenes Ohr füreinander haben“, so Christian Tombeil, Intendant des Schauspiels. Für Ben Van Cauwenbergh belegen die Festtage wiederum, „wie vielfältig und zugleich hochwertig die Angebote sind, die das gesamte Jahr über in den TUP-Häusern präsentiert werden“. Und der TUP-Geschäftsführer Berger Bergmann ergänzt: „Dass aus der von mir stets geförderten Zusammenarbeit jetzt Festtage gewachsen sind, macht mich stolz und ist den Intendanten und Dramaturgen nicht hoch genug anzurechnen.“

Zu Kunst⁵ wird ein Festtagspass zum Preis von € 50,00 (ermäßigt € 30,00) angeboten, mit dem die Veranstaltungen zum halben Preis besucht werden können. Der Vorverkauf läuft; Pass und Einzelkarten sind erhältlich im TicketCenter der TUP (II. Hagen, 45127 Essen: T 0201 81 22-200). Weitere Informationen zum Programm unter www.theater-essen.de/kunst-hoch-fuenf/

Wir sprachen mit: 

bergm

Berger Bergmann, Geschäftsführer der Theater und Philharmonie

Cauwenb

Ben Van Cauwenbergh, Ballettchef

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Christian Tombeil, Schauspiel-Intendant

Mit Hein Mulders, Intendant von Philharmonie und Aalto-Musiktheater werden wir Anfang Februar ein Gespräch zur Programmgestaltung führen. 

 

Infos unter www.theater-essen.de/kunst-hoch-fuenf

(stk. u. ü. Pm., idr., Fotos: erle u. Schauspiel Essen)