Prepaidkarten zur Auslandstelefonie? Vorsicht! Die Anmeldung kann, selbst wenn sie gelingen sollte, eine nervige Angelegenheit sein.

Alles sieht einfach und unkompliziert aus, wenigstens in der Werbung, doch das Problem zeigt sich erst bei der Identifikation. War es zu Beginn des Jahres noch möglich eine Prepaidkarte recht schnell, gar im Laden freizuschalten, geht dies durch eine gesetzliche Reglementierung nur noch nach vorheriger Identifikation. Diese soll „online“ durchführbar sein und wird per Kameralesefunktion am Computer oder durch Telefonkamera angepriesen.

Verlockende Werbung, die aber eine aufwendige Identifikation erfordert.

Was die anbietenden Firmen der Telefonkartenbranche aber nicht garantieren, ist eine angemessene Erreichbarkeit des Identifikationsdienstes. Der gehört meistens auch nicht zu den Firmen, sondern erfolgt in derem Auftrage. So ein Einwählversuch kann sich locker mal über Stunden erstrecken. Wir machten am 9. 8. 2017 einen Versuch mit einer Lebarakarte und wählten uns in das Identifikationsnetz ein. Nach zwei Stunden erscheint eine nette Dame auf dem Bildschirm des Computers, die aber den Ausweis nicht klar lesen kann und uns zu einer App riet, um den Vorgang mit dem Telefon zu wiederholen. Erneute zwei Stunden verstreichen…

So erfreut lacht nicht jeder Konsument…., der Vorgang kann sehr zeitaufwendig sein oder mißlingen.
Zwischenzeitlich versuchen wir mit der Presseabteilung von Lebara Kontakt aufzunehmen, was nur in Englisch möglich ist. Ein Kontaktversuch in Deutscher Sprache zuvor landete in Frankreich, wo uns ein Mitarbeiter zu unserem Erstaunen fragte, warum wir überhaupt Lebara kaufen würden. Man wüsste doch, dass das in Deutschland fast nicht funktioniere und man habe die Karten eben noch vor der gesetzlichen Änderung gedruckt und verkaufe die nur noch ab. Der Kollege in England versucht uns jedenfalls noch zu verstehen und bittet um einen Moment Geduld, nach wenigen Sekunden ist er aber auch aus der Leitung.
Nun gibt es natürlich überall Spitzenzeiten, wo Servicedienste schlecht erreichbar sind, aber ein Hinweis des offenherzigen Mitarbeiters in Frankreich weist uns auf eine ander Wahrscheinlichkeit…. wenn geringes Personal eingesetzt wird, verliert wohl mancher Kunde die Geduld und gibt auf. Wir werden jedenfalls unsere Karte dem Verkäufer zur Rückerstattung vorlegen.

(stk.