Noch offene Anträge auf Betreuungsgeld werden endgültig abgelehnt

Die Bezirksregierung Münster hat entschieden, dass alle noch nicht bewilligten Anträge auf Betreuungsgeld abgelehnt werden müssen. Dies betrifft auch alle bisher unbewilligten Anträge, die vor dem 21. Juli dieses Jahres gestellt wurden. Die Rechtsgrundlage für eine Bewilligung des Betreuungsgeldes ist mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 21. Juli entfallen.
Das Bundesverfassungsgericht hat am 21. Juli dieses Jahres entschieden, dass das Betreuungsgeld nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die gesetzlichen Regelungen zum Betreuungsgeld wurden für nichtig erklärt. Bereits bewilligte Anträge haben über den gesamten Bewilligungszeitraum Bestandskraft. Die Bearbeitung von Anträgen, die noch nicht bewilligt waren, wurde zunächst ausgesetzt. Eine Übergangsregelung wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht getroffen. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts hat Bindungswirkung für die Behörden.
Das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Essen, das neben Essen auch für das Betreuungsgeld in den Städten Mülheim und Oberhausen zuständig ist, wird in den nächsten Wochen Ablehnungsbescheide an die cirka 250 betroffenen Antragstellerinnen und Antragsteller versenden.

(ü.Pm Stadt Essen)

Film in der Alten Synagoge: „Café Ta‘amon, King-George-Street; Jerusalem“

Der Dokumentarfilm „Café Ta‘amon, King-George-Street; Jerusalem“ wird am Donnerstag, 8. Oktober, um 19 Uhr nach einführenden Worten des Autors und Regisseurs Michael Leutsch im Seminarraum der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Golda Meir trank hier Kaffee, ebenso Shimon Peres: Das Ta´amon ist eines der ältesten Lokale Jerusalems. Und weltberühmt. Es war der Treffpunkt Linker Aktivisten, Künstler, Literaten und Politiker. Über Israel und die Entwicklungen wurde heftig debattiert – damals wie heute.
Das Café ist Geschichte im Mikrokosmos. 1936 gegründet, übernahm es in den 60er-Jahren wieder eine jüdische Familie. Zusammen mit Hamis, einem Moslem, bewirten sie Tag für Tag ihre Gäste. Genau diesen Alltag dokumentiert der Regisseur. Er zeigt das Bistro, seine Besitzer und die Gäste – er bewegt sich mit ihnen weg, um Geschichten nachzuspüren, und kommt zurück ins Ta´amon. Ein Dokument der Zeitgeschichte.
Jerusalem war 1967, nach dem Sechstagekrieg, ein Ort des Neuanfangs. Soziale Protestgruppen formierten sich, etwa die „Schwarzen Panther“ im orientalisch-jüdischen Milieu, Araber und Juden erkundeten die ihnen zuvor unbekannten Stadtteile Jerusalems. Besucher aus dem Ausland lernten hier die linke Szene Jerusalems kennen, so etwa Daniel Cohn-Bendit, der interviewt wird.

Zum Autor und Regisseur:
Michael Teutsch führt in den Film ein. Er wurde 1945 geboren, lebt in München und ist seit 1970 Director of Photography im Bundesverband Kamera, seit 1996 Autor und Regisseur.
Folgende Filme hat er veröffentlicht (Buch, Regie, Kamera):
Hier sind wir die Türken; Dokumentarfilm (2001),
Sound of Freedom; Dokumentarfilm (2004),
Von der Hölle ins Paradies; Dokumentarfilm (2006) 3sat; SF1; Israel TV1,
Erst war ich nur der weiße Boss; „Lebenslinien“ BR TV: (2009),
Café Ta´amon, King-George-Street, Jerusalem; Dokumentarfilm (2013): Publikums-Preis Filmwoche Duisburg 2013,
Das Große Lächeln; Dokumentarfilm (2014).

(ü.Pm. Stadt Essen)

„Meine Stadt. Mein Wald!“ – Ergebnisse einer studentischen Befragung zum Thema Wald

Im Rahmen ihres Bachelor-Studiums bei der Stadt Essen haben zwölf Studentinnen und Studenten an 24 Waldstandorten 944 Waldbesucherinnen und -besucher interviewt. Die Ergebnisse werden im Oktober in den zweiten Waldworkshop des Essener Bürgerbeteiligungsprozesses „Dem Essener sein Wald“ eingebracht. Das Ziel dieser Projektarbeit war, die Nutzungsansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Essener Wald zu erforschen.
Unsere Leser/Hörer kennen bereits diese Aktion. Sie erinnern sich? Die Redaktion der Erle fragt bis heute bei der Stadtverwaltung nach der Höhe des Betrages, der für den Einsatz einer Psychologin zur Moderation mit dem Bürger über die zukünftige Waldgestaltung eingesetzt wurde. Die Verwaltung verweigert diese Auskunft bis heute mit dem Hinweis, „es sei mit der Dame ein vertragliches Stillschweigeabkommen getroffen worden, das man nicht brechen könne!“ Wir sind noch immer am Ball und glauben letztendlich die Summe im Sinne einer Transparenz in Erfahrung zu bringen. Bürger wollen nicht nur über die Waldqualität mitreden, sondern auch wissen, wofür Verwaltungen ihre Steuergelder einsetzen. Wir werden weiter berichten.

    Die Studentinnen und Studenten sind unter anderem folgenden Fragen nachgegangen:
    Wie wird der Essener Wald tatsächlich vom Waldbesucher gesehen und genutzt?
    Sollen die Wälder wieder aufgeräumt werden?
    Wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Wildnis im Stadtwald?
    Muss man zukünftig dem Klimawandel mehr Beachtung schenken?
    Die Gruppe hat jeweils in Zweiergruppen an insgesamt 24 Waldstandorten von 7 bis 19 Uhr an unterschiedlichen Tagen 944 Waldbesucher befragt. Die Orte waren nicht bekannt, um eine mögliche Beeinflussung durch Interessensgruppen zu vermeiden.
    Das Projektteam bestand aus Jordi Barrera Alcalde, Niels Flor, Tobias Holtkamp, Sophia Kock, Marcel Majnaric, Andreas Pachura, Alexander Roderig, Veit Saager, Yvonne Salm, Carlo Schmidt, Kemal Tekin und Laura von der Heyde.
    Hier die Details der Aktion:
    2015_09_30_Mein_Wald

    (stk., u. ü.Pm. Stadt Essen)

Wohnungsmarkt für Studenten ist im Ruhrgebiet meistens entspannt

Studierende, die für das Wintersemester eine Wohnung im Ruhrgebiet suchen, haben vor allem in Gelsenkirchen beste Chancen. Dort ist der Wohnungsmarkt besonders wenig angespannt. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienentwickler GBI AG, der die 87 deutschen Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studenten untersucht hat.
Die Anspannungs-Werte in Bochum (34 Punkte), Essen (30,5 Punkte) und Dortmund (28 Punkte) liegen in einem Bereich, den der Immobilienentwickler als „noch nicht akut problematisch“ einstuft. Es sei für Studierende zwar nicht einfach, eine passende Unterkunft zu finden, aber im Vergleich zu Bonn (50,5 Punkte) oder Köln (64,5 Punkte) wesentlich entspannter. Gelsenkirchen gehört zu den Städten, die weniger als 25 Punkte erhalten.
Auch im Vorjahr kamen die Städte des Ruhrgebiets zu positiven Ergebnissen.

(stk, üPm. RVR)

„Wunder der Natur“: 2016 füllt sich der Gasometer Oberhausen mit Leben

Der Höhepunkt der neuen Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen soll die Erde selbst sein. Sie wird als 20 Meter große Kugel im 100 Meter hohen Luftraum zu sehen sein. Neben dieser Installation zeigen vom 11. März bis 30. Dezember 2016 großformatige Fotografien und Filmausschnitte ungewöhnliche Fähigkeiten und Strategien von Lebewesen im Kampf ums Dasein, von der Vielfalt der sexuellen Rituale, vom Reichtum sozialer Beziehungen und vom Vermögen, mit anderen Arten zusammen zu leben. Der Schwerpunkt der Ausstellung soll somit die Intelligenz und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt widerspiegeln.
Wie die Erdatmosphäre im Wechsel von Tag und Nacht und während der verschiedenen Jahreszeiten aussieht, können die Besucher anhand der Erdkugel sehen. Bewegte, hoch aufgelöste Satellitenbilder werden dabei detailgenau auf die Kugel projiziert. Die Fahrt im gläsernen Panoramaaufzug auf das Dach des Gasometers bietet anschließend einen Blick auf den blauen Planeten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben.
Die kommende Ausstellung „Wunder der Natur“ wird realisiert von der Gasometer Oberhausen GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bis zum 1. November läuft im Gasometer noch die Ausstellung „Der schöne Schein“.

(ü. Pm. RVR)

Das neue Halbjahresprogramm des Ruhr Museums liegt vor

Das Ruhr Museum lockt mit spannenden Ausstellungen, abwechslungsreichen Führungen und interessanten Veranstaltungen.
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Seit dem 26. September 2015 präsentiert es sich mit „Arbeit & Alltag. Industriekultur im Ruhr Museum“, die bedeutendste Sammlung auf der 12-Meter-Ebene der ehemaligen Kohlenwäsche. 350 Exponate aus der industrie- und zeitgeschichtlichen Sammlung erzählen, wie die Menschen im Ruhrgebiet 200 Jahre lang gearbeitet und gelebt haben (Ausstellung und Führungen S. 3, 6, 8, 9, 10, 11).
Wie sehr der Fußball mit dem Ruhrgebiet verbunden ist, kann in der neuen Themenführung „Am schönsten is auf’m Platz“ erfahren werden. Dort erwartet das „Land der 1.000 Derbys“ (S. 7).

Die Diskussionsreihe „Impulse“ wendet sich der Ruhrgebietsfotografie zu und diskutiert mit Fotografen über ihre aktuellen Projekte (S. 12).

(stk., ü. Pm. Ruhrmuseum)

Skulptur „Unendliche Schleife“ im Stadtgarten erstrahlt im alten Glanz

Die Skulptur „Unendliche Schleife“ im Stadtgarten erstrahlt nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten nun wieder im Granitglanz des Jahres 1978. In diesem Jahr machte die Firma Ferrostaal den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Essen das gegenüber der Konzernzentrale aufgestellte Werk zum Geschenk.
Schöpfer dieses bedeutenden Kunstwerkes ist der Architekt, Künstler und Designer Max Bill, welcher als wichtiger Vertreter der konkreten Kunst gilt. Er prägte die Entstehung der Ulmer Hochschule für Gestaltung, die in den fünfziger und sechziger Jahren zu den wichtigsten Ausbildungsstätten im Bereich des Designs gehörte.
Seine „Unendliche Schleife“ ist die Auseinandersetzung mit mathematischen Formen, in diesem Fall mit dem Phänomen des Möbiusbandes. Leider zeigte die Skulptur nach den vielen Jahren im Außenbereich sowohl im Skulptur- als auch im Sockelbereich stark verschmutzte unschöne Oberflächen sowie verschiedene Beschädigungen.
Dem besonderen Engagement der Firma Ferrostaal ist es zu verdanken, dass die Restaurierung nun auch möglich wurde. Der dem Design verbundenen Stadt Essen bleibt so ein wichtiges Kunstwerk erhalten, das es sich zu besuchen lohnt.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten kann die Skulptur „Unendliche Schleife“ im Stadtgarten wieder im Granitglanz des Jahres 1978 angeschaut werden.

(ü. Pm., Foto: Tanja Lamers, Museum Folkwang

Linke fordert für Essen mehr Sozialen Wohnungsbau

Essen möge dem Beispiel anderer Städte folgen und Quoten für Sozialwohnungen festlegen.
Die Verwaltung soll Konzepte zur Förderung des Sozialen Wohnungsbaus erstellen. Das beantragt die Ratsfraktion DIE LINKE im kommenden Planungsausschuss am Donnerstag. Denn von ehemals 100.000 Sozialwohnungen sind nur noch knapp 20.000 übrig geblieben. Das ist für eine Großstadt wie Essen und angesichts steigender Flüchtlingszahlen viel zu wenig. DIE LINKE unterstützt die Mietervereine, die einen deutlichen Ausbau in diesem Bereich wollen.
„Wir können uns vorstellen, dass die Stadt bei Bebauungsplänen und bei städtischen Grundstücksverkäufen feste Quoten für Sozialwohnungen einführt“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Andere Städte wie Dortmund, Düsseldorf, Münster und Köln verfahren schon so. Denn Menschen mit wenig Geld müssen schon jetzt einen überdurchschnittlichen hohen Anteil ihres Einkommens für steigende Mieten und Nebenkosten aufbringen und sind deshalb auf günstigen Wohnraum angewiesen.“
Eine Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE hat bereits vor zwei Jahren ans Licht gebracht, dass es Versorgungsdefizite in diesem Bereich für einzelne Nachfragegruppen gibt (Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, große Familien). Mit den Flüchtlingen kommt eine weitere Nachfragegruppe hinzu. Um allein in Essen die Verluste der letzten zwanzig Jahre aufzuholen, müssten statt der 120 neuen Sozialwohnungen jährlich rund 1.800 neu gebaut werden. Auch bundesweit fehlen mehr als 150.000 Sozialwohnungen pro Jahr.

(ü. Pm. Linke, Essen)

Bewerbung um Teilnahme an der vierten Europäischen Jugendkunstausstellung auf Zollverein ab sofort möglich

Das ist die Chance für Jugendliche zwischen 14 und 23, die gerne malen, zeichnen oder drucken, fotografieren, Objekte bauen oder Kunstwerke am Computer schaffen: Sie können sich mit ihren Arbeiten um die Teilnahme an der 4. Europäischen Jugendkunstausstellung auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein bewerben. Veranstalter sind das Kulturbüro und das Jugendamt der Stadt Essen, die mit der Nachbarstadt Herne kooperieren.
Bis zum 13. November müssen alle Bewerberinnen und Bewerber drei bis fünf künstlerische Arbeiten einreichen, die danach von einer Fachjury begutachtet werden. Die ausgewählten Kunstwerke werden vom 29. Januar bis 14. Februar 2016 in der Halle 12 auf Zollverein präsentiert und in einem hochwertigen Ausstellungskatalog abgebildet. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Sonderpreises bekommen darüber hinaus die Chance, in Essens französische Partnerstadt Grenoble zu reisen und dort noch einmal ihre Kunstwerke zu zeigen.
Zu der immer gut besuchten Ausstellung, die in zweijährigem Turnus auf Zollverein in Essen und in den Herner Flottmann-Hallen stattfindet, werden auch Jugendliche aus Essens Partnerstädten eingeladen. Ein attraktives Begleitprogramm bietet Gelegenheit zu einem europäischen Jugendaustausch.
Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es im Internet unter www.essen.de/Jugendkunstausstellung. Der Bewerbungsflyer steht hier zum Download zur Verfügung. Und zum ersten Mal können sich Interessenten in diesem Jahr auch online bewerben.
Wer persönliche Auskünfte braucht, wendet sich telefonisch oder per E-Mail an Ulrike Vetter im Kulturbüro, Telefon 88-41205, Email: ulrike.vetter@kulturbuero.essen.de oder Gerd Dubiel im Jugendamt, Telefon: 88-51186, Email: gerd.dubiel@jugendamt.essen.de.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Essen erntet – Der Natur ganz nah

Wenn es im Grugapark summt, grunzt, meckert und muht, kann das nur eines heißen: Das bunte Familienerlebnis „Essen erntet“ bestimmt wieder von Donnerstag, 1., bis Sonntag, 4. Oktober, täglich von 11 bis 18 Uhr das Treiben im Grugapark Essen!
Mit spannenden Informationen, vielen Tieren vom Bauernhof, riesigen Strohpuppen und Beratungen rund um die Themen Natur, Fischerei, Wald, Jagd, Garten- und Pflanzenwelt bietet „Essen erntet“ allen Generationen vier Tage Urlaub auf dem Bauernhof mitten in der Stadt. Kulinarische Genüsse vom frischen Kuchen bis zum krossen Spanferkel runden das Angebot ab und laden zum gemütlichen Verweilen ein. Die Ausstellerinnen und Aussteller zeigen ihre alltägliche Arbeit und bieten besondere Angebote an.
So auch der Fischerei-Verein Essen mit Sitz am Baldeneysee. Er informiert über Natur und Umweltschutz im und am Wasser, erklärt aber auch vor Ort die richtige Angeltechnik, die dann selbst ausprobiert werden kann. Geräucherte Forelle und Aal werden vor Ort angeboten. Der Fischereiverein informiert auch über ein neues Projekt: Angeln für Menschen mit Behinderung. Außerdem berichtet er über das Projekt zur Wiederansiedelung der Quappe. Dieser Süßwasserfisch, auch Süßwasserdorsch genannt, galt in der Ruhr als fast ausgestorben.
Wie man sich den goldenen Herbst in die Wohnung holt, zeigt die Floristin Sabine Brandl mit ihren herbstlichen Arrangements. Von kleinen Mitnahmeartikeln bis zu großem Raumschmuck werden wunderschöne Sträuße, Kränze und ausgefallene Dekorationsartikel gezeigt und angefertigt.
Während kleine und große Kinder aus heimischem Holz kleine Waldwichtel basteln, geben die Essener Jäger und der Förderverein Wildgatter Heissiwald e.V. einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Essener Wälder und des Wildgeheges Heissiwald. Auch Fragen zur kulinarischen Seite der Jagd werden zum Thema.
Der Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf wird mit verschiedenstem Geflügel vor Ort sein. Seltene Hühnerrassen, wie Ardenner Zwerghühner und Deutsche Lachshühner werden vorgestellt. Dazu Chabo, eine aus Japan stammende Rasse, welche zu den sogenannten „Urzwergen“ gehört, die durch Zucht weitestgehend unverändert blieben. Aus der Abteilung Wassergeflügel können die Besucher Laufenten kennen lernen, die in Europa vielerorts in Gärten als effektive Schneckenvertilger gehalten werden. Als besonderen Publikumsmagnet bringen die Geflügelzüchter einen Schau-Brutkasten mit, in dem vor Ort kleine Küken schlüpfen werden!
Fleißige Bienen gibt es beim Kreisimkerverband mit seinen dreizehn Völkern im Grugapark eigentlich immer. Nach einer guten Ernte bieten die Imker ein breites Warenangebot rund um die Erzeugnisse der Honigbiene an. Die Biene ist übrigens das drittwichtigste Nutztier auf der Erde – nach Schwein und Rind. Warum? Das hängt nicht mit dem Honig zusammen! In Essen gibt es mittlerweile ungefähr 150 Imkerinnen und Imker mit zirka 500 Bienenvölkern – Tendenz steigend. Für die einstige Industriestadt ist das ein deutlicher Indikator für ihre Entwicklung hin zu einer grünen Metropole. Die Imkerinnen und Imker stellen auch ihr neues Projekt vor: den Stadtteilhonig!
Da nur die Wenigsten über die Aufgaben des Jägers im Naturhaushalt und die Ausbildung zum Jäger Bescheid wissen, möchte die Kreisjägerschaft Essen über verschiedene Themen rund um die Jagd, wie die ökologischen Zusammenhänge, den Biotop- und Artenschutz, das Thema „Wildtiere in der Stadt“ sowie das Wildtiermanagement informieren. Außerdem gibt es Produkte und Informationen rund um das Wildbret. Die „Rollende Waldschule“ und die Frettchen zum Anfassen sind auch mit dabei.
Milch kommt aus der Tüte!? Die Landwirte zeigen, wie man Milch auf natürliche Weise erzeugt und bieten den Besucherinnen und Besuchern „Tiere zum Anfassen“. Sie erläutern, wie stark unsere Existenz an die biologischen Abläufe in der Natur gebunden ist. Die Gäste werden von den Landwirtinnen und Landwirten mit allerlei Köstlichkeiten vom Bauernhof verwöhnt. Der riesige Kürbiswagen ist nicht nur eine besondere optische Attraktion, sondern bietet auch eine enorme Auswahl für die Besucherinnen und Besucher, die Kürbisse erwerben möchten. Beliebt sind auch die regelmäßig stattfindenden Melkvorführungen, bei denen auch einmal selber Hand angelet werden kann.
Der Naturschutzbund Ruhr und die Naturschutzjugend Essen/ Mülheim stehen seit vielen Jahren für bürgerliches Engagement zum Schutz, zur Förderung und der Erhaltung der lokalen Natur, Landschaft und Artenvielfalt. Fragen rund um Natur- und Artenschutz werden hier beantwortet. Holunder, Apfel, Quitte, Brombeere … – diese und viele andere köstliche Gelee- und Fruchtaufstrichsorten finden am Stand des NABU Ruhr bei „Essen erntet“ im Grugapark regelmäßig reißenden Absatz. Besucher können sich über die Arbeit auf den Obstwiesen informieren und den ökologisch erzeugten, naturtrüben Apfelsaft als Produkt der Obstwiesen genießen. Die erzielten Erlöse fließen direkt wieder in den Naturschutz zurück. In Essen und Mülheim freut sich der NABU Ruhr e.V. über seine stetig wachsende Zahl von derzeit über 1.600 Mitgliedern. Naturschutz-Interessierte können am Stand Kontakt aufnehmen. Jeder kann in lockerer Atmosphäre alle Fragen stellen, die ihn interessieren.
Auch in diesem Jahr hält die Traditionsbäckerei Holtkamp eine Fülle von Überraschungen für den Besucher bereit. Nirgends gibt es so gutes Brot in solcher Vielfalt wie in Deutschland. Auch bei den Brötchen-Spezialitäten sind die Deutschen Weltmeister. Wie aus Roggenmehl Sauerteig wird und warum man Sauerteig zum Backen braucht sind nur einige Themen, die die Bäckermeister präsentieren. Mit ihrem – ganz ohne Industrieprodukte – hergestellten Brot zeigen die Holtkamps, wie man die Sonne in den Bauch bekommt. Neben Brot, Brötchen und Kuchen werden die Besucher mit selbstgemachter Marmelade und duftendem Kaffee verwöhnt.
Die Schule Natur bietet zu „Essen erntet“ an ihrem Stand wieder ein buntes Programm an. Neben Nistkastenbau, Futterglocken, Kürbisschnitzen und Filzen gibt es in diesem Jahr auch wieder neue Angebote wie Holzpuzzle und Basteln von lustigen Masken. Am Donnerstag, 1., und Freitag, 2. Oktober, gibt es ein kostenloses Angebot speziell für Kita-Kinder beim „Kinderbasteln“ von 11 bis 14 Uhr.
Am Samstag, 3. Oktober, findet um 15 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Musikpavillon statt. Bereits ab 14.30 Uhr können sich die Besucher durch gemeinsames Singen einstimmen.
Zur Veranstaltung „Essen erntet“ ist nur der reguläre Parkeintritt zu zahlen.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Britta Altenkamp, schuldig, oder professionell richtig antizipierend?

Britta Altenkamp hat in der derzeitigen Essener SPD keinen leichten Auftrag. Eine zunächst persönlich gehaltene Bemerkung über das Ungeeignetsein des nun gescheiterten Oberbürgermeisters Reinhard Paß trieben die Emotionen seiner Anhänger so hoch, dass teilweise die Grenze des politischen Anstands überschritten wurden. Da wurde aufgrund einer Meinungsäußerung der Kopf von Altenkamp gefordert und eine Haltung geschürt, die letztlich von der faktischen Gegebenheit eines schwachen Kandidaten ablenkte und diesem das persönliche Erproben seiner Leistungskapazitäten und Begrenzungen bis in das Scheitern hinein ermöglichte. Wäre der nun von der politischen Bühne wohl gänzlich verschwundene Paß besser angenommen worden, wenn sich die Vorsitzende auf die Lippe gebissen hätte? Absurd anzunehmen, denn Paß war auch in der eigenen Partei schon umstritten, bevor Altenkamp die lokale Bühne betrat. Gleichwohl hat Britta Altenkamp aus einem zu hinterfragenden Solidaritätsverständnis nach dem Mitgliedervotum sich hinter den schwachen Kandidaten gestellt und ihn während seines Wahlkampfes betreut. Wir sprachen mit der Landtagsabgeordneten:

(stk., Foto: erle)

Thomas Kutschaty, stellvertretender Parteivorsitzender der Essener-SPD zur augenblicklichen Situation der Partei

Der Justizminister des Landes NRW, Thomas Kutschaty ist in Essen der stellvertretende Vorsitzende der örtlichen SPD. Wir sprachen am Wahlabend in Essen mit ihm über die Situation der örtlichen SPD nach dem Debakel der Abwahl des bisherigen Oberbürgermeisters Reinhard Paß.

Kutschaty glaubt, dass die Partei nach einer Reflexionsphase ihre Konsequenzen aus der neuen Gegebenheit ziehen muß, aber nicht in einen Spaltungsprozeß gerät.

(stk., Foto: erle)