Imagestudie zum Ruhrgebiet: Hohe Lebensqualität wird von Menschen außerhalb der Region noch nicht wahrgenommen

Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei der Fremd- und Eigenwahrnehmung des Ruhrgebietes.
Das Bild des Ruhrgebiets wird außerhalb des Ruhrgebiets noch immer von veralteten Klischees geprägt. Vor allem die deutlich gestiegene Lebensqualität wird noch zu wenig wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutschlandweite Imagestudie des Instituts für Marketingberatung im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund. Dazu wurden im Ruhrgebiet und bundesweit mehr als 1.000 Menschen befragt.
Den Teilnehmern wurden Fotos mit Motiven zu Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Industrie und urbanen Herausforderungen vorgelegt und deren Verbindung zur Metropole Ruhr und zu den Ballungsräumen Hamburg, Berlin und München abgefragt. Ergebnis: Dominiert wird das Image der Region noch immer von seiner industrielle Stärke. Gleichzeitig werden für das Ruhrgebiet in hohem Maß urbane Herausforderungen gesehen, z.B. das hohe Verkehrsaufkommen, die Integration von Migranten sowie Wohnraum.
Weniger deutlich mit der Region verbunden werden Aspekte der Lebensqualität wie Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Angebote. Bei dieser Kategorie rangiert das Ruhrgebiet in der gesamten Stichprobe hinter den anderen untersuchten Ballungsräumen. Auch die Vielzahl an Hochschulen prägt noch nicht das Image.
Generell, so das Fazit der Studie, ist das Bild der Region bei ihren Bewohnern deutlich besser als bei Menschen von außerhalb. Insbesondere bei der wahrgenommenen Lebensqualität gibt es deutliche Unterschiede: Sie wird von „Ruhris“ als sehr hoch eingeschätzt – auf einer Stufe z.B. mit Hamburg.

(stk. u. idr.)

Studierende aus Nishnij Nowgorod besuchten das Essener Rathaus

Bürgermeister Rudolf Jelinek empfing gestern (19.10) eine russische Studentengruppe im Rathaus.
Die angehenden Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind zurzeit auf Einladung der „Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V.“ zu Gast in Essen. Die Studierenden kommen aus der Essener Partnerstadt Nishnij Nowgorod und besuchen dort die Dobroljubow Universität. Vom 12. bis zum 27. Oktober werden sie unsere Stadt und die Region erkunden. Auf dem Programm stehen neben dem Empfang im Rathaus unter anderem ein Besuch des Museum Folkwang und der Universität Duisburg-Essen.
Titelbild: Bürgermeister Rudolf Jelinek begrüßt Studenten/innen der Dolmetscherschule aus Nishnij Nowgorod Foto: Elke Brochhagen

(ü. Pm. Stadt Essen)

Neues Energieeffizienz-Label für Heizungen – Klimaagentur Essen informiert über neue Kennzeichnungspflicht

Seit dem 26. September 2015 müssen neue Heizungen in der EU ein Energielabel tragen. Was bei weißer Ware (wie zum Beispiel bei Kühlschränken und Waschmaschinen) schon länger gilt, hält somit Einzug in den Heizungskeller. Das Label gibt Auskunft über die Energieeffizienz von Heizungsanlagen und ihren Komponenten.
Die Bandbreite reicht von A++ bei sehr guter bis G bei mangelnder Effizienz. Dabei werden die Spitzenbereiche A+ und A++ derzeit nur von Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK-Anlagen), Wärmepumpen und andere erneuerbare Energiequellen wie Solarthermie oder Biogas erreicht. Das Label soll Verbrauchern die Kaufentscheidung für eine klimafreundliche Heizanlage erleichtern und die Industrie motivieren, energieeffizientere Geräte zu entwickeln.
Bereits installierte Heizkessel sind ab 2016 auszuzeichnen. Dann können Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Ausstellungsberechtigte nach Energieeinsparverordnung (EnEV) für Heizungen bis einschließlich Baujahr 1986 ein Heizungslabel ausstellen. Schrittweise werden dann verpflichtend ab 2017 bis zum Jahre 2024 alle Geräte ab einem Alter von 15 Jahren mit einem Etikett versorgt sein.
Für die Heizungsbesitzer ist dies kostenfrei.
Mindeststandard wird künftig die Brennwerttechnik sein. Ineffiziente Niedertemperaturheizgeräte, die im Abgas enthaltene Energie nicht nutzen, sind langfristig nicht mehr zulässig und werden daher vom Markt verschwinden.
„Allerdings bildet die reine Kennzeichnung des Wärme-Erzeugers anhand von Typenlisten ohne eine individuelle Erfassung durch Messungen und Berechnungen nicht die tatsächliche Energieeffizienz einer Heizungsanlage ab. Diese hängt auch von der Regelung sowie die Brennwertnutzung ab“, weiß Bernd Halbe von der Klimaagentur der Stadt Essen.
Für eine optimale Kauf-Beurteilung oder Unterstützung der Verbraucher bei einer Modernisierung muss die gesamte Anlage inklusive der Verteilung und Verbrauchs-Stellen, welche von den individuellen Begebenheiten des Gebäudes abhängt, betrachtet werden. Zur genauen Beurteilung bedarf es also einer umfassenden Beratung mit Empfehlungen, Kostenaufstellungen, Blick zum Beispiel auf einen hydraulischen Abgleich, der Anpassung von Heizflächen und Temperaturen. Ebenso lässt das Etikett keine Rückschlüsse darauf zu, welches Gerät im Betrieb das günstigere ist, denn die verschiedenen Energieträger (Strom, Gas, Öl,…) verursachen unterschiedliche Kosten pro Energieeinheit.
Die Energieberater und Handwerksbetriebe im Essener „Netzwerk Energetische Gebäudemodernisierung“ analysieren diese komplexen Zusammenhänge, um für das jeweilige Objekt und deren Nutzer die optimale Heizung zu finden. Sie beraten Sie zu allen Fragen umfassend, fachgerecht, neutral und informieren bei Bedarf über weitere Möglichkeiten zu Heizungschecks, Vor-Ort-Beratungen sowie über Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Denn um eine Heizung als Gesamtsystem energetisch einzuschätzen, bleibt eine kompetente Beratung und Aufklärung unerlässlich.
Weitere Informationen unter www.klimawerkstadtessen.de/netzwerk oder unter der Rufnummer: 0201/ 8859209
Zum Hintergrund:
Über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland werden für die Bewirtschaftung von Gebäuden benötigt. Die nachhaltige, energieeffiziente, zukunftsfähige und fachgerechte Modernisierung bestehender Immobilien spielt daher eine zentrale Rolle im Klimaschutz. Die Klimaagentur der Stadt Essen hat gemeinsam mit der Essener Kreishandwerkerschaft das Essener „Netzwerk Energetische Gebäudemodernisierung“ als Zusammenschluss von Fachleuten aller Gewerke aufgebaut.
Weitere Informationen über die Zielsetzung und den Aufbau des Essener Netzwerkes unter: www.klimawerkstadtessen.de/netzwerk.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Ältere Menschen in Essen

Mit der Ausgabe 9/2015 der Reihe „Ein Blick auf…“ richtet das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen den Fokus auf „ältere Menschen in Essen“. Damit werden – nach „Ein Blick auf Kinder und Jugendliche“ – für eine zweite Zielgruppe, nämlich die 65-Jährigen oder Älteren, Daten aus unterschiedlichsten thematischen Bereichen zusammengetragen und aufbereitet.
Mit der nun vorgelegten Informationssammlung sollen in Zukunft einmal im Jahr die Lebenslagen der Seniorinnen und Senioren in Essen in den Blickpunkt gerückt werden. Nachfolgend finden Sie zu verschiedenen Themen Kernaussagen, die aus den zusammengestellten Informationen abgeleitet werden können:
Bevölkerung/Haushalte
Knapp 126.000 der am 31.12.2014 mit Hauptwohnsitz in Essen gemeldeten Personen sind 65 Jahre oder älter, das sind 22 Prozent. In den Stadtteilen sind es zwischen 13 Prozent (Nordviertel) und 31 Prozent (Rellinghausen).
Fast 36. 000 Personen – ein Drittel Männer, zwei Drittel Frauen – sind 80 oder mehr Jahre alt. Das heißt 6 Prozent der Bevölkerung sind hochbetagt und damit zukünftig potentiell verstärkt mit der entsprechenden (Pflege-)Infrastruktur zu versorgen.
Eine stetig steigende Anzahl von älteren Menschen hat eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit: 2012 lebten rund 8.300 Nichtdeutsche und Doppelstaaterinnen und Doppelstaatler in Essen, 2014 waren es bereits rund 9.400 Personen, knapp 8 Prozent der Seniorinnen und Senioren.
Die Infrastrukturplanung muss diese Entwicklung berücksichtigen zumal deren Anteile in den Stadtteilen stark schwanken zwischen einen Prozent (Fischlaken, Burgaltendorf) und 20 Prozent (Stadtkern).
In knapp einem Viertel aller Privathaushalte (rund 70.400 bzw. 23 Prozent) leben ausschließlich Personen im Alter von 65 oder mehr Jahren. Von diesen sind über 43.700, damit weit mehr als die Hälfte (62 Prozent ) alleinstehend, das heißt. es handelt sich um Einpersonenhaushalte.
Sterbefälle
Das Durchschnittsalter Gestorbener liegt bei 77 Jahren. Frauen wurden im Durchschnitt rund 80 Jahre, die Männer nur rund 74 Jahre alt.
Wanderungen
Die These der Reurbanisierung, der Rückwanderung gerade älterer Menschen in die Kernstädte kann für Essen nicht bestätigt werden. Die Wanderungsbilanz der älteren Bevölkerung ist – anders als die der Gesamtbevölkerung – negativ.
Beschäftigte
Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind etwa 1.300 Personen, weniger als ein Prozent 65 Jahre oder älter, von den geringfügig entlohnten Beschäftigten hingegen knapp 6.100 Personen, das sind 12 Prozent. Deren Zahl steigt: 2012 hatten nur rund 5.500 Seniorinnen und Senioren einen Minijob.
Rentenberechtigte und Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfängern
Rund 118.000 Personen im Alter von 65 und mehr Jahren beziehen zur Jahresmitte 2014 eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, rund 1.400 Personen Versorgungsbezüge nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht.
Die durchschnittlichen Renten sind mit rund 980 Euro deutlich niedriger als die Versorgungsbezüge mit knapp 2.500 Euro, wobei bei diesem Bruttovergleich die unterschiedlichen steuerlichen Abzüge nicht berücksichtigt sind.
Die Rentenansprüche und Versorgungsbezüge der Frauen sind wesentlich geringer als die der Männer: in der gesetzlichen Rentenversicherung liegt der Unterschied bei rund 420 Euro (805 Euro Frauen, 1.222 Euro Männer), bei den Versorgungsbezügen nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht sogar bei knapp 960 Euro (1.898 Euro Frauen, 2.854 Euro Männer).
Existenzsichernde Hilfen
Rund 6.000 Personen im Alter von 65 oder mehr Jahren sind außerhalb von Einrichtungen auf existenzsichernde Hilfen angewiesen, 4,8 Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung. Die Spanne in den Stadtteilen reicht von weniger ein Prozent (Schuir) bis 16 Prozent (Stadtkern).
Von den in Heimen lebenden Personen im Alter von 65 oder mehr Jahren erhalten etwa 1.000 Personen existenzsichernde Hilfen.
Schwerbehinderte

Von den etwa 67.000 Schwerbehinderten in Essen sind über 40.100 (60 Prozent) 65 Jahre oder älter. Damit ist etwa ein Drittel (32 Prozent) der Bevölkerung dieser Altersgruppe schwerbehindert.
Pflegebedürftigkeit
Rund 15.200 Personen im Alter von 65 und mehr Jahren sind pflegebedürftig, davon sind zwei Drittel (10.000) 80 Jahre oder älter.
38 Prozent der 65-jährigen oder älteren Pflegebedürftigen werden ausschließlich privat organisiert betreut. Ambulante Dienste kümmern sich um 22 Prozent, wobei in etwa der Hälfte der Fälle Angehörige bei der Pflege unterstützt werden. 40 Prozent leben in Heimen.
Link zur Komplettausgabe 9/2015

Elterninformationstage zum Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule

In der Zeit vom 7. bis 21. November finden auch in diesem Jahr die Elterninformationstage zum Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule statt. Eltern sind herzlich eingeladen sich über Schulformen und Bildungswege zu informieren.
Der Wechsel von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule ist ein bedeutsames Ereignis für Kinder und ihre Eltern. Mit dem Übergang beginnt ein neuer schulischer Abschnitt, der mit vielen Veränderungen verbunden ist. Bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule entstehen oft wichtige Fragen: Welche Schulformen gibt es und wie unterscheiden sie sich voneinander? Welcher Bildungsweg ist der beste für mein Kind und wie kann ich bei der Entscheidung vorgehen? Wie läuft der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule konkret ab?
An den Samstagen im November finden zentrale Veranstaltungen statt, die Eltern bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen weiterhelfen. Die Veranstaltungen bieten einen Überblick über die verschiedenen Schulformen und geben Informationen darüber, wie bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule vorgegangen werden kann. Darüber hinaus stellen bei den Terminen auch Ansprechpartner weiterführender Schulen der jeweiligen Stadtbezirke das Angebot ihrer Schulen vor und stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Am 7. November findet im Essener Norden in der Zeit von 10 bis 13 Uhr der Elterninformationstag in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, statt. Dabei stellen sich folgende Schulen vor: Gesamtschule Nord, Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Gymnasium Essen Nord-Ost, Leibniz-Gymnasium, Gertrud-Bäumer-Realschule, Franz-Dinnendahl-Realschule (Dépendance, ehemalige Richard-Schirmann-Realschule), Katholische Hauptschule Katernberg.
Am gleichen Tag wird auch im Essener Westen die bei der Veranstaltung „Borbecker Schulbörse“ zum Thema „Übergang zu einer weiterführenden Schule“ informiert. Veranstaltungsort ist die Dreifaltigkeitskirche, Stolbergstraße 54. Von 9.30 bis 12.30 Uhr stellen sich die Schulen des Bezirks IV vor: Realschule Borbeck, Mädchengymnasium Borbeck, Gymnasium Borbeck, Gesamtschule Borbeck, Geschwister-Scholl-Realschule, Don-Bosco-Gymnasium.
Am Samstag, 14. November findet von 10 bis 13 Uhr eine Veranstaltung in der Zentralbibliothek, Hollestraße 3, statt. Dabei stellen sich folgende Schulen aus der Stadtmitte und dem Essener Westen vor: Alfred-Krupp-Gymnasium, Bertha-Krupp-Realschule, Burggymnasium, Frida-Levy-Gesamtschule, Gesamtschule Bockmühle, Realschule Essen-West, Theodor Goldschmidt Realschule, Viktoria-Gymnasium, UNESCO-Schule.
Am 21. Novmember stellen sich dann im Essener Süden in der Zeit von 10 bis 13 Uhr bei der „Rüttenscheider Grundschulbörse“ im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Julienstraße 39, die Schulen Albert-Einstein-Realschule, Bertha-von-Suttner-Realschule, B.M.V.-Schule, Elsa-Brändström-Realschule, Gesamtschule Holsterhausen, Goetheschule, Grashof Gymnasium, Helmholtz-Gymnasium und Maria-Wächtler-Gymnasium vor.
Eltern von Grundschulkindern, vor allem von Viertklässlern, sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Der erste Tag startet für Kufen mit einem vollen Terminkalender

Nach sechs Jahren Amtszeit löst Thomas Kufen am 21.Oktober Reinhard Paß im Amt des Oberbürgermeisters ab: Genau um 00.01 Uhr ist Thomas Kufen offiziell das neue Essener Stadtoberhaupt. Unser Bild zeigt Kufen noch in der beschwörenden Siegerpose im Wahlkampf, nun heißt es einen ersten anstrengenden Alltagsterminplan absolvieren.
Sein erster offizieller Termin beginnt um 8.30 Uhr bei der Suchthilfe Direkt. Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks informiert sich der Oberbürgermeister bei den Teilnehmern Programms Pick-up über ihre Erfahrungen im Projekt und tauscht sich mit ihnen über Zukunftsperspektiven und ihre persönlichen Wege aus der Sucht aus.
Um 10 Uhr geht es für Oberbürgermeister Kufen an der Altenessener Bückmannshof Schule weiter, denn dort macht die Verkehrssicherheitsaktion von Radio Essen halt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b erzählen von ihren Sorgen im Straßenverkehr und erhalten die für die jetzt beginnende dunkle Jahreszeit praktische Warnwesten für ihren Schulweg.
Im Anschluss an die Warnwestenaktion von Radio Essen nimmt Oberbürgermeister Thomas Kufen um 13 Uhr gemeinsam mit der RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel den Förderbescheid für den Ausbau des RVR-Radweges „Rheinische Bahn“ entgegen. Dieser wird von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin übergeben. Mit dem Betrag in Höhe von 1,6 Millionen Euro soll eine Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard gebaut werden. Der Essener Abschnitt der Radwegetrasse von der Segerothstraße bis zum Kaldenhoverbaum ist bis auf den Lückenschluss am Berthold-Beitz-Boulevard fertiggestellt und wird bereits jetzt intensiv genutzt.
Um 14 Uhr lässt sich der Oberbürgermeister in einem internen Termin von der Spitze des Krisenstabs der Stadt über die aktuelle Flüchtlingssituation informieren.
Der erste Tag des neuen Oberbürgermeisters erfährt auch einen musikalischen Höhepunkt: Im Rahmen der Veranstaltung „Acting Friends – Essen, Tel Aviv und Haifa begegnen sich“ findet um 17 Uhr in der Goetheschule ein Abschlusskonzert statt. Dabei werden sowohl das Jugendsymphonieorchester Tel Aviv, die arabische Gruppe „Earth People Ensemble“ aus Haifa und die Orchester der Goetheschule spielen.
Der rund 13-stündige erste Arbeitstag endet für Thomas Kufen mit einem gemeinsamen Abendessen in der 22. Etage des Essener Rathauses, bei dem er sich mit den Mitgliedern des Ältestenrates, des Verwaltungsvorstandes sowie den Fraktionsvorsitzenden und Fraktionsgeschäftsführern austauscht und berät.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Ende einer kurzen unglücklichen Amtszeit

Heute wurde dem Wahlsieger Thomas Kufen die Amtskette überreicht. Damit ist das Kapitel Reinhard Paß für diese Stadt Vergangenheit. Paß hatte in seiner Amtszeit wenig Fortune und erwies sich für seine Partei, der SPD, als eine harte Belastungsprobe, die zu Machtverlust und innerem Unfrieden führte. Sein Beharren auf seinem Posten auch nach der ersten Wahlmöglichkeit zu bleiben, kostete der Stadt ca. eine halbe Million Euro. Kritisch wird seine eigene Renteneinstufung und das ihm zugeschriebene Begünstigen von ihm genehmen Personen in vakante Stellen gesehen. Ratsangehörige seiner Partei fürchten, dass sich der durch sein erfolgloses Taktieren ergebende Schaden für die SPD in Essen auf Jahre bemerkbar machen werde.

Wahlkampfveranstaltung für Thomas Kufen auf dem Burgplatz in Essen am 04.September 2015
Wahlkampfveranstaltung für Thomas Kufen auf dem Burgplatz in Essen am 04.September 2015

Der neue Oberbürgermeister Thomas Kufen, CDU, wurde in der Erle bereits vorgestellt.

(stk., Fotos: erle, Thiemer)

PARTEI-Piraten begrüßen Einigung im Tarifstreit bei den Sozial- und Erziehungsberufen und kritisieren die Haushaltsplanung der „Großen Koalition“ in Essen

Die Erleichterung bei den Tarifpartnern und den vom Kita-Streik betroffenen Eltern dürfte groß gewesen sein, als nach monatelangen Verhandlungen endlich ein für alle Seiten tragfähiger Kompromiss gefunden war. Die Stadt wird nun also rückwirkend zum 1. Juli 2015 ihren Erzieherinnen und Betreuerinnen in den Kitas und sozialen Einrichtungen 3,3 Prozent mehr Gehalt zahlen.
„Die Fraktion der PARTEI-Piraten begrüßt natürlich die jetzt erfolgte Einigung, die endlich nicht nur für die Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen in den verschiedenen Sozialberufen, sondern auch den von den Streiks betroffenen Familien mehr Sicherheit bietet. Die Aufwertung und entsprechende monetäre Anerkennung der Mitarbeiterinnen in den Erziehungs- und Sozialberufen war aus unserer Sicht schon längst fällig“, unterstreicht Matthias Stadtmann, Ratsherr der Fraktion, die Bedeutung der Einigung im Tarifstreit.
Trotz alledem hatte die Fraktion der PARTEI-Piraten in der Ratssitzung im Juni den Antrag der GroKo, der sich vermeintlich für die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe stark macht, als Showantrag bezeichnet.
Denn im Doppelhaushalt für die Jahre 2015/2016 wurde lediglich ein Prozent Rückstellung für die Gehaltserhöhung eingeplant. Und in der Haushaltsdebatte im vergangenen Jahr vermissten die PARTEI-Piraten von den Vertretern der GroKo ein klares Signal und Bekenntnis zur finanziellen Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe. Dies verschob die GroKo lieber auf die Ratssitzung kurz vor der Stichwahl zum Oberbürgermeister.
„Den Antrag der GroKo zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe und die Resolution zur Schlichtung des Tarifstreits können wir daher nur als populistisch ansehen“, so Matthias Stadtmann weiter. „Im Doppelhaushalt wurden die genannten 3,3 Prozent jedenfalls nicht eingeplant. Wenn der GroKo also so an einer Aufwertung gelegen ist, stellt sich doch die berechtigte Frage, warum sie so wenig Geld dafür im Haushalt bedacht hat.“
„Entweder scheint das Ansinnen der GroKo also nichts als populistisches Gerede, oder aber es wurde bei einem echten Interesse an einer finanziellen Aufwertung des Berufes der Doppelhaushalt 2015/2016 unseriös geplant.“ kritisiert Ratsherr Matthias Stadtmann die Große Koalition.

(ü. Pm. PARTEI-Piraten)

Internationale Autoknackerbande von Polizei gestellt

auklau5
Eine Groß-Razzia im Ruhrgebiet lieferte der Polizei ein ungewöhnliches Erfolgserlebnis. 47 Festgenommene, denen über 400 Taten zugerechnet werden.
Zentralort der von Litauen aus geführten Hehler war Essen. Essen war mit 128 Taten wohl auch die meistgeplagte Lokalität, gefolgt von Mettmann (93), Düsseldorf (63), Bochum (25) und Oberhausen (25). Aber die Polizei geht von weiteren Ergebnissen aus, immerhin liegt der Wert der Beute bisher bei rund 1,1 Millionen Euro. Ein dreifacher Schaden kommt dann noch hinzu. 440 Taten sind bisher nachweisbar und den Tätern wird dabei äußerste Brutalität bescheinigt.
auklau3
Eine Lagerhalle in der Nähe des Essener Autokinos und 110 Wohnungen und Büros bundesweit und in Litauen wurden polizeilich durchsucht.
auklau4
782 Beamte waren im Einsatz. Der Essener Polizeipräsident Frank Richter spricht von Großhehlern und einer „Mafia“, der man seit letztem September auf der Spur war und die die 13-köpfige Sonderkommission „Kasimir“ observierte.
auklau1
Täter waren u. a. „Kinder“, 16- bis 19-jährigen Jugendliche aus Litauen, die von einem sogenannten „Gruppenführer“ geführt und gefügig gemacht wurden. Dabei gab es auch Schläge.
auklau6
Die „Lieferungen“ auf Bestellungen dürften nun wohl erst einmal ausbleiben.

(Armin Thiemer, Fotos: Armin Thiemer)

Jörg Uhlenbruch neuer Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion

Jörg Uhlenbruch, der bisherige finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Essener Rat, wird künftig die CDU-Ratsfraktion als Vorsitzender führen. Er übernimmt somit das Amt von Thomas Kufen, der seit 2009 das Amt führte und ab übermorgen als Oberbürgermeister der Stadt Essen walten wird. Uhlenbruch wird ein guter Rückhalt in Partei und Fraktion der CDU nachgesagt.

(stk., Foto: CDU Essen, Jörg Uhlenbruch, neuer CDU-Fraktionschef im Rat der Stadt (mit Blumenstrauß) umringt von der Fraktions- und Parteispitze: (v.r.) Dirk Kalweit, Thomas Kufen, Matthias Hauer, Barbara Rörig und Franz-Josef Britz.)

Bürgersprechstunde der Fraktion DIE LINKE in der BV III im Bürgeramt Freytagstraße

Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung Essen- West lädt am Donnerstag, den 22. Oktober 2015 in der Zeit von 10- 12 Uhr und von 16-18 Uhr zur offenen Bürgersprechstunde in das Bürgeramt Frohnhausen, Freytagstraße 29 ein.
„Die beiden Bürgersprechstunden finden trotz der Schließung des Bürgeramtes im Fraktionsbüro in der III. Etage statt. Nutzen Sie die Möglichkeit mit uns über ihre Vorschläge zur Gestaltung des Lebens im Bezirk ins Gespräch zu kommen,“ so Heike Kretschmer, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der BV III.
Udo Seibert, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung III weiter: “Wir sind sehr daran interessiert zu erfahren, wo ihrer Meinung nach der Schuh drückt, wo Veränderungen notwendig sind. Wir freuen uns auf ihren Besuch.“

(ü. Pm. Die Linke)

„Treffe den Künstler“ im Museum Folkwang

„Noch Plätze frei!“ heißt es im Folkwang Museum. Der Sonntags-Arbeitskreis für Jugendliche mit der Düsseldorfer Künstlerin Bettina Kohrs widmet sich mit Jugendlichen dem Thema „Träume Dein Leben“.
Die kostenlose Veranstaltung eröffnet Teilnehmern und Teilnehmerinnen im Alter von 13 bis 18 Jahren ganz neue Zugänge zur Kunst. In Auseinandersetzung mit der aktuellen Sonderausstellung „Der Schatten der Avantgarde. Rousseau und die vergessenen Meister“ erproben sie künstlerische Ausdrucksformen und entwickeln eigene Bildideen: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Für den Arbeitskreis sind noch Plätze frei!
Die kostenlose Veranstaltung wendet sich an Jugendliche von 13 bis 18 Jahren und findet am Sonntag, 25. Oktober 2015, von 11 bis 18 Uhr statt.
Eine Anmeldung im Besucherbüro ist erforderlich unter T +49 201 8845 444 oder info@museum-folkwang.essen.de

Titelbild: Bettina Kohrs: o.T. (im Farbraum), , 2011, Öl auf Leinwand, 140 x 180 cm, Foto: Daniel Gruner

(stk. u. ü. Pm. Museum Folkwang)