Essen ruft Krisenstab ein. Notstandsverordnung mit personenzentrierter Kompetenzzuweisung aufgrund der Zuwanderungserwartung von ca. 5100 Menschen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat heute (19.8.) die neue Prognose der Flüchtlingszahlen bekannt gegeben. Danach kommen in diesem Jahr voraussichtlich 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Nach dem Königsteiner Schlüssel werden der Stadt Essen daher voraussichtlich rund 5.100 Menschen zugewiesen.
Trotz des bereits geplanten Baus der drei Flüchtlingsdörfer im Nordviertel, in Holsterhausen und in Heidhausen fehlen der Stadt Essen danach für das Jahr 2015 noch rund 1.600 Plätze, um Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu vermeiden.
Daher hat der Oberbürgermeister der Stadt heute einen Krisenstab einberufen, der mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet ist. Dies ist eine besondere Organisationsform der Stadt Essen zur Gefahrenabwehr und wird ereignisabhängig für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt und nach einem vorbestimmten Organisationsplan gebildet. Der Krisenstab wird eingerichtet, wenn aufgrund eines besonderen Ereignisses ein über das gewöhnliche Maß hinausgehender Koordinierungs- und Entscheidungsbedarf besteht. Er koordiniert alle mit dem Ereignis im Zusammenhang stehenden Maßnahmen der Verwaltung und sorgt für eine schnellstmögliche Umsetzung. Der Leiter des Krisenstabes darf alle städtischen Dienststellen hinzuziehen – ohne Einhaltung des sonst vorgeschriebenen Dienstweges. Die Mitglieder des Krisenstabes sind an seine Weisungen gebunden. Auch von der Einhaltung des Haushaltsplanes ist der Leiter des Krisenstabes entbunden, wenn die Lage sofortiges Handeln erfordert. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Menschen oder erhebliche Sachwerte in Gefahr sind oder die lebensnotwendige Versorgung bedroht ist. Über die getroffenen Maßnahmen und die finanziellen Auswirkungen ist der Rat zu informieren. Die Leitung des Krisenstabes hat Ordnungsdezernent Christian Kromberg. Vertreten wird er durch Sozialdezernent Peter Renzel.
Der Essener Oberbürgermeister fordert die schnelle Abschiebung von Asylsuchenden, die keine Chance auf Asyl haben, „Für den begrenzten Zeitraum den sie in unserer Stadt wohnen, heißen wir sie jedoch bei uns willkommen und werden uns nach Kräften und Möglichkeiten um sie kümmern.“

(stk., ü.Pm. Stadt Essen)

Trockene Nachrichten dürften in Essen für tränende Augen sorgen

„Die RWE-Aktie gab heute um drei Punkte nach…“, solche simplen Zahlen im Börsenbericht sorgen in Essen regelmäßig für lange Gesichter. Immerhin hat Essen einen großen Anteil Aktien dieses Konzerns und muß, wenn sich die Kurse nicht bis zum Jahresende verbessern, erneut eine sogenannte Wertkorrektur vornehmen. Für eine Stadt, deren Zahlen im Minus stehen, bedeutet dies eine noch höhere Schuldenlast. Das könnte dann je nach Entwicklung des Kurses einen auf die 200 Millionen Euro lautenden Betrag ausmachen. Allerdings ist der augenblickliche 25 Jahre-Tiefststand der RWE-Aktie mit augenblicklich 15,76 Euro ein Extremwert. Essens Kämmerer hatte bereits im März 2014 eine Korrektur des Buchwertes vorgenommen. Danach waren 680 Millionen Euro verloren. Da in Essen nicht mit einer spektakulären Verbesserung des Kurswertes gerechnet wird, dürften die Sylvesterglocken in Essen wohl eher in Moll klingen.

(stk.)

Essen muß weitere Flüchtlingsdörfer planen und könnte Rechtsbestimmungen des Krisenfalles aktivieren

Von geordnetem Zuzug mag keiner mehr reden, es stellt für die Kommunen und auch Essen eine Grenzbelastung dar, die es wahrscheinlich macht, Krisenbestimmungen zu aktivieren. Die Folge wäre eine dadurch bedingte Handlungskompetenz der Verwaltung, die planende politische Einflußnahme erschweren würde.
Ralf Jäger, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), hat am vergangenen Mittwoch (12.8.) bei der von ihm einberufenen Konferenz der Oberbürgermeister in NRW unter dem Titel „Unterbringung von Flüchtlingen in NRW“ die neue Flüchtlingsprognose veröffentlicht. Laut dieser werden in NRW rund 150.000 Flüchtlinge erwartet. In Deutschland werden nach neuesten Schätzungen insgesamt 706.000 Personen Asyl beantragen.
Für Essen würde das heißen, dass trotz der drei geplanten Flüchtlingsdörfer mit einer Gesamtbelegungszahl von circa 1.050 Flüchtlingen, weiterhin etwa 1.400 Plätze fehlen. Zur Vermeidung von Massenobdachlosigkeit hat nun die Essener Verwaltung sich dazu entschlossen, weitere Flüchtlingsdörfer zu planen.
Nach erster Prüfung kommen als Standorte folgende ehemaligen Sportflächen infrage:
Bamlerstraße,
Pläßweidenweg.

Über diese Standorte oder weitere Alternativen wird im Arbeitsstab zur Unterbringung von Flüchtlingen in den nächsten Tagen entschieden. Über die weiteren Entscheidungen will die Verwaltung informieren.

Linke fordert Sondersitzung des Sozialausschusses

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen und der damit einhergehenden Notwendigkeit zur Schaffung von neuen Unterbringungsmöglichkeiten in Essen, fordert die Ratsfraktion DIE LINKE eine Sondersitzung des Sozialausschusses, noch vor der kommenden Ratssitzung.
„Es ist wichtig, dass vor der Ausweisung von neuen Unterbringungsmöglichkeiten eine Diskussion mit den zuständigen Fachpolitikern geführt wird“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Daran sind auch die in der Flüchtlingsbetreuung tätigen Wohlfahrtsverbände sowie Pro Asyl mit beratender Stimme zu beteiligen. Für die geplanten Zeltdörfer sollten eigene Unterbringungs- und Betreuungsstandards sichergestellt werden. Darüber hinaus sollte der Schul- und Jugendhilfeausschuss schnellst möglich über die Sicherstellung der Schulplicht sowie des Kita-Besuchs für Flüchtlingskinder beraten.“
Eine Unterbringung in Turnhallen lehnt die linke Ratsfraktion als schlechteste aller Lösungen klar ab. Zudem werden die Turnhallen für den Schul- und Vereinssport gebracht. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen wäre zudem Wasser auf die Mühlen von rassistischen Hetzern. Die linke Ratsfraktion kritisiert auch den Vorstoß von CDU-Landeschef Laschet, Flüchtlingen in Landeserstaufnahme-Einrichtungen das Taschengeld zu streichen, um insbesondere Flüchtlingen aus den Balkanstaaten keine Anreize zur Einreise zu bieten und alle Staaten des Balkans zu sicheren Herkunftsländer zu erklären.
„Diese pauschale Einteilung in gute und schlechte Flüchtlinge lehnen wir entschieden ab. Wir brauchen gerade angesichts weiter steigender Zahlen eine Willkommenskultur für Flüchtlinge. Gerade der Anstieg der Flüchtlingszahlen beweist doch, dass erschwerte Asylbedingungen keine Lösung sind und die Situation der notleidenden Menschen nur verschlimmert“, so Gabriele Giesecke abschließend.

(ü. Pm. Stadt Essen und Linke/Essen)

Essen Original

Ein Stadtfestival mit großem Open-Air-Kulturprogramm auf zehn Bühnen und mit mehr als 1000 Mitwirkenden in der gesamten Innenstadt findet vom 21. bis 23. August in Essen statt. Es wird eine reiche Palette mit Rock, Pop, Hip-Hop, Jazz, Klassik, Kabarett und Tanz angeboten.

(ü. Pm. idr)

Stadtverwaltung Essen überprüft Turnhallendecken wegen Baumängeln

Bei teilweiser Öffnung und Begutachtung der Befestigung von Unterdecken aus Holzwolle- oder Holzfaserplatten aus den Jahren zwischen 1960 und 1980 wurde von eingeschalteten Statikern aktuell festgestellt, dass teilweise zusätzliche Nachbefestigungen mit Schrauben erforderlich sind.
Ursache sind Nägel in der Konstruktion von Holzdecken, die vor etwa 35 bis 55 Jahren nicht ausreichend schräg genagelt wurden.
Ein Hinweis auf diesen möglichen Fehler in der Bauausführung von Turnhallendecken erfolgte jüngst vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Essen hatte bereits die Untersuchungen angekündigt.
Im Schnitt werden von der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen fünf Turnhallendecken pro Tag untersucht. Die Immobilienwirtschaft verfügt über 31 Turnhallen mit betroffenen Unterdecken aus Holzwolle- oder Holzfaserplatten. Die Untersuchungen dieser Decken werden voraussichtlich bis zum 24. August abgeschlossen sein.
Nachbefestigungsarbeiten, falls erforderlich, dauern in der Regel pro Turnhalle zwischen etwa einem halben Tag und zwei Tagen und werden unmittelbar ausgeführt.
Bis zum Abschluss der Untersuchungen und gegebenenfalls Nachbefestigungsarbeiten ist eine Schließung der nachfolgend genannten Schulturnhallen aus Gründen der schnelleren Abwicklung der Untersuchung und gegebenenfalls Nachbefestigung sowie Vorsorge erforderlich. Die Schulen sind informiert.

Grundschulen
Schule an der Heinickestraße,
Friedenschule,
Grundschule Nordviertel,
Ardeyschule,
Sternschule,
Stiftsschule,
Schule an der Heinrich-Strunk-Straße,
Bodelschwinghschule/ Abzweig Erich-Brost-Berufskolleg,
Schule am Reuenberg,
Altfriedschule,
Stadthafenschule,
Hövelschule,
Schule an der Rahmstraße,
Neuessener Schule,
Tuttmannschule, Abzweig Grabenstraße,
Christophorusschule,
Antoniusschule,
Josefschule und Hinsbeckschule,
Grundschule Burgaltendorf,
Schmachtenbergschule.
Förderschulen
Pestalozzischule.
Realschulen
Bertha-von-Suttner-Realschule,
Helene-Lange-Realschulen.
Gymnasien
Burggymnasium, Abzweig Ernst-Schmidt-Platz,
Helmholtzgymnasium,
Maria-Wächtler-Gymnasium,
Alfred-Krupp-Gymnasium,
Gymnasium Borbeck, Abzweig Wüstenhöferstraße.
Gesamtschulen
Frida-Levy-Gesamtschule, Abzweig Hofterbergstraße,
Gesamtschule Bockmühle, Abzweig Adelkampstraße,
Gesamtschule Holsterhausen.

Die Untersuchung der Turnhallen der Stadt Essen, die in Verantwortung der Sport- und Bäderbetriebe liegen, ist bereits abgeschlossen. Dabei wurde nach der Vorgabe des Erlasses des Landes Nordrhein-Westfalen baufachlich festgestellt, dass die Befestigung der Unterdecken in fünf Sporthallen unsachgemäß ist:

Turnhalle Hanielstraße,
Turnhalle Hubertusburg,
Turnhalle Planckstraße,
Turnhalle Regattahaus,
Turnhalle Rübezahlstraße.

Auf Empfehlung des Ingenieurbüros wurden die Hallen vorsorglich sofort geschlossen. Bis zum Eingang der schriftlichen Berichte des Ingenieurbüros, die für Anfang nächster Woche erwartet werden, muss diese Maßnahme aufrechterhalten werden. Nach Auswertung der Berichte werden etwaigen, über die oben genannten hinausgehenden und konkret zu veranlassenden Arbeitsumfänge benannt und die voraussichtlichen Kosten ermittelt werden. Die Hallenwarte und die betroffenen Sportvereine wurden über die Schließung der Sporthallen informiert.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Essen profitiert von 120 Millionen Euro Initiative im Sozialen Wohnungsbau. Sechs Startquartiere im Ruhrgebiet

In sechs Quartieren im Ruhrgebiet startet das Projekt des Sozialen Wohnungsbaus „Besser Wohnen – Energetische Sanierung plus“. Die Gemeinschaftsinitiative des Landes mit sechs Wohnungsunternehmen will durch energetische Sanierung und eine Verbesserung des gesamten Umfeldes einen besseren Wohnstandard schaffen. In den Stadtquartieren in Essen (2), Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Duisburg werden mehr als 120 Millionen Euro aus privaten und öffentlichen Mitteln investiert. Spätestens im kommenden Jahr soll das Projekt auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden.
Die beteiligten Wohnungsunternehmen bewirtschaften nicht nur einzelne Gebäude, sondern realisieren Maßnahmen zur Aufwertung des gesamten Viertels. Dazu gehören z.B. Kooperationen mit der Polizei zur Kriminalprävention sowie der Bau von Freizeitflächen und Kindertageseinrichtungen.

(ü. Pm.: idr)

Universitätsklinikum Essen nun mit neuer Klinik für Infektiologie

Das Universitätsklinikum Essen hat als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland eine eigenständige Klinik für Infektiologie eröffnet. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention, Diagnostik und Therapie u.a. von HIV und Infektionen bei transplantierten Patienten sowie etwa von TBC und Tropenerkrankungen. Die neue Klinik verfügt über 30 Betten.

(ü. Pm.: www.uk-essen.de)

Das Handwerk blieb 2014 hinter der Gesamtwirtschaft zurück

Nach zwei Jahren mit Einbußen verlief das vergangene Jahr für das deutsche Handwerk erfolgreich. Die Umsätze des zulassungspflichtigen Handwerks stiegen 2014 um 2,4 Prozent, die des zulassungsfreien sogar um 2,9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Trotz dieser positiven Entwicklung blieb der Bereich jedoch hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück, das Bruttoinlandsprodukt wuchs im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent.
Die Perspektiven für das laufende Jahr sind positiv. Prognosen gehen von einem Umsatzplus im Handwerk von zwei bis 2,5 Prozent aus. Die Beschäftigung nimmt um 0,5 bis ein Prozent zu.

(Infos: www.rwi-essen.de)

Allbau in Essen mit gutem Jahresergebnis

Am Donnerstag fand in Essen die Hauptversammlung des Allbau statt.
Sehr zufrieden präsentierte Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski die äußerst positiven Zahlen seines Unternehmens für das vergangene Geschäftsjahr: „Auch im Jahre 2014 konnten wir wieder unseren Anteilseignern eine erfreuliche Bilanz vorlegen. Unter anderem stieg unser Jahresüberschuss auf rund 20,1 Mio. Euro.“
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Die Allbau AG erzielte zum 31. Dezember 2014 aus dem eigenen Bestand von 17.756 Wohnungen, 152 Gewerbeeinheiten und 4.609 Garagen/Tiefgaragen- und Einstellplätzen Umsatzerlöse von 112,1 Mio. Euro (2013: 102,9 Mio.). Die Leerstandsquote sank von 2,4 % im Jahre 2013 auf 1,8 % (Stand: 31.12.14). Die Fluktuationsquote lag bei 10,4 % (2013: 11,3 %). Auch andere operativen Kennzahlen der Allbau AG sind – auch im direkten Vergleich zur gesamten Branche – sehr positiv. Dies gilt vor allem für den FFO/qm Wohn- und Gewerbefläche (26,5 Euro/qm) (ohne Verkäufe), EBIT (34,13 Mio. Euro), EBITDA (49,38 Mio. Euro) und die Sanierungs- und Instandhaltungsquote mit 26,2 Euro/qm Wohnfläche.
„Gerade durch unsere sehr quartiersorientierte Unternehmensstrategie konnten wir die Leerstands- und Fluktuationsquote deutlich und ungewöhnlich für den Essener Wohnungsmarkt senken und unsere Ertragslage unter den gegebenen schwierigen Rahmenbedingungen weiter optimieren. Aber 2014 stand bei uns auch weiterhin im Zeichen vieler für unsere Stadt wichtiger Stadtteilentwicklungsprojekte. Gerade unsere Investitionstätigkeit und auch zahlreiche von uns gelöste gesellschaftliche Aufgabenstellungen zeigen auf, wie sehr uns die Lebens- und Wohnqualität in unserer Stadt am Herzen liegt,“ so Dirk Miklikowski.
Im Rahmen des Portfoliomanagements trifft die Allbau AG bereits heute Entscheidungen, die für eine nachhaltige und zeitgemäße Bestands- und Quartiersentwicklung – auch in Zukunft – maßgeblich sind. Wesentliche relevante Parameter wie zum Beispiel eine Umfeldanalyse (Mikro/Makro), die Bewertung des technischen Zustands der Gebäude und Wohnungen sowie die Feststellung der jeweiligen Ausstattungsqualitäten werden detailliert erhoben, qualifiziert ausgewertet und bilden, unter der Berücksichtigung wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Gesichtspunkte, die Grundlage unserer Portfoliostrategien. Diese reicht von der klassischen Einzel- und Großmodernisierung über die Veräußerung einzelner Immobilien bis hin zu Abriss und Neubau. Hierbei richtet Essens größter Wohnungsanbieter seinen Blick weniger auf einzelne Objekte, sondern stets auf das gesamte Wohnquartier – gerne auch mit verlässlichen Partnern. „Die umfassende Entwicklungsmaßnahme Uferviertel in Essen-Altendorf zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich ein durchdachtes Quartierskonzept sein kann. Dort haben wir sehr frühzeitig die Stadt Essen sowie weitere Akteure in die Planung mit einbezogen und ein gemeinsames Quartierskonzept erarbeitet, welches über die Grenzen Essens hinweg Zuspruch und Bekanntheit erlangte,“ so Dirk Miklikowski.
Investitionen in den vorhandenen Wohnungsbestand sind auch weiterhin ein wichtiger Eckpfeiler der AllbauUnternehmensstrategie. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 37,1 Mio. Euro für die Pflege und Erneuerung des Immobilienbestandes aufgewendet, die Bilanzsumme 2014 ist aufgrund der hohen Investitionstätigkeit auf 610,5 Mio. € angestie­gen.
Steine sind das eine, weiche Faktoren für mehr Lebensqualität das andere: Die Allbau AG verfolgt auch weiterhin das Ziel, das bestehende Serviceangebot entsprechend den Wünschen der jeweiligen Ziel- und Mietergruppen zu untersuchen und sinnvoll zu erweitern. So besteht insbesondere für (junge) Familien der Wunsch nach einer bestmöglichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kurze Wege zwischen Zuhause, Arbeit und Kinderbetreuung nehmen hierbei einen übergeordneten Stellenwert ein. Um dies zu gewährleisten, hat die Allbau AG in den letzten 10 Jahren 17 Kindertagesstätten im Rahmen von Neubau- und Umbaumaßnahmen realisiert. Drei weitere befinden sich bereits in Planung – so wie beispielsweise in der Einigkeitstraße in Bredeney. Passend zur Ernennung von Essen zur Grünen Hauptstadt 2017 hat sich die Allbau AG erstmals entschieden, hier unter anderem eine Kita in ökologischer Holzrahmenkonstruktionsbauweise erbauen zu lassen. „Der Anteil an diesen so genannten Holz-Kitas ist in Deutschland noch nicht besonders hoch. Deshalb freuen wir uns hier in Essen im Rahmen der Grünen Hauptstadt 2017 solch eine aktuelle Thematik aufzeigen zu können und damit auch Investitionen vor dem Hintergrund der ökologischen Nachhaltigkeit zu realisieren. Zusätzlich trägt es uns mit Stolz, dass wir mit solchen Maßnahmen für über 1.000 Kinder einen wohlbehüteten Betreuungsplatz schaffen konnten und den Eltern somit den „Spagat“ zwischen Familie und Arbeit wesentlich erleichtern,“ erläutert Dirk Miklikowski.
Die Stadt Essen musste wie viele andere Kommunen ihren – nicht immer einfachen – Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingswelle leisten. Die Allbau AG unterstützt seit Jahren und hat damals schon in Kooperation mit dem Caritasverband, der Diakonie und der Stadt Essen das Konzept „Wohnraum für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Aktuell leben etwa 350 Flüchtlinge aus 18 Ländern in etwa 110 Allbau-Wohnungen. Ein wesentlicher Baustein dieses Konzeptes besteht darin, die Bewohner breit in die Allbau-Quartiere zu verteilen, damit Ausgewogenheit in Nachbarschaften sicherzustellen, die dann hilft, Integration zu fördern. Die SozialmanagerInnen der Allbau AG begleiten diesen Prozess langfristig und leisten somit einen erheblichen Beitrag zur Integrationsarbeit.
Dirk Miklikowski zur Zukunft der Allbau AG: „Unsere übergeordneten Unternehmensziele bestehen weiterhin darin, unsere Quartiere zukunftsfähig auszurichten, gezielte Quartiersentwicklungsmaßnahmen zu betreiben und unseren
Mieterinnen und Mietern ein lebenswertes Zuhause, ergänzt um sinnvolle zielgruppenausgerichtete Serviceangebote, anzubieten. Der Erhalt der Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens wird hierbei nicht außer Acht gelassen. Selbstkritisch hinterfragen wir regelmäßig unser Handeln und unsere Strategien, um Bewusstsein für erforderliche Anpassungen zu erhalten. Nur so können wir sicherstellen, das führende Wohnungsunternehmen mit moderner und nachhaltiger Optimierung zu bleiben.“

Der Pressemitteilung der Allbau können die aktuellen Zahlen entnommen werden:

Allbau-HV2014

Ein Interview mit Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski folgt diesem Beitrag.

(ü. Pm. Allbau, Foto, Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski, Allbau)

90 Jahre Ruhrgebiet, historische und aktuelle Luftbilder im Netz

Historische und aktuelle Luftbilder von 1926 bis heute zeigen, wie sich das Ruhrgebiet im Laufe der Zeit verändert hat. Fast 50.000 Fotos von den 53 Städten der Region Ruhr hat der Regionalverband Ruhr digital aufbereitet und unter:
www.luftbilder.geoportal.ruhr
online gestellt.

Diese Schatzkiste aus Archivbildern und hochaufgelösten aktuellen Orthofotos steht ab heute (13. August) für alle Interessierten kostenfrei zur Ansicht und nicht-kommerziellen Nutzung bereit.
Seit fast neunzig Jahren wird die gesamte Region aus der Luft im Bild festgehalten. Der RVR überfliegt die Metropole Ruhr seit 1972. Ergänzend hierzu steht dem Verband älteres Luftbildmaterial aus den Jahren 1926 und ab 1952 zur Verfügung.
„Die gewaltigen städte- und landschaftsbaulichen Veränderungen des Ruhrgebiets werden gerade durch die Fülle an historischen und aktuellen Luftbildern, die wir für die gesamte Region bereit halten, sichtbar. Dieser einzigartige Datenschatz wird jetzt zum digitalen Fotoalbum, das allen Interessierten zur Verfügung steht,“ heißt es beim RVR.
Die Fotos zeigen das Ruhrgebiet in der Hochphase der Industrialisierung, die Narben des 2. Weltkrieges, aber auch den seit den 1960er Jahren eingeleiteten Strukturwandel. Zu sehen ist, wie sich ehemalige Industrieflächen, Straßen, Wohnviertel und Freiflächen über die Zeitabschnitte entwickelt haben. An Beispielen wie dem PHOENIX See in Dortmund, dem ThyssenKrupp Quartier in Essen oder dem Landschaftspark Hoheward in Herten / Recklinghausen lässt sich der Flächenumbau gut nachvollziehen. Spannend ist auch, den Bau des Verkehrsknotenpunkt Bochum-West und der Innenstadt West / Jahrhunderthalle zu verfolgen. Nutzer können Ihren Stadtteil und Wohnort in der historischen Abfolge aus der Vogelperspektive betrachten.

Gemeinsam fliegen und sparen

Auch künftig wird der RVR in Kooperation mit den Städten, Kreisen, der Emschergenossenschaft / Lippeverband und vielen anderen Beteiligten des Ruhrgebietes für neues Bildmaterial aus der Luft sorgen. Seit 2011 erstellt die Städteregion gemeinsam die Luftbilder für das Ruhrgebiet.
In Absprache entstehen in einheitlichem Standard, aber auch unter Berücksichtigung individueller Ansprüche Luftbilder, die regional und kommunal nutzbar sind. Schöner Nebeneffekt dieser Luftbildkooperation ist die Reduzierung der Kosten für alle Beteiligten.
Geodaten als wichtige Grundlage für regionalweite Planung
Bei nahezu allen Fragen, die den Strukturwandel, die Wirtschaftsentwicklung, die Planung, Mobilität und Freizeit in der Metropole Ruhr betreffen, spielen Kenntnisse über den Raum eine zentrale Rolle. Geodaten sind damit ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil für die Raumanalyse und Bewertung der regionalen Entwicklung. Zu den Geodaten, die der RVR für das gesamte Ruhrgebiet vorhält, gehören digitale Karten verschiedenster Maßstäbe, Luftbilder, Planungsdaten (Flächennutzungspläne, Landschaftspläne), Wirtschaftsdaten und Strukturdaten.

(ü. Pm. RVR)

Bevölkerungsprognose für Essen veröffentlicht


Nachdem das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen bereits Ende Mai erste Ergebnisse der Bevölkerungsprognose bis 2030 veröffentlicht hat, wurden die Grundlagen und Ergebnisse der Vorausberechnung nun im „Beitrag zur Stadtforschung Nr. 64“ umfassend zusammengestellt, illustriert und kommentiert.

Die Zusammenstellung ist auf den Rathausseiten als pdf-Datei einzusehen.

(ü. Pm. Stadt Essen)