PARTEI-Piraten sehen Chance zu gemeinsamem Handeln beim ÖPNV vertan

Als die Regierungspräsidentin Anne Lütkes die drei Via-Verkehrsbetriebe Evag, DVG und MHVG in einem Offenen Brief zu Einsparungen anmahnte und zum Vergleich das wesentlich günstigere Verkehrsunternehmen Bogestra anführte, war die Entrüstung seitens der Evag groß. Man habe im Gegensatz zu Bochum und Gelsenkirchen schließlich mehr Aufgaben zu stemmen. Dem berechtigten Einwand zum Trotz sieht die Fraktion der PARTEI-Piraten Einsparpotenziale der Verkehrsbetriebe besonders in Bezug auf die Verwaltung vergeudet. Verwaltung und Fahrpersonal stehen bei der Evag in keinem gesunden Verhältnis. Die Gründung der Verkehrsgesellschaft Via sei ein erster, richtiger Schritt gewesen, zentrale Aufgaben der einzelnen Betriebe, wie z.B. gemeinsame Verhandlungen beim Einkauf von Bahnen, zusammenzulegen und dabei Kosten zu verringern. Diesen Schritt jedoch nicht weiterzuverfolgen, sondern mit der Gründung von „Via neu“ viele Aufgaben wieder zu dezentralisieren, hält die Fraktion für einen fatalen Fehler, möchte man einen modernen ÖPNV verfolgen, der nicht am so wichtigen Bus- und Bahnangebot für die Bürgerinnen und Bürger einspart und nicht krampfhaft an möglichst vielen Vorstandsposten festhält. Besonders wer mit der Metropole Ruhr wirbt, dürfe nicht nur bis zur Stadtgrenze denken, weder in der Struktur des Verkehrsnetzes noch in der Struktur der Verwaltung der Verkehrsbetriebe. "Wieder einmal wird eine Chance vertan, im Ruhrgebiet gemeinsam zu handeln und gemeinsam mehr für die Einwohner des Ruhrgebietes zu erreichen. In diesem Fall werden den Fahrgästen unnötig Mehrkosten in Millionenhöhe zugemutet“, so der Fraktionsvorsitzende der PARTEI-Piraten, Kai Hemsteeg.
(ü. Pm. ParteiPiraten Essen) 

Reiterstellwerk der Bahn im Essener Nordviertel am Viehofer Platz abgebrannt.

stellw1Das Reiterstellwerk der Deutschen Bahn zwischen Viehofer Platz und Altenessener Straße brannte am Mittwoch, 22. April, ab. Pikant: Das Objekt war umstritten, denn eine Einordnung zum Denkmalschutz stand als offene Forderung.
Die Luft im Stadtbereich ließ das Ausmaß des Brandes erahnen. Zwei Löschzüge waren zur Eindämmung der Flammen angerückt. Am Mittwochnachmittag war der Brand gelöscht.
Die Brandursache steht noch nicht fest und die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Essener Grünen hatten zuvor den Schutz dieses Objektes gefordert, aber  eine Anerkennung seitens des Denkmalschutzes war bisher noch nicht ausgesprochen.

(stk., Foto: erle)

 

Weltoffene Familien in Essen gesucht

Einen Schüleraustausch nach Deutschland – diesen Traum erfüllen sich im Herbst erneut rund 460 Jugendliche aus über 50 Ländern. Für die 15- bis 18-jährigen Schüler sucht Bundestagsmitglied Kai Gehring gemeinsam mit der gemeinnützigen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ab sofort ehrenamtliche Familien in Essen die ab September ihren Alltag für ein ganzes oder halbes Jahr mit einem Gastkind teilen möchten.
„Wer sein Zuhause für einen Jugendlichen aus einem anderen Land öffnet, gewinnt nicht nur einen ganz persönlichen Einblick in andere Kulturen und Lebensweisen. Er setzt auch ein klares Zeichen für eine Willkommenskultur in unserem Land“, unterstützt Gehring die Idee des Gastfamilienprogramms von AFS. Ein Gastkind aufnehmen können Familien ebenso wie Alleinerziehende, kinderlose Paare und Alleinstehende, die sich für ein gastfreundliches und weltoffenes Deutschland engagieren wollen. Wichtig sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich einem jungen Menschen und seiner Kultur zu öffnen. Vorbereitet und begleitet werden sie von AFS-Mitarbeitern direkt in der Region. Auch Willkommens- oder Übergangsfamilien für einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen werden gesucht.
Information und Erfahrungsberichte sind im  Internet unter www.afs.de/gastfamilie zu finden. Interessierte sind auch eingeladen sich mit dem Hinweis „Willkommenskultur“ direkt an AFS wenden – unter der Telefonnummer 040 399222-90 oder per E-Mail an gastfamilie@afs.de.

(stk., ü. Pm. Gehring MdB)

Haftbefehl gegen Dr. Thomas Middelhoff außer Vollzug gesetzt

In der Strafsache gegen Dr. Thomas Middelhoff wegen Untreue u. a. ist der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden. Die XV. Strafkammer des Landgerichts Essen hat Auflagen erteilt, die Herr Dr. Middelhoff vor einer Haftentlassung erfüllen muss.
Da der Beschluss der Strafkammer zunächst dem Betroffenen bekannt zu machen ist, konnten heute keine weiteren Einzelheiten mitgeteilt werden. Dies wird frühestens am Dienstag, 21.04.2015, durch weitere Pressemitteilung geschehen.

(stk., ü. Pm. Landgericht Essen (Az. 35 KLs 14/13))

Die Fraktion der PARTEI-Piraten warnt vor der Gentrifizierung des Eltingviertels

Keine Berliner Verhältnisse in Essen – das Eltingviertel tauge nicht zum Prenzlauer Berg, es müsse den Anwohnern dienen und bezahlbarer Wohnraum erhalten bleiben. Die Fraktion der PARTEI-Piraten begrüßt die von der Stadt Essen, der Innovation City Management GmbH und der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington vorgestellten Pläne zur Entwicklung des Eltingviertels, warnt aber gleichzeitig vor der Gentrifizierung des Wohnquartiers.  Auch steht zu befürchten, dass sich das Gesicht des einstigen Arbeiterviertels durch das Projekt stark verändern könnte. Neben dem sinnvollen Engagement zur Restaurierung und Erhaltung der Gründerzeithäuser sollten die Planer auch einen Blick in den Sozialatlas der Stadt werfen, der zeigt, dass die Kinderarmut in der nördlicheren Innenstadt und somit auch im Eltingviertel extrem hoch ist. Es wäre sicher sinnvoll, neben den Verantwortlichen für Stadtentwicklung und Stadtplanung auch den Integrationsrat und den Sozialausschuss der Stadt mit einzubinden um eine Strategie für eine Entwicklung des Quartiers zu gewährleisten, die den Anwohnern gerecht wird und ihre sozialen Bedürfnisse berücksichtigt. Die Fraktion der PARTEI-Piraten befürchtet mit einer Sanierung und Aufwertung der Wohnhäuser des Eltingviertels einen Anstieg der Mieten und dadurch eine Verdrängung der jetzigen Anwohner durch potentiell vermögende „Zugezogene“. Das Engagement Innovation City bietet zwar auf der einen Seite die Chance, das Eltingviertel vor dem Verfall zu retten und zu einem lebenswerten Viertel zu entwickeln, es darf aber keinesfalls zu einem Instrument neoliberaler Stadtumstrukturierung und Gentrifizierung führen. Im Vordergrund muss der Erhalt bezahlbaren Wohnraums stehen. Den jetzt dort wohnenden Menschen muss ihr gewohntes soziales Umfeld erhalten bleiben, in dem sie zum Teil seit mehreren Jahrzehnten wohnen. In Essen sehen sich zunehmend mehr Menschen mit existenziellen Problemen konfrontiert und sind von Zwangsumzügen und Verdrängung bedroht. Im Februar 2015 berichtete die WAZ, dass Sozialwohnungen in Essen knapp werden, der soziale Wohnungsbau fast zum Erliegen gekommen ist und jedes Jahr deutlich mehr Sozialwohnungen vom Markt verschwinden als hinzukommen. „Die soziale Infrastruktur des Eltingsviertels muss trotz des Projektes „Innovation City“erhalten bleiben, insbesondere sollen die Mieten bezahlbar bleiben und die Anwohner nicht durch eine eventuelle Gentrifizierung aus ihrem Viertel verdrängt werden. Wir fordern daher, dass in die Planungen Verantwortliche aus Stadtplanung und Stadtentwicklung, Integrationsrat und Sozialausschuss mit einbezogen werden, um die Lebensqualität der Bewohner durch die Maßnahmen zu verbessern,“ so Ratsherr Matthias Stadtmann, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung.

(Stk. ü. Pm. PARTEI-Piraten)

Essens neuer Polizeipräsident in Kritik

Das Bündnis gegen die Demonstration der Neonazis von „Die Rechte“ am 1. Mai in Essen und Gelsenkirchen ist entsetzt, dass der Essener Polizeipräsident den geplanten Aufmarsch der Nazis nicht verboten hat. Es ist unfassbar, dass Gruppen, die sich Einschüchterungsmethoden nach SA-Bräuchen bedienen, 70 Jahre nach Ende der Hitlerdiktatur unbehelligt durch die Straßen der Städte marschieren dürfen. Die öffentliche Aufforderung zum Verbot unterstützen inzwischen über 100 Organisationen und rund 300 Privatpersonen. „Allein dies zeigt deutlich, dass die Essener und Gelsenkirchener keinen Aufmarsch der Neonazis in ihren Straßen dulden.“, so der Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, Max Adelmann. Es ist bezeichnend für die Schwäche von Staatsorganen, Justiz und Polizei, aber auch der Zivilgesellschaft in Dortmund, dass sich dort seit den 1980er Jahren zahllose Neonazi-Gruppen nahezu unbehelligt betätigen können.
Auch nach dem Verbot von NWDO (Nationaler Widerstand Dortmund) und weiteren Neonazi-Gruppen in NRW wurden diese nicht daran gehindert, sich mittels Beitritt zur Partei „Die Rechte“ und danach folgendem Wiederaufbau von organisatorischen Strukturen ein pseudodemokratisches Mäntelchen umzuhängen und fortan geschützt durch das „Parteienprivileg“ weiter zu agieren. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass diese Neonazis Menschen bedrohen, „Mahnwachen“ (teilweise mit Fackeln) vor Flüchtlingsunterkünften abhalten oder öffentliche Informations-veranstaltungen stören. Demonstrationen vor Wohnungen engagierter Politiker oder „Todesanzeigen“ adressiert an quicklebendige Journalisten zeigen, dass diese Provokateure vor Einschüchterungsversuchen nicht zurückschrecken. Begünstigt wird ein solches Verhalten durch mangelndes Engagement seitens der Staatsorgane, seien es Polizei oder Justiz, so die Initiative. Wenn wie 2014 am 30. April bestimmte Parolen verboten werden, dieselben Parolen aber nur einen Tag später unbehelligt von den Neonazis bei einer Demo in Dortmund gerufen werden, ohne dass die Polizei einschreitet, so ist dies inkonsequent und inakzeptabel und für die Neonazis eine Ermutigung, ihr Treiben fortzuführen und auszutesten, „was geht“. Dies führt dann zu Sprechchören, die das Verunglimpfen von Toten und Naziopfern („Anne Frank in den Schrank“) erlauben ohne dass dagegen eingeschritten wird.
Auch die Justiz bekleckert sich nicht mit Ruhm, wenn das Auftreten von Neonazis als „Stadtschutz“ in einheitlicher Kleidung nicht als uniformes Auftreten, sondern als Tragen von Kleidung „ähnlich wie bei Junggesellenabschieden“ vom zuständigen Amtsrichter abgetan und die Klage abgelehnt wird. Dieser Richter scheint „Uniform“ wohl nur im Zusammenhang mit Schulterklappen, Rangabzeichen und Stahlhelm zu verstehen. Nicht umsonst beklagt der Politologe Jan Schedler (Uni Bochum) noch ausgesprochen höflich: „Und insbesondere die Dortmunder Staatsanwaltschaft erweist sich als erstaunlich unambitioniert“. (Stern Nr. 17, 16.4.15)
All diese Zustände und Begebenheiten möchten wir in Essen nicht haben, und zwar weder aus der Gesellschaft der Stadt heraus entstanden, noch von außen importiert. Wir möchten, dass es nicht umsonst war, dass im Januar mehr als 4000 Essener Bürger und Bürgerinnen gegen die Hogesa auf die Straße gingen. Wir möchten keine „Dortmunder Zustände“ und auch keinerlei offizielle Ermutigung dazu.
Mit unserem offenen Brief an die Polizeipräsidenten von Essen und Gelsenkirchen wollten wir diesen die Gelegenheit geben, mit Rückhalt der Bürgerinnen und Bürger tätig zu werden in dem Sinne, dass Versäumnisse in Dortmund nicht in unseren Städten wiederholt werden. Wenn nun der federführende Polizeipräsident Frank Richter (Essen) der Presse gegenüber erklärt, trotz einer „sehr strengen Prüfung sind bis jetzt keine Verbotsgründe erkennbar“, so verwundert uns dies sehr. Wir sehen genügend Gründe. Unglaublich ist es auch, dass Herr Richter die Polizei als unpolitisch darstellt und sie nicht als moralische Instanz ansieht. In der Tat, mit seinem Handeln macht er sie zu einer unmoralischen Instanz. Unpolitisch ist seine Entscheidung dennoch keineswegs. Immerhin erfolgte eine Einladung zu einem Gespräch an alle Erstunterzeichner der Verbotsforderung, denn (Zitat Richter in der NRZ) „Ich möchte mich aber erklären und zu einem Dialog finden.“. Die Möglichkeit unsere Argumente nochmals persönlich vorzubringen und in einem Diskurs ergebnisoffen unsere Haltung darzulegen, nehmen wir gerne wahr. Ungeachtet des Gesprächsergebnisses werden wir unsere seit Wochen laufenden Vorbereitungen weiterführen und unsere schon länger angemeldeten Kundgebungen nun auf jeden Fall durchführen. Denn nun sind wir Bürger gefordert, den Neonazis zu zeigen, dass keinerlei Nazi-Ideologie in unserer Gesellschaft Platz haben darf. Wir werden weiterhin nicht dulden, dass Mitbürger wegen ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder ihrer Meinung angegriffen und bedroht werden. Hier im Ruhrgebiet haben Menschen von überallher eine Heimat gefunden. Wir gehen friedlich, fair und zivilisiert miteinander um. Wir lassen uns von Neonazis nicht unser Zusammenleben vergiften. Wir fordern alle Essener und Gelsenkirchener auf, sich friedlich an den kommenden Aktionen gegen die Nazis zu beteiligen. Wir treffen uns dazu am 1. Mai um 17:30 Uhr direkt nördlich des Bahnhofs Steele an der Kreuzung Buschstraße/Krayer Straße. Weitere Veranstaltungen am Laufweg der Neonazis sind angemeldet und werden noch veröffentlicht.

Wir erwarten von Polizei und Verwaltung, dass sichergestellt ist, dass wir unseren Widerstand gemeinsam in einem großen öffentlichen Rahmen präsentieren können und auch in direkter Nähe, in Hör- und Sichtweite der Neonazis, so dass diese mitbekommen, was die Menschen in Essen und Gelsenkirchen von ihnen halten – nämlich nichts.

(ü. Pm. Initiative)

PARTEI-Piraten fordern Absenkung der Stadtzuschüsse für Tochtergesellschaften um 40 Millionen Euro

Spätestens seitdem bekannt ist, dass mehrere Stadtgesellschaften, darunter die GVE und die EVV, in den vergangen Haushaltsjahren den Cashpool der Stadt Essen lang- bis mittelfristig genutzt haben, um Liquiditätsengpässe zu stopfen und so die durch den Cashpool gewährten Kreditlinien in unzulässiger Weise in Anspruch genommen haben, ist ein Umdenken im Umgang mit den Stadttöchtern zwingend notwendig geworden.

 Anstatt die Stadt Essen und insbesondere  Cashpool als Selbstbedienungsladen anzusehen, müssen die städtischen Beteiligungsgesellschaften sich vielmehr an der Verringerung des Haushaltsdefizites der Stadt beteiligen. Im Rahmen der Haushaltsdebatte hat sich daher die Fraktion der PARTEI-Piraten Essen für eine deutliche Steigerung des Ergebnisbeitrags der Tochtergesellschaften zum städtischen Haushalt stark gemacht und gefordert, dass die Zuschüsse der Stadt an die Beteiligungsgesellschaften in den nächsten drei Jahren um 40 Millionen Euro auf einen Beitrag von 100 Millionen Euro gesenkt werden. „Die fahrlässige und zweckentfremdete Inanspruchnahme von städtischen Krediten muss aufhören. Vielmehr muss die EVV wieder tragfähig werden und profitable Gesellschaften wie auch die Sparkasse müssen künftig mehr zum Haushaltsergebnis beitragen“, schließt Kai Hemsteeg, Fraktionsvorsitzender der PARTEI-Piraten. Als weiteren Schritt muss die Zusammenlegung einzelner städtischer Unternehmen in Betracht gezogen werden. Die derzeit 71 Beteiligungsgesellschaften der Stadt Essen sind aus Sicht der Fraktion der PARTEI-Piraten eindeutig zu viele. Durch die Zusammenlegung einzelner Unternehmensteile ließen sich in der Verwaltung, beim Marketing und im Einkauf Synergieeffekte ohne Einbußen in der Handlungsfähigkeit erzielen.

 

 


 

Schmutzler-Jäger (Grüne) fordert: RWE-Aktienverkauf darf nicht tabuisiert werden 

Angesichts der großen Finanznot der Essener Verkehrs-AG (EVAG) erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion: 

„Der von OB Reinhard Paß und Kämmerer Lars Martin Klieve auf die Essener Verkehrsbetriebe ausgeübte Spardruck stellt das für eine moderne, umweltbewusste Großstadt zwingend erforderliche gute Nahverkehrsangebot in Frage. Dieser Kurs der Zerschlagung einer der wichtigsten Säulen der öffentlichen Daseinsvorsorge steht im Widerspruch zu allen Bekenntnissen von OB Paß für eine grüne Hauptstadt oder aus dem Strategieprozess Essen 2030. Mit den Grünen sind gravierende Einschnitte im Leistungsangebot beim Nahverkehr jedenfalls nicht zu machen. 

Einsparmöglichkeiten durch die Fusion oder Kooperation mit anderen Nahverkehrsbetrieben müssen selbstverständlich weiter verfolgt werden. Bis zum Heben dieser Synergien sollte sich die Stadt in einem ersten Schritt Luft durch den Verkauf von Anteilen der RWE-Aktien verschaffen. Doch mein Eindruck ist, dass SPD und CDU sowie OB Paß ausgerechnet beim Thema RWE-Aktienverkauf wegen des RWE-Stammsitzes in Essen Denkverbote erteilen. 

Die große Koalition tun so, als ob die große Finanznot der EVAG und anderer städtischer Beteiligungsgesellschaften völlig überraschend kommt. Die Politik hat jedoch Nahverkehrsleistungen bestellt, die ihren Preis haben. Die positiven Effekte des umweltfreundlichen Nahverkehrs durch Reduzierung von Gesundheits- und Umweltkosten werden leider nicht erfasst. 

Die EVAG hat außerdem bereits bedeutende Sparanstrengungen unternommen. Wir haben mit unserer Ablehnung des Doppelhaushaltes der Stadt Essen insbesondere auf die Unterfinanzierung der städtischen Unternehmen hingewiesen. Unsere Haushaltsanträge zu Verbesserung dieser Situation hat die große Koalition jedoch abgelehnt.“ 

(ü. Pm. Grüne Essen)

27. Techno Classica Messe in Essen

image1921, sozusagen ein Vorläufer der 1936/37 entstandenen Saxonette gibt es unter anderen Schätzchen derzeit in der Essener Messe zu bestaunen.

imageimageEine Augenweide für Technikliebhaber und letztlich auch ein Stück historischer Entwicklung.

Aus Schweden angereist, Mitglieder eines schwedischen Vereins, die aus Stockholm und Malmö stammen.

 

Bewährte Lastfahrzeuge gehören auch zur Begeisterung der Technikfreunde

 

Das passende Ersatzteil, die Grundlage einer Passion

(stk., Fotos: erle)

Bußgeld, Punkte, Fahrverbot – das „kostet“ ein Blitzer-Foto

Morgen geht es Rasern wieder an den Kragen. Über 13.000 Polizisten werden an über 7.000 Standorten in ganz Deutschland mit Radarfallen auf Verkehrssünder warten. Doch welche Überschreitung kostet eigentlich wie viel? Wann müssen Autofahrer um ihren Führerschein bangen? Und was können Fahrer tun, die auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind? Der Partneranwalt von ROLAND Rechtsschutz, Benjamin Dahm aus der Kanzlei Solmecke Rechtsanwälte, fasst die wichtigsten Hinweise zu Geschwindigkeitsverstößen zusammen.
Wann droht beim „Blitz-Schnappschuss“ welches Bußgeld? Wann ist der „Lappen“ weg?
Die Spannbreite ist groß: Wer außerorts mit bis zu zehn Stundenkilometern über der zulässigen Geschwindigkeit in die Radarkontrolle fährt, muss zehn Euro bezahlen. Autofahrer, die innerorts allerdings gleich mehr als 70 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho haben, greifen mit 680 Euro tief in die Tasche. Im Mai 2014 wurde ein neuer Bußgeldkatalog eingeführt. Und der hat sich auch auf die Punkteregelungen ausgewirkt: Ab 21Stundenkilometern über dem Soll bekommt der Fahrer einen Punkt, sprich einen Eintrag im Fahreignungsregister. Bei acht Punkten ist der Führerschein dann für mindestens ein halbes Jahr weg. Und schon ein einziger Verstoß kann den Fahrer seinen „Lappen“ kosten: Innerorts reichen 30 Stundenkilometer über dem Soll, um die Fahrerlaubnis für einen Monat zu verlieren. „Mit der neuen Verordnung sollen Autofahrer stärker für Verkehrsverstöße sensibilisiert und Unfälle reduziert werden“, erklärt der Fachanwalt für Verkehrsrecht Benjamin Dahm. Schließlich kommen jedes Jahr mehrere Tausend Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Also lieber an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten – nicht nur beim Blitz-Marathon!
Wann kann man sich gegen ein Bußgeld oder ein Fahrverbot wehren?
Im Briefkasten liegt ein Bußgeldbescheid samt „Blitzer-Schnappschuss“ – doch der Fahrer ist nicht zu erkennen. Kann der Halter des Fahrzeugs sich gegen den Bescheid wehren? „Grundsätzlich kann man gegen jeden Bußgeldbescheid innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen“, so der ROLAND-Partneranwalt. „Lässt sich nicht ermitteln, wer den Wagen gefahren ist, wird der Bußgeldbescheid eventuell fallengelassen.“ Versucht der Halter aber immer wieder, mit dieser Begründung um Knöllchen herumzukommen, könnte er dazu verpflichtet werden, ein Fahrtenbuch zu führen. Ein anderer Fall: Wer seinen Führerschein abgeben soll, diesen aber dringend braucht, hat ebenfalls Möglichkeiten. „Selbstständige, die ohne ihre Fahrerlaubnis um ihre Existenz bangen müssen und Angestellte, deren Arbeitsplatz aufgrund des Fahrverbots gefährdet wäre, können dagegen vorgehen. Gegebenenfalls wird dann auf die Sanktion verzichtet, dafür aber meist die Geldbuße verdoppelt.“
(ü. Pm. Roland Versicherungen)

Brand in der ehemaligen Gaststätte Am Hallo

Im Obergeschoss des 1899 eingeweihten historischen Gebäudes hatte sich am Montagnachmittag (13.4.) ein Brand entwickelt. Trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte der Feuerwehr konnte er nicht gelöscht werden. Ein Übergreifen des Brandes auf das benachbarte Wohnhaus konnte verhindert werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die ehemalige Gaststätte stand seit 2011 leer. Bemühungen einer möglichen Vermarktung blieben auch wegen des hohen Instandsetzungsbedarfes ohne Erfolg. Nach diversen Schäden durch Vandalismus sollte das Gebäude auch zur Vermeidung von Gefährdungen kurzfristig abgerissen werden. Das Gebäude wurde bereits durch einen Statiker überprüft. Aufgrund der festgestellten Einsturzgefahr hat die Stadt Essen den sofortigen Abbruch veranlassen müssen. Durch die infolge des Brandes aufwendigere Entsorgung werden sich die ursprünglich mit 400.000 Euro kalkulierten Abbruchkosten noch erhöhen. Mit den Abbrucharbeiten ist bereits begonnen worden. Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Hallostraße voraussichtlich noch drei Tage gesperrt bleiben. Am Standort wird nach dem Abriss kein neues Gebäude mehr errichtet. Die Fläche ist Teil des Landschaftsschutzgebietes.

(ü. Pm. Stadt Essen)

Essener Stadtseite klingt nun so ähnlich… wie wir.

essen.ruhr, klingt fast wie essenruhr.de…

Aber auch nur fast. Die neue „Bekenntnisseite“ der Stadtverwaltung Essen muß natürlich etwas von der Ruhr im Titel führen. Auch wir wettern ja häufig über den Metropolenwahn, wie er zum verordneten Sprachgebrauch beim RVR üblich ist. Also Essen hebt sich für uns insoweit positiv mit dem Regionalbekenntnis Ruhr ab. Ganz in unserem Sinne. Allerdings muß der Leser fein säuberlich unterscheiden: Wer Journalismus will, muß essenruhr.de anklicken, denn nur hier ist keine Hofberichterstattung drin. Die Unterseite der Erle fährt unter dem gleichen Motto wie die Hauptseite, „unabhängig, fachspezifisch und informativ“. Wenngleich gerade auf dieser auf Essen bezogenen Unterseite viele Pressemeldungen unkommentiert weitergegeben werden, sind diese jedenfalls gesichtet und manchmal auch gestutzt. Der folgende Absatz der Stadtpressemeldung zum Beispiel: Ein Foto, OB erhält aus Hand von XY- Domainbetreiber symbolisch… , das sparen wir uns. Oder wird das morgen noch jemanden interessieren? Der kann ja gleich bei den Kollegen Pressesprecher der Stadt nachsehen. Ganz schön praktisch, die journalistische Seite heißt also essenruhr.de, wer bei der Stadt nachsehen will, macht da so ein Pünktchen…. essen.ruhr. Wir von der Redaktion der Erle wünschen denen jedenfalls einen störungsfreien Betrieb ohne technische Ausfälle und viel Freude im Amt, gleich unter welchem Hausherrn.

hier aber ein Auszug der Meldung von essen.ruhr:

„Auch online will sich die Stadt Essen zum Ruhrgebiet bekennen und wird ab sofort auch unter www.essen.ruhr im Web erreichbar sein. Vor gut einem Jahr nahm die neue Domainendung für das Ruhrgebiet den Betrieb auf. Unter dem Motto „Eine digitale Klammer um das Ruhrgebiet legen“ sponserte die Essener Registry regiodot allen Ruhrgebietsstädten ihre eigene .ruhr-Adresse. Aufgrund potenzieller Namenskollisionen im Netz hatte die zentrale Adressverwaltung ICANN viele Domains vorerst nicht zur Registrierung freigegeben – darunter auch essen.ruhr. Nach langem Warten kann jetzt auch die Stadt Essen endlich ihre Web-Präsenz unter der Ruhrgebietsendung wahrnehmen. “

Ach ja, dann wird da auch noch der Oberbürgermeister zitiert: „Damit kommt Essen auch digital endlich dahin, wo es hingehört.“

Nun denn, dürfte eigentlich derzeit seine kleinste Sorge sein. Ohne „Kohle“ und Kredit zählt Tand und Titel eben wenig.

(stk., ü.Pm. Stadt Essen)