Sind Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger rechtens?

Das Existenzminimum darf nicht gekürzt werden, fordert die Linke und verweist auf ein anhängendes Rechtsverfahren.
„Im vergangenen Jahr wurden in Essen 10 Prozent mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger erteilt als im Vorjahr. Insgesamt wurde in rund 11.500 Fällen den Betroffen das Geld gekürzt. „Wir lehnen die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ab und bedauern sehr, dass es zu einer solchen Erhöhung gekommen ist“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Wenn es fast 9.800 Sanktionierungen alleine deshalb gibt, weil die Betroffenen nicht zur Beratung erschienen sind, dann liegt das an den Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die Menschen und ihrer Perspektivlosigkeit. Wir sind sicher, dass Sanktionen nicht dazu führen, dass die Betroffenen wieder eingegliedert werden und Arbeit erhalten.“
DIE LINKE wird im Sozialausschuss dazu eine Anfrage stellen, inwieweit sich Sanktionen auf die Wiedereingliederung auswirken. Sie erwartet vom JobCenter, dass es Perspektiven und Hilfen aufzeigt und nicht noch die Betroffenen für die fehlenden Arbeitsmarktperspektiven bestraft. Gerade im Hinblick auf das Urteil des Sozialgerichts in Gotha findet sie ein Festhalten am Sanktionssystem für kontraproduktiv und nicht vertretbar.
„Das Urteil stellt klar, dass solche Kürzungen gegen das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verstoßen und damit auch gegen Rechte wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde, dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und der Berufsfreiheit. Wir sind auch froh, dass sich das Bundesverfassungsgericht nach über zehn Jahren endlich mit der Thematik befasst. Außerdem wollen wir auch prüfen lassen, inwieweit wir als Kommune von der Sanktionspraxis Abstand nehmen können, bis ein endgültiges Urteil vorliegt“, so Gabriele Giesecke abschließend.

(ü. Pm. Linke-Essen)

GAGFAH GROUP veranstaltet Wohnungsbörse

Unter dem Titel „Einladung in den GAGFAH Garten“ – Zauberei für Groß und Klein präsentiert sich die GAGFAH GROUP auch in diesem Jahr bei der Essener Wohnungsbörse mit einem Messestand in der Innenstadt. Auf dem Willy-Brandt-Platz lädt das Unternehmen am 20. Juni 2015 in der Zeit von 10:00 bis 16:00Uhr zu einem Besuch ein.
Im GAGFAH-GARTEN informieren Vermietungsberater Interessenten in entspannter Atmosphäre über das aktuelle
Mietangebot. Ob Familien oder Singles, Paare oder Senioren: Für jeden sei etwas dabei. Alle Interessenten sollten bei der Präsentation „an der Leine“ vorbeischauen, ob für sie etwas Adäquates dabei ist. Daneben sorgt Giovanni Alecci mit seinen Zaubertricks für faszinierende Unterhaltung.
Mit einem Bestand von rund 2.900 Wohnungen in Essen, gehört die GAGFAH GROUP zu den führenden Immobilienunternehmen in der Region. Interessenten, die auf der Suche nach einer neuen Wohnung sind, können sich zusätzlich zur Wohnungsbörse von montags bis freitags in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer Unternehmenskommunikation
GAGFAH GROUP
Bettina Benner
Tel. 0201 . 1751 – 361
Fax 0201 . 1751 – 49 361
bbenner@gagfah.de
www.gagfah.de
0201 890 89 00 nach passenden Wohnungsangeboten erkundigen.
Auch im Internet auf www.gagfah.de stehen die Mietangebote der GAGFAH rund um die Uhr zum Abruf bereit.

(ü. Pm. Gagfah)

Relative Verbesserung von Rang 67 auf 59

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) zählt sich zu den aufsteigenden Sternen am Hochschul-Himmel. Gerade erst zwölf Jahre alt, gehört sie im Times Higher Education Ranking als zweitjüngste Uni in 2015 erneut zu den 100 weltbesten Hochschulen, die noch keine 50 Jahre alt sind. Sie konnte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar um acht Plätze verbessern und belegt jetzt Rang 59 statt 67.
Und die beiden Campus-Städte Duisburg und Essen profitieren zunehmend von den Erkenntnissen der Wissenschaft – in wirtschaftlicher, demografischer, sozialer und kultureller Hinsicht. Da ist der jährliche Empfang für die neuen Professorinnen und Professoren nur ein kleiner Dank und Ausdruck der Wertschätzung der beiden Oberbürgermeister Reinhard Paß (Essen) und Sören Link (Duisburg).
Nicht nur die neuen Hochschullehrerinnen und -lehrer wurden am 15. Juni auf dem Ausflugsschiff MS Gerhard Mercator und anschließend im Franz-Haniel-Hof des Rathauses Duisburg empfangen, auch weitere Repräsentanten der Universität und ihrer Kooperationspartner aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit zum Kennenlernen und Meinungsaustausch. Nachdem im letzten Jahr der Duisburg-Essener Universitätsempfang dem Pfingststurm Ela zum Opfer gefallen war, richtete turnusgemäß wieder die Stadt Duisburg in 2015 den Empfang für die Universität aus. Insgesamt war es der vierte seiner Art für die UDE.
Längst hat sich der Doppelstandort bewährt. Die Universität mit mittlerweile circa 41.000 Studierenden und 11.000 Beschäftigten (inklusive Universitätsklinikum) ist ein wichtiger Impulsgeber für die wirtschaftliche, soziale, demografische, kulturelle und städtebauliche Entwicklung. Das gilt sowohl für den Campus Duisburg, der neben einer der größten ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten Deutschlands noch eine renommierte physikalische, gesellschaftswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Fakultät beherbergt, als auch für den Campus Essen, an dem die Geistes-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Mathematik, Chemie, Biologie und, am Universitätsklinikum, die Medizin angesiedelt sind.
Die beiden Oberbürgermeister Rieinhard Paß und Sören Link sind sich darüber einig, dass die UDE ein „Leuchtturm im Revier“ ist: „Sie ist neben den Universitäten in Bochum und Dortmund die Akademikerschmiede der Region. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es wichtig, dass der akademische Nachwuchs vor Ort ausgebildet werde.“
„Im Rahmen ihrer kommunalen Entwicklungsstrategie setzt die Stadt Duisburg vor allem auf die Unterstützung von Unternehmensausgründungen und den Technologietransfer in die regionale Wirtschaft“, so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. „Diese aktive Rolle der Universität in und für die Stadt- und Strukturpolitik zieht sich in Duisburg wie ein roter Faden durch alle Strukturentwicklungsprogramme.“
Für Essen ergänzt Oberbürgermeister Reinhard Paß: „Mit dem Essener ´Aktionsplan Wissenschaft‘ wird unter meinem Vorsitz und unter Beteiligung zahlreicher Entscheider aus der Verwaltung, der Wissenschaft, der Wirtschaft und dem Stiftungswesen, ein zentrales Instrument erarbeitet, das den Innovations- und Wissenschaftsstandort Essen weiter vernetzt und profiliert. Die UDE ist dabei unser Partner in allen Kernkompetenzen.“
Und Rektor Professor Dr. Ulrich Radtke hebt hervor: „Dieser Empfang ermöglicht den neuen Professorinnen und Professoren, Kontakte in der Region zu knüpfen und stärkt so die Vernetzung des Wissenschaftsstandortes Ruhrgebiet. Ich danke beiden Städten und besonders ihren Oberbürgermeistern herzlich für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.“
Um den „Neuen“ an der Hochschule die Rhein-Ruhr-Stadt Duisburg näher zu bringen, wurde eine Bootstour durch den größten Binnenhafen Europas organisiert. Anschließend nutzten die Gäste beim Sommergrillen im Franz-Haniel-Hof des Rathauses die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Gedankenaustausch. Im nächsten Jahr stellt sich dann wieder der Uni-Standort Essen vor.

(stk., ü. Pm. Universität Duisburg-Essen)

Bundestagsmandat auf Probe: Der Essener Luca Ducrée bei „Jugend und Parlament“

Matthias Hauer und Luca Ducree im Bundestag
Arbeitstreffen, Ausschusssitzungen, Plenardebatten, Pressegespräche – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Jugend und Parlament“ jagt ein Termin den anderen. Jeder der 315 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpft in die Rolle eines fiktiven Abgeordneten und gehört einer fiktiven Fraktion an – die Mehrheitsverhältnisse sind jedoch genauso wie aktuell im Deutschen Bundestag.
„Ich bin im Innenausschuss gelandet, als Vertreter der Christlichen Volkspartei aus Bayern“, berichtet der 19-jährige Luca Ducrée aus Essen. Hier setzt er sich mit den Vertretern der eigenen Fraktion und der anderen fiktiven Fraktionen mit einem geplanten Einwanderungsgesetz auseinander. In weiteren Bereichen arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gesetzesanträge zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft sowie zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Staat Illyrien aus.
„Es wird uns immer wieder eingeschärft, uns mit dem Koalitionspartner abzustimmen“, berichtet der Jura-Student schmunzelnd. „Das hat zur Folge, dass wir viel verhandeln und wenig von unseren ursprünglichen Standpunkten durchsetzen können.“
Matthias Hauer und Luca Ducree im Bundestag2
„Abstimmung und gute Argumente sind sehr wichtig“, kommentiert Matthias Hauer MdB die Erfahrungen. „Allerdings sieht das Verhandlungsergebnis in der Praxis zum Glück um einiges besser aus.“ Der Essener Bundestagsabgeordnete ist im Finanzausschuss und hat den 19-jährigen Luca Ducrée für „Jugend und Parlament“ nominiert, um dessen politisches und ehrenamtliches Engagement zu unterstützen.
Ziel des Programms „Jugend uns Parlament“ ist es, Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten näher zu bringen. Sie üben sich im Debattieren und versuchen, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Das Planspiel, das jedes Jahr im Juni stattfindet, soll die Arbeitsweise des Parlaments vermitteln und findet an den Originalschauplätzen im Deutschen Bundestag statt.
Höhepunkt der Veranstaltung ist daher auch die abschließende Debatte im Plenum: Vor voll besetzen Besuchertribünen streiten die Jugendlichen über die ausgearbeiteten Gesetzesvorlagen. Die Bundestags-Vizepräsidenten leiten die Debatte.
Nach dem viertägigen Programm geht es für Luca Ducrée zurück nach Essen und dann nach Bochum, wo er studiert. „Es war eine tolle Erfahrung für mich, vier Tage direkt im Deutschen Bundestag die parlamentarischen Prozesse live mitzuerleben“, sagt er. „Ich habe viel gelernt – gerade auch, wie viel Arbeit in einem Gesetzgebungsverfahren steckt, bis das Gesetz schließlich verabschiedet wird.“

(ü. Pm. MdB Hauer/ Bild: ebd.)

50 Jahre Folkwang Physical Theatre – Treffen europäischer Physical Theatre- und Mime-Schulen vom 28. bis zum 30. Juni am Campus Essen-Werden

Von Sonntag 28. bis Mittwoch 30. Juni treffen Physical Theatre- und Mime-Schulen aus Amsterdam (Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten), Paris (PSPBB – Pôle Supérieur Paris Boulogne-Billancourt und ESAD – École Supérieur d’Art Dramatique Paris), London (St. Mary’s University Twickenham London), Verscio (Scuola Teatro Dimitri) und Essen (Folkwang Universität der Künste) am Campus Essen-Werden zusammen. Neben Workshops und einem internen Erfahrungsaustausch werden am 29. und 30. Juni ab 18.00 Uhr in der Neuen Aula öffentliche Abschlussproduktionen, Masterabschlüsse und aktuelle Arbeiten der Schulen gezeigt. Den Auftakt macht am 28. Juni um 19.30 Uhr die Folkwang Universität der Künste mit einer Wiederaufnahme der beliebten „Short Cuts“. Es folgen die Schulen aus London und Amsterdam am 29. Juni und die Schulen aus Verscio und Paris am 30. Juni. „Dieses Treffen im Jubiläumssemester zum 50-jährigen Bestehen des Studiengangs Physical Theatre ist etwas ganz Besonders. Nicht nur, weil es das erste dieser Art ist, sondern auch, weil es der Ausgangspunkt für eine Verbindung der Szene in Europa sein könnte, die es so bislang noch nicht gibt. Für das Publikum bietet sich die einmalige Gelegenheit, fünf europäische Physical- und Mime-Produktionen an drei Abenden zu sehen“, so Studiengangsbeauftragter Prof. Thomas Stich.
Karten für die Produktionen im Rahmen des europäischen Physical Theatre- und Mime-Schultreffens gibt es zum Preis von 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) über die Folkwang Kartenhotline 0201_4903-231, per Mail karten(at)folkwang-uni.de oder an der Abendkasse.
Der Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste wird in diesem Sommersemester 50 Jahre und feiert seinen runden Geburtstag von März bis Juli mit vielen öffentlichen Veranstaltungen. Weitere Informationen zu 50 Jahren Physical Theatre an Folkwang und alle Termine des Jubiläumssemsters finden Sie unter:
www.folkwang-uni.de/50-jahre-physical
(ü. Pm. Folgwang-Uni)

Fehlende Stellplätze für Carsharing-Autos

Kerscht (Grüne): Große Koalition verhindert eine fortschrittliche Verkehrspolitik
Angesichts des schlechten Abschneidens der Stadt Essen in einer Vergleichsstudie des Bundesverbandes Carsharing im Hinblick auf das Carsharing-Angebot erklärt Christoph Kerscht, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion: „Die bundesweite Carsharing-Vergleichsstudie belegt den großen Nachholbedarf in Essen beim Carsharing. Doch SPD und CDU verhindern im Stadtrat durch ihre Ablehnung der von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Carsharing-Abstellplätze eine fortschrittliche Verkehrspolitik. Die große Koalition lehnt sogar ein weitergehendes Carsharing-Konzept ab, das es bereits in vielen anderen Kommunen gibt.
Damit wird nicht nur der Ausbau eines umweltfreundlichen Mobilitätsangebots abgewürgt. Es wird damit sogar ein wirksames Mittel gegen die Parkplatznot verhindert, denn durch jedes Carsharing-Fahrzeug werden mehrere private Fahrzeuge ersetzt.“
Die Grünen werden die Diskussion nochmals in die Stadteilparlamente tragen und bei der Bezirkspolitik um Mehrheitsbeschlüsse für konkrete Carsharing-Standorte werben.
(ü. Pm. Grüne)

Linke: GVE: Kommen „Hintermänner“ ans Licht? Transparenz auch hinterher? – wenn es mal so wäre!

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht ihre Vermutung, dass der ehemalige GVE-Geschäftsführer, Andreas Hillebrand, nicht ohne Rückdeckung aus der Stadtspitze gehandelt hat, bekräftigt. Nach Presseberichten waren die 3,3 Mio. Euro für Beratungskosten durch einen Beschluss der Stadt als Gesellschafterin der GVE gedeckt, den allerdings weder der Rat der Stadt Essen je zu Gesicht bekam, noch offensichtlich der damalige OB Wolfgang Reiniger offiziell angewiesen hat. Grundlage für den Beschluss war vielmehr ein Treffen hinter verschlossenen Türen, an dem der damalige Stadtdirektor Christian Hülsmann, OB Wolfgang Reiniger (beide CDU) sowie die Fraktionsspitzen teilnahmen.
„Wie wir von Anfang an ahnten, handelte Andreas Hillebrand wohl nicht auf eigene Faust, sondern mit Rückendeckung von ganz oben“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Traurig ist, dass der ganze Sumpf der Verstrickungen erst durch Initiativen von einzelnen Parteien und Ratsmitgliedern ans Licht kam. Von selbst rückten die Beteiligten nicht mit der Sprache heraus. Wir erwarten jetzt von allen Beteiligten, endlich mit offenen Karten zu spielen und eine umfassende ,Beichte‘ abzulegen. Es kann nicht sein, dass der Rat der Stadt und der Aufsichtsrat der GVE an der Nase herumgeführt werden, während die handelnden Personen sich in Schweigen hüllen und die Sache auszusitzen versuchen.“
Die 3,3 Mio. Euro für Beratungen, deren Ergebnisse bis heute nicht vorliegen, sind allerdings nur ein Teil der überhöhten Kosten für das Projekt Fußball. Aus den geplanten 31,5 Mio. für das Stadion wurden 49 Mio. Euro. Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE muss eine effektive und transparente Kontrolle der stadteigenen Beteiligungen durch die Beteiligungsverwaltung geschaffen werden, um solche Schattenhaushalte zukünftig zu verhindern.
„Beschlüsse zu Großprojekten wie dem Stadionneubau dürfen nicht länger in nicht-öffentlichen Treffen der Fraktionsspitzen oder in der Verwaltung vorbereitet werden. Statt >Geheimbündelei< ist eine transparente, öffentliche Beschlussfassung und eine effektive Kontrolle der Beteiligungen bitter nötig. Bei der ersten Diskussion um die Stadionbaukosten 2012 sagte OB Reinhard Paß ,Transparenz kann auch hinterher hergestellt werden.‘ Da sind wir jedoch um einiges von entfernt. Der Oberbürgermeister macht sich bisher keinen Namen als Aufklärer, obwohl er bei dem Treffen 2008 noch dabei war“, so Wolfgang Freye, OB-Kandidat der Linken und Mitglied im Aufsichtsrat der GVE, abschließend. (ü. Pm. Linke-Essen)

CDU-Fraktion fordert Aufklärung über mögliche „Schwarzbauten“ in Kettwig

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung über eine Vielzahl möglicher nicht genehmigter Gartenhäuser in Kettwigs Außenbereich, erklärt Guntmar Kipphardt, stellv. Vorsitzender des Planungsausschusses und baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Ich frage mich: Wie kann es sein, dass möglicherweise über 100 Gartenhäuschen, Wintergärten, Überdachungen etc. ohne die erforderlichen Genehmigungen über einen langen Zeitraum errichtet werden, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt? Die Unsicherheit unter den Anwohnern ist jetzt groß. Daher werden wir die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Fachausschusses bitten, den genauen Sachverhalt darzustellen und auch schon aufzuzeigen, ob und wie es eine für alle Beteiligten verträgliche Lösung geben könnte. Zeitaufwendige und kostspielige Verwaltungsstreitverfahren könnten so vielleicht vermieden werden.“
(ü. Pm. CDU-Essen)

Matthias Hauer (CDU): Bund verdoppelt Soforthilfe für Flüchtlinge/ NRW muss Gelder zu 100 Prozent an Kommunen weitergeben

Bei einem Spitzentreffen im Bundeskanzleramt hat der Bund gestern den Ländern und Kommunen zugesagt, zur Bewältigung der steigenden Flüchtlingszahlen seine Soforthilfe zu verdoppeln. Für Nordrhein-Westfalen stehen damit in diesem Jahr zusätzlich 108 Millionen Euro für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Dazu erklärt der Essener Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer (CDU):
 „Wo das Land NRW versagt, hat der Bund die Not der Kommunen bei der Bewältigung der steigenden Flüchtlingszahlen erkannt und zeigt sich als zuverlässiger Partner“, kommentiert Matthias Hauer MdB das Ergebnis des Spitzentreffens. Für Essen stünden für das Jahr 2015 voraussichtlich über 3,2 Millionen Euro vom Bund für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung – wenn das Land NRW die zusätzliche Unterstützung ungekürzt weitergibt. Der Essener Bundestagsabgeordnete fordert die NRW-Landesregierung daher auf, die zusätzlichen Finanzmittel in vollem Umfang an die Kommunen weiterzuleiten: „Die Mittel sind nicht dazu da, Löcher im Landeshaushalt zu stopfen, sondern sie sollen zu 100 Prozent den Kommunen gegeben werden, welche die Lasten wachsender Flüchtlingszahlen zu schultern haben.“ Das sei umso wichtiger, da sich die rot-grüne NRW-Landesregierung nur zu etwa 30 bis 50 Prozent an den kommunalen Aufwendungen zur Flüchtlingsversorgung beteiligt – während die meisten anderen Bundesländer höhere Erstattungen, teilweise zu 100 Prozent, vornehmen. Der Bund hat bei seinem gestrigen Spitzentreffen mit den Bundesländern vereinbart, seine Soforthilfe für Flüchtlinge noch in diesem Jahr auf 1 Milliarde Euro zu verdoppeln. Zudem kündigte er an, sich ab 2016 strukturell und dauerhaft an den gesamtstaatlichen Kosten der Flüchtlingsversorgung zu beteiligen.

(ü. Pm. MdB Hauer)

PARTEI-Piraten: Verkehrsplanung in Werden geht am Bürgerwunsch und der Zielsetzung vorbei

Was lange währt, wird endlich gut. Danach sieht es aber aus Sicht vieler Anwohner und der Fraktion der PARTEI-Piratenbei dem viel diskutierten Verkehrskonzept für den Ortskern von Essen-Werden derzeit nicht aus. 

Bereits im Januar 2013 hatte die Stadtverwaltung zu einer ergebnisoffenen Bürgeranhörung für eine alternative Verkehrsplanung im Werdener Zentrum geladen. Trotz der deutlichen Kritik der Anwohner insbesondere in Bezug auf die zu befürchtende Lärmentwicklung und die steigenden Schadstoffemissionen wurde ein entsprechendes Konzept zur Verkehrsverlagerung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Vorplanungen wurde den Bürgerinnen und Bürgern in Werden nun vorgestellt.

Unabhängig davon, dass direkte Bürgerbeteiligung anders aussieht und anscheinend auch nicht von der Stadtverwaltung gewollt ist, entstehen durch die geplante Verkehrsführung mehr Probleme als gelöst werden. Das Verkehrsaufkommen in Werden wird zukünftig eher zunehmen, wobei durch die dreispurige Verlagerung des Verkehrs auf die Abteistraße voraussichtlich neue Stauquellen geschaffen werden.

„Dabei gäbe es eine wesentlich kostengünstigere und effizientere Lösung Werden zu entlasten und den Verkehrsfluss zu sichern“, betont Boris Vorholt, sachkundiger Bürger der Fraktion PARTEI-Piraten. „Durch eine zweispurige Verkehrsführung über die Brückstraße in Richtung Stadtmitte und einer gleichzeitigen Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde könnte nicht nur der Verkehr schneller durch Werden geleitet werden, sondern auch die Belastung für die Anwohner spürbar gemindert werden.“

Andernfalls ist keine Verminderung der Geräusch- und Schadstoffemission zu erwarten, die einige Anwohner derzeit bereits über Gebühr belasten. Zudem ist abzusehen, dass die geplanten 6 Millionen Baukosten nicht ausreichen werden und die Baumaßnahmen über Jahre Verkehrsteilnehmer und Anwohner behindern werden.

(ü. Pm.  PARTEI-Piraten)

GOPs Clowns Company entert Weiße Flotte

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Essen. Juni, Sommer, Sonnenschein – das lädt zu einem Ausflug ein! – dachte sich das Ensemble aktuellen GOP Show-Produktion „Die Clowns Company“ und machte sich auf zum Baldeneysee, um ein Schiff der „Weißen Flotte Baldeney“ zu entern. Allabendlich stehen die 13 Künstler
im GOP auf der Varieté Theater-Bühne und stechen in der
Kreuzfahrtschiff-Kulisse artistisch und komödiantisch in See. Allen voran Eduardissimo, Hauptakteur und Regisseur der aktuellen Show. Heute ging er mit seiner Company unter strahlend blauem Himmel auf große Fahrt.
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Doch vor dem Vergnügen lag der Schweiß. Die Meute musste die Flotte erst flott machen. Das heißt schrubben, wienern, Fahnen hissen. Bei diesem Ensemble wurde daraus das reinste Spektakel und das humorvolle Chaos war vorprogrammiert. Bis das Schiff am Ende tatsächlich ablegen konnte, wurde an Bord so einiges aufgemischt. Franz-Josef Ewers, Geschäftsführer Weiße Flotte Baldeney GmbH, nahm es gelassen und spendierte der fleißigen Crew am Ende Stärkung aus der Kombüse.
Fotos: GOP

Die Clowns Company ist noch bis 5. Juli 2015 im GOP Varieté-Theater,
Rottstr. 30, 45127 essen, www.variete.de

(ü. Pm. GOP, Foto: GOP)

Thomas Kufen: Bürger AG für den Baldeneysee

Anlässlich der morgigen Gründungsveranstaltung der Interessensgemeinschaft „Baden in der Ruhr“ erklärt Thomas Kufen MdL, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Ganz klar, das Schwimmen im Baldeneysee und in der Ruhr muss so schnell wie möglich kommen. Da die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wasserqualität bereits seit über einem Jahr vorliegen, hätte ich mir für die Bürgerinnen und Bürger bereits in diesem Sommer eine Lösung gewünscht. Darüber hinaus müssen aber auch rund um den Baldeneysee endlich Taten folgen. Nachdem der Rat der Stadt auf Initiative der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Situation am Baldeneysee bereits im September 2011 ein „Entwicklungskonzept Baldeneysee“ in Auftrag gegeben hat, hat sich die Situation am See nicht wesentlich verbessert. Für die Belange und Fragen rund um den Baldeneysee brauchen wir einen einheitlichen Ansprechpartner. Es geht um regelmäßigen Grünschnitt, bessere Beschilderung, saubere Toilettenanlagen, Beseitigung von Müll und Unrat, bessere Parkplatzsituation, Wander- und Radfahrkonzepte sowie angemessene Beleuchtung. Das sind viele kleine aber wichtige Baustellen. Darum könnte sich eine „Bürger Aktiengesellschaft“ kümmern. Die Idee hierbei ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger, Anrainer und Seenutzer sowie die Stadt mit dem Oberbürgermeister an der Spitze gemeinsam in einer Bürger AG für den See engagieren und gemeinsam über die Verwendung der eingeworbenen Mittel entscheiden. Jeder Euro aus der Baldeneysee-Aktie wird auch für die Attraktivität des Sees eingesetzt.“

(ü. Pm. CDU-Essen)