Sturm stört den Bahnverkehr erheblich. Nahverkehr vorübergehend komplett eingestellt


Sturm stört den Bahnverkehr erheblich. Der Nahverkehr vorübergehend komplett eingestellt. Starke Beeinträchtigungen im Fernverkehr (Düsseldorf, 31. März 2015)
Aufgrund der Vielzahl der Streckenbeeinträchtigungen durch den Sturm „Niklas“ wird der Nahverkehr von DB Regio in ganz Nordrhein-Westfalen ab 11 Uhr für heute vollständig eingestellt.
Im Fernverkehr fahren weiterhin einzelne Züge.
Wir empfehlen allen Reisenden sich im Internet über
Ihre Reise zu informieren.
Informationen zur aktuellen Betriebslage können unter www.bahn.de/aktuell
oder unter m.bahn.de abgerufen werden. Weitere Informationen gibt es auch unter der Hotline01806 996633 (20 ct/Anruf a d Festnetz, Mobil max. 60 ct/Anruf) oder im Internet unter www.bahn.de.
(stk., ü. Pm. Deutsche Bahn AG)

Rat der Stadt Essen verstummte, Politiker agierten als Pantomimen

tonlosDie Stadt Essen hat lange gebraucht, um sich zu einer Netzübertragung ihrer Ratssitzungen durchzuringen. Seit ihrer Einführung und der Arbeitsaufnahme durch einen Dienstleister gab es wohl schon mal kleinere Pannen. Doch am letzten Mittwoch (25. 3. 2015), dem „Ratstag“ in Essen, blieb inmitten wichtiger Passagen und Antragsvorlagen der Ton weg. Die Politiker agierten als tonlose Pantomimen vor ihren Wählern, von denen sicher einige mit großer Spannung vor den Schirmen gesessen haben dürften.

Immerhin gab es eine spannende Liste abzuarbeiten. Millionenverluste, Skandale und Flüchtlingsprobleme, wie auch unter den letzten Terminen so elementare Fragen wie nach der Ganztagsbetreuung in Schulen. Der Ton war weg, und auch schnelle Nachfrage nach möglichen Mithörern bestätigte die Wortlosigkeit der Kommunalpolitik. „Eine einfache technische Störung,…“ interpretierte das Presseamt, dieses Argument ließen aber nicht alle Politiker gelten. Immerhin waren es über zwei Stunden ohne Öffentlichkeit. Schnell steht die Frage im Raum, ob eine willentliche Beeinflussung die Abschaltung erzwungen hätte. Wir wollten es etwas genauer wissen und befragten das Essener Presseamt. Die Antwort der Stadtsprecherin Nicole Mause hierzu:

Sehr geehrter Herr Steinsiek, Sie hatten Fragen zu den technischen Problemen bei der Übertragung der gestrigen Ratssitzung gestellt. Derzeit kann ich nur soviel sagen: Sofort nachdem mir die Störung bekannt wurde, habe ich mich mit dem von uns beauftragten externen Dienstleister auf die Suche nach dem Fehler begeben. Leider konnten wir ihn weder gestern, noch bis zum jetzigen Zeitpunkt finden. Fakt ist, dass das Video mit Bild und Ton ins Netz eingespeist worden ist. Darüber hinaus haben wir inzwischen die Erkenntnis, dass der Ton bei (sehr) vielen, aber nicht bei allen Zuschauern gestört war. Insofern können wir derzeit weder erklären, warum der Ton zeitweilig, aber offenbar nicht überall ausgefallen ist, noch können wir erklären, warum der Ton irgendwann wieder zu hören war. Der Dienstleister und meine Mitarbeiter suchen mit Hochdruck nach der Ursache des Problems. In den nächsten Tagen wird der Dienstleister die Aufzeichnung der Ratssitzung online stellen. Nach seinen Angaben wird diese Aufzeichnung durchgehend über Bild und Ton verfügen. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Nicole Mause

Wir haben da noch so einige Fragen in der Warteschlange:

1. ab wann hatte das Presseamt Kenntnis vom Ausfall?

2. Wurde der moderierende OB direkt informiert?

3. Wir hätten auch gerne eine genaue technische Bestimmung wie das gehen soll… Video und Tontrennung können nur manuell vorgenommen werden, Tonaufnahmen werden eigentlich von der gewerblichen Firma aktiv begleitet, die eigentlich auch eine Rückmeldung hätte vornehmen müssen.

4. Wird die Stadt wegen der nichterbrachten Leistung eine Honorarminderung (immerhin bezahlt die Verwaltung mit Steuergeldern, da sie diesen einfachen technischen Transfer trotz einer personell gut besetzten Presseabteilung nicht selbst erbringt…) einfordern?

5. Warum wurde einem nachfragenden Ratsmitglied von der Verwaltung während der Sitzung mitgeteilt, es liefe alles normal? Also, ob die Stadtverwaltung wieder ihre Sprachfähigkeit erlangt? Wir Bürger wüssten es gerne. Und bitte nicht mit mit einer verkürzten Floskel, die zur Mythenbildung einlädt.

(stk., Foto: erle, auf dem Foto Ratsfrau Jujol, die ebensowenig wie andere Redner zu vernehmen war.)

Arosa plant Neuerungen nach Besitzerwechsel

Foto Hotel Arosa bei NachtDas Hotel Arosa ist ein Fixpunkt der Essener „Rü“. Nach einem Besitzerwechsel soll das Haus neuen Schwung bekommen. Was der Neubesitzer plant, ließ er uns heute in einer Pressemeldung wissen. In der zweiten Aprilhälfte werden wir in einem Gespräch die Situation an der Rü erörtern.

Hier die heutige Meldung:

„REVITALISIERUNG DES ,,HOTEL AROSA‘‘
Neuer Eigentümer plant umfangreiche Veränderungen
Das Gebäude Rüttenscheider Straße 149-151, welches jedem Essener Bürger als „Hotel Arosa“ bekannt ist, hat einen neuen Eigentümer: die am Baldeneysee in Essen ansässige MARX City Investor GmbH & Co. KG hat das Gebäude gekauft und plant eine umfangreiche Revitalisierung.
„Als der Makler uns das Objekt vor gut einem Jahr vertraulich zum Kauf angeboten hat, waren wir sofort ernsthaft interessiert, da wir 2 Häuser weiter auf der Rüttenscheider Straße bereits 2006 eine Immobilie erworben haben und daher das Gebäude Rüttenscheider Straße 149-151 und die Umgebung gut kennen und von der Standortqualität überzeugt sind“, erläutert Geschäftsführer Gunnar Marx die Gründe, die seine Gesellschaft zum Ankauf veranlasst haben.
„Leider hat noch vor Unterzeichnung des Kaufvertrages einer der Hauptmieter des Gebäudes, die Firma Baedecker/Thalia der Douglas-Gruppe, den bestehenden Mietvertrag gegenüber den alten Eigentümern gekündigt, was wir sehr bedauern, da wir mit der Douglas-Gruppe an anderen Stellen bereits mehrere Mietverhältnisse haben und diesen Mieter extrem wertschätzen. Wir haben deshalb sehr darum gekämpft, dass Thalia nach Eigentumsübergang doch als Mieter in der Liegenschaft verbleiben möchte, aber dieser Zug war leider bereits abgefahren.“, so Gunnar Marx weiter. Natürlich gibt es eine große Nachfrage nach dieser Fläche, da sich das Ladenlokal in sehr guter Lage der Rüttenscheider Straße befindet. „Die Rüttenscheider Straße ist die einzige Vorort-Lage im Ruhrgebiet, die einzelhandelsmäßig noch funktioniert und durch die Neuansiedlung von interessanten Konzepten wie Brecklinghaus, VIOLA´s, „Der Filetshop“ (Eröffnung im April) sogar weiter an Attraktivität gewinnt. In Rüttenscheid stimmt einfach der Mix: gute Gastronomie, exklusive Fachgeschäfte, ein guter Wochenmarkt und bekannte Filialisten bieten ein einmaliges Angebot, was es sonst im Ruhrgebiet (leider) nicht (mehr) gibt und die Leute zum Einkaufen anzieht. Alle anderen Vororte im Ruhrgebiet verlieren deutlich durch den zunehmenden Konkurrenzdruck, der in erster Linie vom Onlinehandel, aber auch von der ständig wachsenden Zunahme von weiteren Verkaufsflächen durch neue Shopping-, Fachmarkt- und Outletcentereröffnungen, hervorgerufen wird.“, so lautet die Standortanalyse für Rüttenscheid in Kurzform von Herrn Marx.
Dementsprechend groß ist auch die Nachfrage von potentiellen Mietinteressenten für die ehemalige Thalia-Fläche. „Wir sprechen mit den unterschiedlichsten Branchen über die Neuvermietung des ca. 650 m² großen Ladenlokals: Textileinzelhandel, Lebensmittelfachgeschäft mit kleiner integrierter Gastronomiefläche, eine Bank sowie mehrere Systemgastronomen interessieren sich für die Fläche. Bei der Wahl des Mieters werden wir uns Zeit lassen und unsere bundesweit gültige Philosophie wie immer umsetzen – wir vermieten grundsätzlich nie an den Mieter, der die höchste Miete bezahlt, sondern wir entscheiden uns immer für den Mieter, der den Branchenmix des jeweiligen Standortes ergänzt und ein für den Kunden attraktives Konzept hat, welches zukunftsfähig ist. Mit unserem Wunschpartner sind die Gespräche bereits sehr weit fortgeschritten.“, sagt Gunnar Marx.
Das Restaurant „Wafi Orient“ im UG wurde von den Betreibern geschlossen – eine Neuvermietung ist nicht in Sicht. „Bei einem Restaurant im Keller ohne Tageslicht winken die meisten Interessenten immer ab – wir werden uns Gedanken um eine anderweitige Verwertung der Fläche machen müssen und haben auch schon gute Ideen dazu entwickelt“, ist das Fazit aus den bisherigen Vermietungsbemühungen des Restaurants im UG.
Auch bezüglich der derzeitigen Flächen des ,,Hotel Arosa‘‘ laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Sowohl internationale Hotelketten, als auch nationale Hoteliers sind an den Räumen interessiert. Gunnar Marx erklärt offen: „Als wir das Gebäude gekauft haben, hatten wir lediglich rudimentäre Kenntnisse vom Hotelmarkt. Unsere Stärke ist unser Know How im Bereich von Einzelhandel und wir haben das Gebäude aufgrund des guten Einzelhandelsstandortes erworben. Für die Nutzung der Obergeschosse hatten wir beim Kauf im Hinblick auf die zukünftige Betrachtung an Wohnnutzung oder Büro gedacht. Umso positiver waren wir überrascht, als wir überdurchschnittliche Nachfrage von Interessenten aus der Hotelbranche unaufgefordert verzeichnen konnten. Auch der jetzige Betreiber, Libertas Essen GmbH, ist an uns herangetreten, um den Vertrag langfristig zu verlängern. Da wir grundsätzlich nie einen Bestandsmieter „vor die Tür setzen“ ist der derzeitige Pächter natürlich unsere erste Wahl. Vor dem Hintergrund, dass viele Mitarbeiter dort in dem Hotel arbeiten und langfristig einen sicheren Arbeitsplatz benötigen, haben wir uns extrem gestreckt, um eine wirtschaftliche Basis zu finden, mit der der derzeitige Pächter gut leben kann. Am 25.03.15 haben wir mit den beiden Geschäftsführern der Libertas GmbH, Andreas und Manfred Brennfleck, ein Verhandlungsergebnis erzielt, von dem wir glauben, dass dieses umgesetzt werden kann. Natürlich sind noch viele Punkte im Detail zu klären, aber wir glauben, dass wir hier auf der Zielgeraden sind.“ Eine langfristige Verlängerung des Pacht-/Mietvertrages zieht beidseitige Investitionen in das Gebäude nach sich, die Veränderungen bedeuten, über die zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts verraten werden kann.
Im Rahmen der Revitalisierung wird auch die Integration einer Tiefgarage ins UG geprüft – aktuell befinden sich dort Kegelbahnen, die seit 20 Jahren nicht mehr genutzt werden. Parkraum in Rüttenscheid ist sehr knapp und daher wertvoll. Ob allerdings die Umbaumaßnahme für eine Tiefgarage tatsächlich finanziell darstellbar ist, hängt von der Anzahl der Stellplätze ab, die wir bei einem Umbau des UG tatsächlich schaffen können. Diese Prüfung läuft derzeit noch.
„Die auffällige bunte LED Beleuchtung an der Fassade möchten wir auf jeden Fall erhalten – diese Idee des Voreigentümers finden wir sehr gut, da es dem Gebäude ein Alleinstellungsmerkmal gibt und es jeder Essener Bürger so kennt.“, so Gunnar Marx. Im EG ist geplant, alle Fassaden zu erneuern, um attraktive Einzelhandelsflächen zu schaffen. Weitere Umbaumaßnahmen sind geplant, über die zu einem späteren Zeitpunkt berichtet wird.“

(stk., u. ü.Pm. Hotel Arosa, Foto: Arosa)