„Messe der Behörden“ im 2. Jahr zu Gast im Essener Rathaus

Wenn von Arbeitsplätzen bei Behörden die Rede ist, weckt dies bei vielen noch immer die Assoziation der „verstaubten Amtsstuben“. Bei der 2. Messe der Behörden am Dienstag (27.6.) im Foyer des Essener Rathauses konnten Interessierte feststellen, wie attraktiv und modern Ausbildung, Studium und Beruf im öffentlichen Dienst tatsächlich sind. Insgesamt stellten 18 Behörden ihre Angebote vor.

Die Messe war mit über 600 Besucherinnen und Besuchern sogar noch erfolgreicher als im letzten Jahr, als knapp 550 Interessierte kamen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Messe, auf der sich auch die Stadt Essen als zukünftiger Arbeitgeber präsentierte: „Was Ausbildung und Beruf angeht, sind wir bei der Stadt auf dem neuesten Stand“. Die Stadtverwaltung Essen biete ihren Beschäftigten vielseitige, interessante und anspruchsvolle Aufgaben. „Bei allen unseren Ausbildungs- und Studienplätzen legen wir viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung“, so das Stadtoberhaupt.

Die Stadt Essen stellte ihre zahlreichen Angebote für Ausbildung und Studium an mehreren Ständen vor. Insgesamt bildet die Stadt Essen in 20 Berufen aus und bietet zehn verschiedene Bachelor-Studiengänge an. Seit 2015 haben zusätzlich auch Quereinsteigern mit Berufserfahrung und/oder Studienerfahrung die Möglichkeit, auf drei Wegen mit einem verkürzten Einstieg in den Verwaltungsdienst zu kommen.

Auch das JobCenter Essen war mit einem Stand vertreten und lud 160 Kunden ein, sich über die verschiedenen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Um die Jugendlichen auf der Messe zu beraten und zu betreuen waren zwei Arbeitsvermittler und eine Teamleiterin des JobCenters auf der Messe vor Ort.

Folgende Behörden haben ihre Angebote vorgestellt:

  • Bezirksregierung Düsseldorf,
  • Bundesagentur für Arbeit,
  • Bundeswehr,
  • Finanzamt NRW,
  • Information und Technik NRW,
  • Justizbehörden Essen,
  • Justizvollzugsanstalt Essen,
  • Knappschaft Bahn See,
  • Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW,
  • Landessozialgericht NRW,
  • Polizei NRW,
  • Regionalverband Ruhr,
  • Stadt Essen,
  • Zoll.

Foto: Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnet die 2. Messe der Behörden für Ausbildung, Studium und Beruf im Rathausfoyer. Foto: Peter Prengel

Oberbürgermeister Kufen prämiert Kunstwerke zum Europäischen Gedanken

Brexit und aufkeimende Europafeindlichkeit: Im Rahmen des Bundesprojektes „Demokratie leben!“ hat der Jugendausschuss, „Youth Movement“, einen Schulwettbewerb ins Leben gerufen.

Der Wettbewerb mit dem Titel „Ey yoU – Schülerinnen und Schüler denken Europa“ richtete sich an Essener Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Das Ziel: Die jungen Menschen sollten mit Hilfe verschiedener Medien aufzeigen, was ihnen der europäische Gedanke bedeutet.
Gestartet ist der Wettbewerb am 27. März 2017 und soll künftig jährlich ausgeschrieben werden. Am kommenden Sonntag, 2. Juli, ab 13:30 Uhr sollen die 18 Einsendungen, darunter selbstgedrehte Filme, Powerpoint-Präsentationen, Fotobeiträge, selbstgestaltete Plakate und Skulpturen, ausgestellt und die eindringlichsten Werke prämiert werden.

Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie die beiden Sängern Seb Campos und Dan Brown der Musikgruppe Banda Senderos werden die Werke prämieren – passend zur Kundgebung von „Pulse of Europe“ vor der Philharmonie Essen.

Den Gewinnerinnen und Gewinnern winkt eine Studienfahrt nach Brüssel.

Zukunft Grugabad: Ideensammlung startet gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern

Das im Sommer 1964 eröffnete Grugabad gehört mit zu den besonderen Sportstätten in Essen und der gesamten Metropolregion. In den Anfängen konnten rund 350.000 Besucher pro Jahr gezählt werden, über die Jahre hat sich das Bad zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung rund um die Schwimmkultur im „Revier“ entwickelt. Heute hat sich das Sport- und Freizeitverhalten geändert. Das Grugabad erreicht längst nicht mehr die Besucherzahlen aus den Hochzeiten des Schwimmbetriebes. „Mit einem festgestellten Sanierungsbedarf von rund 15 Millionen Euro und rückläufigen Besucherzahlen bleibt deshalb die Frage, wie wir uns die Zukunft des Grugabades vorstellen können“, so Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Ganz bewusst wollen wir deshalb jetzt ein breites Beteiligungsverfahren initiiert, welches bis zum Herbst 2017 durchgeführt und eine Ideensammlung von Experten und der Bürgerschaft hervorbringen wird.“

Los geht es nun mit ergebnisorientierten Workshops und öffentlichen Foren, bei denen gemeinsam mit Experten die Chancen, Perspektiven und Leitideen für die größte, zusammenhängende Freibadfläche in Essen herausgearbeitet werden. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen per E-Mail einreichen. Die Beteiligung beginnt mit dem ersten Workshop und dem Forum „Impulse“ am 29. Juni 2017.

Ziel ist es, eine ergebnisoffene und breite Diskussion auf Augenhöhe zu schaffen, wichtige Anregungen und Ideen aufzunehmen und mit den erarbeiteten und diskutierten Erkenntnissen die weiteren Schritte zu planen.

Zu den drei Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Hier wird jeweils in drei moderierten Teams konkret an den Ideen zum Grugabad gearbeitet. Anmeldungen zu der gesamten Workshopkette am 29. Juni 2017 und am 14. und 15. September 2017 (Anmeldeschluss 22.06.2017) können ab sofort unter der angegebenen Internetadresse www.essen.de/stadtplanung erfolgen. Die Kapazitäten sind begrenzt. Unter der Internetadresse sind auch alle Termine und Informationen zum Beteiligungsprozess abrufbar.

Die Teilnahme an den Foren 1 bis 3 ist öffentlich und ohne Anmeldung möglich. Diese dienen zur Vorstellung von Vorbildprojekten und Diskussion der konkreten Ideen für das Essener Grugabad mit einem ständigen Informationsaustausch zwischen den Experten und Moderatoren und der Öffentlichkeit.

Ideen können auch per E-Mail eingereicht werden: grugabad_essen@fsw-info.de

Termine im Überblick:

  • FORUM 1 – IMPULSE
    (ÖFFENTLICH)
    29.06.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 1 (nur mit Anmeldung)
    29.06.2017 | 14 bis 18 Uhr
  • FORUM 2 – IDEEN
    (ÖFFENTLICH)
    14.09.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 2 (nur mit Anmeldung)
    14.09.2017 | 10 bis 18 Uhr
  • FORUM 3 – PERSPEKTIVE
    (ÖFFENTLICH)
    19.10.2017 | 18 Uhr
    Forum 3: Foyer Erdgeschoss Congress Center West;
  • WORKSHOP 3 (nur mit Anmeldung)
    15.09.2017 | 10 bis 15 Uhr

Essens Oberbürgermeister lädt ein paar Kollegen für über 2600 Euro zum Essen ein

Oberbürgermeister Thomas Kufen gilt als volksnah und ums Wohl seiner Bürger bemüht. Wie durch den Essener Journalisten Pascal Hesse in einem Beitrag der Bild-Zeitung public wurde, galt des Oberbürgermeisters Wohlwollen auch allen Parteivertretern der Stadt, die bei einer Zusammenkunft des Deutschen Städtetages in Nürnberg weilten. Kufen, zwar nicht anwesend, lud diese in ein Luxusrestaurant und die 10 Essener ließen es sich mal so richtig gut gehen… 2665 Euro kamen als Rechnung zusammen. Letztlich vom OB aus privater Schatulle bezahlt, doch verweist der recherchierende Journalist darauf, dass dies auch eine Reaktion auf das Bekanntwerden der Sause sein konnte. Wie auch immer, solch tolle Geschenke kann dauerhaft auch kein OB-Gehalt vertragen und ans private Vermögen muss es auch nicht gehen, denn wir haben einmal vor Ort hier in Essen recherchiert und können dem OB für weitere Einladungen preiswertere Empfehlungen aussprechen. Die Essener Wirtschaft kann Umsatz gebrauchen, nicht nur auf Kulinarischen Meilen mit ihren Häppchen-Angeboten. Und wenn die Gäste dann ohnehin alle Essener sind, sozusagen aus der gleichen Firma, dann böte sich doch etwas Lokalpatriotismus an.

Wir suchten das GOP für den Oberbürgermeister aus, eine der feinsten Adressen in Essen, jetzt auch mit einem frisch pickfein künstlerisch gestaltetem Parkhaus der Allbau. Da dürfte die Anfahrt nicht schwer fallen.

GOP-Geschäftsführer Mike Bomheuer machte uns ein Angebot:

Also Oberbürgermeister Kufen könnte hier in Essen gut 20 Politiker und 10 Journalisten, letztere wegen der Transparenz, fürs gleiche Geld auf höchstem Niveau beköstigen. Essens Gastronomen würden sich sicherlich freuen.

Das GOP bietet sauberste Lösungen, ob Vegan, Fisch oder Fleisch und eine Bühne mit Seelenmassage auf Weltniveau.

Ständig wechselnden Programmen, wobei die derzeit laufende Show Kawumm von einer ergreifenden Respektlosigkeit gegenüber aller Spießerei ist, dass man sie unbedingt gesehen haben sollte. Es gibt Berichte, nach denen sich Essens OB in der Erstvorstellung herzlich amüsiert haben soll.

Natürlich lässt es sich im Hause auch feiern bis zum Abwinken.

Seit September letzten Jahres ist das Parken in der Tiefgarage Kastanienhöfe im 2016 fertig gestellten Allbau-Komplex Kastanienhöfe an der Rottstraße möglich.
Die „Optischen Illusionen in der Tiefgarage Kastanienhöfe“ wurden von Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group GmbH & Co. KG, Timo Wilhelmi – Malermeister und Stefan Bonacker – Druck- und Medientechnik Bonacker gestaltet. In Zusammenarbeit mit der Allbau AG als Eignerin gelang so die optische Einstimmung auf das Ambiente des GOP.

Einweihung am 9. 6. 2017

Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group

Und zu guter Letzt, das GOP ist im Grünen Hauptstadtjahr auch vom Rathaus her umweltfreundlich fußläufig erreichbar. Thomas Kufen könnte bei seinem gedrängten Terminplan so auf kurzem Weg als Sponsor sein Gesicht zeigen.

(stk.)

Das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv stellt seine Findmittel online

„Quod non est in actis, non est in mundo“ – Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt, wussten schon die alten Römer. Heute gilt: Was nicht im Internet präsent ist, ist nicht in der Welt.

Auf die neuen vielfältigen Möglichkeiten der Internetrecherche und die damit verbundenen Interessen und Ansprüche der Benutzerinnen und Benutzer hat das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv nun reagiert. In einem aufwändigen Prozess, an dem auch das Essener Systemhaus (ESH), das Rechtsamt und das Amt für Geoinformation der Stadt Essen beteiligt waren, konnten nun mehr als 120.000 Verzeichnungseinheiten der Archivalien (Akten, Urkunden, Plakate, Flugblätter, Fotografien et cetera) ins Netz gestellt werden.

Allen an der Essener Stadtgeschichte Interessierten wird so die bequeme Recherche am eigenen PC ermöglicht. Zu finden ist die Datenbank auf der Homepage des Hauses der Essener Geschichte/ Stadtarchiv unter dem Punkt „Archiv und Bestände„. Dort gibt es eine Stichwortsuche, die Findbücher von einzelnen Beständen können aufgerufen oder die Archivalien für einen bestimmten Zeitraum ausgewählt werden.

Darüber hinaus werden 5.000 Plakate, 10.000 Fotografien, 1.500 Postkarten und mittelalterliche Urkunden präsentiert, die sicherlich bei den Lokalhistorikerinnen und -historikern großen Anklang finden werden. Sie können aber ebenso von der Forschung ausgewertet oder beispielsweise im Geschichtsunterricht für Schülerinnen und Schüler verwandt werden.

Oberbürgermeister Thomas Kufen, der die Datenbank am 8. Juni feierlich „freischaltete“, lobte das umfangreiche Angebot als einen Meilenstein in der Arbeit des Hauses der Essener Geschichte/ Stadtarchiv. Mit der inhaltlichen Breite, der Qualität und dem Umfang der präsentierten Bestände ist der Internetauftritt führend im Vergleich zu ähnlich strukturierten Archiven. Er wird ständig ausgebaut und durch neu gescannte Archivalien erweitert werden.

Es ist davon auszugehen, dass durch dieses Angebot die Benutzung der städtischen Archivalien steigen und das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert sein wird.

(ü. Pm., Foto: Stadtarchiv)

B 224 Werden Interessengemeinschaft sendet offenen Brief an OB Kufen

In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister von Essen artikuliert sich die Interessengemeinschaft B 224 Werden:

Herrn                                                                                                                                                       Oberbürgermeister                                                                                                                               Thomas Kufen
Oberbuergermeister@essen.de

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
am 25.4.2017 haben wir nachgewiesen, dass die gleich hohe grenzwertüberschreitende Stickstoffdioxidkonzentration (NO 2) in Abtei- und Brückstraße die geplante Verkehrsverlagerung unmöglich macht.
Doch sowohl die bereits im Rahmen der Verkehrsuntersuchung Ortskern Essen-Werden Juni 2012 von den Gutachtern ermittelten Lärmwerte, als auch im aktuellen Lärmaktionsplan ermittelten Lärmpegel für die Abteistraße, lassen dies ebenfalls nicht zu.
Auf der Seite 14 oben stellen die Gutachter fest, dass:  “ Tagsüber liegt die Lärmbelastung direkt an der B224 bei >75 dB (A) und auch in den Seitenbereichen ist die Belastung vergleichsweise hoch“.
Im aktuellen Lärmaktionsplan liegt der Lärmpegel in der Brückstraße bei 74,6 – 81,75 dB(A) und in der Abteistraße bei 72,4 – 79,0 dB(A).
Das nts-Gutachten hat die Immissionsgrenzwerte entsprechend den Ausweisungen der Durchführungspläne von Anfang 1960 für die Brückstraße mit 64 dB(A) am Tag und mit 54 dB(A) in der Nacht und die für die Abteistraße mit 59 dB(A) am Tag und mit 49 dB(A) in der Nacht ermittelt. Laut nts-Gutachten (Seite 5) entsprechen mindestens 3 dB(A) einer Verdopplung/ Halbierung des Verkehrsaufkommens.                                                                                                                       Um das ehrgeizige Ziel des Lärmaktionsplanes zu erreichen, müssten die derzeitigen Verkehrsbelastungen mehrfach halbiert werden.
Ziel des aktuellen Lärmaktionsplans aber ist: “Beim Neubau von Straßen sollen bei städtischen Bauleitverfahren mindestens bei Krankenhäusern, Schulen, Kurgebieten, reinen und allgemeinen Wohngebieten die freiwilligen Lärmziele der Bewerbung der „Grünen Hauptstadt Europas“ von 55 dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht angestrebt werden“.
Um die Grenzwerte zu erreichen, müssten die ermittelten Lärmpegel von im Mittel 75 dB(A) für beide Straßen um 11 bzw. – 16 dB(A) laut Lärmaktionsplan sogar um 20 dB (A) gesenkt werden.
Mit dem Einbau von LOA (Lärm optimierter Asphalt) kann eine Minderung von 3 dB(A) erreicht werden, verbleiben 8 – bzw. 13 dB(A), bzw. 17 dB(A) laut Lärmaktionsplan in Brück- und Abteistraße.
Die Immissionsgrenzwerte werden dann immer noch mit 8 bzw. – 13 dB(A), bzw. 17 dB(A) laut Lärmaktionsplan, deutlich überschritten.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Folgt man den Zahlen des Lärmaktionsplans, dann hat der Verkehr nicht ab, wie von den Gutachtern angenommen, sondern erheblich zugenommen.
Die Verkehrsuntersuchung/Verkehrszählung, zurzeit umfänglicher Kanalbaumaßnahmen, hat für die Brückstraße ein Verkehrsaufkommen in Höhe von 16.116 DTVw (durchschnittlicher Verkehr an Werktagen) ermittelt. Der Lärmaktionsplan geht von 27.200 DTVw  (24.930 DTV = durchschnittliches Verkehrsaufkommen übers Jahr gerechnet) in der Brückstraße aus.
Für die Abteistraße hat die Verkehrsuntersuchung/Verkehrszählung zurzeit umfänglicher Kanalbaumaßnahmen ein Verkehrsaufkommen in Höhe von 15.809 DTVw (durchschnittlicher Verkehr an Werktagen) ermittelt. Der Lärmaktionsplan geht von 20.600 DTVw (durchschnittlicher Verkehr an Werktagen) (bzw. 18.900 DTV= durchschnittliches Verkehrsaufkommen übers Jahr gerechnet) in der Abteistraße aus.                                                                                                                               Laut dem Gutachter Helmert liegen die DTV – Werte um 9 – 10% unter den DTVw-Werten.
Der DTVw – Wert laut Lärmaktionsplan 2017 für die Brückstraße liegt bei 27.200 DTVw Verkehrsbewegungen pro Werktag. Diese Werte, laut Lärmaktionsplan, treffen jedoch nur auf die Verkehrsbewegungen auf dem Abschnitt der Brückstraße zwischen Propsteistraße und Heckstraße, nicht aber für die Brückstraße zwischen Heck- und Grafenstraße, zu.
Im unmittelbaren Vergleich der betroffenen Einwohnerzahl in Brück- und der Abteistraße zwischen Markt und Gustav – Heinemann-Brücke gibt es keine gravierenden Unterschiede.
Der Verkehr hat offensichtlich zu – und nicht, wie von den Gutachtern in der Verkehrsuntersuchung angenommen, abgenommen. Auch die aktuelle Bevölkerungsentwicklung widerspricht der Annahme der Gutachter, dass die Bevölkerungszahlen zurückgehen.
Die Gutachten sind veraltet.
Ob die weitere Annahme der Gutachter, dass die A 44 Spange zwischen Velbert Nord und Ratingen Ost zwar Mehrverkehr auf der Heidhauser Str. und eine geringe Entlastung für den Ortskern von Werden bringt, wird sich, wenn überhaupt, voraussichtlich erst 2020 zeigen.
Sie, Herr Kufen, unterstützen eine weitere Zunahme der Verkehrsbelastung und nehmen gesundheitliche Schäden für die Betroffenen billigend in Kauf.  Die Lärmpegel werden in einer Höhe von 4 m über Gelände gemessen.   Der gesundheitsgefährdende Lärm trifft den Bürger direkt und stärker im Bürgersteigbereich. Sie wägen die Interessen der betroffenen Bürger nicht gerecht ab und missachten rechtsgültige Verordnungen.
Herr Kufen setzen Sie sich für sinnvolle Alternativen (Umfahrung) ein.                 Stoppen Sie diesen Unsinn, bevor es Gerichte tun.
Mit freundlichem Gruß
Rita Boegershausen                                                                                                                                www.b224werden.de

Verbraucherzentrale in Essen – Wegweiser zu Recht und Rat

Online shoppen, via Smartphone bezahlen, per Mausklick einen Kredit aufnehmen: Verbraucherprobleme im digitalen Konsumalltag bestimmten die Arbeit der Verbraucherzentrale in Essen im vergangenen Jahr. Neue Themen, ohne dass die Dauerbrenner wie Drücker an der Haustür oder einschüchternde Inkassoforderun-gen auf dem Rückzug gewesen wären. Für 20.204 Ratsuchende war die Beratungsstelle an der Hollestr. 1 2016 Wegweiser zu Rat und Recht.

„Die Verbraucherzentrale Essen ist auch in diesem Jahr wichtige Anlaufstelle und Ratgeber für viele Bürgerinnen und Bürger gewesen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Der Verbraucheralltag ist oft unübersichtlich. Viele wichtige Informationen lassen sich nur im Kleingedruckten oder auf versteckten AGB-Seiten im Internet finden. Umso besser, dass es bei der Verbraucherzentrale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gibt, die eine Rechtsberatung bieten, vor Übervorteilung schützen oder dabei unterstützen, unberechtigte Forderungen durch beispielsweise vorgetäuschte Klicks abzuwenden.“

Unter dem Motto „Achtung: Täuschend echt!“ hat die Verbraucherzentrale vor Fake-Shops gewarnt, die im Netz mit verlockenden Schnäppchenpreisen für Trendprodukte werben. Wer auf die Echtheit der Angebote vertraute und wie verlangt per Vorkasse bezahlte, sah häufig weder das Produkt noch das Geld je wieder.

Mal winkt eine Fitnessuhr als Gratisgeschenk, mal lockt ein Gewinnspiel zu Rou“tenplanern im Internet. Andernorts preist eine Onlineplattform unschlagbare Schnäppchen an oder sind vermeintliche Gratis-Kochrezepte nur einen Mausklick entfernt. Fast immer gemeinsame Zutat: Geschickte Täuschung, damit arglose Nutzer kostenpflichtige Bestellungen vornehmen oder in ungewollte Abos tappen. „Und gemeinsam ist den von Abzockern im Internet Geleimten, dass sie sich hilfesuchend an die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale wenden“, bilanziert Beratungsstellenleiterin Manuela Duda eine anhaltend hohe Nachfrage bei den Rechtsberatungen.

Da lockte die Seite „profi-kochrezepte.de“ mit ausgekochter Abzocke und dem Zugriff auf 20.000 Kochrezepte. Denn wer danach backen, kochen oder braten will, muss zuvor unter der Angabe persönlicher Daten einen „Zugang erwerben“. „Doch den Button ‚Jetzt anmelden‘ zu drücken, kam teuer zu stehen: Der Betreiber der Seite, eine ‚B2B Web Consulting GmbH‘, verschickte Rechnungen über fast 240 Euro. Und im folgenden Jahr wollte die Firma den Betrag noch einmal kassieren. Denn aus ihrer Sicht war mit dem Klick ein zwei Jahre laufender Vertrag zustande gekommen“, erläutert Manuela Duda, „tatsächlich gab es auf der In-ternetseite einen Hinweis auf den Vertrag – aber klein und unscheinbar in einem Fließtext am linken und rechten Rand. Danach richtete sich das Angebot nur an ‚Firmen, Gewerbetreibende, Vereine, Handwerksbetriebe, Behörden oder selbstständige Freiberufler‘. „In einem von der Verbraucherzentrale NRW angestrengten Verfahren hat das Oberlandesgericht Hamm der Abzocke Anfang 2017 einen Riegel vorgeschoben: Nach einem nun rechtskräftigen Urteil hat das Unternehmen gesetzliche Informationspflichten nicht erfüllt – wie zum Beispiel die klare und ver-ständliche Angabe des Preises. Dazu gehört auch, einen eindeutigen ‚Kaufen‘-Button zu präsentieren. Außerdem hätten Verbraucher über das bei Online-Verträgen zustehende Widerrufsrecht informiert werden müssen. Verbraucher, die sich angemeldet haben, müssen daher nicht zahlen. Dieses Beispiel zeigt, wie Rechtsberatung im Einzelfall und Aktivitäten zum generalisierenden rechtlichen Verbraucherschutz wirkungsvoll Hand in Hand gehen“, freut sich die Beratungsstellenleiterin über durchschlagenden Erfolg gegen Abzocke im Internet.

Das lange Warten auf uneingeschränkte Teilhabe am Zahlungsverkehr hatte 2016 ein Ende: Seit dem 18. Juni gibt es einen gesetzlich geregelten Rechtsanspruch auf ein Basiskonto für jedermann! Und dieser besteht auch für Asylsuchende und Flüchtlinge sowie für Obdachlose. Auch Negativeinträge bei der Schufa und finanzielle Schwierigkeiten sind kein legitimer Grund, die Einrichtung eines Basiskontos zu verweigern. Die Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale halfen den Betroffenen bei der Einrichtung des Basiskontos.

Informationen rund um den Wegfall der Roaming-Entgelte beim Surfen, Simsen und Telefonieren ins oder aus dem europäischen Ausland hat die Verbraucher-zentrale aktuell ebenso auf dem Radar wie einen Check, ob Banken sich bei der Vergabe von Verbraucherkrediten an die neuen gesetzlichen Vorgaben zur Kreditwürdigkeitsprüfung halten. Außerdem: Dass große Player unter den Anbietern bei nicht bezahlten Rechnungen mit eigenen Inkassobüros oder externen Dienstleistern ein einträgliches Geschäftsmodell mit dem Masseninkasso auf den Weg gebracht haben, hat die Verbraucherzentrale jetzt öffentlichkeitswirksam angeprangert. Nicht selten ist, dass für eine nicht eingelöste Lastschrift durchs Forderungsmanagement die doppelten Kosten fällig werden.

Für den Ausblick: 2017 startet die Verbraucherzentrale Essen jetzt mit „Get in“ einem Projekt, um geflüchtete Menschen fit für den hiesigen Konsumalltag zu machen. Die neue Bildungstrainerin vermittelt in Trainingseinheiten in Integrations-kursen etwa das kleine Einmaleins bei Handyverträgen oder Geldgeschäften.

(ü. Pm.)

Starkes Essener Bündnis für Familie bekräftigt am bundesweiten Aktionstag die nachhaltige Zusammenarbeit

„Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“: Das diesjährige Motto des Aktionstags der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ fällt beim Essener Bündnis bereits seit 2009 auf sehr fruchtbaren Boden – und machte es bundesweit bekannt.

Denn das Bündnis hat seinen Anspruch, Familie und Beruf in der Stadt Essen besser miteinander zu verbinden, erfolgreich auf starke Säulen gestellt: Essener Unternehmensverband e. V., IHK, Kreishandwerkerschaft, Stadt Essen, über 130 Unternehmen, Institutionen und eine Vielzahl engagierter Menschen haben das Vorhaben längst zu einem bestens funktionierenden Netzwerk ausgestaltet, das eine Vielzahl ganz praktischer Erfolge nachweisen kann.

Familienfreundliche Unternehmen auf der Überholspur
Gerade erst wieder konnte Oberbürgermeister Kufen, Vorsitzender des Kuratoriums des Essener Bündnis für Familie, mehrere Unternehmen für ihre familienfreundliche Personalpolitik auszeichnen. Dies geschieht im Rahmen des „Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen“, einem Zertifizierungsprozess, der gezielt auch kleine und mittlere Unternehmen anspricht und die Firmen mit der Hilfe des Netzwerks sowie einer erfahrenen Auditorin an ihrer Seite auf dem Weg in eine familienfreundliche Personalpolitik begleitet. Das Bündnis lädt interessierte und familienfreundliche Unternehmen ein, sich über den recht unkomplizierten Prozess zu informieren und eine Zertifizierung anzustreben. Bereits jetzt profitieren in Essen rund 14.000 Beschäftigte in zertifizierten Firmen.

Berufstätige Väter werden unterstützt
Zwei der vielen positiven und sich auch betriebswirtschaftlich rechnenden Effekte für die Unternehmen sind beispielsweise geringere Krankenstände und Vorteile bei der Bindung von und der Suche nach neuen Fach- und Führungskräften – denn Untersuchungen zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vielen Arbeitnehmern immer wichtiger wird. Das gilt auch für die Väter, die längst weniger arbeiten und mehr für die Familie da sein wollen. Deshalb hat sich das Essener Bündnis für Familie zusätzlich der „Väterkampagne“ des Landes NRW angeschlossen und das Thema „Berufstätige Väter in den Unternehmen stärken – partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern“ verstärkt mit in den Fokus der Bündnisarbeit aufgenommen.

Informations- und Dialogveranstaltungen bieten Hilfestellung und gute Kontakte
Regelmäßige Treffen sind ein Kern der Bündnisarbeit. So ist das beliebte „Unternehmensfrühstück“ schon zu einem Klassiker geworden, bei dem sich die Vorstände, Geschäftsführungen und Personalverantwortlichen der familienfreundlichen Unternehmen zu interessanten Vorträgen und einem stets vertrauensvollen Austausch zusammenfinden. Das nun bereits 5. Unternehmensfrühstück findet am 13.10.2017 in Kooperation mit der FOM Hochschule in Essen statt.
Neben der Auszeichnung familienfreundlicher Firmen mit dem Essener Qualitätsaudit wird auch der digitale Fortschritt in der Arbeitswelt und in den Familien ein Schwerpunktthema sein.

Essener Bündnis für Familie gilt bundesweit als gutes Beispiel
Die wertvollen Erfahrungen der abgestimmten Essener Bündnisarbeit geben die städtische Geschäftsführung und die Akteure im Kuratorium als Mentoren an andere interessierte „Lokale Bündnisse für Familie“ weiter. „Der städteübergreifende, landes- und sogar bundesweite Erfahrungsaustausch bestärkt das Essener Bündnis, für das ich gerne den Vorsitz des Kuratoriums übernommen habe, ebenso wie die Stadt Essen in der Strategie und Fortführung der nachhaltig wirksamen Projekte und Maßnahmen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Dazu gehört auch das ‚Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen‘ als qualitativ hochwertiges Zertifizierungsverfahren des Essener Bündnisses.“

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen

(ü. Pm.)

Eröffnung der Fotoausstellung „Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen“

Jugendliche sehen ihre Umwelt mit eigenen Augen. Ihrer Perspektive auf Essen widmet sich die Fotoausstellung „Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen“, welche ab sofort im Foyer des Essener Rathauses zu den bekannten Öffnungszeiten besucht werden kann. Die Ausstellung wirft einen Blick auf Alltägliches, und dadurch doch auf Neues, Aufregendes oder Unentdecktes im Umfeld der Jugendlichen. Begleitet wurden die jungen Fotografen bei ihrer Arbeit von der Künstlerin Anne Wirtz unter Federführung des VKJ.

Oberbürgermeister Thomas Kufen und Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, eröffneten gestern (22.5.) die Fotoausstellung. „‚Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen‘ ist der passende Titel für diese Ausstellung. Sie bringt uns näher, was junge Menschen wahrnehmen, wenn sie sich außerhalb ihres gewohnten Umfelds aufhalten. Die Bilder geben uns einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt: Wo ist ihr Blick haften geblieben? Was fanden sie gut, welcher Anblick hat sie gestört? Ohne Feedback wie dieses könnte ich meine Arbeit gar nicht machen“, stellte das Stadtoberhaupt in seiner Eröffnungsrede fest. „In Bezug auf die Fotoausstellung lautet meine Botschaft an die jungen Fotografinnen und Fotografen: Ihr habt das richtig gut gemacht und ihr könnt zu Recht stolz auf euch sein!“

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen (2. Reihe 3.v.r.) eröffnet die Ausstellung „Fotoprojekt Essener Jugendlicher“ im Rathausfoyer. Foto: Peter Prengel

Ruhr als ehemaliger Industriefluss an einer Stelle zeitweilig zum Schwimmen freigegeben

Zwar kein uneingeschränktes Baden und Schwimmen, aber Hoffnung und das Eingebundensein in das Projekt „Grüne Hauptstadt“ wurden heute am Essener Baldeneysee feierlich inszeniert.

„Es ist sowohl für mich als auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen ein unbeschreibliches Gefühl, die Badestelle an der Ruhr eröffnen zu dürfen und die jahrelange Forschung und das Engagement von Ruhrverband, Stadt und Partnern damit honorieren zu können. Das Baden in der Ruhr ist ein einzigartiges Projekt, durch das unser blaues Wunder für jeden erlebbar gemacht wird“, sagte Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, der die Pilotbadestelle am Dienstag gemeinsam mit Simone Raskob (Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 und Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen), Gerhard Odenkirchen (Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Norbert Jardin (Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement des Ruhrverbands) und Christian Keller (ehemaliger deutscher Schwimmer) eröffnete.

Während sich einige Bürger in das 19 Grad warme Wasser wagten, verfolgten Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Beigeordnete Simone Raskob (4.  und 3. v. re.) das Geschehen mit einem Fußbad

Die Ruhr steht exemplarisch für die Entwicklung der Stadt Essen. Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch Investitionen in Millionenhöhe in die Abwasserbeseitigung seit den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Ruhr zu einem blauen und sauberen Gewässer entwickelt, in dem heute wieder die ersten Bürgerinnen und Bürger der Stadt baden können und dürfen. Unter dem Projektnamen „Sichere Ruhr“ wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein sicheres und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards für Badegewässer berücksichtigt. Dieses System sagt Schwankungen der Wasserqualität voraus. Nur nach Starkregenereignissen, in deren Folge eine Entlastung der Regenbecken erfolgen muss, wird eine Sperrung des Badebereiches notwendig.

Im Internet können Bürger die Meßergebnisse einsehen (anklicken!)

Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney erstreckt sich über eine Uferlänge von 50 Metern und reicht 15 Meter in den See hinein. Der Einstieg in das Fließgewässer ist über drei Stege möglich. Ein eigens entwickeltes Frühwarnsystem zeigt die Tage an, an denen das Baden in der Ruhr nicht möglich ist. Interessierte können sich hierzu auf der Website der Stadt Essen unter www.essen.de/badeninderruhr informieren. Hintergrundinformationen zu Badegewässern in NRW gibt es auf der Website des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) unter www.badegewaesser.nrw.de. Eine Badeaufsicht sowie eine entsprechende Infrastruktur mit Toiletten, Umkleiden und Verpflegung sind durch das Seaside Beach Baldeney gewährleistet. Die Nutzung der Badestelle ist im regulären Eintrittspreis von 3,50 Euro (ermäßigt, 3,- Euro) enthalten.

Ob und wann weitere Badestellen umgesetzt werden, wird vor allem davon abhängig sein, wie die Pilotbadestelle und das Frühwarnsystem am Seaside Beach Baldeney angenommen werden.

Foto: Jochen Tack

Linke: Grüne Hauptstadt Europa auch über 2017 hinaus

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass der Runde Umwelttische RUTE mit seinen „Innovations-Impulsen“, Anregungen für die Grüne Hauptstadt Europas auch über das Jahr 2017 hinaus geben will. Der RUTE hat die Innovations-Impulse, die aus längerfristigen Maßnahmen und kurzfristigen Initiativen bestehen, Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht.

„Wir halten viele Vorschläge des Runden Umwelttisches für geeignet, die Verkehrsbelastungen in Essen zu senken“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dazu gehören insbesondere die vielen Vorschläge zur Stärkung des Radverkehrs in Essen, z.B. durch einen schnelleren Ausbau des Radwegenetzes, der Einführung von Jobrädern bei der Stadtverwaltung sowie die Ausweitung der Tempo-30-Zonen. Daran arbeitet die Verwaltung ja bereits auf Grundlage eines Vorschlages des Deutschen Städtetages.“

Zu anderen Vorschlägen, wie den partiellen Fahrverboten, hat DIE LINKE noch Diskussionsbedarf und wird sich deshalb noch ausführlich mit den Vorschlägen des RUTE befassen. „Es ist positiv, dass sich auch ,in Ehren ergraute Herrschaften‘ noch Gedanken über eine lebenswerte Zukunft machen. Schließlich geht es nicht um Ideologie, sondern um die Gesundheit der Menschen und die Einhaltung von EU-Richtlinien“, so Wolfgang Freye abschließend.

(ü. Pm.)

STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

 Wenn Oberbürgermeister Thomas Kufen am 20. Mai das STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ auf Zeche Zollverein offiziell eröffnet, sind erfahrungsgemäß bereits viele Radbegeisterte mit dem Rad angereist und sammeln so in der großen Gruppe die ersten Kilometer im bundesweiten Wettstreit für eine Mobilität ohne Treibhausgase im Alltag.

Jetzt hat der Betreiber von metropolradruhr, nextbike GmbH, eine besonderes Angebot für alle, die gerne mitfahren wollen, aber ihr Rad nicht rechtzeitig zum Saison-Start fit gemacht haben: Am Tag der Eröffnung kann jeder sechs Stunden ein Leihrad kostenlos nutzen, um die Alltagstauglichkeit und den Spaßfaktor des Autoverzichts im gesamten Betriebsgebiet des metropolradruhr zu testen.

Die Treffpunkte der „Eröffnung-Sternfahrt“ des ADFC Essen und der Klimaagentur Essen:
Samstag, 20. Mai, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, sowie um 14 Uhr an der Eisdiele am Universitätspark.

Und so funktioniert es:
Einfach den Gutscheincode 624462 in die App oder in das Kundenkonto („Gutschein einlösen“) eingeben und am 20. Mai sechs Stunden kostenlos im Betriebsgebiet des metropolradruhr radeln.
Wichtig: Kunden, die schon bei metropolradruhr oder nextbike registriert sind, können den Code sofort einlösen und das Rad nutzen.
Wer noch nicht registriert ist, muss dies erst tun: Bei Angabe einer Kreditkartennummer ist das Rad sofort nutzbar, bei der Bezahlmethode „Bankeinzug“ muss zur Freischaltung zunächst 1 Euro überwiesen werden (dies kann bis zu zwei Tagen dauern).
Abo-Kunden der EVAG können sich kostenlos entweder über die Webseite mrr-registrierung.evag.de oder in den Kundencentern der EVAG registrieren.

Zum Hintergrund:
Bereits bei der Premiere 2012 landeten die Essenerinnen und Essener auf Anhieb auf dem achten Platz von insgesamt rund 170 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Seit 2014 tritt Essen unter dem Dach des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit aktuell 16 weiteren Ruhrgebietsstädten sehr erfolgreich als „Metropole Ruhr“ in die Pedale.
Ob Familie, Nachbarschaft, Verein oder Firma – mitmachen kann jeder, der in Essen wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht. Alle Radkilometer werden online gesammelt und in den verschiedenen Kategorien mit den mitradelnden Kommunen in ganz Deutschland verglichen. Den eifrigsten Städten, ihren radelnden Kommunalparlamenten und den STADTRADLER-Stars winken neben Auszeichnungen auch Preise rund um das Thema Fahrrad. Die Organisatoren der Klimaagentur Essen und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) können dank engagierter Sponsoren in unserer Stadt wieder zusätzliche Preise für die Essener Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausloben.

(ü. Pm.)