Aktionswoche »Zu Fuß zur Schule«

Nun ist der Schulranzen vollgepackt und das neue Schuljahr hat begonnen. In der Ludgerus- Schule in Essen-Werden können sich die Grundschüler auf ein besonderes Projekt freuen: Vom 19. bis zum 30. September rufen der ökologische Verkehrsclub VCD und das Deutsche Kinderhilfswerk (DHKW) zu den bundesweiten Aktionstagen »Zu Fuß zur Schule« auf.

Zehntausende Kinder haben sich in diesem Jahr bundesweit angemeldet, um mit ihren Aktionen zu zeigen, wieviel Spaß es macht, zu Fuß unterwegs zu sein. 209 Schülerinnen und Schüler der GGS Ludgerusschule beteiligen sich an der bundesweiten Aktionswoche Zu Fuß zur Schule. Von Montag, den 26.09. bis Freitag, den 30.09.2016 sammeln die Kinder Füße. Für jeden Schulweg, sei er kurz oder lang,bekommen die Kinder einen Fuß in Form eines Stempels, den sie auf einem Klassenplakat sammeln. Die Eltern werden aufgefordert ihr Kind nicht mehr bis zur Schule zu fahren, sondern Parkplätze der näheren Umgebung anzusteuern und ihr Kind dort zu verabschieden.Kiss and go heißt das Motto unserer Aktionswoche. Am Ende der Woche werden die gestempelten Füße aller Kinder und Erwachsenen gezählt – im besten Fall könnten es 1000 Fußstempel sein.  Auf alle fleißigen Fußgänger wartet dann am Freitag eine tolle Überraschung. Unterstützt wird die Zu Fuß zur Schule Aktion vom VCD Kreisverband, der örtlichen Polizei, dem Amt für Verkehrssicherheit und dem Ordnungsamt der Stadt Essen.

(ü. Pm.)

Handel mit Wartemarken im Essener Straßenverkehrsamt

Ordnungsdezernent Christian Kromberg gilt als sehr konsequent und ist als Jurist sehr sensibel, wenn es um mögliche Mißbrauchsfälle geht. So entschied er unmittelbar nach den ersten Hinweisen auf eine mißbräuchliche Nutzung von Wartemarken in der Kfz-Zulassungsstelle, dass eine personale Überwachung und Verteilung der Marken vorzunehmen sei. Sicherheitspersonal der städtischen RGE überwachen vorerst den Betrieb bei der Kfz-Zulassungsstelle im Steeler Globus Center. Was Kromberg nicht machte, war die Herausgabe der ansonsten üblichen Pressemeldung bei Vorgängen von öffentlichem Interesse. Vielleicht ein Fehler, wie der Ordnungsdezernent gegenüber der Erle gesteht, aber ich ging davon aus, das Problem ist ausgeräumt und damit erledigt. So wurde die Geschichte erst offenbar, als ein Printmedium sie auf Leserhinweis zum ganzseitigen Zeilenfüller machte, nachdem die Behörde allerdings schon reagiert hatte. Für Kromberg bei der Vielzahl von Anforderungen in seinem gerade in diesen Tagen nicht leichtem Amt verzeihlich. Der Personalmangel, der ursächlich für die relativ langen Wartezeiten sorgt, wird ohnehin nicht einfach zu beheben sein und dies könnte hier und möglicherweise auch in anderen Ämtern Nachahmungstäter tätig werden lassen. Kromberg: „Ich bitte ausdrücklich alle Bürger bei Kenntnis von Mißbrauchsfällen dieser Art mich und meine Behörde direkt zu informieren.“

Kontakt zum Geschäftsbereich über Nadja Freitag, Tel.: 0201 / 88 88101

(stk.)

Vokalensemble Seicento vocale in der Alten Synagoge

Am Samstag, den 1. Oktober 2016, findet im Hauptraum der Alten Synagoge Essen um 16.00 Uhr ein Konzert mit dem Vokalensemble  Seicento vocale unter der Leitung von Alexander Toepper, Münster, statt.

Auf dem Programm stehen Werke von:

Salamone Rossi (um 1570-1630), der in Mantua und Venedig lebte, ist der erste jüdische Komponist von dem es gedruckte Noten gibt. Er gehört ins Umfeld von Claudio Monteverdi. Seine Kompositionen im Madrigalstil zur jüdischen Liturgie erregten das grosse Aufsehen seiner jüdischen Zeitgenossen. Sie sind ein sehr frühes Zeugnis der Akkulturation der italienischen Juden an die Mehrheitsgesellschaft.

Insbesondere das liberale Judentum entdeckte seine Stücke von neuem und führt sie bis heute in den USA im Synagogengottesdienst auf. Die Keduscha, die „Heiligung“, ist Teil des Achtzehnbitten-Gebets und somit ein zentraler Bestandteil jedes jüdischen Gottesdienstes. Das Hallel gehört zum jüdischen Morgengottesdienst, während das Kaddisch das Totengebet ist, aber auch das jüdische Gebet unterteilt.

Pijutim sind synagogale Dichtungen, die im Laufe der Jahrhunderte hinzukamen und regional unterschiedlich vorgetragen werden.

Johann Hermann Schein (1586-1630)

Schein stammt aus Sachsen. Seine wichtigste Stelle war die Thomasschule in Leipzig, wo er als Thomaskantor – Vorgänger J. S. Bachs – für den Unterricht der Schüler, die musikalische Gestaltung der Gottesdienste zweier Hauptkirchen und die Komposition von geistlicher Musik für die Knaben der Schule verantwortlich war. Seine Musik steht an der Wende zwischen Renaissance und Frühbarock. Er gilt als Vorreiter im Bereich der Instrumentalsuite, des deutschen Kunstliedes und der Motette des Frühbarocks. Seine Sammlung „Fontana d’Israel. Israelis Brünnlein“ (1623), aus der wir musizieren werden, enthält 26 fünfstimmige Motetten nach größtenteils Texten der Hebräischen Bibel. Der Komponist bezeichnet sie als „geistliche Madrigale italienischer Manier“: Dies stellt eine der interessantesten Mischformen geistlicher und weltlicher Musik des frühen 17. Jahrhunderts dar.

Die einzelnen Stücke sind geprägt von bildhafter Textausdeutung nach italienischem Madrigal-Vorbild und tiefer, spiritueller Prägung deutscher protestantischer Motettenkunst: Bildlichen Figuren, raschen Wechseln von imitierendem und homophonem Satz, von ruhiger und rascher Rhythmik steht eine Motettentradition gegenüber, die eine übergroße Virtuosität und damit Vereinzelung der Stimmen verhindert, formale Strukturen schafft und somit die Werke im protestantischen Gottesdienst verwurzelt. Der instrumentale Bass ist schon erstaunlich modern gedacht.

Samstag, den 1. Oktober 2016, Eintritt 12.- €.

(ü. Pm.)

Anpassung der Kapazitätenplanung zur Unterbringung von Flüchtlingen

Die Stadtverwaltung stellt den Fraktionen neues Unterbringungskonzept vor – der Rat entscheidet am kommenden Mittwoch.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingszahlen hat die Stadtverwaltung den Fraktionen heute ein angepasstes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet vorgestellt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geht in seiner Prognose für das Jahr 2016 von einem Zuzug von bis zu 300.000 Flüchtlingen nach Deutschland aus. Die Stadt Essen teilt diese Einschätzung und korrigiert ihre Zahlen zur Flüchtlingsmigration für 2017 dementsprechend nach unten.

Das hat deutliche Auswirkungen auf die von der Stadt geplanten Unterkünfte. Gleichzeitig konnten seit dem 9. Juni 2016 bis zum Stichtag 9. September 2016 bereits 1.222 Flüchtlinge in Wohnungen vermittelt worden. Auch diese Zahl wird von der Verwaltung mit in die Planungen einbezogen.

Die Verwaltung schlägt dem Rat der Stadt Essen deshalb vor, die Bauvorhaben von Flüchtlingsunterkünften an folgenden Standorten bis auf weiteres zurückzustellen:

  • Prosperstraße (150 Plätze, Stadtbezirk IV),
  • Hubertstraße (250 Plätze, Stadtbezirk I),
  • Antropstraße (100 Plätze, Stadtbezirk VIII),
  • Lahnbeckestraße (200 Plätze, Stadtbezirk VII),
  • Wallneyer Straße (400 Plätze, Stadtbezirk IX),
  • Spielkampsweg (400 Plätze, Stadtbezirk III),
  • Erbslöhstraße (400 Plätze, Stadtbezirk V),
  • Vaestestraße (400 Plätze, Stadtbezirk VIII),
  • Beisekampsfurth/ Matthias-Stinnes-Stadion (400 Plätze, Stadtbezirk V).

Gänzlich eingestellt werden sollen die Vorhaben an dem Standort Im Fatloh im Stadtteil Bedingrade.

Gleichzeitig soll die Bebauung der Heißener Straße mit Flüchtlingsunterkünften bis auf weiteres zurückgestellt werden. Das bereits eingeleitete Bebauungsplanverfahren soll weiter geführt werden.

Die Zeltdörfer Planckstraße in Holsterhausen, Altenbergshof im Nordviertel und Pläßweidenweg in Horst sind bereits leergezogen. Die Zeltdörfer Am Volkswald in Heidhausen (8.10.), an der Erbslöhstraße in Altenessen (4.11.), im Beisekampsfurth in Karnap (11.11.) und in der Bonifaciusstraße in Schonnebeck (15.11.) werden planmäßig abgebaut. Die Zeltdörfer an der Vaestestraße in Burgaltendorf, an der Hamburger Straße in Frohnhausen und der Levinstraße in Gerschede, die ursprünglich bis zum Frühjahr 2017 aufgegeben werden sollten, können bereits bis zum 7. Oktober leergezogen werden.

Die Verwaltung will darüber hinaus alternative Standortkonzepte für einzelne der bisherigen Übergangswohnheime überprüfen. Die Planungen sollen sowohl dringend notwenigen Wohnungsbau berücksichtigen als auch den Bedarfen nach Schul- und Kindergartenplätzen gerecht werden. In den kommenden Monaten sollen dazu Einzelentscheidungen durch den Rat getroffen werden.

Verlängert werden sollen die bestehenden Verträge des Handballleistungszentrums an der Raumerstraße in Frohnhausen (bis 30.4.2017), des Bildungshotels Karolinger Straße im Nordviertel (bis 31.8.2017) sowie des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie Lüschershofstraße in Bergeborbeck (bis 31.8.2017).

Die Verwaltung schlägt darüber hinaus vor, eine Anmietung zum Opti-Gewerbepark nicht weiter zu verfolgen. Erste Sondierungsgespräche haben ergeben, dass eine befristete Anmietung der Unterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll sei.

Der Rat der Stadt Essen entscheidet am kommenden Mittwoch (28.9.).

(ü. Pm.)

Essen erntet – Der Natur ganz nah

Wenn es im Grugapark summt, grunzt, meckert und muht, kann das nur eines heißen: Das bunte Familienerlebnis Essen erntet steht wieder vor der Tür. Mit spannenden Informationen, vielen Tieren vom Bauernhof, riesigen Strohpuppen und Beratungen rund um die Themen Natur, Fischerei, Wald, Jagd, Garten- und Pflanzenwelt bietet Essen erntet allen Generationen vier Tage Urlaub auf dem Bauernhof mitten in der Stadt. Kulinarische Genüsse vom frischen Kuchen bis zum krossen Spanferkel runden das Angebot ab und laden zum gemütlichen Verweilen ein. Die Aussteller zeigen ihre alltägliche Arbeit und bieten besondere Angebote an. So auch der Fischerei-Verein Essen mit Sitz am Baldeneysee. Er informiert über Natur und Umweltschutz im und am Wasser, erklärt aber auch vor Ort die richtige Angeltechnik, die dann selbst ausprobiert werden kann. Wie man sich den goldenen Herbst in die Wohnung holt, zeigt die Floristin Sabine Brandl mit ihren herbstlichen Arrangements. Der Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf wird mit verschiedenstem Geflügel und echten Raritäten wie dem japanischen Koeyoshi mit seinem eigenwilligen, sehr tiefen Krähen vor Ort sein.

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Als besonderen Publikumsmagnet bringen die Geflügelzüchter einen Schau-Brutkasten mit, in dem vor Ort kleine Küken schlüpfen werden! Fleißige Bienen gibt es beim Kreisimkerverband zu sehen. Aber natürlich gibt es bei der Ausstellung Essener Honig. Während kleine und große Kinder aus heimischem Holz kleine Waldwichtel basteln, geben die Essener Jäger und der Förderverein Wildgatter Heissiwald e.V. einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Essener Wälder und des Wildgeheges Heissiwald. Außerdem gibt es Produkte und Informationen rund um das Wildbret. Die „Rollende Waldschule“ und die Frettchen zum Anfassen sind auch mit dabei. Bei den Landwirten gibt es Überraschungen bei der landwirtschaftlichen Ausstellung hinsichtlich der mitgebrachten Tiere, aber auch bei den gastronomischen Angeboten. Traditionell verwöhnen die Landwirte mit allerlei Köstlichkeiten vom Bauernhof. Der riesige Kürbiswagen ist nicht nur eine besondere optische Attraktion, sondern bietet auch eine enorme Auswahl für die Besucher. Beliebt sind auch die regelmäßig stattfindenden Melkvorführungen, bei denen die Besucher auch einmal selber Hand anlegen können. Der Naturschutzbund Ruhr und die Naturschutzjugend Essen/Mülheim stehen seit vielen Jahren
für bürgerliches Engagement zum Schutz, zur Förderung und der Erhaltung der lokalen Natur, Landschaft und Artenvielfalt. Fragen rund um Natur- und Artenschutz werden hier beantwortet. Holunder, Apfel, Quitte, Brombeere … diese und viele andere köstliche Gelee- und Fruchtaufstrichsorten finden am Stand des NABU Ruhr regelmäßig reißenden Absatz. Auch in diesem Jahr hält die Traditionsbäckerei Holtkamp eine Fülle von Überraschungen für den Besucher bereit. Wie aus Roggenmehl Sauerteig wird und warum man Sauerteig zum Backen braucht sind nur einige Themen, die die Bäckermeister präsentieren. Neben Brot, Brötchen und Kuchen werden die Besucher mit selbstgemachter Marmelade und duftendem Kaffee verwöhnt. Die Schule Natur bietet zu Essen erntet an ihrem Stand wieder ein buntes Programm handwerklicher Aktivitäten für die ganze Familie. Neben dem Bau von Meisen-Nistkästen, Fledermauskästen und Nisthilfen für Insekten, können auch tolle Objekte beim Kürbisschnitzen und Filzen hergestellt werden. Am Samstag findet um 14:30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Musikpavillon statt. Bereits ab 14 Uhr können sich die Besucher durch gemeinsames Singen einstimmen.
Fr. 30. September bis Mo. 3. Oktober 2016, täglich von 11-18 Uhr,
im Grugapark Essen. Normaler Parkeintritt.

Titelfoto: von links nach rechts:Herr Brock, Fischereiverein Essen e.V., Frau Hehmann, NABU Ruhr, Herr Rautenberg, Fischereiverein Essen e.V., Frau Brandl, Floristin, Frau Steineshoff, Landwirtin, Herr Netzeband, Kreisimkerverband Essen/Mülheim e.V., Frau Steineshoff, Landwirtin, Herr Overdieck und Herr Miebach, Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf und Umgegend, Herr Steineshoff, Landwirt.Unten von links nach rechts: Tom Pollerhoff, Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf und Umgegend, Herr Maas, Landwirt mit dem Kalb Don Vito.

(ü. Pm.)

Neuer Direktor beim Amtsgericht Bottrop

Eckhard Meierjohann (56) heißt der neue Direktor des Amtsgerichts Bottrop. Er folgt Harald Lütkebaucks nach, der in den Ruhestand getreten ist. Herr Meierjohann trat im September 1987 in den richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Im September 1991 wurde er zum Richter am Amtsgericht Bottrop ernannt. Dort gehörten Zivilsachen, Familiensachen und Strafsachen zeitweise ebenso zu seinen Aufgaben wie Ordnungswidrigkeitenverfahren und Untersuchungshaftsachen. Herr Meierjohann fungierte auch als Vorsitzender des Schöffengerichts und zuletzt des Jugendschöffengerichts. Von 2001 bis Ende 2008 war Herr Meierjohann parallel in der Verwaltung des Landgerichts eingesetzt. Er leitete die Geschäftsprüfungen der Gerichtsvollzieher und war seit 2002 außerdem zuständig für die Prüfung von Betreuungen und Vormundschaften mit großem Vermögen.
Seit dem 01.01.2009 ist Herr Meierjohann neben seiner richterlichen Tätigkeit Leiter der Jugendarrestanstalt Bottrop, seit dem 30.04.2009 auch stellvertretender Direktor des Amtsgerichts.

(ü. Pm.)

Alternativer Nobelpreis bekannt gegeben

  • Der Right Livelihood Award, auch als Alternativer Nobelpreis bekannt, geht erstmals nach Syrien: an die Hilfsorganisation Weißhelme.
  • Außerdem werden in Stockholm die regierungskritische türkische Zeitung Cumhuriyet, die russische Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina und die ägyptische Feministin Mozn Hassan ausgezeichnet.
  • Die Preisträger teilen sich die etwa 310 000 Euro, mit denen der Right Livelihood Award dotiert ist.

Pilzkundliche Exkursionen der Schule Natur im Stadtwald

In den Essener Wäldern findet der Naturinteressierte eine vielfältige Pilzflora vor. Welche Arten und Besonderheiten in den hiesigen Wäldern zu finden sind, erläutert Diplom – Umweltwissenschaftler Bernhard Demel von der Schule Natur im Grugapark, anerkannter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM), in zwei Exkursionen im Essener Stadtwald.

Die Exkursionen finden statt am

  • Freitag, den 23.9.2016, Beginn um 16:30 Uhr und
  • Samstag, den 15.10.2016, Beginn um 14 Uhr.

Treffpunkt für beide Exkursionen ist der Parkplatz an der Joggerstrecke, Frankenstraße 343, im Stadtwald. Die Exkursion dauert etwa 90 Minuten. Pro Person wird eine Teilnahmegebühr von 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder erhoben.

Die Teilnehmerzahl ist auf je 25 Personen begrenzt. Deshalb ist eine verbindliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0201 88 83124 erforderlich.

Festes Schuhwerk und angemessene Kleidung sind erforderlich. Interessierte Gruppen können auch individuelle Termine vereinbaren.

Im Vordergrund steht die ökologische Bedeutung der Pilze für den Wald, aber auch kulinarische Aspekte und mögliche Gefahren beim Pilzesammeln werden erläutert.

Weitere Informationen und Stadtplan- Links zum Treffpunkt sind online auf der Netzseite des Grugaparks zu finden.

(ü. Pm.)

Beeinträchtigungen auf Rad- und Fußwegen im Pörtingsiepen Essen

Der Regionalverband Ruhr (RVR) saniert ab dem 26. September die Rad- und Fußwege im Erholungsgebiet Pörtingsiepen in Essen-Fischlaken. Daher ist mit Beeinträchtigungen und Sperrungen zu rechnen.

Die Deckschichten der Wege werden erneuert, insbesondere sollen die Einmündungen und Querungen des Radweges für die Radler und Fußgänger übersichtlicher und sicherer und vier Plätze zum Verweilen angelegt werden. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich vom Wanderparkplatz Pörtingsiepenstraße/Hammerstraße bis zu den beiden Kreuzungen an der Margrefstraße. Die Wanderwege in diesem Bereich können bis etwa Mitte November nur eingeschränkt genutzt werden. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch das Geländer an der Brücke Hesperbach sowie die Absturzsicherung oberhalb der Natursteinmauer an der Margrefstraße erneuert. Dabei kann es kurzfristig zu Straßensperrungen an der Margrefstraße kommen. Der RVR plant, die Erholungslandschaft im gesamten Bereich Pörtingsiepen zwischen Hammerstraße und Haus Scheppen in den nächsten zwei bis drei Jahren zu optimieren und dabei die Bergbaugeschichte der Gegend und ihre ökologische Vielfalt besser erlebbar zu machen. Das Gebiet soll auf behutsame Weise mit Angeboten für sportliche Aktivitäten sowie Rastplätzen für Familien weiter entwickelt werden.

(ü. Pm.)

 

 

Gelsenkirchen will medizinischen Versorgung von Zuwanderern aus Südosteuropa verbessern

Mittlerweile leben in Gelsenkirchen rund 6.000 Zuwanderer aus Südosteuropa, bei denen sich immer wieder Probleme bei der medizinischen Versorgung im Regelsystem ergeben, weil sie oft nicht krankenversichert sind. Niedrigschwellige Angebote wie beispielsweise die Sprechstunden im Gesundheitsamt reichen nicht aus, um die Versorgung der Menschen sicherzustellen.

Ziel ist es daher, die nichtversicherten Menschen aus Südosteuropa frühzeitig in das reguläre Krankenversicherungssystem zu integrieren. Hierzu soll die vom Land NRW geförderte Clearingstelle beitragen. Aufgabe der Clearingstelle ist es, zügig den Versicherungsstatus der Menschen zu klären und somit den Zugang zum regulären Gesundheitsversorgungssystem zu regeln. Die Clearingstelle steht grundsätzlich auch Nicht-EU-BürgerInnen offen.

Heute gab Ministerin Barbara Steffen den Startschuss zur Einrichtung der vom Land finanzierten Clearingstelle in Gelsenkirchen, die bei der Diakonie und der AWO angesiedelt ist.

Ministerin Barbara Steffens, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, erläuterte gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten der Stadt Gelsenkirchen Herrn Luidger Wolterhoff sowie Gudrun Wischnewski, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt  – Unterbezirk Gelsenkirchen/ Bottrop und Heike Lorenz Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., das Konzept des Modellprojektes.

Das Land fördert die Einrichtung der Gelsenkirchener Clearingstelle mit rund 480.000 € in den nächsten drei Jahren. Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 120.000 €.

Die AWO und das Diakoniewerk führen das Projekt auch in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Gelsenkirchen durch, es besteht aus drei Mitarbeiterstellen.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Stadtsüden, wo besonders viele Menschen aus Südosteuropa leben.

Hier stellt sich die Situation für die Zugewanderten, die sich nicht im SGB II-Leistungs-bezug befinden, besonders schwierig dar. Das sind in Gelsenkirchen derzeit ca. 3.400 Personen. Deren gesundheitliche Grundversorgung ist in der Regel nicht gesichert. Erforderliche Behandlungen können nicht durchgeführt werden, bei Schuleingangsuntersuchungen, den Impfsprechstunden und den Sprechstunden der Familienhebammen festgestellte notwendige Gesundheitsmaßnahmen können nicht erfolgen. Gleiches gilt für Personen, die sich ohne definierten Aufenthaltsstatus in Gelsenkirchen aufhalten.

Ministerin Steffens: „Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für eine gelingende Integration“, betont Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Ich freue mich, dass die Stadt Gelsenkirchen zusammen mit dem Diakoniewerk und der Arbeiterwohlfahrt dem Aufruf zur Einrichtung einer Clearingstelle gefolgt ist. Sie ergänzt das vorhandene Beratungs- und Hilfesystem der Stadt und leistet einen Beitrag zur Vermeidung von sozialer Ausgrenzung“, so Steffens weiter.

Die Clearingstelle wird u.a. die Aufgabe übernehmen, die Kontakte zu den Gesundheitsdiensten der Heimatländer zu koordinieren. Luidger Wolterhoff, Vorstand für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen, dankte der Ministerin für die Förderung der Clearingstelle. „Die Gesundheitsversorgung der Menschen lässt sich langfristig nur sicherstellen, wenn sie durch die Integration in die sozialen Sicherungssysteme ausreichend geschützt sind.“

Er wies noch einmal auf die erheblichen humanitären Probleme hin, da eine medizinische Versorgung dieses Personenkreises praktisch nicht möglich ist. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen der Kinder und einfache medizinische Untersuchungen könnten bislang nur in geringem Umfang angeboten werden.

Patienten können nur in akuten Notfällen in Krankenhäusern behandelt werden, wobei die Kostenübernahme dabei oft nicht geklärt ist.

Umso wichtiger sei es, diese Menschen aktiv in das reguläre soziale Krankenversicherungssystem zu integrieren oder zumindest eine Notfallbehandlung über die heimatliche Gesundheitssysteme herzustellen.

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sowie der Zugang zur hiesigen Krankenversicherung bzw. zu Sozialleistungssystemen sind meist sehr komplex.

Sie verursachen nicht nur vielen Migrantinnen und Migranten, sondern auch den Leistungserbringern und Fachkräften in den Hilfestrukturen häufig Probleme. „Für einen Teil der Zuwanderer besteht die Möglichkeit, einen Versicherungsschutz aus heimatlichen Regelungen abzuleiten oder doch noch in das deutsche Versicherungssystem integriert zu werden. Wir als Clearingstelle wollen helfen, diese Fragen individuell im Sinne der betroffenen Ratsuchenden zu beantworten“, erläutert Heike Lorenz, Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V..