Konzert der Querflötenklasse Prof. (stv.) Felix Reimann im Kammermusiksaal

Der wohl bedeutendste Komponist des Barock Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Querflötenklasse von Prof. (stv.) Felix Reimann am 24. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal am Campus Essen-Werden.

Bachs Werke für Flöte sind vielseitig, vielschichtig und von großer musikalischer Tiefe. So beseelt und andächtig seine langsamen Sätze oder seine sakralen Musiken sind, so hinreißend, kraftvoll und drängend-virtuos sind die schnellen Sätze der Sonaten und Konzerte. So war Johann Sebastian Bach nicht nur zur Barockzeit eine Art Übervater der Musik. Seine Zeitgenossen, seine Söhne, aber auch viele nachfolgende Komponisten wurden stark von ihm geprägt. Dies wird auch im Programm „(B)ach rock(t)“ deutlich.

Eingerahmt wird das Programm von zwei wunderbaren Bearbeitungen für Flötenquartette. So spielen zu Beginn die Studierenden Bianca Menezes, Siyu Chen, Suje Kim und Pearl Huang den ersten Satz aus dem a-Moll Violinkonzert BWV 1041. Das „Italienische Konzert“ BWV 971 gespielt von Nadja Frey, Niklas Broghammer, Hannah Schütz und Felix Reimann schließt den Abend ab. Dazwischen bietet das Programm sehr viel Abwechslung. So erklingen Stücke für Flöte Solo wie die Fantasie Nr. 2 von Georg Phillip Telemann (Suje Kim) oder die Acht Stücke für Flöte Solo von Paul Hindemith (Niklas Broghammer). J. S. Bachs Sonate C-Dur BWV 1033 wird gespielt von Hannah Schütz (Flöte) und Dennis Freundel (Gitarre) und die Triosonate G-Dur BWV 1039 erklingt in zwei Teilen. Marco Girardin und Nerses Ohanyan spielen gemeinsam mit Felix Reimann und Mario Krause (Fagott) jeweils zwei Sätze. Einen stillen und zentralen Höhepunkt des Abends darf man beim Ausschnitt aus J. S. Bachs Matthäuspassion BWV 244 erwarten. Als G
ast aus der Klasse von Prof. Rachel Robins singt Franziska Fait die Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“. Begleitet wird sie von Siyu Chen (Flöte), Miriam Torres und Tamon Yashima (Englischhörner) Studierende aus der Oboenklasse von Prof. Michael Niesemann. Einer von Johann Sebastian Bachs Söhnen tat sich besonders schwer mit der „Strenge“ des Vaters. Carl Phillipp Emanuel Bach brach aus dem Regelwerk aus und kreierte seine ganz eigene, freie und von Affekten und Emotionen geprägte „galante“ Musik. Damit war er Wegbereiter einer neuen Epoche und vielleicht der erste „Rockmusiker“ seiner Zeit?

C. Ph. E. Bachs Hamburger Sonate wird gespielt von Nadja Frey und der Finalsatz des berühmten d-Moll Flötenkonzertes erklingt mit Xueqing Wang, Sung Mi Kim (Violine I), Valentin Delpy (Violine II), Ronja S. Brinkmann (Viola) und Robert Wheatley (Violoncello). Den Continuo Part am Cembalo übernimmt für den gesamten Abend unsere Cembalistin und Pianistin Vanda Albota, und wie man Bach mit Rock verbindet zeigt uns Nerses Ohanyan mit einer Beatboxbearbeitung der berühmten Chaconne.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich Karten (5,- Euro/ erm. 3,- Euro) vorzubestellen. Sie erreichen den Ticketverkauf telefonisch unter (0201) 4903_231 oder via E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

Titel- u. Beitragsfotos: Veronika Kurnosova

(ü. Pm.)

Bochumer und Kölner Wissenschaftler untersuchen Straftaten von und an Flüchtlingen

Anhand von polizeilichen Daten wollen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Köln prüfen, wie sich die registrierte Kriminalität von Geflüchteten entwickelt hat und wie häufig Geflüchtete selbst Opfer krimineller Handlungen geworden sind. Die Forscher wollen die Ergebnisse der Analyse außerdem in einen Zusammenhang mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und der in klassischen und neuen Medien veröffentlichten Meinungen stellen. Das Projekt, das in diesem Monat startet, wird vom NRW-Wissenschaftsministerium bis Oktober 2018 mit rund 200.000 Euro unterstützt.

(ü. Pm., idr)

Politische Bildung und Wahlverhalten – Ungebildete gehen weniger oft wählen

Wer keine Ahnung von Politik hat, wählt eher europaskeptische Parteien… Tatsächlich? Angesichts jüngster Wahlerfolge populistischer Parteien – wie bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich – scheint es gesellschaftlicher Konsens zu sein, dass deren Wählerinnen und Wähler politisch eher unwissend sind. Der Sozialwissenschaftler Dr. Markus Tausendpfund von der FernUniversität in Hagen fragte sich, ob das stimmt: Wie wirkt sich politisches Wissen von Bürgerinnen und Bürgern auf deren Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung aus?
Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Daniela Braun von der Ludwig-Maximilians-Universität München untersuchte Tausendpfund mit Daten der European Election Study 2014 das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger bei der Europawahl 2014. Mit 42,6 Prozent war die Beteiligung an der EU-Wahl 2014 die niedrigste bei Direktwahlen des Europäischen Parlaments. Gleichzeitig erreichten euroskeptische Parteien den höchsten Stimmenanteil seit 1979.
Wissen und wählen: Ja, aber was?
„Je größer das politische Wissen, desto eher wird sich eine Person auch an einer Wahl beteiligen“, erläutert Dr. Tausendpfund, „das ist relativ gut erforscht“. Politisch Gebildete beteiligen sich auch eher an EU-Wahlen, weil sie deren Bedeutung erkennen. Nur wer das entsprechende Wissen hat, kann die hochkomplexen politischen und strukturellen Zusammenhänge der EU verstehen und die Bedeutung der Brüsseler Entscheidungen für alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger einschätzen. Falsch wäre jedoch der Schluss, „dass jemand mit viel politischem Wissen nicht euroskeptisch wählt“, haben die Wissenschaftler festgestellt. „Wer zufrieden mit der Europäischen Union ist, tendiert seltener zu EU-kritischen Parteien. Wer mit der EU hadert, neigt ihnen eher zu“, sagt Tausendpfund.
Es gibt einen weiteren Grund, antieuropäisch zu wählen: Unzufriedenheit mit der eigenen nationalen Regierung: „Es kann auch um Denkzettel für nationale Eliten gehen“, sagt Tausendpfund.
Für den Wissenschaftler im Arbeitsbereich Quantitative Methoden der Hagener Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften ist die bisherige Vernachlässigung des politischen Wissens überraschend und besorgniserregend, „weil es für die politischen Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürgerinnen und Bürger außerordentlich bedeutend ist“. Die Neigung zu Protestwahlen dürfte auf der EU-Ebene größer sein als etwa bei einer Bundestagswahl.
Tausendpfund: „Die EU-Wahl wird als weniger wichtige ‚Nebenwahl‘ wahrgenommen. In Deutschland zum Beispiel liegt die Beteiligung daran mit etwa 45 Prozent auf eher schwachem Niveau.“ Das sei allerdings fatal, weil auf der EU-Ebene immer mehr Entscheidungen fallen, die auch für die Bürgerinnen und Bürger in den Nationalstaaten wichtig sind. „Die Bedeutung des Europäischen Parlaments wächst, die Beteiligung bei seiner Wahl sinkt. Der Bundestag wird als viel wichtiger wahrgenommen.“
EU-Wahl und Bundestagswahl
Die Ergebnisse für die EU-Wahl sind, so Tausendpfund, nicht ohne weiteres auf die Bundestagswahl zu übertragen. Doch auch das bundespolitische Wissen der Deutschen sei „überschaubar“: „In Deutschland und in vielen anderen Staaten ist es mittelmäßig bis schwach und zudem auf niedrigem Niveau weit gespreizt. Den Homo Politicus gibt es eher nicht.“ Das sei problematisch, weil „rudimentäres Wissen an der Wahlurne“ im Gegensatz zur gesellschaftlich-politischen Erwartungshaltung stehe, sich im Sinn einer direkteren Demokratie immer stärker zu beteiligen. Nur 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wissen zum Beispiel, dass die Zweitstimme wichtiger ist als die Erststimme. Auch um weiteres Basiswissen – etwa zu Wahlgeheimnis oder 5-Prozent-Hürde – „ist es erschreckend bestellt“, so Tausendpfund, „vor allem bei Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Alltag nicht mit Politik beschäftigen.“ Nicht besser sieht es aus, wenn es um Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker geht: Nur 20 Prozent der Befragten konnten zum Beispiel anlässlich der Europawahl 2014 Jean-Claude Juncker (Europäische Volkspartei) und Martin Schulz (Europäische Sozialdemokraten) ihren Fraktionen im Europäischen Parlament richtig zuordnen.

Dr. Markus Tausendpfund – Lebenslauf (Auszüge)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Arbeitsstelle Quantitative Methoden (seit 1. Juli 2014)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Politikwissenschaft I: „Staat und Regieren“ der FernUniversität (10/2013-6/2014)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Politisches System der Bundesrepublik Deutschland“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena (9/2011-9/2013)

Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim (Dissertation: 05/2012).

Arbeitsschwerpunkt

  • Quantitative Methoden der Sozialwissenschaften

Forschungsschwerpunkte

  • Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Einstellungs- und Verhaltensforschung
  • Lokale Politikforschung

 

 

 

Forschung will Rückenschmerzen mit „Einbildung“ heilen

Ob Placebos gegen chronische Rückenschmerzen helfen, wollen Wissenschaftler am Universitätsklinikum Essen erforschen. Sie suchen Probanden für eine Studie am Rückenschmerz-Zentrum, um zu testen, wie sich die Behandlung mit wirkstofflosen Arzneien auf die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Muskulatur auswirkt.

Die Forscher gehen von der These aus, dass Placebos den Körper dazu animieren, eigene schmerzlindernde Opioide auszuschütten und dadurch eine Selbstheilung in Gang zu setzen. Die Untersuchung umfasst eine dreiwöchige Placebo-Therapie oder Beobachtungsphase.

Weitere Infos gibt es unter 0201/723-2439.

(ǘ. Pm., idr)

Auswahlspiele des Folkwang Wettbewerbs 2017

Öffentliche Termine im April und Mai in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung Bereits seit 1958 verleiht die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. (GFFF) jährlich in unterschiedlichen Sparten den Folkwang Preis an talentierte NachwuchskünstlerInnen. Auch in diesem Sommersemester stellen FolkwänglerInnen in Auswahlspielen ihr Talent bei dem hochschulinternen Wettbewerb unter Beweis. Den Auftakt machen am Dienstag, 25. April die TeilnehmerInnen der Sparte Komposition um 10.00 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden. Alle Termine sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Seit fast sechzig Jahren haben Studierende der Hochschule beim Folkwang Wettbewerb die Möglichkeit, in unterschiedlichen Sparten eigene Beiträge – zum Beispiel Kompositionen oder Designprodukte – einzureichen. Ob Pina Bausch in der Kategorie Tanz (1958) oder Fotojournalist Guido Mangold (1960) in der Sparte Fotografie: In die Riege der GewinnerInnen des Folkwang Preises reihen sich berühmte Namen ein, die einst an der Folkwang Universität der Künste ihren Abschluss gemacht haben.

www.folkwangist.de

Bei den diesjährigen öffentlichen Auswahlspielen in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung präsentieren die TeilnehmerInnen ihre Ideen. Eine Jury entscheidet im Anschluss über die GewinnerInnen. Eine Besonderheit ist das Auswahlverfahren in der Kategorie Darstellende Kunst: Hier zeigen die BewerberInnen ihre Stücke nicht an einem gesonderten Termin. Die Beiträge setzen sich aus den Artist-Diploma-Abschlusswerken der AbsolventInnen in den Studiengängen Regie, Schauspiel und Physical Theatre zusammen, die bereits im Wintersemester 2016/17 zu sehen waren. „Bei den Auswahlspielen erhalten wir von den jungen Künstlerinnen und Künstlern in besonderer und sehr persönlicher Art und Weise Eindrücke auf die Frage, was Folkwang ist“, betont GFFF-Vorsitzender Henning R. Deters mit Blick auf die Kampagne „Folkwang ist…“ zum 90-jährigen Bestehen der Hochschule in 2017. „Ich bin mir sicher, dass auch in diesem Jahr hochkarätige Beiträge den Wettbewerb beleben und die Bandbreite künstlerischer Exzellenz an Folkwang widerspiegeln werden.“ Die Gewinnerbeiträge präsentieren die PreisträgerInnen bei der großen Folkwang Preis Gala, die in diesem Jahr am Sonntag, 02. Juli um 17.00 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden stattfindet. Mit der Vergabe des Folkwang Preises an junge KünstlerInnen trägt die GFFF aktiv dazu bei, künstlerischen Nachwuchs zu sichern und gleichzeitig das kulturelle Leben über Folkwang hinaus zu erhalten und zu fördern. Außerdem werden bei der Folkwang Preis Gala auch der Dr. Alfred Hoff Sonderpreis zur Förderung junger PianistInnen, der Ingrid Girardet Sonderpreis zur Förderung junger Talente sowie der Josef-und-Else-Classen-Tanzpreis verliehen. Alle Termine im Überblick: 25. April | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Komposition 02. Mai 2017 | 10.00 Uhr Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musikwissenschaft 04. Mai 2017 | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Konzeptkonzert 11. /12. Mai 2017 | jeweils 10.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musik 23. Mai 2017 | 09.00 – 20.00 Uhr SANAA-Gebäude | Campus Essen-Zollverein Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Gestaltung 02. Juli 2017 | 17.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Preis Gala Über die Kampagne „Folkwang ist…“: 90 Jahre Folkwang Universität der Künste – das nehmen wir zum Anlass, uns das ganze Jahr hinweg mit unserer Identität zu beschäftigen und 2017 unter das Motto „Folkwang ist…“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen: Unsere KünstlerInnen geben Antworten mit zahlreichen Veranstaltungen aus Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft. Gleichzeitig fragen wir FolkwänglerInnen, FreundInnen, PartnerInnen, FörderInnen und alle Interessierten, was für sie persönlich Folkwang ist: über Social Media, im öffentlichen Raum, bei Ausstellungen, auf der Bühne, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist auf Facebook, Twitter und Instagram und auf www.folkwangist.de.
(ü. Pm.)

Folkwang zeigt „Goethe! Auf Liebe und Tod“

Für ihre diesjährige Musicalproduktion hat sich die Folkwang Universität der Künste etwas Besonderes einfallen lassen: In Zusammenarbeit mit Stage Entertainment bringt der Studiengang Musical das brandneue Stück „Goethe! Auf Liebe und Tod“ von Gil Mehmert auf die Bühne.

Die Tryout-Premiere des Musicals über die Jugendjahre des bekanntesten deutschen Dichters findet am Dienstag, 04. April um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden statt. „Goethe! Auf Liebe und Tod“ ist ein neues Musical, das auf Grundlage des Kinofilms „Goethe!“ (2010) von Philipp Stölzl entstanden ist. Nach dem großen Erfolg von „Das Wunder von Bern“ hat sich das Kreativteam um Folkwang Professor und Regisseur Gil Mehmert (Buch), Martin Lingnau (Musik) sowie Frank Ramond (Texte) erneut zusammengetan, um im modernen Gewand die Geschichte des jungen Johann Wolfgang Goethe in seiner Sturm und Drang-Phase zu erzählen: Vom Vater als Advokat ins verschlafene Wetzlar verbannt, verliebt er sich dort unsterblich in die junge Lotte. Die Liebesgeschichte endet unglücklich, Goethe verarbeitet seine Erlebnisse in „Die Leiden des jungen Werthers“ – jene Novelle, die ihn schließlich zum ersten Literaturstar Europas macht. Traditionell stehen auch in diesem Jahr Studierende des 3. und 4. Jahrgangs Musical unter der Regie von Prof. Gil Mehmert auf der Bühne. In die Riege der DarstellerInnen reihen sich in den Hauptrollen die Musicalstars Sabrina Weckerlin und Philipp Büttner (zu sehen am 04., 05., 10., 19. & 20. April) sowie Daniel Berger, Mark Weigel, Tom Zahner und Folkwang Absolvent Merlin Fargel ein. Für die Choreographie zeichnet Simon Eichenberger (a. G.) verantwortlich, die Ausstattung stammt von Eva-Maria van Acker (a. G.) und Maria Wolgast (a. G.). Folkwang Studierende des Jazz und der Instrumentalausbildung sorgen für die musikalische Begleitung unter der Leitung von Prof. Patricia Martin. Wer Goethe als jungen Literaten im Popgewand erleben möchte, hat neben der Premiere an folgenden Terminen Gelegenheit dazu: 05., 07., 10., 11., 12., 18., 19. und 20. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Neuen Aula. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201_4903-231 oder per E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

(ü. Pm.)

 

Studenten der Universität Duisburg-Essen auf den Spuren der Hexenprozesse

Ein Seminar von Studierenden der Geschichte an der Universität Duisburg-Essen unter der Leitung von Dr. Erika Münster-Schröer und Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs hat heute die Erinnerungsorte zu den Hexenprozessen in Euskirchen-Flamersheim besucht.

Geführt von Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Sachgebiets Archivberatung im LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ), und Dr. Gabriele Rünger, Leiterin des Stadtarchivs Euskirchen, erlebte die Gruppe die Originalschauplätze der Flamersheimer Hexenverfolgungen.

In Flamersheim, dem Hauptort der ehemaligen Herrschaft Tomburg, fanden auf dem Höhepunkt der europäischen Hexenverfolgungen in den Jahren 1629/30 Hexenprozesse gegen mindestens fünf Frauen statt. Vier von ihnen wurden nachweislich auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Die einzige noch vorhandene Quelle zu diesen Prozessen ist das als Fragment erhaltene sogenannte Flamersheimer Hexenprotokoll, das während der Hexenprozesse im Flamersheimer Gerichtsgebäude (Dinghaus) entstanden ist. Erstmals im 19. Jahrhundert entdeckt, galt es etwa hundert Jahre lang als verschollen. Im Jahr 2014 hat Dr. Claudia Kauertz das Manuskript in der Universitätsbibliothek der Cornell University (USA) wieder entdeckt – ein Fund der regional wie überregional beachtet wurde.

Mit dem frühneuzeitlichen Dinghaus, dem Urteilstein am Markt und der Burg Flamersheim sind heute in Flamersheim noch drei Denkmale erhalten, die als Erinnerungsorte an die Zeit der Hexenverfolgungen dienen können. Die bislang kaum bekannte Geschichte dieser Denkmale, deren Gestalt und Standort sich seit dem 17. Jahrhundert zum Teil erheblich verändert hat, wurde inzwischen von Dr. Claudia Kauertz und Dr. Gabriele Rünger erforscht und aufgearbeitet. Die beiden Archivarinnen und Historikerinnen haben die Gruppe auf ihrem Rundgang durch Flamersheim begleitet.

Die Studierenden hatten sich zuvor in einem Seminar mit Hexenprotokollen als den wohl wichtigsten Quellen zur Geschichte der Hexenprozesse befasst und dabei auch das Flamersheimer Hexenprotokoll kennen gelernt. Anlässlich der heutigen Exkursion wurde die Geschichte der Originalschauplätze der Flamersheimer Verfolgungen erstmals einem größeren Interessentenkreis vorgestellt.

(ü. Pm., LVR)

Henning Wagenbreth gewinnt Plakatwettbewerb der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Das Projektbüro „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ hat in Kooperation mit dem Museum Folkwang einen Plakatwettbewerb ins Leben gerufen. Für den Wettbewerb wurden zehn namhafte Designerinnen und Designer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz eingeladen. Gewinner des ist der Berliner Gestalter Hennig Wagenbreth. Vom 20. Januar bis zum 5. März 2017 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs „Wir sind Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ im Museum Folkwang zu sehen. Gezeigt werden die zehn Serien mit je drei Plakaten der geladenen Gestalter und drei ausgewählte Serien von Studenten der Folkwang Universität der Künste.

Gewinner des auf Initiative des Projektbüros Grüne Hauptstadt und des Museum Folkwang veranstalteten Plakatwettbewerbs ist der Berliner Gestalter Hennig Wagenbreth. Vom 20. Januar bis zum 5. März 2017 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs „Wir sind Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ im Museum Folkwang zu sehen. Gezeigt werden die zehn Serien mit je drei Plakaten der geladenen Gestalter und drei ausgewählte Serien von Studenten der Folkwang Universität der Künste. Die 39 Plakate im DIN A0-Format werden ohne Rahmen direkt auf der Wand installiert. Für den Wettbewerb wurden zehn namhafte Designerinnen und Designer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz eingeladen. Die Auswahl der Designerinnen und Designer folgte der Idee, möglichst starke und unterschiedliche „Handschriften“ für die Visualisierung des Themas zu gewinnen. Außerdem beteiligte sich eine Gruppe von Studierenden der Folkwang Universität der Künste unter der Leitung von Prof. Heribert Birnbach an dem Wettbewerb. Die Designerinnen und Designer haben die drei Themenfelder „Umdenken“, „Wandel“ und „Bewegung“ auf ganz unterschiedliche Art und Weise interpretiert und umgesetzt.

Die Jury entschied sich einstimmig für die originelle Plakatserie von Henning Wagenbreth aus Berlin. „Er hat das Lebensgefühl der Grünen Hauptstadt plakativ, außergewöhnlich lebendig und aufmerksamkeitsstark umgesetzt. Wir gratulieren dem Gewinner und danken allen Teilnehmern für ihr Engagement“, so die Jury unter dem Vorsitz von Uwe Lösch.

Die Siegerserie von Henning Wagenbreth wird durch ihren illustrativ-erzählerischen Charakter die Werbemaßnahmen der Grünen Hauptstadt flankieren. Es geht um eine Kampagne, die Emotionen wecken und „die Botschaft des Projektes in die Herzen der Menschen bringen wird“, sagt Simone Raskob, Projektleiterin Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 und Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen.

Eine Gruppe von vierzehn Studierenden der Folkwang Universität der Künste, Essen hat sich mit eigenen Entwürfen an einem Nachwuchswettbewerb beteiligt. Das Deutsche Plakat Forum e.V. hat als Förderverein des Deutschen Plakat Museums einen Preis für eine der studentischen Arbeiten ausgelobt.

Der Preis des Deutschen Plakat Forums geht an Jennifer Jäger und Linda Knott, die mit ihrer Serie C Zustimmung fanden. „Auch wenn die Aufgabe eher darin bestand, eine Imagekampagne zu entwickeln, die das Positive einer naturnahen und nachhaltigen Stadtlandschaft in den Vordergrund stellt, schien uns diese Serie sehr gelungen. Inhaltlich entsteht sofort ein Gegensatz zwischen Text und Bild, was auf den ersten Blick wie eine Persiflage wirkt. Auf den zweiten Blick finden sich Fragstellungen, die kritisch, aber konstruktiv Antworten einfordern. Wir sind sicher, die Plakate werden polarisieren, Meinungen herausfordern und Aufmerksamkeit finden. Auch formal sind die Kompositionen im besten Sinne plakativ.“ (Statement der Jury)

Die Bandbreite der eingereichten Arbeiten reichte von formal reduzierten Entwürfen bis hin zum illustrativ- erzählerischen Plakat, von schwarz/weiß bis grell farbig, von Typografie bis Fotografie.

Es erscheint ein Katalog im Steidl Verlag (€ 20, ISBN 978-3-95829-301-4).
(ü. Pm.)

Künstler werden. Mappenberatung für Jugendliche mit Dora Celentano im Museum Folkwang – Neue Reihe ab 18.1. – Teilnahme jederzeit möglich

Am Mittwoch, 18. Januar 2017, startet im Museum Folkwang eine neue Veranstaltungsreihe – „Atelier.  Mappenkurs“.

Jugendliche mit Interesse an einem künstlerischen Studium können eigene Arbeiten im Museum Folkwang vorlegen. Die Künstlerin Dora Celentano gibt Tipps für eine Bewerbung an einer Kunsthochschule und zur Erstellung einer Mappe.

hier weitere Einzelheiten: PI_Museum Folkwang_Mappenberatung_fuer_Jugendliche_neu Reihe_ab 18_1_2017

(Pressebild: Foto:  Frank Vinken, Museum Folkwang).

Begrüßung ausländischer Stipendiaten an der Universität Duisburg-Essen im Rathaus

34 Studierende aus Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Neuseeland, Peru und Uruguay hat Bürgermeister Rudolf Jelinek heute (10.1.) im Rathaus begrüßt, um sie in Essen willkommen zu heißen: „Ich wünsche Ihnen allen viel Freude beim Erkunden unserer Stadt. Nutzen auch Sie Ihren Aufenthalt und entdecken Sie die grünen Seiten von Essen, der Grünen Hauptstadt Europas 2017.“

Für die weit gereisten Studenten beginnen in diesen Tagen sechs aufregende und lehrreiche Wochen an der Universität Duisburg-Essen: Sie besuchen als Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) den Hochschulwinterkurs am Campus Essen. Dort erhalten sie neben vertiefendem Deutsch- auch Landeskundeunterricht, um in mehreren Exkursionen innerhalb Essens und dem Ruhrgebiet Land, Leute und Sprache noch besser kennenzulernen.

(ü. Pm.)