Impr%rchester am Freitag im Pina Bausch Theater

Am Freitag, 30. Juni 2017, findet das Sommersemesterkonzert des Impr%rchesters der Folkwang Universität der Künste im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden statt.

Um 19.30 Uhr kommen Musikerinnen und Musiker der verschiedensten Studiengänge – Studierende und Lehrende – zusammen und bespielen den Raum in freier Improvisation.

Für dieses Konzert hat das Impr%rchester das Thema „Wasser“ als Inspirationsquelle für seine freien Improvisationen auf europäischen, elektronischen und exotischen Instrumenten gewählt. Die Leitung hat Prof. Michael Niesemann.

Karten für 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) gibt es über die Tickethotline 0201_4903-231, per Mail via karten(at)folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Plakatgestaltung: Wei Chi Chien

Folkwang Universität der Künste: Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann

„Hamburger Ebb und Fluth“ am 22. Juni in der Neuen Aula Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann mit Studierenden verschiedener Instrumentalklassen Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) gehört zu den wenigen Komponisten, die bereits zu Lebzeiten nicht nur angesehen waren, sondern auch von ihrem Schaffen leben konnten. Zu seinem 250. Todestag in diesem Jahr erinnert die Folkwang Universität der Künste mit einem hochkarätigen Konzert an den Meister der Barockmusik: Am Donnerstag, 22. Juni spielt Folkwang BAROCK, das Barockorchester der Folkwang Universität der Künste, Orchestersuiten und Solokonzerte von Telemann für Bläser und Streicher. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden. Auf dem Programm stehen Instrumentalkonzerte in verschiedenen Besetzungen. Immer wieder hat Telemann die unterschiedlichsten Kombinationen mit Blas- und Streichinstrumenten zusammengefügt. Dies wird unter anderem beim „Konzert für 3 Oboen und 3 Violinen B-Dur“ deutlich, das einen Violinen- und Oboen-Chor gegenüberstellt. Das komplexeste Werk des Konzertabends ist hingegen die titelgebende Komposition „Hamburger Ebb und Fluth“. In der 20-minütigen Orchestersuite werden Meeresgottheiten durch für Suiten übliche Tanzsätze charakterisiert, aber auch die ruhige See und die ansteigende Flut musikalisch „gemalt“. „Reine Telemann-Konzerte sind eher selten. Oft traut man dem auch als ,Vielschreiber‘ verschrienen Georg Philipp Telemann nicht zu, alleine im Mittelpunkt eines Konzertes zu stehen“, sagt Markus Möllenbeck, Dozent für Barockcello und gemeinsam mit Trompeterin Prof. Laura Vukobratovic Künstlerischer Leiter des Konzerts. „Dabei wird schlichtweg vergessen, dass er 86 Jahre alt wurde und bis zuletzt unermüdlich komponiert hat und vor allem immer am Puls der Zeit blieb.“ Die Vielseitigkeit Telemanns spiegelt sich auch in den wechselnden Besetzungen wider, die Studierende der Alte-Musik-Klassen und Studierende moderner Instrumentalklassen in einem Konzert vereint: Es spielen NachwuchsmusikerInnen aus den Klassen bekannter Folkwang DozentInnen wie Mayumi Hirasaki (Barockvioline, -viola), Markus Möllenbeck (Barockcello), Prof. Michael Niesemann (Oboe), Prof. Malte Refardt (Fagott), Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte) und Prof. Laura Vukobratovic (Trompete). Ein besonderes Augenmerk gilt Werken mit Trompeten, die dem Konzert einen besonders festlichen Charakter verleihen. Das Publikum darf sich also auf eine ungewöhnliche Begegnung mit der Musik von Georg Philipp Telemann freuen, dessen Instrumentierungskunst an diesem Abend unmittelbar erfahrbar wird. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per E-Mail an karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Baubeginn für Studentenwohnheim mit 135 Appartements in Essen Essen

Mit dem ersten Spatenstich starteten heute in Essen die Bauarbeiten für ein neues Studentenwohnheim. In direkter Nähe zum Campus entsteht ein fünfgeschossiger Bau mit Appartements für 135 Studierende. Bereits zum Wintersemester 2018/2019 sollen die neuen Mieter einziehen.

Das Land NRW unterstützt das Projekt durch günstige Darlehen und ermöglicht so günstige Monatsmieten von weniger als 300 Euro warm. Die Gesamtinvestition beträgt mehr als zehn Millionen Euro. Angeboten werden ausschließlich Einzelapartments, mindestens 20 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit Internetanschluss. Für die gemeinsame Nutzung gibt es einen Aufenthalts- sowie einen Waschmaschinen- und Trockenraum, Terrassen und Freiflächen. Betreiber der Apartments ist die FDS gemeinnützige Stiftung, 1971 als „Fördererkreis deutscher Studenten“ gegründet. Die FDS betreibt bundesweit insgesamt 13 Objekte mit rund 2.000 Wohnplätzen für Studierende. Auch in anderen Städten wird das Angebot für studentischen Wohnraum derzeit erhöht. In der Dortmunder Innenstadt sind derzeit 400 Wohnungen für Studenten im Bau, in Bochum entsteht ein Wohncampus für 260 studentische Mieter.

 

(ü. Pm.)

Folkwang Tanzstudio mit zwei Uraufführungen

Am Donnerstag, den 08. Juni, bringen die NachwuchschoreographInnen Chun Zhang und Kai Strathmann mit „Being far away from…“ und „die andere seite“ gemeinsam mit den TänzerInnen des Folkwang Tanzstudios zwei Uraufführungen auf die Bühne der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Es folgen zwei weitere Vorstellungen am 09. und 10. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Die beiden Choreographien des Abends sind Arbeiten der Masterstudierenden Chun Zhang und Kai Strathmann im Studiengang Tanzkomposition mit dem Schwerpunkt Choreographie. Mit seiner Arbeit „die andere Seite“ legt Strathmann den Fokus auf die Komplexität alltäglicher Bewegungen. Sein Stück erlaubt den ZuschauerInnen einen Zeitlupenblick auf die Bewegungen der TänzerInnen und schafft so Raum für Details: Interaktion, Isolation, Akzente und Bewegungsfluss der TänzerInnen rücken in den Mittelpunkt. Während bei Strathmann unterschiedliche Bewegungsqualitäten und physikalische Abläufe im Vordergrund stehen, hat Zhang für ihre Arbeit „Being far away from…“ einen autobiographisches Thema gewählt. Eigene Erfahrungen mit Rückschlägen und Enttäuschungen haben sie zu einem Stück über Versuchen und Scheitern inspiriert. So suchen die TänzerInnen in ihrem Stück durch Wiederholen, durch Vor und Zurück ihren Weg im Leben. Einen Weg mit der Dunkelheit, aus der Dunkelheit, zwischen Heimweh und Freiheit, zwischen Zweifeln, Hoffnung und Aufbruch. Premiere ist am Donnerstag, 08. Juni, um 19.30 Uhr. Es folgen weitere Vorstellungen am Freitag, 09. Juni und Samstag, 10. Juni zur gleichen Zeit. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Fotos: Folkwang Tanzstudio_Probenbild, Elsa Wehmeier

(ü. Pm.)

Magersucht kann genetische Ursachen haben

Meist werden psychische Ursachen für Magersucht verantwortlich gemacht. Eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Medizinern der Universität Duisburg-Essen hat jetzt erstmals nachgewiesen, dass Patienten auch eine Veranlagung dazu haben können.

Ausgemacht wurde das Gen, das Magersucht (Anorexia nervosa) begünstigt. Das Gen wurde auf dem Chromosom zwölf entdeckt, einer Region, die bereits mit Diabetes mellitus Typ 1 und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Magersucht könnte so mit weiteren Erkrankungen verknüpft sein, etwa mit Schizophrenie. Die Gene, die dafür empfänglich machen, überlappen sich. Die neuen Erkenntnisse können das bisherige Verständnis von Magersucht nachhaltig verändern: Eine psychiatrische Störung mit einem physiologischen Hintergrund eröffnet neue Therapieoptionen.

(ü. Pm.)

Konzert der Querflötenklasse Prof. (stv.) Felix Reimann im Kammermusiksaal

Der wohl bedeutendste Komponist des Barock Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Querflötenklasse von Prof. (stv.) Felix Reimann am 24. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal am Campus Essen-Werden.

Bachs Werke für Flöte sind vielseitig, vielschichtig und von großer musikalischer Tiefe. So beseelt und andächtig seine langsamen Sätze oder seine sakralen Musiken sind, so hinreißend, kraftvoll und drängend-virtuos sind die schnellen Sätze der Sonaten und Konzerte. So war Johann Sebastian Bach nicht nur zur Barockzeit eine Art Übervater der Musik. Seine Zeitgenossen, seine Söhne, aber auch viele nachfolgende Komponisten wurden stark von ihm geprägt. Dies wird auch im Programm „(B)ach rock(t)“ deutlich.

Eingerahmt wird das Programm von zwei wunderbaren Bearbeitungen für Flötenquartette. So spielen zu Beginn die Studierenden Bianca Menezes, Siyu Chen, Suje Kim und Pearl Huang den ersten Satz aus dem a-Moll Violinkonzert BWV 1041. Das „Italienische Konzert“ BWV 971 gespielt von Nadja Frey, Niklas Broghammer, Hannah Schütz und Felix Reimann schließt den Abend ab. Dazwischen bietet das Programm sehr viel Abwechslung. So erklingen Stücke für Flöte Solo wie die Fantasie Nr. 2 von Georg Phillip Telemann (Suje Kim) oder die Acht Stücke für Flöte Solo von Paul Hindemith (Niklas Broghammer). J. S. Bachs Sonate C-Dur BWV 1033 wird gespielt von Hannah Schütz (Flöte) und Dennis Freundel (Gitarre) und die Triosonate G-Dur BWV 1039 erklingt in zwei Teilen. Marco Girardin und Nerses Ohanyan spielen gemeinsam mit Felix Reimann und Mario Krause (Fagott) jeweils zwei Sätze. Einen stillen und zentralen Höhepunkt des Abends darf man beim Ausschnitt aus J. S. Bachs Matthäuspassion BWV 244 erwarten. Als G
ast aus der Klasse von Prof. Rachel Robins singt Franziska Fait die Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“. Begleitet wird sie von Siyu Chen (Flöte), Miriam Torres und Tamon Yashima (Englischhörner) Studierende aus der Oboenklasse von Prof. Michael Niesemann. Einer von Johann Sebastian Bachs Söhnen tat sich besonders schwer mit der „Strenge“ des Vaters. Carl Phillipp Emanuel Bach brach aus dem Regelwerk aus und kreierte seine ganz eigene, freie und von Affekten und Emotionen geprägte „galante“ Musik. Damit war er Wegbereiter einer neuen Epoche und vielleicht der erste „Rockmusiker“ seiner Zeit?

C. Ph. E. Bachs Hamburger Sonate wird gespielt von Nadja Frey und der Finalsatz des berühmten d-Moll Flötenkonzertes erklingt mit Xueqing Wang, Sung Mi Kim (Violine I), Valentin Delpy (Violine II), Ronja S. Brinkmann (Viola) und Robert Wheatley (Violoncello). Den Continuo Part am Cembalo übernimmt für den gesamten Abend unsere Cembalistin und Pianistin Vanda Albota, und wie man Bach mit Rock verbindet zeigt uns Nerses Ohanyan mit einer Beatboxbearbeitung der berühmten Chaconne.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich Karten (5,- Euro/ erm. 3,- Euro) vorzubestellen. Sie erreichen den Ticketverkauf telefonisch unter (0201) 4903_231 oder via E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

Titel- u. Beitragsfotos: Veronika Kurnosova

(ü. Pm.)

Bochumer und Kölner Wissenschaftler untersuchen Straftaten von und an Flüchtlingen

Anhand von polizeilichen Daten wollen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Köln prüfen, wie sich die registrierte Kriminalität von Geflüchteten entwickelt hat und wie häufig Geflüchtete selbst Opfer krimineller Handlungen geworden sind. Die Forscher wollen die Ergebnisse der Analyse außerdem in einen Zusammenhang mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und der in klassischen und neuen Medien veröffentlichten Meinungen stellen. Das Projekt, das in diesem Monat startet, wird vom NRW-Wissenschaftsministerium bis Oktober 2018 mit rund 200.000 Euro unterstützt.

(ü. Pm., idr)

Politische Bildung und Wahlverhalten – Ungebildete gehen weniger oft wählen

Wer keine Ahnung von Politik hat, wählt eher europaskeptische Parteien… Tatsächlich? Angesichts jüngster Wahlerfolge populistischer Parteien – wie bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich – scheint es gesellschaftlicher Konsens zu sein, dass deren Wählerinnen und Wähler politisch eher unwissend sind. Der Sozialwissenschaftler Dr. Markus Tausendpfund von der FernUniversität in Hagen fragte sich, ob das stimmt: Wie wirkt sich politisches Wissen von Bürgerinnen und Bürgern auf deren Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung aus?
Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Daniela Braun von der Ludwig-Maximilians-Universität München untersuchte Tausendpfund mit Daten der European Election Study 2014 das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger bei der Europawahl 2014. Mit 42,6 Prozent war die Beteiligung an der EU-Wahl 2014 die niedrigste bei Direktwahlen des Europäischen Parlaments. Gleichzeitig erreichten euroskeptische Parteien den höchsten Stimmenanteil seit 1979.
Wissen und wählen: Ja, aber was?
„Je größer das politische Wissen, desto eher wird sich eine Person auch an einer Wahl beteiligen“, erläutert Dr. Tausendpfund, „das ist relativ gut erforscht“. Politisch Gebildete beteiligen sich auch eher an EU-Wahlen, weil sie deren Bedeutung erkennen. Nur wer das entsprechende Wissen hat, kann die hochkomplexen politischen und strukturellen Zusammenhänge der EU verstehen und die Bedeutung der Brüsseler Entscheidungen für alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger einschätzen. Falsch wäre jedoch der Schluss, „dass jemand mit viel politischem Wissen nicht euroskeptisch wählt“, haben die Wissenschaftler festgestellt. „Wer zufrieden mit der Europäischen Union ist, tendiert seltener zu EU-kritischen Parteien. Wer mit der EU hadert, neigt ihnen eher zu“, sagt Tausendpfund.
Es gibt einen weiteren Grund, antieuropäisch zu wählen: Unzufriedenheit mit der eigenen nationalen Regierung: „Es kann auch um Denkzettel für nationale Eliten gehen“, sagt Tausendpfund.
Für den Wissenschaftler im Arbeitsbereich Quantitative Methoden der Hagener Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften ist die bisherige Vernachlässigung des politischen Wissens überraschend und besorgniserregend, „weil es für die politischen Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürgerinnen und Bürger außerordentlich bedeutend ist“. Die Neigung zu Protestwahlen dürfte auf der EU-Ebene größer sein als etwa bei einer Bundestagswahl.
Tausendpfund: „Die EU-Wahl wird als weniger wichtige ‚Nebenwahl‘ wahrgenommen. In Deutschland zum Beispiel liegt die Beteiligung daran mit etwa 45 Prozent auf eher schwachem Niveau.“ Das sei allerdings fatal, weil auf der EU-Ebene immer mehr Entscheidungen fallen, die auch für die Bürgerinnen und Bürger in den Nationalstaaten wichtig sind. „Die Bedeutung des Europäischen Parlaments wächst, die Beteiligung bei seiner Wahl sinkt. Der Bundestag wird als viel wichtiger wahrgenommen.“
EU-Wahl und Bundestagswahl
Die Ergebnisse für die EU-Wahl sind, so Tausendpfund, nicht ohne weiteres auf die Bundestagswahl zu übertragen. Doch auch das bundespolitische Wissen der Deutschen sei „überschaubar“: „In Deutschland und in vielen anderen Staaten ist es mittelmäßig bis schwach und zudem auf niedrigem Niveau weit gespreizt. Den Homo Politicus gibt es eher nicht.“ Das sei problematisch, weil „rudimentäres Wissen an der Wahlurne“ im Gegensatz zur gesellschaftlich-politischen Erwartungshaltung stehe, sich im Sinn einer direkteren Demokratie immer stärker zu beteiligen. Nur 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wissen zum Beispiel, dass die Zweitstimme wichtiger ist als die Erststimme. Auch um weiteres Basiswissen – etwa zu Wahlgeheimnis oder 5-Prozent-Hürde – „ist es erschreckend bestellt“, so Tausendpfund, „vor allem bei Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Alltag nicht mit Politik beschäftigen.“ Nicht besser sieht es aus, wenn es um Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker geht: Nur 20 Prozent der Befragten konnten zum Beispiel anlässlich der Europawahl 2014 Jean-Claude Juncker (Europäische Volkspartei) und Martin Schulz (Europäische Sozialdemokraten) ihren Fraktionen im Europäischen Parlament richtig zuordnen.

Dr. Markus Tausendpfund – Lebenslauf (Auszüge)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Arbeitsstelle Quantitative Methoden (seit 1. Juli 2014)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Politikwissenschaft I: „Staat und Regieren“ der FernUniversität (10/2013-6/2014)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Politisches System der Bundesrepublik Deutschland“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena (9/2011-9/2013)

Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim (Dissertation: 05/2012).

Arbeitsschwerpunkt

  • Quantitative Methoden der Sozialwissenschaften

Forschungsschwerpunkte

  • Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Einstellungs- und Verhaltensforschung
  • Lokale Politikforschung

 

 

 

Forschung will Rückenschmerzen mit „Einbildung“ heilen

Ob Placebos gegen chronische Rückenschmerzen helfen, wollen Wissenschaftler am Universitätsklinikum Essen erforschen. Sie suchen Probanden für eine Studie am Rückenschmerz-Zentrum, um zu testen, wie sich die Behandlung mit wirkstofflosen Arzneien auf die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Muskulatur auswirkt.

Die Forscher gehen von der These aus, dass Placebos den Körper dazu animieren, eigene schmerzlindernde Opioide auszuschütten und dadurch eine Selbstheilung in Gang zu setzen. Die Untersuchung umfasst eine dreiwöchige Placebo-Therapie oder Beobachtungsphase.

Weitere Infos gibt es unter 0201/723-2439.

(ǘ. Pm., idr)

Auswahlspiele des Folkwang Wettbewerbs 2017

Öffentliche Termine im April und Mai in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung Bereits seit 1958 verleiht die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. (GFFF) jährlich in unterschiedlichen Sparten den Folkwang Preis an talentierte NachwuchskünstlerInnen. Auch in diesem Sommersemester stellen FolkwänglerInnen in Auswahlspielen ihr Talent bei dem hochschulinternen Wettbewerb unter Beweis. Den Auftakt machen am Dienstag, 25. April die TeilnehmerInnen der Sparte Komposition um 10.00 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden. Alle Termine sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Seit fast sechzig Jahren haben Studierende der Hochschule beim Folkwang Wettbewerb die Möglichkeit, in unterschiedlichen Sparten eigene Beiträge – zum Beispiel Kompositionen oder Designprodukte – einzureichen. Ob Pina Bausch in der Kategorie Tanz (1958) oder Fotojournalist Guido Mangold (1960) in der Sparte Fotografie: In die Riege der GewinnerInnen des Folkwang Preises reihen sich berühmte Namen ein, die einst an der Folkwang Universität der Künste ihren Abschluss gemacht haben.

www.folkwangist.de

Bei den diesjährigen öffentlichen Auswahlspielen in den Sparten Komposition, Musikwissenschaft, Konzeptkonzert, Musik und Gestaltung präsentieren die TeilnehmerInnen ihre Ideen. Eine Jury entscheidet im Anschluss über die GewinnerInnen. Eine Besonderheit ist das Auswahlverfahren in der Kategorie Darstellende Kunst: Hier zeigen die BewerberInnen ihre Stücke nicht an einem gesonderten Termin. Die Beiträge setzen sich aus den Artist-Diploma-Abschlusswerken der AbsolventInnen in den Studiengängen Regie, Schauspiel und Physical Theatre zusammen, die bereits im Wintersemester 2016/17 zu sehen waren. „Bei den Auswahlspielen erhalten wir von den jungen Künstlerinnen und Künstlern in besonderer und sehr persönlicher Art und Weise Eindrücke auf die Frage, was Folkwang ist“, betont GFFF-Vorsitzender Henning R. Deters mit Blick auf die Kampagne „Folkwang ist…“ zum 90-jährigen Bestehen der Hochschule in 2017. „Ich bin mir sicher, dass auch in diesem Jahr hochkarätige Beiträge den Wettbewerb beleben und die Bandbreite künstlerischer Exzellenz an Folkwang widerspiegeln werden.“ Die Gewinnerbeiträge präsentieren die PreisträgerInnen bei der großen Folkwang Preis Gala, die in diesem Jahr am Sonntag, 02. Juli um 17.00 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden stattfindet. Mit der Vergabe des Folkwang Preises an junge KünstlerInnen trägt die GFFF aktiv dazu bei, künstlerischen Nachwuchs zu sichern und gleichzeitig das kulturelle Leben über Folkwang hinaus zu erhalten und zu fördern. Außerdem werden bei der Folkwang Preis Gala auch der Dr. Alfred Hoff Sonderpreis zur Förderung junger PianistInnen, der Ingrid Girardet Sonderpreis zur Förderung junger Talente sowie der Josef-und-Else-Classen-Tanzpreis verliehen. Alle Termine im Überblick: 25. April | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Komposition 02. Mai 2017 | 10.00 Uhr Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musikwissenschaft 04. Mai 2017 | 10.00 Uhr Pina Bausch Theater | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Konzeptkonzert 11. /12. Mai 2017 | jeweils 10.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Musik 23. Mai 2017 | 09.00 – 20.00 Uhr SANAA-Gebäude | Campus Essen-Zollverein Folkwang Wettbewerb 2017 – Sparte Gestaltung 02. Juli 2017 | 17.00 Uhr Neue Aula | Campus Essen-Werden Folkwang Preis Gala Über die Kampagne „Folkwang ist…“: 90 Jahre Folkwang Universität der Künste – das nehmen wir zum Anlass, uns das ganze Jahr hinweg mit unserer Identität zu beschäftigen und 2017 unter das Motto „Folkwang ist…“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen: Unsere KünstlerInnen geben Antworten mit zahlreichen Veranstaltungen aus Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft. Gleichzeitig fragen wir FolkwänglerInnen, FreundInnen, PartnerInnen, FörderInnen und alle Interessierten, was für sie persönlich Folkwang ist: über Social Media, im öffentlichen Raum, bei Ausstellungen, auf der Bühne, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist auf Facebook, Twitter und Instagram und auf www.folkwangist.de.
(ü. Pm.)

Folkwang zeigt „Goethe! Auf Liebe und Tod“

Für ihre diesjährige Musicalproduktion hat sich die Folkwang Universität der Künste etwas Besonderes einfallen lassen: In Zusammenarbeit mit Stage Entertainment bringt der Studiengang Musical das brandneue Stück „Goethe! Auf Liebe und Tod“ von Gil Mehmert auf die Bühne.

Die Tryout-Premiere des Musicals über die Jugendjahre des bekanntesten deutschen Dichters findet am Dienstag, 04. April um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden statt. „Goethe! Auf Liebe und Tod“ ist ein neues Musical, das auf Grundlage des Kinofilms „Goethe!“ (2010) von Philipp Stölzl entstanden ist. Nach dem großen Erfolg von „Das Wunder von Bern“ hat sich das Kreativteam um Folkwang Professor und Regisseur Gil Mehmert (Buch), Martin Lingnau (Musik) sowie Frank Ramond (Texte) erneut zusammengetan, um im modernen Gewand die Geschichte des jungen Johann Wolfgang Goethe in seiner Sturm und Drang-Phase zu erzählen: Vom Vater als Advokat ins verschlafene Wetzlar verbannt, verliebt er sich dort unsterblich in die junge Lotte. Die Liebesgeschichte endet unglücklich, Goethe verarbeitet seine Erlebnisse in „Die Leiden des jungen Werthers“ – jene Novelle, die ihn schließlich zum ersten Literaturstar Europas macht. Traditionell stehen auch in diesem Jahr Studierende des 3. und 4. Jahrgangs Musical unter der Regie von Prof. Gil Mehmert auf der Bühne. In die Riege der DarstellerInnen reihen sich in den Hauptrollen die Musicalstars Sabrina Weckerlin und Philipp Büttner (zu sehen am 04., 05., 10., 19. & 20. April) sowie Daniel Berger, Mark Weigel, Tom Zahner und Folkwang Absolvent Merlin Fargel ein. Für die Choreographie zeichnet Simon Eichenberger (a. G.) verantwortlich, die Ausstattung stammt von Eva-Maria van Acker (a. G.) und Maria Wolgast (a. G.). Folkwang Studierende des Jazz und der Instrumentalausbildung sorgen für die musikalische Begleitung unter der Leitung von Prof. Patricia Martin. Wer Goethe als jungen Literaten im Popgewand erleben möchte, hat neben der Premiere an folgenden Terminen Gelegenheit dazu: 05., 07., 10., 11., 12., 18., 19. und 20. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Neuen Aula. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201_4903-231 oder per E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

(ü. Pm.)

 

Studenten der Universität Duisburg-Essen auf den Spuren der Hexenprozesse

Ein Seminar von Studierenden der Geschichte an der Universität Duisburg-Essen unter der Leitung von Dr. Erika Münster-Schröer und Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs hat heute die Erinnerungsorte zu den Hexenprozessen in Euskirchen-Flamersheim besucht.

Geführt von Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Sachgebiets Archivberatung im LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ), und Dr. Gabriele Rünger, Leiterin des Stadtarchivs Euskirchen, erlebte die Gruppe die Originalschauplätze der Flamersheimer Hexenverfolgungen.

In Flamersheim, dem Hauptort der ehemaligen Herrschaft Tomburg, fanden auf dem Höhepunkt der europäischen Hexenverfolgungen in den Jahren 1629/30 Hexenprozesse gegen mindestens fünf Frauen statt. Vier von ihnen wurden nachweislich auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Die einzige noch vorhandene Quelle zu diesen Prozessen ist das als Fragment erhaltene sogenannte Flamersheimer Hexenprotokoll, das während der Hexenprozesse im Flamersheimer Gerichtsgebäude (Dinghaus) entstanden ist. Erstmals im 19. Jahrhundert entdeckt, galt es etwa hundert Jahre lang als verschollen. Im Jahr 2014 hat Dr. Claudia Kauertz das Manuskript in der Universitätsbibliothek der Cornell University (USA) wieder entdeckt – ein Fund der regional wie überregional beachtet wurde.

Mit dem frühneuzeitlichen Dinghaus, dem Urteilstein am Markt und der Burg Flamersheim sind heute in Flamersheim noch drei Denkmale erhalten, die als Erinnerungsorte an die Zeit der Hexenverfolgungen dienen können. Die bislang kaum bekannte Geschichte dieser Denkmale, deren Gestalt und Standort sich seit dem 17. Jahrhundert zum Teil erheblich verändert hat, wurde inzwischen von Dr. Claudia Kauertz und Dr. Gabriele Rünger erforscht und aufgearbeitet. Die beiden Archivarinnen und Historikerinnen haben die Gruppe auf ihrem Rundgang durch Flamersheim begleitet.

Die Studierenden hatten sich zuvor in einem Seminar mit Hexenprotokollen als den wohl wichtigsten Quellen zur Geschichte der Hexenprozesse befasst und dabei auch das Flamersheimer Hexenprotokoll kennen gelernt. Anlässlich der heutigen Exkursion wurde die Geschichte der Originalschauplätze der Flamersheimer Verfolgungen erstmals einem größeren Interessentenkreis vorgestellt.

(ü. Pm., LVR)