JHE-Sommerferien: sechs Wochen Spaß im ganzen Stadtgebiet!

Am 17. Juli starten die Sommerferien und die Jugendhilfe Essen (JHE) organisiert bis zum 25. August wieder im gesamten Stadtgebiet ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. So punktet der Altenessener „Ferienspaß im Bürgerpark“ in jeder der sechs Wochen mit eigenem Motto und eigenem Programm, das „Abenteuer mit Emil“ lädt zu Fußballcamp und Zirkusabenteuer ein und beim „Wasserspaß in Steele“ geht’s im Kanu auf die Ruhr. Die Anmeldung fürs beliebte JHE-Ferienprogramm steigt am 31. Mai um 7 Uhr.

Der Ferienspaß im Bürgerpark ist eine bunte Mischung aus Bastel-, Spiel- und Sportangeboten und gibt den sechs- bis zwölfjährigen Kindern gleichzeitig Gelegenheit, die Tierwelt der benachbarten Jugendfarm zu entdecken. Jede der sechs Wochen hat dabei ein eigenes Motto mit eigenem Programm. Woche eins steht ganz im Zeichen von Theater und Film, in der zweiten sind Sport, Bewegung und Tanz angesagt, während die Kids in der dritten in die Welt ihrer Comichelden eintauchen. In der vierten Woche gehen kleine Forscher und Entdecker auf Expedition, in der fünften lassen die Kinder in der Karibik die Seele baumeln und in der letzten wartet der Dschungel.
Der Preis beläuft sich auf 30 Euro pro Woche, Mittagessen und Mineralwasser sind inklusive.

Großer Favorit der Acht- bis Zwölfjährigen ist der Wasserspaß in Steele in den ersten drei Ferienwochen. Das nasse Element steht im Mittelpunkt und die Kids freuen sich auf Kanufahrten auf der Ruhr, Schwimmen oder Entspannen am Strandufer. Schlechtes Wetter ist kein Problem, denn Ausflüge und Besuche im nahe gelegenen Kinder- und Jugendhaus HüWeg sorgen dann für Abwechslung.
Voraussetzung für die Teilnahme sind sichere Schwimmkenntnisse und das Bronze-Abzeichen. Getränke, Imbiss und Eintrittsgelder sind im Wochenpreis von 50 Euro enthalten.

Das beliebte Abenteuer mit Emil findet dieses Jahr wieder auf dem Gelände des Emil-Frick-Hauses in Essen-Stadtwald statt. Neben Angeboten aus Sport, Spiel und Kreativität können 36 kleine Kicker zwischen sechs und zwölf Jahren in der fünften Ferienwoche am von Rot-Weiss Essen unterstützten Fußballcamp teilnehmen. In der sechsten Ferienwoche werden zusätzlich Zirkusworkshops angeboten.
Die Kosten belaufen sich auf jeweils 40 Euro pro Woche, Mineralwasser und Mittagessen sind im Preis enthalten.

Die Anmeldung für den Ferienspaß im Bürgerpark, den Wasserspaß in Steele und das Abenteuer mit Emil findet am Mittwoch, 31. Mai, von 7 bis 14 Uhr zentral in Raum AV2.13 (2. Etage) der Verwaltung der Jugendhilfe Essen, Schürmannstraße 7, in Essen-Bergerhausen statt.
Die Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge der Wartenden. Eventuelle Restplätze werden nach telefonischer Terminvereinbarung vergeben. Zusätzliche Infos gibt’s auf der Internetpräsenz www.jh-essen.de.

Foto :Alexander Müller, Jugendhilfe Essen

(ü. Pm.)

Linke: Eltern müssen Rechtsanspruch auf Kitaplatz geltend machen – Unterversorgung ist Folge einer fehlenden Bedarfsplanung

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat volles Verständnis für den Protest der Elterninitiative „Kein KiTa-Platz 2017“ wegen fehlender Kitaplätze und fordert von der Stadt mehr Anstrengungen beim Kitaausbau.

„Das allein im kommenden Kita-Jahr rund 1.700 Kitaplätze fehlen werden ist ein unhaltbarer Zustand und unter anderem das Resultat einer fehlenden Bedarfsplanung“, so Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss und Landtagskandidatin. „Gerade für eine Stadt wie Essen mit einer so hohen Armutsquote unter Kindern und Erwachsenen ist es wichtig, dass Eltern die Möglichkeit bekommen einer Arbeit nachzugehen und die Kinder frühkindliche Bildung erhalten. Dies würde auch gleichzeitig das Phänomen der ,vererbten‘ Armut eindämmen.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE sind die Betreuungsquoten für unter 3-Jährige mit gerade einmal 40% auch zu gering angesetzt. Dass selbst dieser geringe Wert noch nicht einmal gewährleistet werden kann ist ein Armutszeugnis. Rechnet man die wachsenden Plätze in der Kindertagespflege sowie Notgruppen und Brückenprojekte runter, fällt der tatsächliche Bedarf an regulären Kitaplätzen viel höher aus.

„Wir werden an der Veranstaltung der Elterninitiative teilnehmen um uns ihre Anliegen anzuhören und sie dazu zu ermuntern, den Rechtsweg einzuschlagen“, so Ezgi Güyildar abschließend.

(ü. Pm.)

Buchpräsentation für das Kinderbuch „Das Ohr vom Opa“

Am Welttag des Buches wird das Kinderbuch „Das Ohr vom Opa“ erscheinen und das soll mit Oberbürgermeister Thomas Kufen und weiteren Gästen gehörig gefeiert werden.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat monatelang geflüchtete Kinder zu ihrer Heimat befragt. Die Antworten in Form von kleinen Geschichten waren mal rührend, mal erfrischend, mal urkomisch – auf jeden Fall immer anders, als man es sich am Anfang vorgestellt hat.

Herausgekommen ist ein wunderbares Buch, das für Kinder und Erwachsene gleichermaßen und sowieso ein absolutes Muss für die Menschen ist, die neugierig auf Kindheiten in anderen Kulturen sind.

Alle, die mitfeiern wollen, werden gebeten sich per E-Mail an lesebuch.ohrvomopa@hotmail.com für die Veranstaltung anzumelden.

Auch Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung wird von der Stiftung Kinderschutz Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Stadtbibliothek Essen organsiert.

(ü. Pm.)

Kita-Kosten in den Ruhrgebietsstädten sind vergleichsweise moderat

Im Ruhrgebiet müssen Eltern für die Kita-Betreuung nicht so tief in die Tasche greifen wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. Eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger.de weist für die vier größten Städte der Region moderate Gebühren aus.

Das Portal hatte die Gebühren für die Betreuung in einer städtischen Kinder-Tageseinrichtung in den 20 größten deutschen Städten untersucht und verglichen. Die Spanne reicht dabei von der kostenlosen Betreuung z.B. in Berlin und Düsseldorf bis zu einer monatlichen Betreuungsgebühr von 115 Euro in Nürnberg. Ein Großteil der Kitaplätze kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Monat für ein Kind in einer bis zu siebenstündigen Betreuung pro Tag – vorausgesetzt das Haushaltseinkommen liegt unter 2000 Euro monatlich. In Essen zahlen Eltern laut Analyse 27 Euro, in Dortmund 32,46 Euro, in Duisburg 34 Euro und in Bochum 34,51 Euro. Bei einem höheren Einkommen und einer längeren Betreuungszeit zahlen Eltern in Essen 44 Euro, in Duisburg 45 Euro, in Bochum 45,68 Euro und in Dortmund 51,69 Euro. Die höchsten Gebühren ruft hier Dresden mit 156,43 Euro auf. Infos gibt es unter www.netzsieger.de/ratgeber/der-grosse-kitakosten-index

(ü. Pm., idr)

Kinderarmut: Welche Maßnahmen wirken?

Fast jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen wird in einer Familie groß, die von Hartz IV lebt. Doch welche Maßnahmen helfen wirklich dabei, die Folgen von Kinderarmut zu vermindern? Dieser Frage geht die Koordinationsstelle Kinderarmut des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) nun mit dem Jugendamt der Stadt Essen sowie drei weiteren Kommunen nach.

„Unser Ziel ist es, ein alltagstaugliches Instrument zu entwickeln, das Jugendämtern dabei hilft, die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen gegen die Folgen der Kinderarmut zu überprüfen“, erklärt Christoph Gilles, Leiter der Koordinationsstelle.

Den Auftakt des Programms „Monitoring kommunaler Präventionsketten“ bildet eine Auftaktveranstaltung beim LVR am 25. April. Neben der Stadt Essen wirken Bergheim, Kerpen und Nettetal mit. Nach Abschluss des Projekts sollen Mitte 2019 die Ergebnisse präsentiert und als Arbeitshilfe den Jugendämtern im Rheinland zur Verfügung gestellt werden. Diese können mit dem Instrument regelmäßig untersuchen, ob ihre Bemühungen bei der Vermeidung von Armutsfolgen erfolgreich sind – Kinder und Jugendliche also mehr Teilhabe erfahren.

In die Bewertung der kommunalen Armutsprävention sollen unter anderem Nutzungs- und Teilnehmerzahlen von Angeboten, die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen sowie Rückmeldungen von Fachkräften, Kindern und Eltern einfließen. „Wie müssen Jugendämter vorgehen, um die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen wirklich zu verbessern? Wird die Teilhabe junger Menschen an Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport und sozialem Leben wirksam verbessert? Diese Fragen stellen sich Jugendämter schon heute. Unser Programm soll dabei helfen, hierauf Antworten zu finden und das eigene Handeln danach auszurichten“, so Christoph Gilles weiter.

Die LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut unterstützt die Jugendämter im Rheinland bereits seit 2009 dabei, ihre Aktivitäten gegen Kinderarmut besser zu koordinieren. 39 Kommunen beteiligen sich mittlerweile am LVR-Programm „Teilhabe ermöglichen – Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“. Essen ist seit 2012 dabei und hat im Rahmen des Programms unter anderem in der Arbeitsgruppe „armutssensible Kita“ das Konzept „Modell-Kitas gegen Kinderarmut“ entwickelt. Außerdem hat die Stadt Fortbildungen für Kitas und Familienzentren zum Thema „Armutssensibilität“ initiiert.

(ü. Pm. LVR)

Oster-Ferienkino 2017 – „Heidi“, Film Quiz und Führung durch die Lichtburg Essen

Auch 2017 laden der Ferienspatz und der Kulturrucksack Essen zum Ferienkino in die Lichtburg. Am Mittwoch, 12. April, wird „Heidi“, der Gewinnerfilm der Kinderfilmtage im Ruhrgebiet 2016, gezeigt. Die wunderbare Neuverfilmung aus dem Jahr 2015 ist ein tolles Filmerlebnis für Klein und Groß. Zur Einstimmung auf die Bergwelt gibt es um 11:30 ein Quiz im Kinosaal mit tollen Preisen, bevor gemeinsam der Film geschaut wird.

Für echte Kinofans startet die Veranstaltung bereits um 10 Uhr mit einer spannenden Führung durch die Lichtburg. Star- und Geistergeschichten inklusive!

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturrucksacks Essen statt und richtet sich vornehmlich an zehn bis 14jährige Cineasten. Der Eintritt kostet 4 Euro, für Kinder und Jugendliche mit Kulturcard 2 Euro. Anmeldungen für Führung und/ oder Film können per Email an ferienkino@gmx.de vorgenommen werden.

Mittwoch, 12. April, Führung: 10 Uhr, Filmbeginn: 11:30 Uhr, Lichtburg Essen, Kettwiger Straße 36. Der Eintritt kostet 4 Euro, mit Kulturcard 2 Euro.

(ü. Pm.)

CDU-Fraktion: Kita-Ausbau hat oberste Priorität

Für die CDU-Fraktion steht der Ausbau an Plätzen in Kindertagesstätten in den kommenden Jahren an vorderster Stelle unserer politischen Ziele, um die Rahmenbedingungen für Familien in unserer Stadt weiter zu verbessern.

Hierzu erklärt Regina Hallmann, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Wir nehmen die Sorgen der betroffenen Eltern sehr ernst. Der Ausbau von Kita-Plätzen in unserer Stadt hat für uns oberste Priorität. Seit vielen Jahren setzen wir uns für eine Verbesserung der Quote an Plätzen für unter wie auch über dreijährige Kinder ein. Hierzu haben wir in der Vergangenheit auch die notwendigen Beschlüsse gefasst. Allerdings waren noch vor einigen Jahren verschiedene Faktoren so nicht vorhersehbar. Hierzu gehört der Anstieg der Geburten, ebenso wie der Zuzug von Flüchtlingen mit Kindern. Dies hat uns in dem Bemühen der vergangenen Jahre, die Quote an U3- und Ü3-Plätzen weiter spürbar zu verbessern, wieder zurückgeworfen. Die CDU-Fraktion wird auch in Zukunft den dringend notwendigen Ausbau an Kita-Plätzen weiter voranbringen, um für die Familien in unserer Stadt die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Für das bevorstehende Kita-Jahr 2017/2018 werden rund 910 neue U3- und Ü3-Plätze in 43 neuen Gruppen an insgesamt 21 Standorten eingerichtet werden. Dabei werden acht Kitastandorte zum kommenden Kita-Jahr neu entstehen und 13 bestehende Standorte werden erweitert. Bis zum Jahr 2020/2021 sollen rund 40 neue Kindertagesstätten fertiggestellt sein, so dass dann insgesamt 3.700 zusätzliche Kita-Plätze zur Verfügung stehen.“
(ü. Pm.)

160 Schüler der Bochumer Carolinenschule mit ihrem „CaroKids meet GospelTrain“-Konzert im Neuen Musikforum Bochum

Es wird richtig voll auf der Bühne des Annelise Brost Musikforums: Nach monatelanger Probe treten am 30. März stolze 160 Schüler der Bochumer Carolinenschule mit ihrem „CaroKids meet GospelTrain“-Konzert im Neuen Musikforum Bochum auf.

Begleitet werden sie dabei von Bastian von der Linde, dem Dirigenten des Starlight-Express: „Die Proben haben schon unheimlich viel Spaß gemacht. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, zu sehen, mit wie viel Spaß die Kinder singen. Diesen Spaß kann man definitiv auch hören“, schwärmt von der Linde. Gemeinsam mit von der Linde und dem Grundschul-Kollegium der Carolinenschule Bochum haben die Kinder ein abendfüllendes Programm eingeprobt, bei dem sie eine bunte Mischung aus Pop, Soul und Gospel präsentieren. Begleitet werden die Carokids von Bastian von der Lindes Trio „The Gospeltrain“, das mit kraftvoller Dreistimmigkeit unterstützen wird.

Auch Frau Weidle, Musikpädagogin der Schule, ist mit dem Können ihrer 160 kleinen Musiker sehr zufrieden: „Das wird ein beeindruckender Abend im Musikforum. So ein großer Chor, tolle Solisten und dann auch noch Bastian von der Lindes Trio „The Gospeltrain“, da werden sicher eine ganze Menge Besucher staunen, was die Kids musikalisch drauf haben“. Davon wird sich auch Carina Gödecke überzeugen, die Landtagspräsidentin des Landes NRW steht dem Konzertprojekt als Schirmherrin zur Seite und wird am Konzerttag auch persönlich zugegen sein.

Die Carolinenschule freut sich, dass das Konzert am 30. März ab 18 Uhr schon fast ausgebucht ist, Restkarten sind jedoch noch ab 15 Euro erhältlich. Bei Interesse melden sich Interessenten einfach per Mail unter stefan.trippler@rentas.de.

(ü. Pm.)

Little Bird: Bereits 2.500 Kinderbetreuungsplätze vergeben – Verantwortliche arbeiten an der Verbesserung des Vormerksystems

Vor dem vergangenen Wochenende (4./5.3.) hat der verzögerte Versand von E-Mails bei den Eltern, die das Little Bird-Elternportal zur Anmeldung ihres Kindes in einer Kindertagestätte  oder der Kindertagespflege nutzen, zu Irritationen geführt. Das bedauern die Verantwortlichen und bitten hierfür um Entschuldigung. Laut Angabe des Vertragspartners der Stadt Essen war der reibungslose E-Mailversand bereits am Wochenende wieder hergestellt.

Zurzeit arbeitet die Betreiberfirma an einer verbesserten Funktionalität des Systems. Darüber hinaus sucht das Jugendamt das Gespräch mit allen Akteuren, die zu einer Verbesserung der Funktionalität von Little Bird beitragen können. Deshalb führt das Jugendamt am morgigen Freitag ein Gespräch mit dem Jugendamtselternbeirat. Das System wird umfassend erläutert und die Vorschläge des Elternbeirates für Verbesserungen werden besprochen. Auch folgt in Kürze ein weiterer intensiver Austausch mit den Fachberatungen der freien Träger.

Bei Little Bird handelt es sich um ein „Vormerksystem für Kinderbetreuungsplätze“, mit dessen Hilfe die Anbieter von Kinderbetreuungsplätzen – in der Regel die Leitungen der Kindertagesstätten – die Platzvergabe vornehmen.

Wie in den vergangenen Jahren versenden die Kindertagesstätten ab dem 1. März ihre Platzzusagen für das kommende Kindergartenjahr. Erfahrungsgemäß ist dieses Verfahren erst gegen Ende März weitestgehend abgeschlossen.

Noch keine Nachricht erhalten zu haben, bedeutet deshalb für die betroffenen Eltern nicht, dass sie keinen Kinderbetreuungsplatz bekommen werden. Die Zeitspanne zwischen der eigentlichen Vormerkung  und der Platzzusage ist variable, da die Kindertagesstätten die Entscheidung über die Vergabe selbst treffen.

Insofern bedeutet die Vormerkung eines Kindes bei Little Bird auch noch keine Platzzusage. Dass Vormerkungen durch die Eltern die ausgewählten Kindertagesstätten nicht erreicht haben, braucht indes niemand zu befürchten. Die Daten sind sicher im System gespeichert. Von 4.542 zu vergebenden Plätzen sind bereits 2.500 vergeben.

Sperrfunktion sorgt für schnellere Platzvergabe

Viele Nachfragen gibt es auch zu der sogenannten „Sperrfunktion“ die eintritt, sobald eine Zusage übermittelt wurde. Diese Funktion wurde gezielt eingeführt, damit die Platzvergabe transparenter wird und Eltern die Platzangebote zeitnah zu- oder absagen.

Hierdurch wird das Vergabeverfahren beschleunigt, was für Eltern grundsätzlich positiv ist. Darüber hinaus werden Mehrfachzusagen und das daraus resultierende „Blockieren“ von mehreren Plätzen verhindert. Ebenso können keine Mehrfachverträge abgeschlossen werden. Fälle, in denen Plätze zum Betreuungsbeginn nicht angetreten werden, werden so  deutlich minimiert.

Eltern werden hierdurch jedoch nicht gezwungen, das erste Angebot einer Kita anzunehmen. Die Möglichkeit der persönlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme mit den angefragten Kitas ist nach wie vor zu jeder Zeit möglich.

Sofern die „Wunschkita“ auf persönliche Nachfrage einen Platz zusagt, können Eltern einen zugesagten Betreuungsplatz ablehnen, die systemtechnische Sperre wird dann automatisch aufgehoben. Anschließend kann die „Wunschkita“ eine Reservierung aussprechen.

In wenigen Fällen hatten Eltern für ein anderes Kind Eingangsbestätigungen oder Reservierungen erhalten. Dies ist sehr bedauerlich. Die irrtümlich übersandten Mails sind allerdings kein Systemfehler, sondern ein Übertragungsfehler, der bei der manuellen Übernahme der Vormerkungen im Ausnahmefall entstehen kann. Hier wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten besonders sensibilisiert, auf Unstimmigkeiten zu achten. Das Little Bird-Vormerksystem wurde vor der Kaufentscheidung von den städtischen Datenschutzbeauftragen geprüft und als unbedenklich eingeschätzt.

Grundsätzlicher Neustart nicht wünschenswert

Einen grundsätzlichen Neustart bei der Platzvergabe halten die Verantwortlichen indes für nicht notwendig. Grundsätzlich funktioniere die Software, eine Rückkehr zur vorherigen Platzvergabe wäre ein Rückschritt auf Kosten der Eltern, zumal bereits rund 2.500 Betreuungsplätze über das neue System vergeben wurden.

„Little Bird“ noch nicht ausgereift – LINKE fordert Einbeziehung von Elterninitiativen und Kitas

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht sich durch die jüngste Berichterstattung über die technischen Probleme des Kita-Vergabesystems „Little Bird“ in ihrer kritischen Haltung zu diesem Programm bestätigt. Neben dem nicht hinnehmbarem technischen Versagen, sieht DIE LINKE auch eine Reihe von praktischen Anwendungsproblemen, sowohl für Eltern wie auch für die Kitas und die Stadt selbst.

„Der Zugang zum System muss für alle Menschen gewährleistet werden, unabhängig von etwaigen Sprachbarrieren, weswegen wir eine mehrsprachige Nutzung des Programms fordern“, so Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss. „Es sind bereits Eltern und Mitarbeiter auf uns zugekommen, um auf Schwachstellen des Systems aufmerksam zu machen. Wir fordern deshalb auf die Bedenken der Elterninitiativen und Kitamitarbeiter einzugehen und sie bei der Überarbeitung des Systems miteinzubeziehen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE steht einem allgemeinen digitalisierten Vergabesystem offen gegenüber und sieht darin Chancen für einen effizienteren Kitaausbau, gerade im Hinblick auf die äußerst unterschiedlichen Versorgungsquoten im Stadtgebiet. Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes System und eine Koordination der Kitas untereinander, welche im Moment keinen Überblick über die Anmeldungen anderer Kitas haben, selbst wenn sie dasselbe Kind betreffen.

„Wir hoffen, dass die Probleme schnell behoben werden und die Stadt offen für weitere Anregungen zur Verbesserung des Systems ist“, so Ezgi Güyildar abschließend.
(ü. Pm.)