Zahl der Inobhutnahmen 2016 stark gestiegen

7.568 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen die Jugendämter in der Metropole Ruhr im vergangenen Jahr. Das waren 3.029 mehr Fälle als 2015, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilt.

Der starke Anstieg ist auf die Zunahme der Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zurückzuführen: 2016 kamen 4.248 ausländische Kinder und Jugendliche ins Ruhrgebiet, ein Jahr zuvor waren es 1.689. Weitere häufige Gründe für Inobhutnahmen waren 2016 Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (1.298) und Beziehungsprobleme der Eltern (371). In fast 2.000 Fällen waren die Kinder jünger als 14 Jahre; gut 5.600 Jugendliche, die unter Schutz gestellt wurden, waren 14 und älter. Inobhutnahmen werden durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz der Minderjährigen in Eil- und Notfällen notwendig erscheint. Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm., idr)

Ferienspatz macht sich startklar für die Ferien

Spiel, Spaß, Abenteuer – und verbindliche Betreuungsangebote: Mit insgesamt rund 950 Angeboten startet der Essener Ferienspatz am 14. Juli in die Sommerferien. Der kostenlose Ferienspatz-Flugplan liegt an verschiedenen Ausgabestellen zum Abholen bereit oder kann unter www.essen.de/ferienspatz als PDF heruntergeladen werden. Unter dieser Web-Adresse können auch die Veranstaltungen des Ferienspatzbüros (alle Veranstaltungen mit Kennziffer) gebucht werden. Angebote der Ferienspatz-Partner werden immer direkt beim Veranstalter gebucht.

Verlässliche Kinderbetreuung
Für alle, die eine verlässliche Kinderbetreuung benötigen, gibt es Angebote, die wochenweise buchbar sind. Darunter die Angebote der Jugendhilfe Essen: Abenteuer mit Emil im Essener Süden, hier kostet die Woche mit Verpflegung 40 Euro, Ferienspaß im Bürgerpark im Essener Norden mit den Themen Dinos, Indianer, Sport und Tanz, Comic-Helden, Film und Theater, Kosten: 30 Euro je Woche inklusive Verpflegung. Weiter gibt es: das Ferienprogramm des Kinder- und Jugendtreffs Stoppenberg zum Schmunzelpreis von 45 Euro je Woche – immer von 9 bis 17 Uhr, Überraschungstag inklusive.

Spannende Kurse und Workshops
Ein Kinder-Kochworkshop mit dem Afrika Kultur-Verein, der Shabby-Chic-Handwerkerworkshop der Freien Schule Essen oder vielleicht doch lieber per Parkour die grüne Hauptstadt erkunden? Weitere Angebote: Näh- und Malworkshops, Upcycling-Workshop des NABU in der Vossgätters Mühle, Hockey-Schnuppertrainig des ETB, ein Fechtkurs beim ETUF, Handballsommercamp und vieles mehr.

Ausflüge und Fahrten
Tagesausflüge zu tollen Zielen: Badefahrten ans Meer, Familienfahrten, betreute Kinderfahrten oder Besichtigungstouren, die einen Blick hinter die Kulissen erlauben.

Geld sparen mit dem Ferienpass
Viele Veranstalter bieten bei Vorlage des Ferienpasses Ermäßigung auf Eintrittsgelder und Teilnahmegebühren. Aber auch diejenigen, die Essen und die Umgebung auf eigene Faust entdecken möchten, sparen mit dem Ferienpass. So kostet der Schwimmbadbesuch mit dem Ferienpass für Kinder nur 0,50 Euro und der Eintritt in den Grugapark ist gratis. Auch Erwachsene sparen mit dem Ferienpass bares Geld.

Der Ferienpass gilt während der gesamten Sommerferien und kostet 1 Euro für Kinder und 2 Euro für Erwachsene.

Alle Infos unter www.essen.de/ferienspatz.

Titelfoto: Peter Herzogenrath

Rat beschließt Arbeitsmarktstrategie 2020

Der Rat der Stadt Essen hat heute (24.5.) die „Arbeitsmarktstrategie 2020“ beschlossen. Das neue Konzept soll mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven für Essenerinnen und Essener, insbesondere für junge Menschen und Langzeitarbeitslose schaffen.

Die Vorschläge der Verwaltung für ein Maßnahmenpaket umfassen unterschiedliche Handlungsfelder, in denen ein sogenannter sozialer Arbeitsmarkt etabliert werden soll:

  1. „Übergang Schule – Beruf“,
  2. „Arbeit und Beschäftigung in Essen“,
  3. „Qualifizierung, Fort- und Weiterbildung“,
  4. „öffentlich geförderte Beschäftigung“,
  5. „Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften der Stadt Essen“ und
  6. „Gremien und Organisation“.

In diesen Handlungsfeldern sollen im ersten Schritt insgesamt 215 langzeitarbeitslose Essenerinnen und Essener eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. Gefördert wird die Maßnahme durch ein Programm des Landes NRW. Die so geschaffenen öffentlich geförderten Arbeitsplätze richten sich an Menschen, die aufgrund ihrer Qualifikation oder Sprachfähigkeiten keine realistische Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben.

In den Handlungsfeldern 5 und 6 soll auch die Vernetzung der relevanten Arbeitsmarktakteure verbessert und gestärkt werden. Dazu hat der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt zu überprüfen, ob und wie die Essener Arbeit und Beschäftigungsgesellschaft (EABG), die Jugendberufshilfe (JBH) und das JobCenter Essen in einer gemeinsamen Organisationsform untergebracht werden können.

Oberbürgermeister Thomas Kufen: „Wir blicken in Essen auf eine bereits bekannte Situation: Seit Abbau der Schwerindustrie ist der Arbeitsmarkt in Essen geprägt von hochwertigen – auch wissenschaftlichen – Dienstleistungen, Handel und Verwaltung. Hierfür fehlen vielen Menschen einfach die entsprechenden Qualifikationen. Die Quote an Langzeitarbeitslosigkeit ist deshalb immer noch zu hoch. Die Aufnahme einer dauerhaften Beschäftigung wird Betroffenen nur dann gelingen, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, den ersten Schritt hierfür bietet die Arbeitsmarktstrategie 2020.“

Auch für die anderen Handlungsfelder soll die Stadtverwaltung operative Umsetzungen entwickeln. Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Soziales, steht bereits in den Startlöchern: „Langzeitarbeitslosigkeit dürfen wir nicht einfach hinnehmen. Wir haben in Essen schon viel geschafft, aber wir müssen noch besser werden. Auf Grund der aktuellen Lage muss die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit eines unserer strategischen Hauptthemen sein. Alle Akteure in der Essener Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik müssen an einem Strang ziehen.“

Zum Hintergrund:

Trotz einer günstigen konjunkturellen Entwicklung ist es in der Stadt Essen in den zurückliegenden Jahren nicht ausreichend gelungen, alle Leistungsberechtigten in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Anhand von Daten zur Bevölkerungsentwicklung und den vorliegenden Wirtschaftsdaten wurde eine Analyse der Arbeits- und Beschäftigungssituation in Essen erstellt. Um auf die aktuellen Entwicklungen der letzten fünf Jahre zu reagieren, wurde jetzt die Essener Arbeitsmarktstrategie 2020 entwickelt.

In der gemeinsamen Sitzung des Essener Konsens und des Verwaltungsvorstandes der Stadt Essen am 20. Januar fand die Vorlage die Zustimmung der Teilnehmer. Die Partner des Essener Konsens unterstützen die skizzierten Handlungsfelder als gute Grundlage zur Ausrichtung der Essener Arbeitsmarktstrategie 2020.

(ü. Pm.)

JHE-Sommerferien: sechs Wochen Spaß im ganzen Stadtgebiet!

Am 17. Juli starten die Sommerferien und die Jugendhilfe Essen (JHE) organisiert bis zum 25. August wieder im gesamten Stadtgebiet ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. So punktet der Altenessener „Ferienspaß im Bürgerpark“ in jeder der sechs Wochen mit eigenem Motto und eigenem Programm, das „Abenteuer mit Emil“ lädt zu Fußballcamp und Zirkusabenteuer ein und beim „Wasserspaß in Steele“ geht’s im Kanu auf die Ruhr. Die Anmeldung fürs beliebte JHE-Ferienprogramm steigt am 31. Mai um 7 Uhr.

Der Ferienspaß im Bürgerpark ist eine bunte Mischung aus Bastel-, Spiel- und Sportangeboten und gibt den sechs- bis zwölfjährigen Kindern gleichzeitig Gelegenheit, die Tierwelt der benachbarten Jugendfarm zu entdecken. Jede der sechs Wochen hat dabei ein eigenes Motto mit eigenem Programm. Woche eins steht ganz im Zeichen von Theater und Film, in der zweiten sind Sport, Bewegung und Tanz angesagt, während die Kids in der dritten in die Welt ihrer Comichelden eintauchen. In der vierten Woche gehen kleine Forscher und Entdecker auf Expedition, in der fünften lassen die Kinder in der Karibik die Seele baumeln und in der letzten wartet der Dschungel.
Der Preis beläuft sich auf 30 Euro pro Woche, Mittagessen und Mineralwasser sind inklusive.

Großer Favorit der Acht- bis Zwölfjährigen ist der Wasserspaß in Steele in den ersten drei Ferienwochen. Das nasse Element steht im Mittelpunkt und die Kids freuen sich auf Kanufahrten auf der Ruhr, Schwimmen oder Entspannen am Strandufer. Schlechtes Wetter ist kein Problem, denn Ausflüge und Besuche im nahe gelegenen Kinder- und Jugendhaus HüWeg sorgen dann für Abwechslung.
Voraussetzung für die Teilnahme sind sichere Schwimmkenntnisse und das Bronze-Abzeichen. Getränke, Imbiss und Eintrittsgelder sind im Wochenpreis von 50 Euro enthalten.

Das beliebte Abenteuer mit Emil findet dieses Jahr wieder auf dem Gelände des Emil-Frick-Hauses in Essen-Stadtwald statt. Neben Angeboten aus Sport, Spiel und Kreativität können 36 kleine Kicker zwischen sechs und zwölf Jahren in der fünften Ferienwoche am von Rot-Weiss Essen unterstützten Fußballcamp teilnehmen. In der sechsten Ferienwoche werden zusätzlich Zirkusworkshops angeboten.
Die Kosten belaufen sich auf jeweils 40 Euro pro Woche, Mineralwasser und Mittagessen sind im Preis enthalten.

Die Anmeldung für den Ferienspaß im Bürgerpark, den Wasserspaß in Steele und das Abenteuer mit Emil findet am Mittwoch, 31. Mai, von 7 bis 14 Uhr zentral in Raum AV2.13 (2. Etage) der Verwaltung der Jugendhilfe Essen, Schürmannstraße 7, in Essen-Bergerhausen statt.
Die Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge der Wartenden. Eventuelle Restplätze werden nach telefonischer Terminvereinbarung vergeben. Zusätzliche Infos gibt’s auf der Internetpräsenz www.jh-essen.de.

Foto :Alexander Müller, Jugendhilfe Essen

(ü. Pm.)

Kinderarmut: Welche Maßnahmen wirken?

Fast jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen wird in einer Familie groß, die von Hartz IV lebt. Doch welche Maßnahmen helfen wirklich dabei, die Folgen von Kinderarmut zu vermindern? Dieser Frage geht die Koordinationsstelle Kinderarmut des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) nun mit dem Jugendamt der Stadt Essen sowie drei weiteren Kommunen nach.

„Unser Ziel ist es, ein alltagstaugliches Instrument zu entwickeln, das Jugendämtern dabei hilft, die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen gegen die Folgen der Kinderarmut zu überprüfen“, erklärt Christoph Gilles, Leiter der Koordinationsstelle.

Den Auftakt des Programms „Monitoring kommunaler Präventionsketten“ bildet eine Auftaktveranstaltung beim LVR am 25. April. Neben der Stadt Essen wirken Bergheim, Kerpen und Nettetal mit. Nach Abschluss des Projekts sollen Mitte 2019 die Ergebnisse präsentiert und als Arbeitshilfe den Jugendämtern im Rheinland zur Verfügung gestellt werden. Diese können mit dem Instrument regelmäßig untersuchen, ob ihre Bemühungen bei der Vermeidung von Armutsfolgen erfolgreich sind – Kinder und Jugendliche also mehr Teilhabe erfahren.

In die Bewertung der kommunalen Armutsprävention sollen unter anderem Nutzungs- und Teilnehmerzahlen von Angeboten, die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen sowie Rückmeldungen von Fachkräften, Kindern und Eltern einfließen. „Wie müssen Jugendämter vorgehen, um die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen wirklich zu verbessern? Wird die Teilhabe junger Menschen an Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport und sozialem Leben wirksam verbessert? Diese Fragen stellen sich Jugendämter schon heute. Unser Programm soll dabei helfen, hierauf Antworten zu finden und das eigene Handeln danach auszurichten“, so Christoph Gilles weiter.

Die LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut unterstützt die Jugendämter im Rheinland bereits seit 2009 dabei, ihre Aktivitäten gegen Kinderarmut besser zu koordinieren. 39 Kommunen beteiligen sich mittlerweile am LVR-Programm „Teilhabe ermöglichen – Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“. Essen ist seit 2012 dabei und hat im Rahmen des Programms unter anderem in der Arbeitsgruppe „armutssensible Kita“ das Konzept „Modell-Kitas gegen Kinderarmut“ entwickelt. Außerdem hat die Stadt Fortbildungen für Kitas und Familienzentren zum Thema „Armutssensibilität“ initiiert.

(ü. Pm. LVR)

Oster-Ferienkino 2017 – „Heidi“, Film Quiz und Führung durch die Lichtburg Essen

Auch 2017 laden der Ferienspatz und der Kulturrucksack Essen zum Ferienkino in die Lichtburg. Am Mittwoch, 12. April, wird „Heidi“, der Gewinnerfilm der Kinderfilmtage im Ruhrgebiet 2016, gezeigt. Die wunderbare Neuverfilmung aus dem Jahr 2015 ist ein tolles Filmerlebnis für Klein und Groß. Zur Einstimmung auf die Bergwelt gibt es um 11:30 ein Quiz im Kinosaal mit tollen Preisen, bevor gemeinsam der Film geschaut wird.

Für echte Kinofans startet die Veranstaltung bereits um 10 Uhr mit einer spannenden Führung durch die Lichtburg. Star- und Geistergeschichten inklusive!

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturrucksacks Essen statt und richtet sich vornehmlich an zehn bis 14jährige Cineasten. Der Eintritt kostet 4 Euro, für Kinder und Jugendliche mit Kulturcard 2 Euro. Anmeldungen für Führung und/ oder Film können per Email an ferienkino@gmx.de vorgenommen werden.

Mittwoch, 12. April, Führung: 10 Uhr, Filmbeginn: 11:30 Uhr, Lichtburg Essen, Kettwiger Straße 36. Der Eintritt kostet 4 Euro, mit Kulturcard 2 Euro.

(ü. Pm.)

16. Deutscher Jugendhilfetag startet in Düsseldorf

30.000 bis 40.000 Besucherinnen und Besucher werden beim kommenden Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag erwartet. Er läuft vom 28. bis 30. März im Düsseldorfer Messe- und Kongresszentrum.

„22 Millionen junge Chancen – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten“, lautet das Motto des Treffens, zu dem Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus der gesamten Bundesrepublik sowie Interessierte aus Politik und Wirtschaft erwartet werden.

Ausrichter ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), die den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag alle drei Jahre ausrichtet.

Auch das Essener Jugendamt wird in der kommenden Woche mit einem Stand auf der Messe vertreten sein und gemeinsam mit Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz-Landau ein Fachforum zum Thema sozialräumlich orientierter Jugendhilfe gestalten. Dabei geht es um eine Untersuchung, die in den vergangenen Jahren in Essen durchgeführt wurde. Sie liefert Erkenntnisse darüber, welche Faktoren für den Bildungserfolg junger Menschen wichtig sind. Zusätzlich haben die Essener an ihrem Messestand ein strammes Programm mit stündlich wechselnden Themen auf die Beine gestellt. Beispielsweise zu bestimmten Ansätzen in der Erziehungsberatung. Ebenfalls vorgestellt werden Projekte, die das Essener Jugendamt gemeinsam mit privaten Initiativen ins Leben gerufen hat – natürlich gemeinsam mit den Kooperationspartnern. Denn die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure und die lückenlose Verzahnung der verschiedenen Angebote haben in Essen einen hohen Stellenwert. Weitere Themen: Spannende Kita-Projekte, Angebote zur Jugendbildung und –beteiligung, Stadtteilarbeit und sozialräumliche Jugendhilfe und, und, und … Vertreterinnen und Vertreter des Essener Jugendhilfeausschusses haben ihren Besuch beim Essener Jugendamtsstand bereits angekündigt. Für alle Essener die ebenfalls vorbeischauen wollen: Halle 3, Stand B31.

Zugleich will das Essener Jugendamt den Kontakt mit den Fachkräften nutzen, um neue Mitarbeiter für eine Arbeitsaufnahme in Essen zu interessieren. Denn die werden künftig dringend benötigt, darunter Kita-Erzieherinnen und –Erzieher sowie Sozialarbeiter und Sozialpädagogen.

Das vollständige Essener Programm kann unter www.essen.de/djht abgerufen werden.

Der Eintritt zur Messe ist kostenfrei,  sie öffnet Dienstag, 28. März, 13.30 bis 19 Uhr, Mittwoch, 29. März, 9 bis 19 Uhr, Donnerstag, 30. März, 9 bis 14 Uhr.
(ü. Pm.)

Wenn Teenager nicht mehr hören wollen

Was können Eltern tun, wenn Respektlosigkeiten ihrer Sprösslinge Überhand nehmen, Konflikte in der Familie eskalieren oder es sogar zu Gewalttätigkeiten kommt? Was, wenn der Nachwuchs den regelmäßigen Schulbesuch kategorisch ablehnt und es stattdessen vorzieht, das Bett zu hüten.

Um solche und ähnliche Fragen geht es in einem Elterngespräch mit dem Titel „Was tun, wenn Ihre Stimme bei Ihrem Teenager nicht mehr zählt?“ am Dienstag, 28. März, um 18 Uhr im Jugendpsychologischen Institut Altendorf, Kopernikusstraße 8. An diesem Abend sollen den Eltern neue und ungewöhnliche Wege aufzeigt werden, die helfen, besonders schwierige Erziehungsnöte zu überwinden.

In der Veranstaltung stellen die Diplom-Psychologin Merih Köktas-Müllerthann und der Diplom-Sozialpädagoge Martin Nöllenheidt den Eltern das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ vor. Es vermittelt die Haltung des gewaltlosen Widerstandes und die Wiedergewinnung der elterlichen Autorität durch Beziehung. Wie Eltern bei ihren Kindern neuen Boden gutmachen können, schildern die Experten anhand praktischer und anschaulicher Beispiele. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Eltern, die im Umgang mit ihren Teenagern nicht mehr weiterwissen.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Diese wird beim Jugendpsychologischen Institut unter Telefon: 88 51333 oder 88 51800 entgegen genommen. Aufgrund der starken Nachfrage im vergangenen Jahr besteht bereits eine Warteliste, sodass die Teilnehmerzahl auf wenige Plätze begrenzt ist.

(ü. Pm.)

Achtermann-Stiftung vergibt Fördermittel – Anträge für den Tier-, Natur- oder Umweltschutz in Essen sind ab sofort möglich

Ab sofort nimmt das Umweltamt der Stadt Essen wieder Anträge auf eine Förderung aus den Mitteln der von der Stadt verwalteten Bernhard-und-Margarete-Achtermann-Stiftung entgegen. Unter anderem können Schulen, Kindergärten, Vereine, Verbände, kirchliche und soziale Gruppierungen Fördermittel beantragen.

Gefördert werden geplante Maßnahmen und Projekte im Bereich des Tier-, Natur- oder Umweltschutzes in Essen.
Weitere Informationen über die Stiftung und Antragstellung erhalten Interessierte beim Umweltamt der Stadt Essen unter der Rufnummer: 88-59206 und im Internet unter www.essen.de/umwelt.
Dort können auch die Satzung und die Förderrichtlinien eingesehen werden.

(ü. Pm.)

Wenn Alkohol den Rosenmontagszug vernebelt

Auch wenn die Zahl der Jugendlichen, die während der Rosenmontagszüge im Vollrausch aufgefunden wurden, in den letzten Jahren rückläufig war, kann von Entwarnung keine Rede sein. Die Altersgrenze der Jugendlichen, die Alkohol konsumieren scheint sich eher nach unten verlagert haben, sind sich die Jugendschützer vom Essener Jugendamt einig.

Weil der Konsum von Alkohol während der „tollen Tage“ ein zentrales Thema ist, beteiligt sich das Jugendamt auch in diesem Jahr wieder an der Betreuung betrunkener Personen in der Sammelstelle des Malteser Hilfsdienstes in der Maxstraße 20.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene die in die Sammelstelle eingeliefert werden, finden hier eine medizinische Erstversorgung. Neben den Helfern des Malteser Hilfsdienstes sind auch Mitarbeiter der Sozialen Dienste des Jugendamtes zugegen, um erste pädagogische Betreuung zu leisten, sollten Kinder und Jugendliche aufgefunden werden.

Angst vor weitergehenden juristischen Konsequenzen, braucht indes kein Jugendlicher zu haben. Deshalb sollten sie keine Scheu haben, in Notfällen zum Beispiel die Ordnungskräfte oder den Sanitätsdienst um Hilfe zu bitten.

Auf Prävention setzen auch Polizei und Ordnungsamt. Beide Institutionen bilden gemeinsame Teams, um schon vor und während des Rosenmontagszuges auf Gruppen Jugendlicher zuzugehen, bei denen eine „gewisse Gefährdung“ erkennbar ist.

Experten in Sachen Jugendschutz raten den Eltern, ihren Sprösslingen vor dem Besuch von Großveranstaltungen grundsätzlich Adressen und Handynummern mitzugeben, damit Angehörige im Notfall schnell benachrichtigt werden können.
(ü. Pm.)

Jugendfarm: Winterschule für Seiteneinsteiger

Die gesamten Weihnachtsferien über organisierte das „Zukunft Bildungswerk“ auf der Jugendfarm Altenessen für knapp 50 Seiteneinsteiger eine Kombination aus sprachlicher Förderung und kulturellem Programm. Die Aktion fand erstmalig auf dem Areal an der Kuhlhoffstraße statt, viele der Kinder und Jugendlichen tauchten in eine völlig Welt ein.

Das „Zukunft Bildungswerk“ wurde im Juni 2015 gegründet und engagierte sich gemeinsam mit dem Runden Tisch Karnap für Seiteneinsteiger aus dem Zeltdorf Mathias-Stinnes-Stadion. Zu Beginn konnte es noch mehrere Monate bis zur Einschulung der Kinder und Jugendlichen dauern, ein Angebot für vorbereitende Sprachförderung sollte diese Zeit überbrücken. Inzwischen ist das Zeltdorf zwar aufgelöst und die Familien sind in Wohnungen oder anderen Unterkünften, aber das Bildungswerk begleitet die Minderjährigen weiterhin.

Gerade in den Ferien besteht die Gefahr, dass der Lernprozess unterbrochen wird: „Wir wollen diese Lücke schließen“, erklärt Turgay Tahtabas, Geschäftsführer des „Zukunft Bildungswerks“. Fand die Ferienbetreuung bisher in den Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde Karnap statt, musste diesmal eine Alternative gefunden werden: „Unsere Idee war schon immer, auch etwas für die Flüchtlinge zu machen“, lud Frank Felden, Teamleiter der Jugendhilfe Essen, die knapp 50 Seiteneinsteiger deshalb über die Weihnachtsferien auf die Jugendfarm ein.

Anknüpfung an weitere Angebote

An allererster Stelle steht für die Kinder und Jugendlichen der breiten Alterspanne von sechs bis 16 Jahren die Lernförderung. Das Zukunft Bildungswerk kombiniert den Sprachunterricht aber stets mit kulturellem Programm — und jeder Menge Spaß! Im Rahmen eines Body-Percussion-Workshops beispielsweise lernen die Kinder und Jugendlichen Begriffe für Stimmen, Geräusche oder Klänge. Ein mehrsprachiger Chor vermittelt Monatsnamen über ein Lied. Zusätzlich ging es in der vergangenen Woche für einen Tag nach Köln, wo das Gelernte in einem Musikatelier präsentiert wurde.

Noch spannender wurde das etablierte Angebot durch den zweiwöchigen Aufenthalt auf der Jugendfarm. Schon das Kennenlernen der Farm selbst war dabei ein aufregendes Erlebnis: „Für die meisten ist das schließlich eine völlig neue Welt“, weiß JHE-Teamleiter Felden. Sind den Kindern und Jugendlichen manche der Tiere anfangs gar nicht geheuer, verlieren sie im Kontakt nach und nach die Scheu. Gleichzeitig lernen sie angemessenen Respekt vor den Farmbewohnern: „Es geht auch darum, sie an die Verantwortung heranzuführen, die im Umgang mit den Tieren notwendig ist.“ Die Pflege der Vierbeiner wird dann schnell zum kleinen Höhepunkt für die Kids: „Die sind unheimlich wissbegierig, die haben unheimlich viel Spaß“, freut sich der Jugendhilfe-Teamleiter. Abgerundet wird die abwechslungsreiche Erfahrung mit Stockbrot und Lagerfeuer.

Gleichzeitig können die zwei Wochen Farm-Urlaub n vielerlei Hinsicht ein Wegbereiter sein. Unter normalen Umständen hätten die Kinder den Weg aufs Altenesser Hofidyll vielleicht nicht gefunden, jetzt besteht die Chance, einige bald wieder an der Kuhlhoffstraße begrüßen zu dürfen: „Das ist eine gute Anknüpfung an die anderen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen“, erklärt Felden.

Jugendliche gestalten Bauwagen für die Jugendfarm

Die drei bunten Bauwagen stehen um die große Feuerstelle herum. Sie sind farbig lackiert, innen mit Holz verkleidet. Es gibt mehrere Betten für eine gemeinsame Abenteuer-Übernachtung, beispielsweise bei Kindergeburtstagen oder Schulausflügen. Die Inneneinrichtung ist individuell unterschiedlich, die Verarbeitung hochwertig – und überall turnen Grundschulkinder herum und machen den Praxistest.

Konzipiert und handwerklich umgesetzt wurden die Bauwagen von Jugendlichen aus dem Perspektivcenter. In Kooperation mit dem JobCenter Essen erhalten die Jugendlichen bei der Jugendberufshilfe Essen gGmbH (JBH) in dieser Maßnahme die Möglichkeit, sich in verschiedenen Arbeitsfeldern auszuprobieren und neue Wege für die eigene berufliche Entwicklung zu entdecken. Im Dezember wurden die Bauwagen, als ein Ergebnis ihrer Arbeit, nun offiziell der Jugendfarm in Altenessen und den Kindern der Stadt übergeben, die sich damit wiederum auf spannende Gruppenreisen in die Kuhlhoffstraße freuen können.

Auch Bianca Burgmann-Kaden und Michael Schneider vom JobCenter sind zur offiziellen Einweihung nach Altenessen gekommen. „Die Jugendlichen haben bei diesem Projekt am Ende ein sichtbares Ergebnis, sie sehen heute selbst wie die Kinder das von ihnen geschaffene Produkt annehmen“, ist Burgmann-Kaden mit dem Resultat zufrieden, „das ist eine besondere Wertschätzung für die Arbeit der Jugendlichen.“

Gearbeitet wurde im Zusammenspiel verschiedener Gewerke. Metallbauer, Tischler, Maler und Lackierer und Elektroarbeiten mussten koordiniert werden: „Das ist nur gelungen, weil wir regelmäßige Anleitersitzungen abgehalten haben, in denen wir gemeinsam mit den Jugendlichen die nächsten Schritte besprochen haben“, erinnert sich Elke Ihln-Budde, Bereichsleiterin der Berufsvorbereitung bei der JBH. Viele Ideen kamen dabei von den Teilnehmern selbst, die sich auch anhand von Modellen Gedanken zum Thema Inneneinrichtung machen konnten.

Tom Kluge, mittlerweile angehende Fachkraft für Lagerlogistik, war Teil des Teams und schaut sich das Endergebnis fachmännisch vor Ort an: „Wir haben alte Bauwagen komplett auseinandergebaut. Die Türen mit ihren Metallzargen waren eine echte Herausforderung.“ Und: „Wenn ich die Bauwagen hier im Einsatz sehe, hat sich der Aufwand gelohnt. Ich finde gut, wenn Kinder das nutzen können.“

(ü. Pm.)